Rosenheim – Seit mehr als 20 Jahren kümmern sich zwei private Tierschützerinnen aus dem Raum Rosenheim ehrenamtlich um streunende und bedürftige Katzen. Rund 20 Tiere versorgen sie derzeit täglich mit Futter, Wasser und – wenn nötig – auch medizinischer Hilfe. Nun stoßen die beiden Frauen jedoch zunehmend an ihre Grenzen und bitten dringend um Unterstützung.
Die beiden Tierfreundinnen, die anonym bleiben möchten, füttern die Katzen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet sowie im Umland. Viele der Tiere seien alt oder gesundheitlich angeschlagen. „Wir haben einige Senioren-Katzen, die könnten hartes Futter kaum noch beißen“, erklärt eine der beiden Frauen. Deshalb werde vor allem Dosen-Nassfutter benötigt.
Die Versorgung der Tiere werde immer schwieriger, berichten die Tierschützerinnen. Grund dafür seien unter anderem gestiegene Energie- und Futterkosten. „Viele der Katzen, die wir betreuen, kennen wir seit vielen Jahren. Sie sind uns ans Herz gewachsen. Sie nicht mehr versorgen zu können, würde uns das Herz brechen“, sagen sie.
Wer helfen möchte, kann die beiden direkt kontaktieren. Futterspenden – insbesondere Nassfutter – werden dankbar angenommen. Im Rosenheimer Stadtgebiet holen die Tierschützerinnen diese nach Absprache auch persönlich ab. Die Organisation erfolgt telefonisch unter 0160 / 95793623.
Problem mit streunenden Katzen bleibt Thema im Raum Rosenheim
Das Problem streunender und verwilderter Katzen ist im Raum Rosenheim seit Jahren bekannt. Auch das Landratsamt Rosenheim befasst sich derzeit erneut mit dem Thema. Bereits im Jahr 2024 hatten Tierschutzvereine aus dem Landkreis den Erlass einer Katzenschutzverordnung beantragt (wir berichteten)
Weiterer Lesestoff passend zum Thema:
Ziel einer solchen Regelung wäre es, freilebende Katzen besser zu schützen und eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Die Lebensbedingungen vieler Tiere gelten als schwierig, zudem treten häufig Krankheiten auf.
Zur besseren Datengrundlage wurde bereits 2024 ein Online-Formular eingerichtet, über das Bürger mutmaßlich herrenlose oder verwilderte Katzen melden können. Die Meldungen sollen in die weitere Prüfung einer möglichen Katzenschutzverordnung einfließen. .Ein Entwurf ist bereits aktuell in Planung und soll laut Medienberichten schon bald den Gemeinden vorgestellt werden.
Für die beiden Tierschützerinnen bedeutet das jedoch keine kurzfristige Entlastung. Sie sind dringend auf private Unterstützung angewiesen, um die Versorgung der von ihnen betreuten Katzen sicherzustellen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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