Happy Birthday Fairtrade

Happy Birthday Fairtrade

Rosenheim / Deutschland Fairtrade Deutschland feiert 2022 einen runden Geburtstag. Seit 30 Jahren setzt sich die gemeinnützige Organisation für mehr Fairness im Handel ein. Was einst klein begann, ist mittlerweile Trend. Mittlerweile haben sich deutschlandweit schon 781 Städte als „Fairtrade-Stadt“ zertifizieren lassen – Die Stadt Rosenheim im Jahr 2016. Im Gespräch mit Innpuls.me erzählt Dr. Beate Burkl, Vorsitzende des Fördervereins Fairtrade-Stadt Rosenheim, was sich in Sachen „Fairer Handel“ in den vergangenen 30 Jahren alles verbessert hat, was es noch zu tun gibt und wie es speziell in Rosenheim aktuell mit Produkten aus fairem Handel bestellt ist.

Frage: Wer Fairtrade-Stadt bleiben will, muss sich alle zwei Jahre rezertifizieren lassen. Für Rosenheim ist das heuer wieder der Fall. Sind Sie zuversichtlich, dass die Stadt diesen Titel weiter behalten darf?
Antwort: 
Ich bin mir sicher, dass die Stadt Rosenheim den Titel wieder erhält, da wir trotz Corona in den beiden letzten Jahren einige Veranstaltungen durchführen konnten wie Vorträge, Infostand in der Fairen Woche und Teilnahme an der Flower Power Aktion mit kontaktfreier Rosenverteilung. Außerdem haben wir mit der Aktion „Fairsprechen“ Politiker und Bürger über die Forderungen des Fairen Handels zur Bundestagswahl informiert.

Frage: Welche Kriterien müssen überhaupt erfüllt werden, um sich Fairtrade-Stadt nennen zu dürfen?
Antwort: 
Es gibt fünf Kriterien, die bei der Zertifizierung und wieder bei der Rezertifizierung erfüllt sein müssen:
1. Ratsbeschluss durch den Stadtrat und Verwendung von mindestens zwei fairen Produkten im Rathaus, z.B. Kaffee, Tee, Kekse
2. Steuerungsgruppe mit Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft
3. Eine nach Einwohnerzahl festgelegte Anzahl von Geschäften, Einzelhandel und Gastronomie, die faire Produkte vertreiben oder verwenden
4. Einrichtungen, die den fairen Handel fördern durch Verwendung von fairen Produkten wie auch durch Bildungsaktivitäten wie Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und Bürgerhäuser
5. Berichte in den regionalen Medien wie Presse, Rundfunk, Fernsehen, Social Media

Frage: Ich kann mich noch erinnern, dass bei Rosenheims Zertifizierung im Jahr 2016 gleich unglaublich viel getan wurde, um den fairen Handel zu unterstützen. Zahlreiche Unternehmen, Schulen, Organisationen und sogar die Stadtverwaltung hat es sich damals auf die Fahnen geschrieben, wo immer nur möglich, auf fair produzierte Produkte zurückzugreifen. Ist dieses Engagement heute nach wie vor so groß oder ist das Thema mittlerweile wieder mehr eingeschlafen?
Antwort:
Das Interesse an Fairtrade wächst kontinuierlich, man sieht immer mehr Produkte mit Fairtrade-Siegeln in den Geschäften. Der Förderverein Fairtrade-Stadt Rosenheim hat dazu einen Einkaufsführer erstellt, der regelmäßig aktualisiert wird. Er ist auf unserer Homepage abrufbar. Unterstützt wird dieses Bewusstsein auch durch unsere Schulen. Das Thema „Fairtrade“ steht beispielsweise in den Grundschulen auf dem Lehrplan. Auch die öffentliche faire Beschaffung durch die Stadtentwicklung entwickelt sich positiv

Frage: 30 Jahre Fairtrade Deutschland – ein Grund zum Feiern. In Zeiten von Corona aber wohl nicht einfach?
Antwort:
Es gibt eine große Jubiläumsfeier am 10. Juni in Berlin zusammen mit einer Faircon Convention, einer Zukunftswerkstatt für den fairen Handel. 100 jugendliche VisionärInnen zwischen 16 und 27 Jahren erarbeiten konkrete Projektideen dazu. Anmeldeschluss für die Faircon ist der 30. April 2022. „Fairan“ eine Wortneuschöpfung zum Jubiläum soll das Engagement für den fairen Handel sichtbar machen und ist gleichzeitig ein Bekenntnis zur globalen Gerechtigkeit.

Frage: Sind anlässlich dieses runden Geburtstags auch bei uns in der Stadt Aktionen geplant?
Antwort: 
Wir sind noch in der Planungsphase. Ein Termin steht  fest: Am Dienstag, 19. Juli, findet am Abend im großen Saal des Stadtjugendringes ein Vortrag von Dr. Bärbel Kofler, parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit statt. Dabei geht es um Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Lieferkettengesetze. Außerdem wird es Veranstaltungen in der Fairen Woche im September geben.

Frage: Wer profitiert eigentlich genau vom fairen Handel?
Antwort: 
Fairtrade zeigt, dass man den ungleichen Bedingungen des konventionellen Welthandels etwas entgegensetzen kann, zum Beispiel bessere Preise und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Produzenten. Der faire Handel stellt die Menschen in den Mittelpunkt und nicht die Bilanzen. Er schützt unter anderem Kinderrechte, fördert die Gleichstellung der Geschlechter und hilft, Existenzen zu sichern – vor allem im Süden, aber auch im Norden. Der faire Handel will aber auch Strukturen verändern. Darum ist Bildung im Süden wie im Norden ein wichtiges Thema.

Frage: Und was haben dann eigentlich wir davon?
Antwort:
Das Fairtrade-Siegel steht für Produkte aus umweltschonenden Anbau, der die natürlichen Ressourcen schützt und die Verwendung von Pestiziden verbietet. Ferner wird kein gentechnisch verändertes Saatgut verwendet und mindestens 80 Prozent der Produkte sind Bio. Der Bio-Anbau wird durch den Bioaufschlag gefördert. Alle so erzeugten Waren sind dadurch von sehr hoher Qualität.

Frage: Was kann jeder Einzelne von uns tun, um fairen Handel zu unterstützen?
Antwort: 
Fairtrade-Produkte kaufen, wo sie angeboten werden oder gezielt danach fragen. Weitere Siegel, die faire Waren kennzeichnen gibt es beispielsweise von GEPA, El Puente, Naturland fair, fair for liefe, WFTO Guarranteed Fair Trade (vorwiegend in Weltläden), BanaFair, dwp, GLOBO, um nur einige zu nennen. Die Weltläden führen übrigens nur faire Produkte und sie arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern auf ehrenamtlicher Basis.

Frage: Mittlerweile gibt es faire Produkte auch in vielen Discountern. Aber kann man sich beim Kauf auch darauf verlassen, dass es dabei wirklich „fair“ zugeht?
Antwort: 
Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Deshalb kann man sich auf die faire Herkunft der in Discountern angebotenen gesiegelten Waren verlassen. Die Organisation „Flocert“ überprüft die Einhaltung der Fairtrade-Standards. Vorsicht ist geboten bei „fairen Eigenmarken“ oder bei Aufschriften wie beispielsweise „aus fairem Anbau“ oder „fair produziert“ ohne ein offizielles Siegel.

Frage: Eingekauft wird heute zunehmend online. Wie wirkt sich der Online-Handel auf die Fair-Trade-Bewegung aus?
Antwort: 
Da Fairtrade-Artikel überwiegend Lebensmittel sind, spielt der Online-Handel prozentual keine so große Rolle. Er hat natürlich zugenommen durch die Pandemie, dies wirkt sich wahrscheinlich eher beim Einkauf von Textilien und nicht verderblichen Waren aus. Es gibt dazu aber keine belastbaren Zahlen, wie meine Nachfrage bei Fairtrade ergeben hat.

Frage: Wie finde ich faire Produkte speziell bei uns in der Stadt?
Antwort:
Der Förderverein Fairtrade-Stadt Rosenheim hat einen Einkaufsführer herausgegeben, wo Geschäfte und Gastronomiebetrieben mit den fairen Produkten aufgeführt sind, die sie verkaufen oder verwenden. Er ist auf unserer Homepage abrufbar.

Frage: Fairtrade und Regionalität – passt das zusammen?
Antwort:
Ja! Das Motto unseres Fördervereins lautet: Fair – Öko – Regional. Wir unterstützen regionale Produkte, da sie klimafreundlich auf Grund der kurzen Transportwege sind und auch unsere Landwirte faire Preise brauchen. Ein gutes Beispiel ist die faire Berchtesgadener Milch mit dem Naturland-fair-Siegel. Aber Kaffee, Tee, Kakao, Bananen, die typisch fairen Produkte, wachsen nun mal nicht bei uns. Regionale Kaffeeröstereien verwenden fairen Kaffee, zum Beispiel der Faire Rosenheimer Kaffee oder Espresso von Dinzler. Die Rosenheimer Schokolade wird aus fairen Zutaten von Dengel in Rott hergestellt. Regionalität und Fairer Handel verbindet sich hier.

Frage: Wo sehen Sie die Stadt Rosenheim in zehn Jahren in Sachen „Fairtrade“?
Antwort: 
In Bezug auf den Handel sehe ich die Entwicklung positiv, man findet immer mehr Fairtrade Produkte in den Geschäften. Auch der Verkauf von fairen Produkten in Kirchengemeinden nimmt stetig zu. Das Thema Nachhaltigkeit ist immer stärker präsent, vor allem bei der jungen Generation. Wenn wir in den nächsten Jahren die faire Beschaffung von Verbrauchsgütern durch die öffentliche Hand steigern können, sind wir auf einem guten Weg. In zehn Jahren soll sich uns nicht die Frage stellen, kaufen wir fair oder anders, sondern die Antwort soll sein: natürlich kaufen wir fair, was sonst. Dann haben wir unser Ziel erreicht.
(Quelle: Beitragsbild: re – zeigt Übergabe Rezertifizerungsurkunde im Jahr 2020 – von links: Gabriele Leicht, 3. Rosenheimer Bürgermeisterin, Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März, Dr. Beate Burkl, Daniel Artmann, 2. Rosenheimer Bürgermeister, und Georg Schmid – Sprecher der Fairtrade Steuerungsgruppe)

Haus nach Autounfall einsturzgefährdet

Haus nach Autounfall einsturzgefährdet

Kirchweidach / Landkreis Altötting – Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am heutigen Dienstagmorgen in Kirchweidach. Dabei durchbrach ein VW ein Hausmauer. Ursache war wohl Sekundenschlaf.

Der Unfall ereignete sich gegen 6.45 Uhr am Morgen. Nach den Angaben der Polizei fuhr ein 36-järhiger die Burghausener Straße in Richtung Ortsmitte. Vermutlich aufgrund Sekundenschlafs kam er nach links von der Straße ab, durchquerte einen Garten, prallte gegen die Außenmauer eines Hauses und durchbrach diese. Die Außenmauer stürzte teilweise ein. 
Durch den Aufprall wurde die Geothermieleitung im Gebäude beschädigt. Um einen weiteren Wasseraustritt zu verhindern, musste die Geothermie-Hauptleitung der Gemeinde Kirchweidach abgestellt werden.
Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Person, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Gebäude befand, blieb unverletzt.
Eine Fachfirma sicherte das Haus mit Stützen, um ein weiteres Einstürzen zu vermeiden. Der Schaden an dem Gebäude beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf mindestens 150.000 bis 200.000 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Burghausen / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Schießerei in Polling

Schießerei in Polling

Polling / Weilheim-Schongau – Einen Großeinsatz der Polizei gab es am gestrigen Montagnachmittag in Polling. Ein psychisch auffälliger 35-järiger verschanzte sich mit  Schusswaffe in einem Wohnhaus und zielte damit, nach den Angaben der Polizei, auch mehrmals auf Polizeibeamte.

Zunächst bedrohte sich der Mann selbst. Später gab er zahlreiche Schüsse auch in Richtung der Polizeibeamten ab, die sich im Umfeld des Hauses befanden.
Rund 170 Polizisten waren im Einsatz. Das Nachbaranwesen wurde geräumt, Verkehrssperrungen eingerichtet und das Hau des 35-jährigen umstellt. Neben besonders geschulten Beamten des Polizeipäsidiums Oberbayern Süd, welche den Kontakt mit dem Mann aufnehmen sollten, wurden auch Spezialeinsatzkräfte er Bayerischen Polizei hinzugezogen.

Das SEK stürmte
schließlich das Haus

Um kurz nach 17 Uhr erfolgte dann der Zugriff von Spezialeinsatzkräften (SEK) im Haus. Weil der 35-järhige dabei auch mit der Waffe auf die Beamten gezielt habe, kam es auch seitens der Beamten zum Gebrauch der Schusswaffe, meldet heute das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Der 35-jährige wurde dabei an der Hand getroffen und verletzt.
Er wurde schließlich überwältigt und festgenommen. Im Anschluss kam er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Dort wird er seitdem von der Polizei bewacht.
Gegen den 35-jährigen wurden Ermittlungen wegen Bedrohung eingeleitet. Warum er zu dieser Eskalation kam, steht aktuell noch nicht fest.
ei der Durchsuchung des Wohnhauses stellte die Kripo zwei Waffen sicher. Es handelt sich dabei um eine Schreckschuss- und eine Druckluftwaffe.
Die Prüfung der Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs übertrug die Staatsanwaltschaft, wie in solchen Fällen vorgesehen, dem Bayerischen Landeskriminalamt.
(Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Auf dem Weg zur „Fairtrade-Kommune“

Auf dem Weg zur „Fairtrade-Kommune“

Bruckmühl / Landkreis RosenheimTue Gutes und sprich darüber“ – dieses Credo will der Markt Bruckmühl mit der internationalen Kampagne „Fairtrade-Towns“ verfolgen und sich zertifizieren lassen. Ein entsprechender Antrag der Bruckmühler Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ lag jüngst im Gemeinderat vor und wurde einstimmig angenommen. Denn: Seit Jahren erfüllt der Markt die erforderlichen Kriterien bereits nahezu vollständig – freiwillig, ohne Zertifikat.

Dabei ist das Siegel „Fairtrade-Kommune“ im Mangfalltal nichts Neues. Bad Aibling hat es schon und Kolbermoor befindet sich gerade in der Bewerbungsphase. Auch Rosenheim, Bad Tölz und Rott haben unter anderem das Zertifikat bereits. Silvia Mischi vom Stadtmarketing stellte den Antrag von Wolfgang Huber (Grüne) sodann im Gemeinderat vor: Seit 2009 können sich Kommunen in Deutschland für ihr Engagement im Fairen Handel um den Titel „Fairtrade-Town“ bewerben. Die Kampagne vernetzt Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik und fördert den Fairen Handel auf kommunaler Ebene. Eine Fairtrade-Kommune übernimmt dabei soziale Verantwortung und damit eine Vorbildfunktion für die Bürger. Für die Gemeinde Bruckmühl bedeutet dies, sich als innovative weltoffene Stadt zu etablieren und ein positives Image zu transportieren.

Geschenkkörbe mit 
fair gehandelten Produkten

„Dies macht die Bruckmühler Verwaltung bereits seit Jahren. Indem Sie neben dem Ausschank von Fairtrade-Kaffee auch die Geschenkkörbe für Jubilare mit fair gehandelten Produkten bestücken lässt“, schilderte Mischi. Dies sei besonders hervorzuheben, da es auf freiwilliger Basis geschehen sei. Beispielhaft ist zudem der Eine-Welt-Laden in Bruckmühl tätig und fest in der Kommune verankert. Zahlreiche Aktionen und Beteiligungen an Festen und Vereinen sprechen für sich. „Der faire Handel ist in der Kommune bereits sehr präsent“, betont Mischi des Weiteren. Aus Sicht des Stadtmarketings erklärte sie: „Das Siegel „Fairtrade-Gemeinde“ würde ein positives Image bereiten, das eigentlich schon praktiziert wird, aber nicht so nach Außen kommuniziert wird. Bruckmühl macht mehr in Fairtrade als andere Kommunen, nur keiner weiß es.“
Zur Erlangung des Titels verpflichtet sich die Gemeinde Bruckmühl, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die fünf geforderten Kriterien erfüllt werden. Laut den Vorgaben von Fairtrade Deutschland steht nach einem positiven Ratsbeschluss die Bildung einer Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an. Dabei sollen die Wege für die Erfüllung der Kriterien aufgezeigt und geebnet sowie die Schwerpunktthemen für einen fairen Handel vor Ort gesetzt werden.

Kriterien für das Siegel
Fair-Trade-Kommune

Außerdem müssen für den Markt mit 17 000 Einwohnern folgende Kriterien erfüllt sein: In einer Schule, in einer Glaubensgemeinschaft und einem Verein werden Fairtrade-Produkte verwendet und dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt. Vier Geschäfte und zwei Gastronomiebetreibe müssen ebenfalls an dem Projekt teilnehmen sowie Öffentlichkeitsarbeit für den gerechten Handel betrieben werden. „Ist die Bewerbung erfolgreich, wird von Fairtrade Deutschland den Titel „Fairtrade-Town“ an Bruckmühl verliehen. Zum Status quo in Bruckmühl: „In Bruckmühl werden die Geschäfte mit den Supermärkten und dem Eine-Welt-Laden erfüllt. Hinsichtlich der Gastronomiebetriebe hat eine örtliche Bäckerei gegenüber dem Stadtmarketing bereits Bereitschaft dazu signalisiert. Weitere Gespräche werden nach dem Ratsbeschluss geführt. Ebenso werden Schulen, Vereinen und die VHS dann mit ins Boot genommen. Die Teilnahme an der Kampagne Fairtrade-Towns ist kostenfrei“, erläuterte Silvia Mischi gegenüber dem Gremium.
Die Fraktion „Bündnis 90/die Grünen“ begründete den Antrag damit, dass die Entwicklung des Bruckmühler Ortskerns zu den vorrangigen Zielen der Marktgemeinde gehöre. „Dazu zählen unter anderem die Stärkung und Belebung des regionalen Einzelhandels, der Gastronomie und des Kulturangebots“, so Wolfgang Huber in seinem Antrag. Mit einem bereits jetzt vorhandenen vielseitigen Sortiment an Fairtrade-Produkten im Lebensmittel-Einzelhandel, einem seit Jahren gut organisierten Weltladen und einer neu geschaffenen Stelle im Citymarketing bestünden in der Marktgemeinde gute Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung einer Erstzertifierung.
Ohne Diskussion und einhellig wurde der Beschluss wie folgt gefasst:
Der Marktgemeinderat Bruckmühl beschließt, an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ teilzunehmen und die Auszeichnung als Fairtrade-Kommune anzustreben. Hierzu sollen die fünf Kriterien der Kampagne erfüllt werden. Notwendig war dabei folgende Ergänzung: Aufgrund der abendlichen Sitzungen gibt es in Bruckmühl keinen Kaffeeausschank. Gemeinderäten und Bürgern wird bei Anlässen Geschenke aus fairem Handel gemacht werden. Im Rathaus wird Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt. „Dies würde ansonsten gefordert sein.
(Quelle: Pressemitteilung Öffentlichkeitsarbeit Bruckmühl-Torsten Neuwirth / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Messen in Deutschland starten wieder

Messen in Deutschland starten wieder

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Nach der Corona bedingten Pause finden nun in Deutschland wieder die ersten Tourismusmessen statt. Anlass für „Chiemsee-Alpenland Tourismus“ potenzielle Gäste wieder persönlich vor Ort anzusprechen und die Werbetrommel in ausgewählten Quellmärkten zu rühren.

Den Auftakt machte der heimische Tourismusverband Chiemsee-Alpenland jüngst in Nürnberg. Nach zwei Jahren Messepause ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Rückkehr in den normalen Tourismusbetrieb. Von 9. bis 13. März war der Tourismusverband nun wieder mit seinen Angeboten und Prospekten auf der Messe „Freizeit Touristik & Garten“ in Nürnberg präsent und informierte über die Urlaubs- und Freizeitangebote der Region.

Nachfrage nach individueller 
Beratung ist groß

„Trotz Digitalisierung, Buchungsplattformen und Onlineversionen ist die Nachfrage nach gedruckten Broschüren und individueller Beratung sehr deutlich spürbar“, so Astrid von Rauhecker von Chiemsee-Alpenland Tourismus. „Die Resonanz vor Ort war großartig und die Menschen haben sich gefreut, dass wir sie wieder persönlich über unsere Urlaubsregion informieren.“ Besonderes Interesse bei den Besuchern verzeichnete das Gastgeberverzeichnis sowie die Wanderbroschüre.
(Quelle: Pressemitteilung Chiemsee-Alpenland-Tourismus / Beitragsbild: Ferdinand Staudhammer)

Grüngutsammlung im Frühjahr

Grüngutsammlung im Frühjahr

Rosenheim – Ab diesem Jahr findet die Grüngutsammlung der Stadt Rosenheim von Ende März bis Anfang April über dezentrale Großcontainer statt. Dies gilt für den Zeitraum vom 28. März bis zum 10. April.

Großcontainer werden an diesen Wertstoffinseln aufgestellt:
– Lortzingerstraße
– Pürstlingstraße
– Hofmillerstraße
– Leitzachstraße
– Hochfellnstraße
– der Max-Hickl-Straße
– im Turnerweg
– Sportplatz Pang aufgestellt.

Bei der Grüngutsammlung im Herbst ändert sich nach den Angaben der Stadt Rosenheim hingegen nichts. Hier bleibt es zunächst bei der Abholung vor Ort.
Die Entsorgung des Grünguts an den Wertstoffinseln über die dortigen Grüngutcontainer bleibt bestehen. Die Grüngutanlieferung am städtischen Wertstoffhof ist für private Haushalte und Gewerbebetriebe aus dem Stadtgebiet bürgerfreundlich und ganzjährig kostenlos möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadt Rosenheim oder beim Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Rosenheim unter Telefon 365-1691.
(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Auszeichnung für Chirurgie-Chefarzt

Auszeichnung für Chirurgie-Chefarzt

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Rund 400.000 Mediziner kümmern sich derzeit laut einer Statistik der Bundesärztekammer in Deutschland um das Wohlergehen der Bevölkerung – mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet stationär an über 1.900 Kliniken. Um hier den Überblick zu behalten und die richtige Auswahl für sich treffen zu können, ermittelt das Magazin „Focus-Gesundheit“ gemeinsam mit einem unabhängigen Recherche-Institut die besten Kliniken und Top-Mediziner und veröffentlicht diese in umfangreichen Krankenhaus- und Ärztelisten. Mit dabei auch Privatdozent Dr. Stefan Schopf, Chefarzt der Chirurgie an der RoMed Klinik Bad Aibling.

Die RoMed Klinik Bad Aibling mit Privatdozent Dr. Stefan Schopf, Chefarzt der Chirurgie, darf sich doppelt freuen. Für das exzellente Versorgungsangebot für Schilddrüsenerkrankungen vergab das Nachrichtenmagazin erneut das Siegel „Top nationales Krankenhaus 2022 für Schilddrüsen-OPs“. Darüber hinaus wurde Dr. Schopf für seine hervorragenden Leistungen im Bereich der Hernienchirurgie und Endokrinen Chirurgie als einer der Top-Mediziner Deutschlands 2022 ausgezeichnet.

Breite Expertise für
Hernienchirurgie

Das Operationsspektrum im zertifizierten Kompetenzzentrum umfasst das gesamte Gebiet der Hernienchirurgie (Leisten-, Bauchwand-, Narben- und Zwerchfellbrüche) in höchster Qualität. Besondere Expertise besteht in der Reflux-Behandlung und den minimalinvasiven OP-Verfahren. So führt das Team um Chefarzt Dr. Schopf das EMILOS-Verfahren mit extrem geringen Komplikations- und Rezidivraten seit Jahren durch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung von komplexen Bauchwandbrüchen. Hier ist Bad Aibling eines der wenigen „fasciotens“-Zentren mit hervorragender technischer Ausstattung und langjähriger Erfahrung inklusive der Botox-Vorbehandlung. „Es liegt uns am Herzen, dass unsere Patienten auch langfristig mit dem Operationsergebnis zufrieden sind“, so Oberarzt Dr. Christian Flamm, Leiter des Hernienzentrums.

Sanfte OP-Methode für
Schilddrüsenerkrankungen

Zum weiteren Leistungsspektrum des Spezialisten zählt die chirurgische Behandlung von Erkrankungen der hormonproduzierenden Organe. Dazu gehören die Schilddrüsenoperation bei Knotenstruma, Operationen bei Tumoren der Schilddrüse und die Entfernung der Nebenschilddrüse sowie der Nebenniere. Als endokriner Chirurg und Mitglied des „European Board of Surgeons“ (F.E.B.S) ist Privatdozent Dr. Schopf ein ausgewiesener Experte in diesem Gebiet und an unterschiedlichen Leitlinien zu gut- und bösartigen Erkrankungen beteiligt. Er entwickelte eine weltweit einzigartige Operationsmethode zur narbenfreien Entfernung der Schilddrüse über den Mund (TOVARA) und war maßgeblich an der Invention weiterer endoskopischen Operationen beteiligt (TOETVA, EndoCATS). Als erster Chirurg in Bayern ist der Chefarzt zudem für die besonders schonende Anwendung der Thermoablation von Schilddrüsenknoten zertifiziert.
„Es freut mich sehr, dass wir ‚Focus-Gesundheit‘ erneut von der Qualität unserer Klinik und der Expertise unseres Chefarztes Dr. Schopf überzeugen konnten,“ so die Kaufmännische Leiterin Dr. Martina Bielawski.

So werden die
Top-Mediziner ermittelt

Ein unabhängiges Recherche-Institut erfasst neben der Reputation im ärztlichen Kollegenkreis weitere Informationen zu Empfehlungskriterien, welche die medizinische Qualität widerspiegeln. Dazu gehört das Behandlungsspektrum des Arztes, wie häufig ein Arzt von Kollegen und Patienten empfohlen wurde, wie viel er wissenschaftlich publiziert, ob er klinische Studien durchführt sowie Informationen zu Patientenservices und Digitalangeboten.
(Quelle: Pressemitteilung der RoMed Kliniken/ Beitragsbild: RoMed Kliniken- zeigt: Privatdozent Dr. Stefan Schopf, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, Endokrinen und Unfallchirurgie an der RoMed Klinik Bad Aibling)

„Himmelsleiter“ weithin sichtbar

„Himmelsleiter“ weithin sichtbar

Aschau / Landkreis Rosenheim – Bis zum 20. November leuchtet die „Himmelsleiter“ am Nordturm der Pfarrkirche Darstellung des Herrn in Aschau im Chiemgau. Feierlich enthüllt und erstmals beleuchtet wurde die Kunstinstallation des Künstlers Erwin Wiegerling vor wenigen Tagen (wir berichteten). Nun ist die „Himmelsleiter“ weithin sichtbar, wie dieses aktuelle Foto von Rainer Nitzsche zeigt.
(Quelle: Beitragsbild: Rainer Nitzsche)

Kind angefahren und geflüchtet

Kind angefahren und geflüchtet

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – In Brannenburg wurde am vergangenen Sonntag, eine 12-jährige von einem Auto angefahren. Der Fahrer flüchtete. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach den Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 17 Uhr in der Rosenheimer Straße. Ein grauer Pkw befuhr die Rosenheimer Straße von Flintsbach kommend ortseinwärts, als auf Höhe einer Eisdiele eine Gruppe von Kindern die Fahrbahn überquerte.
Dabei kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Auto und einem Mädchen. Das Kind prallte gegen die Motorhaube und fiel auf die Fahrbahn. Der Pkw-Fahrer hielt noch kurz an, um sich über die Unfallfolgen zu erkundigen. Dabei wurde er auch von einer noch bislang unbekannten Passantin angesprochen. Kurz darauf entfernte sich der Pkw-Fahrer von der Unfallstelle, ohne seine Personalien anzugeben oder der Verletzten zu helfen.
Das Mädchen wurde bei dem Unfall glücklicherweise nur leicht verletzt. Wie sehr das Auto beschädigt ist, steht nicht fest.
Die Polizeiinspektion Brannenburg bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und insbesondere die Frau, die sich mit dem Unfallverursacher nach dem Unfall unterhielt mit dem Sachbearbeiter unter Telefon 08034 / 90680 in Verbindung zu setzen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Polizisten beleidigt und bedroht

Polizisten beleidigt und bedroht

Rosenheim – Mehrere Passanten verständigten am gestrigen Montagabend die Rosenheimer Polizei, dass ein Mann in der Bahnhofstraße in Rosenheim herumschreie und Fußgänger belästige. Vor Ort konnten die Beamten einen 57-jährigen antreffen, der aktuell ohne festen Wohnsitz ist.  Er zeigte sich den Einsatzkräften über sehr aggressiv – benutzte den „Hitler-Gruß“. schrie und beleidigte und drohte am Schluss sogar noch, er wolle ihnen „den Hals abschneiden“.  Aufgrund seiner Aggressionen und der Alkoholisierung wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidung und Verwendung von verfassungsfeindlichen Ausdrücken eingeleitet. Der Hergang des Einsatzes wurde in weiten Teilen durch eine BodyCam aufgenommen und dokumentiert.
(Quelle: Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Einsatzreiche Tage für das BRK Rosenheim

Einsatzreiche Tage für das BRK Rosenheim

Rosenheim / Landkreis – Tag 20 des Kriegs in der Ukraine. Immer mehr Menschen flüchten vor dem Krieg in ihrem Land auch zu uns nach Deutschland. Beim BRK Rosenheim vergehen, vor allem im Bereich des Krisenstabs, nur wenige Stunden ohne neue Lagemeldung, neuen Auftrag oder Besprechungsrunde, um auf die aktuellen Entwicklungen reagieren zu können.

In der vergangenen Woche waren unter anderem die Fachberater Betreuung gefragte Leute des Kreisverbandes Rosenheim, als es darum ging, verschiedene Hallen im Landkreis Rosenheim für die kurzfristige Unterbringung von Geflüchteten vorzubereiten. Hier profitiert der BRK Kreisverband Rosenheim von seinen Erfahrungen aus der Flüchtlingswelle 2015. „Es zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt sehr gut funktioniert, um schnell und schlagkräftig in einer Krisensituation reagieren zu können – man kann nicht oft genug „Danke“ für euer Engagement sagen“, so Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, Vorsitzende des BRK Kreisverbandes Rosenheim an das ehrenamtliche BRK-Team gerichtet.

17 ehrenamtliche Kräfte waren
113 Stunden im Einsatz

Die Bestückung und Vorbereitung der einzelnen Hallen erfolgten unter der Federführung des Landratsamtes Rosenheim, das die einzelnen Aufträge an die Hilfsorganisationen verteilt. Neben der Ausstattung der Hallen mit Betten, Bettwäsche und Decken war die Besorgung von Hygieneartikeln und das Packen der Hygienepakete eine weitere Aufgabe der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften in den letzten Tagen. Bisher waren 17 ehrenamtliche aus der Schnelleinsatzgruppe Betreuung 113 Stunden im Einsatz.
Die kurzfristige Mahlzeitenversorgung von Geflüchteten, die kürzlich in Rosenheim angekommen waren und in einem Rosenheimer Hotel untergebracht wurden, konnte ebenfalls durch den BRK-Mahlzeitendienst unproblematisch abgewickelt werden.

Zwei Krisen: Corona und
Krieg in der Ukraine

„Unser BRK-Krisenstab muss sich aktuell mit zweierlei Krisen befassen, zum einen mit der pandemischen Corona- Lage und zum anderen, seit einigen Tagen, mit der intensiven Vorbereitung auf eine mögliche Ankunft von Flüchtlingen in unserem Landkreis. Ohne unsere ehrenamtlichen Strukturen und der hauptamtlichen Unterstützung wäre eine so professionelle Abarbeitung der aktuellen Themen nicht möglich.“, so Direktor Martin Schmidt, Kreisgeschäftsführer.

(Quelle: Pressemitteilung BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: BRK Kreisverband Rosenheim, zeigt (von links): MdB Daniela Ludwig – Vorsitzende BRK Rosenheim, Christof Vornberger – Katastrophenschutz Landratsamt Rosenheim, Thomas Bullinger – Fachdienstleiter Betreuung BRK Rosenheim und Direktor Martin Schmidt – Kreisgeschäftsführer BRK Rosenheim)