Oberaudorf, 1960er

Oberaudorf, 1960er

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1960er Jahre. Auf dem alten Foto zu sehen ist der Dorfplatz der Gemeinde Oberaudorf im Landkreis Rosenheim.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Änderung der Müllabfuhr

Änderung der Müllabfuhr

Rosenheim – In der Karwoche bleibt die Müllabfuhr im Stadtgebiet Rosenheim unverändert. 
In der Woche nach Ostermontag verschiebt sich die Müllabfuhr jeweils um einen Tag nach hinten.
(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Ukraine: Hand in Hand  mit Geflüchteten

Ukraine: Hand in Hand mit Geflüchteten

Dekanat Rosenheim Die Menschen in den Kirchengemeinden im Evanelisch – Lutherischen Dekanat Rosenheim, das von Haag im Landkreis Mühldorf über Grafing, Ebersberg, den Landkreis Rosenheim bis zur österreichischen Grenze reicht, sind über den Krieg und das Leid in der Ukraine entsetzt, traurig und betroffen. Friedensgebete, Spendenaufrufe und dringende Bitten um Wohnraum für die Menschen aus der Ukraine finden statt und viele Menschen engagieren sich in den Kirchengemeinden in der Hilfe für Geflüchtete.

So kann in Wasserburg ein Helferkreis über das Pfarramt kontaktiert werden. Angebote für Kinder im Gemeindehaus sind in Planung. Die Kirchengemeinden Rosenheim und Brannenburg nahmen eine ukrainische Familie in kirchengemeindeeigenen Wohnungen auf.

Projekt „Familienzeit“
in Rosenheim

Unterstützung für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt möchte das Projekt „Familienzeit“ in Rosenheim bieten, ukrainische Mütter sollen durch eine Pädagogin für die Kinderbetreuung ausgebildet werden, Material und Räume werden gestellt. Bei Interesse kann man sich im Pfarramt der Versöhnungskirche in Rosenheim melden.
Auch in den Kirchengemeinden Großkarolinenfeld und Kolbermoor wurden Geflüchtete aufgenommen. Die Kirchengemeinde Kolbermoor sammelte Sachspenden. „Wichtig ist“, so Dekanin Dagmar Häfner-Becker, „dass die Bedarfe der Geflüchteten erfragt und festgestellt werden, damit der ehrenamtliche Einsatz möglichst gut darauf abgestimmt wird, um eine Überforderung bei den Helfenden und Geflüchteten zu vermeiden.“

Die Diakonie Rosenheim reagierte sehr schnell auf die Not vieler Ukrainerinnen und Ukrainer und schaltete einen Spendenaufruf  für die „Diakonie Katastrophenhilfe“ auf ihrer Homepage. Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine beschäftigen auch das Bildungshaus in Bad Aibling. „Die Geschehnisse dort betreffen uns alle“, sagt Claudia Kohnle, Schul- und Bereichsleitung des Bildungshauses. „Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, ein Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität zu setzen.“ Eltern, Kinder und Lernbegleiter/-innen des Bildungshauses sammelten Hilfsgüter für eine schwer bombardierte Gemeinde in der Ukraine.
Susanne Podchul koordiniert für die Diakonie Rosenheim die Soforthilfen und verweist auf die langjährige Erfahrung vieler Kollegen mit Geflüchteten und ihren Bedarfen, Sorgen und Ängsten. Dabei ist die „Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit“ (KASA) häufig erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der Ukraine. Neben den Hauptamtlichen bieten hier auch viele Ehrenamtliche Rat und praktische erste Hilfen an.
Zudem unterstützt auch die „Flüchtlings- und Integrationsberatung“ (FIB) seit mehr als acht Jahren das Ankommen von Geflüchteten. Aktuell ist die FIB in zwei Erstunterbringungen in Turnhallen im Landkreis aktiv und berät ukrainische Familien in dezentralen Unterkünften und privaten Wohnungen.

Migrationsberatung für
erwachsene Zuwanderer

Auch die „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) berät neu ankommende Ukrainer/-innen. Neben Einzelberatungen wurde in Kolbermoor eine Info-Veranstaltung für ukrainische Familien durchgeführt. Frau Podchul weist auf die App „Integreat“ hin, eine Informations-App der Stadt Rosenheim für Neuzugewanderte, die von der MBE inhaltlich gestaltet wird. Sie ist in Deutsch, Englisch, Russisch, Polnisch, Rumänisch und Ukrainisch abrufbar und gibt wichtige Informationen zum Leben in Deutschland und in Rosenheim.
Für das „Rosenheimer Dolmetschernetz“ und das Projekt GECKO (Gemeinsam Kommunizieren – Interkulturelle Sprachmittlung in der Diakonie) konnten mehrere neue Ehrenamtliche – vorrangig mit Russisch-Kenntnissen – gefunden werden.

Therapeutische Angebote 
für Flüchtlinge

Das Angebot TAFF (Therapeutische Angebote für Flüchtlinge) kümmert sich um die Versorgung psychisch erkrankter oder seelisch massiv belasteter Flüchtlinge. Ein therapeutisches Netzwerk aus pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Fachleuten sowie Dolmetscherinnen und Dolmetschern in Kooperation mit Institutionen des Gesundheitswesens hilft den Betroffenen schnell und unbürokratisch.
Mit im Bunde ist das „Caritas-Zentrum Rosenheim“. Neben der Flüchtlings-, Integrations- und Migrationsberatung für Geflüchtete und andere Zugewanderte werden auch Beratung und Fortbildung für Ehrenamtliche und die aufnehmende Bevölkerung von der Ehrenamtskoordination sowie von Integrationslotsinnen und -lotsen angeboten.
Erwin Lehmann, Kreisgeschäftsführer des „Caritas-Zentrums Rosenheim“: „Die aktuelle Situation in der Ukraine stellt uns vor neue Herausforderungen und fordert unser beratendes Handeln, unsere Spontanität und Kreativität. Uns ist wichtig, die Geflüchteten aus unterschiedlichen Herkunftsländern nicht gegeneinander auszuspielen. Hinter jedem geflüchteten Menschen steht ein eigenes Fluchtschicksal, das es zu würdigen gilt.“ Die Besonderheit liege nun darin, die bereits in Deutschland lebenden Geflüchteten nicht aus dem Blick zu verlieren und gleichzeitig schnelle Unterstützung für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine anbieten zu können. „Ohne die Bereitstellung der kirchlichen Eigenmittel seitens des Erzbischöflichen Ordinariats, die für die Finanzierung der Restkosten in erheblichem Umfang notwendig sind, wäre keine Arbeit in diesem Fachdienst möglich“, erklärt Lehmann.
(Quelle: Pressemitteilung von Diakonie, Caritas und dem Dekanat Rosenheim / Beitragsbild: Monika Rieger, Wasserburg – zeigt: Ein Ehrenamtlicher der Kirchengemeinde Wasserburg und des „Helferkreises Wasserburg“ und Geflüchtete aus der Ukraine verknüpfen die „Aktion Saubere Stadt“ mit Sightseeing und Eiscafè.)

Führungswechsel bei Polizei Penzberg

Führungswechsel bei Polizei Penzberg

Penzberg / Landkreis Weilheim-Schongau – Die Polizeiinspektion Penzberg bekam einen neuen Dienststellenleiter. Erster Polizeihauptkommissar Matthias Krümpel wurde durch Polizeipräsident Manfred Hauser in sein neues Amt als Leiter der Polizeiinspektion Penzberg eingeführt.

Der Amtswechsel wurde in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion pandemiebedingt im verkleinerten Rahmen durchgeführt. Polizeipräsident Manfred Hauser dankte Frau Polizeihauptkommissarin Kettl, welche mit der Leitung für die letzten acht Monate betraut wurde, für ihr Engagement. Der bisherige Leiter der Polizeiinspektion Penzberg, Erster Polizeihauptkommissar Jan Pfeil, wurde bereits im August 2021 auf Grund seiner Personalratstätigkeit freigestellt. Als Nachfolger und neuer Leiter der Polizeiinspektion Penzberg, wurde der im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wohnhafte 47-jährige Erster Polizeihauptkommissar Matthias Krümpel bestellt.
Der neue Chef der Penzberger Polizei begann seine Laufbahn im Jahr 1992 mit der Einstellung und der sich anschließenden Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Nach der Ausbildung wurde Herr Krümpel sowohl bei der damaligen Grenzpolizeistation Lindau als auch kurz darauf für knapp zwei Jahre bei der Würzburger Polizeiinspektion eingesetzt.
Im Jahr 1999 führte ihn sein dienstlicher Weg erstmals zur Polizeiinspektion nach Penzberg bevor er 2001 für vier Jahre bei der Polizeiinspektion Murnau seinen Dienst verrichtete. Aufgrund seiner guten Leistungen durfte er im Jahr 2005 das Studium an der Hochschule für den öffentlichen Dienst – Fachbereich Polizei – in Fürstenfeldbruck beginnen.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums, wurde er ab 2007 für gut eineinhalb Jahre bei der Polizeiinspektion Geretsried als Dienstgruppenleiter eingesetzt bevor er abermals nach Penzberg für gut zweieinhalb Jahre zurückkehrte.
Seit dem Jahr 2011 bis zum jetzigen Zeitpunkt verrichtete der dreifache Familienvater seinen Dienst beim Staatsministerium des Innern für Sport und Integration in München. Hier hatte er verschiedenste Funktionen inne,
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/ Beitragsbild: Polizeipräsidium Oberbayern Süd – zeigt Polizeipräsident Manfred Hauser (links) und Erster Polizeihauptkommissar Matthias Krümel)

BRK-Hospizmobil erfüllt Herzenswunsch

BRK-Hospizmobil erfüllt Herzenswunsch

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Das Herzenswunsch-Hospizmobil des BRK Kreisverbands Rosenheim erfüllt schwer kranken Menschen einen letzten Herzenswunsch. Das kann beispielsweise eine Fahrt zu Verwandten der Besuch eines Fußballspiels…oder zu einem Reiterhof, um noch einmal auf dem Rücken eines Pferdes zu sitzen,  wie Heike.

Bereits im Herbst letzten Jahres hatte Heike ihre Wunschanmeldung beim Herzenswunsch Hospizmobil-Team des BRK Kreisverband Rosenheim eingereicht. Auf Grund mehrerer Krankenhausaufenthalte musste die Planung der Fahrt aber immer wieder verschoben werden.
Ende März war es dann endlich so weit. Ursprünglich lautete der Wunsch, Gut Aiderbichl in Deggendorf zu besuchen und anschließend auf einen Reiterhof in der Nähe von Bruckmühl einen Stopp einzulegen. Heike wollte gerne einen Punkt auf ihrer Wunschliste erfüllen: einmal auf einem Pferd reiten.
Leider spielte auch am Tag der Wunscherfüllung der gesundheitliche Zustand nicht mit und es musste spontan umgeplant werden. Zum Glück ist das Team Herzenswunsch vom BRK Rosenheim mit seinen vielen freiwilligen Helfern/innen flexibel und auf alles vorbereitet. Aus dem Tagesausflug wurde ein Kurztrip zum Reiterhof.
Die Reisegruppe wurde herzlich von zwei lieben Pferden mit der Besitzerin und einer Helferin empfangen. Anfangs noch sehr angespannt und nervös, bildeten Heike und ihr Pferd mit der Zeit eine Einheit. Begleitet durch die Lebensgefährtin Yvonne auf diesem unvergesslichen Ausflug hatten beide die schöne Möglichkeit, sich von den täglichen Sorgen abzulenken.
Außer Pferden leben auf dem Hof noch viele andere Tiere, somit war die Absage der Fahrt nach Aiderbichl nur noch halb so schlimm.
Zum Abschluss gönnten sich alle gemeinsam noch einen Besuch in der Eisdiele und ließen die schönen, bleibenden Eindrücke Revue passieren.
(Quelle: BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: BRK Kreisverband Rosenheim)

Heute soll es stürmisch werden

Heute soll es stürmisch werden

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Der Donnerstag startet in der Region Rosenheim mit viel Sonnenschein und einem klaren Blick auf den Kaiser. Die Wetterlage soll sich aber in den kommenden Stunden deutlich ändern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD)  warnt ab 10 Uhr mit Sturmböen zwischen 55 km/h und 70 km/h. Zum Sturm gesellt sich dann auch noch Regen. Es wird also leider ungemütlich werden. 
(Quelle: Beitragsbild: re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 7. April

Namenstag haben: Burkhard, Goran, Hermann, Johann, Orsina, Ursula, Ralph

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  Will Keith Kellogg (1860 – war ein US-amerikanischer Industrieller in der Nahrungsmittelindustrie. Gründer der „Kellogg Company im Jahr 1906. Zusammen mit seinem Bruder Erfinder der „Cornflakes“ im Jahr 1894. )

Francis Ford Coppola (1939 – ist ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Bekannt von ihm die Filmklassiker „Der Pate“ und „Apocalypse Now“.)

–  Jackie Chan (1954 –  ist ein hongkong-chinesischer Schauspieler, Filmemacher, Sänger und Stuntman. In über 150 Filmen wurde er zum gefeierten Actionstar.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 2006: Nach exakt 6 Monatengeht bei „Gate Gourmet“ in Düsseldorf der von der Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätten“ organisierte längste Streik in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu Ende.
  • 1969: Das „RFC 1“ mit dem Titel „Host Software“ wird veröffentlicht. Dies kann als die Geburtsstunde des Internets bezeichnet werden. 
  • 1826: In München legt König Ludwig den Grundstein für de Pinakothek, die seine Gemäldesammlung aufnehmen wird.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Ukraine: Bereits 2000 Flüchtlinge aufgenommen

Ukraine: Bereits 2000 Flüchtlinge aufgenommen

Landkreis Rosenheim – Rund 2.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sind inzwischen im Landkreis Rosenheim untergekommen. Nach Informationen des zuständigen Sachgebiets Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht im Landratsamt Rosenheim setzt sich diese Zahl aus den Flüchtlingen zusammen, die dem Landkreis von der Regierung von Oberbayern zugeteilt wurden, sowie jenen, die privat eine Bleibe gefunden haben und sich über ein Online-Formular beim Landratsamt gemeldet haben.

Um die Flüchtlinge schnell und unkompliziert mit einer Aufenthaltserlaubnis und einer Arbeitsgenehmigung auszustatten, bietet das Landratsamt Rosenheim Sonderschalter außerhalb der regulären Öffnungszeiten an. Seit vergangener Woche können sich die Kriegsflüchtlinge im Landratsamt in Rosenheim anmelden. Bis zum gestrigen Mittwoch haben 634 Personen von dieser Möglichkeit in Anspruch genommen.
Mit Aufenthaltserlaubnis und 
Arbeitsgenehmigung ausgestattet

Damit auch die Bewohner in den Hallen eine Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitsgenehmigung erhalten können, werden die Sonderöffnungszeiten für privat untergebrachte Flüchtlinge ab kommender Woche reduziert. Das Team des Sachgebiets Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht wird noch dienstags und mittwochs, jeweils von 13 Uhr bis 16 Uhr zur Verfügung stehen.
Noch diese Woche sollen die Bewohner der Halle in Bad Aibling die für sie wichtigen Papiere erhalten. In der nächsten Woche sind die Hallen in Bruckmühl und Prien eingeplant und nach Ostern die Halle in Wasserburg.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Palmbuschen für Palmsonntag

Palmbuschen für Palmsonntag

Rosenheim – Mit großen Schritten geht es auf Ostern zu. In Bayern eine Zeit mit vielen alten Bräuchen. Dazu zählt auch das Binden der Palmbuschen. Diese werden am kommenden Palmsonntag geweiht und sollen dann ein Jahr lang vor allerlei Unheil schützen. Der Rosenheimer Trachtenverein „Alt Rosenheim“ bietet seit 20 Jahren für Kinder und Jugendliche das traditionelle Palmbuschbinden an, um diesen Brauch so am Leben zu erhalten. Innpuls.me war mit dabei.

 

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit. Er erinnert an den Einzug von Jesus in Jerusalem. Laut Neuem Testament soll er auf einen Esel in die Heilige Stadt eingeritten sein. Die Menschen sollen ihn bejubelt und mit Palmzweigen begrüßt haben, denn Palmen galten damals als heilige Bäume und standen als Symbol für Königswürde, Sieg und Leben.
An dieses Ereignis erinnert bis heute der Palmsonntag mit seinen Gottesdiensten und Prozessionen. Echte Palmzweige sind aber in Bayern Mangelware. Deshalb werden andere Zweige verwendet – um genau zu sein sieben Pflanzen und jede hat eine Bedeutung:
1. Buxbaum: steht für das Leben
2. Efeu: Zeichen für Ewigkeit und Treue
3. Hasel: Symbol für Fruchtbarkeit und Weisheit
4.Wacholder: steht für die Wiederaufstehen und dem Leben nach dem Tod
5. Lärche: Symbol für Schutz
6. dürres Eichenlaub: Zeichen für Vergänglichkeit
7. Palmkätzchen: Zeichen für Auferstehung und Neubeginn.

Nägel oder Draht haben in einem Palmbuschen nichts verloren. Mit einer im Wasser eingeweichten Weidenrute, die abgeschält und in der Mitte gespalten wird, soll der Palmbuschen zusammengebunden werden. Dafür braucht es aber ganz schön viel Geschick. Darum verwenden heute dann doch viele lieber ein Bändchen aus natürlichen Materialien.
Auch bei den Pflanzen sind Variationen mittlerweile zulässig – gleich gar wenn Ostern so spät stattfindet wie in in diesem Jahr. „Die Palmkätzchen sind da dann natürlich schon meistens ausgeblüht und eignen sich nicht mehr“,  weiß auch Ulli Berchtold vom Trachtenverein Alt Rosenheim.  Für das traditionelle Palmbuschbinden im Saal des Stadtjugendrings hatte sie aber Glück. Im Landkreis fanden sich bei einem Anbieter dann tatsächlich noch Palmzweige, die sich verwenden ließen.
Naturschützer sehen die Verwendung der geschützten Palmkätzchen aber sowieso nicht mehr gerne, das sie wichtige Nahrungsquelle für die Bienen sind. „Das ist der teils schwierige Spagat zwischen Naturschutz und Brauchtum“, meint eine Teilnehmerin des Palmbuschbindens.
Palmbuschen gibt es in vielen Varianten. Auf lange Äste gebunden oder nur als kleine segensreiche Sträußchen für das Kruzifix. Verziert mit bunten Bändern, Blumen oder sogar bunten Eiern.
Auf dem Land durchaus noch heute üblich ist, dass Kindern den Palmbusch ihren Paten oder Großeltern schenken und dafür ein kleines Entgelt erhalten. „Bei uns in der Stadt ist dieser Brauch aber kaum noch bekannt“, meint“, weiß Ulli Berchtold.
Laut Überlieferung soll ein Palmbusch für allerlei Unheil, wie Unwetter oder Krankheit schützen – aber nur wenn er auch am Palmsonntag geweiht wurde. Und ganz wichtig:  Er muss im nächsten Jahr an Ostern verbrannt werden. Wenn nicht, könnte das Unheil bringen.
(Quelle: Beitragsbild / Fotos/ Video: Karin Wunsam)

Neue Beschilderung für Radwege

Neue Beschilderung für Radwege

Landkreis Rosenheim – Rund 1.900 Kilometer wurden mit dem Rad abgefahren und viele Gespräche geführt. Inzwischen sind die Vorarbeiten für ein Radwegekonzept für den Landkreis Rosenheim abgeschlossen. Wie der Geschäftsführer des beauftragten Büros Green-Solutions Rainer Lampl im Umweltausschuss des Landkreises berichtete, steht jetzt der Abschluss der Beschilderungsplanung und, nach Freigabe durch die Gemeinden, dessen Umsetzung an.

Dieses Leitsystem setzt sich aus Haupt- und Zwischenwegweisern zusammen. Die Hauptwegweiser, die etwa 80 Mal 20 Zentimeter groß sind, enthalten Orts- und Kilometerangaben. Aufgestellt werden sie an Knotenpunkten im Radnetz sowie an wichtigen Örtlichkeiten wie Bahnhöfen. Auf den quadratischen Zwischenwegweisern sind Pfeile und ein Rad abgebildet. Sie zeigen den Radfahrenden an, ob sie abbiegen müssen oder ob die Strecke geradeaus weitergeht.

Rund 1063 Kilometer Radwege
werden neu beschildert

Lampl berichtete, dass rund 1.063 Kilometer sogenanntes Alltagsradnetz neu beschildert werden. Davon sind 1.038 Kilometer bereits jetzt fahrradtauglich. Auf den verbliebenen 25 Kilometern, meist Wald- und Feldwege, müssen Schlaglöcher gefüllt und der Belag aufbereitet werden. Zudem werden rund 164 Kilometer neu beschildert, die überwiegend touristisch oder in der Freizeit genutzt werden.
Ein Problem sind diejenigen Radwege, die nicht im vorhandenen Streckennetz integriert sind. Radfahrende sind hier gezwungen, am Ende des Radweges auf eine Straße auszuweichen. Knapp 190 Kilometer Radwege müssten im Landkreis neu gebaut werden, um diese Lücken im Radwegenetz zu schließen. Hauptsächlich betroffen sind hier Kreis- und Staatsstraßen.

In 41 von 46 Gemeinden im Landkreis Rosenheim
Lücken im Radwegenetz festgestellt

Die Planer stellten in 41 der 46 Landkreis-Gemeinden Lücken im Radwegenetz fest. Wobei sich in den meisten Gemeinden der Bedarf an neuen Radwegen zwischen einem und drei Kilometer bewegt. Und nicht jeder Lückenschluss wurde als hoch priorisiert eingestuft.
(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Rosenheim / Beitragsbild: Symbolbild: re)

 

Mesneralm, Neukirchen, 1948

Mesneralm, Neukirchen, 1948

Riedering / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1948. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Mesnerwirt von Neukirchen am Simssee. Das lange Zeit bekannte und geschätzte Wirtshaus neben der Wallfahrtskirche „Maria Stern“ ist mittlerweile Geschichte. Im Jahr 2020 fiel es den Abbruch-Maschinen zum Opfer.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Feuerwehr-Nachwuchs beendet Grundausbildung

Feuerwehr-Nachwuchs beendet Grundausbildung

Landkreis Traunstein Die heimischen Feuerwehren dürfen sich über zahlreiche frischgebackene Einsatzkräfte freuen. 60 Frauen und Männer haben an drei Ausbildungsstandorten ihre Grundausbildung mit Bestehen der Prüfung „Modularen Truppausbildung (MTA) der Bayerischen Feuerwehren“ abgeschlossen. Sie stehen nun als vollwertige Einsatzkräfte in den Feuerwehren der Region zur Verfügung. Die Prüfer bescheinigten sowohl in Bergen als auch in den Lehrgangsorten Haslach und in Waldhausen durchwegs gute Prüfungsleistungen.

„Der Prüfungsabend ist nur noch das i-Tüpfelchen einer mehrjährigen und abwechslungsreichen Vorbereitungsphase“ freut sich Josef Linner in seiner Funktion als Ausbildungsleiter im Kreisfeuerwehrverband Traunstein. Die Grundlageausbildung besteht seit einigen Jahren bayernweit einheitlich aus mehreren Bausteinen. Das handwerkliche Rüstzeug wird dem Nachwuchs überwiegend in den eigenen Reihen in Form von Standortschulung beigebracht. Dabei lernen sie zum Beispiel wie man eine Wasserleitung aufbaut, eine Steckleiter aufstellt oder wie die Verkehrsabsicherung auf Straßen erfolgt.
Auf Landkreisebene werden in der Regel drei sogenannte Module besucht, die auf die Zwischen- und Abschlussprüfungen vorbereiten. Darin werden alle grundlegenden Handgriffe und das theoretische Basiswissen vermittelt. Zudem durchlaufen alle Absolventen das sogenannte „Funkmodul“, welches den Schwerpunkt auf den Digitalfunk und den Umgang mit den Geräten zum Inhalt hat. „Erst wenn alle Bausteine erfolgreich abgeschlossen sind, kann ein Teilnehmer zur Abschlussprüfung antreten“, informiert Josef Linner.
27 Frauen und Männer aus dem südlichen Landkreis traten rund um das Feuerwehrhaus sowie dem Festsaal in Bergen ihren Prüfungsabend an. Die erfolgreichen Aktiven stammen aus Feuerwehren Bergen, Eisenärzt, Grassau, Marquartstein, Oberwössen, Ruhpolding und Vogling. Der Festsaal diente dabei als Prüfungsort für den schriftlichen Teil der Aufgaben. Darüber hinaus mussten zahlreiche praktische Trupp- und Gruppenaufgaben rund um das Gerätehaus gelöst werden, ehe sie ihre Abschlusszeugnisse überreicht bekamen.
Erste Hilfe, Brandbekämpfung, Technische Hilfe, Gefahrgut und eine Menschenrettung mittels tragbarer Leiter standen unter anderen auf dem Prüfungsplan der Feuerwehren im Bereich der Landkreismitte. 14 Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr BSH Traunreut, aus Hart, Haslach, Ising, Stein, Traunreut, Traunstein und Wolkersdorf überzeugten darüber hinaus in der Theorie. Rund um das Gerätehaus der Feuerwehr Haslach meisterten sie alle Aufgaben und erhielten am Ende die begehrte Bestätigung zum erfolgreichen Abschluss ihrer Grundausbildung.
Das „nagelneue“ Feuerwehrhaus in Waldhausen war Prüfungskulisse der Feuerwehren im Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 4“. 19 Teilnehmer der Feuerwehren Heiligkreuz, Kienberg, Pittenhart, Rabenden, Schnaitsee und Waldhausen traten dort zum „großen Finale“ ihrer Basisausbildung an und überzeugten mit ihren abgelieferten Leistungen die Prüfer. Im vorangegangenen Abschlusslehrgang zeigte sich Ausbilder Stefan Randlinger von der Feuerwehr Waldausen besonders kreativ. Mit Playmobil-Feuerwehrfiguren und -fahrzeugen brachte er den Nachwuchskräften die „Grundtätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ näher.
Mit den drei erfolgreichen Prüfungsabenden können die heimischen Feuerwehren nun zusätzlich auf 60 bestens ausgebildete Einsatzkräfte zurückgreifen. „Die kontinuierliche Ausbildung unseres Nachwuchses hat im Verband einen hohen Stellenwert“, informiert Josef Linner und ergänzt, „der Brandschutz und die Technische Hilfeleistung wird in allen Gemeinden des Landkreises Traunstein von ehrenamtlichen Helfern getragen, die Tag und Nacht alles stehen und liegen lassen wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet werden kann, bedarf es einer modernen und qualitativ hochwertigen Ausbildung“.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein (hob) / Beitragsbild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)