Schwarzstörche kehren nach Bayern zurück

Schwarzstörche kehren nach Bayern zurück

Hilpoltstein / Bayern  – Die Schwarzstörche kehren in diesen Tagen von ihrem langen Winteraufenthalt in Afrika zurück in die bayerischen Brutgebiete. Das wichtigste Siedlungsgebiet in ganz Deutschland findet der Storch im Frankenwald. Dort kam man die beeindruckenden Balzflüge des Vogels mit einer Flügelspannweite von knapp zwei Metern in nächster Zeit erleben.

Schwarzes Gefieder mit metallischem Glanz, weißer Bauch, roter Schnabel und rote Beine: der Schwarzstorch ist unverwechselbar. Seit über 25 Jahren leben Schwarzstörche im Frankenwald, wo sie dank großer, zusammenhängender Waldgebiete mit klaren Gewässern einen idealen Lebensraum für die Brut und erfolgreiche Jungenaufzucht vorfinden. Laut Bestandskartierung in den Jahren 2011 bis 2014 finden sich im gesamten Naturpark Frankenwald über 70 Schwarzstorchreviere und damit mehr als 10 Prozent der bundesdeutschen Population. So eine hohe Verbreitung ist bisher aus keinem anderen Schwarzstorchgebiet in Deutschland bekannt. „Bayern hat eine nationale Verantwortung für das Überleben dieser faszinierenden Vogelart. Gleichzeitig müssen wir dem Schutz eines sensiblen Ökosystems gerecht werden. Denn das große Waldgebiet dient uns als Erholungsort, Luftfilter, Wasserspeicher und nachhaltiger Holzlieferant“, erklärt Andreas von Lindeiner.

„Frankenwald muss endlich als
europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden“

Doch Klimawandel und der Rückgang seines Lebensraums wirken sich dramatisch auf die seltene Vogelart aus. „Der Frankenwald ist als Lebensraum für den gefährdeten Schwarzstorch von nationaler Bedeutung und muss endlich als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden. Das ist ein zwingend notwendiger Schritt zum erfolgreichen Schutz dieser Vogelart“, fordert Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter Naturschutz.
Bäche, in denen die Schwarzstörche ihre Nahrung wie Fische, Amphibien und Insekten finden, trocknen im Sommer aus oder werden nach Dauerregen überschwemmt. Die von Fichten dominierten Wälder fallen dem Borkenkäfer zum Opfer.
„Im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands brüten die Schwarzstörche im Frankenwald beinahe ausschließlich auf Fichten mit alten Wipfelbrüchen. Waldbestände, die bislang nicht vom Borkenkäfer befallen sind, sind deshalb unverzichtbare Brutgebiete und eine bedeutsame Ausweichmöglichkeit für den Schwarzstorch“, so der LBV-Experte.

„Windpark im Frankenwald nicht mit
Erhalt des Top-Brutgebiets vereinbar“

Der Schutz der Schwarzstörche im Frankenwald könne nur erfolgreich gelingen, wenn Naturschutz, Forstwirtschaft und Jagd sich gemeinsam dafür einsetzen. Nicht zuletzt stehe Bayerns letzte ungestörte Waldgebiete durch politische Vorgaben beim Ausbau der Windkraft aktuell unter großem Druck. „Bereits öffentlich diskutierte Pläne zur Errichtung eines großen Windparks im Frankenwald sind mit dem Erhalt des Top-Brutgebiets in Deutschland für den als windkraftsensible Art eingestuften Schwarzstorch nicht vereinbar“, betont Andreas von Lindeiner.
(Quelle: Pressemitteilung LBV Bayern / Beitragsbild: Symbolbild: re)

 

Chiemsee-Kasperl gern gesehen

Chiemsee-Kasperl gern gesehen

Raubling / Landkreis Rosenheim – Trotz Corona-Pandemie gab es für den Chiemsee-Kasperl in den vergangenen 12 Monaten viel zu tun: Über 120 Vorstellungen spielte Stephan Mikat mit seinem Bühnenanhänger im Freien. Das derzeitige Aprilwetter macht ihm allerdings einen kleinen Strich durch die Rechnung.

Weil für das kommende Wochenende Sturm und Regen angesagt ist, zieht der Kasperl um. Die Vorstellung am kommenden Sonntag, 10. April um 15 Uhr findet jetzt nicht im Freien vor der Kirche, sondern im Saal der evangelischen Kirche in Raubling (Walsumer Straße 3, 83064 Raubling) statt.
„Herzlichen Dank an die Pfarrersfamilie Krauß, die diesen witterungsbedingten Umzug so schnell und promblemlos möglich gemacht haben“ freut sich Chiemsee-Kasperl Stephan Mikat, der wieder zusammen mit seiner elfjährigen Tochter Denise auftreten wird.

Der Chiemsee-Kasperl
spricht in bayerischer Mundart

„Kasperl und das Osterchaos“ heißt die Geschichte, die Mikat erneut selbst geschrieben hat. Die Kasperlgeschichte ist dabei wieder völlig gewaltfrei und bereits für Kinder ab 2 Jahren geeignet. Natürlich spricht der bairische Kasperl auch wieder Mundart. Dafür wurde er erst jüngst als erstes Kasperltheater in Bayern das Siegel „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ verwenden, das 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.“
Die Vorstellung dauert kindgerechte 35-40 Minuten. Hinterher verteilt der Kasperl noch eine süße Überraschung und lässt sich mit den Kleinen fotografieren. Der Eintritt kostet pro Person (ab 2 Jahren) 7 Euro Leider gibt es im Gemeindesaal nur ein begrenztes Platzangebot, deshalb wird um Ticket-Reservierung unter www.chiemsee-kasperl.de gebeten.
(Quelle: Pressemitteilung Chiemsee-Kasperl / Beitragsbild: Chiemsee-Kasperl)

Mehr als ein Raum voller Bücher

Mehr als ein Raum voller Bücher

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Wer denkt bei Jugendbücherei nicht zunächst an Regale volle Bücher aus dem letzten Jahrzehnt, zerfledderte Comics und abgesessene Stühle? Im BRK Jugendzentrum Bad Aibling (Westendstraße 8, 83043 Bad Aibling) sieht es zum Glück anders aus: in einem neugestalteten Raum wartet auf Jugendliche eine Auswahl der verschiedensten Bücher – von Klassikern wie Goethe und Kafka, über moderne Jugendromane oder dystopische Augenöffner bis hin zu Graphic Novels und Lebensratgebern ist alles dabei.

In Zusammenarbeit mit freiwilligen Buchhändlerinnen, durch Spenden von Privatpersonen und der Aiblinger Stadtbücherei sowie durch Fördergelder konnte ein großer Bestand an Büchern angeschafft werden, die nur darauf warten, aus den Regalen genommen zu werden!
Aber das Projekt ist mehr als eine Ansammlung von Büchern, die den Jugendlichen Titel entgegenstrecken, mit denen man in der Regel sowieso nichts anfangen kann. Wie üblich in der Jugendarbeit wird Partizipation großgeschrieben, weshalb Jugendliche die Chance haben, den Raum selbst mitzugestalten, die Wände anzumalen und zu verzieren. Die Bibliothek ist ihre Bibliothek und entsprechend soll sie ihnen zugutekommen. Besonders wichtig ist dabei der Bildungs-Aspekt, den die Literatur mit sich bringt. Das Jugendzentrum, eine Einrichtung der außerschulischen Jugendbildung, bietet den Jugendlichen somit die Möglichkeit, Geschichten kennenzulernen, die sie weiterbringen, mit denen sie sich identifizieren können und durch die sie die Welt besser verstehen werden. Es ist also viel mehr als ein Raum voller Bücher.

Poetry Slam und
kreatives Schreiben und Lesen

Die große Auftaktveranstaltung zur Eröffnung  am Samstag, 30. April, wird ein Nachmittag voller Angebote. Damit die Jugendlichen und jungen Erwachsene möglichst viel machen können, werden drei verschiedene Workshops à 45 Minuten angeboten: Poetry Slam, Kreatives Schreiben und Lesen, Couch und Kuchen. Die Workshops werden dreimal im Laufe des Nachmittags angeboten, sodass jeder die Möglichkeit hat, bei allen mitzumachen! Danach dürfen alle Teilnehmenden ihre selbstverfassten Texte auf einer offenen Bühne vortragen. Highlight des Tages ist die abendliche Lesung. Ortwin Ramadan liest aus seinem Roman „Der Schrei des Löwen“, die Geschichte zweier nigerianischer Brüder, die nach Europa fliehen wollen, um den schrecklichen Verhältnissen zuhause zu entkommen. Diese Flucht gestaltet sich aber alles andere als einfach, und sie treffen auf Schleuser, Gangster, Militär und allerlei weitere Probleme. Ramadan zeigt in seinem Buch die traumatischen Erlebnisse auf, die die Geflüchteten und Fliehenden durchmachen müssen. Untermalt wird das Ganze mit aktuellen Bildern und Karten, was die Aktualität der Thematik, die nach wie vor besteht, aufzeigt.

Lesungen
geplant

Es sind auch weitere Lesungen geplant – am 20. Mai stellt Bestseller-Autorin Lilly Lucas ihren neuen Roman „A Place to Love“ vor, der erste New-Adult-Roman ihrer Reihe »Cherry Hill«, in dem es um ungleiche Schwestern, eine Obstfarm in Colorado und die Macht der Liebe geht. Seit dem überraschenden Tod ihres Vaters vor drei Jahren leitet Juniper (June) McCarthy mit ihrer Mutter und ihren Schwestern Cherry Hill, die Obstfarm der Familie, und fühlt sich verantwortlich für deren Unterhalt. Deshalb hat sie damals auch ihrer großen Liebe Henry unter einem Vorwand den Laufpass gegeben, um seinen Zukunftsplänen in Wales nicht im Weg zu stehen. Als er jedoch eines Tages auf Cherry Hill auftaucht, stürzt er June in ein absolutes Gefühlschaos.
Und nur zwei Wochen später kommt die nächste Bestseller-Autorin nach Bad Aibling: Stella Tack, bekannt für Romane wie „Kiss Me Once“, liest am 44. Juni im JUZ!

Auftaktveranstaltung am 30. April – bitte per Email anmelden
Aufgrund der Corona-Infektionslage bitten wir um Anmeldung per Email für die Auftaktveranstaltung am Samstag, den 30. April.
Die Email-Adresse lautet: juz-aibling@kvrosenheim.brk.de. Spontan können aber noch Restplätze vergeben werden. Die Teilnahme ist kostenlos, Essen und Trinken wird vor Ort verkauft. Die Angebote gelten für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre. Die Workshops beginnen um 14 Uhr, die Lesung um 18 Uhr. Wir haben die Türen zum Ankommen ab 13 Uhr geöffnet.
(Quelle: BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild-Foto: Copyright: JUZ Bad Aibling)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 6. April

Namenstag haben: Michael, Notker, Sixtus, Wilhelm

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  James Watson (1928 – ist ein bedeutender US-amerikanischer Biochemiker, Mitentdecker der DNA und zusammen mit M. Wilkins und F. Crick träger des Nobelpreises für Medizin 1962 für ihre Entdeckungen „über die Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz.“ )

Anthony Fokker (1890 – war ein bedeutender niederländischer Flugzeugkonstrukteur und Luftfahrpionier.)

Erich Mühsam (1878 –  war ein politisch aktiver deutscher Schriftsteller des „literarischen Anarchismus“, der sich gegen bürgerliche Autorität wendete, an der Münchener Räterepublik beteiligt war und sich in der Weimarer Republik für die Freilassung politischer Gefangener und gegen den aufkeimenden Faschismus einsetzte.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1999: Die Pharmakonzerne Astra AB aus Scheden, an der die Wallenberg-Dynastie gut 20 Prozent hält, und Zeneca Group PLC aus Großbritannien fusionieren unter dem neuen Namen AstraZeneca zu einem der größten Pharmakonzerne der Welt. 
  • 1969: Der Schotte Wally Herbert erreicht als erster Mensch zu Fuß, nur mit Unterstützung durch Hundeschlitten, den Nordpool.
  • 2000: Das US-Unternehmen Celera lässt bekanntgeben, den Code menschlicher Genome zu 99 Prozent entschlüsselt zu haben..
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Solidarität für ukrainische Kameraden

Solidarität für ukrainische Kameraden

Landkreis Traunstein / Bayern  – Die täglichen Bilder aus der Ukraine machen betroffen. Menschliches Leid, Flucht aus der Heimat sowie die Zerstörung von Gebäuden und Infrastruktur führen seit Wochen zu einer internationalen Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Sowie überall auf der Welt sind vor Ort häufig Feuerwehren gefordert, um Brände nach Angriffen zu löschen, Verletzte aus zerbombten Gebäuden zu retten und Tote zu bergen. Ein vom Landesfeuerwehrverband Bayern organisierter Hilfskonvoi ist derzeit mit Feuerwehrausrüstung ins Kriegsgebiet unterwegs – Spenden kamen auch aus dem Landkreis Traunstein.

Schutzkleidung, Schläuche und Ausrüstung aber auch acht ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge werden derzeit ins polnische Krakau überführt, um von dort aus direkt ins Krisengebiet gebracht zu werden. Insgesamt sind etwa 300 Paletten voller Hilfsgüter in den beiden bayerischen Sammelstellen zusammengekommen. Diese wurden von ehrenamtlichen Helfern auf rund 30 Transportfahrzeuge verladen. Bayernweit haben sich rund 200 Feuerwehren an der Hilfsaktion beteiligt und ihre Spenden in Lauf an der Pegnitz sowie in Unterföhring abgeliefert. In Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) haben sich beide Verbände zusammengefunden und ihre Fahrt in Richtung Polen fortgesetzt.
„Ich bin sehr stolz darauf, dass sich auch Feuerwehren aus unserer Region an der Hilfsaktion beteiligt haben“, sagt Kreisbrandrat Christof Grunder. Ein ganzer LKW voll Ausrüstung ist zusammengekommen. Das Einsammeln der Hilfsgüter und den Transport nach München hat die Feuerwehr Bergen unter der Federführung des Kommandanten Tobias Schwaiger übernommen. Neben Bergen haben sich darüber hinaus noch die Feuerwehren Petting und Pietling mit Ausrüstungs- und Gerätespenden beteiligt. „Wie immer bei den Feuerwehren hat die Organisation reibungslos funktioniert. Zwei, drei Telefonate und ein paar E-Mails später war alles organisiert“, sagte der Kommandant aus Bergen gegenüber Innpuls.me.

Einsatzkleidung und Stiefel
sowie Sanitätsausrüstung gespendet

Die Feuerwehr Petting hat mit Unterstützung der Gemeinde, dem Feuerwehrverein Petting und Feuerwehrnotarzt Dr. Gotthardt Matthias drei Notfallkoffer übergeben können. Die Pietlinger Kameraden haben neben einem Stromerzeuger, Saugschläuche, Verteiler und Strahlrohre gespendet. Darüber hinaus spendeten sie ausgemusterte Einsatzkleidung und Stiefel sowie Sanitätsausrüstung. Die Feuerwehr Bergen spendete unter anderem Tragen, eine Motorsäge, Beleuchtungsgeräte und Geräte zur technischen Rettung. „Alles wurde feinsäuberlich verpackt und gesichert mit dem Versorgungs-LKW der Feuerwehr Bergen im Landkreis Traunstein eingesammelt und zum Übergabeort nach Unterföhring gebracht.
„Ziel der bayernweiten Hilfsaktion war es, dass genau die Dinge gespendet werden, die unsere Kameraden in der Ukraine am dringendsten brauchen und dieses Ziel wurde erreicht“, so Christof Grundner, der dem Landesfeuerwehrverband Bayern eine gute Organisation bescheinigte. „Unzählige Helfer waren tagelang beschäftigt, um einen Hilfskonvoi in dieser Größenordnung zusammenzustellen und auf die Reise zu schicken. Unsere Gedanken sind bei den ukrainischen Feuerwehrfrauen und -männern, die im Kriegsgebiet unermüdlich ihren Dienst verrichten und dabei bereit sind, ihr eigenes Leben für Andere zu geben“, zeigt sich Traunsteins Kreisbrandrat nachdenklich.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein (hob) / Beitragsbild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Garten-Putz sollte noch warten

Garten-Putz sollte noch warten

Rosenheim / Bayern / Deutschland –  Der Frühling ist da. Es blüht und sprießt schon in den Gärten.  Mit dem „Garten-Putz“ sollte man aber dennoch noch etwas warten, rät der Bund Naturschutz und gibt Tipps für einen naturfreundlichen Garten zu Beginn des Frühlings.

Laub im Garten hat aktuell noch einen wichtigen Zweck. „Insekten brauchen die Laubschicht auf dem Boden, die sie vor kalten Nächten schützt, denn: der Spätfrost kommt bestimmt! Außerdem werden bei einem zu frühen Rückschnitt der Pflanzen und dem Entfernen des Laubes alle darin überwinternden Insekten mitentsorgt“, beklagt
Bund-Naturschutz-Geschäftsführerin Ursula Fees.
„Alte Blütenstauden und vertrocknete Gräser schützen das junge Grün vor den
gefährlichen Spätfrösten“, erklärt sie weiter. Außerdem würden sich noch viele Insekten gut geschützt unter der Streuschicht im Boden oder in hohlen Ästen und Pflanzenstängeln befinden.

Großangelegte Putzaktion schadet
der Artenvielfalt im Garten

Eine großangelegte Putzaktion würde deshalb der Artenvielfalt im Garten schaden.  Besser sei es, bestimmte Pflanzen individuell zu pflegen und mit dem schonende Rückschnitte abgestorbener Pflanzen erst zu beginnen, wenn es längere Zeit konstant warm ist.
Viele Wildbienen und die ersten Hummeln sind bereits unterwegs und gehen auf Futtersuche. Wichtige Quellen für Pollen und Nektar sind derzeit Huflattich, Schlüsselblumen und Krokusse. Auch Sträucher und Bäume wie Haselnuss, Kornelkirsche und einige Weidenarten blühen bereits und sind bedeutende Futterpflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten.
Mit dem Vorfrühling kommen auch die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück und erkunden mögliche Nistplätze. Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken mit Schlehen, Wildrosen und Weißdorn bieten ideale Brutmöglichkeiten. Fehlen diese Strukturen, kann man zumindest den Höhlenbrütern mit einem Nistkasten helfen. Aber Achtung: Nicht jeder Kasten passt! Jede Vogelart hat andere Ansprüche und bevorzugt bestimmte Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. „Neben den Standard-Meisenkästen ist es auch sinnvoll, spezielle Nisthilfen für Gebäudebrüter, Gartenschläfer oder Fledermäuse anzubieten“, empfiehlt Ursula Fees.

20 Millionen Gärten gibt es
in Deutschland

Hätten Sie es gewusst? Mit über zwanzig Millionen Gärten in Deutschland haben Gartenbesitzer ein riesiges Potential, Natur zu schaffen und so die Biodiversität zu fördern. Jeder Garten kann zu einem kleinen Biotop werden, so die Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Bund Naturschutz Kreisgruppe Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Hier geht es zu einer Bauleitung für Nistkästen für Gartenschläfer:

„Inflation muss gebremst werden“

„Inflation muss gebremst werden“

München / Berlin Berlin/München – Die Inflation belief sich für den Monat März bereits auf 7,3 Prozent in Deutschland. Dies ist die höchste Inflationsrate seit über 40 Jahren. Gleichzeitig kündigen jetzt Supermärkte und Energieversorger weitere Preiserhöhungen an. Das heißt, dass wir voraussichtlich erst am Anfang der Inflationsentwicklung stehen. „Die Inflation muss gebremst werden“, meint Stefan Julinek, politischer Referent des Bunds der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern (BDS). Der Aufruf zur Solidarität müsse auch für Politiker, Verwaltung und staatliche Bedienstete gelten.

„Die in der Verantwortung des Staats stehenden Bereiche können sich über Lohnerhöhungen freuen“, so Stefan Julinek.. Beamte würden  zum 1. April 2022 1,4 Prozent mehr Gehaltbekommen. Die Renten würden in Westdeutschland zum 1. Juli um 5,35 steigen und die Diäten der Bundestagsabgeordneten würden sich zu diesem Zeitpunkt um voraussichtlich 3,1 erhöhen. Gleichzeitig werde es in vielen Branchen für Arbeitnehmer eine Nullrunde geben. „Arbeitgeber kämpfen um den Fortbestand ihrer Betriebe“, so Julinek.
Aktuell sei oft von Verzicht die Rede. Da sich durch die Ukraine-Krise Inflation und Wirtschaftswachstum voneinander entkoppelt hätten, fordere der BDS auch von Politikern und staatlicher Verwaltung Zurückhaltung. „Viele Betriebe sind bereits durch Corona in ihrer Arbeit behindert worden. Die Steigerungen der Energiepreise und die Gefahr einer Lohn-Preisspirale sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland existenzbedrohend“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Jetzt auch noch die Löhne massiv
zu erhöhen, sei in vielen Betrieben nicht möglich

Zu den gestiegenen Kosten jetzt auch noch die Löhne massiv zu erhöhen, sei in vielen Betrieben nicht möglich. „Es kann daher nicht sein, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die die Zeche zahlen, zum Schluss alleine die Last des Ukraine-Konflikts tragen. Wir rufen daher zur Solidarität auch mit dem Mittelstand auf!“, so der politische Referent des BDS Stefan Julinek.
(Quelle: Pressemitteilung BDS-Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Gehäkelte Ukraine-Herzerl

Gehäkelte Ukraine-Herzerl

Aschau im ChiemgauDie Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region Rosenheim für Flüchtlinge aus der Ukraine ist groß. Auch Gisa Obermaier in Aschau im Landkreis Rosenheim wollte helfen und kam dabei auf eine kreative Idee. Sie häkelt Herzerl in den Landesfarben der Ukraine und bietet diese au Spendenbasis an.

200 Häkel-Herzerl sind es geworden. „Wir verlangen keinen festen Betrag, aber dadurch, dass die Leute zwischen 5 und 50 Euro geben, kamen bislang bereits 1100 Euro zusammen“, freut sich Gisa Obermaier. Ihr Ziel: mit den noch verbliebenen 25 Ukraine-Herzen den von ihr erstrebten Spendenbetrag von 1200 Euro erreichen.
Das für die Herzen notwendige Garn wurde von Marianne Oberacker gestiftet. Der Erlös wird der Pfarrei Aschau übergeben und für die Unterstützung von Ukrainern genutzt, die in der Gemeinde ankommen.
(Quelle: Pressemitteilung Anton Hötzelsperger von den Samerberger Nachrichten / Beitragsbild / Foto: Anton Hötzelsperger)

Neubeuern, Gasthof Post, 1960er

Neubeuern, Gasthof Post, 1960er

Neubeuern / Landkreis Rosenheim – Unsere heutige Archiv-Aufnahme zeigt das schöne Neubeuern im Landkreis Rosenheim. Leider hat das Foto keine Jahreszahl. Wir vermuten, es entstand in den 60er Jahren. Wer es genauer weiß, gerne uns schreiben.
UPDATE: Einer unserer Follower auf Twitter hat uns mittlerweile weitergeholfen
Fiat 850 ab 1964
Ford 12 M hinten 1968-70
Das Parkverbotsschild galt noch bis 1973. Fazit: Bild entstand zwischen 1968 bis 1973. Vielen Dank für die Hilfe lieber Ricardo.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Bayerns Heilbäder fordern Umsatzsteuer-Reform

Bayerns Heilbäder fordern Umsatzsteuer-Reform

Bad Brückenau / Landkreis Bad Kissingen / Bayern Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) fordert angesichts drohender millionenschwerer Nachzahlungen eine zügige Reform der Umsatzsteuer. Die Mitgliederversammlung des Verbandes verabschiedete dazu auf der Frühjahrstagung in Bad Brückenau eine Resolution. Darin fordert der BHV den Bund auf, schnellstmöglich eine Lösung der Steuerprobleme vorzulegen. An die Bayerische Staatsregierung appelliert der Verband, dringend weitere Initiativen über den Bundesrat zu ergreifen.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2017. Er hatte damals entschieden, dass Kurortgemeinden für Investitionen in Einrichtungen, die nicht nur für Kurgäste, sondern öffentlich zugänglich sind, entgegen bis dahin geltender Auffassung keinen Vorsteuerabzug vornehmen dürfen. Betroffen davon sind unter anderem Anschaffungs-, Herstellungs- und Unterhaltskosten von öffentlich zugänglichen Plätzen und Kurparks. Das Bundesfinanzministerium setzte dieses Urteil am 18. Januar 2021 um. Auf Initiative Bayerns und Mecklenburg-Vorpommerns beschloss die Finanzministerkonferenz der Länder vor kurzem, dass die Kurortgemeinden für Altinvestitionen bis 2017 nicht mit Nachzahlungen belastet werden sollen.

Bayerischen Kurorten und Heilbädern
drohen hohe Nachzahlungen

Für die Jahre 2018 bis 2021 drohen den bayerischen Kurorten und Heilbädern allerdings hohe Nachzahlungen. Sie liegen nach einer verbandsinternen Umfrage bei über 10 Millionen Euro. „Das bedroht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Heilbäder und Kurorte“, heißt es in der Resolution wörtlich. „Investitionen sind damit nicht mehr zu leisten“
Der BHV-Vorsitzende Peter Berek verweist auf die ohnehin schwierige Lage der 48 Heilbäder und Kurorte in Bayern. „Wir wurden durch die Corona-Pandemie schwer getroffen. Zwei Lockdowns und massive Zugangsbeschränkungen durch die Corona-Regeln stellen die Betreiber von Bädern und Thermen vor massive finanzielle Probleme. In den Jahren 2020 und 2021 hatten die Heilbäder und Kurorte je eine halbe Milliarde Euro weniger pro Jahr an Kaufkraftzufluss als 2019. Wir haben also nicht nur mit Rückzahlungen, sondern auch mit massiven Umsatzausfällen zu kämpfen. Jetzt kommen noch die steigenden Energiepreise hinzu.“

Die Mitglieder des Bayerischen Heilbäder-Verbandes fordern deshalb in der Resolution wörtlich:
„Es darf keine Steuernachzahlungen für die Jahre 2018 bis 2021 geben. Schon angesichts der Corona-Pandemie und der dadurch entstandenen wirtschaftlichen Schäden können die Kommunen diese Nachzahlungen nicht leisten.
– Wir fordern das Bundesfinanzministerium auf, das Urteil des Bundesfinanzhofs zugunsten der betroffenen Heilbäder und Kurorte auszulegen und jeglichen diesbezüglichen Spielraum auszunutzen.

-Für die Zukunft müssen die Gesetze so geändert werden, dass ein Vorsteuerabzug für alle Investitionen der Heilbäder und Kurorte in ihre Infrastruktur ermöglicht wird. Begründung: Investitionen sind notwendig, um die Prädikatisierung als Heilbad oder Kurort zu halten oder zu erlangen. Heilbäder und Kurorte sind auf die Prädikatisierung angewiesen. Sie leben vom Gesundheitstourismus, in vielen Kommunen vor allem im ländlichen Raum gibt es kaum Einnahmen aus der Gewerbesteuer.
„Wir erwarten vom Bund schnellstmöglich Lösungen“, so der BHV-Vorsitzende Peter Berek weiter. „Wir danken der Bayerischen Staatsregierung für die bisherige Unterstützung ausdrücklich. Doch wir brauchen weiter Hilfe. Die bayerischen Heilbäder und Kurorte stehen für eine Brutto-Wertschöpfung von 5 Milliarden Euro und für 100.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Wir sind also ein starker Pfeiler in der Wirtschaft und im Tourismus. Diese Stellung sehen wir durch die Umsatzsteuer-Regelung massiv bedroht.“
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Heilbäder-Verband / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Frühling zieht in die Stadt ein

Frühling zieht in die Stadt ein

Rosenheim – Die Rosenheimer Stadtgärtnerei hat den Frühling in Rosenheim einziehen lassen. Insgesamt wurden im Innenstadtbereich rund 7500 Blumen wie Narzissen, Tag und Nachtschatten, Hornveilchen oder Traubenhyazinthen gepflanzt. Im Riedergarten wurden erste Liegen und Palmen aufgestellt. Zusätzlich gehen auch die städtischem Brunnen wieder sukzessive in Betrieb.

Der Nepomukbrunnen auf dem Max-Josefs-Platz führt bereits Wasser, zusätzlich wurde er begrünt. Die Kosten für die Bepflanzung übernahm wieder die Firma Bensegger. Das Rosenheimer Unternehmen will auch in diesem Jahr einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt leisten. Die Stadt Rosenheim freut sich über weitere Kostenübernahmen durch Privatpersonen, um Rosenheim noch schöner zu gestalten.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheim / Beitragsbild: Josefa Staudhammer – entstand aktuell im Riedergarten)

Lkw-Branche: Sorgen und Nöte

Lkw-Branche: Sorgen und Nöte

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Stundenlohn von 3 Euro, überlange Arbeitszeiten, überfüllte Rastplätze und fehlende sanitäre Einrichtungen – gerade für LKW-Fahrer, die hierzulande für Speditionen aus mittel- und osteuropäischen Ländern unterwegs sind, sind die Arbeits- und Lebensbedingungen oftmals untragbar. In einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Aktion an der bayerisch-österreichischen Grenze an der Autobahnraststätte Inntal West in Kiefersfelden haben Vertreter von DGB Bayern, ver.di Bayern, ÖGB Tirol, dem DGB-Beratungsnetzwerk „Faire Mobilität“ und der BayernSPD auf diese Missstände aufmerksam gemacht und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten eingefordert.

Oskar Brabanski, Regionalleiter Südost bei „Faire Mobilität“: „Als Faire Mobilität beraten wir die LKW-Fahrer vor Ort, wir werden aber auch von Ihnen bei Problemen kontaktiert. Sie sind wochen- und monatelang unterwegs und häufig gezwungen, unter menschenunwürdigen Bedingungen auf Rastplätzen zu übernachten. “ Die Unternehmen müssten die Kosten für Parkplätze, Unterkunft und Verpflegung tragen. Es sei skandalös, dass es in der Branche unmöglich sei, ein Arbeitsverhältnis zu fairen Bedingungen zu finden. „Wer auf Straßen in Deutschland Transporte ausführt, ist im Auftrag von deutschen Firmen unterwegs und sollte einen Lohn bekommen, der hierzulande üblich ist, so Oskar Brabanski.

„Das ist nichts weiter als
massiver Lohnbetrug“

Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern: „Die Kolleginnen und Kollegen von ‚Faire Mobilität‘ leisten mit ihren Beratungsangeboten einen enormen Beitrag dafür, dass die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer das erhalten, was ihnen rechtlich zusteht. Denn sie haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, sobald sie nur durch Deutschland hindurchfahren.“ Stattdessen würden die Fahrer oft nur den geringen Mindestlohn des Landes erhalten, in dem ihr Arbeitgeber angemeldet ist: „Das ist nichts anderes als massiver Lohnbetrug.“
Benjamin Praxmarer, Landessekretär des ÖGB Tirol: „Mobilität ist grenzenlos, umso wichtiger ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des Verkehrs und um bessere Arbeitsbedingungen für die LKW-Fahrer*innen zu erreichen. Diese werden oft mit Stundenlöhnen von läppischen 3 Euro abgespeist – und das, obwohl sie nicht selten monatelang unterwegs und von ihren Familien getrennt sind. Hier bedarf es dringend europaweiter Regelungen und vermehrter Kontrollen.“
David Merck, Vorsitzender des ver.di-Fachbereichs Postdienste, Speditionen und Logistik in Bayern: „Wir erleben im Bereich des LKW-Güterverkehrs in weiten Teilen einen systematischen Bruch von Arbeitsrechten und Sozialstandards, welcher einen immer größeren Lohndruck für alle Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen bewirkt. Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro, die langfristige Finanzierung und der Ausbau der Beratungsstellen der Fairen Mobilität sowie in Summe das Mobilitätspaket der EU sind daher wichtige Schritte zur Verbesserung der Situation.“
Diana Stachowitz, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion: „Vor Ort habe ich mit den LKW-Fahrer und Fahrerinnen gesprochen und mir ein Bild von den oftmals miserablen Arbeitsbedingungen gemacht. Ich fordere deshalb den weiteren Ausbau von Beratungsstellen durch Faire Mobilität. Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus dem Niedriglohnsektor müssen dadurch die Möglichkeit haben, dass sie z.B. durch sprachliche Unterstützung über ihre Rechte informiert werden. Als arbeitsmarktpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion kämpfe ich deshalb im Bayerischen Landtag für bessere Arbeitsbedingungen – der Freistaat Bayern muss handeln!“
Ronja Endres, Vorsitzende der BayernSPD: „Um die Menschen in Deutschland mit allen möglichen Gütern günstig zu versorgen, werden die LKW-Fahrer*innen systematisch ausgebeutet. Sie haben eine bessere Behandlung verdient: Wir müssen in der Planung von Gewerbegebieten unter anderem sanitäre Anlagen und Aufenthaltsmöglichkeiten für Berufskraftfahrende mitplanen und auch entsprechende Kontrollen z.B. auf Rastplätzen durchführen. Zudem muss gewährleistet werden, dass jeder, der Ware nach Deutschland liefert, auch den deutschen Mindestlohn erhält. Allerdings brauchen wir auch noch mehr Tarifbindung in der Branche.“

„Müssen gute soziale Rahmenbedingungen
an den Parkplätzen und Raststätten schaffen“

Günter Zellner, DGB-Regionsgeschäftsführer für Oberbayern und Organisator der Grenzaktion, wies zusätzlich auf die Besonderheiten des LKW-Verkehrs im Inntal hin: „Da die Eisenbahn-Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel auf bayerischer Seite immer noch nicht über die Trassenfindungsphase hinaus sind, wird der Straßenverkehr weiter zunehmen. LKW-Fahrende werden deswegen mit vermehrten Staus und Blockabfertigung zu rechnen haben. Daher müssen wir für sie gute soziale Rahmenbedingungen an den Parkplätzen und Raststätten schaffen.“
(Quelle: Pressemitteilung DGB Region Oberbayern / DGB Region Oberbayern, zeigt von rechts: David Merck, Petr Anican, Benjamin Praxmarer, Günter Zellner, Diana Stachowitz, Bernhard Stiedl, Ronja Endres)