Die Wiesn wirft ihre Schatten voraus

Die Wiesn wirft ihre Schatten voraus

Rosenheim – Was? So weit sind wir schon wieder? Das denken wir uns jedes Mal, wenn der Herbstfest-Aufbau auf der Loretowiese in Rosenheim beginnt. Dann weiß man, der Herbst rückt schon wieder ganz schön nahe. Also den Sommer jetzt noch in vollen Zügen genießen. Viel zu schnell ist er vorbei. Aber immerhin können wir uns heuer wieder auf die fünfte Jahreszeit bei uns freuen: der Wiesn.
(Quelle: Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Schilder-Demo für freie Impfentscheidung

Schilder-Demo für freie Impfentscheidung

Rosenheim – Eine Schilder-Demo für freie Impfentscheidung und für die Selbstbestimmung der Gesundheitskräfte fand am gestrigen Samstag in Rosenheim statt. Die Veranstalter  zeigen sich mit dem Verlauf insgesamt sehr zufrieden.

Schild für die Schilder-Demo gegen Impfplficht in Rosenheim - Aufschrift: Mein Körper-Meine Gesundheit, meine Entscheidung. Schild liegt am Boden

Veranstalter der Aktion war die Mahnwache Rosenheim. Geplant war eigentlich, dass die komplette Münchener Straße von der Mangfallbrücke / Kaufland bis zur Bahnhofsbrücke beidseitig genutzt wird. Das Ordnungsamt hat nach Angaben der Veranstalter die Fläche auf 3 Standorten reduziert. „Das war bei steigenden Inzidenzen angesichts der erwarteten 50 Teilnehmer und schmalen Fuß- und Radwegen viel zu wenig“, so Peggy Galic von der Rosenheimer Mahnwache. Nach einigen Schriftverkehr habe man der Schilder-Demo dann doch noch einen 4. Standort zugewiesen.

Gezählt wurden dann 63 Teilnehmer aus allen Bereichen der Gesellschaft. „Das Feedback an der Straße war gigantisch. Winkende, weinende Mütter aus den Autos riefen Danke. Passanten umarmten einige unserer Teilnehmer spontan“, freut sich Peggy Galic. Natürlich habe es auch einige kritische Stimmen und „Daumen runter“ gegeben. Aber auch das sei völlig richtig richtig und gut gewesen: „Das gehört zu einer Demokratie. Wäre ja schlimm, wenn wir alle die gleiche Meinung hätten.“
(Quelle: Info: Mahnwache Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Mahnwache Rosenheim)

Frau hält Schild in Höhe mit der Aufschrift "Freiheit braucht Mut"
Stadtgeschichte lebendig gemacht

Stadtgeschichte lebendig gemacht

Rosenheim – Der Weg zum Rosenheimer Stadtspiel „Versöhnliches Ende –  Streit der Zünfte“ war alles andere als leicht. Bis zuletzt wurden dem Theater Rosenheim Stolpersteine in den Weg gelegt. Umso größer die Erleichterung bei der Premiere am gestrigen Samstagabend auf dem Ludwigsplatz  – bei den rund 100 Akteuren vor und hinter der Bühne, dass alles reibungslos klappte und bei den Besuchern, dass sie nach langer Wartezeit nun endlich wieder auf diese lebendige Art und Weise in die Stadtgeschichte eintauchen durften.

Szene Stadtspiel Rosenheim Kinder
Stadtspiel Szene - kurz Beginn . Neuzeit trifft auf Historie
Szene Rosenheimer Stadtspiel - Frau richtet Mann den Kragen

Das erste Rosenheimer Stadtspiel fand 1995 als Begleitveranstaltung zur Lokschuppen-Ausstellung „Salz, Macht, Geschichte“ statt. Der Erfolg war mit insgesamt 10.000 Zuschauern groß und deswegen wurde diese kurzweilige Art des „Geschichtsunterrichts“ zum festen Programmpunkt beim Theater Rosenheim. Seitdem wird alle zwei Jahre ein Open-Air-Stadtspiel im Herzen der Stadt aufgeführt. Das Besondere dabei ist, wie Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann weiß, dass den Zuschauern dabei jedes Mal ein neues Stück präsentiert: „Das kenne ich so von anderen Städten nicht“.

Stadtspiel Rosenheim, Kutsche fährt ein

„Seit vielen Jahren stammen die Vorlagen für die aufwendigen Inszenierungen von Horst Rankl, dem Leiter des Theater Rosenheim. Mit „Versöhnliches Ende – Streit der Zünfte“ hat er sich diesmal einem kaum bekannten Kapitel der Rosenheimer Stadtgeschichte gewidmet – dem Streit zwischen den Pechlern und den Seilern. Dieser beschäftigte die Gerichte einst tatsächlich über 85 Jahre hinweg. Rankl hat daraus eine zweieinhalbstündige Bühnenfassung erarbeitet und kalte Fakten mit herzerwärmender Romantik und zum Teil auch sehr humorvollen Dialogen bereichert.

Szene Stadtspiel Rosenheim

Eigentlich sollte das neue Stadtspiel schon 2020 Premiere feiern, doch dann kam die Corona-Pandemie und bereitete diesem Plan ein jähes Ende. Im Frühling dieses Jahres wagte das Theater Rosenheim mit dem Wegfall der meisten Beschränkungen einen neuen Anlauf. Einfach waren die Proben aber bis zuletzt nicht. „Aufgrund von Corona-Erkrankungen gab es nicht eine Probe mit allen Darstellern“, erzählte Rankl bei der Premiere. Zuletzt machte dann auch noch das Wetter der eigentlich für vergangenen Freitag geplanten Premiere einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund von andauerndem Regen wurde der Start der diesjährigen Stadtspiel-Saison um einen Tag auf den Samstag verschoben.

Blick vom Publikum zur Bühne

Da klappte aber dann endlich alles ohne Probleme. „Zum ersten Mal stehen jetzt wirklich alle Darsteller zusammen auf der Bühne“, freute sich der Leiter des Theaters. Das Wetter zeigte sich auch von seiner besten Seite. Einziger kleiner Wermutstropfen: Aufgrund der Verschiebung blieben einige der Sitzplätze auf der Tribüne leer.
Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch. „Ich freue mich jetzt einfach, dass es wieder losgeht“, meinte einer der Theaterspieler, der den Stadtspielen seit vielen Jahrzehnten die Treue hält, kurz vor Beginn. Neben den menschlichen Akteuren sind auch diesmal wieder einige Pferde dabei. Besonders bei den kleinen Zuschauern war bei ihrem Auftritt die Begeisterung groß.
9 weitere Aufführungen stehen noch auf dem Programm. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 6. Juli. Bei schlechtem Wetter gibt es Ersatztermine. Karten sind im städtischen Museum am Mittertor in Rosenheim erhältlich oder an der Abendkasse. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.theater-ro.de.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam / Josefa Staudhammer)

Blick auf Techniker der Stadtspiele Rosenheim
Vor Beginn der Stadtspiele Rosenheim
Szene Stadtspiel Rosenheim
Szene Stadtspiel Rosenheim - Paar küsst sich
Bürgermeister Artmann mit Horst Rankl
Zwei Akteure des Stadtspiel Rosenheim
Abschluss des Stadtspiel Rosenheim

Zum Abschluss noch ein kurzes Video:

Kardinal Marx für Öffnung des Diakonats für Frauen

Kardinal Marx für Öffnung des Diakonats für Frauen

München / Bayern – Kardinal Reinhard Marx hat sich für die Öffnung des Diakonats für Frauen ausgesprochen. „Ich glaube, dass die Zeit reif ist, dass es für Männer und Frauen offenstehen muss und soll“, sagte der Erzbischof von München und Freising am gestrigen Samstag bei einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom.

Das Amt der Diakonen ist eines der ältesten Weihämter innerhalb der katholischen Kirche. Diakone assistieren den Priestern bei der Eucharistie. Auch sie dürfen das Evangelium verkünden, predigen, das Sakrament der Taufe spenden, Beerdigungen leiten und die Kommunion geben. „Wir brauchen einen neuen Ansatz“, so Kardinal Marx gestern.  Generell sei das Diakonat „ein Amt, das in besonderer Weise die Verbindung von Gebet und Einsatz für die Armen sichtbar machen soll, und da hoffe ich sehr, dass wir einen Weg gehen können, dieses Amt noch mehr zu profilieren“. Es werde „theologisch und praktisch“ noch viel gearbeitet: „Ich bin der Überzeugung, dass diese Erneuerung ein großes Geschenk für die Kirche sein kann.“

Der Erzbischof äußerte sich bei einem Gottesdienst anlässlich des 150. Geburtstag von Ellen Ammann, einer prägenden Gestalt der katholischen Frauenbewegung. Bereits 1917 habe Ellen Ammann den Kontakt zum damaligen Erzbischof Michael Faulhaber gesucht und ihn gebeten, eine Gruppe von Frauen zu Diakoninnen zu weihen.
Kardinal Marx sagte, Ellen Ammann habe sich stets gefragt, wie sie konkrete Probleme im Licht des Evangeliums lösen könne: „Gebet und Leben, da war für sie nie eine Trennung. Damit ist Ellen Ammann auch eine wichtige Gestalt, die uns hilft, das biblische Gottesbild zu erkennen.“ Dieses sei ganz entscheidend für den Weg in die Zukunft.
(Quelle: Pressemitteilung erzbistum-muenchen.de (bs) / Beitragsbild: Symbolfoto Julia Dinner, Seekopf Rupolding)

Pferdeglück am Sonntagmorgen

Pferdeglück am Sonntagmorgen

Prien / Landkreis Rosenheim – Pferdeglück am Sonntagmorgen. Diese beiden jungen Damen in Prien- Prutdorf haben die morgendliche Kühle zu einem gemütlichen Ausritt in der schönen Natur genutzt, frei nach dem Motto: „Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“. 

Diese bekannte Redewendung stammt übrigens von dem Autor Friedrich von Bodenstedt (1819-1892). Vollständig heißt es: „Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, in Gesundheit des Leibes und am Herzen des Weibes“. 
(Quelle: Info, Beitragsbild: Anton Hötzelsperger von den Samerberger Nachrichten)

Flohmarkt im OVB Druckzentrum

Flohmarkt im OVB Druckzentrum

Rosenheim – Raritäten- und Schnäppchenjäger zieht es am heutigen Sonntagmorgen zum ersten OVB-Flohmarkt beim Druckzentrum an der Mangfallstraße 33 in Rosenheim. Rund 70 Verkaufsstände sind vor Ort und auch schon einige Besucher, wie diese aktuellen Fotos zeigen, die uns gerade erreicht haben. 

Es gibt sogar ein Gewinnspiel. Verlost werden 2 x 2 Ballonfahrten mit dem OVB-Heißluftballon. Noch bis 14 Uhr ist der Flohmarkt geöffnet.
(Quelle: Info / Beitragsbild, Foto: Gisela Kotschi)

Heißluftballon in Blau auf Wiese mit Aufschrift OVB
Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 3. Juli.

Namenstag haben: Anatol, Ramon, Mona, Thomas, 

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  Ferdinand Sauerbruch (1875 – war ein deutscher Arzt und einer der bedeutendsten Chirurgen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Berühmt wurde er für seine Operationen am offenen Herzen mit der von ihm entwickelten Unterdruckkammer.)

Laura Branigan (1952 – war eine US-amerikanische Sängerin, die in den 1980er Jahren große musikalische Erfolge feierte, mit Hits wie „Gloria“ oder „Self Control“.)

Julian Assange (1971– ist ein australischer Politik-Aktivist und einer der wenigen bekannten führenden Köpfe hinter der Enthüllungsplattform „Wikileaks“, die sich zum Ziel gesetzt hat, geheime Dokumente anonym zu veröffentlichen)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1878: Die Spielkartensteuer wird gesetzliche Einnahmequelle im Deutschen Reich und löst die Landesabgaben ab.
  • 1897: Das Riesenrad im Wiener Prater beginnt seinen Fahrbetrieb.
  • 1962: Der VW Käfer wird der Öffentlichkeit vorgestellt.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
„Dagmar“ als Erste ausgeflogen

„Dagmar“ als Erste ausgeflogen

Berchtesgaden / Hilpoltstein  / Bayern – Nur 23 Tage nachdem der bayerische Naturschutzverband LBV und der Nationalpark Berchtesgaden im Klausbachtal zum zweiten Mal zwei noch flugunfähige junge Bartgeier ausgewildert haben, hat das erste der beiden Geierweibchen die eingezäunte Felsnische verlassen. „Heute Morgen um 7.50 Uhr ist Dagmar nicht völlig unerwartet zum ersten Mal abgehoben, nachdem sie zuletzt schon deutliche Anzeichen für ihren unmittelbar bevorstehenden Jungfernflug gezeigt hatte“, erklärt LBV-Projektleiter Toni Wegscheider.

„Ab sofort ist also ein weiterer Bartgeier Teil der bayerischen Alpen und wir sind überglücklich, dass auch heuer der Ausflug so gut geklappt hat“, sagt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. „Einen schöneren Morgen hätte sich Dagmar für ihre ersten Flugversuche gar nicht aussuchen können. Es ist von Mal zu Mal faszinierend, wie sich diese Jungvögel in die Luft erheben. Dieser Moment steht symbolhaft für die Rückkehr dieser tollen Vogelart in die freie Wildbahn“, freut sich auch Nationalparkdirektor Dr. Roland Baier. Bis auch der zweite Jungvogel Recka zum ersten Flug ansetzt, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Auch diesen Erstflug kann jede*r mit etwas Glück live per Webcam mitverfolgen unter www.lbv.de/bartgeier-webcam sowie auf der Webseite des Nationalparks Berchtesgaden.

Bereits am gestrigen Freitag ist
Dagmar sehr viel geflattert

Bereits gestern war Dagmar den gesamten Tag über sehr viel geflattert und beide Geier hatten es zuletzt schon auf bis zu 400 Übungsflügelschläge pro Tag gebracht. „Dagmar hat gestern auch schon ihre Startposition getestet und viel Zeit am heutigen Startplatz in der Nische verbracht. Doch gestern hat wohl noch das schlechte Regenwetter den Ausflug verhindert, daher hat sie bis heute abgewartet“, beschreibt Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel.
Bei idealen Wetterbedingungen hob Dagmar sehr elegant mit nur wenigen Flügelschlägen ab, absolvierte gleich einen 300 Meter langen Gleitflug und flog direkt eine sichere lange Kurve, um punktgenau auf einem außerhalb der Nische liegenden Futterplatz zu landen und sofort zu fressen. „Im Gegensatz zum Vorjahr, als Wally nach dem Ausflug von Bavaria suchend in der Nische umherlief, zeigte sich Recka heute unbeeindruckt und schlief einfach weiter. Doch wenn der erste Bartgeier einmal ausgeflogen ist, hat das einen Zugeffekt auf den Zweiten und so wird Recka in den nächsten Tagen wohl bald nachziehen“, weiß Toni Wegscheider.

In den vergangen vier Wochen haben die beiden Bartgeierweibchen ihr Flugtraining in der gesicherten Auswilderungsnische von Tag zu Tag intensiviert. Beide haben sich seit dem 9. Juni sehr gut entwickelt und sowohl an Gewicht als auch an Flügelspannweite zugelegt. „Die meisten ausgewilderten jungen Bartgeier machen zwischen dem 120. und 125. Lebenstag ihren Jungfernflug. Dagmar ist bereits mit 118 Tagen abgehoben. Ihre große Aktivität zuletzt war ein eindeutiges Zeichen an das Team, dass der Ausflug unmittelbar bevorsteht“, sagt Ulrich Brendel. Bei nur kurzen Gleitstrecken sind junge Bartgeier gerade in der ersten Woche meist alles andere als Präzisionsflieger. Doch jeder Tag voller Übungsflüge bringt deutliche Steigerungen und schon nach wenigen Wochen dürften beide Vögel elegant in den Gipfelregionen des Nationalparks kreisen.
Im Vorjahr haben bereits Wally und Bavaria gezeigt, dass im Nationalpark ausreichend Futter für Aasfresser zu finden ist. „Trotz weiterhin bestückter Futterplätze haben beide Geier das Auswilderungsgebiet irgendwann kaum mehr angeflogen und waren überraschend schnell unabhängig von menschlicher Unterstützung. Einen ähnlichen Verlauf erwarten wir auch dieses Jahr mit Recka und Dagmar“, berichtet Toni Wegscheider.

Ungewohnte Harmonie
in der Nische

Nachdem die erste gemeinsame Woche in der Auswilderungsnische von häufigen Aggressionen der kleineren Recka gegen die deutlich schwerere Dagmar geprägt war, verlief die restliche Zeit bis zum Erstflug dann überraschend harmonisch. Beide Geier schliefen regelmäßig zusammen auf einem Nest, bettelten sich gegenseitig um Futter an und schnäbelten vertraut miteinander. „Obwohl im Vorjahr schon Wally und Bavaria von Experten als außergewöhnlich friedliche Konstellation eingeschätzt wurden, hatte wir diesmal mit den beiden Geiern erneut großes Glück. Fast immer sind die einzelgängerischen Bartgeier deutlich aggressiver zueinander, was andernorts teilweise sogar schon eine nachträgliche Errichtung von Absperrungen in den Nischen erfordert hat“, weiß Toni Wegscheider.

Führungen zu
den Bartgeiern

Am offiziellen Bartgeier-Infostand im Nationalpark an der Halsalm, der auf einer Wanderroute liegt, können sich in den kommenden Wochen alle Besucher*innen täglich bei den Projektmitarbeitenden erkundigen, wo genau sich Recka und Dagmar gerade aufhalten und wo man sie beim Beobachten am wenigsten stört. Sowohl der LBV als auch der Nationalpark Berchtesgaden bieten regelmäßig Bartgeier-Führungen an, eine Anmeldung ist erforderlich. Informationen gibt es unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de im Bereich Veranstaltungen sowie unter bartgeier@lbv.de. Darüber hinaus sind vor allem Naturfotograf*innen angehalten, großen Abstand zu den beiden Bartgeiern zu halten. Nationalpark-Ranger sind vermehrt im Einsatz, um die jungen Bartgeier vor aufdringlichen Gästen zu schützen.

Bartgeiersichtungen
dem LBV melden

Neben Bavaria, Recka und Dagmar wurden in letzter Zeit auch mehrfach andere durchziehende Bartgeier in den bayrischen Alpen gesichtet. Der LBV ruft deshalb alle dazu auf, den bayerischen Naturschützer*innen in Zukunft vor allem außerhalb des Auswilderungsbereichs Sichtungen von Bartgeiern per E-Mail zu melden unter bartgeier@lbv.de. „Am wichtigsten ist uns beim Melden, dass immer ein Foto oder Video mitgeschickt wird, selbst wenn es nur unscharf mit dem Smartphone aufgezeichnet wurde“, so Toni Wegscheider. Wenn möglich sollten dabei auch noch die Flugrichtung und mögliche Aktivitäten beschrieben werden, sowie möglichst genaue Gefiedermerkmale wie die Farbe der Federn an verschiedenen Körperstellen sowie helle Flecken oder Markierungen.

Futter in der Umgebung
ist ausgelegt

In Vorbereitung auf den ersten Ausflug hat das Bartgeier-Team von Nationalpark und LBV bereits in Rinnen in direkter Umgebung der Nische Futter ausgebracht, das auch fußläufig für die beiden Geier erreichbar ist. Projektmitarbeiter*innen werden auch in den kommenden Wochen immer vor Ort sein und das Verhalten der beiden jungen Bartgeier weiterhin genauso intensiv überwachen wie bisher.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Helmpflicht für Radler – Ja oder Nein?

Helmpflicht für Radler – Ja oder Nein?

Bayern / Stuttgart / Deutschland – Laut einer DEKRA-Umfrage im Vorfeld der Messe Eurobike 2022 (13 bis 17. Juli in Frankfurt am Main) befürwortet die Mehrheit der Deutschen eine Helmpflicht für Radler. Innpuls.me wollte sich selbst ein Stimmungsbild machen und hat deshalb vor zwei Tagen eine Umfrage zum Thema auf der Social-Media-Plattform gestartet. 844 Stimmen wurden innerhalb eines Tages abgegeben. Hier das Ergebnis.

Umfrageergebnis über Twitter - Screenshot

Sechs von zehn aller Befragten – 59 Prozent – befürworten, dass Personen, die mit dem Fahrrad fahren – unabhängig der Art des Fahrrades – verpflichtet sein sollten, einen Helm zu tragen. Das ist das Ergebnis der DEKRA-Umfrage, die vom Institut forsa durchgeführt wurde.
Geht es um E-Bikes, ist das Ergebnis sogar noch deutlicher. Der Dekra-Umfrage zufolge sind da sogar drei Vierteil der Befragten – 77 Prozent – für eine Helmpflicht.
Interessanterweise fällt bei der Umfrage von Innpuls.me das Ergebnis ganz anders aus. Wir haben gefragt: „Was sagt Ihr: Helmpflicht für Radler sinnvoll?“
844 Stimmen wurden innerhalb eines Tages abgegeben. 56,8 Prozent und die eindeutige Mehrheit antworte: „Nein, keinesfalls“. 29 Prozent waren der Meinung „Auf alle Fälle“ und „Nur für E-Bikes“ haben 14,2 Prozent angeklickt.
Wir haben auch viele interessante Kommentare zum Thema erhalten.
Beispiele hierfür:

  • „Diese Übergriffigkeit geht mir sowas von quer. Soll doch bitte jeder für sich entscheiden. Eigenverantwortung wird immer mehr nach hinten gedrängt“.
  • „Zieh Dich so an, wie du fahren willst. Fahre so, wie du angezogen bist. Leute wissen das schon lange, die etwas zwischen den Ohren haben, das ein Helm U. U. schützen könnte. Eine Pflicht hilft da auch nichts.“
  • „Bitte nicht böse sein, aber brauchen wir für alles eine Pflicht – ein Gesetz – eine Vorschrift – ein Verbot etc. In diesem Land ist schon so viel reglementiert, es riecht einfach. Und ich fahre freiwillig immer mit Helm, weil Schädeldecke dünn-Asphalt aber dick“.
  • „Viel wichtiger wäre eine Kennzeichen-Pflicht für Zweiräder, damit man die Vollidioten unter ihnen Mal zur Rechenschaft ziehen kann“.
  • „Der beste Schutz für Radfahrer sind sichere Radinfrastrukturen. Da muss viel mehr investiert werden.“
  • „Dringende Empfehlung ja, Pflicht nein“
  • „Ratsam wäre es, obwohl ich immer ohne gefahren bin“
  • „Falls das kommt, fahre ich kein Fahrrad mehr“.
  • „Es wäre konsequent. Auf dem Mofa, mit 25 km/h, benötigt man einen Vollhelm. Ein sportlicher Radfahrer ist schneller – und ohne Helm deutlich gefährdeter“.
  • „Und bitte noch Führerschein-Pflicht. Gilt insbesondere für Scooter.“
  • „Meine Kinder und ich fahren nie ohne Helm. Hat man sich einmal daran gewöhnt, ist es komisch, wenn man ihn weglassen müsste. Helmpflicht bleibt sinnvoll, aber die, die keinen tragen wollen, werden erst merken das es besser gewesen wäre, wenn es schon zu spät ist.“
  • „Führerscheinpflicht und Kennzeichen für Radfahrer. Kennzeichen, damit man die rücksichtlosen Irren, die durch Fußgängerzonen rasen und alle Verkehrsregeln missachten, zur Rechenschaft ziehen kann.“
  • „Warum nicht gleich Fahrradverbot! Kranke Welt.“
    (Quelle: Presseinformation DEKRA / Twitter-Account @KWunsam)
„Schule, wie sie sein sollte“

„Schule, wie sie sein sollte“

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Den Schulalltag planen, Noten berechnen und schauen, in welchen Fach man noch mehr tun muss – das ist die App „stududu“. Entwickelt von dem jungen Stephanskirchner Luis Haitzer (20 Jahre) und seinem Freund Marinus (ebenfalls 20 Jahre). „Schule, wie sie sein sollte“ lautet das Motto. Im Interview mit Innpuls.me erzählt Luis, wie es zu „stududu“ kam und was er und Marinus mit der App erreichen wollen.

Frage: Von wo kommt ihr beide?
Antwort: Ursprünglich kommen wir beide aus Neubeuern. Jetzt sind wir aber aufgrund unseres Berufsweges weggezogen. Marinus wohnt aktuell in Würzburg und ich in München bzw. am Wochenende in Stephanskirchen bei meinen Eltern.

Frage: Was macht Ihr jetzt und wie stellt Ihr Euch eure Zukunft vor?
Antwort: Ich mache eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Hauptsächlich konzentriere ich mich aber auf stududu. Marinus konzentriert sich aktuell mehr auf sein Studium. Er studiert Kommunikationsdesign. Wenn ich nächstes Jahr mit meiner Ausbildung fertig bin, möchte ich meine Zeit aber noch mehr stududu widmen.

Frage: Wie würdest Du die App kurz erklären?
Antwort: Unsere App ist im Prinzip wie ein digitales Hausaufgaben-Heft. Sie soll den Schulalltag leichter machen. Man verwaltet damit seine Noten, sieht seinen aktuellen Notenschnitt und auch wann die nächsten Prüfungen anstehen. Außerdem auch die verbleibenden Ferientage. Das ist ja für Schüler auch wichtig.

Frage: Wie bist du auf die App gekommen?
Antwort: Während meiner Abi-Zeit habe ich ein Projekt gesucht, um etwas zu programmieren. Als erstes hab ich mit dem Taschenrechner angefangen, weil ich so was oft im Internet gesehen habe. Dann habe ich angefangen, Schulnoten zu berechnen und daraus hat sich dann unsere App entwickelt.

Frage: Wie bist Du auf den Namen stududu gekommen?
Antwort: Da hab ich lange überlegt. So kleine Details waren schon klar, aber der fertige Name ist mir erst in unserem Kroatien-Urlaub eingefallen. Uns war klar, dass die App mit s anfangen soll, da viele Themen rund um Schule mit s anfangen. Und dann haben wir eigentlich nur noch Wörter zusammen gereimt, bis ein passender Name dabei war.

Frage: Wie hast du Dir das Programmieren beigebracht?
Antwort: Am meisten durch YouTube und Google. Ich habe aber auch viel gelernt nach dem Prinzip „Learning by Doing“. Und bei meiner Ausbildung lerne ich jetzt natürlich auch noch viel über Programmieren – aber in dem Fall mehr auf Webseiten bezogen.

Frage: Wie lange hat es gedauert, bis die fertige App stand?
Antwort: Länger als man vielleicht glauben mag. Gut zwei Jahren hat es gedauert. Natürlich hat sich die Entwicklung aber auch verzögert, weil wir das alles auch noch neben der Schule, mitten im Abistress gemacht haben und ich ja auch erst an stududu das Programmieren gelernt habe.

Frage: Wie viele Nutzer hat die App?
Antwort: Die Zahl bewegt sich aktuell im fünfstelligen Bereich.

Frage: Wollt Ihr noch mehr Apps programmieren?
Antwort: Also ich hab schon auch andere Apps programmiert, aber ich möchte mich auf stududu konzentrieren und die App noch deutlich erweitern.

Frage: Wieso braucht es eine App, um die Schule zu verändern?
Antwort: Also ich bin ein großer Fan von digitalen Sachen und finde die Schule sollte digitaler werden. Smartphones kann man einfach nicht weiter aus der Schule halten, weil eigentlich jeder ab der fünften Klasse ein Handy besitzt. Deshalb finde ich, sollte man faire Apps entwickeln, die nicht süchtig machen, sondern einen echten Mehrwert bieten und sich sinnvoll in den Schul-Alltag integrieren lassen.

Frage: Wie ist es, im Alter von 16 Jahren schon Firmen-Chef zu sein?
Antwort: Ich bin da ja mehr oder weniger hinein gerutscht. Andere sind Unternehmer, weil sie Unternehmer werden wollen. Ich bin Unternehmer, weil ich ein Produkt auf den Markt bringen wollte. Als ich einem Schulfreund von meiner Idee erzählt habe, sagte er „Andere Jugendliche in deinem Alter wünschen sich einen Hund, wenn sie Verantwortung übernehmen wollen und du gründest eine Firma“ und ehrlich gesagt ist die App für mich auch ein bisschen so wie ein kleiner Hund für den man die Verantwortung hat.

Frage: Welche Alters-Gruppen nutzen die App und ist sie eher was für Schüler oder Studenten?
Antwort: Hauptnutzer sind Schüler von der 9 bis zur 12 Klasse. Es sind aber auch schon Schüler ab der 5 Klasse dabei. Studenten nutzen die App bis jetzt eher weniger; wir planen aber eine Erweiterung für Studierende.

Frage: Nutzt Ihr die App auch selbst?
Antwort: Ich natürlich sowieso, weil ich ja viel dran arbeite. Viele meiner Freunde und Bekannte nutzen die App aber auch.

Frage: Ab welchem Alter würdet Ihr die App empfehlen?
Antwort: Ich würde stududu für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse empfehlen.

Mehr Infos zu „stududu“ findet Ihr hier:

Besichtigung des Müllheizkraftwerkes

Besichtigung des Müllheizkraftwerkes

Landkreis Rosenheim – Der gesamte Restmüll des Landkreises Rosenheim wird im Müllheizkraftwerk des Zweckverbandes Abfallverwertung Südostbayern, kurz ZAS, in Burgkirchen an der Alz verbrannt. Im Jahr 2021 wurden 50.000 Tonnen Restmüll aus dem Landkreis nach Burgkirchen geliefert. Im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung hatten die Mitglieder des Ausschusses für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung, Natur- und Klimaschutz sowie Mobilität die Möglichkeit, die Anlage zu besichtigen.

Anlieferungslucke für Restmuell in der Muellverbrennungsanlage

Durch die Lucke wird der Restmüll angeliefert. Foto: Landratsamt Rosenheim

Die Führung übernahmen der kaufmännische Werkleiter Robert Moser und der Verbandsvorsitzende, der Altöttinger Landrat Erwin Schneider. Landrat Otto Lederer und die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich beeindruckt von der Anlage.
Der Landkreis Rosenheim ist einer von sieben Landkreisen im südostbayerischen Raum, der seinen Restmüll per Bahn in die 1994 in Betrieb gegangene Anlage bringt. Das Verbandsgebiet umfasst 10 Prozent der Fläche Bayerns mit rund einer Million Einwohnern.

„Der Gegenwind war
am Anfang gigantisch“

Das Müllheizkraftwerk in Burgkirchen an der Alz gehört zu einer der modernsten Anlagen dieser Art. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist groß, doch das war nicht immer so, erzählte der kaufmännische Werkleiter Robert Moser. „Der Gegenwind war am Anfang gigantisch. Viele Bürger hatten Angst vor Luftverunreinigungen durch die Verbrennung des Mülls. Es gab Zeiten, da standen Mütter mit ihren Babys vor den Werktoren.“ Der Zweckverband setzte auf Transparenz und veröffentlichte alle Emissionswerte. Das tun sie übrigens heute noch. „Inzwischen haben die Menschen Vertrauen in uns. Das haben wir uns erarbeitet und verdient und damit gehen wir sorgsam um.“
Die Abfälle in Burgkirchen werden nach den höchsten Umweltstandards thermisch verwertet. Die Emissionswerte liegen weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Die Hälfte der Anlage dient der Reinigung der Abgase. Dazu gibt es vier hocheffiziente Verfahrensschritte. Rund 230.000 Tonnen Müll können pro Jahr verwertet werden. Gearbeitet wird mit zwei Verbrennungslinien. Im Brennraum werden Temperaturen von bis zu 1.100 Grad erreicht. Das Volumen des Mülles reduziert sich dabei auf 10 Prozent seiner Größe und 25 bis 30 Prozent seines Gewichtes. Alle Stoffe, die am Ende des Verbrennungsprozesses übrig bleiben, können umweltverträglich verwertet werden. Metalle werden eingeschmolzen und in der metallverarbeitenden Industrie recycelt, mineralische Schlacken zum Beispiel im Deponiebau verwendet.
Durch die Verbrennung entstehen pro Stunde 100 Tonnen Dampf mit einer Temperatur von 400 Grad. Ein Teil der Energie verwertet das Müllheizkraftwerk selbst, ein großer Teil des Dampfes geht mit einem Druck von 80 Bar über Rohrleitungen direkt in den benachbarten Industriepark. Das Schwimmbad der Gemeinde Burgkirchen wird beheizt und seit 2020 auch ein 1,5 Kilometer entferntes großes Gewächshaus. Das Fernwärmenetz der Gemeinde Emmerting wird gespeist und der übrige Dampf in den werkseigenen Turbinen in Strom umgewandelt. Aus einer Tonne Müll kann die Energie von 250 Litern Heizöl erzeugt werden, sagt Moser.

Künstliches Hüftgelenk
entdeckt

Der kaufmännische Werksleiter erzählt dann noch, dass es im Werk einen Schrank mit Kuriositäten gibt, die gefunden wurden. So habe man mal ein künstliches Hüftgelenk entdeckt. Nachdem die Presse über diesen Fund berichtet hatte, stand eines Tages die Polizei vor der Tür, um das Hüftgelenk zu beschlagnahmen und kriminaltechnisch zu untersuchen. „Da zur gleichen Zeit ein Mann mit einem künstlichen Hüftgelenk vermisst wurde, war nicht auszuschließen, dass es hier vielleicht einen Kriminalfall gibt“, sagt Moser. Wie sich bei den Untersuchungen herausstellte, handelte es sich bei dem Hüftgelenk um einen sogenannten Dummy, ein Probestück, was nie von einem Menschen getragen wurde. Viele Jahre später wurde der Vermisste dann tatsächlich gefunden, mit seinem Hüftgelenk, klärt Moser die Geschichte am Ende auf.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Panoramafoto, Rosenheim, 1940

Panoramafoto, Rosenheim, 1940

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1940. Wir präsentieren Euch heute eine Panorama-Aufnahme der Rosenheimer Innenstadt mit rauchenden Türmen der Saline im Hintergrund.
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann)