Bahnhofstraße, Rosenheim, 1924

Bahnhofstraße, Rosenheim, 1924

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1924. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Bahnhofstraße in Rosenheim. 

Gemütlich schlendern zwei Herren mitten in der Bahnhofstraße entlang. So ruhig erlebt man diese Straße kaum noch. Längst Geschichte ist auch die idyllisch wirkende Baumallee in diesem Bereich.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

18-jähriger bringt sich am Miesbacher Bahnhof in Lebensgefahr

18-jähriger bringt sich am Miesbacher Bahnhof in Lebensgefahr

Miesbach  – Am Freitag (17.1.2025) hat sich in Miesbach am Bahnhof ein 18-jähriger Berufsschüler in Lebensgefahr gebracht. Nur die schnelle Reaktion eines Triebfahrzeugführers sowie der lebensrettende Sprung des jungen Mannes verhinderten Schlimmeres. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Der 18-Jährige wollte offenbar einen Zug am gegenüberliegenden Bahnsteig noch rechtzeitig erreichen. Nach ersten Erkenntnissen beabsichtigte er, wegen des großen Andrangs am Bahnsteig eine Abkürzung über die Gleise zu nehmen. Durch den Aufenthalt im Gleisbereich begab er sich unmittelbar in Lebensgefahr. Von ihm unbemerkt fuhr ein anderer Zug in diesem Moment in den Miesbacher Bahnhof ein. Lediglich aufgrund der bereits auf 45 Kilometer pro Stunde reduzierten Einfahrgeschwindigkeit des ankommenden Zuges und der vom Lokführer eingeleiteten Schnellbremsung gelang es ihm, in letzter Sekunde auf den Bahnsteig zu springen. Der Schüler selbst hatte den Zug erst wahrgenommen, als dieser noch rund einen Meter von ihm entfernt war.

Die etwa 300 Zuginsassen waren durch die Schnellbremsung nicht verletzt worden. Neben dem Schrecken, den der junge Mann erlitten haben dürfte, muss er nun mit einem Strafverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen.
Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim warnt eindringlich davor, Abkürzungen über Gleisanlagen zu nehmen. Dort bestehe stets Lebensgefahr.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Rege Betriebsamkeit am „Rembocha Weiher“

Rege Betriebsamkeit am „Rembocha Weiher“

Kammer / Traunstein – Nach Jahren der Pause ist dank der frostigen Temperaturen in diesem Jahr der „Rembocha Weiher“ vor dem Gasthaus Jobst in Kammer (Landkreis Traunstein) wieder einmal zugefroren. Die Freude darüber ist bei Kindern und Erwachsenen groß.

Mehrere fleißige Helfer haben dafür gesorgt, dass nun der Eisstocksport beziehungsweise das sogenannte „Wilde Schießen“ wieder möglich ist. Rund zwanzig zielsichere Schützen haben sich  Sonntag (19.1.2025) versammelt, um in zahlreichen „Kehren“ die Siegermannschaften zu ermitteln. Dabei galt ihr Augenmerk stets der „Taube“, einem eingefärbten Holzklotz, an die „Moarschaften“ möglichst genau mit ihren Stöcken herankommen mussten. Die zweite Hälfte des Weihers gehört traditionell den Schlittschuhfahrern, die kunstvoll ihre Bahnen zogen. Solange die Eisschicht trägt, wollen die „Kammerer und Rembocher“ nun regelmäßig zum Eisstockschießen zusammenkommen. An den Wochenenden herrscht meist schon unter Tags rege Betriebsamkeit und für die Abendstunden der Werktage steht auch eine Flutlichtanlage zur Verfügung. Interessierte die die „alte Tradition“ aufrechterhalten möchten und sich am Eistocksport erfreuen, sind herzlich willkommen.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Rosenheim: Wo es 2025 zu Verkehrsbehinderungen kommen kann

Rosenheim: Wo es 2025 zu Verkehrsbehinderungen kommen kann

Rosenheim – Auch 2025 brauchen Verkehrsteilnehmer in Rosenheim immer wieder einmal gute Nerven. Denn es stehen wieder eine ganze Reihe Straßen-Baumaßnahmen an. Auf was man sich einstellen muss, wurde beim „Baustellengespräch“ mit Stadt, Stadtwerken und Pressevertretern erörtert. 

Baustellengespräch im Rosenheimer Rathaus. Foto: Innpuls.me
Das Baustellengespräch im Rosenheimer Rathaus mit Vertretern von Stadt und Stadtwerken hat schon Tradition. Foto: Innpuls.me
„Baustellen sind ein lästiger, aber notwendiges Übel“, weiß auch Stadt-Pressesprecher Christian Baab. Was passiert, wenn man bei den Bauarbeiten nicht ständig am Ball bleibt, zeige das Beispiel des Schienennetz der Bahn in Deutschland, wo über viele Jahre hinweg nichts passiert ist und dies dann zu einem Maßnahmenstau geführt hat.
Damit es bei der Infrastruktur im Rosenheimer Stadtgebiet so weit nicht kommen kann, sind auch für 2025 wieder eine ganze Reihe von Baumaßnahmen geplant. Spielt das Wetter mit, starten die ersten großen Projekt Ende Februar. Einige sind aber auch bereits jetzt in Vorbereitung.

Die neue Mangfallkanalbrücke wird in Angriff genommen

Eine der größten Baumaßnahmen ist der Bau der neuen Mangfallkanalbrücke in er Äußeren Münchener Straße. Um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, wird es eine Behelfsbrücke geben. Voraussichtlich soll sie Ende März per Kran eingehoben werden (wir berichteten).

Arbeiten in der Prinzregentenstraße

Aus verkehrstechnischer Sicht mehr Probleme bereiten könnten die Arbeiten in der Prinzregentenstraße 1 bis 4. Von Anfang Mai bis Mitte August 2025 wird dort das Fernkältenetzerweitert und die Wasserleitungen modernisiert. Die Prinzregentenstraße wird während dieser Zeit zwischen der Einmündung Gilltizerstraße / Stollstraße und der Fußgängerampel an der Münchener Straße für den Verkehr komplett gesperrt. Ausnahmen: Die Fußgängerübergänge bleiben frei. Und auch Rettungs- und Lieferautos können diesen Abschnitt auch während der Bauarbeiten weiter passieren.
Gearbeitet wird nur auf der östlichen Straßenseite in Richtung Max-Josefs Platz. Warum es dennoch beide Straßenseiten gesperrt werden müssen, erklärt Mihan Ghawami von den Rosenheimer Stadtwerken mit gesetzlichen Vorschriften in puncto Arbeitssicherheit.

Sperrung in der Königstraße

Mitte Mai starten dann Arbeiten in der Königstraße. Geplant sind dort folgende Maßnahmen: Abbruch Fernwärmeschacht, Modernisierung des Fernwärmenetzes, Modernisierung der Wasserleitungen. Die Straße wird dafür im Bereich der Erlöserkirche halbseitig bis voraussichtlich Mitte Juli gesperrt.
Ein Umfahrungskonzept für Königstraße und Prinzregentenstraße wird derzeit, nach Auskunft des Stadt-Pressesprechers, erarbeitet und aufeinander abgestimmt.

Baumaßnahme in der Papinstraße

Eine weitere Baumaßnahme an prominenter Stelle findet in der Papinstraße ab. Voraussichtlich von Ende Februar bis Anfang April 2025 wird das Fernwärmenetz erweitert. Im Bereich der Hausnummern 6 bis 8 ist die Papinstraße während dieser Zeit komplett für den Verkehr gesperrt. Anlieger bleiben frei und auch die Zufahrt zu Geschäften, der Bank und dem  großen Parkplatz soll aber gewährleistet sein.

Fernwärmenetz wird in der Gabelsbergerstraße erweitert

Auf eine weitere Gesamtsperrung müssen sich die Verkehrsteilnehmer von voraussichtlich Ende Mai bis Ende Oktober 2025 einstellen: In diesem Zeitraum wird in der Gabelsbergerstraße 7 bis 19 das Fernwärmenetz erweitert und Wasserleitungen modernisiert.  Außerdem soll das Strom- und Telekommunikationsnetz verbessert und die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt werden. Zum Abschluss wird in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt dann auch noch die Straßenoberfläche erneuert.

Gashochdruckleitung in der Oberaustraße wird erneuert

Es geht noch weiter mit den Baumaßnahmen: voraussichtlich von Anfang Juni bis Anfang September 2025 soll nach aktuellem Stand die Gashochdruckleitung in der Oberaustraße erneuert werden. Das hat eine Gesamtsperrung des Verkehrs während der gesamten Bauphase in der Oberaustraße und dem Geh- und Radweg zwischen Haus-Nummer 6 und dem Bahnübergang Fürstätt zur Folge. Außerdem ist eine dreiwöchige Sperrung einer Fahrspur auf der Äußeren Münchener Straße stadtauswärts geplant.

Große Baumaßnahme auch in der Rosenheimer Austraße

Und noch eine große Baumaßnahme steht in der Austraße von Anfang April bis Ende November 2025 an: Auch dort werden das Fernwärmenetz erweitert, Wasserleitungen modernisiert, Strom- und Telekommunikationsnetz verbessert und die Straßenoberfläche erneuert. Während der Bauphase ist der Bereich von Austraße 38 a bis 65 a komplett für den Verkehr gesperrt. Anlieger bleiben frei.

Kanalarbeiten in Kufsteiner Straße und Innstraße

Mit Verkehrsbehinderungen muss auch gerechnet werden, wenn ab August in der Kufsteiner Straße im Bereich des Goldbach- und Alpenweges am Kanal gearbeitet wird. Das Kanalnetz soll bei Regen leistungsfähiger werden. Weitere Kanalarbeiten sind von April bis Mitte Mai in der Innstraße zwischen Hoffmannstraße und Am Innreit geplant. Eine Straßenvollsperrung ist aber bei diesen beiden Maßnahmen nicht vorgesehen.

Neben einer Reihe von kleineren Baumaßnahmen steht zuletzt auch noch der Neubau des Geh- und Radwegs in der Kufsteiner Straße zwischen der Tizianstraße und der Panorama-Kreuzung in diesem Jahr auf dem Programm. Voraussichtlich wird diese Baumaßnahme in der zweiten Jahreshälfte angegangen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re / Foto: Karin Wunsam)

Family Action Day im Skigebiet Sudelfeld

Family Action Day im Skigebiet Sudelfeld

Sudelfeld / Rosenheim – Den Samstag, 25. Januar sollten sich wintersportbegeisterten Familien im Kalender anmerken: Von zehn bis 14 Uhr findet im Skigebiet Sudelfeld der Family Action Day statt.

Die Skischule Top On Snow Sudelfeld bietet in Kooperation mit den Bergbahnen Sudelfeld ein kostenloses Coaching für alle Kinder ab sieben Jahren mit den beiden ehemaligen Skicrossern Paul Eckert und Berti Nagl an. Erstmals wird es eine Rennstrecke am Unteren Sudelfeld bei den Wedelliften geben, hier können im Parallelslalom Kinder gegen Eltern fahren. Im Anschluss findet dann ein Familien Contest statt, bei dem es attraktive Preise von den Partnern und Sponsoren UVEX und Völkl Marker zu gewinnen gibt. Ein DJ sorgt für gute Stimmung beim Skifahren „Dahoam“. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.
(Quelle: Pressemitteilung Top On Snow Sudelfeld / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Online-Seminar „Von der Milch zum Brei“

Online-Seminar „Von der Milch zum Brei“

Rosenheim – Das eigene Kind kommt in die Phase, in der Milchmahlzeiten durch Breimahlzeiten ersetzt werden. Wie die Eltern dann den Übergang vom Stillen oder Fläschchen zur Beikost Schritt für Schritt gestalten können, erfährt man von Dipl.-Ökotrophologin Marion Benda.

Man erhält Informationen zu aktuellen Trends, Studien und Anregungen die in der Praxis unterstützen. Das Online-Seminar findet am Montag 3. Februar von 9:15 bis 10:45 Uhr statt und richtet sich an Eltern mit Kindern ab dem 5. Lebensmonat und Tageseltern.
Die Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung erfolgt online unter www.aelf-ro.bayern.de/ernaehrung/familie. Anmeldeschluss ist der 31. Januar
Alle Teilnehmer erhalten vorab eine E-Mail mit genauen Informationen für den Online-Zugang zur Veranstaltung.
Weitere Informationen erhält man von  der Ansprechpartnerin Bettina Handwerker, poststelle@aelf-ro.bayern.de,Tel. 08031-3004-1202.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Über 10.000 Euro Spenden für die Helden des Alltags

Über 10.000 Euro Spenden für die Helden des Alltags

Rosenheim – Die Ausstellung der Helden im Lokschuppen ist beendet. In der Ausstellung selbst wurden Spenden für die Helden des Alltags, der Nachbarschaftshilfe Rosenheim e.V., gesammelt. 10.400 Euro kamen so zusammen und wurden jetzt gespendet.

Die „Helden“ Ausstellung im Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim ist beendet. Doch ist die Zeit für Alltagshelden nun vorbei? Ganz klar: nein. Die Botschaft der Ausstellung halt noch in den Köpfen nach. Was bedeutet es wirklich, ein Held zu sein? Und wie kann die Gesellschaft das Engagement von Pflegekräften und Ehrenamtlichen stärken und in den Fokus rücken?
Ein konkretes Beispiel für gelebte Solidarität gab es im vergangenen Jahr direkt vor Ort: Während der gesamten  Ausstellung konnten Besucher eine Spendenbox für die Nachbarschaftshilfe Rosenheim e.V. mit einer persönlichen Spende füllen. Die finale Auszahlung war beeindruckend: ganze 10.400 Euro kamen als Zeichen der Anerkennung zusammen.
Die großzügige Spende wird vollständig dem engagierten Personal der Nachbarschaftshilfe zugutekommen. Zusammen im Team wird entschieden, wie das Geld sinnvoll eingesetzt wird, von der Möglichkeit eines externen Coachings bis hin zu einer gemeinsamen Freizeitaktivität, um den Mitarbeitern eine Auszeit und wertvolle persönliche Weiterentwicklung zu bieten.
Das Ausstellungszentrum Lokschuppen und die Nachbarschaftshilfe Rosenheim e.V. danken allen Spendern. Durch ihre Unterstützung wird der unermüdliche Einsatz der Pflegekräfte honoriert und sichtbar gemacht.
(Quelle: Pressemitteilung Veranstaltungs+Kongress GmbH Rosenheim / Beitragsbild: von links: Gabi Pelitli, Ariane Taube, Katrin Tiefholz, Ewa Schlegel, Pflegedienstleitung, Gabi Wiesner, Veronika Leidel, Geschäftsleitung der Nachbarschaftshilfe Rosenheim e.V., Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Ausstellungszentrums Lokschuppen. Copyright VKR)

Tiere suchen ein Zuhause: Hunde Filou und Sammy „Halbstarke“ auf Heimatsuch

Tiere suchen ein Zuhause: Hunde Filou und Sammy „Halbstarke“ auf Heimatsuch

Ostermünchen / Landkreis Rosenheim – Regelmäßig stellt Euch Innpuls.me Tiere des Tierheim Ostermünchen (Landkreis Rosenheim) vor. Heute: Filou und Sammy zwei Mischlingsrüden die ein Zuhause suchen.

Die beiden wurden Mitte August 2024 geboren. Ihr früheres Zuhause war so bedenklich, dass die Behörden beschlossen haben, die Hunde dem Tierheim Ostermünchen zu übergeben.
Beide sind schwarz/braune Mischlingsrüden und bringen jeweils etwa 15 kg. auf die Waage. Filou ist eher drahthaarig und hat von Geburt an einen „Stummelschwanz“. Sammy hat eher glattes Haar.
Altersgemäß sind sie natürlich sehr aufgeweckt, verspielt und brauchen viel Bewegung. Was sie auch brauchen ist Erziehung, denn die Zwei strotzen vor Selbstbewusstsein, sind sie doch gerade im Alter von „Halbstarken“.
Die beiden werden getrennt vermittelt und das Tierheim Ostermünchen sucht konsequente Familien, welche die klare, aber liebevolle Führung bei den Youngsters übernimmt.
Wenn jemand einen dieser kleinen Rabauken persönlich kennen lernen will, dann bitte an das Tierheim Ostermünchen unter der Tel.-Nr. 08067 180301 oder  info@tierheim-ostermuenchen.de wende. 
Auch viele andere Tiere warten auf ein neues Zuhause bei der Interessengemeinschaft Mensch u. Tier e.V, Tierheim Ostermünchen, www.tierheim-ostermuenchen.de.
(Quelle: Pressemitteilung Tierheim Ostermünchen / Beitragsbild: Copyright Tierheim Ostermünchen, zeigt Filou und Sammy)

Miebach: Erneut werden Senioren Opfer von Callcenter-Betrügern

Miebach: Erneut werden Senioren Opfer von Callcenter-Betrügern

Schliersee / Landkreis Miesbach – Am Freitag (17.1.2025) kam es in der Region Miesbach zu zahlreichen betrügerischen Anrufen, meist bei  Senioren. In zwei Fällen kam es dabei zur Übergabe von Bargeld, Schmuck und einem Goldbaren. Die aufmerksame Mitarbeiterin einer Bank in Miesbach konnte in einem weiteren Fall verhindern, dass eine Seniorin Geld an die Betrüger übergibt. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen und warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Freitag (17. Januar 2025) kam es auch in der Region Miesbach erneut zu einer Reihe von betrügerischen Anrufen. Leider hatten die Täter mit ihrer perfiden, jedoch hinlänglich bekannten Masche, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müssen zur Abwendung einer Haft nun eine Kaution beibringen, in zwei Fällen Erfolg und erbeuteten Bargeld, Schmuck und einen Goldbarren im Gesamtwert eines mittleren fünfstelligen Betrags.
Eine 82-jährige Miesbacherin bekam am Freitagmitttag einen Anruf, angeblich des Amtsgerichts Miesbach. Ihr Sohn habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch getötet wurde und müsse nun zur Abwendung einer Haft eine Kaution hinterlegen. Die 82-Jährige übergab an ihrer Wohnanschrift an einen Abholer einen Goldbarren im Wert eines niedrigen fünfstelligen Betrags.
Im zweiten, sehr ähnlich gelagerten Fall, übergab eine 85-Jährige aus Schliersee am selben Tag an einen Unbekannten beim Rathaus in Schliersee Bargeld und Schmuck im Wert eines niedrigen fünfstelligen Euro-Betrags an einen unbekannten Abholer.
Einer aufmerksamen Mitarbeiterin einer Bankfiliale in Miesbach ist es zu verdanken, dass es am Freitag nicht zu einem weiteren vollendeten Betrugsfall kam. Nachdem eine 85-Jährige mehrere Zehntausend Euro bei der Bank abheben wollte und währenddessen sogar noch mit den Betrügern am Mobiltelefon in Verbindung stand, erkannte die Bankmitarbeiterin die Situation und unterband das weitere Vorgehen.
Die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums übernahm die Ermittlungen in allen Fällen.
(Quelle: Pressemitteilung: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Für den Rosenheimer ÖPNV hagelt es aktuell wieder Kritik – so sieht Michael Schnitker vom VCD die Lage

Für den Rosenheimer ÖPNV hagelt es aktuell wieder Kritik – so sieht Michael Schnitker vom VCD die Lage

Rosenheim – Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember hagelt es für den ÖPNV in Rosenheim Kritik. Beklagt wird vor allem die Häufung von kurzfristigen Totalausfällen. Das war nun auch Thema beim jüngsten Treffen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Rosenheim in der Alten Druckerei der Bürgerstiftung in Rosenheim.  Wie Michael Schnitker von der VDC-Vorstandschaft die Lage beurteilt und was er nun fordert, hat er im Gespräch mit Innpuls.me erzählt.

Frage: Wie haben Sie die Situation des ÖPNV seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember in Rosenheimer erlebt?

Michael Schnitker. Foto: reAntwort: Ich wohne seit 15 Jahren in Rosenheim und mache alle Wege in Rosenheim mit Rad oder zu Fuß. Deshalb kann ich nicht zu allen Einzelheiten Stellung nehmen.  Ich bin aktiv beim VCD ( Verkehrsclub Deutschland ) und Mitglied bei ProBahn und im Beirat der BRB. Wir haben in Rosenheim Einschränkungen im Busbetrieb vor allem zu den Tagesrandzeiten. Menschen, die morgens oder abends nicht den Bus nehmen können, um zur Arbeit zu kommen, nehmen auch mittags nicht den Bus. Deshalb parken noch mehr Autos am Bahnhof. Seit Weihnachten gab es erhebliche Ausfälle an Bussen. Manchmal 2 hinter einander. Diese Unzuverlässigkeit hält Menschen vom Umstieg ab. Und weder Stadtverkehr noch Stadt oder MVV haben diese Ausfälle außerhalb der Apps bekannt gemacht.   Martin Schnitker. Foto: re

Frage: Klagen über den ÖPNV gab es aber auch schon vor dem Fahrplanwechsel, oder?
Antwort: Ja, aber jetzt gibt es besonders viele Ausfälle.

Frage: Gab es Ihrer Meinung nach überhaupt schon mal eine Zeit, in der der ÖPNV in Rosenheim gut funktioniert hat?
Antwort: Bis zu Corona 2020 wurde der Bus Verkehr in der Stadt ausschließlich durch Ticketverkauf finanziert. Ich persönlich kenne nur Kritik zum Takt und Linienführung weniger zu Ausfällen. Danach ist die Zahl der Buskunden massiv zurück gegangen. Erst durch das 9 Euro- oder 49 Euro-Ticket stiegen die Zahlen wieder an. Bei gutem Angebot wie im Zugverkehr sind die Benutzerzahlen um 25 Prozent seit 2019 gestiegen. Auch damals war die Abstimmung zwischen den Bus Linien und der Bahn schlecht. Ich habe auch nicht wahrgenommen, das die RoVG für den Landkreis und die Stadt wesentliche Koordinierungsaufträge wahrgenommen hat. Insbesondere fehlte die Möglichkeit mit einem Ticket 2 Bus oder Bahnlinien zu befahren. Mit den Bahnstationen Aicher Park und Universität ist der Nahverkehr in der Stadt erheblich verbessert worden, aber die einzelnen Busunternehmen haben insbesondere vor dem MVV Beitritt Fahrgäste verloren.
Es gibt 14 Tage im Jahr an denen der ÖPNV gut läuft. In dieser Zeit fahren zusätzliche Busse in den Abendstunden in der Stadt und in die Umlandgemeinden. Attraktive Bundle von Biergutscheinen und ÖPNV Karten erhöhen die Benutzerzahlen. Das Herbstfest macht den ÖPNV attraktiv.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach an den Problemen schuld?
Antwort: Schuld – wenn man das so nennen will – ist die autofreundliche Politik. Mehr Parkplätze, mehr Straßen – öffentlich und auch privat, haben die Rolle des ÖPNV verschoben. Bis in die 60er Jahre haben die meisten Menschen den ÖPNV und das Rad genutzt , sowohl privat als auch in der Freizeit. Man wohnte nah am Arbeitsplatz und es gab Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistung in der Nähe. Mit dem Auto konnten die Familien weiter weg ziehen auf die Dörfer, man baute Einfamilienhäuser, zum Einkaufen fuhr man zum Supermarkt oder Discounter, in die Stadt zum Kaufhaus. Und man nutzte das Auto auch immer mehr in der Freizeit. Und man forderte immer mehr Infrastruktur von der Politik. Mehr Straßen, mehr Parkplätze, mehr Parkhäuser, … Die Menschen verlernten den ÖPNV und das Rad fahren. Den ÖPNV benutzten nur noch Schüler und wirtschaftlich schwache Menschen, oder Menschen, die auf Grund einer Verletzung oder eines Führerscheinentzugs temporär auf das Auto verzichten mussten. Außerdem diejenigen, die aus wirtschaftlichen oder Umweltschutz Gründen auf das Auto verzichteten. Diese Entwicklung gab es so ähnlich in Rosenheim.

Frage: An Verbesserungsmöglichkeiten wird von Seiten der Stadt und der Stadträte zur Zeit ja gearbeitet. Im Gespräch sind beispielsweise auch kleinere Busse für weniger gut frequentierte Strecken oder sogenannte Ruftaxis. Was halten Sie von derartigen Überlegungen?
Antwort: In Mühldorf scheitert gerade die Umstellung des Stadtverkehres auf Kleinbusse im Ondemand Verkehr statt fester Linien. In einem attraktiven Mix spielen Systeme wie das AST aber eine Rolle. Kleinbusse haben den Vorteil, dass die Anforderungen an die Führerscheine geringer sind und man einfacher an Personal kommt, z.B. Studenten oder Frührentner in Teilzeit.
Kurzfristig muss sich in der Kommunikation etwas ändern. Vorhersehbare Änderungen und Ausfälle müssen frühzeitig über die Medien und Social Media bekannt gemacht werden und in die Apps eingepflegt werden. Organisatorisch muss dafür gesorgt werden, dass Anschlüsse von Bahn auf die Busse erreicht werden. Wenn die Busse nur ein Mal in der Stunde fahren, ist auch genug Zeit im Fahrplan, um 5 Minuten auf einen verspäteten Zug zu warten.

Frage: Was müsste sich noch  verändern, um den ÖPNV in Rosenheim attraktiver zu machen?
Antwort: Über diese Frage haben wir bei der Bürgerbeteiligung für Rosenheim2025 und beim ISEK viel mit Vertretern der Stadt diskutiert. Dort gab es viele Vorschläge. Durch den demografischen Wandel gibt es neue Herausforderungen. Wir würden diese Diskussion gerne im Rahmen eines Runden Tisches oder Beirates mit den Verantwortlichen aus Stadt, Land und MVV weiter diskutieren. Fahrgäste besonders Schüler und Ältere, Vertreter der Verkehrsunternehmen und Ihrer Beschäftigten, RadfahrerInnen, Einzelhandel, Gastronomie, Fremdenverkehr, Verkehrswacht und auch den ADAC.
Und wie beim Radentscheid braucht es feste Ziele und Angebote hinsichtlich des ÖPNV z.B.
– Mehr Busse in der Stadt
– Linienführung nach Nachfrage ( Bessere Einbindung des AST )
– einheitliches AST Angebot und richtigen Ondemand Verkehr koordiniert mit allen Nachbarkommunen und dem Landkreis
– Förderung des Umstieges auf ÖPNV durch Bezuschussung der Monatstickets für Beschäftigte in Behörden und Firmen ( BMW Beschäftigte in München kommen inzwischen zu 50 Prozent mit dem ÖPNV)
– ehrliche Bewertung der Kosten für Parkplätze in der Stadt und nicht nur des ÖPNV
– Werbung für den ÖPNV auch im Freizeit Verkehr ( BahnzumBerg, Mitfahrbankerl des DAV, Kombiangebote mit Eintritt oder Verzehr, … ) Um den Umstieg vom PKW attraktiver zu machen brauchen wir außerdem bessere und sichere Radwege,  Carsharing als Alternative zum eigenen PKW und mehr Mietangebote für Fahrräder und Lastenfahrräder.

Frage: Das ist natürlich auch immer mit Kosten verbunden – und Geld ist derzeit überall knapp. Außerdem gibt es dann auch noch einen akuten Mangel an Fahrern. Lässt sich in dieser Situation dann überhaupt etwas zum Positiven ändern beim Rosenheimer Busverkehr?
Antwort: Die Verantwortlichen in der Stadt müssen Verkehr ganzheitlich denken. 11 Millionen Euro für eine 4-spurige Brücke entsprechen den Ausgaben für 5 Jahre ÖPNV in der Stadt. Das bezahlte Parken auf der Loretowiese bringt zusätzliche Einnahmen. Durch das einheitliche Monatsticket im Schülerverkehr und die Subventionierung des D-Tickets durch Bund und Länder sparen sich Landkreis und Stadt erhebliche Mittel und haben Einsparungen in der Bearbeitung der Anträge. ( Nur 1 Ansprechpartner MVV, nicht mehr die einzelnen Busunternehmen, seltener Änderungen nach Umzügen , … ) Der Landkreis schätzt die Einsparungen meines Wissens auf ca, 1 Million Euro im Jahr. Es gibt Geld, man muss es nur anders einsetzen. Der Beruf des Busfahrers muss attraktiv sein. Man muss selbst ausbilden, Teilzeitangebote schaffen und es muss Toiletten für die Fahrer und Fahrgäste ) an den Bahnhöfen und Endhaltestellen geben.

Frage: Im Dezember 2023 ist Rosenheim dem MVV beigetreten. Was hat sich damit für Rosenheim verändert?
Antwort: Das 9 Euro-Ticket und dann das 49 Euro Ticket haben den Weg gezeigt, wie man ÖPNV schnell und einfach attraktiv macht. Mit dem Beitritt zum MVV wurde das auch für Kunden mit Einzeltickets einfacher. Ein Ticket für den ganzen Raum, egal wie weit und oft man umsteigen muss. Und für die meisten wurde es billiger. Ich hoffe, dass der MVV auch noch stärker für eine Vereinheitlichung sorgt. App zum Buchen und Fahrten planen, einheitliche Beschilderung an den Bushaltestellen, einheitliche elektronische Anzeigen an den wichtigen Umsteigehaltestellen und Bahnhöfen. Bessere Abstimmung zwischen den Verkehrsgesellschaften, etc.

Frage: Was ist aktuell Ihre dringlichste Forderung an die Stadt und den MVV?
Antwort: Dazu fällt mir folgendes ein:
– Sicherstellung des Verkehrs im bisherigen Umfang
– Einpflegen aller Verbindungen in die App ( Bayernfahrplan )
– Sicherstellen der Umsteigerelationen Bahn – Bus / Bus – Bus
– Ehrliche und rechtzeitige Kommunikation von Problemen.
(Quelle: Interview: Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re / Foto: re)

 

Bayerische Regiobahn: Sorgenvoller Blick nach vorn

Bayerische Regiobahn: Sorgenvoller Blick nach vorn

Holzkirchen / Augsburg – Der Kostendruck in der Bahnbranche steigt. Der Blick nach vorn ist deshalb bei der Bayerischen Regiobahn (BRB) sorgenvoll. 

Was nicht nur für die BRB, sondern inzwischen für viele, wenn nicht alle Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) ein immer größeres Problem werde, seien die stark gestiegene Kosten. BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann bezeichnet in seinem Jahresrückblick und -ausblick die Lage als dramatisch. „Einerseits steigen die Kosten für Personal, Material und Energie, andererseits müssen wir Eisenbahnverkehrsunternehmen Strafzahlungen für Verspätungen und Zugausfälle auch dann tragen, wenn der Grund zum Beispiel marode Infrastruktur ist und somit das Verschulden bei der DB InfraGO AG liegt und nicht bei uns“, ärgert er sich. Dazu kämen noch die Kosten für Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen und Taxis. Diese SEV-Kosten werden der BRB zwar vom Freistaat erstattet, allerdings wurde die Höhe vor Jahren ausgehandelt, als die Kosten noch deutlich niedriger waren als heute. Nachgebessert wurde nie. Hinzu komme, dass inzwischen viel mehr Baustellen und Störungen der Infrastruktur auch viel mehr SEV erforderlich machten als ehemals angenommen.

Schuchmann rechnet an einem Beispiel vor: „Im Netz Oberland sind wir rein rechnerisch zu Beginn des aktuell noch geltenden Verkehrsdurchführungsvertrages davon ausgegangen, dass jeder 300-ste Zug ausfallen wird. In der Zwischenzeit fällt etwa jeder zwanzigste Zug aus. Bezahlt bekommt die BRB allerdings nur Züge, die auch fahren. Wer den Zugausfall verursacht hat, spielt keine Rolle. Zug fährt nicht und wir bekommen kein Geld. Und zusätzlich haben wir die Kosten für die Busse zu tragen.“
Seit der Einführung des Deutschland-Tickets würden noch dazu die direkten Einnahmen aus dem Ticketverkauf sinken, obwohl gleichzeitig die Fahrgastzahlen in den BRB-Zügen insgesamt deutlich und teilweise sogar drastisch gestiegen seien. Damit würden sich auch die Kosten erhöhen, zum Beispiel für die Zugreinigung. Die Ausgleichszahlungen würden solche Entwicklungen im laufenden Verkehrsdurchführungsvertrag nicht berücksichtigen. Nötig wäre, nach Meinung der BRB, eine Planungssicherheit mit finanziellen Anpassungsmöglichkeiten, statt dem Hin und Her zwischen Bund und Ländern.

Die BRB kann aber auch Positives melden

Doch der Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn kann auch Positives berichten. Wenn der Bahnverkehr nicht nach Fahrplan läuft, will der Fahrgast wissen, wann und wie es weitergeht. Dafür hat die BRB Ende 2024 ihren bisherigen Fahrgastinformationskanälen einen weiteren hinzugefügt und Schuchmann kann schon ein erfolgreiches Zwischenfazit ziehen: „Wir haben als erstes Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland WhatsApp zur Fahrgastinformation eingeführt. Für jedes unserer Netze gibt es einen eigenen Abo-Kanal auf WhatsApp. Auffällig ist, dass seit der Einführung Mitte November die Fahrtgastbeschwerden signifikant nach unten gegangen sind. Umfangreiche und zuggenaue Informationen in Echtzeit, bei Lageänderung blitzschnelle Aktualisierung, das zahlt sich aus und die Fahrgäste haben mehr Verständnis, wenn sie den Grund für Verzögerungen kennen. In den Netzen Oberland und Chiemgau-Inntal haben wir jeweils schon über eintausend Abonnent*innen.“ Unter www.brb.de/whatsapp sind die Details zu finden.

MVV-Verbundraumerweiterung schreitet voran

Die MVV-Verbundraumerweiterung, die vor einem Jahr begonnen hat, schreitet voran. Vor einem Jahr schlossen sich die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim und die Stadt Rosenheim dem MVV an, seit 1. Januar 2025 sind auch die im BRB-Streckennetz liegenden Landkreise Landsberg am Lech und Weilheim-Schongau neue Partner im MVV. Egal, mit welchem öffentlichen Verkehrsmittel Fahrgäste unterwegs sind, es wird nur ein Fahrschein benötigt – eine große Erleichterung.

Aktion „Zug hat Vorfahrt“

Was der BRB allerdings jedes Jahr von Neuem Sorgen macht, ist die Unachtsamkeit, mit der Fußgänger sowie Fahrrad- und Autofahrer Gleise an Bahnübergängen, auf freier Strecke und in Bahnhöfen überqueren. Beinahe täglich komme es dabei zu gefährlichen Situationen und Triebfahrzeugführende können Unfälle oftmals erst in letzter Sekunde durch eine Schnellbremsung verhindern – manchmal auch nicht. „Zug hat Vorfahrt“ hieß es deshalb auch wieder im Jahr 2024. Eine Schulklasse war hautnah dabei, als im Netz Berchtesgaden-Ruhpolding ein BRB-Zug eine Schnellbremsung demonstrierte und sich die meisten der Schüler beim Bremsweg deutlich verschätzten, weil sie glaubten, der Bremsweg sei bei einem Zug ähnlich kurz wie bei einem Auto. „Das Netz hat eine auffällig hohe Zahl an Bahnübergangsunfällen und Beinaheunfällen zu verzeichnen, deshalb wollten insbesondere wir auf die Gefahren aufmerksam machen“, erzählt Arnulf Schuchmann. „Der Aufwand für solche Aktionen ist enorm, doch wenn damit auch nur ein Menschenleben gerettet werden kann, hat er sich bereits gelohnt.“

Aufklärung ist für die BRB in jeder Hinsicht ein wichtiger Baustein im Umgang mit den Fahrgästen. Das war auch der Anstoß für ein Projekt mit dem Titel „Next Stop: Dream Job“. Angesprochen wurden Mitbürger mit ausländischen Wurzeln, denen auf einer Zugfahrt zwischen Augsburg und Ingolstadt das Bahnfahren nähergebracht und zugleich auch die Jobmöglichkeiten bei der BRB aufgezeigt wurden. Im „KidsExpress“ schlüpften Kinder in die Rolle eines Kundenbetreuenden und erfuhren viele  Details rund um das Zugfahren. 

Damit die BRB mit über 37 Millionen Fahrgästen pro Jahr auch weiterhin eine feste Größe im Eisenbahnverkehr Bayerns bleibt, muss sie sich immer wieder an Ausschreibungen beteiligen. Die Bestandsstrecken werden zwar für mehrere Jahre vergeben, aber danach können sich alle interessierten Unternehmen aus der Bahnbranche wieder bewerben. 2024 wurde das Oberland, das Herzstück der BRB, ausgeschrieben und wieder von der Bayerischen Regiobahn gewonnen. Derzeit läuft die Ausschreibung für das Netz Chiemgau-Inntal. In Holzkirchen, dem Stammsitz der BRB, wird auf Hochtouren daran gearbeitet.

Und welches Fazit zieht der BRB-Geschäftsführer in seinem Rück- und Ausblick?
„Wir stehen jedes Jahr vor neuen Herausforderungen, aber ohne uns steht Deutschland still. Das sieht man gut zu Streikzeiten. Und wer etwas für den Klimaschutz tun will, fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wann immer es möglich ist. Wünschenswert wäre, dass wir wieder mehr Planungssicherheit bekommen und uns wieder voll und ganz auf das konzentrieren können, was unsere eigentliche Aufgabe ist, nämlich unsere Fahrgäste sicher, pünktlich und komfortabel an ihr Ziel zu bringen. Das zu schaffen, wird allerdings wohl auch 2025 nicht immer leicht werden, doch wir geben unser Bestes. Dafür arbeiten unsere Triebfahrzeugführenden und Kundenbetreuenden in unseren Zügen und im Hintergrund viele weitere Mitarbeitende in unseren Betriebswerken, in der Betriebsleitzentrale, der Ausbildung, der Verwaltung. Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch an allen Feiertagen. Das sollten wir nicht vergessen.“
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: BRB)

Bad Wiessee: Radlader brennt aus

Bad Wiessee: Radlader brennt aus

Bad Wiessee – In Bad Wiessee brannte am Sonntag (20.1.2025) ein Radlader aus. Ein Klinikpatient des Medicalparks beobachtete von seinem Zimmer aus den Feuerschein und informierte die Einsatzkräfte. 

Der Radlader war in einem Gewächshaus der Gärtnerei Reichl geparkt. Feuerwehr und Polizei gehen derzeit von einem technischen Defekt als Auslöser für den Brand aus. Der Sachschaden beträgt mindestens 45.000 Euro. Angrenzende Gebäude waren, nach den Angaben der Polizei, nicht in Gefahr.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)