Aufbau eines kommunalen Energiemanagements Umweltausschuss des Rosenheimer Landkreises stimmt zu:

Aufbau eines kommunalen Energiemanagements Umweltausschuss des Rosenheimer Landkreises stimmt zu:

Rosenheim – „Weniger Energieverbrauch, mehr Nachhaltigkeit“  – Der Umweltausschuss des Rosenheimer Landkreises hat dem Aufbau eines kommunalen Energiemanagements zugestimmt.

Mehr erneuerbare Energien nutzen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – dieser Aufgabe hat sich auch der Landkreis Rosenheim gestellt. Unter anderem nimmt er seit Anfang des Jahres 2022 auf Beschluss des Kreistages am European Energy Award teil. Um dieses europäische Gütezertifikat zu erreichen, beschloss nun der Ausschuss für Umweltangelegenheiten, Landwirtschaft, räumliche Entwicklung, Natur- und Klimaschutz sowie Mobilität, den Aufbau und Betrieb eines kommunalen Energiemanagements mit der Schaffung einer Vollzeitstelle voranzubringen.
Zudem werden alle Beschlussvorlagen für den Rosenheimer Kreistag und sämtlicher Ausschüsse auf ihre Auswirkungen auf das Klima geprüft. Und innerhalb des Landratsamtes wird bei der Beschaffung stärker auf Nachhaltigkeit geachtet.
Darüber hinaus wird der Landkreis eine Option der Bundesgeschäftsstelle des European Energy Awards wahrnehmen und den straffen Zeitplan für den Auditprozess im Jahr 2026 aussetzen. „Die Regularien haben sich während des Prozesses geändert. Jetzt wird mehr Wert auf die Umsetzung der Maßnahmen gelegt“, meinte Landrat Otto Lederer zur Begründung. Das Landratsamt wird dieses „aktive Pausieren“ nutzen, um weitere Maßnahmen umzusetzen.

Diana Genius von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt Rosenheim präsentierte den Ausschuss-Mitgliedern das bisher Geschehene und blickte auch noch voraus. Das Besondere am European Energy Award ist die Vergleichbarkeit. Alle teilnehmenden Kommunen durchlaufen einen festgelegten Prozess und alle Ergebnisse müssen internationalen Qualitätsstandards genügen.

Nach dem offiziellen Beitritt zum European Energy Award-Programm im Jahr 2022 wurde im Landratsamt Rosenheim ein Arbeitskreis gebildet, an dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Sachgebieten wie Wirtschaftsförderung, Hochbau, Tiefbau, Naturschutz, Gesundheitsregion plus sowie Bauleitplanung und Kreisbauamt beteiligten. Landrat Otto Lederer bezeichnete ihn als Motor des Ganzen. Der Arbeitskreis führte eine Ist-Analyse durch und entwickelte ein energiepolitisches Arbeitsprogramm, welches der Umweltausschuss im Oktober vergangenen Jahres beschloss. Seitdem wurde an der Umsetzung gearbeitet.

32 Prozent des Standards erreicht

Ein Audit Anfang Mai dieses Jahres ergab, dass der Landkreis Rosenheim 32 Prozent des Standards erreicht. Um mit dem European Energy Award zertifiziert zu werden, müssen es aber mindestens 40 Prozent sein.
Eine Vollzeitstelle zur Einführung und zum Betrieb eines kommunalen Energiemanagements soll ein Baustein dazu werden. Ein wichtiges Argument war, dass sich die Stelle über Einsparungen bei den Energiekosten selbst tragen kann. Die Verbräuche von Wärme, Strom und Wasser sollen kontinuierlich optimiert und so die Treibhausgasemissionen des Landratsamtes reduziert werden.
Ziel bleibt, mindestens 40 Prozent der international einheitlichen Qualitätsstandards zu erreichen. In Deutschland nehmen derzeit knapp 300 Kommunen am European Energy Award teil oder sind bereits zertifiziert.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Ober sticht Unter: E-Autos parken in Rosenheim weiterhin bis zu 3 Stunden kostenlos

Ober sticht Unter: E-Autos parken in Rosenheim weiterhin bis zu 3 Stunden kostenlos

Rosenheim – Dieser Rosenheimer Stadtratsbeschluss sorgte für Wirbel: Mit 26 zu 12 Stimmen sprachen sich die Stadträte jüngst gegen das kostenlose Parken für E-Autos in der Stadt aus und stellten sich damit gegen die Verordnung des Freistaats (wir berichteten), Nun steht fest: das ändert nichts an der jetzigen Regelung.

„Wir haben jetzt beschlossen, dass wir die Parkgebührenordnung nicht ändern. Aber was bedeutet das nun für die Fahrer von E-Autos?“, fragte sich nicht nur CSU-Stadtrat Dr. Wolfgang Bergmüller nach der denkwürdigen Abstimmung. Und tatsächlich war die Antwort auf diese Frage gar nicht so leicht. Denn in der Theorie hätte es durch das mehrheitliche „Nein“ der Rosenheimer Stadträte sogar passieren können, dass E-Auto-Fahrer trotz Verordnung des Freistaates in der Stadt Rosenheim mit einem Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeit belegt werden, wenn sie kein Parkticket an den städtischen Parkplätzen ziehen.
Nun aber gibt es für sie Entwarnung. „E-Autos parken in Rosenheim am Straßenrand und auf der Loretowiese weiterhin bis zu drei Stunden kostenlos. Möglich wird das durch eine Verordnung des Freistaats Bayern“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt Rosenheim.
Weil in der Normenhierarchie die staatliche Rechtsverordnung höher wiegt als eine kommunale Satzung, steht nun fest,  dass zur Umsetzung dieser Verordnung gar keine Änderung der städtischen Parkgebührensatzung notwendig ist.

„Es spielt keine Rolle, ob uns das gefällt oder nicht“

„Diese staatliche Rechtsverordnung muss in Rosenheim, so wie in jeder anderen bayerischen Kommune auch, umgesetzt werden. Ich finde, dass die Regelung zu stark in die kommunale Selbstverwaltung eingreift und die Entscheidung über Parkgebühren uns, also dem Stadtrat, überlassen werden sollte. Es spielt aber keine Rolle, ob uns das gefällt oder nicht. Der Freistaat Bayern hat entschieden und dem kommen wir nach“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März.

Um kostenlos parken zu können, brauchen E-Auto-Fahrer lediglich eine Parkscheibe. Diese muss gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe angebracht werden und den Beginn der Parkzeit aufzeigen.
Wer auf der Loretowiese länger parken möchte, muss zusätzlich zur ausgelegten Parkscheibe einen entsprechenden Parkschein lösen. Dies gilt auch für die App Parkster. Die Verkehrsüberwachung berücksichtigt die drei kostenlosen Stunden. Wichtig: Für E-Autos, die in Rosenheim am Straßenrand parken, gilt allerdings die Höchstparkdauer für zwei Stunden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neuer Glanz für BRB-Fahrzeuge im Netz Chiemgau-Inntal

Neuer Glanz für BRB-Fahrzeuge im Netz Chiemgau-Inntal

Holzkirchen /  Chiemgau – Die BRB-Züge im Netz Chiemgau-Inntal werden heuer 12 Jahre alt. Zeit für neuen Glanz: der Test zur Lackaufbereitung verlief erfolgreich. 

Ende 2013 gingen die BRG-Züge im Netz Chiemgau-Inntal in Betrieb. 17 Millionen Fahrgäste und 4,8 Millionen Kilometer Zugleistung pro Jahr verteilt auf 35 Züge – das sieht man den Fahrzeugen inzwischen an. Da unterscheiden sie sich nicht von gebrauchten Autos. Der Lack ist inzwischen stumpf, vom ehemaligen Glanz ist nicht viel übrig geblieben.

„Besonders Graffiti-Schmierereien setzen unseren Fahrzeugen zu“, ärgert sich BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann. „Heutzutage behandeln illegal arbeitende Sprayer die Oberflächen sogar mit Säure, damit die Graffitis besser halten. Das macht eine rückstandsfreie Entfernung schwer und greift den Lack extrem an.“ Bei einem der Fahrzeuge wurde der Lack inzwischen zum Test von einer darauf spezialisierten Firma aufbereitet. Mit dem Ergebnis ist der BRB-Geschäftsführer hochzufrieden: „Der Lack glänzt wieder und obendrein ist der Kostenunterschied zu einer Neulackierung enorm. Wir starten Anfang 2026, sofern wir den Anschlussvertrag für das Rosenheimer Kreuz gewinnen. Dann nehmen wir alle Fahrzeuge nacheinander aus dem Fahrgastbetrieb und zum Ende des kommenden Jahres werden die ersten aufgearbeiteten Fahrzeuge wieder im Netz Chiemgau-Inntal unterwegs sein.“ Unabhängig davon werden demnächst die Intervalle für die Außenwäsche der Fahrzeuge verkürzt.
(Quelle: BRB / Beitragsbild: Copyright BRB)

Mit 3,50 Promille mit E-Scooter durch Rosenheim

Mit 3,50 Promille mit E-Scooter durch Rosenheim

Rosenheim – Starker Alkoholgeruch wehte der Rosenheimer Polizei kurz nach Mitternacht am heutigen Freitag (6.6.2025) bei der Kontrolle einer 31-jährigen E-Scooter-Fahrerin in der Rosenheimer Rathausstraße entgegen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 3,50 Promille. 

Die Polizei leitete eine Blutentnahme an und leitete gegen die 31-jährige ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein. Den Führerschein konnten die Beamten nicht sicherstellen – dieser war der Fahrerin bereits vor geraumer Zeit auf dem Verwaltungsweg entzogen worden. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Streit in Gemeinschaftsunterkunft in Rosenheim eskaliert

Streit in Gemeinschaftsunterkunft in Rosenheim eskaliert

Rosenheim – In einer Gemeinschaftsunterkunft in der Rosenheimer Rathausstraße, kam es bereits am späten Donnerstagnachmittag (5.6.2025) zu einem Streit zwischen den Bewohnern. Im Laufe der Nacht eskalierte der Streit und es kam zu einer größeren Schlägerei zwischen mehreren Beteiligten der Unterkunft.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Nach derzeitigem Ermittlungsstand, ging ein 32-jähriger wohnsitzloser Mann sowie ein bisher namentlich nicht bekannter Mittäter, auf eine 33-jährige Frau, auch sie ist ohne Wohnsitz, körperlich los. Was den Streit zum Eskalieren brachte, müssen die weiteren Vernehmungen ergeben. In diese Schlägerei mischten sich nun weitere Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft ein und es kam zu gegenseitigen Schlägen und Tritten aller Beteiligten untereinander.

Die 33-Jährige wurde am Kopf- sowie Oberkörperbereich mehrfach mit den Fäusten vom 32-Jährigen und dem Unbekannten geschlagen, sie erlitt dadurch blutende Wunden sowie Prellungen. Aufgrund der massiven Schläge durch den 32-Jährigen, zog sie sich im Arm- bzw. Handbereich Frakturen zu, die durch den alarmierten Rettungsdienst vor Ort erstversorgt werden mussten. Nach ersten ärztlichen Erkenntnissen, sind aufgrund der erlittenen Verletzungen, weitere medizinische Folgemaßnahmen im Klinikum notwendig.

Der 32-Jährige wurde von der alarmierten Rosenheimer Polizei in Gewahrsam genommen, ein Atemalkoholtest bei ihm ergab über 1,60 Promille. Verletzt wurde er durch die Schlägerei nicht. Auch die anderen Beteiligten gaben an, sich durch den Vorfall nicht verletzt zu haben. Der bisher noch Unbekannte, entfernte sich vor Eintreffen der Einsatzkräfte aus der Unterkunft. Die Tatbegehung des 32-Jährigen bzw. des noch Unbekannten sowie die Handlungen der anderen Beteiligten an der Schlägerei, sind jetzt Gegenstand des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens wegen gefährlicher Körperverletzung. Die genaueren Geschehnisse und Abläufe müssen nun Vernehmungen bzw. Befragungen ergeben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Startup-Festival 2025 in Rosenheim voller Erfolg

Startup-Festival 2025 in Rosenheim voller Erfolg

Rosenheim – Ein voller Erfolg war das Rosenheimer Startup-Festival 2025. Die Location war ungewöhnlich: mehr als 30 Startups aus dem Stellwerk 18-Netzwerk präsentierten sich im Parkhaus P 12.

Veranstalter des ersten Startup-Festivals war „Stellwerk 18“. Im Fokus standen in gemütlicher Atmosphäre Miteinander und Austausch von Unternehmensgründern, Investoren und Unternehmern. Für das leibliche Wohl der Gäste war dabei mit Streetfood und Getränken bestens gesorgt.  Zum Programm gehörte auch ein Vortrag von Speaker Benedikt Böhm. Der Extrembergsteiger und Geschäftsführer von Dynafit zeigte Parallelen zwischen Unternehmertum und Extrembergsteigen auf. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Stellwerk 18 / Beitragsbild, Fotos: Copyright Herbert Borrmann)

Visionen und Innovationen standen im Fokus des 1. Startup-Festival in Rosenheim. Fotos: Herbert Borrmann

Volksmusikpfleger Leonhard Meixner verlässt den Bezirk Oberbayern

Volksmusikpfleger Leonhard Meixner verlässt den Bezirk Oberbayern

Bruckmühl / Oberbayern – Leonhard Meixner, Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern und Leiter des Arbeitsgebiets Volksmusikpflege am Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik in Bruckmühl, wird seine Tätigkeit zum 30. September 2025 beenden. Er kehrt zurück in die Freiberuflichkeit, um sich verstärkt der musikalischen Jugendarbeit, seiner musikalischen Karriere und der Familie zu widmen.

Seit seinem Amtsantritt im Herbst 2021 prägte Leonhard Meixner mit großem Engagement und musikalischer Leidenschaft die Volksmusikpflege im Bezirk. In seiner Zeit als Volksmusikpfleger initiierte er gemeinsam mit seinem Team zahlreiche nachhaltige Projekte, die maßgeblich zur positiven Außenwirkung des Zentrums beitrugen. Dabei gelang ihm die Verbindung von Bewahrung traditioneller Inhalte – etwa beim Thema „Urheberrecht – Volksmusik – GEMA“ – mit neuen Impulsen für eine lebendige Volksmusikpraxis in der Region.

„Ich konnte in meiner Rolle viel bewegen“

„Ich konnte in meiner Rolle viel bewegen, aber die Dinge, für die ich wirklich brenne – wie das Musizieren mit Menschen, das Leiten von Seminaren oder die musikalische Jugendarbeit – kamen neben dem administrativen Alltag oft zu kurz“, so Meixner in seinem persönlichen Abschiedsbrief. „Ich entscheide mich nicht gegen die Volksmusik, sondern für mich, meine Familie und die Aufgaben, die mir echte Freude bereiten.“
Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger würdigte Meixners Wirken mit herzlichen Worten: „Leonhard Meixner hat mit seinem musikalischen Können, seiner menschlichen Wärme und seinem tiefen Verständnis für das Wesen der Volksmusik beim Bezirk Oberbayern hinterlassen – als Brückenbauer zwischen Tradition und Gegenwart. Dafür danken wir ihm sehr.“

Auch nach seinem Ausscheiden bleibt Meixner der Volksmusik des Bezirks verbunden. Er hat seine Bereitschaft signalisiert, künftig als Referent, Sänger oder freier Mitarbeiter beratend zur Seite zu stehen. Als Volksmusikwart im Chiemgau-Alpenverband wird er sich zudem weiterhin ehrenamtlich engagieren.

Das Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik (ZeMuLi) in Bruckmühl ist eine Einrichtung des Bezirks Oberbayern und versteht sich als zentrale Anlaufstelle für die Pflege und Dokumentation traditioneller Musikkultur in Oberbayern. Ein Auswahlverfahren für die Nachfolge ist derzeit in Vorbereitung.
(Quelle: Pressemitteilung Bezirk Oberbayern / Beitragsbild: Copyright Eva Pöhlmann – Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik)

Gefahr am Flugloch: Asiatische Hornisse in Anflug auf Oberbayern

Gefahr am Flugloch: Asiatische Hornisse in Anflug auf Oberbayern

Oberbayern – Die Asiatische Hornisse wurde im vergangenen Jahr in Salzburg gesichtet; auch in Franken und Schwaben ist sie bereits unterwegs. Damit muss man sich auch in Oberbayern auf ihre Ankunft einstellen – das ist eines der Probleme, mit dem sich die  Fachberatung für Imkerei des Bezirks Oberbayern aktuell auseinandersetzen muss. 

Dr. Hannes Beims, Leiter der Fachberatung für Imkerei, stellte im Bau- und Umweltausschuss des Bezirks Oberbayern den Tätigkeitsbericht der Fachberatung für Imkerei des Bezirks Oberbayern für das Jahr 2024 vor.

Die Ernte des süßen Brotaufstrichs fiel im vergangenen Jahr überdurchschnittlich aus, verkündete Beims. Bayernweit lag die Ausbeute an Blütenhonig im Frühjahr bei 16 Kilogramm pro Volk, die Sommertracht sogar bei rund 18,5 Kilogramm. Das entspricht einem Anstieg von über 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings bereitete eine besondere Art von Waldhonig den Imkerinnen und Imkern erhebliche Probleme: Melezitose-Honig. Er entsteht aus Honigtau, den bestimmte Lausarten auf Nadelbäumen wie Fichten produzieren. Der darin enthaltene Dreifachzucker Melezitose lässt den Honig in der Wabe sehr fest werden, sodass ein herkömmliches Schleudern kaum möglich ist. Über ein Drittel der gesamten Ernte war bei der Fachberatung davon betroffen. Eine alternative Methode, bei der der Honig ausgeschmolzen wird, ist rechtlich bislang nicht in der Deutschen Honigverordnung vorgesehen, kritisierte Beims. Zudem eignet sich Melezitose-Honig nicht zur Winterfütterung der Bienen – eine doppelte Belastung für die Imkerschaft.

Asiatische Hornisse bedroht die Bienen

Ein weiteres drängendes Thema ist die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Die aus Asien stammende invasive Art wurde im vergangenen Jahr in Salzburg gesichtet; auch in Franken und Schwaben ist sie bereits unterwegs. „Man muss sich also auch ab diesem Jahr auf Exemplare in Oberbayern einstellen“, so Beims . Eine beunruhigende Aussicht. Die Hornisse stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Bienen dar, da sie diese gezielt vor den Fluglöchern abfängt und frisst. Wenn der Druck auf das Bienenvolk zu groß wird, hören die Bienen auf zu fliegen und es kommt keine Nahrung mehr in den Stock. Besonders betroffen ist die Aufzucht der Winterbienen. Gemeinsam mit der Varroamilbe und viralen Infekten könnte sie die Winterverluste deutlich erhöhen. Die Bekämpfung lag bis vor Kurzem noch bei den Unteren Naturschutzbehörden– seit März dieses Jahres gibt es keine Bekämpfungspflicht mehr. Denn die Art gilt inzwischen als etabliert und eine vollständige Beseitigung erscheint nicht mehr realistisch. In der Imkerschaft herrsche nun „Angst vor einer unkontrollierten Ausbreitung“, sagte Beims.

Gezielte Nachwuchsarbeit bei den Imkern

Im vergangenen Jahr lag ein besonderer Schwerpunkt der Fachberatung auf der Nachzucht von Bienenköniginnen. In Landsberg am Lech, am Fachzentrum Fisch & Biene in Seeon sowie dem Alpenlehrbienenstand in Grainau wurden dafür besonders gesunde und leistungsfähige Bienenvölker ausgewählt, berichtete Beims. Aus deren Nachwuchs wurden junge Königinnen gezogen. Ziel ist es, vitale und widerstandsfähige Bienen heranzuziehen, die den heutigen Herausforderungen wie Klimawandel und Krankheiten gut gewachsen sind. Besonders geachtet wurde auf ruhige, fleißige und widerstandsfähige Tiere. Insgesamt gab die Fachberatung mehrere tausend junge Larven an Imkerinnen und Imker weiter, die daraus eigene Königinnen aufziehen konnten.
(Quelle: Pressemitteilung Bezirk Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 6. Juni

Namenstag haben: Bertrand, Claudius, Falk, Falko, Kevin, Norbert

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Dunja Hayali (1974 – ist eine deutsche Journalistin und Moderatorin, die seit 2007 vor allem als Moderatorin von ZDF-Nachrichtensendungen wie „heute“ und „heute-journal“ und des „Morgenmagazins“ bekannt ist.)

Noriaki Kasai (1972 – ist ein japanischer Skispringer, der seit über 25 Jahren erfolgreich bei internationalen Weltcup-Springen antritt und als Teil der Weltspitze zu den Veteranen seines Sportes zählt.)

Björn Borg (1956 – ist ein ehemaliger schwedischer Tennisspieler, der in seiner vergleichsweise kurzen Sportlerkarriere elf Grand-Slam-Titel gewinnen konnte und fünf Mal in Folge Wimbledon-Sieger wurde.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1907: Die Firma Henkel bietet mittels Anzeige in der Düsseldorfer Zeitung den Haushalten erstmals das Waschmittel Persil zum Kauf an. Der Markenname kann allerdings erst rund zehn Jahre später eingetragen werden. Das Produkt wird von Anfang an nur im Originalkarton und nicht als lose Ware verkauft.
  • 1993: In Berlin beginnt die bis zum 11. Juni dauernde 9. Welt-AIDS-Konferenz mit etwa 14.000 Teilnehmern.
  • 2012: Mit der Landung des Solarflugzeuges Solar Impulse in Marokko gelingt der erste Interkontinentalflug in der Geschichte des Solar-Flugzeugbaus.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Polizei-Großeinsatz in Brannenburg: Verdächtiger Gegenstand sorgt für Evakuierung

Polizei-Großeinsatz in Brannenburg: Verdächtiger Gegenstand sorgt für Evakuierung

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am heutigen Donnerstag (5.6.2025) in Brannenburg (Landkreis Rosenheim): Auslöser war ein verdächtiger Gegenstand im Bereich der Realschule und des angrenzenden Kinderhorts.

Kurz nach 12 Uhr entdeckte einen Passantin den verdächtigen Gegenstand.  Genauere Details zu diesem gibt es aktuell noch nicht. Polizei und Feuerwehr wurden umgehend alarmiert. Der Gefahrenbereich wurde weiträumig gesperrt. Vorsorglich wurde der unmittelbar angrenzende Kinderhort evakuiert.
Spezialisten der Polizei sowie Kräfte mehrerer Feuerwehren aus der Umgebung untersuchten den Gegenstand sorgfältig.

„Schlechter Schülerscherz“

Gegen 13.15 Uhr wurde Entwarnung gegeben: der Gegenstand stellte sich als ungefährlich heraus. „Nach ersten Einschätzungen deutet vieles darauf hin, dass es sich um einen schlechten Schülerscherz gehandelt hat“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Polizei.
Der Einsatz war nach etwa einer Stunde beendet. Personen kamen nicht zu Schaden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kaiserbad, Rosenheim, 1902

Kaiserbad, Rosenheim, 1902

Rosenheim –  Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1902. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das ehemalige Kaiserbad in Rosenheim. 

Einst nannte sich Rosenheim „Bad Rosenheim“, dank dem Arzt Tobias Geiger, der im Jahr 1615 die stark eisenhaltige Küfperlingquelle entdeckte. Im Jahr 1700 wurde die Quelle von Wolff Jakob Ruedorffer gefasst und in sein Haus in der Nähe der Loretowiese geleitet. Sein Anwesen wurde damit zum Heilbad. Die Erfolgsgeschichte des Kaiserbads endete mit dem 1. Weltkrieg. Das Bad wurde zum Lazarett und die Küpferlingquelle zugeschüttet. Das Gebäude wurde im Jahr 1984 abgebrochen. Erhalten geblieben ist lediglich das Marmorportal.
(Quelle: Archiv Herbert Bormann / Bildtext: Karin Wunsam)

Buchtipp mit Buchverlosung: „Frei in der Wildnis“

Buchtipp mit Buchverlosung: „Frei in der Wildnis“

Rosenheim – Wie überlebt man 29 Tage in der Wildnis, ohne Ausrüstung, nur mit Messer und Kamera? Bernd Pfleger weiß es und berichtet über dieses Experiment in seinem Buch „Frei in der Wildnis“. Es dokumentiert nicht nur den Alltag in der Wildnis, sondern thematisiert auch den Umgang mit bedrohten Lebensräumen und unser Verhältnis zur Natur.

Cover Frei in der Widnis von Berhard Pfleger Foto: re

Buchcover „Frei in der Wildnis“ von Bernd Pfleger. Foto: re 

Der Österreicher Bernd Pfleger ist Biologe, ausgebildeter Wildnis-Guide und Natur-Reiseveranstalter. Mit seiner Firma „Experience Wilderness“ führt er Outdoor-Trainings und Expeditionen durch. Seine Arbeit und Leidenschaft verbindet er mit einem starken ökologischen Bewusstsein, das auch die Grundlage für sein Buch bildet: „Frei in der Wildnis“.
Angesichts der zunehmenden Zerstörung von Ökosystemen richtet sich Pflegers Buch an alle, die sich fragen, wie ein Leben im Einklang mit der Natur aussehen kann. Sein Fokus liegt dabei nicht nur auf Survival-Techniken, sondern auf der tieferen Auseinandersetzung mit der Frage: Was brauchen wir wirklich zum Leben? Besonders im Mittelpunkt steht der Poloniny-Nationalpark in der Slowakei.

Innpuls.me verlost zwei Exemplar von „Frei in der Wildnis“ von Autor Bernd Pfleger (zur Verfügung gestellt vom Verlag Freya).
Wer teilnehmen möchte, bitte E-Mail mit Namen und Andresse an gewinninnpuls@outlook.de, Stichwort „Wildnis“. Einsendeschluss ist Montag 9, Juni 2025.
Teilnahme ab 18 Jahren.
Doppelte Teilnahme ist nicht möglich. Jeder Teilnehmer kommt nur einmal in den Lostopf.
Unter allen Einsendungen losen wir die Gewinner aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Gut zu Wissen: Für das Gewinnspiel werden keine personenbezogenen Daten gespeichert oder weitergegeben. Mail-Adresse, Name und Wohnort werden nach der Verlosung gelöscht.

„Frei in der Wildnis“ dokumentiert 29 Tage, die Pfleger allein im slowakischen Grenzgebirge verbringt, ohne moderne Ausrüstung, nur mit einem Messer, seiner Kleidung und Kamera-Akkus. Der Leser begleitet ihn durch körperliche Herausforderungen wie Hunger, Kälte, Schlafmangel. Ebenso eindrücklich schildert Pfleger die psychische Belastung,: Isolation, Angst, aber auch das wachsende Gefühl innerer Klarheit.
Der Text ist tagebuchartig aufgebaut, ergänzt durch Survival-Tipps, Naturbeobachtungen und persönliche Reflexionen.
Das 208 Seiten umfassende Buch ist auf umweltfreundlichem Recyclingpapier gedruckt. Neben den Tagebucheinträgen enthält es Verweise zu begleitenden Videos und Karten, die per App abgerufen werden können. In dem Buch befindet sich eine Wildnis- Bilanz in der der Autor Erlebtes aufzählt. Am Ende des Buches beschreibt er seine Ausrüstung, wie seine Kleidung, und gibt die dafür angefallenen Kosten an.
Fazit: Das Buch ist spannend zu lesen und bietet einen guten Eindruck darüber, was es tatsächlich bedeutet, auf sich alleine gestellt zu sein, in einer Welt fernab jeglicher Erleichterungen und Angebote, die man eigentlich in der heutigen Zeit quasi rundum die Uhr geboten bekommt.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Auszeit von der Zivilisation zu nehmen, für den ist das Werk auf alle Fälle gut, um sich überhaupt einmal vor Augen zu führen, was ein Leben in der Wildnis tatsächlich bedeutet.

Hier könnt Ihr das Buch kaufen: Buchtipp 
(Werbung, Anzeige, Affiliate-Link)

(Quelle: Buchbespechung Pauline Obermaier / Beitragsbild: Symbolfoto re / Cover: re)

„Frei in der Wildnis- Einen Monat nur mit einem Messer“
Bernd Pfleger
Freyer Verlag 2025
ISBN 978-3-99025-515-5
19,90 Euro