Vom Königssee bis zur Zugspitze: Zoll Rosenheim nimmt Tourismus- und Freizeitbranche unter die Lupe

Vom Königssee bis zur Zugspitze: Zoll Rosenheim nimmt Tourismus- und Freizeitbranche unter die Lupe

Rosenheim / Region – Eine großangelegte präventive Sonderprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Freizeit- und Tourismusbranche führte das Hauptzollamt Rosenheim jüngst in den ländlichen Regionen Südostoberbayerns durch. Rund 50 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit aus Rosenheim, Weilheim und Traunstein befragten in diversen Freizeiteinrichtungsbetrieben, wie Almen, Bergbahnen oder Hotels und Gaststätten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen und nahmen vor Ort Geschäftsunterlagenprüfungen vor.

Auch in der Freizeitbranche setzt der ZOLL risikoorientiert den Fokus auf die Einhaltung der Arbeitsbedingungen nach dem Mindestlohngesetz, sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten, Scheinselbständigkeit sowie Ausländerbeschäftigung. Den sich nun ergebenen Erkenntnissen und ersten Hinweisen auf mögliche Verstöße geht die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim nun weiter intensiv nach.
„Gerade in der Tourismusbranche, in der beispielsweise Saisonarbeiter beschäftigt werden, treffen wir auf viele Arbeitskräfte aus dem Ausland. Dass diese manchmal ohne erforderliche Versicherung oder Arbeitserlaubnis tätig sind, zeigt unsere Erfahrung. Leider meinen immer noch einige, ein paar Euro an der Steuer vorbei sei ein Kavaliersdelikt.“, so Marion Dirscherl, Pressesprecherin des Hauptzollamts Rosenheim.
Die vor Ort erfassten Aussagen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in der Regel erst der Einstieg in tiefergehende erforderliche Geschäftsunterlagenprüfungen, insbesondere der Lohn- und Finanzbuchhaltung. Diese Prüfungen beinhalten die Verknüpfung, den Abgleich und die Analyse von verschiedenen Unterlagen, aus denen Art, Umfang, Dauer und Entgelthöhe von Beschäftigungsverhältnissen hervorgehen, beziehungsweise geprüft werden können. Hierbei steht der Zoll in engem Informationsaustausch mit anderen Behörden sowie der Rentenversicherung.
(Quelle: Pressemitteilung HZA Rosenheim / Beitragsbild: Copyright HZA Rosenheim)

„WasserWerke“: Öffentliche Führungen durch Fotoausstellung in Rosenheim

„WasserWerke“: Öffentliche Führungen durch Fotoausstellung in Rosenheim

Rosenheim – Die Fotoausstellung „WasserWerke“ von Martin Weiand bei den Stadtwerken Rosenheim (Mühlbachbogen 5) läuft nun bereits seit einigen Wochen. Die Ausstellung  kann nicht öffentlich oder spontan besucht werden. Aber es werden Führungen angeboten.

Im Jahr 2023 rief die Städtische Galerie Rosenheim zusammen mit den Stadtwerken Rosenheim das Projekt „Kunst & stadtWERKE“ ins Leben, um Künstler der Region eine Möglichkeit zur Präsentation zu geben. Das Gebäude der Stadtwerke am Mühlbachbogen bietet dabei, lichtdurchflutet mit viel Glas und Betonoptik, das passende Ambiente.
Bei den aktuellen Werken geht es nun um das Wasser. Unter dem Titel „WasserWerke“ werden Fotografien des Rosenheimer Heinz-Martin Weinand präsentiert. Weiand lebt und arbeitet in Rosenheim (wir berichteten).

Die Ausstellung ist nicht öffentlich zugänglich. Es werden aber Führungen angeboten.
Die Termine sind:

  • Donnerstag, 7. August, 16 Uhr
  • Mittwoch, 20. August, 11 Uhr
  • Freitag, 26. September, 12 Uhr
  • Donnerstag, 23. Oktober, 16 Uhr
  • Freitag, 28. November, 13 Uhr.

Anmeldung für die Führungen ist notwendig bei Martin Weiand unter Telefon 01708003004 oder oder per E-Mail an m.weiand@freieart.de.
(Quelle: Pressemitteilung M. Weiand / Beitragsbild: Archiv Hendrik Heuser)

 

Trotz Regenwetter: Tag der Feuerwehr in Traunstein war ein Besuchermagnet

Trotz Regenwetter: Tag der Feuerwehr in Traunstein war ein Besuchermagnet

Traunstein – Trotz Regenwetter war der Tag der Feuerwehr in Traunstein am Samstag (2.8.2025) ein Besuchermagnet. Geboten wurde ein buntes Programm rund um das Feuerwehrhaus und eine italienische Partynacht.

Tag der Feuerwehr in Traunstein 2025. Fotos: Copyright Feuerwehr Traunstein

Beste Stimmung bei der italienischen Nacht. Fotos: Copyright Feuerwehr Traunstein

Hunderte Besucher erfreuten sich am Tag der Feuerwehr an einem breiten und bunten Angebot rund um das Feuerwehrhaus an der Scheibenstraße in Traunstein. Eigentlich war die Veranstaltung als großes Fest zusammen mit der „Italienischen Nacht“ geplant und wäre unter Beteiligung mit allen fünf Traunsteiner Feuerwehren auf dem Maxplatz über die Bühne gegangen. Durch das Regenwetter wurde der Tag kurzerhand in die Scheibenstraße verlegt – was der Stimmung keinen Abbruch gegeben hat. Eine „ItaloDisco“ in den Abendstunden lockte nochmals viele Gäste an, die bis tief in die Nacht ausgelassen feierten.

Neue Perspektiv auf die Stadt von der Drehleiter aus

Ab den späten Vormittagsstunden herrschte auf dem Veranstaltungsgelände rege Betriebsamkeit und die Besucher konnten beispielsweise die Einsatzkleidung der Floriansjünger probetragen oder den Umgang mit einem Übungsdefibrillator lernen. Lange Schlangen bildeten sich auch an der Drehleiter. Viele kleine und große Besucher nutzten die Möglichkeit, 30 Meter in die Höhe zu Fahren und so eine ganz neue Perspektive von der Stadt kennenzulernen.
„Wasser Marsch“ lautete duzende Male der Befehl beim Schlauchwettrennen. Mit einem C-Strahlrohr konnten dort zwei rollende Feuerwehrautos entlang einer Rennstrecke geschoben werden. Für leuchtende Augen sorgte auch der Besuch von „Marshall“ von der Kinderserie „Paw Patrol“. Für Aufsehen sorgten auch die „Feuerwehrmodells auf dem Laufsteg“. Sie präsentierten verschiedene Schutzausrüstungen wie Chemikalienschutzanzüge, die Atemschutzausrüstung oder auch die „Imker-Ausrüstung“.

Besuchter testen Umgang mit Feuerlöscher

Darüber hinaus konnten die Besucher den Umgang mit einem Feuerlöscher an einer Übungsstation testen. Heiß begehrt war auch die Hüpfburg in der Fahrzeughalle und viele Kinder erfreuten sich auch über einen Gewinn bei der Tombola. Natürlich waren auch alle Einsatzfahrzeuge „in Reih und Glied“ ausgestellt und konnten ausgiebig besichtigt werden. Einen Blickfang bildeten dabei eine alte Drehleiter sowie ein Löschgruppenfahrzeug, die vom Feuerwehrverein liebevoll unterhalten werden und ebenfalls zur Besichtigung bereitstanden.
Natürlich kamen auch die kulinarischen Gaumenfreuden nicht zu kurz und die Mitglieder der Feuerwehr versorgten ihre Gäste sowohl mit diversen Grillspezialitäten als auch mit einer breiten Auswahl an der Kuchentheke. Geschätzt rund 800 Gäste durften die Feuerwehrleute am Tag der Feuerwehr begrüßen ehe in den Abendstunden eine „ItaloDisco“ mit nochmals etwa 800 feiernden Gästen eingeläutet wurde.

„Es war ein wirklich gelungener Tag der Feuerwehr und wir konnten mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und ihre Fragen beantworten“, freut sich Traunsteins Kommandant Christian Schulz und dankt dabei gleichzeitig allen, „die die kurzfristige Planänderung mitgetragen und bei der Durchführung mitgewirkt haben“. Neben Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer durfte die Feuerwehr auch den Landtagsabgeordneten Konrad Baur und den Feuerwehrreferenten Andreas Kaiser als Ehrengäste begrüßen.

Gäste feierten bis spät in die Nacht hinein

Bis tief in die Nacht feierten die Gäste in der Fahrzeughalle eine ausgelassene „Italo“ Party. Für die passende Musik sorgte DJ Soiza. Viele Besucher erfreuten sich außerdem am reichhaltigen Angebot an der 36-meterlangen Bar oder an der Weißbierinsel und auch die Angebote am Grillstand wurden gerne in Anspruch genommen.

„Wir sind wirklich zufrieden, dass unser kurzfristiger Alternativplan so gut aufgegangen ist und wir viele begeisterte Gäste begrüßen durften“, freut sich im Nachgang der Vereinsvorsitzende Florian Scholz. Lobende Worte findet er insbesondere für Vereinsmitglieder, die das Fest auf die Beine gestellt haben. Einen Dank richtet er auch an die Stadt Traunstein beziehungsweise die Mitarbeiter des Bauhofs und an alle unterstützenden Firmen und Betriebe. „Dank des großen Zusammenhalts musste das Fest nicht gänzlich ins Wasser fallen und wir erhielten die Möglichkeit, vielen Menschen eine Freude zu machen“, so sein abschließendes Fazit.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Fotos: Feuerwehr Traunstein)

Versuchter Raubüberfall auf Bar in Bad Reichenhall – Zeugen gesucht

Versuchter Raubüberfall auf Bar in Bad Reichenhall – Zeugen gesucht

Bad Reichenhall / Landkreis Berchtesgadener Land – Ein bislang unbekannter, bewaffneter Täter hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag (3.8.2025) eine Angestellte einer Bar mit einer Waffe bedroht und dabei Bargeld gefordert. Anschließend flüchtete der Täter unerkannt. Die Polizei sucht Zeugen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (3. August 2025), gegen kurz vor 1.00 Uhr, hatte ein bislang unbekannter, maskierter Täter eine Bar in der Poststraße in Bad Reichenhall betreten und unter Vorhalt einer Schusswaffe von der dortigen Angestellten Bargeld gefordert. Nachdem sich im Tresenbereich jedoch kein Geld befand, flüchtete der Täter kurz darauf ohne Beute zu Fuß in unbekannte Richtung. Die Angestellte und zwei Gäste des Bistros trug im Zuge des Überfalls glücklicherweise keine Verletzungen davon.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:
  • männlich, ca. 170-180 cm groß, sprach englisch, trug eine graue Jacke, eine dunkle Hose mit hellen, seitlich aufgenähten Hosentaschen, eine schwarze Sturmhaube, sowie schwarze Sneaker mit weißer Sohle und weißen Streifen (augenscheinlich vermutlich der Marke Vans).
  • Der Täter war mit einem silbernen Revolver mit schwarzem Griff bewaffnet.

Unmittelbar nach Verständigung der Polizei wurde eine Großfahndung eingeleitet, an der sich zahlreiche Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Bad Reichenhall und umliegender Dienststellen der Landespolizei Bayern und Österreich sowie der Bundespolizei beteiligten. Auch ein Polizeihubschrauber war dabei im Einsatz. Die durchgeführten Fahndungsmaßnahmen blieben bislang jedoch ohne Erfolg.

Noch am selben Abend übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, die ersten Ermittlungen vor Ort.

Hierbei bitten die Ermittler auch um Hinweise aus der Bevölkerung:
  • Wer hat im Zusammenhang mit der Tat in der Nacht von Samstag auf Sonntag (3. August 2025), gegen kurz vor 1.00 Uhr, im Bereich der Poststraße in Bad Reichenhall verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?
  • Wer kann Hinweise zur Identität des Täters geben?
  • Wer hat im Vorfeld im Bereich des Tatortes verdächtige Personen wahrgenommen oder sonstige Auffälligkeiten beobachtet?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben, die zur Klärung der Tat beitragen können?
    Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeistation Traunstein unter der Telefonnummer 0861/9873-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Innbrücke, Rosenheim, ca. 1905

Innbrücke, Rosenheim, ca. 1905

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1905. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Innbrücke in Rosenheim.

Statt Autos fuhren zu dieser <Zeit noch Kutschen über die Brücke. Der Blick geht in Richtung Hofleiten (Rohrdorfer Straße) und dem Schloßberg mit dem Brunnwarthäusl der einstigen Rosenheimer Saline, bekannt als „Salinschlössl“. Dieses kleine schmucke Häuschen mit dem tollen Ausblick wurde 1971 abgerissen.
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Red Bull – Bora – hansgrohe und Rolf Aldag stellen ihre sportlichen Weichen neu

Red Bull – Bora – hansgrohe und Rolf Aldag stellen ihre sportlichen Weichen neu

Raubling – Red Bull – Bora– hansgrohe und der Sportlicher Leiter des Teams Rolf Aldag gehen getrennte Wege. Sie haben sich einvernehmlich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit nach der erfolgreichen Tour de France zu beenden.

Seit 2022 prägte Rolf Aldag die sportliche Entwicklung des Teams. Mit seinem Einsatz, seiner Erfahrung und seiner Leidenschaft hat er dazu beigetragen, Red Bull – Bora– hansgrohe als feste Grand-Tour-Größe zu etablieren. Zu den Erfolgen dieser Zeit zählen der Gesamtsieg beim Giro d’Italia 2022, der Triumph bei der Vuelta a España 2024 sowie eine Podiumsplatzierung und der Gewinn des Weißen Trikots bei der Tour de France 2025.

CEO von Red Bull – Bora – hansgrohe würdigt die Arbeit von Aldag

„Rolf hat in einer Phase des Umbruchs Verantwortung übernommen und unsere Mannschaft sportlich wie strukturell vorangebracht. Für dieses Engagement sind wir ihm zutiefst dankbar. Er hat bleibende Spuren hinterlassen – sowohl im sportlichen Bereich als auch auf menschlicher Ebene“, würdigt Ralph Denk, CEO von Red Bull – Bora – hansgrohe, die gemeinsame Zeit.
„Dieses Kapitel endet jetzt mit dem Erreichen unserer Ziele, aber der gemeinsame Weg hinterlässt Spuren. Rolf hat unsere Mannschaft wesentlich mitgestaltet – es war eine Zeit, geprägt von Zielstrebigkeit und Radsportleidenschaft. Wir blicken mit Respekt und großer Dankbarkeit auf diese Jahre zurück und wünschen Rolf von Herzen nur das Beste für alles, was vor ihm liegt. Für das nächste Kapitel unserer Geschichte haben wir uns gemeinsam entschieden, neue Impulse zu setzen und eine andere Richtung einzuschlagen.“ sagt er.

Gemeinsame Ziele würden erreicht

Rolf Aldag sagt zu seinem ausstieg: „Mit dem Gewinn des weißen Trikots und der Podiumsplatzierung von Florian Lipowitz bei der diesjährigen Tour de France haben wir unsere vor vier Jahren gesetzten Ziele erreicht und dementsprechend gemeinsam beschlossen, dass dies für beide Seiten ein guter Zeitpunkt ist, neue Herausforderungen zu finden. Die Jahre bei Red Bull – Bora – hansgrohe waren für mich persönlich wie sportlich eine prägende Zeit. Gemeinsam haben wir die schwierige Umstellung vom Sprinter- zum Rundfahrer-Team gemeistert und große Erfolge gefeiert – immer mit einem klaren Ziel vor Augen. Ich bin stolz auf das, was wir als Team erreicht haben. Jetzt ist der Moment gekommen, neue Wege zu gehen. Ich wünsche der Mannschaft weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Seepferdchen des Artenschutzes: Artenkenntnis bei Kindern und Jugendlichen stärken

Seepferdchen des Artenschutzes: Artenkenntnis bei Kindern und Jugendlichen stärken

Hilpoltstein: Wer das Schwimmen lernt, wird mit dem Seepferdchen belohnt. Wer Bayerns Tiere richtig erkennt, mit dem Heupferdchen. Mit diesem neuen Abzeichen will die NAJU Bayern, Jugendorganisation des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz), Kinder und Jugendliche für die Natur begeistern und ihr Wissen über heimische Arten fördern.

„Das Abzeichen Heupferdchen auf Kleidung, Rucksack oder Cap zeigt gut sichtbar: ‚Ich bin Artenkenner‘. In Anlehnung an das bekannte ‚Seepferdchen‘ beim Schwimmen bescheinigt es, dass Kinder und Jugendliche grundlegende Kenntnisse der Artenvielfalt und ökologischer Zusammenhänge besitzen“, sagt der NAJU-Geschäftsführer Haluk Soyoğlu. Um den weiß-grünen Aufnäher zu erhalten, müssen die Naturforschenden erfolgreich eine Prüfung ablegen. Bereits 600 Kinder aus NAJU-Gruppen oder Schulklassen haben das Heupferdchen seit Projektauftakt im Februar bestanden. Entwickelt wurde es von Dr. Jonathan Hense, Biologe an der Universität Bonn, und wird nun in Zusammenarbeit mit der NAJU Bayern landesweit eingeführt.

Artenkenntnis eine Grundlage um die Natur wertzuschätzen 

Studien haben gezeigt: Immer weniger Menschen kennen die Tiere, Pflanzen oder Pilze vor ihrer eigenen Haustür. Dabei ist Artenkenntnis eine entscheidende Grundlage, um Natur überhaupt wahrzunehmen, wertzuschätzen und schließlich auch zu schützen. „Das ‚Heupferdchen‘ soll Kindern schon früh Freude und Wissen im Umgang mit der Natur vermitteln“, erklärt Haluk Soyoğlu. Wer sich mit Artenvielfalt auseinandersetzt, schärft seine Wahrnehmung der Umwelt, fördert die Konzentration und baut mentale Resilienz auf. „Zu Beginn sehen viele Kinder nur eine grüne Wiese. Doch dann öffnet sich plötzlich eine völlig neue Welt voller Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge. Artenkenntnis ist Erkenntnis“, betont Soyoğlu.

Urkunde und Aufnäher als Belohnung

Das Zertifikat besteht aus einer Urkunde und einem Aufnäher mit der Insektenart Grünes Heupferd, den die Kinder mit Stolz bei Exkursionen oder in der Freizeit tragen können. Es würdigt nicht nur die Fähigkeit, heimische Tiere, Pflanzen oder Pilze zu erkennen, sondern auch typische Arbeitsweisen von Forschenden. Dazu gehören etwa Fangtechniken zum Sammeln von Insekten oder Spinnen, der schonende Umgang mit Lebewesen und die Nutzung von Bestimmungshilfen, Lupen und Pinzette. „Ich habe beim Heupferdchen so viel gelernt und es hat total Spaß gemacht. Ich kann jetzt verschiedene Schmetterlinge erkennen und unterscheiden. Ich bin richtig stolz über das Abzeichen, was jetzt an meinem Rucksack hängt“, sagt die dreizehnjährige Mina.

„Heupferdchen“ bestehen

Das Zertifikat bestärkt Kinder auch darin, komplexe ökologische Zusammenhänge eigenständig zu erforschen und zu verstehen. Sie lernen so, welche Bedeutung die Umwelt auch für den Menschen hat. „Viele Kinder bringen von sich aus eine große Begeisterung für die Natur mit. Das ‚Heupferdchen‘ greift dieses Interesse auf und fördert es nachhaltig“, so Franziska Tank, Projektleiterin Heupferdchen. Während einer Naturexkursion im Wald, auf der Wiese oder am Bach müssen die Teilnehmenden Arten bestimmen, Fangtechniken korrekt durchführen und ihre Funde dokumentieren. Die Anforderungen sind hierbei einstiegsfreundlich, aber dennoch anspruchsvoll – auch Erwachsende können das Heupferdchen ablegen.

Wie mitmachen:

Damit das Zertifikat möglichst viele junge Naturentdecker erreicht, wird die NAJU Bayern künftig Schulungen für Gruppenleitungen und Umweltbildner anbieten. Diese lernen dort, wie das „Heupferdchen“ sinnvoll eingesetzt und vergeben werden kann. Zum Einsatz kommt es anschließend in Kindergruppen, Schulen und weiteren Bildungsprojekten. Wer das Heupferdchen für sich oder seine Kinder absolvieren möchte, kann sich per E-Mail an heupferdchen@lbv.de anmelden.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Die große Zeit“: Gutbesuchte Vernissage im Cafè Innig

„Die große Zeit“: Gutbesuchte Vernissage im Cafè Innig

Rosenheim – In den 1970er und 1980er entstanden viele unvergesslicher Kinohits. Bei der aktuellen Bilderausstellung von Dr. Robert Betzl im Cafè Innig in Rosenheim fühlt man sich zurückversetzt in diese „große Zeit“. Vernissage war am Donnerstagabend (31.7.2025).

Vernissage Dr. Betzl im Caf'e Innig im August 2025. Fotos. Innpuls.me

Künstler Dr. Robert Betzl bei seiner Ansprache. Fotos: Innpuls.me

Der Titel „Die grosse Zeit“ ist bei dieser Bilderausstellung Programm (wir berichteten). Beim Betrachten der Werke werden Erinnerungen wach an viele Filmklassiker. Im Fokus stehen oftmals leichtbekleidete Damen im Stil der bekannten James-Bond-Girls und bunte Havanna-Sehnsuchts-Oldtimer. Realität trifft auf Künstliche Intelligenz, Vintage-Stile auf Moderne.
Verteilt auf die Räumlichkeiten des Cafè Innig gibt es insgesamt 50 Werke zu bewundern mit Titeln wie „Havanna Classic“, „Heilige Lust“, „Ooops“ oder „Ready, steady, got“.

Auch Laudator Heinz von Wilk kamen beim Anblick der Werke bei der gut besuchten Vernissage da so bekannte Filmtitel wie „Easy Rider“ oder „Pup Fiction“ in den Sinn. Rund 150 Gäste folgten der Einladung und nutzten die Vernissage auch zu Austausch und Miteinander.
Besichtigt werden kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Cafè Innig. Die Werke können auch käuflich erworben werden. Infos dazu gibt es auf Instagram Dr. Betzl oder per E-Mail an dr.betzl@t-online.de.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam

Pflegefachausbildung in Teilzeit an der Berufsfachschule für Pflege in Wasserburg

Pflegefachausbildung in Teilzeit an der Berufsfachschule für Pflege in Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Ab April 2026 bietet die RoMed Berufsfachschule für Pflege in Wasserburg eine in Oberbayern bislang einmalige Möglichkeit: die Pflegefachausbildung in Teilzeit.

Mit diesem neuen Modell möchten die RoMed Kliniken Menschen ansprechen, die bislang aus familiären oder beruflichen Gründen keine Vollzeitausbildung absolvieren konnten.

Mehr Flexibilität für vielfältige Lebensentwürfe

Die Teilzeitausbildung ist identisch zur klassischen Vollzeitausbildung – inhaltlich, qualitativ und auch hinsichtlich der Prüfungsanforderungen. Der Unterschied liegt im Zeitmodell: Die Ausbildung wird über einen längeren Zeitraum gestreckt und zwar auf vier Jahre anstatt der drei Jahre. Mit reduzierter Wochenarbeitszeit wird eine bessere Vereinbarkeit von Ausbildung und Privatleben ermöglicht.
Ein besonderes Merkmal des Konzepts ist der frühere Unterrichtsschluss um Viertel vor zwei sowie die auf 75 Prozent reduzierte Praxisarbeitszeit. Dadurch ergibt sich vor allem für Eltern, pflegende Angehörige oder beispielsweise Leistungssportlern eine realistische Perspektive auf einen beruflichen Einstieg in die Pflege.

Eine Chance auf die Pflegeausbildung für viele Menschen

Lisa Stürmlinger, künftige Klassenleiterin und stellvertretende Schulleiterin, begleitet das Projekt von Beginn an mit großer Überzeugung: „Ich bin begeistert, dieses einmalige Angebot in Oberbayern mitgestalten zu dürfen. Es ist ein echtes Herzensprojekt. Vor 20 Jahren hätte ich mir selbst ein solches Modell gewünscht – die Vereinbarkeit von Kindererziehung und Vollzeitausbildung war damals kaum möglich. Jetzt können wir Eltern und vielen weiteren Menschen eine Chance auf eine hochwertige Pflegeausbildung bieten.“

Starke regionale Verankerung und Perspektiven

Ein weiterer Vorteil ist, dass die praktischen Einsätze wohnortnah in Wasserburg, Rosenheim, Bad Aibling oder Prien – innerhalb des RoMed-Klinikverbunds – erfolgen. Nach Rücksprache kann auch eine andere Einrichtung als Praxisstelle gewählt werden; die theoretische Ausbildung erfolgt dann im Teilzeitmodell in Wasserburg. So lassen sich Beruf und Privatleben besser vereinbaren. Neben der tariflich gesicherten Vergütung nach TVöD bieten die RoMed Kliniken moderne Ausbildungsbedingungen und ein eigenes Personalwohnheim. „Nach der Ausbildung bieten sich attraktive Möglichkeiten zur Übernahme in unseren Klinikverbund, der unter kommunaler Trägerschaft steht. Die Teilzeitausbildung eröffnet einen stabilen Weg in einen krisensicheren Beruf. Angesichts der großen Herausforderungen der Zukunft ist es unabdingbar, dass wir innovative Wege in der Pflegeausbildung beschreiten“, hebt RoMed-Pflegedirektorin und Prokuristin Judith Hantl-Merget hervor.

Wann startet die Teilzeitausbildung?

Der erste Teilzeitjahrgang beginnt die Ausbildung am 1. April 2026. Bewerbungen sind ab sofort online unter www.romed-arbeitgeber.de möglich. Für persönliche Beratungsgespräche steht Schulleiterin Alina Boldt unter der Telefonnummer 08071 – 774414 oder per E-Mail an bfs.was@ro-med.de zur Verfügung. Mit dem neuen Teilzeitmodell setzen die RoMed Kliniken ein Zeichen für mehr Chancengleichheit und Flexibilität in der Pflegeausbildung.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Künftig ist an der RoMed Schule Wasserburg die Pflegefachausbildung in Teilzeit möglich, Copyright Imagetype)

Vielsaitiger Bluesgrass und mehr bei Kultur im Park in Bad Aibling

Vielsaitiger Bluesgrass und mehr bei Kultur im Park in Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Die Band „Grass Root Ties“ spielt bei Kultur im Park am Freitag, 15. August, um 19:30 Uhr Bluesgrass, Blues und Swing-Melodien im Brunnenhof des Kurhauses Bad Aibling. Der Eintritt ist frei.

Raffiniert und mit authentischem Klang spielen Grass Root Ties am Freitag, 15. August von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr im Brunnenhof des Bad Aiblinger Kurhauses auf Western- und Resonator-Gitarren, Mandoline, Fiddle, irische Bouzouki und Kontrabass ihre Folk, Bluegrass, Blues und Swing-Melodien.
Das Quartett besteht aus dem US-Amerikaner Paul Stowe, dem Engländer Trevor Morriss und den deutschen Musikern Georg Bähr und Thomas Kärner.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Die meisten Plätze sind überdacht. Für das leibliche Wohl sorgt das Kurhaus-Team ab 18:30 Uhr mit einem umfangreichen Getränke- und Speisenangebot. Mehr Infos und das komplette Programm sind unter www.bad-aibling.de/open-air-kultursommer zu finden.
(Quelle: Pressemittelung AIB-KUR GmbH & Co. Kg. / Beitragsbild: Grass Root Ties Copyright Grass Root Ties)

„Aus der Krise ins Leben“: Vernissage beim Künstlerkreis Neubauern

„Aus der Krise ins Leben“: Vernissage beim Künstlerkreis Neubauern

Neubauern / Landkreis Rosenheim – „Aus der Krise ins Leben“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung des Künstlerkreis Neubeuern  (Landkreis Rosenheim)  in der Galerie am Markt (Am Marktplatz 4, über der Touristinfo). Gezeigt werden Werke von Christa Ulmer Thurn und Ingeborg Benninghoven.

Unter dem Titel „Aus der Krise ins Leben“ werden in der Galerie am Markt in Neubeuern aktuell Werke von Christa Ulmer-Thurn und Ingeborg Benninghoven aus Bad Aibling gezeigt. Fotos: Hendrik Heuser

Die Vernissage fand am Freitagabend (1.8.2025) statt. Christine Ulmer-Thurn (auf unserem Beitragsbild links) ist Mitglied des Künstlerkreises Neubeuern. Mit ihren großformatigen Bildern wirft sie einen provozierenden Blick auf die Gegenwart der Weltgeschichte. In den vergangenen 10 Jahren hat sie bewusst nicht gemalt, sondern Kinderbücher geschrieben und illustriert, um gezielt für die nächste Generation zu arbeiten. Anlässlich der Ausstellung hat sie aber nun wieder zu malen begonnen, um sich auf diese Weise ein Bild vom Handeln der politischen Verantwortlichen zu machen (Quelle: www.kuenstlerkreis neubeuern.de)
Als Gast hat Christa Ulmer-Thurn die Künstlerin Ingeborg Benninghoven (rechts auf unserem Beitragsbild) eingeladen. Die Bad Aiblingerin präsentiert Bilder in unterschiedlichen Stilrichtungen von abstrakt bis naturalistisch. In einige ihrer Werke sind Fundstücke eingearbeitet, wie Erden,, Ätna-Asche aus Sizilien und Sand vom Innufer.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 24. August. Öffnungszeiten: Freitag, von 18 bis 20 Uhr, Samstag, von 14 bis 19 Uhr und Sonntag, von 11 bis 19 Uhr. Weitere Infos findet Ihr hier.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Hendrik Heuser und Künstlerkreis Neubeuern / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Großer Spielenachmittag im Freilichtmuseum Amerang

Großer Spielenachmittag im Freilichtmuseum Amerang

Amerang / Landkreis Rosenheim – Das Freilichtmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern bietet am Donnerstag, 7. August 2025, einen Kinderspielenachmittag an. Zusammen mit anderen Kindern spielen, Zeit verbringen und Geschicklichkeit üben: Am Lausbubentag gibt es von 14 bis 17 Uhr viele Möglichkeiten zum Spielen.

Kinder und alle Spielebegeisterten können bekannte und alte Spiele wie Seilspringen, Sackhüpfen oder Schussern neu entdecken. Eine Kinderkegelbahn und Dosen werfen laden zu einem kleinen Wettkampf ein. Klassiker wie „Ochs am Berg“ oder das Hüpfspiel „Himmel und Hölle?“ werden gespielt. Eine kleine Stempelrallye führt durch alle Stationen. Auf alle fleißigen Stempelsammler wartet ein kleines Geschenk an der Kasse. Für den Lausbubentag ist keine Anmeldung erforderlich. Einfach vorbeikommen und mitspielen. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
In der ersten Sommerferienwoche findet außerdem das offene Kinderferienprogramm „Museum kreativ“ am Mittwoch, den 6. August, von 11.00 – 16.00 Uhr statt. Unsere Kartoffeln sind reif! Alle Kinder sind zur Ernte eingeladen. Jedes Kind darf eine eigene Tüte der Kartoffelsorte Sieglinde mit nach Hause nehmen.

Für die Erwachsenen findet am Sonntag, den 10. August, von 14 bis 17 Uhr der Zeichenkurs „Mit dem Skizzenblock durchs Museum“ mit der Künstlerin Christa Tauser statt. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Mit verschiedenen Materialien und Techniken wird zunächst skizziert und im Anschluss werden einige der Skizzen dann mit Buntstiften coloriert. Bitte vorher anmelden unter museum@flm-amerang.de. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Internet unter www.flm-amerang.de oder unter Telefon 08075/915090.
(Quelle: Pressemitteilung FLM Amerang / Beitragsbild: Copyright Bezirk Oberbayern, ARchiv FLM Amerang)