25-jähriger stirbt nach schweren Verletzungen – Kripo ermittelt

25-jähriger stirbt nach schweren Verletzungen – Kripo ermittelt

Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Ein junger Mann ist nach einem Notfalleinsatz in Vogtareuth (Landkreis Rosenheim) im Krankenhaus verstorben. Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein zu den genauen Todesumständen.

Update: 11.5. 2026: Nach dem Tod eines 25-jährigen Mannes in Vogtareuth Anfang Mai hat die Kriminalpolizei Rosenheim die Ermittlungen inzwischen weitergeführt und zusätzliche Ergebnisse zusammengetragen. Der Mann war nach bisherigen Erkenntnissen kurz zuvor mit erheblichen Verletzungen in der Austraße aufgefunden worden und später im Krankenhaus verstorben.

Wie bereits berichtet, war der schwer verletzte 25-Jährige in den frühen Morgenstunden von Einsatzkräften entdeckt worden. Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Versorgung verstarb er wenig später.
Die ersten Maßnahmen vor Ort erfolgten durch die Polizeiinspektion Rosenheim. Die weiteren Ermittlungen übernahm noch am selben Morgen die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim. Im Zuge dessen wurden umfangreiche Spurensicherungen, Befragungen sowie Absperrmaßnahmen durchgeführt. Zahlreiche Einsatzkräfte aus verschiedenen Polizeieinheiten, die Bereitschaftspolizei, das Bayerische Landeskriminalamt sowie Rettungsdienst und Feuerwehr waren dabei im Einsatz.

Auch eine rechtsmedizinische Untersuchung wurde noch am selben Tag durchgeführt. Die ausgewerteten Spuren und bisherigen Erkenntnisse wurden anschließend in die Ermittlungen einbezogen.
Nach aktuellem Stand ergeben sich laut Polizei weiterhin keine Hinweise auf eine Beteiligung Dritter. Vielmehr gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass sich der Mann die tödlichen Verletzungen selbst zugefügt haben könnte. Die Untersuchungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Hinweis in eigener Sache

Bei Themen rund um Suizid oder mögliche Selbstverletzung kann Berichterstattung belastend sein. Hilfe finden Betroffene sowie Angehörige jederzeit anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 sowie online unter www.telefonseelsorge.de.

Erstmeldung: Am frühen Mittwochmorgen (6.5.2026) gegen 3.40 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ein Notruf ein. Ein Mann war in der Austraße in Vogtareuth bewusstlos und mit erheblichen Verletzungen aufgefunden worden.
Der 25-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er noch in den frühen Morgenstunden.

Noch vor Ort übernahm die Polizeiinspektion Rosenheim erste Maßnahmen, bevor die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, übernahm.

Wie es zu den schweren Verletzungen des Mannes kam, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Ermittler bitten in diesem Zusammenhang auch um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im Zeitraum von Dienstagabend (5. Mai 2026) bis Mittwochmorgen (6. Mai 2026) im Bereich der Austraße in Vogtareuth verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Rosenheim unter Telefon 08031 /2000 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Mann greift Polizei und Rettungskräfte im Rosenheimer Salingarten an

Mann greift Polizei und Rettungskräfte im Rosenheimer Salingarten an

Rosenheim – Was als Hilfeleistung für einen gestürzten Mann begann, endete am Dienstagabend (5. Mai 2026) im Rosenheimer Salingarten  mit einem Angriff auf Polizei- und Rettungskräfte. Der 25-Jährige, der zunächst verletzt am Boden gemeldet worden war, ging nach Eintreffen der Einsatzkräfte plötzlich auf diese los.

Im Salingarten in Rosenheim kam es am Dienstagabend (5. Mai 2026) gegen 19.45 Uhr zu einem Polizeieinsatz. Zuvor waren mehrere Notrufe eingegangen, dass ein Mann gestürzt sei und mit Verletzungen im Gesichtsbereich am Boden liege. Daraufhin wurden Beamte der Rosenheimer Polizei sowie der Rettungsdienst alarmiert.

Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf einen 25-jährigen Mann aus Somalia ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Bei der Ansprache reagierte er sofort aggressiv und ging auf die Einsatzkräfte los. Ein Polizeibeamter wurde durch Tritte in die Beine attackiert, einem weiteren Beamten spuckte der Mann ins Gesicht. Verletzungen erlitten die Einsatzkräfte nach aktuellem Stand nicht.

Der 25-Jährige wurde unter Kontrolle gebracht. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Archiv Innpuls.me)

Stark alkoholisiert im Garten eingeschlafen: Polizei bringt Mann in Gewahrsam

Stark alkoholisiert im Garten eingeschlafen: Polizei bringt Mann in Gewahrsam

Rosenheim – Gegen 23.00 Uhr am gestrigen Dienstagabend (5.5.2026) bemerkte ein Hausbesitzer in Rosenheim im Bereich Wehrfleck einen Mann in seinem Garten. Trotz Ansprache verließ der Unbekannte den Garten beziehungsweise die Terrasse nicht.

Die alarmierte Rosenheimer Polizei traf vor Ort auf den „ungebetenen Gast“. Der 45-jährige Rosenheimer war stark alkoholisiert – ein Atemalkoholtest ergab knapp drei Promille.

Da der Mann, nach den Angaben der Polizei, völlig uneinsichtig war und einem ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam, wurde er in Gewahrsam genommen. Zur Ausnüchterung verbrachte er die Nacht in einer Polizeizelle.
Gegen ihn wird nun wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Käsetoast sorgt für Feuerwehreinsatz in Rosenheim

Käsetoast sorgt für Feuerwehreinsatz in Rosenheim

Rosenheim – Ein vergessener Käsetoast hat am Montagmittag (5.5.2026) für einen Feuerwehreinsatz gesorgt.

Eine 18-jährige Frau aus der Ukraine bereitete sich in ihrer Wohnung in der Karlsbader Straße einen Käsetoast zu und vergaß diesen, nach den Angaben der Polizei, im Elektrogerät. Aufgrund der offenbar zu langen Garzeit begann der Toast zu verbrennen.
In der Folge kam es zu einer leichten Verrauchung der Wohnung. Die alarmierte Rosenheimer Feuerwehr musste vor Ort lediglich lüften. Zu einem offenen Brand kam es nicht.

Gegen die 18-Jährige wurde ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Brandverhütungsvorschriften eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Waldbrand am Saurüsselkopf: Lage stabilisiert sich – weiterhin keine Entwarnung

Waldbrand am Saurüsselkopf: Lage stabilisiert sich – weiterhin keine Entwarnung

Saurüsselkopf / Landkreis Traunstein – Die Einsatzkräfte im Gebiet rund um den Saurüsselkopf bei Ruhpolding (Landkreis Traunstein)  konnten die Lage über Nacht stabilisieren. Eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes wurde nach aktuellem Stand vorerst gestoppt. Dennoch bleibt die Situation angespannt – eine Entwarnung gibt es weiterhin nicht.

Bereits am Montag (4. Mai 2026) war um 10.05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer der Katastrophenfall ausgerufen worden (wir berichteten). Seither laufen die Löscharbeiten im schwer zugänglichen Gelände mit großem Kräfteaufgebot.

Nach Angaben des Landratsamtes Traunstein hat sich die Lage in der Nacht insgesamt deutlich beruhigt. Im westlichen Einsatzabschnitt kam es gegen Mitternacht zwar kurzzeitig zu stärkerer Flammen- und Rauchentwicklung, diese konnte jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden. Zusätzlich wurde das Gebiet gezielt benetzt, wodurch sich die Situation stabilisierte.

In der Nacht waren rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Unterstützung durch den Rettungsdienst im Einsatz. Verletzte Personen oder verletzte Einsatzkräfte wurden nicht gemeldet.

Luftunterstützung am Tag wieder im Einsatz

Mit Tagesanbruch wurden die Löscharbeiten aus der Luft wieder aufgenommen. Insgesamt sind im Laufe des Vormittags zunächst neun Hubschrauber im Einsatz vorgesehen. Der Kräfteansatz am Boden bleibt dabei auf hohem Niveau und wird laufend an die Lage angepasst.

Die betroffene Fläche wird derzeit auf eine dreistellige Hektarzahl geschätzt. Eine genauere Bewertung ist erst nach Abschluss der Löscharbeiten möglich, da auch Glutnester und schwer zugängliche Brandbereiche berücksichtigt werden müssen.

Weiterhin kommt es im Raum Ruhpolding und Umgebung zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen. Nach aktuellen Prognosen kann sich diese Belastung im Tagesverlauf auch in Richtung Norden ausweiten. Die Lage wird fortlaufend überwacht.

Schutz von Trinkwasser und Bevölkerung im Fokus

Zentrales Ziel der Einsatzmaßnahmen bleibt der Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung oder die Trinkwasserversorgung besteht nach aktuellem Stand nicht.

Die bestehenden Sperrungen – darunter Betretungs- und Befahrungsverbote sowie die Sperrung der B305 – bleiben weiterhin aufrechterhalten. Das Einsatzgebiet darf nicht betreten werden. Auch der Einsatz privater Drohnen ist untersagt.

Die Behörden appellieren zudem weiterhin, das Gebiet weiträumig zu meiden und Zufahrten freizuhalten.

Ursachen noch unklar – Pressegespräch am Nachmittag

Zur Brandursache liegen weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Für die Bevölkerung bleibt ein Bürgertelefon des Landratsamtes Traunstein eingerichtet, das täglich erreichbar ist. Zudem informiert die Behörde fortlaufend über ihre Kanäle.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunstein / Beitragsbild: Copyright  Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Rosenheim in voller Blüte: Kastanien färben Straßen in Weiß und Rot

Rosenheim in voller Blüte: Kastanien färben Straßen in Weiß und Rot

Rosenheim – In Rosenheim hängt der Frühling derzeit nicht nur in der Luft – er zeigt sich in voller Blüte. Entlang der Rathausstraße und in vielen anderen Bereichen der Innenstadt setzen Kastanienbäume derzeit kräftige Akzente in Weiß und Rot und verwandeln Straßenzüge für kurze Zeit in ein auffälliges Naturbild.

Was dabei auf den ersten Blick einfach nur schön aussieht, hat deutlich mehr Hintergrund, als man vermuten würde. Es geht um unterschiedliche Baumarten, erstaunliche Eigenschaften der Kastanie und um Fragen, die im Alltag oft kaum beachtet werden – obwohl sie direkt vor der Haustür sichtbar sind.

Zwei Farben, zwei Geschichten

Die weiß blühenden Kastanien sind die klassische Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Die rot blühenden Bäume stammen meist von der rotblühenden Rosskastanie (Aesculus × carnea), einer Kreuzung aus der gewöhnlichen Rosskastanie und einer nordamerikanischen Art.

Die unterschiedlichen Farben haben also nichts mit Standort oder Pflege zu tun, sondern sind genetisch bedingt. Während die weiße Kastanie seit Jahrhunderten in Europa verbreitet ist, wurde die rote gezielt gezüchtet und gilt als etwas robuster gegenüber bestimmten Belastungen im städtischen Raum.

10 Fakten zur Kastanienblüte.
  1. Die Blütenstände wirken wie Kerzen und können bis zu 30 Zentimeter lang werden.
  2. Kastanienblüten liefern sehr viel Nektar und sind damit eine wichtige frühe Nahrungsquelle für Bienen.
  3. Weiß und Rot stehen für unterschiedliche Arten, nicht für unterschiedliche Umweltbedingungen.
  4. Die Rosskastanie ist botanisch nicht mit der Edelkastanie verwandt.
  5. Die Hauptblüte dauert meist zwei bis drei Wochen.
  6. Kastanienbäume können über 100 Jahre alt werden und ganze Straßenzüge prägen.
  7. Die bekannten Kastanienfrüchte sind für Menschen nicht essbar, werden aber von Tieren genutzt.
  8. Aus den Samen wird der Wirkstoff Aescin gewonnen, der in Arzneimitteln gegen Venenbeschwerden eingesetzt wird.
  9. Die Blüten selbst spielen medizinisch keine direkte Rolle – entscheidend sind die Inhaltsstoffe der Samen.
  10. Wetterumschwünge wie Kälte oder Starkregen können die Blütezeit deutlich verkürzen – und das bedeutet bei den aktuellen Wetteraussichten – den Anblick  heute noch in vollen Zügen genießen. 👀
Wegen festgefahrener Umbaupläne: Roter Teppich auf dem Max-Josefs-Platz ausgerollt

Wegen festgefahrener Umbaupläne: Roter Teppich auf dem Max-Josefs-Platz ausgerollt

Rosenheim – Ein roter Teppich mitten in der Rosenheimer Innenstadt – was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, hatte am gestrigen Dienstagmittag (5.5.2026)  einen klaren Hintergrund. Die Aktion sollte zeigen, wo Barrieren im Alltag beginnen.

Roter Teppich für mehr Barrierefreiheit 2026 Mai in der Rosenheimer Fußgängerzone. Fotos: Josefa Staudhammer

Auf den roten Teppich durch die Rosenheimer Fußgängerzone- für mehr Barrierefreiheit in der Stadt. Fotos: Josefa Staudhammer

Die Projektgruppe „Barrierefreies Bauen in Stadt und Landkreis Rosenheim“ rollte auf dem Max-Josefs-Platz den Teppich aus. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der jedes Jahr am 5. Mai bundesweit begangen wird. 2026 stand er unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“.

Der Ort für die Aktion war dabei bewusst gewählt. Denn gerade der Max-Josefs-Platz steht seit Jahren wegen seiner Pflasterung in der Kritik – und aktuell auch wieder im Fokus, weil geplante Verbesserungen ins Stocken geraten sind.

Pflaster sorgt weiter für Probleme

Was auf den ersten Blick kaum auffällt, kann im Alltag schnell zum Hindernis werden.. Die unebene Oberfläche der Fußgängerzone erschwert nicht nur Rollstuhlfahrern das Vorankommen. „Wenn man über den Max-Josefs-Platz einen Rollstuhl schiebt, hat man nachher Schmerzen in den Schultern durch das ewige Gerüttel“, berichtete Rosenheims Gleichstellungsbeauftragte Christine Mayer aus eigener Erfahrung.

Auch ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen schildern ähnliche Probleme. Das gelegentliche Auffüllen der Fugen mit Sand sei dabei keine nachhaltige Lösung. „Der wascht sich doch immer schnell wieder heraus“, meinte ein Teilnehmer, der trotz sommerlicher Temperaturen über den roten Teppich fuhr, um ein Zeichen zu setzen.

Umbau blockiert – Forderung nach schneller Lösung

Dabei schien eine Verbesserung bereits auf den Weg gebracht: Im Dezember hatte der Rosenheimer Stadtrat den barrierefreien Umbau der Fußgängerzone einstimmig beschlossen. Grundlage war ein Vorschlag der Initiative für barrierefreies Bauen.

Doch die Umsetzung liegt derzeit auf Eis. Das Architekturbüro, das den Platz in den 1980er Jahren geplant hatte, meldete urheberrechtliche Ansprüche an und will bei einer Neugestaltung mitreden.

Die Projektgruppe will diesen Stillstand nicht hinnehmen und plädiert für eine pragmatische Zwischenlösung. Vorgeschlagen wird ein barrierefreier Streifen durch die Fußgängerzone – in etwa dort, wo auch der rote Teppich verlief. Großflächige, fugenfreie Pflastersteine könnten hier kurzfristig Abhilfe schaffen. Das Provisorium könnte bestehen bleiben, bis eine endgültige Lösung gefunden ist – so die Argumentation.  „Wir können nicht wieder weitere zehn Jahre und länger warten, bis sich endlich etwas tut. Wir wollen jetzt eine Verbesserung“, lautete das klare Signal beim Aktionstag.

Bereits 2022 war zum Protesttag ein roter Teppich in Rosenheim ausgerollt worden – damals vor der St. Nikolauskirche am Ludwigsplatz (wir berichteten). Die Forderung nach mehr Barrierefreiheit ist seitdem geblieben. Und sie ist aktueller denn je.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Sommer als Belastungsprobe: So bleibt der Gartenteich auch bei Hitze im Gleichgewicht

Sommer als Belastungsprobe: So bleibt der Gartenteich auch bei Hitze im Gleichgewicht

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Viele Gartenbesitzer lieben es, im Sommer an ihrem Teich zu sitzen. Dabei sollten sie sein ökologisches Gleichgewicht gut im Blick behalten, denn je kleiner der Teich, desto störanfälliger ist das System. Verschiedene Faktoren spielen bei Hitze eine Rolle.

Gartenteiche sind meist abgeschlossene Kleingewässer, haben also keinen permanenten Frischwasserzulauf. Daher reagieren sie besonders anfällig auf Umwelteinflüsse. „Warme Sommermonate können Teiche und ihre Bewohner stark belasten“, erklärt Jonas Liebhauser, Fachreferent für Heimtiere vom Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V. aus Hambrücken. „Deshalb ist es wichtig, im Ernstfall mit dem entsprechenden Know-how einschreiten zu können.“

Das sind die Herausforderungen, die am häufigsten auftreten:

Fische leiden unter Sauerstoffmangel

Bei anhaltender Sommerhitze kann sich das Teichwasser stark erwärmen, vor allem in flacheren Gartenteichen. Temperaturen über 24 Grad Celsius sind für viele Teichbewohner eine Belastungsprobe, da warmes Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen kann. „Besonders nachts, wenn keine Photosynthese durch Pflanzen stattfindet und wenn Fäulnisprozesse einsetzen, kann der Sauerstoffgehalt gefährlich absinken“, warnt Liebhauser. „Anzeichen für zu geringe Sauerstoffwerte im Teich sind unter anderem, dass Fische sich verstärkt an der Wasseroberfläche aufhalten, sehr apathisch sind oder gar nach Luft schnappen.“ Abhilfe können beispielsweise Belüftungspumpen oder sogenannte Oxydatoren schaffen.

Um kühlere Zonen im Teich zu ermöglichen, in die sich die Fische bei starker Hitze zurückziehen können, kann ein Sonnensegel oder ein anderer Schattenspender installiert werden. Denn hohe Wassertemperaturen können auch die Entstehung von Krankheiten begünstigen. Die Nahrungsaufnahme sollte eher in den kühleren Tageszeiten, also in den Morgen- oder Abendstunden, erfolgen. „Zudem sollte die Fütterung angepasst werden, zu empfehlen sind täglich 2-4 kleinere Portionen“, empfiehlt der Teichexperte.

Wasserverlust durch Verdunstung

Hohe Temperaturen führen zu einer stärkeren Verdunstung. Teichbesitzer sollten daher vor allem während Hitzeperioden den Wasserstand regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf Wasser nachfüllen – im Idealfall Leitungswasser, da es im Gegensatz zu Regenwasser viele für den Teich wichtige Mineralstoffe enthält. Gerade im Sommer ist es wichtig, dass die Teichtechnik, beispielsweise Filter, ordnungsgemäß funktioniert.

Übermäßiges Algenwachstum

Ein Übermaß an Wärme und Nährstoffen durch Laub, Pollen oder zu häufige Fütterungen ist im Sommer die perfekte Grundlage für massives Algenwachstum. „Das kann das Gleichgewicht im Teich erheblich stören“, sagt Liebhauser. Er empfiehlt als Maßnahmen gegen eine Algenblüte UV-C-Klärer, mechanische Entfernung oder Filtermaterialien, die gezielt Nährstoffe binden.

Auch Teichpflanzen können Abhilfe schaffen: „Gerade echte Wasserpflanzen wie die Krebsschere (Stratiotes aloides), der Gewöhnliche Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis) oder die Wasserfeder (Hottonia palustris) sind wichtige Helfer im Teich, da sie Sauerstoff produzieren und Nährstoffe aus dem Wasser ziehen, um sie für ihr eigenes Wachstum zu verwenden“, sagt Liebhauser. „Auch Pflanzen, die klassischerweise am Teichrand gepflanzt werden, wie Schilfrohr (Phragmites australis) oder Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), helfen dabei, dem Teichwasser Nährstoffe zu entziehen.“ Sterben Teile dieser Pflanzen ab, sollte der Teichbesitzer diese biologische Masse in regelmäßigen Abständen aus dem Teich entfernen.

Planung und Pflege sind der beste Schutz

Ein vorausschauendes Management ist der beste Schutz, damit Teichbesitzer im Sommer nicht hektisch handeln müssen. Liebhauser empfiehlt, im Frühjahr und Sommer mindestens zweiwöchentlich das Teichwasser zu analysieren und dabei insbesondere die belastenden Nährstoffe zu messen. „Am besten geschützt ist aber immer noch ein Teich, der ausreichend groß und tief ist, nicht direkt von der Sonne bestrahlt wird und sinnvoll bepflanzt ist.“
(Quelle: Pressemitteilung IVH/BNA / Beitragsbild: Symbolfoto re)

B305 zwischen Seehaus und Hinterpoint: Vollsperrung und Bauarbeiten bis Ende Juli

B305 zwischen Seehaus und Hinterpoint: Vollsperrung und Bauarbeiten bis Ende Juli

Seehaus / Hinterpoint – Auf der Bundesstraße 305 zwischen Seehaus und Hinterpoint starten am 8. Juni umfangreiche Bauarbeiten. Bis voraussichtlich Ende Juli kommt es rund um Ruhpolding und Reit im Winkl zu Sperrungen, Umleitungen und Verkehrsbehinderungen.

Ziel der Arbeiten ist neben der Sanierung der Fahrbahnoberfläche vor allem der Schutz der Trinkwasserqualität im angrenzenden Wasserschutzgebiet. Die Maßnahmen sind bis voraussichtlich 31.7.2026 angesetzt und werden in mehreren Bauabschnitten umgesetzt.

Erster Bauabschnitt: Vollsperrung zwischen Seehaus und Biathlonzentrum

Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich von Seehaus bis zum Biathlonzentrum und läuft vom 8.6. bis voraussichtlich 20.6. In diesem Zeitraum wird die Fahrbahn im sogenannten Hocheinbau saniert.
Während der Bauarbeiten ist die Bundesstraße in diesem Abschnitt vollständig gesperrt.
Parallel dazu finden zwischen Hinterpoint und dem Biathlonzentrum punktuelle Kleinflächensanierungen statt. Hier wird der Verkehr einspurig mit Ampelregelung geführt. Das Biathlonzentrum sowie die Weiler Fritz am Sand und Laubau bleiben von Ruhpolding aus erreichbar. Eine Verbindung nach Reit im Winkl ist während dieser Phase jedoch nicht möglich.

Umleitungen großräumig eingerichtet

Der Verkehr zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl wird während der Vollsperrung weiträumig umgeleitet. Die Umleitung führt ab Siegsdorf über die Autobahn A8 nach Grabenstätt und weiter über die Staatsstraße 2096 nach Marquartstein und schließlich nach Reit im Winkl.

Zweiter Bauabschnitt: Neue Entwässerungsanlage

Im zweiten Bauabschnitt steht der Neubau einer modernen Entwässerungsanlage im Fokus. Die Arbeiten betreffen den Bereich zwischen Laubau und Fritz am Sand und dienen insbesondere dem Schutz der Wasserschutzgebiete der Stadt Traunstein sowie der Gemeinde Ruhpolding.
Dabei werden neue Systeme zur Sammlung und Vorreinigung von Straßenoberflächenwasser installiert. Durch die Trennung von Straßen- und Hangwasser soll verhindert werden, dass bei möglichen Unfällen Schadstoffe wie Kraftstoffe oder Öle ins Grundwasser gelangen.
Die Arbeiten erfolgen unter halbseitiger Verkehrsführung mit Ampelregelung.

Arbeiten bis Ende Juli geplant

Der zweite Bauabschnitt ist für den Zeitraum vom 22.6. bis voraussichtlich 31.7. vorgesehen. In dieser Phase ist die Strecke zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl wieder befahrbar, allerdings mit Einschränkungen durch die Verkehrsführung.
Witterungsbedingt kann es zu Verzögerungen im Bauablauf kommen, da die Maßnahmen von geeigneten, trockenen Bedingungen abhängig sind.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Radsport: Red Bull – Bora – hansgrohe setzt beim Giro d’Italia auf Hindley und Pellizzari

Radsport: Red Bull – Bora – hansgrohe setzt beim Giro d’Italia auf Hindley und Pellizzari

Italien / Raubling – Das Radsport-Team Red Bull – Bora – hansgrohe startet mit klaren Ambitionen in den Giro d’Italia 2026. Mit Jai Hindley und Giulio Pellizzari setzt das Team auf zwei Kapitäne für die Gesamtwertung.

Red Bull – Bora – hansgrohe geht beim diesjährigen Giro d’Italia mit einem auf die Gesamtwertung ausgerichteten Aufgebot an den Start. Im Fokus stehen dabei die beiden Kapitäne Jai Hindley und Giulio Pellizzari, die über drei anspruchsvolle Wochen hinweg um eine Top-Platzierung kämpfen sollen.

Die 109. Ausgabe der Italien-Rundfahrt beginnt am 8. Mai im bulgarischen Nessebar und führt das Fahrerfeld bis nach Rom. Mit sieben Bergankünften, einem langen Einzelzeitfahren sowie einer besonders fordernden Schlusswoche gilt die Strecke als vielseitige Herausforderung für Klassementfahrer.

Erfahrung und Entwicklung im Fokus

Mit Hindley setzt das Team auf einen Fahrer, der den Giro bereits gewinnen konnte. Der Australier triumphierte 2022 unter anderem am Blockhaus – jenem Anstieg, der auch in diesem Jahr früh im Rennen eine Schlüsselrolle spielt.
An seiner Seite steht mit Pellizzari ein aufstrebender Fahrer, der bei seiner Heim-Rundfahrt zunehmend Verantwortung übernimmt und sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt hat.

Starkes Team für alle Etappenprofile

Unterstützt werden die beiden Kapitäne von einem vielseitig aufgestellten Team. Aleksandr Vlasov bringt zusätzliche Kletterstärke ein und kann insbesondere in den Bergen eine wichtige Rolle spielen.
Für Unterstützung an den Anstiegen sorgen zudem Giovanni Aleotti und Ben Zwiehoff. Auf flacheren und welligen Etappen setzen die Verantwortlichen auf die Erfahrung und Durchsetzungsfähigkeit von Mick van Dijke, Gianni Moscon und Nico Denz.

Denz bringt zudem Erfolgsbilanz mit: Der Deutsche konnte beim Giro bereits mehrere Etappensiege feiern und gilt als wichtiger Faktor für mögliche Tageserfolge.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Musikgottesdienst in Rosenheim: Bach-Kantate und Choräle in der Erlöserkirche

Musikgottesdienst in Rosenheim: Bach-Kantate und Choräle in der Erlöserkirche

Rosenheim – In der Erlöserkirche Rosenheim findet am Sonntag, 10. Mai, ein besonderer Musikgottesdienst statt. Ab 10 Uhr stehen Werke von Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt im Mittelpunkt.

Gestaltet wird der Gottesdienst vom Chor an der Erlöserkirche unter der Leitung von Dekanatskantorin Seonghyang Kim, die zugleich auch die Orgel spielt. Die liturgische Leitung und Predigt übernimmt Prädikant Helmut Franke. Die Orgelbegleitung übernimmt zusätzlich Kaori Mune-Maier.
Im Mittelpunkt steht das Werk des evangelischen Liederdichters Paul Gerhardt. Unter dem Thema „Du meine Seele, singe“ erklingen zahlreiche seiner bekannten Choräle. Die Gemeinde ist dabei sowohl zum Mitsingen als auch zum Zuhören eingeladen.

Geistliche Musik von Bach und Gerhardt im Mittelpunkt

Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der Musik von Johann Sebastian Bach. Aus dessen zweitem Leipziger Kantatenjahrgang wird die Choralkantate „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“ (BWV 92) aufgeführt. Das Werk basiert auf einem Kirchenlied Paul Gerhardts aus dem Jahr 1647 und wird in Teilen im Gottesdienst präsentiert.
Darüber hinaus sind verschiedene Melodiefassungen des Chorals „Befiehl du deine Wege“ zu hören, die die musikalische Vielfalt rund um Gerhardts Texte widerspiegeln.
Quelle: Pressemitteilung Evangelische Erlöserkirche Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bauarbeiten im Netz Chiemgau-Inntal: Fahrplanänderungen zwischen München, Holzkirchen und Rosenheim

Bauarbeiten im Netz Chiemgau-Inntal: Fahrplanänderungen zwischen München, Holzkirchen und Rosenheim

Rosenheim – Wegen Bauarbeiten der DB InfraGO AG kommt es am 11. und 12. Mai zu Einschränkungen im Bahnverkehr im Netz Chiemgau-Inntal. Betroffen ist unter anderem die Strecke zwischen München, Holzkirchen und Rosenheim mit Fahrplanänderungen, Ausfällen und Schienenersatzverkehr.

Die DB InfraGO AG führt Bauarbeiten durch, die am Montag, 11., und Dienstag, 12. Mai, Auswirkungen auf die Zugverbindungen der BRB im Netz Chiemgau-Inntal haben. Auf der Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim kommt es nachts in beiden Richtungen zu Fahrplanänderungen, zum Ausfall einzelner SEV-Verbindungen zwischen Holzkirchen und Westerham sowie zu Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zwischen Holzkirchen und Westerham, Bruckmühl beziehungsweise Rosenheim.

Fahrgäste finden auf der Webseite (www.brb.de) Sonderfahrpläne zum Download. Im Sonderfahrplan nicht aufgeführte Zugverbindungen fahren an allen Tagen ohne Abweichung nach dem Regelfahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)