Junger Bartgeier Alosa verlässt Auswilderungsnische früher als erwartet

Junger Bartgeier Alosa verlässt Auswilderungsnische früher als erwartet

Berchtesgaden – Der erst vor wenigen Tagen ausgewilderte junge Bartgeier „Alosa“ hat im Nationalpark Berchtesgaden für eine ungewöhnlich frühe Entwicklung im laufenden Projekt gesorgt. Der Jungvogel verließ die gesicherte Felsnische bereits nach kurzer Zeit und erkundet seitdem die Umgebung.

Früher Abflug überrascht Projektteam

Alosa wurde am 24. Juni gemeinsam vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und dem Nationalpark Berchtesgaden in rund 1.300 Metern Höhe ausgewildert. Bereits nach zwei Tagen verließ der Junggeier die geschützte Auswilderungsnische – deutlich früher als üblich.

Nach Angaben des Projektteams zeige sich der Vogel derzeit stabil und habe bereits Nahrung aufgenommen. Allerdings fehle ihm noch Erfahrung, etwa beim gezielten Anfliegen von Futterstellen. Auch die schwierigen Thermikbedingungen erschwerten derzeit die Orientierung in der Umgebung. Der Vogel werde deshalb engmaschig beobachtet.

Ungewöhnliches Verhalten schon seit Beginn

Laut Projektteam zeigte sich Alosa bereits bei der Vorbereitung und Auswilderung auffällig aktiv. Auch nach dem Verlassen der Nische erkundete der Junggeier zunächst das unmittelbare Umfeld und bewegte sich zeitweise außerhalb des gesicherten Bereichs.
Nach einer Rückführung in die Nische und zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen nutzte Alosa kurze Zeit später eine günstige Gelegenheit und flog schließlich in eine nahegelegene Steilwand ab. Dort wird der Junggeier seither weiter beobachtet.

Normalerweise bleiben junge Bartgeier nach der Auswilderung mehrere Wochen in der geschützten Nische, um ihre Flugmuskulatur aufzubauen und erste Flugversuche vorzubereiten.
Das Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers wird in diesem Jahr unter anderem vom Bayerischen Naturschutzfonds unterstützt.
(Quelle: LBV / Nationalpark Berchtesgaden / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Beziehungsstreit am Münchner Ostbahnhof eskaliert

Beziehungsstreit am Münchner Ostbahnhof eskaliert

München – Ein Streit zwischen einem jungen Paar ist am Mittwochabend (1.7.2026) im Münchner Ostbahnhof eskaliert. Eine 19-Jährige soll ihren Partner mit einer Plastikflasche attackiert und ihn anschließend am Weggehen gehindert haben.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Bundespolizei über eine Auseinandersetzung in einem Schnellimbiss im Ostbahnhof informiert. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine 19-jährige Frau aus München und ihren 22-jährigen Partner.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet das Paar aus bislang ungeklärter Ursache in einen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll die 19-Jährige ihrem Partner eine gefüllte Plastikflasche gegen den Kopf geworfen haben. Zudem soll sie ihn festgehalten sowie geschlagen und getreten haben, sodass er sich nicht entfernen konnte.
Der 22-Jährige blieb nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung. Ein Atemalkoholtest bei der 19-Jährigen ergab keine Hinweise auf Alkoholkonsum. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide Beteiligten vor Ort entlassen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die 19-Jährige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Nötigung. Zudem werden Videoaufzeichnungen des Tatorts ausgewertet. Die Frau war bereits zuvor polizeilich wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Historischer Dachstuhl im Finanzamt Ebersberg aufwendig saniert

Historischer Dachstuhl im Finanzamt Ebersberg aufwendig saniert

Ebersberg – Der historische Dachstuhl im Finanzamt Ebersberg ist umfassend saniert und dauerhaft gesichert worden. Die Arbeiten sind abgeschlossen und schaffen die Grundlage für den geplanten Ausbau des Dachgeschosses.

Unerwartet großer Sanierungsbedarf

Ursprünglich waren die Maßnahmen als kleinere Sanierung im Zuge des Dachgeschossausbaus vorgesehen. Bei der vollständigen Öffnung des Dachstuhls zeigte sich jedoch, dass die Schäden deutlich umfangreicher waren als erwartet. Ohne zusätzliche Verstärkungen und Reparaturen hätte die historische Konstruktion nicht erhalten werden können. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde deshalb eine umfassende Sanierung umgesetzt.

Dabei wurden spätere Einbauten im Dachstuhl zurückgebaut und die beschädigte Konstruktion instand gesetzt. Fehlende Bauteile wurden ersetzt, um die Stabilität dauerhaft zu sichern. Auch die Dachgauben mussten aufgrund ihres schlechten Zustands erneuert und teilweise ergänzt werden, um ein einheitliches Erscheinungsbild herzustellen.

Fassadenarbeiten und moderne Technik im Bestand

Im weiteren Verlauf wurden Fassade und Dach äußerlich überarbeitet. Fenster und Fensterläden wurden instand gesetzt und neu gestrichen, Putzflächen ausgebessert. Die Farbgestaltung orientiert sich an historischen Befunden, die durch sogenannte Sondagen freigelegt wurden. Die Dacheindeckung erfolgte mit Biberschwanzziegeln entsprechend dem historischen Bestand.

Zusätzlich wurden energetische Verbesserungen umgesetzt, darunter eine Dämmschicht im Dachbereich sowie neue Fenster. Ein Aufzug sorgt künftig für eine barrierefreie Erschließung aller Geschosse. Der laufende Betrieb des Finanzamts war während der Arbeiten weitgehend nicht beeinträchtigt.

Vorbereitung für neue Nutzung

Mit Abschluss der Sanierung ist der Dachstuhl gesichert und das Dachgeschoss für die künftige Nutzung vorbereitet. Geplant sind dort zusätzliche Arbeitsplätze sowie ein Besprechungs- und Aufenthaltsraum für die Beschäftigten.
Das Gebäude am Schlossplatz ist Teil des historisch gewachsenen Klosterbezirks Ebersberg, dessen Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Der heutige Bau wurde nach einem Brand im Jahr 1781 wiedererrichtet.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Fotomontage Staatliches Bauamt Rosenheim)

BMW-Treffen in Kammer mit rund 400 Fahrzeugen

BMW-Treffen in Kammer mit rund 400 Fahrzeugen

Kammer / Traunstein – Chrom, Klassiker und moderne Sportwagen: Das BMW-Treffen am Gasthaus zur Post in Kammer geht am Samstag, 4. Juli, in eine neue Runde. Ab 10 Uhr wird das Gelände erneut zum Treffpunkt für Fans der Münchner Traditionsmarke.

Die Organisatoren Anja Mayer-Helmberger und Matthias Mayer erwarten in diesem Jahr rund 300 bis 400 Fahrzeuge und Motorräder. Besitzer von BMW-Fahrzeugen sind eingeladen, ihre Fahrzeuge ohne Anmeldung zu präsentieren. Unterstützt werden sie dabei vom Jugendstammtisch und zahlreichen Helfern.

Das Treffen hat sich in der Szene längst über die Region hinaus einen Namen gemacht. Auch in diesem Jahr werden Teilnehmer aus Österreich und verschiedenen Teilen Bayerns erwartet, erstmals auch aus Neu-Ulm.
Für Atmosphäre sorgt der Biergarten des Gasthauses zur Post an der Pallinger Straße, begleitet von Blasmusik. Hauptsponsor ist die MOTORHEIMAT Wagner-Schwarz, die mit einem eigenen Stand vertreten ist.

Neben der Fahrzeugausstellung gibt es ein Rahmenprogramm mit Maßkrugschieben, Bierkistenstapeln und Tombola. Auch eine Hüpfburg für Kinder ist wieder vorgesehen.
Das Treffen dauert den ganzen Tag und klingt am Nachmittag in geselliger Runde aus.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Pkw prallt nach Unfall mit Gülleanhänger gegen Kuhstall

Pkw prallt nach Unfall mit Gülleanhänger gegen Kuhstall

Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Ein technischer Defekt an einem Gülleanhänger hat am Mittwochmittag (1.7.2026) auf der St2359 bei Vogtareuth zu einem Unfall geführt. Ein Autofahrer wurde dabei verletzt, sein Wagen prallte anschließend gegen eine Stallwand.

Gegen 12.44 Uhr war ein 35-jähriger Mann aus Stephanskirchen mit seinem Pkw auf der Staatsstraße in Richtung Süden unterwegs. In der Gegenrichtung fuhr ein 35-jähriger Landwirt aus Vogtareuth mit einem Traktor und einem Gülleanhänger.
Auf Höhe Tödtenberg löste sich am Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache das Schleppschlauchgestänge auf der linken Seite und ragte in den Gegenverkehr. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und stieß frontal mit dem Gestänge zusammen. In der Folge verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte wenige Meter später gegen die Wand eines Kuhstalls.

Der 35-Jährige wurde verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Traktorfahrer blieb unverletzt.

Am Pkw entstand Totalschaden, auch der Gülleanhänger wurde stark beschädigt und ist nicht mehr einsatzbereit. Zudem wurde die Stallwand beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Das Auto musste abgeschleppt werden. Die Polizei ermittelt zur genauen Ursache des technischen Defekts.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Malteser Rosenheim verstärken Katastrophenschutz mit neuen Ehrenamtlichen

Malteser Rosenheim verstärken Katastrophenschutz mit neuen Ehrenamtlichen

Rosenheim – Der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz der Malteser in Rosenheim hat Verstärkung bekommen. Zwölf Ehrenamtliche haben nach rund einem halben Jahr ihre Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen und stehen künftig für Einsätze in den Schnelleinsatzgruppen bereit.

Die neuen Helfer sollen in den kommenden Monaten gezielt in verschiedenen Fachbereichen weiter ausgebildet werden. Dazu gehören unter anderem Technik und Sicherheit, Betreuung, Verpflegung, Behandlung und Transport.
Ziel der Ausbildung ist es, die Einsatzkräfte bestmöglich auf unterschiedliche Schadenslagen vorzubereiten – etwa bei Unwettern, längeren Stromausfällen oder größeren Unglücken.

Einsatzkräfte für verschiedene Aufgabenbereiche

Während der Grundausbildung erhielten die Teilnehmer nach Angaben der Malteser sowohl theoretische als auch praktische Inhalte. Unter Leitung von Andy Lukas, Gruppenführer der Schnelleinsatzgruppe Transport, wurden sie von Beginn an in die aktive Helferschaft eingebunden.
Die neuen Ehrenamtlichen verstärken künftig die Schnelleinsatzgruppen wie folgt: SEG Technik und Sicherheit mit drei Helfern, SEG Betreuung mit einem Helfer, SEG Verpflegung mit einer Helferin, SEG Behandlung mit vier Helfern sowie SEG Transport mit drei Helfern.

Nach Angaben der Malteser zeigen sich Stadt- und Kreisbeauftragter Manfred Gebert sowie der Leiter Einsatzdienste Kevin Braun erfreut über den Zuwachs. Der Ausbau der Helferstruktur sei wichtig, um im Einsatzfall schnell reagieren zu können – etwa bei der Betreuung Betroffener oder der Unterstützung des Rettungsdienstes.

Ehrenamt weiterhin gefragt

Andy Lukas betonte, dass jederzeit weitere Interessierte willkommen seien. Die Einsatzmöglichkeiten im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz seien vielfältig und eigneten sich auch für Menschen ohne Vorerfahrung. Für jede Person könne ein passendes Ausbildungsprogramm zusammengestellt werden, so Lukas. Ein Engagement sei zudem auch nach dem Berufsleben möglich.

Weitere Informationen gibt es unter www.malteser-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/809570.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gericht stoppt vorerst Bauarbeiten am Fellhorn-Sessellift

Gericht stoppt vorerst Bauarbeiten am Fellhorn-Sessellift

Oberstdorf / Landkreis Oberallgäu – Die Bauarbeiten für den geplanten Neubau eines Sessellifts am Fellhorn müssen vorerst ruhen. Das Verwaltungsgericht Augsburg hat den Sofortvollzug der Genehmigung aufgehoben. Geklagt hatte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV).

Nach Angaben des LBV bestätigt das Gericht in seiner Eilentscheidung erhebliche rechtliche Zweifel an dem Vorhaben. Ob der Bau letztlich zulässig ist, wird allerdings erst im Hauptsacheverfahren entschieden. Mit dem Beschluss dürfen die Bauarbeiten zunächst nicht fortgesetzt werden.

LBV sieht sich in Kritik bestätigt

LBV-Geschäftsführer Helmut Beran erklärte, das Gericht bestätige die Kritik des Verbandes, wonach der Verzicht auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Bauprojekt rechtlich angreifbar sei und möglicherweise gegen europäisches Recht verstoße. Der Beschluss sei aus Sicht des Verbandes ein deutliches Signal, auch wenn die endgültige Entscheidung noch ausstehe.

Mit dem 3. Modernisierungsgesetz habe Bayern  die Anforderungen an Umweltprüfungen beim Bau von Seilbahnen  deutlich gesenkt. Beran kritisierte, dass Eingriffe in sensible Naturräume dadurch nicht mehr in allen Fällen umfassend geprüft würden. Nach Auffassung des Verbandes zeige der aktuelle Gerichtsbeschluss, dass diese Regelung rechtlich fragwürdig sein könnte.

Forderung nach Baustopp bis zur Entscheidung

Der LBV fordert die Fellhornbahn AG auf, sämtliche Bauarbeiten – einschließlich des Neubaus von Pisten – bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren einzustellen. Zur Begründung verweist der Verband darauf, dass bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung keine weiteren Eingriffe erfolgen sollten.

Nach Angaben des LBV betreffen die geplanten Baumaßnahmen den Bereich Scheidtobel. Dieser liegt teilweise im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen sowie in einem FFH-Gebiet und einem europäischen Vogelschutzgebiet. Das Gebiet dient unter anderem dem Schutz des in Bayern vom Aussterben bedrohten Birkhuhns und zählt nach Angaben des Verbandes zu dessen letzten Rückzugsräumen im Freistaat.
(Quelle: Pressemitteilung Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Aufmerksame Kundin vereitelt Ladendiebstahl in Hausham

Aufmerksame Kundin vereitelt Ladendiebstahl in Hausham

Hausham / Landkreis Miesbach – Der Diebstahl von Waren im Wert von knapp 500 Euro aus einem Discounter in Hausham ist am Dienstagnachmittag (30.7.2026) an einer aufmerksamen Kundin gescheitert. Zwei Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Polizei sucht nun die wichtige Zeugin.

Gegen 16.50 Uhr füllten nach Angaben der Polizei zwei Männer in einem Discounter in der Industriestraße einen Einkaufswagen bis über den Rand mit Waren. Anschließend verließ einer der beiden den Markt und öffnete von außen die Eingangstür. Der zweite Mann schob den voll beladenen Einkaufswagen daraufhin aus dem Geschäft.
Eine Kundin bemerkte den Vorfall und informierte eine Mitarbeiterin des Discounters. Diese traf die beiden Männer wenig später zusammen mit einem dritten Mann an dessen Fahrzeug an und sprach sie an.

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Alarmierte Streifen der Polizeiinspektionen Miesbach und Bad Wiessee nahmen die drei rumänischen Staatsangehörigen im Alter von zweimal 25 Jahren und 19 Jahren vorläufig fest.
Da das Diebesgut einen Wert von knapp 500 Euro hatte und keiner der drei Männer einen festen Wohnsitz in Deutschland besitzt, ordnete die Staatsanwaltschaft München II unter dem Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Diebstahls die Vorführung beim Haftrichter an.

Dieser erließ am Mittwoch (1.7.2026) gegen die beiden 25-jährigen Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehle. Beide wurden in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen den 19-Jährigen bestand nach weiteren Ermittlungen kein dringender Tatverdacht mehr. Er blieb deshalb von der Untersuchungshaft verschont.

Polizei sucht wichtige Zeugin

Die Kundin, die den Diebstahl bemerkt und damit maßgeblich zur Aufklärung beigetragen hatte, verließ den Ort noch vor dem Eintreffen der Polizei.
Die Polizeiinspektion Miesbach bittet die Frau, sich unter der Telefonnummer 08025/2990 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Workshop: Naturkosmetik selbst herstellen

Workshop: Naturkosmetik selbst herstellen

Amerang / Landkreis Rosenheim – Handcreme, Lippenbalsam und Deo aus natürlichen Zutaten selbst herstellen: Dazu lädt das Freilichtmuseum Amerang (Landkreis Rosenheim) am Sonntag, 12. Juli, bei einem zweistündigen Workshop rund um Naturkosmetik ein.

Der Kurs „Naturkosmetik für den Sommer“ findet von 10 bis 12 Uhr im Freilichtmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern statt. Gemeinsam mit Kursleiterin Monika Voggenauer stellen die Teilnehmer drei Pflegeprodukte her: eine cremige Handcreme, einen pflegenden Lippenbalsam auf Basis von Bio-Sesamöl sowie ein festes Zitronen-Deo.
Dabei erfahren die Teilnehmer Schritt für Schritt, wie die Produkte fachgerecht hergestellt werden. Ergänzend gibt die Kursleiterin praktische Tipps rund um das Thema Naturkosmetik.

Alle Teilnehmer erhalten ein ausführliches Skript sowie jeweils ein selbst hergestelltes Exemplar der drei Pflegeprodukte zum Mitnehmen.
Die Kursgebühr beträgt 35 Euro zuzüglich Museumseintritt. Eine Anmeldung ist vorab per E-Mail an museum@flm-amerang.de oder telefonisch unter 08075/915090 erforderlich.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild; Bezirk Oberbayern, Freilichtmuseum Amerang)

Motorradfahrer bei Unfall nahe Katzbach mittelschwer verletzt

Motorradfahrer bei Unfall nahe Katzbach mittelschwer verletzt

Ramerberg / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße RO 34 bei Katzbach ist am Donnerstagmorgen (2.7.2026)  ein 16-jähriger Mofafahrer mittelschwer verletzt worden. Er musste nach dem Zusammenstoß mit einem Auto ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Unfall ereignete sich gegen 6 Uhr. Nach Angaben der Polizei war ein 16-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim mit seinem Mofa auf der Ortsverbindungsstraße von Katzbach in Richtung der Kreisstraße RO 34 unterwegs. Gleichzeitig fuhr ein 50-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Ebersberg auf der RO 34 von der B15 kommend in Richtung Ramerberg.
Als der Jugendliche nach links auf die vorfahrtsberechtigte Kreisstraße einbiegen wollte, übersah er laut Polizei den von links kommenden Pkw. Trotz einer sofort eingeleiteten Vollbremsung und eines Ausweichversuchs konnte der Autofahrer den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Durch den Aufprall wurde der Mofafahrer in ein neben der Fahrbahn liegendes Feld geschleudert. Er erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus im Landkreis Rosenheim gebracht. Der Autofahrer blieb unverletzt.
An beiden Fahrzeugen entstand nach Polizeiangaben wirtschaftlicher Totalschaden. Der Sachschaden wird auf insgesamt rund 4.000 Euro geschätzt. Während der Unfallaufnahme musste die Kreisstraße RO 34 zeitweise vollständig gesperrt werden.

Die Polizeiinspektion Wasserburg hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen.
(Quelle: Pressemitteilung  Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hundewelpen-Transport bei Lindau gestoppt

Hundewelpen-Transport bei Lindau gestoppt

Lindau / Bayern – Fünf Hundewelpen sollten mitten in der Nacht im Stadtgebiet Lindau an ihre Käufer übergeben werden. Doch die Bundespolizei wurde misstrauisch und kontrollierte den mutmaßlichen Transport. Dabei stießen die Beamten auf auffällige Dokumente, Zweifel am Zustand der Tiere und einen Hund, dessen Einfuhr nach Deutschland verboten ist.

Auslöser waren zwei voneinander unabhängige Kontrollen am Grenzübergang Lindau. Die Fahrer zweier Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen gaben bei der Einreise aus Österreich an, noch in derselben Nacht jeweils einen Hundewelpen im Stadtgebiet Lindau kaufen zu wollen.
Da es in der jüngeren Vergangenheit bereits ähnliche Fälle gegeben hatte und sowohl der vereinbarte Verkaufsort als auch die Uhrzeit ungewöhnlich erschienen, überprüfte die Bundespolizei den Sachverhalt genauer.

Kontrolle an Tankstelle

Rund zwei Stunden später entdeckte eine inzwischen verstärkte Streife an einer Tankstelle in Lindau nicht nur die beiden zuvor kontrollierten Fahrzeuge, sondern auch einen Transporter mit ungarischer Zulassung, der nach Einschätzung der Beamten die Hundewelpen transportierte.
Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte auf der Ladefläche sechs Hundekäfige vor, von denen einer bereits leer war. Der 50-jährige Fahrer und sein 22-jähriger Beifahrer erklärten, einen Hund bereits in Österreich verkauft zu haben. Gleichzeitig übergaben sie die Unterlagen der Tiere. Schon vor Ort kamen den Beamten Zweifel an der Echtheit der Dokumente. Auch der Zustand der Tiere und die Art des Transports machten nach Einschätzung der Bundespolizei keinen ausreichenden Eindruck für einen Tiertransport.

Die beiden Männer mussten mit dem Transporter und den Hundewelpen zum Bundespolizeirevier Lindau fahren. Dort wurden die Dokumente weiter geprüft, während sich erfahrene Beamte um die Tiere kümmerten. Das hinzugezogene Veterinäramt überprüfte in den frühen Morgenstunden sowohl die Unterlagen als auch die Hundewelpen und äußerte ebenfalls Zweifel.

Ermittlungen dauern an

Unter den Tieren befand sich außerdem ein Bullterrier, dessen Einfuhr nach Deutschland verboten ist. Im Zuge der Ermittlungen stellten die Bundespolizisten zudem fest, dass der 50-jährige Fahrer bereits im Jahr 2023 an der tschechischen Grenze in einem ähnlichen Fall wegen Urkundenfälschung und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt worden war.

Von den rund 3.300 Euro Bargeld, die der Mann mitführte, musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten 3.200 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen.
Die Bundespolizei zeigte den 50-Jährigen wegen schwerer Urkundenfälschung und schweren Betrugs an. Anschließend wurde er an die Polizeiinspektion Lindau übergeben, die weitere mögliche Verstöße prüft.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Bundespolizei)