Anlagebetrug mit KI-Werbung: 60-jöhriger verliert über 120.000 Euro – Geldabholer festgenommen

Anlagebetrug mit KI-Werbung: 60-jöhriger verliert über 120.000 Euro – Geldabholer festgenommen

Landkreis Altötting – Ein 60-jähriger Mann ist Opfer eines professionell organisierten Anlagebetrugs geworden. Die Täter nutzten unter anderem ein KI-generiertes Werbevideo, um eine vermeintlich lukrative Geldanlage vorzutäuschen. Der Schaden liegt bei über 120.000 Euro.

Nach Angaben der Kriminalpolizei Traunstein wurde der Mann bereits Ende März 2026 im Internet auf ein täuschend echt wirkendes Werbevideo aufmerksam. Darin warben angeblich bekannte Persönlichkeiten für eine renditestarke Geldanlage. Tatsächlich handelte es sich um ein mit Künstlicher Intelligenz manipuliertes Video.
Nachdem der 60-Jährige seine Kontaktdaten hinterlassen hatte, nahmen angebliche Anlageberater telefonisch und per E-Mail Kontakt auf. Sie überzeugten ihn, ein Handelskonto zu eröffnen und in Kryptowährungen zu investieren. Auf einer professionell wirkenden Online-Plattform wurden ihm steigende Gewinne angezeigt. Um Vertrauen aufzubauen, erfolgte zunächst sogar eine kleinere Auszahlung.

Im weiteren Verlauf sollte der Mann Ende Juni 2026 einen weiteren Bargeldbetrag im höheren fünfstelligen Bereich investieren. Er übergab das Geld schließlich an einen unbekannten Geldabholer.
Als weitere Auszahlungen ausblieben und erneut hohe Summen gefordert wurden, wurde der 60-Jährige misstrauisch und wandte sich an die Polizei.

16-Jähriger bei Geldübergabe festgenommen

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen konnte am Montag, 29. Juni 2026, ein 16-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger bei einer geplanten weiteren Geldübergabe festgenommen werden. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll er als Geldabholer für eine überregional agierende Tätergruppe tätig gewesen sein.

Polizei warnt vor professionellen Betrugsmaschen

Die Polizei warnt, dass Täter im Bereich des Anlagebetrugs zunehmend professionell vorgehen. Dabei kommen laut Polizei auch KI-generierte Videos, gefälschte Prominentenempfehlungen und seriös wirkende Internetseiten zum Einsatz.
Die Kommunikation laufe häufig über Wochen oder Monate per Telefon, E-Mail oder Messenger. Teilweise würden Opfer sogar dazu gebracht, Kredite aufzunehmen oder Fernzugriffe auf Geräte zu erlauben.

Verhaltenstipps der Polizei
  • Bei hohen Gewinnversprechen grundsätzlich misstrauisch sein
  • Anlageangebote kritisch prüfen und unabhängige Beratung einholen
  • Kein Geld an unbekannte Personen übergeben oder überweisen
  • Bei Verdacht sofort den Polizeinotruf 110 wählen und Kontakt abbrechen
  • Mit Angehörigen und Bekannten über Anlagebetrug sprechen

Weitere Informationen gibt es unter: www.polizei-beratung.de/kredit-und-anlagebetrug
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Kriminalpolizei Traunstein)

50.000ster Besucher der Römer-Ausstellung im Lokschuppen begrüßt

50.000ster Besucher der Römer-Ausstellung im Lokschuppen begrüßt

Rosenheim – Die Römer-Ausstellung im Lokschuppen hat einen besonderen Zwischenstand erreicht: Bereits 50.000 Besucher haben die Schau gesehen.

Ein besonderer Moment wurde nun Markus Klapfenberger aus Siegsdorf zuteil. Er wurde während seines Rundgangs überraschend zum 50.000sten Gast ernannt und zum Ehrengast gemacht. Ein Begrüßungskomitee mit Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Florian Englert (Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim), Lokschuppen-Leiterin Dr. Jennifer Morscheiser sowie Stephan Donderer von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling empfing ihn und überreichte Geschenke. „50.000 Gäste noch vor den Sommerferien sind erfahrungsgemäß eine sehr gute Marke. Wir liegen damit voll im Plan und sind mit diesem Zwischenstand sehr zufrieden“, sagte Geschäftsführer Florian Englert.
Auch Lokschuppen-Leiterin Dr. Jennifer Morscheiser zog eine positive Zwischenbilanz: „Wie erwartet begeistert das Thema passend zum Lateinunterricht insbesondere Schulklassen. Nun beginnt die Zeit der Wandertage, die kommenden Wochen sind dementsprechend schon gut gebucht.“

Der Jubiläumsgast zeigte sich als echter Römer-Fan. Sein Interesse an der Antike begleitet ihn schon lange, unter anderem durch familiäre Bezüge nach Elba sowie durch regionale römische Spuren wie die Villa Rustica in Holzhausen, die Römersiedlung Bedaium oder die ehemalige Römerstraße von Salzburg über Seebruck bis nach Augsburg.
Neben Begleitbuch und Souvenirs erhielt Klapfenberger auch einen Blumenstrauß. „Das passt perfekt, dann muss ich diese Woche selbst keine Blumen für meine Verlobte kaufen“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
(Quelle: Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim (VKR) / Beitragsbild: Copyright Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim)

Polizei warnt vor dubiosen Hausmeister- und Reinigungsangeboten im Raum Prien

Polizei warnt vor dubiosen Hausmeister- und Reinigungsangeboten im Raum Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Im südlichen Dienstbereich der Polizeiinspektion Prien häufen sich derzeit Fälle von mutmaßlich betrügerischen Angeboten rund um Reinigungs- und Hausmeisterdienste. Die Polizei warnt vor besonderer Vorsicht im Umgang mit solchen Anbietern. 

Nach Angaben der Polizei treten die Anbieter entweder mit Flyer-Werbematerial auf oder klingeln direkt bei Hausbesitzern und bieten spontan Dienstleistungen an. Diese werden anschließend häufig zu deutlich überhöhten Preisen ausgeführt. Bezahlt wird demnach meist in bar und ohne Rechnung.
In einigen Fällen, so die Polizei weiter, werde zudem gezielt nach Wertgegenständen gefragt. Teilweise würden auch Angebote zum Ankauf von Gold oder anderen Wertgegenständen gemacht.

Polizei gibt Verhaltenstipps

Die Polizei rät dazu, Wurfsendungen und spontane Haustürangebote kritisch zu prüfen und keine sogenannten „Klingelgeschäfte“ anzunehmen. Bei verdächtigen Vorfällen sollten Betroffene direkt die Polizei verständigen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tödlicher Unfall auf der B305 bei Marktschellenberg

Tödlicher Unfall auf der B305 bei Marktschellenberg

Marktschellenberg / Landkreis Berchtesgadener Land – Ein 19-jähriger Autofahrer ist bei einem schweren Verkehrsunfall am Donnerstagmorgen (2.7.2026)  auf der B305 ums Leben gekommen. Die Angaben stammen von der Polizei.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Berchtesgaden war der junge Mann gegen 9.30 Uhr auf der B305 in Richtung Berchtesgaden unterwegs. In der sogenannten „Schnitzhofkurve“ kam sein Wagen aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn. Anschließend geriet das Fahrzeug von der Straße ab und prallte in einer Baumgruppe gegen einen Baum.
Direkt nach dem Aufprall fing der Pkw Feuer. Trotz sofort eingeleiteter Löschversuche durch Ersthelfer brannte das Fahrzeug vollständig aus. Für den allein im Auto sitzenden Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

Ermittlungen laufen

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen. Nach Angaben der Polizei wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Traunstein ein unfallanalytisches Gutachten angefordert, um den genauen Hergang zu klären.
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Marktschellenberg und Berchtesgaden sowie das Bayerische Rote Kreuz Berchtesgaden mit zahlreichen Kräften. Die B305 musste für die Dauer der Unfallaufnahme vollständig gesperrt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Weinstraßenfest in Rosenheim: 3 Tage Wein, Musik und Sommerstimmung

Weinstraßenfest in Rosenheim: 3 Tage Wein, Musik und Sommerstimmung

Rosenheim –  Drei Tage lang wird die Rosenheimer Weinstraße wieder zum Treffpunkt für Wein, Musik und Sommerstimmung: Vom heutigen Freitag,  3. Juli  bis Sonntag, 5. Juli 2026 lädt das Weinstraßenfest rund um das Weinlokal „Wein + Wahr“ zu Genuss, Live-Musik und kulinarischen Angeboten ein. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Los geht es am Freitag (3. Juli) und Samstag jeweils ab 16 Uhr, am Sonntag bereits ab 10 Uhr bis 16 Uhr. Mittelpunkt des Geschehens ist das Weinlokal „Wein + Wahr“ in der Weinstraße 4, ergänzt durch ein Programm im direkten Umfeld.
Besucher können sich auf eine große Auswahl an Weinen, regionale Bio-Spezialitäten und abwechslungsreiches Streetfood freuen. Für das kulinarische Angebot sorgen unter anderem BRETZ Streetfood Catering und Tedesco’s.

Auch musikalisch ist einiges geboten: Live-Acts aus dem Bereich Rock’n’Roll und Party sorgen an allen Tagen für Stimmung. Besonders der Freitagabend steht unter dem Motto „Rock’n’Roll & Petticoats“ und verspricht einen schwungvollen Auftakt.

Musik, Genuss und entspannter Sonntag

Am Sonntag rückt der entspannte Charakter des Festes stärker in den Vordergrund: Daydrinking, Musik und ein lockerer Ausklang prägen den letzten Veranstaltungstag.
(Quelle: Mitteiljung Wein + Wahr / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch: Wenn Wörter ihre Unschuld verlieren

Innpuls-Tagebuch: Wenn Wörter ihre Unschuld verlieren

Rosenheim – Eigentlich war es ein ganz normaler Artikel. Es ging um die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage und darum, dass erste Veranstaltungen in Stadt und Landkreis Rosenheim vorsorglich abgesagt wurden. Ich schrieb von Hitze und übernahm die Wetterprognose, nach der regional bis zu 40 Grad möglich seien.

Was dann folgte: In einigen Reaktionen ging es kaum noch um den Artikel selbst. Nicht um die Absagen, nicht um den Umgang mit der Situation. Stattdessen stand plötzlich die Sprache im Mittelpunkt. Einzelne Wörter. „Hitze“. „Bis zu 40 Grad“.
Dabei hatte ich das Wort bewusst gewählt. Nicht, weil damit eine Botschaft verbunden sein sollte, sondern weil sich die gut 35 Grad für mich genau so angefühlt haben, wie es der Duden beschreibt: als „sehr starke, als unangenehm empfundene Wärme“. Eben Hitze.

Wenn Sprache zur eigentlichen Nachricht wird

Während ich die Reaktionen las, wurde mir klar: Der Inhalt trat zurück, die Sprache rückte nach vorn. Die Absagen wegen der Temperaturen spielten plötzlich kaum noch eine Rolle – diskutiert wurden Begriffe.

Die Sprache war plötzlich wichtiger als der Inhalt.

Manche Wörter scheinen ihre Unschuld verloren zu haben. Sie stehen nicht mehr nur für das, was sie beschreiben, sondern für ganze Deutungsräume. Wer „Hitze“ liest, denkt für manche sofort an die Klimadebatte. Andere Begriffe funktionieren ähnlich: Migration, Gendern, E-Auto. Aus Sprache werden Signale – und der Inhalt gerät aus dem Blick.

Natürlich betrifft das nicht nur die Leser. Auch ich bin davor nicht gefeit. Jeder hat Begriffe, die sofort etwas auslösen. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf diesen Mechanismus.

Denn als Journalist merke ich zunehmend, dass ich nicht nur darüber nachdenke, welches Wort einen Sachverhalt treffend beschreibt, sondern auch darüber, welche Reaktion es auslösen könnte. Aus der Frage „Ist das korrekt formuliert?“ wird oft eine zweite: „Wie wird das gelesen?“

Oder eben: falsch gelesen.

Wenn Vorsicht den Text verändert

Besonders deutlich wurde mir das bei der Formulierung „bis zu 40 Grad“. Eigentlich ist sie eindeutig. „Bis zu“ beschreibt eine mögliche Obergrenze, nicht die Gewissheit eines Wertes.
Trotzdem bleibt oft nur die Zahl hängen. Das kleine „bis zu“ verschwindet dahinter fast vollständig.

Natürlich könnte man alles weiter absichern, Prognosen stärker relativieren, Nebensätze ergänzen, jede mögliche Interpretation gleich mitliefern. Aber irgendwann werden aus Artikeln Beipackzettel. Und die liest bekanntlich niemand gern.

Vielleicht geht es am Ende darum, Inhalte verständlich an den Mann zu bringen, ohne an jeder Stelle angreifbar zu wirken.
Und genau während ich das schreibe, passiert es schon wieder: Selbst diese völlig normale Redewendung „An den Mann bringen“ steht im eigenen Kopf kurz zur Prüfung.

Vielleicht ist genau das der Punkt: dass Sprache nicht mehr nur transportiert, sondern ständig mitgedacht, mitgelesen und mitbewertet wird. Vielleicht hilft manchmal schon ein Schritt zurück – weg von der einzelnen Formulierung, hin zum Inhalt.

Denn manchmal bedeutet Hitze eben einfach nur Hitze.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

Meisterkonzerte im KU’KO Rosenheim: Vorverkauf für Saison 2026/27 startet

Meisterkonzerte im KU’KO Rosenheim: Vorverkauf für Saison 2026/27 startet

Rosenheim – Der Vorverkauf für die Meisterkonzertreihe 2026/27 im KU’KO Rosenheim beginnt am 8. Juli. Erhältlich sind Abonnements und Einzeltickets für vier Klassikkonzerte mit internationalen Solisten und Orchestern. Abonnenten erhalten 15 Prozent Preisvorteil und einen festen Sitzplatz.

Alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr. Bereits um 18.30 Uhr findet jeweils eine Werkeinführung mit Christoph Schlüren statt. Wer ein Abonnement abschließt, erhält einen Preisvorteil von 15 Prozent gegenüber dem Kauf einzelner Tickets sowie einen festen Sitzplatz für alle vier Konzerte.

Den Auftakt macht am 14. November die Pianistin Olga Scheps gemeinsam mit der Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Thomas Brauner. Auf dem Programm stehen Schuberts Sinfonie Nr. 8 („Unvollendete“), Mozarts Sinfonie Nr. 31 („Pariser Sinfonie“) sowie Beethovens 4. Klavierkonzert.

Am 22. Januar folgt das zweite Meisterkonzert mit dem Klarinettisten Daniel Ottensamer und der Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Simon Gaudenz. Gespielt werden Werke von Tomlinson, Copland und Dvořák.

Das dritte Konzert findet am 3. März statt. Dann ist der Oboist Ramón Ortega Quero gemeinsam mit den Zagreb Soloists unter der Leitung von Markus Korselt zu Gast. Auf dem Programm stehen Werke von Vivaldi, Pergolesi, Respighi, Boccherini, Avison und Pasculli.

Den Abschluss der Reihe bildet am 13. April ein Konzert mit der Geigerin Soyoung Yoon und dem Prague Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Heiko Mathias Förster. Gespielt werden Beethovens Ouvertüre „Coriolan“, die 4. Sinfonie sowie das Violinkonzert D-Dur op. 61.

Abonnements sind telefonisch unter 08031 365 9025 oder im Abobüro der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim, Kufsteiner Straße 4, erhältlich. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 3. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Feuer nur entsteht, wenn vier Faktoren zusammenkommen?
Neben Sauerstoff braucht es auch Brennstoff, Hitze und eine chemische Reaktion.
Fehlt eines davon, erlischt das Feuer.

Vielleicht erkennst Du heute, wie wichtig das Zusammenspiel von Dingen ist.

Wir wünschen Dir einen kraftvollen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Wolfgang Staudhammer)

Spektakel 2026: Rosenheim wird wieder Bühne der Straßenkunst

Spektakel 2026: Rosenheim wird wieder Bühne der Straßenkunst

Rosenheim Der britische Varieté- und Straßenkünstler Mat Ricardo begeistert sein Publikum auf Bühnen in aller Welt. Ende Juli ist er beim vierten Internationalen Straßenkunstfestival „Spektakel“ in Rosenheim zu erleben – bei freiem Eintritt. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren international bekannten Künstlern verwandelt er die Rosenheimer Innenstadt vom 24. bis 26. Juli wieder in eine große Bühne unter freiem Himmel.

Das Besondere am Spektakel ist seit der Premiere das Konzept: Alle Vorstellungen sind kostenlos. Eintrittskarten oder Reservierungen gibt es nicht. Stattdessen entscheiden die Besucher selbst, wie viel sie den Künstlern nach ihren Auftritten in den Hut geben. Mehr als 95 Stunden Musik, Comedy, Akrobatik, Theater und Magie stehen an den drei Festivaltagen auf dem Programm.

Das Spektakel 2026 auf einen Blick

Wann?

  • Freitag, 24. Juli: 16.30 bis 22 Uhr
  • Samstag, 25. Juli: 13 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 26. Juli: 12 bis 18 Uhr

Wo?
Sieben Spielorte in der Rosenheimer Innenstadt (u. a. Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz, Mittertor, Ölberg, Heilig-Geist-Straße, Salzstadel)

Eintritt: frei – die Künstler spielen für Hutgeld
Hinweis: Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

Diese Künstler kommen nach Rosenheim
  • Mat Ricardo (Großbritannien) – Varieté- und Straßenkünstler mit internationaler Karriere
  • Adam Kadabra (Schottland) – Musiker mit außergewöhnlicher Gitarrentechnik
  • Anita Bertolami (Schweiz) – poetisches Figurentheater ohne Worte
  • Brunitos (Argentinien) – Diabolo-Kunst trifft Theater und Humor
  • Dado (Kanada) – Comedy-Zauberer mit skurrilem Stil
  • Duo Un Pie – spektakuläre Partnerakrobatik auf Leitern und Masten
  • Graffiti Classics (Großbritannien) – klassische Musik trifft Comedy
  • Her Majesty’s Secret Circus (USA) – Akrobatik-Parodie im Agentenstil
  • Keulikaze (Deutschland) – Jonglage, Comedy und Feuershow
  • Mekks (Deutschland) – Straßenzauberer mit Rosenheimer Wurzeln
  • Mistral (Chile) – chinesische Stange mit Publikumsbeteiligung
  • Mr. Banana Show (Frankreich/Kanada) – Körperkomik und Akrobatik
  • Nacho Rey (Argentinien) – Balancekunst und Clownerie
  • Surfin‘ Claire and The Whisky Rockers (Italien) – Rock’n’Roll und Rockabilly
  • Victor Rubilar (Argentinien) – Fußball-Freestyle auf Weltklasseniveau

Programm:
Alle Details sowie das Programmheft zum Download gibt es auf der Internetseite des Rosenheimer City-Managements.

Veranstalter ist das Citymanagement Rosenheim. Unterstützung kommt von der Stadt Rosenheim und zahlreichen Partnern. Für die künstlerische Leitung zeichnet erneut Martin Hilz aus Landshut verantwortlich. Gemeinsam mit seiner Frau Inge stellte er das Festivalprogramm am Donnerstag (2. Juli) im Rosenheimer Glückshafen vor. Seit Jahrzehnten ist Hilz in der internationalen Straßenkunstszene zu Hause und organisiert auch das Straßenkunstfestival in Landshut, das nach seinen Angaben zu den größten Festivals dieser Art in Europa zählt.

Das Programmheft zum Spektakel 2026. Foto: Josefa Staudhammer

Das Programmheft gibt es auch zum Download auf der Internetseite des Rosenheimer Citymanagement. Fotos: Josefa Staudhammer

Straßenkunst als Ort der Begegnung

Für Martin Hilz ist Straßenkunst weit mehr als Unterhaltung. Sie schaffe Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nie begegnet wären, sagt er. „Dabei geht es auch viel um Miteinander. Da kommen auch mal Menschen ins Gespräch, die sich eigentlich gar nicht kennen“, erklärte er.

Ebenso wichtig ist ihm der soziale Aspekt: Weil alle Vorstellungen kostenlos sind, könnten auch Familien und Menschen mit kleinerem Geldbeutel hochwertige Straßenkunst erleben. „Dadurch kommen auch Menschen in den Genuss von Kunst, die dazu ansonsten keine Chance haben“, so Hilz.  Auch für die Künstler selbst sei das Festival besonders. Die direkte Nähe zum Publikum, ohne Bühne und Distanz, mache jede Vorstellung einzigartig.

Für die künstlerische Leitung zeichnet erneut Martin Hilz (links) verantwortlich. Veranstalter ist das Rosenheimer Citymanagement. Foto: Innpuls.me

Die künstlerische Leitung zeichnet erneut Martin Hilz (links) verantwortlich. Veranstalter ist das Rosenheimer Citymanagement.

Für Rosenheim sieht Hilz noch Entwicklungspotenzial. „Ich sehe für Rosenheim noch viel Luft nach oben“, sagte er. Die Entwicklung gehe aber klar in die richtige Richtung.

Künstler aus aller Welt in Rosenheim

Um das Programm zusammenzustellen, ist Martin Hilz das ganze Jahr über international unterwegs. „Ich bin auf der ganzen Welt auf der Suche nach den besten Straßenkünstlern und habe mittlerweile ein sehr gutes Netzwerk“, erzählt er.
Das Ergebnis ist ein hochkarätiges Line-up: Neben Mat Ricardo kommt unter anderem der schottische Musiker Adam Kadabra nach Rosenheim, der bereits bei internationalen Großevents wie der Formel 1 in Bahrain aufgetreten ist. Mit Mekks ist zudem ein Künstler mit Rosenheimer Wurzeln dabei, der heute zu den bekanntesten Straßenzauberern Deutschlands zählt.

Spektakel heuer auch am Abend

Neu ist in diesem Jahr das „Spektakel Nightlife“. An zwei Abenden geht das Festivalprogramm in der Innenstadt weiter: Am Freitag (24. Juli) spielen Surfin‘ Claire and The Whisky Rockers von 22 bis 23 Uhr bei der Fischbraterei Bierbichler in der Heilig-Geist-Straße. Am Samstag (25. Juli) tritt zur gleichen Zeit Adam Kadabra beim Gasthof Stockhammer am Max-Josefs-Platz auf.

Gespielt wird an sieben Orten in der Rosenheimer Innenstadt, darunter Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz, Mittertor, Ölberg, Heilig-Geist-Straße und Salzstadel. Die Künstler wechseln regelmäßig zwischen den Spielorten, sodass sich für die Besucher immer neue Programmkombinationen ergeben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Josef Staudhammer)

„Aktion 9.09“ in Prien am Chiemsee: Kunstprojekt macht auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

„Aktion 9.09“ in Prien am Chiemsee: Kunstprojekt macht auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

Prien / Landkreis Rosenheim – Von Dienstag, 4. bis Mittwoch, 12. August, findet im Innenhof der Franziska-Hager-Mittelschule die Kunstperformance „Aktion 9.09“ statt. Das Projekt setzt sich künstlerisch mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auseinander. Den Abschluss bildet ein Konzert am Freitag, 21. August, um 21 Uhr. Bei schlechter Witterung wird die Veranstaltung in den Chiemsee Saal in der Alten Rathausstraße 11 verlegt.

Im Mittelpunkt der Aktion steht der maskierte Pianist „Stranger“, der anonym auftritt. Besucher begegnen dem Künstler in einem eigens gestalteten Cube jeweils für neun Minuten und neun Sekunden. Während dieser Zeit spielt der Pianist eine Melodie, die ohne Worte und ausschließlich über Blickkontakt begleitet wird. Aus den musikalischen Begegnungen der neun Aktionstage entsteht ein Werk, das beim Abschlusskonzert aufgeführt wird.
Nach Angaben der Veranstalter steht die symbolische Dauer von neun Minuten und neun Sekunden für die Häufigkeit von Gewalt gegen Frauen. Das Projekt versteht sich als Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema und steht im Zusammenhang mit der UN-Kampagne „Orange the World“.

Der Cube ist vom 4. bis 11. August jeweils von 14 bis 23 Uhr sowie am 12. August von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Das Abschlusskonzert am 21. August findet auf Spendenbasis statt.
Vorab kann man einen Begegnungsslot unter www.eventbrite.com/e/der-alteste-krieg-der-welt-aktion-909-am-04-12aug26-registration-1339508318439?aff=oddtdtcreator&keep_tld=true buchen.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Isabel Neyses und Manuel Hollenbach)

Waldbaden in Prien: Achtsamkeit und Naturerlebnis

Waldbaden in Prien: Achtsamkeit und Naturerlebnis

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Samstag, 25. Juli, lädt Kursleiterin Andrea Stephan zu einer geführten Waldbaden-Veranstaltung in Prien am Chiemsee ein. Während des rund zweieinhalbstündigen Aufenthalts im Wald stehen bewusstes Naturerleben sowie Atem-, Achtsamkeits- und Körperübungen im Mittelpunkt.

Treffpunkt ist um 10 Uhr neben dem Gästehaus Schwarz, Am Roseneck 30. Parkmöglichkeiten stehen in Seenähe zur Verfügung.
Die Teilnahme kostet 25 Euro pro Person, mit Gästekarte beziehungsweise für Einheimische 23 Euro. Eine Anmeldung ist über das Tourismusbüro Prien erforderlich und auch online möglich.

Weitere Termine werden am 29. August sowie am 10. Oktober 2026 angeboten. Darüber hinaus können auf Anfrage individuelle Waldbaden-Angebote für Teambuildings, Teamevents oder Retreats gebucht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien a. Chiemsee)

Straßennamen in Rosenheim: Ahornweg

Straßennamen in Rosenheim: Ahornweg

Rosenheim – Warum heißt der Ahornweg eigentlich Ahornweg? In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht, die aber kleine Geschichten erzählen. Diesmal führt der Blick in den Ahornweg – eine unscheinbare Straße, deren Name Teil eines größeren Musters in Rosenheim ist.

Die kurze Antwort auf die Eingangsfrage: Der Name hat nichts Historisches oder Politisches im Hintergrund. Der Ahornweg ist natürlich nach dem Baum benannt – dem Ahorn.

Der Ahorn gehört zu den bekanntesten Laubbäumen in Mitteleuropa. Besonders im Herbst fällt er durch seine gelb bis rötlich gefärbten Blätter auf. Auch in Bayern ist er weit verbreitet und prägt sowohl Wälder als auch Parks und Straßenränder. Mit seiner charakteristischen Blattform ist er leicht wiederzuerkennen – selbst dann, wenn man ihn nicht sofort beim Namen nennt.

25 botanische Straßennamen in Rosenheim

Der Ahornweg steht dabei nicht allein. Rosenheim zählt insgesamt 25 botanische Straßennamen. Besonders häufig finden sich solche Namen in der Kastenau. Dort liegen unter anderem der Buchen-, Eichen-, Fichten- und Ulmenweg. Die Idee dahinter ist einfach: Naturthemen sollen sich auch im Stadtbild widerspiegeln und für eine ruhige, einheitliche Benennung sorgen.

Gerade in Wohngebieten greifen Städte immer wieder auf solche Namensgruppen zurück. Das erleichtert nicht nur die Orientierung im Stadtplan, sondern schafft auch kleine thematische Viertel, die sich in der Benennung wiederfinden.

So wirkt der Ahornweg auf den ersten Blick schlicht – ist aber Teil eines ganzen „Baum-Systems“ im Rosenheimer Stadtgebiet.
Und vielleicht fällt beim nächsten Gang durch die Straße doch kurz der Blick auf einen Ahornbaum – oder zumindest auf seinen Namen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert)