1. Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim verliert Derby in Wasserburg

1. Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim verliert Derby in Wasserburg

Rosenheim – Die 1. Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim hat das Bayernliga-Derby beim TSV 1880 Wasserburg am Dienstagabend (19. August) mit 0:2 verloren. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie fielen beide Treffer erst in der Schlussphase.

Von Beginn an war das Spiel von zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Beide Mannschaften standen defensiv kompakt und ließen zunächst nur wenige klare Torchancen zu. Zur Halbzeit stand es daher 0:0.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Beide Teams kämpften um die Kontrolle im Mittelfeld, ohne sich entscheidend vor dem gegnerischen Tor durchsetzen zu können.

Wasserburg entscheidet Derby in der Schlussphase

In der 71. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Nach einem hohen Ball in den Rosenheimer Strafraum konnte die Situation am zweiten Pfosten nicht geklärt werden. Der Ball senkte sich als Bogenlampe ins Tor – 1:0 für Wasserburg.
Der Ausgleich war in der Schlussphase möglich. Nach einem Steckpass lief Edis Muhameti alleine auf den Wasserburger Torhüter zu, scheiterte jedoch am Schlussmann der Gastgeber. Fast im direkten Gegenzug erhöhte Wasserburg durch R. Ungerath auf 2:0 (85. Minute) und sorgte damit für die Entscheidung.

Für die 1. Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim war es nach vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen eine Niederlage im Bayernliga-Derby.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

AStaA-Sommerfest in Rosenheim: Musik, Plantschbecken und Kleider-Tausch

AStaA-Sommerfest in Rosenheim: Musik, Plantschbecken und Kleider-Tausch

Rosenheim – Sommerabend in der Rosenheimer AStA-Kneipe: Am Samstag (22. August) lädt der AStA e.V. zum Sommerfest in die Hubertusstraße ein. Ab 20 Uhr stehen Musik, Getränke und verschiedene Aktionen auf dem Programm. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Mitglieder des AStA e.V. ist er kostenlos.

Los geht es um 20 Uhr. Zum Start gibt es einen Welcome Shot mit Erdbeerlimes. Außerdem gilt von 20 bis 22 Uhr ein Bier-Special: Das Bier kostet in diesem Zeitraum 3,20 Euro.

Drei DJs ab 22 Uhr

Für Musik ist ab 22 Uhr gesorgt. Drei DJs legen im Laufe des Abends auf. Daneben gibt es verschiedene Aktionen. Beim Kleider- und Sachentausch können Besucher Dinge mitbringen, die sie nicht mehr brauchen, und im Gegenzug vielleicht etwas Neues finden. Für Abkühlung soll ein Plantschbecken sorgen.

Bei schönem Wetter wird außerdem gegrillt. Das Konzept lautet „Bring your own BBQ“: Die Besucher bringen ihr Grillgut selbst mit, der Grill wird vor Ort bereitgestellt. Vorgesehen sind sowohl vegane als auch Fleisch-Varianten.
(Quelle: Mitteilung AStA-Kneipe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kulturstrand am Innspitz geht in den Endspurt

Kulturstrand am Innspitz geht in den Endspurt

Rosenheim – Noch ein Konzertwochenende, dann ist für dieses Jahr Schluss: Der Rosenheimer Kulturstrand am Innspitz geht in seinen Endspurt. Am gestrigen Donnerstag (20. August) sorgte die Endton Band mit Vero Reiser für einen entspannten Konzertabend direkt am Inn. Das Wetter spielte dabei mit: Der angekündigte Regen blieb aus.

Kulturstrand Rosenheim 2026. Fotos: Gisela Schreinr
Selbstgeschriebene, folkige Musik mit Indie-Einflüssen – das Konzert von Vero Reiser, Anna und Lena Pfisterer kam beim Publikum sehr gut an. Fotos: Copyright Gisela Schreiner
Von Liegestühlen aus oder auf Picknickdecken im Gras lauschten die Besucher der Musik. Dazu kam die besondere Atmosphäre am Innspitz – sommerlich, entspannt und mit Blick aufs Wasser.

Mehrstimmiger Folk mit Indie-Einflüssen

Auf der Bühne standen Vero Reiser, Anna und Lena Pfisterer. Als Endton machen die drei selbstgeschriebene, folkige Musik mit Indie-Einflüssen. Im Mittelpunkt stehen die mehrstimmigen Gesänge, begleitet von Gitarre und Bass. Je nach Stück kommen auch Geige oder Klavier dazu. So entstand am Donnerstag ein Konzertabend mit ruhigen Melodien, besonderen Stimmen und zwischendurch auch ordentlich Energie.

Ein kleine gesangliche Kostprobe des gestrigen Abends. Video: Gisela Schreiner

Der kostenlose Konzertabend passte damit gut zum Konzept des Kulturstrands: Musik hören, im Liegestuhl entspannen, auf der Picknickdecke sitzen und einfach eine Weile am Inn verweilen.

Noch ein Konzert

Für den heutigen Abend (21. August) gibt es leider schlechte Neuigkeiten. Die Veranstaltung mit den „Los Colitas“ wurde soeben wetterbedingt abgesagt.  Zum Abschluss des diesjährigen Kulturstrands spielen am morgigen Samstag (22. August) die HulaBoys. Auch dieses Konzert beginnt um 18 Uhr.
Der Eintritt ist bei allen Konzerten kostenlos.

Kulturstrand noch bis Samstag

Der Kulturstrand läuft seit dem 30. Juli am Innspitz. Wer die besondere Sommeratmosphäre dort noch einmal genießen möchte, hat damit nur noch an diesem Wochenende Gelegenheit dazu.
Ob Liegestuhl, Picknickdecke oder einfach ein Platz im Gras: Noch zweimal gibt es Musik direkt am Inn, bevor der Kulturstrand für dieses Jahr seine Liegestühle wieder zusammenpackt.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Gisela Schreiner) 

Inndammfest 2026: Beim THW wird auch bei Regen gefeiert

Inndammfest 2026: Beim THW wird auch bei Regen gefeiert

Rosenheim – Das Wetter könnte heute etwas gegen den Start des Inndammfestes haben. In Rosenheim ist für den heutigen Freitag (21. August) wechselhaftes Wetter mit Regen, Schauern und Gewittern angekündigt. Dazu kann es kräftige Böen geben. Das Technische Hilfswerk Rosenheim lässt sich davon aber nicht abschrecken: Das traditionelle Inndammfest findet bei jedem Wetter statt. Los geht es heute um 18 Uhr auf dem Wasserübungsplatz hinter dem Klinikum.

Eine Woche vor dem Auftakt des Rosenheimer Herbstfestes wird am Inn traditionell auch schon gemeinsam gefeiert. Das THW Rosenheim lädt am heutigen Freitag (21. August) und am morgigen Samstag (22. August) zum Inndammfest ein.

Heute Abend: Bieranstich und Kesselfleisch

Der Festauftakt ist heute um 18 Uhr. Zum Bieranstich gibt es Kesselfleisch und weitere herzhafte Schmankerl. Für die musikalische Unterhaltung sorgen „De Dawoagt’n“ mit bayerischer Livemusik.
Und falls es heute tatsächlich kräftiger regnet oder ein Gewitter aufzieht, müssen die Besucher nicht gleich wieder nach Hause: Das THW hat seine Halle für die Feier vorbereitet.

Samstag mit Frühschoppen und Action

Am Samstag (22. August) beginnt das Fest um 10 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen. Danach ist den ganzen Tag über einiges geboten.

Auf dem Programm stehen unter anderem:

  • Menschenkicker
  • Bootfahren auf dem Inn
  • Tragerlsteigen
  • Kinderbetreuung

Ab 17 Uhr sorgen erneut „De Dawoagt’n“ für Musik. Anschließend klingt der Abend beim Barbetrieb aus. Nach der derzeitigen Wetterprognose dürfte es am Samstag deutlich freundlicher werden als am heutigen Freitag. Für Rosenheim werden dann nur noch einzelne Schauer erwartet.

Gefeiert wird bei jedem Wetter

Das THW Rosenheim hat damit für beide Fälle vorgesorgt. Wer heute Abend zum Inndammfest möchte, sollte angesichts der Wetterlage zwar besser regenfest unterwegs sein – ausfallen soll das Fest aber nicht.

Inndammfest 2026
📍 Wasserübungsplatz des THW Rosenheim, hinter dem Klinikum
📅 Freitag, 21. August, ab 18 Uhr
📅 Samstag, 22. August, ab 10 Uhr
(Quelle: Mitteilung THW / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wenn ein Baum plötzlich nicht mehr da ist

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wenn ein Baum plötzlich nicht mehr da ist

Rosenheim – Ich kann gerade nicht mehr aus meinem Fenster schauen. Zumindest versuche ich, es zu vermeiden. Denn dort, wo seit mehr als 80 Jahren ein mächtiger Baum steht, sieht es inzwischen aus wie nach einem schweren Sturm. Große Äste sind abgesägt, die Krone ist zerschunden. Bald wird von der Esche nichts mehr übrig sein.

Bis zum letzten Tag habe ich gehofft, dass wir es noch schaffen, diesen Baum zu retten. Einmal waren die Baumfäller sogar schon da und mussten wieder unverrichteter Dinge abziehen. Also blieb die Hoffnung: Vielleicht gibt es doch noch eine Wendung. Vielleicht können wir diesen mächtigen Riesen noch behalten.

Jetzt weiß ich, dass es nicht mehr so ist.

Als ich vor mehr als 30 Jahren in die Kastenau gezogen bin, war die Esche bereits ein mächtiger Riese. Seitdem gehörte sie für mich einfach dazu. Von fast jedem Fenster unseres Hauses fällt der Blick auf diesen Baum. Beim Zähneputzen habe ich ihn angeschaut. Bei Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen war er oft die Kulisse für meine Fotos. Im Herbst habe ich mich gefreut, wenn ganze Schwärme von Zugvögeln auf seinen Ästen landeten.
Und bei schweren Stürmen habe ich, wenn ich Angst bekam, ebenfalls oft aus dem Fenster geschaut. Dieser mächtige Baum stand einfach da. Seine Standhaftigkeit gab mir immer ein Gefühl von Sicherheit.

Diese Woche war die private Karin stärker

Aber diese Woche hat bei mir eben nicht nur die Journalistin reagiert, sondern vor allem die private Karin – und mit ihr die ganze Familie. Gemeinsam haben wir eine kleine Aktion auf die Beine gestellt: Auf unserem Grundstück stellten wir ein Bild der Esche auf, dazu Andachtslichter und einen bewusst provokanten Text: „Ich wollte Euch doch nur Schatten und Sauerstoff schenken. Warum muss ich jetzt sterben?“ Daneben Bilder von Tieren, die mit dem Baum ihren Lebensraum verlieren. Und der ebenfalls zugespitzte Hinweis, dass manchen Menschen offenbar saubere Fenster und ein laubfreier Rasen wichtiger sind.
Ja, das war bewusst provokant.

Wir wollten damit niemanden persönlich an den Pranger stellen. Wir wollten zum Nachdenken und zum Austausch anregen. Und das hat tatsächlich funktioniert.
In den letzten Tagen kamen immer wieder Menschen zu dem Baum. Manche blieben stehen, machten Fotos oder erzählten uns, was diese Esche ihnen bedeutet. Es war fast eine kleine Pilgerstätte – und das haben wir tatsächlich alle so erlebt. Viele waren genauso betroffen wie wir.

Wir haben in diesen Tagen gemerkt, dass wir mit unserer Traurigkeit keineswegs allein sind.

Natürlich gab es auch andere Stimmen. Einige Menschen waren der Meinung, dass ein so großer Baum grundsätzlich nicht in ein Wohngebiet gehört. Zu groß, zu viel Schatten, zu viel Laub und letztlich auch eine mögliche Gefahr. Eine Anwohnerin meinte sinngemäß, wir könnten leicht reden, schließlich müssten wir uns nicht über das Laub ärgern und hätten keine Angst vor der Größe des Baumes.

Ich kann diese Sorge sogar verstehen. Ein Baum von dieser Größe ist kein Gartenzwerg. Auch bei uns im Garten stehen zwei mächtige, sehr hohe Fichten. Wir wissen also durchaus, was es bedeutet, große Bäume in unmittelbarer Nähe zu haben. Und natürlich muss die Sicherheit von Menschen berücksichtigt werden.

Es geht mir deshalb nicht darum, jeden großen Baum um jeden Preis stehen zu lassen.

Auch die Baumbesitzer leiden

Was mich an dieser Geschichte besonders berührt, ist die Situation der Menschen, denen die Esche gehört.
Nach den mittlerweile öffentlich einsehbaren Gutachten der Baumbesitzer war der Baum gesund. Auf die Einzelheiten dieses über Jahrzehnte gehenden Konflikts möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Denn was mich viel mehr berührt, ist, was die Fällung mit den Baumbesitzern macht.

Sie wollten diese Esche behalten. Sie haben bis zuletzt für ihren Erhalt gekämpft. Und nun müssen sie danebenstehen und mitansehen, wie dieser Baum auf ihrem eigenen Grundstück Stück für Stück verschwindet.
Für sie ist das kein nüchterner Vorgang, bei dem eben ein Baum gefällt wird. Sie leiden enorm darunter. Es fließen Tränen, und die Situation setzt ihnen auch psychisch zu.

Und dann stehen da die Baumfäller, die täglich mit solchen Situationen zu tun haben, und sagen: „Und dann noch so eine gesunde, schöne Esche.“ Zu der Baumbesitzerin fällt außerdem der Satz: „Ein wirklich wunderschöner Baum.“

Ich finde, viel mehr muss man dazu eigentlich gar nicht sagen.

Was ist uns ein alter Baum wert?

Vielleicht beschäftigt mich diese Geschichte auch deshalb so sehr, weil sie weit über diesen einen Baum hinausweist.

Das Eschentriebsterben setzt der Baumart seit Jahren zu. Der Pilz Hymenoscyphus fraxineus ist inzwischen in weiten Teilen Europas verbreitet. Viele Eschen werden krank, verlieren Äste und können irgendwann ihre Stand- und Bruchsicherheit verlieren. Wenn ein Baum tatsächlich zur Gefahr wird, muss gehandelt werden.

Aber eben nicht jede Esche ist gleich.

Forschungen zeigen, dass es einzelne Eschen gibt, die mit dem Pilz deutlich besser zurechtkommen. Genau diese besonders vitalen und widerstandsfähigen Bäume sind für die Forschung interessant. Sie könnten möglicherweise dazu beitragen, die Baumart langfristig zu erhalten.

Und da frage ich mich: Wenn wir solche Bäume suchen – sollten wir dann nicht besonders genau hinschauen, bevor wir einen alten, gesunden Baum aufgeben?

Vielleicht war unsere Esche einfach ein gesunder alter Baum. Vielleicht wäre sie irgendwann doch krank geworden. Vielleicht gehörte sie aber auch zu den wenigen Exemplaren, die mit dem Erreger besonders gut zurechtkommen. Wir werden es nie erfahren.

22 Eschen auf Rosenheims Fällliste

Diese Frage bekommt für mich noch mehr Gewicht, wenn ich auf Rosenheim schaue.

Am 20. Juli haben wir darüber berichtet, dass für dieses Jahr insgesamt 58 Bäume auf städtischen Flächen zur Fällung vorgesehen sind. 22 davon sind Eschen. Die Maßnahmen sollen voraussichtlich ab September beginnen.

Damals haben wir bei der Stadt nachgefragt, wie es um die Eschen in Rosenheim steht. Die Antwort war: Eschen würden nicht allein deshalb gefällt, weil sie Eschen sind. Entscheidend seien die individuelle Vitalität sowie die Stand- und Verkehrssicherheit. Ein eigenes Erhaltungsprogramm für die Baumart gibt es in Rosenheim derzeit allerdings nicht.

Gleichzeitig ist die Esche ökologisch ausgesprochen wertvoll. Eine Veröffentlichung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft nennt 899 Arten, die mit der Esche vergesellschaftet sind. Darunter befinden sich auch Arten, die besonders eng an diese Baumart gebunden sind.

Ein alter Baum ist eben nicht nur ein Stamm mit Ästen und Blättern. Er ist Lebensraum. Er spendet Schatten. Er kühlt. Er bindet Kohlenstoff. Er prägt einen Ort. Und irgendwann ist er so groß geworden, dass er selbst zu einem kleinen Ökosystem geworden ist.

Wo liegt die Grenze?

Ich möchte die Sorgen der Menschen, die mit großen Bäumen leben, ausdrücklich nicht kleinreden. Natürlich kann Laub nerven. Natürlich kann Schatten stören. Und natürlich kann ein sehr großer Baum Angst machen, wenn ein schwerer Sturm aufzieht.
Auch ich kenne diese Gedanken. Unsere beiden großen Fichten im eigenen Garten erinnern mich daran, dass große Bäume nicht nur romantisch sind.

Aber vielleicht müssen wir irgendwann die Frage stellen, wie wir diese unterschiedlichen Interessen gegeneinander abwägen.
Was wiegt für uns schwerer: ein Fenster, das häufiger geputzt werden muss, mehr Laub auf der Wiese – oder der Verlust einer alten Esche als Lebensraum für unzählige Lebewesen?

Ich habe darauf keine einfache Antwort. Aber ich glaube, dass wir uns diese Frage stellen müssen.

Denn wenn eine Baumart ohnehin unter einer Krankheit leidet und Wissenschaftler gleichzeitig nach den wenigen besonders widerstandsfähigen Exemplaren suchen, dann sollte ein gesunder alter Baum vielleicht mehr sein als einfach nur ein Baum, der noch nicht gefällt werden muss. Vielleicht ist er eine Chance.

Einen alten Baum kann man nicht nachpflanzen

Natürlich werden für gefällte Bäume neue gepflanzt. Das ist richtig und wichtig. Aber ein junger Baum kann einen alten Baum nicht einfach ersetzen. Er kann irgendwann groß werden. Er kann Schatten spenden und Lebensraum bieten. Aber dafür braucht er Jahrzehnte.

Einen Baum kann man pflanzen. Einen alten Baum kann man nicht nachpflanzen. Vielleicht sollten wir deshalb bei unseren Eschen nicht nur darüber sprechen, wie viele wir verlieren und welche Bäume wir danach pflanzen.

Vielleicht sollten wir auch darüber sprechen, welche der verbliebenen Eschen wir unbedingt erhalten wollen. Meine Esche werde ich nicht mehr retten können. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich gerade jeden Tag ein bisschen weniger von ihr. Das tut weh.

Aber vielleicht kann aus diesem Verlust wenigstens eine Frage entstehen, die uns auch über diesen einen Baum hinaus beschäftigt: Was ist uns ein alter, gesunder Baum wert – und sind wir bereit, ihm diesen Wert auch dann zuzugestehen, wenn er nicht immer nur bequem ist?

Vielleicht sollten wir bei den Eschen, die uns noch bleiben, besonders genau hinschauen.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 21. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass sogenanntes Methaneis brennbar ist?
Es enthält eingeschlossenes Gas, das sich entzünden kann.
Gegensätze können zusammen existieren.

Vielleicht erkennst Du heute neue Zusammenhänge.

Wir wünschen Dir einen spannenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

St 2092 zwischen Babensham und Irlham: Vollsperrung ab 7. September

St 2092 zwischen Babensham und Irlham: Vollsperrung ab 7. September

Babensham / Landkreis Rosenheim – Die Sanierung und der Ausbau der Staatsstraße 2092 zwischen Schmalzöd und Griesmeier gehen weiter. Ab Montag, 7. September, wird der rund ein Kilometer lange Abschnitt vollständig gesperrt. Die Arbeiten sollen bis Freitag, 13. November, abgeschlossen sein. Der noch verbleibende Abschnitt bis Schmalzöd soll im Frühjahr 2027 folgen.

Die Arbeiten an der Staatsstraße 2092 waren zuvor unterbrochen worden. Grund dafür war nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim der deutlich schlechtere Baugrund als ursprünglich angenommen. Weitere Bodenerkundungen sowie Neu- und Umplanungen waren deshalb notwendig.
Um die Straße dauerhaft zu stabilisieren, wird nun auf dem Abschnitt zwischen Schmalzöd und Griesmeier deutlich tiefer in den Straßenaufbau eingegriffen als zunächst vorgesehen. Auf rund einem Kilometer werden etwa 20 Zentimeter Trag-, Binder- und Deckschicht ausgetauscht. Zusätzlich muss der Untergrund verstärkt werden, damit sich die Straße künftig nicht wieder absenkt.

Auch die Straßenentwässerung wird vollständig erneuert. An besonders schmalen Stellen soll die Fahrbahn auf bis zu sechs Meter verbreitert werden. Zudem sind Änderungen an Kurvenverläufen vorgesehen. Dadurch soll nach Angaben des Staatlichen Bauamts der Begegnungsverkehr erleichtert werden.

Vollsperrung ab 7. September

Während der Arbeiten ist die St 2092 in diesem Bereich vollständig gesperrt. Die Umleitung führt ab Wasserburg am Inn über die B 304, die St 2357, die Kreisstraßen RO 35 und RO 39 sowie die MÜ 44 zurück nach Unterreit auf die St 2092. Für die Gegenrichtung gilt die entsprechende Umleitung.

Die Zufahrt für Anwohner soll während der Vollsperrung so weit wie möglich gewährleistet werden. Die beauftragte Baufirma will die Anwohner nach Angaben des Staatlichen Bauamts mit Flugblättern über Zufahrtsmöglichkeiten und den Bauablauf informieren.

Weiterbau im Frühjahr 2027

Die Arbeiten zwischen Schmalzöd und Griesmeier sollen bis Freitag, 13. November, abgeschlossen werden. Nach der Winterpause soll die Sanierung und der Ausbau des verbliebenen Abschnitts bis Schmalzöd im Frühjahr 2027 weitergeführt werden. Voraussetzung ist, dass die Witterung die Wiederaufnahme der Arbeiten zulässt.
Die Kosten für die jetzt anstehende Sanierung zwischen Schmalzöd und Griesmeier werden vom Staatlichen Bauamt mit rund 1,65 Millionen Euro angegeben. Sie werden vom Freistaat Bayern getragen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

Wespennest entfernen lassen: ADAC warnt vor unseriösen Anbietern

Wespennest entfernen lassen: ADAC warnt vor unseriösen Anbietern

Rosenheim – Ein Wespennest am Haus kann im Sommer schnell zum Problem werden. Wer deshalb kurzfristig einen Schädlingsbekämpfer sucht, sollte allerdings nicht vorschnell den erstbesten Anbieter beauftragen. Der ADAC warnt vor Dienstleistern, die mit intransparenten Preisen arbeiten oder Kunden zu einer sofortigen Zahlung drängen. Auch beim Umgang mit Wespen und Hornissen gibt es rechtliche Vorgaben.

Wer im Internet nach einem Anbieter sucht, kann nach Angaben des ADAC auf Dienstleister stoßen, bei denen aus einem zunächst kurzen Einsatz eine Rechnung von mehreren Hundert Euro wird. Der ADAC rät deshalb, mehrere Angebote zu vergleichen, die Kosten vor der Beauftragung möglichst schriftlich festzuhalten und sich nicht zu einer sofortigen Zahlung an der Haustür drängen zu lassen.

Ein schriftlicher Kostenvoranschlag kann dabei helfen, böse Überraschungen zu vermeiden. Auch eine auffällig hohe Rechnung für einen kurzen Einsatz sollte hinterfragt werden.

Stefan Busko, M.Sc., Biologe sowie Wespen- und Schädlingsexperte und Fachpartner im Handwerkernetzwerk des ADAC Zuhause-Schutzbriefs, nennt als Orientierung: „Bei einfachen Fällen ohne besonderen Aufwand liegen die Kosten für die Entfernung eines Wespennestes häufig zwischen 150 und 250 Euro inklusive Anfahrt, zuzüglich Mehrwertsteuer. Eine Umsiedlung verursacht zwar mehr Aufwand, dafür wird aber auch kein Insektizid benötigt. Deshalb sind die Kosten für eine Umsiedlung nicht wesentlich höher.“

Nicht jeder Anbieter ist seriös

Auch beim Blick auf den Anbieter selbst gibt es laut ADAC einige Punkte, auf die Verbraucher achten können. Rechnungen sollten beispielsweise eine Rechnungsnummer und die vollständige Anschrift des Unternehmens enthalten. Auch auf der Internetseite sollte ein vollständiges Impressum zu finden sein.
Vorsicht sei insbesondere angebracht, wenn ein Anbieter eine örtliche Nähe suggeriert, tatsächlich aber weit vom Einsatzort entfernt sitzt. Dadurch können hohe Anfahrtskosten entstehen. Auch bei auffälligen Anzeigen in Suchmaschinen oder beworbenen „Notdiensten“ ohne klare Angaben zum Unternehmen empfiehlt der ADAC, genauer hinzuschauen.

Ein weiterer Hinweis kann die Ausrüstung sein. Eine Umsiedlung von Wespen oder Hornissen erfordert laut Busko Erfahrung, Schutzkleidung und entsprechendes Equipment. „Eine Umsiedlung ist zeit- und arbeitsaufwendig und nicht ungefährlich. Sie erfordert insbesondere Schutzkleidung und das passende Equipment sowie Erfahrung. Ohne Schutzanzug wäre etwa eine fachgerechte Umsiedlung kaum möglich“, erklärt er.

Wespen stehen unter Schutz

Neben möglichen Kostenfallen spielt auch der Artenschutz eine Rolle. Wespen stehen grundsätzlich unter allgemeinem Schutz. Hornissen und einige weitere Arten genießen einen besonderen Schutz.
Eine Entfernung, Umsiedlung oder Bekämpfung darf deshalb nicht unabhängig von der jeweiligen Art und Situation erfolgen. Nach Angaben des ADAC können bei einem unsachgemäßen Entfernen, Töten oder Zerstören geschützter Nester Bußgelder drohen.

Berufsbezeichnung sagt wenig über Qualifikation aus

Auch bei der Auswahl des Fachbetriebs lohnt sich ein genauer Blick auf die Qualifikation. Die Bezeichnung „Kammerjäger“ ist in Deutschland nicht geschützt. Für den Beruf des Schädlingsbekämpfers gibt es dagegen einen anerkannten IHK-Abschluss. „Im Zweifel sollten Verbraucher bezüglich der Qualifikation von Dienstleistern lieber nachfragen“, empfiehlt Busko. „Eine Zusatzqualifikation zur Lebensweise von Wespen und Hornissen ist nützlich. Für den Einsatz verschiedener Insektizide ist eine Fach- beziehungsweise Sachkunde erforderlich.“

Der ADAC empfiehlt damit vor allem, sich vor der Beauftragung über Qualifikation, Kosten und das konkrete Vorgehen zu informieren.
Der ADAC Zuhause-Schutzbrief vermittelt nach eigenen Angaben bundesweit Handwerksprofis. Für das Netzwerk werden laut ADAC unter anderem entsprechende Qualifikationen und Zertifizierungen vorausgesetzt. Beim Bereich Wespennestentfernung und Schädlingsbekämpfung wird dabei auf eine Zertifizierung nach DIN EN 16636 geachtet.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC Zuhause Versicherung AG / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Alpenbus in Stadt und Landkreis Rosenheim besonders stark genutzt

Alpenbus in Stadt und Landkreis Rosenheim besonders stark genutzt

Rosenheim – Die MVV-Express-Buslinie X380, der sogenannte Alpenbus, wird auf dem Abschnitt zwischen Au bei Bad Aibling und Rosenheim besonders stark genutzt. Nach Angaben des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds ist die Auslastung dort etwa doppelt so hoch wie auf anderen Streckenabschnitten. Auch insgesamt sind die Fahrgastzahlen seit dem Start der Buslinie gestiegen.

Besonders samstags sind die Busse nach Angaben des MVV gut ausgelastet. Das deutet darauf hin, dass die Linie auch für Ausflüge genutzt wird. Daneben nutzen zunehmend Pendler sowie Fahrgäste für Einkäufe und andere Erledigungen das Angebot, heißt es vom Landkreis Rosenheim.
Der Alpenbus verbindet Rosenheim mit dem Oberland und bietet an mehreren Stellen Umsteigemöglichkeiten zu Zügen und anderen Buslinien.

Landrat Otto Lederer bewertet die Entwicklung positiv. „Die Entwicklung der Alpenbus-Verbindungen ist schon jetzt sehr positiv. Es freut uns sehr, dass unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität wirken. Mehr Fahrgäste bedeuten eine bessere Auslastung der Busse und damit eine deutliche Entlastung der Straßen“, so Lederer.

Auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sieht in den Fahrgastzahlen eine Bestätigung für die Einrichtung der Verbindung. „Der Rosenheimer Bahnhof ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region. Der Alpenbus erschließt von dort aus die Route ins Oberland. Die sehr erfreulichen Fahrgastzahlen zeigen, dass es richtig war, auf den Alpenbus zu setzen.“

Nach Angaben des Landkreises dauert es bei neuen Mobilitätsangeboten erfahrungsgemäß mindestens zwei Jahre, bis diese sich etabliert haben. Martin Aerzbäck, Mobilitätsbeauftragter des Landkreises Rosenheim, verweist darauf, dass der Alpenbus bereits nach rund 250 Tagen eine hohe Nachfrage verzeichne: „Erfahrungsgemäß dauert es mindestens zwei Jahre, bis sich ein neues Mobilitätsangebot etabliert hat. Beim Alpenbus steht schon nach rund 250 Tagen fest: Der neue MVV-Express-Bus X380 wird sehr gut angenommen und ist auf dem besten Weg ein Erfolg zu werden“, erklärt Aerzbäck.

Alpenbus-Start erfolgte im Jahr 2025

Der Alpenbus war Ende 2025 gestartet. Die nun veröffentlichten Zahlen beziehen sich damit auf die ersten rund 250 Tage des Angebots. Weitere Informationen und Fahrpläne gibt es beim Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) sowie beim Landkreis Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Martin  Aerzbäck/Landratsamt Rosenheim)

Straßennamen in Rosenheim: Altdorferstraße

Straßennamen in Rosenheim: Altdorferstraße

Rosenheim – Albrecht Altdorfer war Maler, Baumeister, Politiker – und nach allem, was historisch belegt ist, nie in Rosenheim. Trotzdem gibt es hier eine Straße, die seinen Namen trägt. Wie passt das zusammen? Die Antwort führt ins 16. Jahrhundert und rund 130 Kilometer weiter nördlich nach Regensburg.

Über 500 Straßen gibt es inzwischen im Rosenheimer Stadtgebiet. Viele dienen nicht nur der Orientierung, sondern erzählen auch Geschichten über Menschen, Orte und Ereignisse, die Rosenheim geprägt haben. In unserer Serie über die Straßennamen der Stadt werfen wir jeden Donnerstag einen Blick auf Herkunft und Bedeutung einer Straße. Heute geht es um die Altdorferstraße in Happing.

Ein Künstler, der Landschaften zu Hauptdarstellern machte

Albrecht Altdorfer wurde um 1480 geboren, vermutlich in Regensburg oder Amberg. Sein Leben und Wirken spielte sich vor allem in Regensburg ab. Dort besaß er ab 1505 das Bürgerrecht und brachte es zu einigem Wohlstand und Ansehen.
Altdorfer war allerdings weit mehr als ein Maler. Er war politisch aktiv, saß im Inneren Rat der Stadt und arbeitete ab 1526 sogar als städtischer Baumeister und Festungsbaumeister. 1528 wurde er zum Bürgermeister gewählt – doch Altdorfer lehnte das Amt ab. Der Grund klingt beinahe so, als hätte er seine Prioritäten etwas ungewöhnlich gesetzt: Er wollte lieber ein großes Kunstwerk fertigstellen.

Seinen Platz in der Kunstgeschichte hatte er da längst sicher. Altdorfer gilt als Hauptmeister der sogenannten Donauschule, einer Kunstrichtung an der Schwelle von Gotik und Renaissance. Besonders auffällig sind seine Landschaftsdarstellungen. Während die Natur in der Kunst seiner Zeit häufig eher als Kulisse für Menschen und religiöse Szenen diente, rückte Altdorfer sie selbst ins Zentrum.

Dichte Wälder, Berge und dramatische Landschaften wurden bei ihm zu den eigentlichen Hauptdarstellern. Damit gilt er kunsthistorisch als einer der Wegbereiter der eigenständigen Landschaftsmalerei in Europa.

Ein Meisterwerk mit einer Schlacht als Motiv

Zu seinen bekanntesten Werken gehört die „Alexanderschlacht“, die Altdorfer 1528 und 1529 schuf. Das monumentale Gemälde zeigt den Sieg Alexanders des Großen über den Perserkönig Darius.
Heute hängt das Bild in der Alten Pinakothek in München. Wer davorsteht, bekommt dabei nicht nur eine Schlacht zu sehen: Altdorfer verbindet die zahlreichen Figuren mit einer gewaltigen Landschaft und einem dramatischen Himmel. Die Natur ist dabei fast genauso wichtig wie das eigentliche Kampfgeschehen.

Sein künstlerisches Werk umfasst außerdem zahlreiche Holzschnitte, Druckgrafiken und weitere Tafelbilder. Altdorfer starb am 12. Februar 1538 in Regensburg.

Warum landet ein Regensburger Künstler als Straßennamen in Happing?

Eine persönliche Verbindung zwischen Altdorfer und Rosenheim gibt es nicht. Nach allem, was historisch bekannt ist, war er nie hier.
Dass die Rosenheimer Altdorferstraße trotzdem existiert, hat einen deutlich prosaischeren Grund: In Happing wurden Straßen nach bedeutenden Künstlern benannt. Direkt in der Nähe liegt beispielsweise die Albrecht-Dürer-Straße. Die Altdorferstraße gehört damit zu einem kleinen „Künstlerviertel“ im Stadtgebiet.
Das Prinzip ist nicht nur in Rosenheim verbreitet. In vielen deutschen Städten wurden und werden Wohngebiete nach bekannten Malern und Künstlern benannt. Auch Altdorfer hat dadurch mehrfach einen Platz im Straßenbild gefunden. In Deutschland gibt es schätzungsweise einige Dutzend Altdorfer- beziehungsweise Albrecht-Altdorfer-Straßen.

Für Rosenheim bedeutet das: Wer durch die Altdorferstraße fährt, bewegt sich zwar nicht auf den Spuren des Künstlers – erinnert wird dort aber an einen Mann, der die europäische Kunstgeschichte nachhaltig geprägt hat.
Und vielleicht passt die Wahl für Rosenheim sogar ganz gut: Altdorfer machte die Landschaft zum Hauptmotiv seiner Bilder. In Happing ist man schließlich auch nicht allzu weit von der Landschaft entfernt, die Rosenheim bis heute prägt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert)

Motorradfahrer bei Unfall in Riedering schwer verletzt – 34-jähriger hatte rund 1,5 Promille

Motorradfahrer bei Unfall in Riedering schwer verletzt – 34-jähriger hatte rund 1,5 Promille

Riedering / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2362 bei Petzgersdorf ist am Mittwochabend (19. August) ein 21-jähriger Motorradfahrer aus Kolbermoor schwer verletzt worden. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei bei dem Fahrer eines beteiligten Kleintransporters Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab rund 1,5 Promille.

Der 34-Jährige aus dem östlichen Landkreis Rosenheim war gegen 19 Uhr mit seinem Kleintransporter auf der Staatsstraße 2362 im Gemeindegebiet von Riedering unterwegs. Hinter ihm fuhr ein 21-jähriger Motorradfahrer aus Kolbermoor.
Auf Höhe Petzgersdorf setzte der Kleintransporter zum Linksabbiegen an. Gleichzeitig begann der Motorradfahrer, das Fahrzeug zu überholen. Dabei kam es zum Zusammenstoß. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motorradfahrer, nach  den Angaben der Polizei, samt seiner Maschine in ein angrenzendes Feld geschleudert. Das Motorrad fiel dabei teilweise auf den 21-Jährigen.
Der Kolbermoorer wurde schwer verletzt und zunächst vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Anschließend wurde er ins Klinikum Rosenheim gebracht. Nach ersten medizinischen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr. Der Fahrer des Kleintransporters blieb unverletzt.

An den beiden Fahrzeugen entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von rund 20.000 Euro. Die Feuerwehr Riedering unterstützte bei der Versorgung und Bergung des Verletzten, der Reinigung der Fahrbahn sowie bei den erforderlichen Umleitungsmaßnahmen.
Bei der Unfallaufnahme nahm die Polizeiinspektion Rosenheim beim Fahrer des Kleintransporters Alkoholgeruch wahr. Ein Atemalkoholtest ergab rund 1,5 Promille. Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein sichergestellt.

Gegen den 34-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gewitter über Rosenheim: Wetterleuchten holte manche aus dem Schlaf

Gewitter über Rosenheim: Wetterleuchten holte manche aus dem Schlaf

Rosenheim – Gegen 2 Uhr erhellten in der Nacht auf den heutigen Donnerstag immer wieder Blitze den Himmel über Rosenheim. Das Wetterleuchten war zunächst völlig lautlos, dauerte aber über längere Zeit an und war so hell, dass einige Rosenheimer davon aufwachten. Erst gegen 4 Uhr folgten Donner und Regen.

„Ich habe noch nie ein so heftiges und langes Wetterleuchten gesehen wie in dieser Nacht“, berichtet eine Rosenheimerin. Wer um diese Uhrzeit aus dem Bett stieg und einen Blick zum Himmel warf, konnte die Blitze immer wieder am Horizont beobachten.
Das Wetterleuchten selbst war dabei zunächst völlig lautlos. Nur der helle Schein der Blitze kündigte das heranziehende Gewitter an. Erst rund zwei Stunden später war das Gewitter dann tatsächlich über Rosenheim angekommen – diesmal mit Donner und Regen.

Am heutigen Donnerstagvormittag (20.8.2026)  hat sich die Wetterlage zunächst wieder beruhigt. Im Laufe des Nachmittags und am Abend kann es laut Wetterbericht jedoch erneut regnen. Am morgigen Freitag (21. August) soll es dann deutlich kühler werden. Es werden anhaltender Regen beziehungsweise Regenschauer erwartet – und eventuell auch weitere Gewitter.

Wer in der vergangenen Nacht das Wetterleuchten verschlafen hat, bekommt möglicherweise also schon bald die nächste Gelegenheit, den Blick zum Himmel zu richten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)