TSV 1860 Rosenheim unterliegt in Ismaning mit 2:4

TSV 1860 Rosenheim unterliegt in Ismaning mit 2:4

Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat mit der ersten Mannschaft am Samstag in der Bayernliga beim FC Ismaning eine 2:4-Niederlage kassiert. Dabei erwischten die Sechzger einen Start nach Maß: Edis Muhameti brachte Rosenheim bereits in der 2. Minute mit 1:0 in Führung.

Danach bekam Ismaning jedoch zunehmend Zugriff auf die Partie. Nach Ballverlusten gelang es den Rosenheimern mehrfach nicht, schnell genug in die defensive Ordnung zu kommen und die Gegenspieler unter Druck zu setzen. Die Gastgeber nutzten die Räume konsequent und drehten das Spiel noch vor der Pause mit drei Treffern zum 3:1.

Sechzger kämpfen sich zurück

Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Sechzger gegen die drohende Niederlage. Muhameti verwandelte einen Elfmeter zum 2:3-Anschlusstreffer. Danach bot sich den Rosenheimern sogar die Chance, die Partie wieder auszugleichen.
Die Entscheidung fiel schließlich in der Nachspielzeit. Nach einem erneuten Ballverlust fehlte die Absicherung, Ismaning nutzte die Situation und traf zum 4:2-Endstand. Auch dieser Gegentreffer erinnerte in seiner Entstehung an die drei Ismaninger Tore aus der ersten Hälfte.

Damit blieb für den TSV 1860 Rosenheim trotz einer engagierten zweiten Halbzeit und der zwischenzeitlichen Ausgleichschance nur die 2:4-Auswärtsniederlage
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim).

Starbulls Rosenheim starten am Freitag in neue DEL2-Saison

Starbulls Rosenheim starten am Freitag in neue DEL2-Saison

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim starten am  Freitag, 18. September, mit einem Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars in die DEL2-Saison 2026/27. Für das erste Hauptrunden-Heimspiel in der SPIE Arena gibt es einige organisatorische Änderungen und Hinweise für Besucher.

Die Arena öffnet eine Stunde vor Spielbeginn. Die Einlässe bleiben nach Angaben der Starbulls unverändert. Für Besucher der Marc O’Polo Lounge beginnt der Einlass bereits eineinhalb Stunden vor Spielbeginn. Der Zugang erfolgt ebenfalls über den bisherigen Eingang.

Keine Abendkasse

Eine Abendkasse wird es in der neuen Saison nicht geben. Wer das Spiel besuchen möchte, muss sein Ticket daher vorab über den Online-Ticketshop der Starbulls oder das TicketZentrum Rosenheim kaufen. Beim Kauf im TicketZentrum entfällt nach Angaben der Starbulls die Servicegebühr von zwei Euro.

Ab Freitag stehen außerdem wieder die Rollstuhlpodeste zur Verfügung. Nach Angaben des Vereins sind dafür aktuell noch drei Plätze frei.

Fantreff bleibt zunächst geschlossen

Das „Wolfgangs Brand“ Bulls28 bleibt beim ersten Heimspiel der Saison geschlossen. Grund sind weiterhin laufende Arbeiten rund um den Stadionvorbau. Nach Angaben der Starbulls soll der Fantreff voraussichtlich auch beim nächsten Heimspiel am 27. September noch geschlossen bleiben. Eine Wiedereröffnung ist derzeit für Oktober vorgesehen. Über den genauen Termin wollen die Starbulls gesondert informieren.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim: / Beitragsbild: Copyright Ludwig Schirmer)

DGB ruft zur Teilnahme an Demo in Nürnberg auf

DGB ruft zur Teilnahme an Demo in Nürnberg auf

Rosenheim / Nürnberg – Der DGB im Landkreis Rosenheim ruft zur Teilnahme an einer bayernweiten Demonstration am Samstag, 26. September, in Nürnberg auf. Die Gewerkschaften wollen dabei gegen aus ihrer Sicht geplante Einschnitte beim Sozialstaat protestieren.

Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ richtet sich die Demonstration nach Angaben des DGB gegen Pläne und Vorschläge der Bundesregierung, die aus Sicht des Gewerkschaftsbundes insbesondere Arbeitnehmer belasten und den Sozialstaat weiter unter Druck setzen.

Gemeinsame Anreise aus dem Landkreis Rosenheim

Für die Anreise nach Nürnberg werden aus den Landkreisen gemeinsame Busfahrten organisiert. Gewerkschaftsmitglieder können sich dafür bei ihrer jeweiligen Gewerkschaft anmelden. Nicht-Mitglieder können sich per E-Mail an rosenheim@dgb.de für die Busfahrt anmelden.
Abfahrtszeiten und Zustiegsorte sind auf der Internetseite des DGB Bayern zu finden.
(Quelle: Pressemitteilung DGB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Frontalzusammenstoß in der Kirchbachstraße

Frontalzusammenstoß in der Kirchbachstraße

Rosenheim – Bei einem Zusammenstoß zweier Autos in der Rosenheimer Kirchbachstraße sind am Mittwochabend (16. September) die beiden Fahrer leicht verletzt worden. Beide Fahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Nach Angaben der Polizei entstand ein Gesamtschaden von rund 30.000 Euro.

Nach Angaben der Polizei fuhr ein 69-jähriger Rosenheimer gegen 18.20 Uhr mit seinem Auto auf der Kirchbachstraße in südöstlicher Richtung. Zur gleichen Zeit war ein 20-jähriger Rosenheimer auf der Salurner Straße unterwegs. Er bog an der Einmündung nach rechts in die Kirchbachstraße ab.
Unmittelbar nach dem Abbiegevorgang kam es zum Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto des 69-Jährigen. Beide Fahrer wurden dabei leicht verletzt.

Warum es zu dem Zusammenstoß kam, ist laut Polizei noch Gegenstand der Ermittlungen. Insbesondere soll geklärt werden, welcher der beiden Fahrer gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen hat.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Eigenheimbau deutlich zurückgegangen

Rosenheim: Eigenheimbau deutlich zurückgegangen

Rosenheim – In Rosenheim sind zuletzt deutlich weniger Ein- und Zweifamilienhäuser neu gebaut worden als zu Beginn des Jahrzehnts. Im vergangenen Jahr entstanden darin 40 Wohnungen. Zwischen 2020 und 2022 waren es durchschnittlich 74 pro Jahr. Das geht aus einer Untersuchung des Pestel-Instituts hervor, die im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung „bauen – wohnen – leben“ erstellt wurde.

Für die Studie „Soziale Aspekte des Wohneigentums“ hat das Institut die Entwicklung des Wohneigentums untersucht und dabei auch Rosenheim betrachtet.

Pestel-Institut errechnet 17,6 Millionen Euro weniger Umsatz

Nach Berechnungen des Pestel-Instituts sind den Unternehmen in Rosenheim durch den Rückgang beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern im vergangenen Jahr rund 17,6 Millionen Euro Umsatz entgangen. Betroffen seien unter anderem Bauunternehmen, Handwerker, Architekten und Planer.

„Es geht um einen Umsatzverlust von 17,6 Millionen Euro. Das ist – vorsichtig gerechnet – die Summe, die Unternehmen im vergangenen Jahr in Rosenheim verlorengegangen ist, weil der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern so abgesackt ist“, sagt Matthias Günther, Chef-Ökonom des Pestel-Instituts. Er verweist darauf, dass rund um den Hausbau noch weitere Bereiche betroffen seien: „Insgesamt hängt daran aber noch mehr: Das fängt beim Grundstückskauf an und geht bis zum letzten Pinselstrich im Haus, bis zum Anpflanzen von Bäumen und Büschen im Garten“, erläutert Günther.
Die 17,6 Millionen Euro sind eine Berechnung des Pestel-Instituts und keine gemessene Summe tatsächlich ausgefallener Umsätze.

Stiftung sieht Eigenheim für viele als schwer erreichbar

Mike Kammann, Vorsitzender des Kuratoriums der Schwäbisch Hall-Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Schwäbisch Hall, sieht in der Entwicklung auch ein Problem für Menschen, die Wohneigentum erwerben wollen. „Das Wohnen in den eigenen vier Wänden hat in Rosenheim einen empfindlichen Dämpfer bekommen. Für viele ist der Traum vom Eigenheim immer schwerer zu erreichen“, sagt Kammann.

Besonders für Menschen zwischen 25 und 45 Jahren werde der Erwerb von Wohneigentum nach seiner Einschätzung schwieriger. „Die Chancen, in Rosenheim ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen, sinken immer weiter. Wohneigentum ist selbst bei einem durchschnittlichen Einkommen oft nur dann noch möglich, wenn es Hilfe aus der Familie gibt – zum Beispiel durch ein vorgezogenes Erbe“, so Kammann.
Er fordert deshalb eine stärkere staatliche Förderung. „Wohneigentum darf nicht zum Luxus werden. Genau da muss jetzt etwas passieren: Die Eigentumswohnung, das Reihenhaus, das Einfamilienhaus – die Menschen, die bereit sind, dafür zu arbeiten und zu sparen, müssen sich die eigenen vier Wände auch wieder leisten können“, fordert Kammann. Gleichzeitig sagt er: „Wer Wohneigentum will, muss dafür auch ein Stück weit auf Konsum verzichten. Das bedeutet zum Beispiel: eine Zeitlang keine teuren Fernreisen.“

Forderung nach mehr Förderung

Auch das Pestel-Institut fordert einen neuen staatlichen Ansatz. Es schlägt einen „Wohneigentumsplan des Bundes“ vor, der auf Ebene der Bundesländer Zielmarken für die Entwicklung des Wohneigentums festlegen soll. Nach Ansicht des Instituts könnten Förderprogramme dabei auch Haushalten mit mittleren Einkommen helfen.
Als Beispiel nennt Günther das frühere Baukindergeld. „Da hat jeder Förder-Euro 3,70 Euro an staatlichen Einnahmen nach sich gezogen – von der Umsatz- und Lohnsteuer auf dem Bau bis zur Grunderwerbsteuer. Dass der Bund ein Programm, das erfolgreich gelaufen ist, eingestellt hat, sorgt in der Branche für Kopfschütteln“, sagt er. (Anmerkung der Redaktion: Die Angabe von 3,70 Euro pro Förder-Euro ist eine Berechnung des Pestel-Instituts)

Wohneigentum spielt nach Ansicht des Instituts auch bei der Altersvorsorge eine Rolle. Günther argumentiert, dass im Ruhestand häufig weniger Einkommen zur Verfügung stehe, während Mietkosten weiter anfielen. „Wenn die Rente kommt, haben die Menschen weniger Geld im Portemonnaie. Aber die Miete bleibt. Sie steigt sogar und drängt mehr und mehr ältere Menschen in die Altersarmut: Altersarmut ist Mieterarmut – auch in Rosenheim“, sagt Günther.

Kammann verbindet Wohneigentum ebenfalls mit finanzieller Absicherung im Alter. Er fordert deshalb, den von ihm gesehenen Rückgang beim Wohneigentum in Bayern umzukehren. Das Pestel-Institut sieht darüber hinaus mögliche Auswirkungen auf den Mietmarkt und die regionale Wirtschaft. Mehr Wohneigentum könne nach seiner Einschätzung den Mietmarkt entlasten. Fehlender Wohnraum könne zudem die Gewinnung von Fachkräften erschweren.

Für Bayern und Deutschland formuliert das Institut deshalb ein langfristiges Ziel: „Der Bund muss langfristig das Ziel verfolgen, Bayern und ganz Deutschland mehrheitlich vom Mieter- zum Eigentümerland zu machen.“ Als Vergleich verweist das Institut auf Österreich, die Niederlande und Schweden, wo die Eigentumsquote nach seinen Angaben bei mindestens 50 Prozent liegt. Nach Einschätzung des Pestel-Instituts könnte ein höherer Anteil an Wohneigentum zusätzlichen Wohnraum schaffen und zur sozialen Stabilität beitragen.
(Quelle: Pressemitteilung Schwäbisch-Hall-Stiftung bauen – wohnen – leben / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zoll pflegt zwei Bergtraditionen im Berchtesgadener Land

Zoll pflegt zwei Bergtraditionen im Berchtesgadener Land

Rosenheim – Das Hauptzollamt Rosenheim hat auch in diesem Spätsommer zwei traditionelle Termine im Berchtesgadener Land wahrgenommen: die Begrüßung der Almer Wallfahrer am Funtensee und die inzwischen 64. Zöllner-Bergmesse am Pfaffenkegel nahe dem Jenner.

Zoll begrüßt rund 1.000 Wallfahrer

Zollamtsleiter Stephan Wagner begrüßte gemeinsam mit vier weiteren Zöllnern sowie Vertretern der Polizei die rund 1.000 Teilnehmer der Almer Wallfahrt am Funtensee. Die Pilger waren auf dem Weg von Österreich über die grüne Grenze nach Deutschland.
Mit einem Augenzwinkern gab Wagner grünes Licht für die Fortsetzung der Wallfahrt: „Die durchgeführten Warenkontrollen führten zu keinen Beanstandungen“.
Nach dem Almsegen durch Pfarrer Franz Auer setzte sich die Gruppe über das Kärlingerhaus und die Saugasse in Richtung Königssee fort. Dort wurden die Zöllner von Rolf Wundrack, Leiter des Hauptzollamts Rosenheim, in Empfang genommen.
„Dass für diese Hochgebirgswanderung die Wahl auf die richtigen Personen gefallen ist, zeigten mir allein schon deren glückliche Gesichter.“, meinte Wundrack laut Hauptzollamt. Besonders gefreut habe ihn, dass zwei junge Kolleginnen in diesem Jahr erstmals an der Wallfahrt teilnahmen.

Gedenken am Pfaffenkegel

Die 64. Zöllner-Bergmesse fand am Pfaffenkegel oberhalb des Carl-von-Stahl-Hauses statt. Rund 80 Angehörige, Freunde sowie aktive und ehemalige Mitarbeiter des Hauptzollamts Rosenheim kamen dazu zusammen. Wegen des starken Winds mussten sich die Redner bei der Feier laut Hauptzollamt besonderen Bedingungen stellen.
Die Messe wurde zum vierten Mal von Pater Fidelis aus dem Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden gehalten. Für die musikalische Begleitung sorgte eine achtköpfige Besetzung der Zollkapelle Nürnberg unter der Leitung von Armin Scharnagl.

Die Tradition der Bergmesse geht auf den Tod des Bergsteigers und Zöllners Albert Hirschbichler zurück. Der Bad Reichenhaller kam 1959 bei einer Himalaya-Expedition im Alter von 27 Jahren ums Leben. Hirschbichler war beim Zollkommissariat Berchtesgaden tätig.

Gemeinsam mit vier weiteren Bergsteigern wurde er bei der Expedition am Batura im Norden Pakistans vermutlich von einer Eislawine verschüttet. Seine Leiche wurde nicht gefunden. Kollegen errichteten ihm zu Ehren auf dem 1.837 Meter hohen Pfaffenkegel ein Kreuz mit Gedenktafel.

Seitdem treffen sich dort einmal im Jahr Angehörige und Kollegen des Zolls zur Bergmesse. Auch in diesem Jahr wurde im Anschluss an den Gottesdienst ein Kranz am Gipfelkreuz niedergelegt – zum Gedenken an Albert Hirschbichler und die verstorbenen Kollegen des Hauptzollamts Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Pressestelle HZA Rosenheim)

Flächenverbrauch in Bayern bleibt über dem Landesziel

Flächenverbrauch in Bayern bleibt über dem Landesziel

Bayern – In Bayern wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 8 Hektar Fläche pro Tag zusätzlich für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor. Im Jahr 2024 waren es noch 9,8 Hektar pro Tag. Der Freistaat liegt damit weiterhin über seinem selbst gesetzten Ziel von maximal 5 Hektar pro Tag.

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) nimmt die neuen Zahlen zum Anlass, erneut eine Begrenzung des Flächenverbrauchs zu fordern. Dabei verweist der Verband auch auf die Auswirkungen hoher Temperaturen und trockener Böden.

8 Hektar pro Tag im Jahr 2025

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche 2025 um insgesamt 2.908 Hektar beziehungsweise 0,3 Prozent zu. Ende des Jahres umfasste sie 876.779 Hektar und damit 12,4 Prozent der Fläche Bayerns.
Der Begriff Flächenverbrauch ist dabei nicht gleichbedeutend mit Versiegelung. Zur Siedlungs- und Verkehrsfläche gehören auch unbebaute Bereiche wie Grünflächen, Spielplätze oder Stellplätze.

Das Landesamt weist außerdem darauf hin, dass ein erheblicher Teil des Zuwachses auf Freiflächen-Photovoltaikanlagen entfällt. 2025 kamen dafür 1.222 Hektar hinzu. Nach Angaben des Landesamts entsprachen diese Flächen 42 Prozent des gesamten Zuwachses der Siedlungs- und Verkehrsfläche.

LBV fordert verbindliche Regelungen

Der LBV kritisiert, dass das bayerische Ziel von maximal fünf Hektar Flächenverbrauch pro Tag weiterhin deutlich überschritten wird. „Das Prinzip der Freiwilligkeit ist krachend gescheitert“, so LBV-Geschäftsführer Naturschutzpolitik Helmut Beran. Aus Sicht des Verbands brauche es verbindliche Regelungen sowie Unterstützung für Kommunen, etwa bei der Nutzung bereits bebauter oder brachliegender Flächen.
Auch mit Blick auf die Temperaturen und Niederschläge in diesem Sommer sieht der LBV einen Zusammenhang mit der Flächennutzung. Beran sagt: „Die extreme Hitze im Sommer 2026 hat uns drastisch vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Wasser in der Fläche zu halten. Feuchte Böden sind unerlässlich, um die Luft bei starker Hitze abzukühlen. Werden immer mehr Flächen versiegelt und verbaut, verschärft das die Folgen von Hitzewellen.“

Das Bayerische Landesamt für Umwelt bezeichnete den Sommer 2026 als außergewöhnlich heiß und trocken. Die mittlere Temperatur lag von Juni bis August bei rund 20 Grad Celsius. Gleichzeitig fielen bayernweit rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im Referenzzeitraum 1971 bis 2000.

Der LBV führt darüber hinaus die Entwässerung von Böden als weiteren Faktor an. Nach Ansicht des Verbands können trockene Böden weniger Wasser speichern und dadurch weniger zur Abkühlung durch Verdunstung beitragen. Versiegelte Flächen könnten Niederschlag zudem nicht oder nur eingeschränkt aufnehmen. „Falsche Landnutzung und Flächenfraß setzen einen Kreislauf in Gang, der die Folgen des Klimawandels immer weiter anheizt. Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch zum Schutz der Menschen muss der zügellose ‚Verbrauch‘ von natürlichen Flächen gestoppt werden“, fordert Beran.

LBV fordert Schutz von Staatswald

Der LBV fordert außerdem, dass der Freistaat keine Staatswaldflächen mehr für neue Gewerbegebiete veräußert. Als Beispiele nennt der Verband zwei Vorhaben im Landkreis Schwandorf.
In Teublitz will die Stadt nach Angaben des LBV trotz einer erfolgreichen Klage des Verbands an einem 21 Hektar großen Gewerbe- und Industriegebiet im Staatswald festhalten. Ebenfalls im Landkreis Schwandorf soll nach Angaben des LBV auf einer Staatswaldfläche ein privater Hubschrauberlandeplatz entstehen. Dieser liege in unmittelbarer Nähe zum Charlottenhofer Weihergebiet, einem Naturschutzgebiet mit Vorkommen von Fisch- und Seeadlern.
Der LBV fordert die Staatsregierung auf, den Flächenverbrauch stärker zu begrenzen und aus seiner Sicht besonders wertvolle Flächen zu schützen.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Lynyrd Skynyrd kommt zum Sommerfestival Rosenheim 2027

Lynyrd Skynyrd kommt zum Sommerfestival Rosenheim 2027

Rosenheim – Nach den Fantastischen Vier steht der zweite Headliner für das Sommerfestival Rosenheim 2027 fest: Lynyrd Skynyrd kommt am 18. Juli 2027 in den Mangfallpark. Der Vorverkauf für das Konzert startet am Freitag, 18. September, um 12 Uhr.

Die US-amerikanische Southern-Rock-Band wurde laut Veranstalter RoEvent für das Sommerfestival verpflichtet. Damit stehen bereits zwei große Namen für das Programm 2027 fest.

„Sweet Home Alabama“ und „Free Bird“ live in Rosenheim

Lynyrd Skynyrd wurde Anfang der 1970er Jahre gegründet und ist unter anderem für Songs wie „Sweet Home Alabama“, „Simple Man“ und „Free Bird“ bekannt. Die Band wurde 2006 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Heute wird Lynyrd Skynyrd von Sänger Johnny Van Zant und Gitarrist Rickey Medlocke angeführt. Die aktuelle Besetzung setzt die Musik der Band und ihrer verstorbenen Mitglieder fort. Das letzte Gründungsmitglied Gary Rossington starb 2023.

Zum Repertoire gehören weiterhin die bekannten Klassiker der Band. Das aktuelle Live-Album „Celebrating 50 Years: Live At The Ryman“ dokumentiert die Konzerttätigkeit und enthält Gastauftritte weiterer Musiker.

Vorverkauf startet am Freitag

Tickets für das Konzert in Rosenheim sind ab Freitag, 18. September, um 12 Uhr über die Internetseiten von Sommerfestival Rosenheim und KU’KO sowie am Ticketschalter des KU’KO in der Kufsteiner Straße 4 erhältlich.
Das Sommerfestival Rosenheim findet 2027 im Mangfallpark statt. Mit den Fantastischen Vier und Lynyrd Skynyrd sind bislang zwei Headliner bekannt.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheim Event GmbH / Beitragsbild: Copyright Band Lymyd Skymyd)

Anbau der Kita Apostelkirche fertiggestellt

Anbau der Kita Apostelkirche fertiggestellt

Rosenheim – Die Kindertageseinrichtung Apostelkirche an der Hailerstraße in Rosenheim ist erweitert worden. Aus dem bisherigen dreigruppigen Kindergarten ist ein fünfgruppiges Kinderhaus für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren geworden. Der Anbau wurde jetzt eingeweiht.

So sieht das neue Kinderhaus für die Kita Apostelkirche in der Hailerstraße von außen aus. Foto: Stadt Rosenheim

So sieht das neue Kinderhaus für die Kita Apostelkirche in der Hailerstraße von außen aus. Fotos: Stadt Rosenheim

Die Kindertageseinrichtung Apostelkirche besteht seit 1992. Die beiden zusätzlichen Gruppen können ab dem 1. Oktober genutzt werden. Ursprünglich waren die Räume für 24 Krippenkinder geplant. Durch die flexible Raumgestaltung können dort nun je nach Bedarf auch Kindergartenkinder betreut werden.

Rund 4,2 Millionen Euro Kosten

Nach Angaben der Stadt Rosenheim belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts auf rund 4,2 Millionen Euro. Davon werden 550.000 Euro aus staatlichen Mitteln nach dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz (FAG) gefördert. Der Spatenstich für den Anbau erfolgte im Juli 2025, im November 2025 wurde Richtfest gefeiert.

Und so sieht das Kinderhaus von innen aus. Foto: Stadt Rosenheim

Und so sieht das Kinderhaus von innen aus.

Auch die bestehende Einrichtung wurde im Zuge der Arbeiten verändert. Die Kochküche wurde umgebaut und erweitert. Zudem wurde das Außengelände neu gestaltet. Dabei wurden auch die Entwässerungsanlage erneuert und zusätzliche Parkplätze geschaffen.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan erklärte zur Erweiterung: „Mit dem Anbau schaffen wir zusätzlichen Raum für Kinder und Familien und investieren damit ganz konkret in die Zukunft unserer Stadt. Besonders wichtig ist mir, dass die neuen Räume flexibel genutzt werden können und wir so auf den tatsächlichen Bedarf reagieren können.“
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Stadt Rosenheim)

Umweltmobil kommt nach Eggstätt

Umweltmobil kommt nach Eggstätt

Eggstätt – Das Umweltmobil des Landkreises Rosenheim kommt am Dienstag, 29. September, nach Eggstätt. Problemabfälle können in der Zeit von 12 bis 13 Uhr am gemeindlichen Wertstoffhof kostenlos abgegeben werden.

Angenommen werden unter anderem Farb- und Reinigungsmittelreste, Chemikalien, Verdünner, Holz- und Pflanzenschutzmittel, Haushaltsbatterien, Säuren, Laugen und Ölfilter.
Problemabfälle dürfen auch in kleinsten Mengen nicht über die Mülltonne oder das Abwasser entsorgt werden. Sie können schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben und müssen deshalb gesondert erfasst und entsorgt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Öffentlicher Eislauf in Rosenheim: Zeiten im SPIE-Stadion in KW 39

Öffentlicher Eislauf in Rosenheim: Zeiten im SPIE-Stadion in KW 39

Rosenheim – Im städtischen SPIE-Stadion gibt es in der kommenden Woche wieder öffentlichen Eislauf und Schuleislauf.

Hier die Zeiten für KW 39:

  • Montag, 21. September: 8 bis 12.50 Uhr
  • Dienstag, 22. September: 8 bis 9.40 Uhr und 11.10 bis 12.50 Uhr (Von 9.50 bis 11.10 Uhr Unterbrechung wegen Starbulls-Training.)
  • Mittwoch, 23. September: 8 bis 9.40 Uhr und 11.10 bis 12.50 Uhr (Von 9.50 bis 11.10 Uhr Unterbrechung wegen Starbulls-Training.)
  • Donnerstag, 24. September: 8 bis 9.40 Uhr und 11.10 bis 12.50 Uhr (Von 9.50 bis 11.10 Uhr Unterbrechung wegen Starbulls-Training.)
  • Freitag, 25. September: 8 bis 9.40 Uhr und 10.50 bis 12.50 Uhr (Von 9.50 bis 10.40 Uhr Unterbrechung wegen Starbulls-Training.)
  • Samstag, 26. September: Kein öffentlicher Eislauf.
  • Sonntag, 27. September: Kein öffentlicher Eislauf.

Schlittschuhe und Lernhilfen für Kinder können gegen Gebühr im Eisstadion ausgeliehen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

LBV kritisiert Abschussfreigaben für Wölfe in Bayern

LBV kritisiert Abschussfreigaben für Wölfe in Bayern

Bayern -Der bayerische Naturschutzverband LBV kritisiert pauschale Abschussfreigaben für Wölfe in mehreren Landkreisen. Nach Angaben des Verbandes seien entsprechende Regelungen unter anderem im Ostallgäu, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und im Berchtesgadener Land erlassen worden. Der LBV befürchtet, dass eine solche Praxis auch auf die beiden bayerischen Nationalparke ausgeweitet werden könnte.

„Sollte es die Staatsregierung tatsächlich auf die Spitze treiben und den Abschuss von Wölfen in unseren Nationalparken erlauben, würden wir diese unantastbaren Kronjuwelen des bayerischen Naturschutzes mit allen rechtlichen Mitteln verteidigen. Darüber hinaus hält es der LBV für moralisch fragwürdig, die Verantwortung für ein derartiges rechtlich umstrittenes Vorgehen auf die Jägerschaft abzuwälzen“, erklärt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

LBV sieht fehlende Transparenz

Nach Angaben des LBV haben mehrere Landkreise im bayerischen Alpenraum Abschussfreigaben erteilt, obwohl dort keine standorttreuen Wolfsrudel lebten. Bis zum 31. Oktober könne dadurch nach Darstellung des Verbandes jeder Wolf geschossen werden, der in den betreffenden Gebieten auftauche.
„Durch die Vorgehensweise, ohne begründeten Anlass Abschussgenehmigungen für Wölfe einzuholen, entsteht der Eindruck, die Staatsregierung versucht still und heimlich im Alpenraum eine wolfsfreie Zone zu schaffen und so entgegen geltenden EU-Rechts die Rückkehr einer weiterhin geschützten Art zu verhindern“, so Norbert Schäffer. Der LBV kritisiert außerdem, dass solche Abschüsse nach seiner Darstellung nicht zwangsläufig öffentlich bekannt gemacht werden müssten. „Dieses Vorgehen ist für den LBV inakzeptabel“, so der LBV-Vorsitzende.

Auch außerhalb des Alpenraums gebe es nach Angaben des Verbands möglicherweise bereits Abschussregelungen in Gebieten mit und ohne standorttreue Wölfe. Die entsprechenden Bescheide seien mit Ausnahme des Oberallgäus nicht öffentlich zugänglich gemacht worden, so der LBV.
Das Bayerische Landesamt für Umwelt führt aktuell Nachweise von Wölfen aus dem Monitoringjahr 2025/26. Danach gibt es sowohl Nachweise einzelner Tiere als auch Gebiete mit standorttreuen Wölfen.

LBV fordert Abschüsse nur in begründeten Fällen

Der LBV erklärt, das Zusammenleben mit Wölfen bringe Herausforderungen mit sich. Einen Abschuss sehe der Verband jedoch als letztes Mittel an. „Sogenannte präventive Abschussgenehmigungen wie sie derzeit mehrfach in Bayern geschaffen worden sind, sind keine nachhaltige Lösung für Weidetierhalter und verstoßen unserer Einschätzung nach gegen geltendes EU-Recht“, so die LBV-Wildtierökologin Ronja Schlosser.

Als Beispiel nennt der Verband den Wolfsrüden „GW999m“, der nach Angaben des LBV seit acht Jahren im Oberallgäu lebe, ohne ein Nutztier gerissen zu haben. Der Wolf halte sich in einem kürzlich öffentlich ausgewiesenen „Weidegebiet“ auf. So bezeichnen die Jagdbehörden laut LBV die Gebiete, in denen Abschussfreigaben im Alpenraum gelten. „Damit wird ein völlig unauffälliges Tier der Wolfspolitik geopfert“, kritisiert Ronja Schlosser.

Drei illegale Tötungen offiziell bestätigt

Nach Angaben des LBV sind in Bayern derzeit 13 Territorien mit standorttreuen Wölfen bekannt. Im Jahr 2025 seien nach offiziellen Angaben sieben Wölfe bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Bei zwei weiteren Tieren sei die Todesursache noch offen gewesen.
Nach Angaben des Verbands wurden im selben Kalenderjahr von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) zwei Wölfe in Bayern als illegal getötet erfasst. Ein weiterer Fall stamme aus dem Oktober 2024.

Der LBV berichtet zudem von einem der Fälle, bei dem ein Tier einen durch einen Schuss zertrümmerten Vorderlauf gehabt habe. Nach Einschätzung des Verbands deute dies auf einen qualvollen Tod hin. „Bei keinem der neuerdings offiziell als illegale Tötung eingestuften Fälle wurde bisher erfolgreich ein Täter überführt. Wir müssen deshalb von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgehen und befürchten, dass die nun erteilten Abschussgenehmigungen zusätzlich die Hemmschwelle für illegale Aktivitäten senken. Als entschieden wurde, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen, waren den Behörden diese konkreten Verdachtsfälle illegaler Tötungen längst bekannt“, so Norbert Schäffer.

Wolf und Goldschakal wurden zum 1. April 2026 in das bayerische Jagdrecht aufgenommen. Die Bayerische Staatsregierung bezeichnete dies als Grundlage für ein kontrolliertes Bestandsmanagement.

Diskussion um Auswirkungen auf die Wolfspopulation

Der LBV sieht in den Abschussfreigaben eine mögliche zusätzliche Belastung für die bayerische Wolfspopulation. „Werden neben Verkehrstoten und illegalen Tötungen in zahlreichen Landkreisen zusätzlich Wölfe zum Abschuss freigegeben, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die bayerische Population haben“, erklärt Ronja Schlosser. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt unterliegt der Wolf weiterhin dem Naturschutzrecht. Ein Abschuss darf demnach nur zugelassen werden, wenn zumutbare Alternativen nicht gegeben sind und sich der Erhaltungszustand der Population dadurch nicht verschlechtert.

Der LBV fordert die Staatsregierung auf, die aus seiner Sicht rechtlich fragwürdige Praxis der pauschalen Abschussfreigaben zu beenden. „Wir fordern die Bayerische Staatsregierung auf, die rechtlich fragwürdige Praxis pauschaler Abschussfreigaben umgehend zu stoppen. Der Wolf als geschützte Art darf politisch motivierten Abschussgenehmigungen nicht zum Opfer fallen. Es besteht eine ernstzunehmende Gefahr, dass seine weitere Ausbreitung in Bayern behindert und der Erhaltungszustand ernsthaft gefährdet werden“, so Norbert Schäffer.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)