Radfahrer bei Kollision in Rosenheim leicht verletzt

Radfahrer bei Kollision in Rosenheim leicht verletzt

Rosenheim – Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Fahrrad ist am Freitagmorgen (25. September) in Rosenheim ein 23-jähriger Radfahrer leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 7 Uhr an der Kreuzung Äußere Münchener Straße/Am Gries.

Nach Polizeiangaben war der 23-jährige Rosenheimer mit seinem Fahrrad auf dem gekennzeichneten Fahrradstreifen der Äußeren Münchener Straße in Richtung Westen unterwegs. Gleichzeitig fuhr ein 58-jähriger Rosenheimer mit seinem Auto in Richtung Osten. An der Kreuzung wollte er, nach den Angaben der Polizei, nach links in Richtung Fürstätt abbiegen.
Dabei kam es zur Kollision mit dem entgegenkommenden Radfahrer. Nach Angaben der Polizei prallte die Front des Autos gegen die linke Seite des Fahrrads. Der 23-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt. Zur weiteren Abklärung kam er in ein Klinikum.

Der Autofahrer blieb unverletzt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 1.000 Euro. Gegen den 58-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unbekannter schlägt in Rosenheim Fünfjährigem gegen den Fahrradhelm

Unbekannter schlägt in Rosenheim Fünfjährigem gegen den Fahrradhelm

Rosenheim – Ein fünfjähriger Bub war am Samstagvormittag (26. September) mit seiner Mutter in Rosenheim mit dem Fahrrad unterwegs. In der Pernauerstraße kam es dabei zu einem Zwischenfall mit einem bislang unbekannten Mann, der sich nach Polizeiangaben über das Radfahren des Buben auf dem Gehweg ärgerte.

Die Mutter fuhr gegen 10.45 Uhr mit ihrem Fahrrad auf der Fahrbahn in Richtung Westen. Ihr Bub war laut Polizei auf dem Gehweg unterwegs. Als er mit seinem Fahrrad an dem entgegenkommenden Fußgänger vorbeifuhr, soll der Mann einmal mit der flachen Hand gegen den Helm des Buben geschlagen haben. Der Bub stürzte dabei nicht. Nach dem Vorfall klagte er laut Polizei allerdings über leichte Kopfschmerzen.
Der Mann war nach Angaben der Polizei mit einer Frau unterwegs, die schulterlange Haare hatte. Nach dem Vorfall ging das Paar in Richtung Osten weiter. Eine Fahndung nach dem Unbekannten blieb bislang erfolglos.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Körperverletzung und prüft laut eigenen Angaben auch mögliche Verkehrsdelikte.

Polizei sucht Zeugen

Der gesuchte Mann wird von der Polizei als etwa 40 bis 50 Jahre alt und rund 1,80 Meter groß beschrieben. Er soll sehr kurze Haare beziehungsweise eine Glatze und eine kräftige Statur haben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls trug er nach Polizeiangaben ein weißes T-Shirt und einen blauen Rucksack.
Wer den Vorfall am Samstagvormittag in der Pernauerstraße beobachtet hat oder Hinweise auf den Mann geben kann, soll sich bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter 08031/200-2200 melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unkrautbrenner setzt Hecke in Rosenheim in Brand

Unkrautbrenner setzt Hecke in Rosenheim in Brand

Rosenheim – Eigentlich sollte nur das Unkraut in der Einfahrt verschwinden – stattdessen stand plötzlich die Hecke des Nachbarn in Flammen.

Zu dem Feuer kam es nach den Angaben der Polizei am Samstagvormittag (26. September) in der Sudetenlandstraße in Rosenheim. Nach Polizeiangaben war dort gegen 11 Uhr ein 54-jähriger Rosenheimer mit einem Unkrautbrenner zugange. Dabei kam er der Hecke seines Nachbarn offenbar zu nahe. Sie fing sofort Feuer und brannte auf einer Länge von rund drei Metern vollständig ab.

Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Menschen wurden nicht gefährdet. Durch die Hitze wurden allerdings auch Garteneinrichtungen in der näheren Umgebung beschädigt. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 5.000 Euro. Gegen den 54-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Heimatbühne Rosenheim: Im Kloster ist der Teufel los – und das Publikum lacht herzhaft

Heimatbühne Rosenheim: Im Kloster ist der Teufel los – und das Publikum lacht herzhaft

Rosenheim – Ein Kloster, drei nicht ganz so fromme Ordensschwestern, eine strenge Kontrolleurin und jede Menge Dinge, die besser geheim bleiben sollten: Bei der Premiere von „Im Kloster ist der Teufel los“ wurde es am Samstagabend im Mehrzwecksaal der Freien Turnerschaft Rosenheim turbulent. Die Heimatbühne Rosenheim servierte eine rabenschwarze Komödie mit viel Wortwitz, schrägen Figuren und einem Ensemble, das sichtlich Freude am Spiel hatte.

Heimatbühne Rosenheim. Im Kloster ist der Teufel los September 2026. Fotos: Copyright Karin Wunsam

Da geht das beschauliche Leben im Kloster noch seinen gewohnten Gang. Aber das ändert sich schnell. Fotos: Karin Wumsam

Im Kloster Sankt Nepomuk ist die Frömmigkeit nämlich vor allem Fassade. Die Oberin (Sandra Maier) hat ihre Männergeschichten, die Braumeisterin (Renate Gantner) schaut gerne etwas zu tief ins Glas und die Gärtnerin (Leni Garnreiter) widmet sich im Klostergarten Pflanzen, die dort besser nicht wachsen sollten. Die Putzfrau (Susi Zweckstätter) kennt die Geheimnisse des Hauses und weiß, dass Schweigen durchaus seinen Preis haben kann. Und auch der Postbote (Tim Schröder) schaut auffällig häufig im Kloster vorbei.

Dieses gemütliche Lotterleben gerät aus den Fugen, als der Kardinal eine Aufpasserin ins Kloster schickt. Äbtissin Walburga Teufel (Silvia Barthel) soll nach dem Rechten sehen und macht ihrem Namen alle Ehre. Plötzlich müssen Erklärungen gefunden, Spuren verwischt und allerlei Geschichten erfunden werden. Als dann auch noch eine Polizistin (Anna Hau) und ein Bestatter (Martin Stelzer) ins Geschehen geraten, nimmt das Verwirrspiel endgültig Fahrt auf.

Heimatbühne Rosenheim. Im Kloster ist der Teufel los September 2026. Fotos: Copyright Karin Wunsam

Das gesamte Ensemble zeichnete sich durch große Spielfreude und Textsicherheit aus. 

Viel Wortwitz und schräge Figuren

„Im Kloster ist der Teufel los“ von Carsten Lögering lebt weniger von einer komplizierten Handlung als von seinen Figuren, ihren Eigenheiten und vor allem von der Wortkomik. Und davon gibt es reichlich. Immer wieder geht ein herzhaftes Lachen durch den Saal.
Schon die Konstellation, dass der Kardinal ausgerechnet eine Frau namens Teufel zur Kontrolle des sündigen Klosters schickt, zeigt, mit welchem Augenzwinkern das Stück arbeitet. Dazu kommen zahlreiche Wortspiele und kleine sprachliche Spitzen, die bei der Premiere immer wieder für Lacher sorgen.

Heimatbühne Rosenheim. Im Kloster ist der Teufel los September 2026. Fotos: Copyright Karin Wunsam

Es wird auch gerne mal etwas schlüpfrig auf der Bühne….

Für die Rosenheimer Inszenierung hat Regisseur Matthias Bauer die Fassung mit acht Rollen gewählt und an einigen Stellen kleine eigene Akzente gesetzt. An der Handlung ändert das nichts, für zusätzliche Lacher sorgen die Änderungen aber durchaus.
So heißt die trinkfeste Braumeisterin in Rosenheim Augustina. Auch die Gärtnerin trägt mit „Marie u Anna“ einen Namen, bei dem sich ein kleines Augenzwinkern entdecken lässt. Im Textbuch werden die beiden Figuren lediglich über ihre Funktionen bezeichnet.

Das Ensemble trägt den Abend

Vor allem aber funktioniert die Inszenierung, weil das gesamte Ensemble mit großer Spielfreude auf der Bühne steht. Die Darsteller gehen in ihren Rollen auf und geben ihren Figuren jeweils einen eigenen Charakter. Dadurch entsteht ein hohes Tempo, das den Dreiakter von Anfang bis Ende trägt.

Besonders auffällig ist Renate Gantner als Braumeisterin Augustina. Sie spielt ihre Figur nicht nur über den Text, sondern arbeitet stark mit Mimik und Gestik. Kleine Blicke, Bewegungen und Reaktionen werden bei ihr selbst zu Pointen. Ihre Darstellung gehört damit zu den auffälligsten Leistungen des Abends.
Auch Susi Zweckstätter hat als Putzfrau einen starken Auftritt. Die Figur ist als gebürtige Russin angelegt und spricht mit entsprechendem Akzent. Dazu kommen ihre Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und die daraus entstehenden verdrehten Redewendungen. „Ich schweige wie Begräbnisgrab“ ist eine davon – und sorgt im Saal prompt für Gelächter.

Die sprachliche Gestaltung dieser Rolle dürfte beim Lernen der Dialoge durchaus eine Herausforderung gewesen sein. Zweckstätter meistert sie bei der Premiere jedoch souverän und ohne Hänger.

Auch die übrigen Darsteller liefern eine sehr gute Leistung. Sandra Maier gibt der Oberin ihren eigenen Charakter, Leni Garnreiter spielt die etwas spezielle Gärtnerin glaubhaft, ebenso Silvia Barthel die resolute Äbtissin Walburga Teufel. Tim Schröder ist als lebensroher Postbote zu sehen, Anna Hau als ebenfalls nicht ganz gesetzestreue Polizistin und Martin Stelzer als zwielichtiger Bestatter. Ihm kommt zum Ende hin noch eine ganz besondere Aufgabe zu. 

Für Schröder ist die Premiere zugleich ein besonderer Einstieg: Er gehört zu den Neuzugängen im Ensemble der Heimatbühne Rosenheim. Die Rolle der Putzfrau ist doppelt besetzt. Bei der Premiere stand Susi Zweckstätter auf der Bühne, bei weiteren Vorstellungen übernimmt auch Henela Buys die Rolle.

Von Anfang bis Ende turbulent

Langweilig wird es in den drei Akten jedenfalls nicht. Das Geschehen bleibt ständig in Bewegung, die Situationen werden zunehmend absurder und der Humor darf dabei auch einmal etwas schlüpfriger werden. Vor allem die Wortspiele machen einen großen Teil des Reizes aus.

Souffleuse Andrea Silvia Kaestner hatte bei der Premiere entsprechend wenig zu tun. Das Ensemble beherrschte seine Texte sicher und kam ohne nennenswerte Hänger durch den Abend.

Die Heimatbühne Rosenheim steht seit 1991 für bairisches Mundarttheater. Rund 110 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich auf und hinter der Bühne – vom Schauspiel über Technik und Maske bis zum Bühnenbau. Zweimal im Jahr bringt der Verein eine neue Produktion auf die Bühne.
Mit einem Teil der Einnahmen unterstützt die Heimatbühne Rosenheim diesmal MaVia. Der Verein setzt sich seit 1989 dafür ein, Menschen zu beraten und zu unterstützen, die von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind.

Nach der Premiere gibt es noch neun weitere Möglichkeiten, „Im Kloster ist der Teufel los“ in Rosenheim zu sehen. Für die meisten Vorstellungen sind noch Karten erhältlich. Termine und Tickets gibt es über den Spielplan der Heimatbühne Rosenheim.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 27. September – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass das Einhorn das Nationaltier Schottlands ist?
Schon seit Jahrhunderten spielt das Fabelwesen in der schottischen Geschichte und Symbolik eine besondere Rolle.
Manchmal darf es auch ein bisschen außergewöhnlich sein.

Vielleicht bewahrst Du Dir heute etwas von Deiner Fantasie.

Wir wünschen Dir einen märchenhaften Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Starbulls verlieren Derby  in Landshut knapp mit 1:2

Starbulls verlieren Derby in Landshut knapp mit 1:2

Rosenheim – Auch im dritten Saisonspiel der DEL2 bleiben die Starbulls Rosenheim ohne Punkte. Im Derby beim EV Landshut unterlagen die Rosenheimer am Freitagabend (15. September) mit 1:2. Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen und umkämpft. Fabian Dietz erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, zwei Unachtsamkeiten brachten die Starbulls letztlich um einen möglichen Punktgewinn.

4.448 Zuschauer in der ausverkauften VR-Bank Landshut Arena sahen von Beginn an ein intensives Derby. Die Starbulls hatten früh die Chance, in Überzahl in Führung zu gehen. Lewis Zerter-Gossage kam dabei zu einer guten Möglichkeit.
Stattdessen schlug Landshut unmittelbar nach Ablauf der Strafzeit zu. David Elsner kam von der Strafbank, wurde von Jakob Mayenschein bedient und lief alleine auf Christopher Kolarz zu. Elsner legte den Puck am Rosenheimer Torwart vorbei zum 1:0 ins Netz (3.).

Im ersten Drittel hatten die Gastgeber leichte Vorteile, ein deutliches Chancenplus gab es aber nicht. Die Starbulls konnten ihre vier Überzahlspiele an diesem Abend nicht nutzen, überstanden ihre vier Minuten in Unterzahl dagegen ohne Gegentor.

Dietz sorgt für den Ausgleich

Zu Beginn des zweiten Drittels erwischten die Rosenheimer zunächst keinen guten Start. Danach übernahmen die Grün-Weißen aber zunehmend die Kontrolle und kamen zu mehreren Möglichkeiten.
In der 35. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Scott Feser setzte sich durch und spielte einen präzisen Querpass auf Fabian Dietz. Der Rosenheimer Stürmer ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 1:1.
Auch in der Schlussphase des zweiten Drittels hatten die Starbulls mehr vom Spiel. Doch gleich zu Beginn des letzten Abschnitts leisteten sie sich eine folgenschwere Unachtsamkeit.

Nach einem Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie und einem missglückten Rückwärtsgang kam Andreas Schwarz zum Abschluss. Kolarz konnte zunächst parieren, auch den Nachschuss wehrte der Rosenheimer Torwart ab. Jakob Mayenschein blieb jedoch unbehelligt und drückte die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal 40 Sekunden im Schlussdrittel gespielt.

Lukes hält Landshuter Sieg fest

Die Starbulls gaben sich damit nicht geschlagen. Jordan Taupert hatte nach einem Querpass von Zerter-Gossage die große Chance zum erneuten Ausgleich. Landshuts Torwart Stephan Lukes verhinderte den Treffer in der 44. Minute noch auf der Linie.
Überhaupt erwies sich Lukes an diesem Abend als großer Rückhalt für die Gastgeber. Die Rosenheimer kamen zu weiteren guten Möglichkeiten, doch der Landshuter Schlussmann parierte mehrfach stark.

Auch als die Starbulls in den letzten Minuten ohne Torwart und mit sechs Feldspielern auf dem Eis den Ausgleich erzwingen wollten, blieb der EVL-Kasten sauber.
„Es war ein heiß umkämpftes Spiel, das haben wir erwartet und gekriegt. Wir hatten genug Chancen, um zu gewinnen. Beide Torhüter waren gut, aber der Landshuter Torwart war bester Spieler auf dem Eis. Die Jungs haben alles versucht. Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Resultat zu akzeptieren“, sagte Starbulls-Headcoach Jari Pasanen nach der Partie.

Lob hatte Pasanen auch für Lukas Laub übrig, der nach längerer Pause wieder zum Einsatz kam: „Hut ab vor Lukas Laub. Er war lange raus und hat uns überrascht, dass er signalisiert hat ‚ich spiele‘. Wie er geradelt hat und auch mit der Scheibe gute Entscheidungen getroffen hat – Respekt! Und Riesendank an unsere Fans und für die tolle Stimmung. Wenn wir so gespielt hätten, wie sie uns angefeuert haben, hätten wir sicherlich im Bus etwas mitzunehmen.“

Viel Zeit zum Ärgern bleibt den Starbulls nicht. Am Sonntag (27. September) steht bereits das nächste Heimspiel an. Dann sind die Bietigheim Steelers in der SPIE Arena zu Gast. Spielbeginn ist um 17 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim 1972: Das Mittertor sollte tatsächlich einmal weg

Rosenheim 1972: Das Mittertor sollte tatsächlich einmal weg

Rosenheim – Heute gehört das Mittertor zu Rosenheim wie der Max-Josefs-Platz und der Ludwigsplatz. Kaum vorstellbar, dass das mittelalterliche Stadttor einmal als Verkehrshindernis galt und sogar sein Abriss im Raum stand. Unser historisches Foto aus dem Jahr 1972 zeigt das Mittertor – und damit ein Bauwerk in einem entscheidenden Jahr seiner Geschichte.

In den 1950er- und 1960er-Jahren war der Autoverkehr stark gewachsen. Das bekam auch das Mittertor zu spüren. Zwischen Max-Josefs-Platz und Ludwigsplatz zwängte sich der Verkehr durch den schmalen Torbogen. Autos und Omnibusse wurden immer mehr, das historische Bauwerk wurde zunehmend als Nadelöhr wahrgenommen.
Die Vorstellung einer „autogerechten Stadt“ machte auch vor Rosenheim nicht Halt. Ein breiterer Verkehrsfluss schien wichtiger als das alte Stadttor. Tatsächlich wurde deshalb ernsthaft darüber diskutiert, das Mittertor abzureißen.

1972 fiel die Entscheidung

Ausgerechnet das Jahr, in dem unser Foto entstand, brachte dann die Wende. Das historische Bewusstsein war gewachsen, gleichzeitig gab es Protest gegen den möglichen Abriss. Der Rosenheimer Stadtrat beschloss 1972 schließlich, das Mittertor dauerhaft zu erhalten.
Damit war das Tor gerettet. Der Verkehr sollte sich künftig dem historischen Stadtbild anpassen – und nicht umgekehrt.

Das war keine Selbstverständlichkeit. In dieser Zeit verschwanden auch in Rosenheim historische Gebäude, wenn sie modernen Bauvorhaben im Weg standen. Nur zwei Jahre später, 1974, wurde beispielsweise der alte Gillitzerblock für einen Kaufhaus-Neubau abgerissen.

Beim Mittertor kam es anders. In den folgenden Jahren wurde die Innenstadt zunehmend vom Durchgangsverkehr entlastet. 1984 war schließlich Schluss mit dem Autoverkehr durch das Mittertor: Die heutige Fußgängerzone wurde eröffnet.

Wenn man heute durch den Torbogen geht oder auf dem Max-Josefs-Platz sitzt, denkt man kaum darüber nach, dass an dieser Stelle auch eine breite Straße hätte entstehen können. Unser Foto aus dem Jahr 1972 zeigt deshalb nicht einfach nur ein altes Rosenheimer Stadttor. Es hält einen Moment fest, in dem sich entschied, dass dieses Stück Stadtgeschichte bleiben darf.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Drachenbootrennen in Rosenheim: Zu wenig Wasser für volle Fahrt

Drachenbootrennen in Rosenheim: Zu wenig Wasser für volle Fahrt

Rosenheim – Die Mangfall macht es den Drachenbootfahrern heuer besonders schwer. So wenig Wasser gab es beim Rosenheimer Drachenbootrennen bisher noch nie. Die Boote kommen nur mühsam voran, am Ufer ragen spitze Steine aus dem Wasser. Trotzdem wird auf der Mangfall gekämpft, am Ufer gefeiert – und manche Mannschaften haben für ihren Auftritt wieder tief in die Kostümkiste gegriffen.
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Aufgrund der schwierigen Wasserverhältnisse wird heuer bei den Wettkämpfen manchmal ganz schön eng bei den Zweikämpfen. Fotos: Innpuls.me
Die Trommel gibt den Takt vor. Die Paddel tauchen ins Wasser, die Mannschaft zieht gemeinsam durch. Doch heute braucht es auf der Mangfall besonders viel Kraft, bis sich das Drachenboot überhaupt richtig in Bewegung setzt.
Wo sonst ausreichend Wasser unter den Booten ist, wird es in diesem Jahr stellenweise richtig knapp. Der Wasserstand ist so niedrig wie noch nie bei einem Rosenheimer Drachenbootrennen. Besonders an den Ufern wird das sichtbar: Aus dem Wasser ragen teilweise spitze Steine. Wer mit dem Boot zu nah herankommt, läuft Gefahr, aufzusitzen. Auch die Paddel sollten besser nicht mit dem steinigen Untergrund Bekanntschaft machen. Den Teams bleibt deshalb nur eine vergleichsweise schmale Fahrrinne in der Mitte der Mangfall.
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Das Drachenbootrennen zeichnet sich nicht nur durch sportlichen Ehrgeiz sondern auch durch Kreativität bei der Bekleidung aus.
„Man kommt nur schwer vom Fleck“

In den Tagen vor dem Rennen hatten Organisatoren und Teilnehmer den Wasserstand deshalb mit einem unguten Gefühl beobachtet. „Der Wasserstand sank in den vergangenen Tagen immer noch weiter ab“, berichtet Claudia im Gespräch mit Innpuls.me.
Sie ist schon seit vielen Jahren mit ihrem Team beim Rosenheimer Drachenbootrennen dabei und konnte in der Vergangenheit auch einige Erfolge feiern. Die diesjährigen Bedingungen erlebt sie als besondere Herausforderung: „Es ist, als hänge hinten am Boot ein großer Eimer mit Gewicht dran. Man kommt nur schwer vom Fleck.“

Drachenbootrennen 2026. Foto: Innpuls.me
Sie gehören zu denen, die immer wieder gerne mit dabei sind: die Chicas.
Der Schülerwettkampf am Freitag konnte trotz des niedrigen Wasserstands noch problemlos stattfinden. Beim Erwachsenenrennen am heutigen Samstag war die Situation dagegen so schwierig, dass zwischenzeitlich sogar eine Absage im Raum stand. Am Ende entschieden sich die Organisatoren aber dafür, das Rennen stattfinden zu lassen. Sehr zur Freude der vielen treuen Drachenbootfahrer. „Viele der Teams trainieren dafür das ganze Jahr, da wäre es wirklich schlimm gewesen, wenn dann alles umsonst war“, sagt Claudia. Und so wird heute gepaddelt. Trotz des niedrigen Wassers.
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Im Bananenkostüm Richtung Ziel.
40 Teams aus der Region – und darüber hinaus

Zum 16. Mal findet das Rosenheimer Drachenbootrennen heuer statt. Hauptveranstalter ist der Kajak Klub Rosenheim, Unterstützung kommt von der Eventagentur outdoorLUX. Die Moderation haben in diesem Jahr noch einmal Peter Kirmair und Robert Mayr übernommen.
Rund 40 Teams aus Rosenheim und dem Landkreis sind dabei. Doch das Rennen zieht längst auch Mannschaften von weiter her an.

Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Gehören auch zu den Stammgästen: Die Hirschkuss-Ladys.
So geht diesmal ein chinesisches Team aus München an den Start. Ebenfalls wieder mit dabei sind die Augsburger Drachen. Die Mannschaft gehört seit Jahren zu den festen Größen beim Rosenheimer Rennen und fuhr in der Vergangenheit regelmäßig weit vorne mit. Ihr nahezu perfekter Gleichklang beim Paddeln und ihr sportlicher Ehrgeiz sind dabei kaum zu übersehen.
Die weiteste Anreise hatte eine Mannschaft aus Italien. Auch sie kommt bereits seit einigen Jahren immer wieder gerne zum Drachenbootrennen an die Mangfall.

Heuer gibt es eine neue Sportklasse

Das niedrige Wasser macht Bestzeiten in diesem Jahr eher unwahrscheinlich. Für die Stimmung ist das allerdings kein Problem. Zumal es heuer eine Neuerung gibt: Neben der Damen- und der Herrenklasse wird erstmals auch eine Sportklasse für die besonders ambitionierten Teams ausgetragen.
Das kommt vor allem bei den Mannschaften gut an, die nicht mit dem allergrößten sportlichen Ehrgeiz antreten. „Das ist heuer schon besser. Gegen ein paar Teams hatte man bisher ja eh nie eine Chance. Jetzt schaut es endlich mal auch für uns gar nicht so schlecht aus mit einem Platz ganz oben“, freut sich ein Rosenheimer Teilnehmer, der schon mehrfach dabei war.
Eine andere Teilnehmerin kann den schwierigen Wasserbedingungen sogar etwas Positives abgewinnen. „Es gibt nur kurz vor dem Ziel etwas Strömung. Ansonsten gibt es fast keine Bewegung. Alle Teams haben es heuer mit den gleichen schwierigen Verhältnissen zu tun. Ich finde dadurch sind die Rennen heuer so fair wie nie zuvor.“

Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Ob Meister Eder mit so vielen Kobolden fertig wird?
Auf der Mangfall wird gekämpft, am Ufer gefeiert

Während auf dem Wasser um jeden Paddelschlag gekämpft wird, geht es am Ufer deutlich entspannter zu.
Die Mannschaften haben ihre Lager aufgeschlagen. Zwischen den Rennen wird gegrillt, getrunken und gefeiert. Das traumhafte Herbstwetter mit noch einmal fast hochsommerlichen Temperaturen sorgt zusätzlich für gute Stimmung. Denn das Drachenbootrennen ist seit Beginn an weit mehr als ein sportlicher Wettkampf. Es geht um Teamgeist, um gemeinsame Erlebnisse und natürlich auch um jede Menge Spaß. Und wer nicht um die schnellste Zeit kämpft, kann zumindest um den Preis für das kreativste Team antreten.

Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Das Drachenbootrennen 2026 punktet zwar nicht mit optimalen Wasserverhältnissen, aber dafür mit bestem Wetter.
Meister Eder, Pumuckl und starke Männer im Tütü

Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal einen Sonderpreis für das am besten verkleidete Team. Und dafür haben sich die Mannschaften wieder einiges einfallen lassen.
Mit dabei sind unter anderem ein Meister Eder mit zahlreichen Pumuckls, furchteinflößende Drachen, ein Badeteam und niedliche Marienkäfer. Dazu kommen starke Männer im Tütü, Flower-Power-Outfits, reife Bananen und ein Traum in Rosa. Die Entscheidung dürfte also auch diesmal nicht leicht fallen.

Für die Zuschauer lohnt sich der Besuch an der Mangfall deshalb nicht nur wegen der Rennen. Auf dem Wasser wird um Sekunden gekämpft, am Ufer gibt es jede Menge zu sehen und zu hören.

Finale am Nachmittag, Party am Abend

Die Finalläufe werden am heutigen Samstag gegen 16 Uhr erwartet. Danach geht es beim Kajak Klub Rosenheim weiter. Dort steigt am Abend die Drachenbootparty, außerdem findet die Siegerehrung statt. Die Preise wird der Zweite Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Daniel Artmann überreichen.

Ergebnisse des Drachenbootrennens 2026

Funteam Regional:
1. Platz Stoaling Piraten 1:22,37
2. Platz Mondi Freaks 1:34,20
3. Platz Mangfallpfeil 1:31,02
4. Platz Innplantate 1:31,38
5. Platz Aisinger Wiesel 1:31,93
6. Platz NorthStars Rosenheim 1:34,79
7. Platz Hamberger Flooringer 1:37,66
8. Platz BSZ2WATCH 1:37,38

Damen:
1. Platz Rainbow Queens 1:41,29
2. Platz Chicas 1:41,42
3. Platz Endorfinen 1:43,61
4. Platz Fixe Nixen 1:43,25

Sportklasse:
1. Platz Usain Boat 1:15,94
2. Platz Paniza Birat Italy 1:28,06
3. Platz Nutria Team Trentino 1:26,07
4. Platz Paniza Ladies Italy 1:33,27

Kostümpreis:
1. Platz Hirschkuss Ladies
2. Platz Lausmadl`n
3. Platz Chicas

(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin wunsam)

Und hier ein bunter Bilderbogen des 16. Rosenheimer Drachenbootrennen: 
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Rosenheimer Drachenbootrennen 2026. Fotos: Innpuls.me
Baumpflege an der BGL-7: Zwischen Anger und Piding wird es im Oktober eng

Baumpflege an der BGL-7: Zwischen Anger und Piding wird es im Oktober eng

Landkreis Berchtesgadener Land – Rund 80 Bäume entlang der Kreisstraße BGL 7 zwischen Anger und Piding werden im Oktober gepflegt und zurückgeschnitten. Dafür wird die Straße vom 12. bis 16. Oktober abschnittsweise halbseitig gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr. Autofahrer müssen deshalb mit kurzen Wartezeiten rechnen.

Die Bäume entlang der Strecke sind teilweise mehr als 100 Jahre alt. Hainbuchen, Linden und Ahorne prägen dort das Landschaftsbild. Einige erreichen eine Höhe von bis zu 25 Metern, die Kronen haben einen Durchmesser von rund zehn Metern.
Das teilte das Staatliche Bauamt Traunstein mit. Die Behörde ist für die Unterhaltung der Kreisstraßen im Landkreis Berchtesgadener Land zuständig und damit auch für die Verkehrssicherheit des Baumbestands.

Bei den Arbeiten werden unter anderem abgestorbene Äste entfernt und die Baumkronen zurückgeschnitten. Auch das sogenannte Lichtraumprofil wird freigeschnitten. Damit soll verhindert werden, dass Äste in den Verkehrsraum ragen und dadurch eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen.

Arbeiten dauern fünf Tage

Die Pflegearbeiten führt ein darauf spezialisierter Betrieb aus Amerang durch. Zum Einsatz kommt unter anderem eine mobile Hubarbeitsbühne. Weil die Fahrbahn der Kreisstraße an den Arbeitsstellen nicht breit genug ist, um den Verkehr während der Arbeiten in beiden Richtungen vorbeizuführen, wird er jeweils einspurig über die Baustelle geleitet.
Die Arbeiten finden vom 12. bis 16. Oktober 2026 statt. Betroffen ist die Kreisstraße BGL 7 zwischen Anger und Piding. Verkehrsteilnehmer sollten in diesem Zeitraum etwas mehr Zeit einplanen.
(Quelle: Pressemitteilung  Staatliches Bauamt Traunstein / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Neue Regeln fürs Stromnetz in Rosenheim: Was sich ab Oktober ändert

Neue Regeln fürs Stromnetz in Rosenheim: Was sich ab Oktober ändert

Rosenheim – Photovoltaikanlage auf dem Dach, Batteriespeicher im Keller, Wallbox in der Garage und vielleicht noch eine Wärmepumpe: In immer mehr Häusern kommen elektrische Anlagen hinzu, die das Stromnetz anders beanspruchen als früher. Zum 1. Oktober 2026 ändern die Stadtwerke Rosenheim deshalb ihre technischen Regeln für den Anschluss elektrischer Anlagen an das Stromnetz.

Für die meisten Haushalte ändert sich dadurch im Alltag zunächst nichts. Relevant werden die neuen Vorgaben vor allem dann, wenn eine elektrische Anlage neu angeschlossen, verändert oder erweitert wird.

Was haben PV-Anlagen und Speicher damit zu tun?

Eine Photovoltaikanlage ist nicht nur ein Verbraucher, sondern kann Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Ein Batteriespeicher kann ebenfalls Strom aufnehmen und später wieder abgeben. Gleichzeitig benötigen beispielsweise Wärmepumpen und Wallboxen elektrische Leistung.
Die Stadtwerke Rosenheim verweisen beim Ausbau ihres Stromnetzes darauf, dass die Zahl von Photovoltaikanlagen, Wallboxen und Wärmepumpen zunimmt. Dadurch verändern sich die Anforderungen an das Netz: An manchen Stellen wird mehr Leistung benötigt, an anderen wird mehr Strom eingespeist. Das Stromnetz muss mit diesen Veränderungen umgehen können.
Wie genau eine neue Erzeugungsanlage oder ein Speicher angeschlossen wird, ist deshalb nicht allein eine Frage des Installateurs. Dafür gibt es technische Vorgaben des jeweiligen Netzbetreibers.

Auch PV-Anlagen werden technisch geprüft

Wie umfangreich diese Vorgaben sein können, zeigt das Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen und Speicher im Niederspannungsnetz.

Bei einer neuen Photovoltaikanlage müssen beispielsweise die Anlagen- und Generatorleistung dokumentiert werden. Außerdem wird geprüft, ob die eingebauten Komponenten und ihre technischen Daten mit den Angaben in den Unterlagen übereinstimmen.
Eine Rolle spielt auch der sogenannte Netz- und Anlagenschutz. Er soll sicherstellen, dass eine Erzeugungsanlage bei bestimmten Störungen des Stromnetzes nicht unzulässig weiter einspeist.

Je nach Anlage gibt es außerdem Vorgaben zur Begrenzung der Einspeiseleistung. Im Protokoll wird beispielsweise festgehalten, ob eine technische Einrichtung vorhanden ist, mit der die Einspeisung reduziert werden kann.

Auch die Verteilung der Leistung auf die drei Stromphasen wird geprüft. Damit soll verhindert werden, dass das Stromnetz durch eine ungünstige Verteilung der Einspeisung zu stark belastet wird.

Das Formular sieht außerdem Angaben zu bereits vorhandenen und neu hinzukommenden Erzeugungsanlagen und Speichern vor. Bei einem neuen Anschluss wird also nicht völlig losgelöst vom übrigen Netz betrachtet, was eine einzelne Anlage macht.

Was ändert sich ab 1. Oktober konkret?

Die Stadtwerke Rosenheim Netze GmbH passt zum 1. Oktober ihre Technischen Anschlussbedingungen, kurz TAB, für das Niederspannungsnetz an. Gleichzeitig führt sie Technische Anschlussbedingungen für das Mittelspannungsnetz ein.
Die TAB legen fest, welche technischen Anforderungen beim Anschluss und Betrieb elektrischer Anlagen gelten. Sie sind deshalb vor allem für Netzanschlüsse, Elektrofachbetriebe, Planer und Betreiber entsprechender Anlagen relevant.

Für einen Haushalt, der seinen bestehenden Stromanschluss unverändert nutzt, bedeutet die Änderung dagegen zunächst nichts.

Wer beispielsweise eine neue PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine Wallbox oder eine Wärmepumpe anschließen oder eine bestehende Anlage entsprechend erweitern möchte, sollte sich dagegen mit den geltenden Anschlussbedingungen beschäftigen. Welche konkreten Vorgaben im Einzelfall gelten, hängt von der Anlage und ihrer Leistung ab.

Das Stromnetz muss sich verändern

Der Hintergrund ist ein Stromnetz, in dem sich Erzeugung und Verbrauch verändern. Früher floss der Strom vereinfacht gesagt überwiegend vom Netz zum Verbraucher. Mit immer mehr Photovoltaikanlagen fließt er an sonnigen Tagen auch in die andere Richtung – vom Gebäude zurück ins Netz.
Gleichzeitig kommen neue größere Stromverbraucher hinzu. Eine Wallbox lädt ein Elektroauto, eine Wärmepumpe beheizt ein Haus und ein Batteriespeicher kann Strom zeitversetzt aufnehmen oder abgeben.

Die Stadtwerke bauen ihr Netz deshalb nach eigenen Angaben entsprechend aus und passen die technischen Vorgaben an die veränderten Anforderungen an. Die neuen Technischen Anschlussbedingungen gelten ab 1. Oktober 2026.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Stadtwerke Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Öffentlicher Eislauf in Rosenheim: Diese Zeiten gelten kommende Woche

Öffentlicher Eislauf in Rosenheim: Diese Zeiten gelten kommende Woche

Rosenheim – Lust auf eine Runde auf dem Eis? In der kommenden Woche gibt es im städtischen Eisstadion in Rosenheim wieder mehrere Möglichkeiten zum öffentlichen Eislauf. Am Samstag bleibt die Eisfläche für den öffentlichen Lauf geschlossen.

  • Am Montag (28. September) kann von 8 bis 12.50 Uhr gefahren werden.
  • Am Dienstag (29. September) und Mittwoch (30. September) ist der öffentliche Eislauf jeweils von 8 bis 9.40 Uhr sowie von 11.10 bis 12.50 Uhr möglich.
  • Am Donnerstag (1. Oktober) gelten dieselben Zeiten am Vormittag. Zusätzlich ist die Eisfläche von 20.15 bis 22 Uhr geöffnet.
  • Am Freitag (2. Oktober) kann wieder von 8 bis 9.40 Uhr sowie von 11.10 bis 12.50 Uhr gefahren werden.
  • Am Samstag (3. Oktober) findet kein öffentlicher Eislauf statt.
  • Am Sonntag (4. Oktober) ist die Eisfläche von 13 bis 15.50 Uhr geöffnet.

Schlittschuhe und Lernhilfen für Kinder können gegen Gebühr vor Ort ausgeliehen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Radfahrer bei Kollision in Rosenheim leicht verletzt

Überholmanöver zwingt Autofahrerin auf den Gehweg

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Ein riskantes Überholmanöver hat am Donnerstagabend (24. September) in Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) beinahe zu einem Zusammenstoß geführt. Eine Autofahrerin musste einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen, das gerade einen Radfahrer überholte. Dabei wurde ihr Auto beschädigt. Der unbekannte Fahrer fuhr anschließend weiter.

Die 38-Jährige aus Bad Feilnbach war gegen 17.57 Uhr mit ihrem Auto auf der Aiblinger Straße im Ortsteil Lohholz in Richtung Westen unterwegs. Auf Höhe der Unfallstelle kam ihr, nach den Angaben der Polizei, ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer gerade einen Radfahrer überholte.
Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich die Frau mit ihrem Auto auf den Gehweg aus. Dabei wurden die vorderen und hinteren Felgen auf der rechten Fahrzeugseite beschädigt. Der Schaden liegt nach Polizeiangaben bei rund 200 Euro. Die Autofahrerin und ihr Beifahrer blieben unverletzt.

Polizei sucht Radfahrer als wichtigen Zeugen

Der Fahrer des entgegenkommenden Autos setzte seine Fahrt nach dem Vorfall fort. Zu seinem Fahrzeug und dem Kennzeichen liegen bislang keine näheren Angaben vor.
Die Polizeiinspektion Bad Aibling ermittelt wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und wegen des Verdachts einer Gefährdung des Straßenverkehrs durch das Überholmanöver.

Gesucht wird nun insbesondere der Radfahrer, der von dem unbekannten Auto überholt wurde. Aber auch andere Zeugen, die den Vorfall gegen 17.57 Uhr auf der Aiblinger Straße beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Aibling unter 08061/9073-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)