Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Kirchanschöring / Landkreis Traunstein – Bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindebereich Kirchanschöring ist am Dienstagmorgen (1. September) ein 76-jähriger Pedelec-Fahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam es zuvor zu einer Berührung zwischen zwei Pedelec-Fahrern. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt, wurde der schwere Verkehrsunfall gegen 8.50 Uhr über die Einsatzzentrale gemeldet.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei waren zwei Pedelec-Fahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Leobendorf in Richtung Kirchanschöring unterwegs. An einer Kreuzung auf Höhe des Weilers Pölln kam es nach Angaben der Polizei zu einer Berührung zwischen den beiden Radfahrern.
In der Folge geriet der 76-Jährige laut Polizei unter den Anhänger eines vorbeifahrenden Lastwagens. Der Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land wurde dabei tödlich verletzt.

Umfangreicher Einsatz

Zur Versorgung der Unfallbeteiligten waren unter anderem der Rettungshubschrauber Christoph 14 und ein Rettungswagen im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchanschöring war nach Angaben der Polizei mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort.
Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Freilassing, der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein und der Grenzpolizeistation Laufen übernahmen die Unfallaufnahme.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Ortsverbindungsstraße nach Polizeiangaben für rund vier Stunden vollständig gesperrt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Freilassing unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein. Diese beauftragte einen Gutachter mit der Untersuchung der Unfallstelle.

Ein Kriseninterventionsdienst kümmerte sich um die Betreuung von Zeugen, die sich zum Unfallzeitpunkt vor Ort befanden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Wiesnblaulicht: Räder weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Wiesnblaulicht: Räder weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Rosenheim – Sonnenschein, angenehme Temperaturen und gute Stimmung: So lässt sich der vierte Herbstfesttag am Dienstag (1. September) zusammenfassen. Tagsüber waren die Gassen gut gefüllt, am Abend herrschte ebenfalls reges Treiben auf dem Festplatz. Ganz ohne unerfreuliche Zwischenfälle blieb die Wiesn aber auch diesmal nicht.

Bast’s auf Eure Radl auf

Bast`s auf Eure Radl auf – Diesen Rat gibt die Rosenheimer Polizei den Wiesnbesuchern mit auf den Weg. Denn derzeit liegen der Polizei mehrere Anzeigen über Fahrraddiebstähle im Umfeld des Festgeländes vor. Der entstandene Schaden liegt bei einigen tausend Euro.
Die Empfehlung der Polizei: Die Radl mit stabilen Ketten-, Bügel- oder Faltschlössern sichern. Dünne Ketten oder Speichenschlösser sind dagegen meist kein besonders guter Diebstahlsschutz. Noch besser ist es, das Fahrrad an einem fest im Boden verankerten Gegenstand anzuschließen. Das kann Langfingern den Abtransport trotz Schloss deutlich erschweren.

Geht gar nicht

Ein Verhalten, das sich wohl nur mit „No Go“ beschreiben lässt, legte ein 47-jähriger Italiener an den Tag. Beim Verlassen des Festgeländes gegen 23 Uhr schlug er einer 19-Jährigen auf das Gesäß. Der Mann aus Bozen hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 1,50 Promille im Blut. Die Konsequenz: Wiesnverbot und ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung.

Warum, weshalb, wieso?

Drei Wörter, die meistens Fragen aufwerfen. Auch die Wiesnwache konnte in diesem Fall nicht sofort alle beantworten.
Ein 43-jähriger Mann aus Stephanskirchen führte sich in einem alkoholischen Verkaufsbetrieb auf. Warum, weshalb und wieso er nicht einfach ging, blieb zunächst sein Geheimnis. Vielleicht lag es auch an der berauschend wirkenden Flüssigkeitsaufnahme. Bei dem Mann wurden rund 1,50 Promille festgestellt.
Offenbar zeigte die deutliche Ansprache der Wiesnwache schließlich Wirkung. Der berauschende Zustand verflog zumindest ein Stück weit und machte einem etwas klareren Aufnahmemodus Platz.

Einem Platzverweis kam der 43-Jährige schließlich nach. Nicht jedoch, ohne zuvor noch ein Wiesnverbot ausgesprochen bekommen zu haben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim schreibt Tennisgeschichte – Empfang vor dem Rathaus

TSV 1860 Rosenheim schreibt Tennisgeschichte – Empfang vor dem Rathaus

Rosenheim – Ein Deutscher Meister zu Gast vor dem Rosenheimer Rathaus: Bei schönstem Spätsommerwetter empfing die Stadt am Dienstagnachmittag (1. September) die Herrenmannschaft des TSV 1860 Rosenheim. Im Gepäck hatten die Tennisspieler den Pokal für ihren historischen Erfolg. Erstmals in der Vereinsgeschichte holte die Mannschaft in diesem Sommer die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der 1. Tennis-Bundesliga.

Didi Dörfler bei seiner Rede. Foto: Josefa Staudhammer

Stolz auf den Erfolg – Didi Dörfler, einer der Verantwortlichen des TC 1860 Rosenheim bei seiner Rede. Fotos: Josefa Staudhammer

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, der zweite Bürgermeister Daniel Artmann und die dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht waren gekommen, um der Mannschaft zu gratulieren. Erdogan sprach von einer „grandiosen Leistung“. Und dass dieser Titel etwas Besonderes ist, lässt sich tatsächlich an einigen Zahlen ablesen.

Der Meisterpokal. Foto: Josefa Staudhammer

Heiß begehrt. Aber nur die wenigsten dürfen ihn in den Händen halten – der Meisterpokal. 

Die Rosenheimer blieben in der gesamten Bundesliga-Saison 2026 ungeschlagen. Am letzten Spieltag reichte der Mannschaft ein 3:3 beim Traditionsverein TK GW Mannheim, um die Tabellenführung zu verteidigen und den Meistertitel perfekt zu machen. Damit verwies der TSV 1860 den amtierenden Deutschen Meister TC Bredeney auf den zweiten Platz.

Ein langer Weg bis an die Spitze

Der Meistertitel ist zugleich der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits vor vielen Jahren begonnen hat. Einer, der diesen Weg nahezu vollständig begleitet und maßgeblich mitgestaltet hat, ist Dieter „Didi“ Dörfler.
Seit mehr als 20 Jahren ist Dörfler Vorsitzender und Sportwart der Tennisabteilung des TSV 1860 Rosenheim. Er kennt deshalb auch noch die Zeiten, in denen an einen Deutschen Meistertitel im deutschen Oberhaus nicht zu denken war.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bei seiner Ansprache. Foto: Josefa Staudhammer

Mit Blick auf den Pokal hielt Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan seine Ansprache beim Empfang. 

Nach einer Abmeldung aus der Bayernliga ging es vor rund zwei Jahrzehnten zunächst in der Bezirksliga weiter. Schritt für Schritt arbeitete sich die Mannschaft wieder nach oben. Von 2017 bis 2019 spielte sie in der 2. Bundesliga. Im Sommer 2019 gelang als ungeschlagener Meister der Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Die Premiere im deutschen Oberhaus hätte eigentlich bereits 2020 stattfinden sollen. Doch die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die komplette Bundesliga-Saison abgesagt wurde. So schlug der TSV 1860 Rosenheim erst 2021 erstmals in der 1. Bundesliga auf. Inzwischen ist die Mannschaft dort angekommen, wo sie bislang noch kein Rosenheimer Tennis-Team gesehen hat: ganz oben.

Internationale Profis im Trikot des TSV 1860

Zum Erfolg beigetragen hat eine Mannschaft mit internationaler Besetzung. Die Herren treten unter dem Sponsorennamen Team Marc O’Polo Rosenheim an. Zum Meisterkader gehörten unter anderem der Österreicher Sebastian Ofner und der Chilene Cristian Garín. Beide haben in ihrer Karriere bereits deutlich weiter oben in der ATP-Weltrangliste gestanden: Ofner erreichte Platz 37, Garín sogar Platz 17. Dazu kamen Profis aus Italien, Brasilien, Georgien, Bolivien, Argentinien, Frankreich und Peru.

Das zeigt zugleich, in welcher sportlichen Liga sich die Rosenheimer inzwischen bewegen. Internationale Profis dieser Qualität für eine Bundesliga-Saison nach Rosenheim zu holen, ist mit entsprechendem finanziellen Aufwand verbunden. Flugreisen, Unterbringung, Spielerhonorare und die Organisation rund um die Spieltage müssen finanziert werden.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Sponsoren. Der Name Marc O’Polo ist deshalb nicht nur Bestandteil des Mannschaftsnamens, sondern steht auch für einen Teil der finanziellen Grundlage, auf der das Bundesliga-Team aufgebaut ist.

Gleichzeitig ist der Rosenheimer Meistertitel gerade deshalb bemerkenswert, weil die Tennisabteilung im Vergleich zu einigen anderen Bundesliga-Schwergewichten mit einem vergleichsweise kleinen Etat arbeitet.

Dörfler und Detterbeck halten die Fäden zusammen

Neben Dörfler steht dabei Thomas Detterbeck als Bundesliga-Teammanager im Zentrum. Während Dörfler als langjähriger Abteilungsleiter die Entwicklung der Tennisabteilung prägt, kümmert sich Detterbeck um zahlreiche organisatorische Aufgaben rund um die Bundesligamannschaft. Welche Spieler kommen nach Rosenheim? Wer ist gerade auf einem internationalen Turnier unterwegs und muss kurzfristig zum Bundesliga-Spieltag eingeflogen werden? Wie werden die Einsätze koordiniert? Und wie lässt sich der Spielbetrieb finanzieren?

Dörfler und Detterbeck arbeiten dabei seit vielen Jahren Hand in Hand.

Wie sehr Dörfler mit der Tennisabteilung verbunden ist, zeigt sich auch auf der Anlage an der Pürstlingstraße. Dort trägt inzwischen sogar der Center Court seinen Namen.

„Der Profisport zahlt sich für den Breitensport aus“

Für Detterbeck ist der finanzielle und organisatorische Aufwand für das Bundesligateam dennoch mehr als eine Investition in den Spitzensport. Er sieht darin auch einen direkten Nutzen für die gesamte Tennisabteilung. „Der Profisport zahlt sich für den Breitensport aus. Wenn ein Sportler vorneweg läuft, laufen die anderen ihm nach“, sagte Detterbeck beim Empfang.
Dass Tennis in Rosenheim weit mehr ist als Bundesliga, zeigen die Mitgliederzahlen. Aktuell zählt die Tennisabteilung des TSV 1860 insgesamt 495 Mitglieder. 36 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche.

Auch Oberbürgermeister Erdogan berichtete, dass sich sein eigener Blick auf den Tennissport durch die Entwicklung beim TSV 1860 verändert habe. „Früher habe ich immer gedacht, Tennissport ist eine elitäre Angelegenheit“, sagte er. Die Mitgliederstruktur der Rosenheimer Tennisabteilung habe ihm aber gezeigt, dass Tennis deutlich breiter aufgestellt sei.

Der Meistertitel ist greifbar

Beim Empfang wurde der historische Erfolg dann auch ganz praktisch greifbar. Die Tennisabteilung hatte den Meisterpokal mitgebracht. Erdogan, Artmann und Leicht ließen sich die Trophäe aus nächster Nähe zeigen. „Wir sind mächtig stolz, die deutsche Meisterschaft gewonnen zu haben in einer der stärksten Ligen der Welt“, sagte Detterbeck.

Wie außergewöhnlich der Erfolg ist, zeigt auch ein Blick auf die Geschichte der Bundesliga. Die Herren-Bundesliga wurde 1972 erstmals ausgespielt. Seitdem haben es nur 16 verschiedene Vereine geschafft, Deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Der TSV 1860 Rosenheim ist nun der jüngste Verein in diesem Kreis. Vier der bislang 16 Meistervereine kommen aus Bayern. Der Rosenheimer Titel ist damit nicht nur der erste der Vereinsgeschichte, sondern schreibt auch ein neues Kapitel in der Geschichte des deutschen Mannschaftstennis.

Eine Titelverteidigung wäre „nicht unmöglich“

Dass der Erfolg nun automatisch zur Titelserie führt, glaubt bei den Rosenheimern allerdings niemand. Das Ziel sei, die Mannschaft weiterzuentwickeln und noch besser zu werden. „Erneut den Titel zu gewinnen ist nicht unmöglich, aber es wird schwer“, sagte Detterbeck mit Blick auf die kommende Saison.
Zunächst durfte am Dienstag aber einfach einmal gefeiert werden. Und dafür war der Rathausvorplatz mit Sonnenschein, Meisterpokal und Deutschem Meister genau der richtige Ort.

Vom Tennis zum Padel

Ganz zum Schluss wurde es dann noch einmal persönlich. Didi Dörfler und Abuzar Erdogan vereinbarten, demnächst gemeinsam zum Schläger zu greifen. Allerdings nicht auf dem Tennisplatz. Seit kurzem gibt es in Rosenheim auch eine eigene Padel-Anlage. Dort wollen sich der Tennis-Macher und der Oberbürgermeister zu einem Match treffen.

Ob es dabei ähnlich spannend wird wie beim Saisonfinale in Mannheim, bleibt abzuwarten. Einen Meisterpokal gibt es dannl jedenfalls nicht zu gewinnen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 2. September – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Saturn eine geringere durchschnittliche Dichte als Wasser hat?
Das bedeutet: Würde man ein riesiges Wasserbecken bauen, das groß genug für Saturn wäre, könnte der Planet theoretisch darin schwimmen.
Natürlich gibt es kein Wasserbecken, das auch nur annähernd groß genug dafür wäre.

Vielleicht erinnerst Du Dich heute daran: Auch das, was riesig und mächtig wirkt, kann leichter sein, als Du denkst.

Wir wünschen Dir einen überraschenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Flötzinger-Zelt, Rosenheimer Herbstfest, 1953

Flötzinger-Zelt, Rosenheimer Herbstfest, 1953

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1953. Auf der historischen Aufnahme ist das Rosenheimer Herbstfest zu sehen – genauer gesagt der Eingang zur Flötzinger Festbierhalle auf der Loretowiese.

Wer heute über das Rosenheimer Herbstfest spaziert, erkennt auf den ersten Blick, wie sehr sich die Wiesn in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Das historische Foto aus dem Jahr 1953 vermittelt einen deutlich schlichteren Eindruck. Zu sehen ist ein kleiner Durchgang mit dem Schild „Festbierhalle“ – dahinter die Festhalle des Flötzinger Bräu.
Auch die Bezeichnung auf dem Eingang erzählt ein Stück Herbstfestgeschichte: Als Festwirt wird dort die Familie Partenhauser genannt. Der Name ist auch aus späteren Jahren mit dem Flötzinger-Zelt verbunden. So erinnert beispielsweise ein erhaltenes Kunstwerk aus dem Jahr 1959 an den Festwirt Partenhauser und den damaligen Braumeister.

Besonders schön sind die kleinen Details am Rand des Fotos. Direkt vor dem Eingang steht ein kleiner Brezenstand der Bäckerei Hölzl. Dahinter öffnet sich der Blick auf die damalige Festhalle. Alles wirkt deutlich kleiner und einfacher als das, was die Besucher heute auf der Loretowiese vorfinden.

Ein Blick auf die Wiesn von damals

1953 lag die Wiederaufnahme des Rosenheimer Herbstfestes nach dem Zweiten Weltkrieg erst wenige Jahre zurück. Die Aufnahme zeigt damit eine Wiesn aus einer Zeit, in der das Fest noch stark von den Aufbaujahren der Nachkriegszeit geprägt war.
Gerade deshalb lohnt sich der genaue Blick auf das Foto. Es sind nicht nur die großen Gebäude, die sich verändert haben. Auch die kleinen Verkaufsstände, die Gestaltung der Eingänge und die gesamte Anordnung auf dem Festplatz vermitteln einen Eindruck davon, wie die Rosenheimer Wiesn vor mehr als 70 Jahren ausgesehen hat.

Und vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz dieser Aufnahme aus: Kein riesiger Festzelteingang, keine aufwendige Beleuchtung und keine großen Fahrgeschäfte dominieren das Bild. Stattdessen gibt es einen einfachen Eingang zur Festbierhalle, einen kleinen Brezenstand und dahinter das Zelt.
Ein Stück Rosenheimer Herbstfestgeschichte, das heute fast wie aus einer anderen Welt wirkt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Artikel: Karin Wunsam)

Viele Schwalben über Rosenheim: Am Himmel kündigt sich der Herbstzug an

Viele Schwalben über Rosenheim: Am Himmel kündigt sich der Herbstzug an

Rosenheim – Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber viele Schwalben am Himmel über Rosenheim künden jetzt vom bevorstehenden Ende des Sommers. In diesen Tagen sind auffällig viele der kleinen Flugkünstler in größeren Schwärmen über der Stadt und der Region unterwegs. Für die Vögel beginnt damit die Vorbereitung auf eine lange Reise: Ihr Ziel sind die Winterquartiere südlich der Sahara.

Besonders die Mehlschwalben machen sich jetzt auf den Weg. Nach Angaben des NABU beginnt ihr Herbstzug bereits Ende August beziehungsweise Anfang September. Sie sammeln sich zunächst in größeren Gruppen und ziehen später weiter Richtung Afrika. Rauchschwalben bleiben meist etwas länger und brechen überwiegend zwischen Mitte September und Mitte Oktober auf.

Noch einmal kräftig Insekten jagen

Bevor es losgeht, müssen die Schwalben Energie für die lange Reise sammeln. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Fluginsekten, die sie direkt im Flug erbeuten. Gerade an warmen Spätsommertagen sind deshalb häufig größere Schwärme am Himmel zu beobachten, die über Wiesen, Feldern oder Gewässern auf Insektenjagd gehen.
Die Reise nach Afrika ist für die Vögel eine enorme Leistung. Schwalben aus unserer Region legen dabei mehrere tausend Kilometer zurück. Der LBV Rosenheim nennt für die hier brütenden Schwalben Zugstrecken von etwa 8.000 bis 10.000 Kilometern. Überwintert wird südlich der Sahara.

Große Schwärme vor dem Abflug

Wer derzeit viele Schwalben am Himmel beobachtet, bekommt damit also ein typisches Bild des beginnenden Vogelzugs zu sehen. Die Tiere sammeln sich vor ihrem Weiterflug und nutzen die letzten warmen Wochen, um Nahrung aufzunehmen.
Auch gemeinsame Schlafplätze spielen dabei eine Rolle. Rauchschwalben können sich vor dem Weiterzug beispielsweise in großen Gruppen im Schilf sammeln.

Je nach Art und Wetterlage wird der Rosenheimer Himmel deshalb in den kommenden Wochen zunehmend leerer werden. Während die Mehlschwalben meist den Anfang machen, lassen sich Rauchschwalben häufig noch bis in den Oktober hinein beobachten.

Ein Sprichwort mit langer Geschichte

Übrigens: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ – das bekannte Sprichwort hat seinen Ursprung bereits in der griechischen Antike. Es geht auf eine Fabel des griechischen Dichters Äsop zurück und wurde später auch von Aristoteles aufgegriffen. Gemeint ist ursprünglich, dass ein einzelnes Anzeichen noch keine sichere Aussage über die weitere Entwicklung erlaubt.

In Deutschland gelten Schwalben traditionell als Sommerboten, weil sie im Frühjahr aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurückkehren. Im September zeigt sich nun die andere Seite ihres Zugverhaltens: Die vielen Schwalben am Himmel sind ein Zeichen dafür, dass die nächste Reise bereits begonnen hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Meteorologischer Herbstanfang: Der Sommer 2026  verabschiedete sich mit himmlischen Farbenspiel

Meteorologischer Herbstanfang: Der Sommer 2026 verabschiedete sich mit himmlischen Farbenspiel

Rosenheim – Mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang hat sich der Sommer am Montagabend (31. August) aus meteorologischer Sicht verabschiedet. Rote und orangefarbene Wolken leuchteten über Rosenheim und der Region, während am heutigen Dienstag (1. September) bereits der meteorologische Herbst beginnt. Vom sommerlichen Wetter muss sich die Region deshalb aber noch nicht verabschieden.

Denn temperaturtechnisch geht es zunächst noch recht freundlich weiter. Für Rosenheim werden am Dienstag bis zu 24 Grad erwartet, am Mittwoch können die Temperaturen auf etwa 25 Grad steigen. Nach einem wechselhafteren Donnerstag zeichnet sich für Freitag wieder deutlich wärmeres Wetter ab. Aktuell werden für Rosenheim bis zu 29 Grad vorhergesagt.
Das Foto vom Sonnenuntergang am Montagabend zeigt noch einmal die Farbpalette des ausklingenden Sommers. Rote und orangefarbene Wolken standen am Himmel, während die Sonne am letzten meteorologischen Sommertag unterging.

Warum der Herbst schon am 1. September beginnt

Meteorologisch beginnt der Herbst jedes Jahr am 1. September. Er umfasst die Monate September, Oktober und November. Die Einteilung in vollständige Monate erleichtert Meteorologen die Auswertung und den Vergleich von Wetterdaten über längere Zeiträume.
Kalendarisch beziehungsweise astronomisch sieht es anders aus: Der Herbst beginnt 2026 erst am Mittwoch, 23. September, um 2.05 Uhr. Dann findet die Herbst-Tagundnachtgleiche statt. Zu diesem Zeitpunkt überquert die Sonne auf ihrem scheinbaren Jahreslauf den Äquator von Norden nach Süden.

Was der Herbst zu bieten hat

Auch wenn die warmen Tage im September noch nicht vorbei sind, bringt der Herbst seinen eigenen Reiz mit. In den Wäldern rund um Rosenheim beginnt sich die Natur allmählich zu verfärben. Mit etwas Glück sorgen sonnige und ruhige Herbsttage für klare Sicht auf die Berge und milde Temperaturen. Auch kulinarisch verändert sich die Jahreszeit: Äpfel von den Streuobstwiesen, Kürbisgerichte und andere regionale Herbstprodukte haben jetzt Saison. Und wenn die Abende wieder früher dunkel werden, beginnt auch die Zeit, es sich zu Hause gemütlicher zu machen.

Bis zum kalendarischen Herbstanfang am 23. September bleibt also noch etwas Zeit – und bis dahin kann der September zeigen, dass meteorologischer Herbstanfang und herbstliches Wetter auch gerne mal zwei verschiedene Dinge sind.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Die geheimen Helfer der Spechte: Wie Pilze beim Höhlenbau helfen

Die geheimen Helfer der Spechte: Wie Pilze beim Höhlenbau helfen

Bayern / Rosenheim – Wie entstehen Spechthöhlen? Der LBV untersucht gemeinsam mit der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft und der Universität Bayreuth, welche Rolle holzzersetzende Pilze dabei spielen. Bürger können ihre Beobachtungen melden.

Ein Specht sucht seinen Höhlenbaum möglicherweise nicht zufällig aus. Hinweise deuten darauf hin, dass Bäume mit durch Pilze geschwächtem Holz für die Vögel besonders interessant sind. Wie eng Spechte und holzzersetzende Pilze tatsächlich zusammenhängen, will der Landesbund für Vogel und Naturschutz (LBV) jetzt in einem neuen Bürgerwissenschaftsprojekt untersuchen.

Dafür arbeitet der Verband mit der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft (BMG) und der Universität Bayreuth zusammen. Menschen in ganz Bayern können sich beteiligen: Wer bei einem Spaziergang eine Spechthöhle entdeckt, soll darauf achten, ob am selben Baum auch ein Pilz wächst.

Pilze können den Höhlenbau erleichtern

Spechthöhlen sind wichtige Kleinstlebensräume. Sie werden nicht nur von Spechten als Brut- und Schlafplätze genutzt. Später können auch andere Tiere wie Fledermäuse, Siebenschläfer, Meisen oder Totholzkäfer die Höhlen nutzen.
Holzzersetzende Pilze können bei der Entstehung der Höhlen eine wichtige Rolle spielen.  „Viele Spechtarten profitieren davon, dass holzzersetzende Pilze das Holz weicher machen. Das macht es für den Specht leichter, seine Höhle zu bauen“, erklärt die LBV-Pilzexpertin und Projektmanagerin Lotte Krüger.

Besonders deutlich zeigt sich das beim Schwarzspecht. Er hackt zunächst eine kleine, flache Mulde in den Baum. Mit der Zeit dringen dort Feuchtigkeit und Pilzsporen ein, wodurch das Holz weicher wird. Erst Jahre später erweitert der Schwarzspecht die Stelle zu einer Bruthöhle.
Der kleinere Kleinspecht ist dagegen von Anfang an auf weiches, bereits stark zersetztes Holz angewiesen, da sein Schnabel weniger kräftig ist.

Welche Pilze sitzen an den Höhlenbäumen?

Noch ist nicht genau bekannt, welche Pilzarten an Bäumen mit Spechthöhlen vorkommen. Auch bei den betroffenen Baumarten und der Frage, wie häufig Höhlenbäume tatsächlich von Pilzen besiedelt werden, gibt es Wissenslücken.
„Was wir allerdings noch nicht genau wissen, ist, welche Pilzarten an Höhlenbäumen vorkommen, welche Baumarten besonders häufig betroffen sind und wie häufig Höhlenbäume tatsächlich durch Pilze besiedelt werden“, sagt Lotte Krüger.

Mit dem neuen Meldeprojekt will der LBV diese Zusammenhänge nun in größerem Umfang untersuchen. Die gesammelten Beobachtungen sollen neue Erkenntnisse für den Arten- und Lebensraumschutz liefern und zugleich auf die Vielfalt der Pilze aufmerksam machen.

Wer eine Spechthöhle entdeckt und am selben Baum einen Pilz findet, kann die Beobachtung unter lbv.de/spechthoehle-melden melden.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Residenz Winkler in Aschau: Restaurant „Epicures“ erneut mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Residenz Winkler in Aschau: Restaurant „Epicures“ erneut mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Aschau im Chiemgau: Das Restaurant „Epicures“ in der Residenz Winkler ist auch 2026 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Die erneute Auszeichnung fällt in das 35. Jahr seit der Eröffnung der Residenz in ihrer heutigen Form im September 1991.

Das Restaurant wird von Sternekoch Daniel Pape geleitet. Nach Angaben der Residenz setzt das Küchenteam auf eine klassisch geprägte Küche mit modernen Akzenten. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Produkte und deren handwerkliche Verarbeitung. Mit der erneuten Auszeichnung setzt das „Epicures“ seine langjährige Geschichte im Guide Michelin fort.

Glückwünsche zum Jubiläum

Anlässlich der erneuten Michelin-Auszeichnung besuchten Aschaus Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang und Tourismuschef Herbert Reiter die Residenz Winkler. Sie gratulierten Gastgeber Alexander Winkler, seiner Frau Kornelia, Evi Winkler sowie Sternekoch Daniel Pape und seinem Team.

Die Geschichte des Standorts reicht weit zurück. Das Gebäude der heutigen Residenz blickt auf eine lange gastronomische Tradition zurück. Die Residenz Winkler in ihrer heutigen Form wurde im September 1991 eröffnet.
(Quelle:  Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: re)

Buslinie zwischen Schnaitsee und Wasserburg wird wieder reaktiviert

Buslinie zwischen Schnaitsee und Wasserburg wird wieder reaktiviert

Schnaitsee / Wasserburg – Ab dem neuen Schuljahr fährt zwischen Schnaitsee und Wasserburg wieder regelmäßig ein Bus. Die Buslinie 9413 wird zum 15. September reaktiviert und zunächst für zwei Jahre betrieben. An Schultagen sind sechs Verbindungen zwischen den beiden Orten vorgesehen. Die Landkreise Rosenheim und Traunstein teilen sich die Kosten.

Die Linie war Ende 2025 vom Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Oberbayern (RVO) eingestellt worden. Ein eigenwirtschaftlicher Betrieb war nach Angaben der Landkreise nicht mehr möglich. Nun haben die zuständigen Kreisausschüsse in Rosenheim und Traunstein beschlossen, die Verbindung gemeinsam zu finanzieren.
Zwei der sechs Fahrten beginnen beziehungsweise enden im Schnaitseer Ortsteil Waldhausen. Zusätzlich wird es eine Verbindung von Waldhausen nach Schnaitsee geben.

Vor allem für Schüler wichtig

Mit der Reaktivierung soll insbesondere die Anbindung der weiterführenden Schulen in Wasserburg verbessert werden. Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Schnaitsee erhalten damit wieder mehrere Möglichkeiten, ihren Schulort mit dem Bus zu erreichen.
Nach Angaben der Landkreise profitieren auch andere Fahrgäste von den zusätzlichen Verbindungen. Das Angebot soll beispielsweise für Einkäufe, Arztbesuche oder private Erledigungen genutzt werden können.

Ob die Buslinie über die zunächst vereinbarte Laufzeit von zwei Jahren hinaus bestehen bleibt, hängt laut Landratsamt Rosenheim auch von der Nachfrage ab. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen soll bei der Entscheidung über eine mögliche Fortführung berücksichtigt werden.

Unterschiedliche Tarifregeln

Bei den Fahrscheinen gibt es aufgrund der Landkreisgrenze eine Besonderheit: Der Landkreis Traunstein gehört nicht zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). MVV-Tickets gelten deshalb nur innerhalb des Landkreises Rosenheim.
Der Fahrplan der Linie 9413 zwischen Wasserburg und Schnaitsee wird in die MVV-App eingepflegt und soll dort ab dem Start des Linienverkehrs am 15. September abrufbar sein. Das Deutschland-Ticket gilt hingegen auch über die Landkreisgrenze hinweg.

Landkreise teilen sich die Kosten

Für die Reaktivierung nehmen beide Landkreise Geld in die Hand. Der Landkreis Traunstein beteiligt sich mit 60.200 Euro, der Landkreis Rosenheim mit 77.600 Euro.
Die Linie 9413 war zum 31. Dezember 2025 eingestellt worden, nachdem ein wirtschaftlicher Betrieb ohne finanzielle Unterstützung nicht mehr möglich gewesen war.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Demonstration nach tödlichem Messerangriff: Gedenken am Rosenheimer Bahnhof

Demonstration nach tödlichem Messerangriff: Gedenken am Rosenheimer Bahnhof

Rosenheim – Rund 40 Menschen haben am Montagabend (31. August) in Rosenheim an einer Demonstration unter dem Titel „Gewalt an Frauen bekämpfen!“ teilgenommen. Die Zahl stammt vom Veranstalter, dem Solidaritätsnetzwerk Rosenheim. Der Demonstrationszug führte vom Ludwigsplatz zum Bahnhof. Dort legten die Teilnehmer Blumen und Schilder nieder und zündeten Kerzen zum Gedenken an die in der Nacht zum Sonntag (30. August) getötete 31-jährige Frau an.

Zu der Demonstration hatte das Solidaritätsnetzwerk Rosenheim aufgerufen. Anlass war der tödliche Messerangriff auf die junge Frau, die in der Nacht zum Sonntag (30. August) im Rosenheimer Bahnhof schwer verletzt worden war und später im Klinikum ihren Verletzungen erlag.
Der Demonstrationszug startete am Ludwigsplatz. Bei der Auftaktkundgebung wurde unter anderem über Gewalt gegen Frauen gesprochen. Eine Rednerin des Solidaritätsnetzwerks sagte mit Blick auf die Tat, man wisse noch nichts über das genaue Motiv. Zugleich vertrat sie die Auffassung, dass das Geschlecht des Opfers eine Rolle gespielt haben könne. Ob es sich bei der Tat um einen Femizid handelt, werde sich nach ihren Worten erst noch herausstellen.

Kritik an politischer Instrumentalisierung

In mehreren Redebeiträgen wurde außerdem Kritik an Reaktionen auf die Tat in sozialen Netzwerken und an der politischen Debatte geäußert. Das Solidaritätsnetzwerk wandte sich dabei sowohl gegen eine aus seiner Sicht rassistische Instrumentalisierung der Tat als auch gegen Forderungen nach mehr Überwachung oder Abschiebungen. Eine Rednerin sagte dazu: „Die Rechten benutzen das für ihren Hass und Rassismus. Der Staat nutzt das, um Überwachungsmaßnahmen auszubauen. Andere wiederum benutzen das jetzt, um gegen Obdachlose zu hetzen.“ Das Solidaritätsnetzwerk vertrat zudem die Position, dass Maßnahmen wie mehr Überwachung oder mehr Straßenbeleuchtung die Ursachen von Gewalt gegen Frauen nicht lösen würden. Die Rednerin bezeichnete entsprechende Debatten als „Scheindebatten“.

Auch während des Demonstrationszugs wurden politische Parolen gerufen. Dazu gehörte unter anderem: „Dieser Staat schützt mich nicht – Meine Schwestern schützen mich!“

Gedenkstelle am Bahnhof

Am Bahnhof angekommen, errichteten die Teilnehmer  eine Gedenkstelle. Sie legten Blumen und Schilder nieder und zündeten Kerzen an. Begleitet wurde das Gedenken von einem Lied in spanischer und bayerischer Sprache, in dem es um getötete, verschwundene und vermisste Frauen geht. Zum Abschluss sprach eine Rednerin nochmals über die getötete Frau und die Umstände der Tat. Dabei stellte sie auch einen Zusammenhang zu der ihrer Ansicht nach fehlenden Sicherheit für Frauen her. Zum Abschluss wurde gemeinsam gesungen: „Wir singen ohne Furcht, wir fordern Gerechtigkeit Wir rufen nach jeder vermissten Frau Lasst es laut erschallen: Wir wollen Leben!“

Ermittlungen laufen weiter

Der dringend tatverdächtige 27-jährige deutsche Staatsangehörige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck war unmittelbar nach dem Angriff von Einsatzkräften der Bundespolizei festgenommen worden. Ein Ermittlungsrichter erließ am Sonntag (30. August) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, einen Unterbringungsbefehl wegen des Tatvorwurfs des Mordes. Der Mann wurde anschließend in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben der Polizei hatten sich bei dem Tatverdächtigen konkrete Anhaltspunkte für psychische Auffälligkeiten ergeben. Zu einem möglichen Motiv und weiteren Hintergründen der Tat machen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit weiterhin keine Angaben. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft dauern an (wir berichteten)
(Quellen: Pressemitteilung Solidaritätsnetzwerk Rosenheim / Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Fotomontage Copyright Solidaritätsnetzwerk Rosenheim)

Handballer packen bei Arbeiten an Rosenheimer Luitpoldhalle mit an

Handballer packen bei Arbeiten an Rosenheimer Luitpoldhalle mit an

Rosenheim – Pinsel statt Ball: In der Luitpoldhalle haben die Handballer des Sportbund DJK Rosenheim in den vergangenen Wochen selbst Hand angelegt. Gemeinsam mit der Stadt kümmerten sie sich um zahlreiche Reinigungs- und Renovierungsarbeiten an und in ihrer Heimspielstätte.

Gemeinsam für die Rosenheimer Luitpoldhalle. Foto: Sportbund DJK Rosenheim

Schritt für Schritt erstrahlt die Rosenheimer Luitpoldhalle in neuem Glanz – dank Engagement der Handballer. Fotos: Copyright Sportbund DJK Rosenheim

Die Handballabteilung des Sportbund DJK Rosenheim tritt unter dem Namen Handball Club Inntal (HCI) auf. Die Luitpoldhalle ist Heimspielstätte der Rosenheimer Handballer und wird auch für Veranstaltungen und das Vereinsleben genutzt.
An der Außenseite wurden Fassade und Fenster gereinigt. Im Inneren erhielten Wände einen neuen Anstrich, die Beleuchtung in der Cafeteria wurde ausgetauscht und die dortige Holzdecke gereinigt. Auch Fliesen, Betonteile und Holzverkleidungen wurden gesäubert und teilweise neu gestrichen.

Weitere Arbeiten geplant

Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Als nächster Schritt ist die Modernisierung des mittleren Zuschauerblocks vorgesehen. Unter anderem sollen dort die Sitzbänke abgeschliffen und neu lasiert sowie weitere Bereiche gestrichen werden.
Auch im Außenbereich sind Veränderungen geplant. Fahnen sollen künftig stärker darauf hinweisen, dass die Luitpoldhalle die Heimspielstätte der Rosenheimer Handballer ist.
In Zusammenarbeit mit der Stadt ist außerdem die Anschaffung neuer Tische und Stühle für die Cafeteria geplant.

Luitpoldhallen-Foyer frisch gestrichen .Foto: Copyright Sporbund DJK Rosenheim

Das Foyer wurde frisch gestrichen.

Verein und Stadt arbeiten zusammen

Die Stadt Rosenheim unterstützt die Maßnahmen und beteiligt sich unter anderem an Neuanschaffungen. Die Handballer bringen sich mit ehrenamtlichen Arbeitsstunden und Eigeninitiative ein.

Auch der Vorstand des Sportbund DJK Rosenheim begrüßt das Engagement: „Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Einsatz unsere Handballabteilung ihre Heimspielstätte mitgestaltet. Gleichzeitig zeigt dieses Projekt, was möglich ist, wenn Verein und Stadt partnerschaftlich zusammenarbeiten. Die Luitpoldhalle ist eine städtische Sportstätte, aber für unsere Handballer auch ein Stück Heimat. Dass sie hier selbst Verantwortung übernehmen und so tatkräftig anpacken, verdient großen Respekt und unseren herzlichen Dank.“
Die Arbeiten an der Luitpoldhalle sollen Schritt für Schritt fortgesetzt werden.
(Quelle: Sportbund DJK Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Sportbund DJK  Rosenheim)