Trauermarsch für das Informationsfreiheitsgesetz: Omas gegen  Rechts protestieren gegen geplante Reform

Trauermarsch für das Informationsfreiheitsgesetz: Omas gegen Rechts protestieren gegen geplante Reform

Rosenheim – In Trauerkleidung und mit einem symbolischen Sarg sind die Omas gegen Rechts am vergangenen Samstag (10. Oktober) durch die Rosenheimer Innenstadt gezogen. Mit ihrem zweiten Trauermarsch dieser Art wollten sie auf die geplante Reform des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) aufmerksam machen.

Nach eigener Einschätzung stieß die Aktion auf öffentliche Aufmerksamkeit. Mit Flyern und Gesprächen mit Passanten informierten die Teilnehmer über ihre Kritik an den geplanten Änderungen. Sie befürchten, dass die Reform durch die Regierungskoalition den Zugang zu Informationen erheblich einschränken und faktisch auf eine Abschaffung des Gesetzes hinauslaufen könnte.
Das Informationsfreiheitsgesetz ermöglicht Bürgern unter bestimmten Voraussetzungen den Zugang zu amtlichen Informationen. Die Omas gegen Rechts sehen diesen Zugang durch die geplante Reform gefährdet.
Die Gruppe ruft dazu auf, sich mit Petitionen und Schreiben an Bundestagsabgeordnete gegen die geplanten Änderungen einzusetzen. Ein dritter Trauermarsch ist nach Angaben der Omas gegen Rechts für November vorgesehen.
(Quelle: Pressemitteiljung Omas gegen Rechts Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Omas gegen Rechts Rosenheim)

Von hyperrealistischen Zeichnungen bis zu Metallskulpturen: Künstler zeigen ihre Werke in Kolbermoor

Von hyperrealistischen Zeichnungen bis zu Metallskulpturen: Künstler zeigen ihre Werke in Kolbermoor

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Malerei, Zeichnungen und Skulpturen in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen: Die Interessengemeinschaft der Kolbermoorer Künstler und Hobbymaler lädt von 31. Oktober bis 8. November zur 47. Jahresausstellung in die Aula der Pauline-Thoma-Mittelschule in Kolbermoor ein. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Künstlern aus Kolbermoor und Gästen.

Die Bandbreite reicht von farbintensiven Acryl- und Ölbildern über Aquarelle und Bleistiftzeichnungen bis hin zu Skulpturen aus Ton und filigranen Metallarbeiten. Zu sehen sind gegenständliche und abstrakte Werke ebenso wie kubistische und surrealistische Arbeiten.

Unterschiedliche Stile und Motive

Zu den Ausstellern gehört Ingeborg Benninghoven, die ihre Motive auf farbintensive Formen reduziert. Gert Brosch zeigt Aquarelle und Grafiken, Hildegard Czizegg abstrahierte Landschaften in Acryl. Hanni Harzenetter verarbeitet Eindrücke aus der Natur, Nik Kannengießer widmet sich bekannten Motiven in gegenständlicher Malerei. Sabine Koschier präsentiert ihre Krafttiere, Jens Lerner detailreiche hyperrealistische Zeichnungen.
Weitere Einblicke in unterschiedliche künstlerische Ansätze bieten die Arbeiten von Therese Pramböck mit ihren kräftigen Farben und Formen sowie von Manfred Priller, dessen Werke durch verschiedene Techniken und Themen geprägt sind. Tatjana Raum zeigt figurative Tonskulpturen in Verbindung mit Naturmaterialien, Brigitte Schindler Aquarelle mit überwiegend pflanzlichen Motiven. Penny Seitz-Würdemann widmet sich Bäumen und Wäldern, Erich Wagner geometrischen Kompositionen, meist im kubistischen Stil.

Gäste ergänzen die Ausstellung

Auch mehrere Gäste beteiligen sich an der Ausstellung: Jürgen Gössl zeigt Öllandschaften mit ungewöhnlichen Farben und Bildausschnitten, Dagmar Wittmann dekorative Acrylbilder. Uwe Huber stellt filigrane Metallarbeiten in unterschiedlichen Größen aus – von kleinen Objekten bis zu mannshohen Werken. Uta Beckert gestaltet Szenen aus dem Alltag in Ton, Loz Verney bringt surrealistische Bilder mit.
Die Vernissage findet am Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr statt. Für die musikalische Begleitung sorgen die „Bad Gentlemen“. Während der Ausstellung haben Besucher Gelegenheit, die Werke zu entdecken und mit den ausstellenden Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Öffnungszeiten und Veranstaltungsort

Die Ausstellung ist von Samstag, 31. Oktober, bis Sonntag, 8. November, in der Aula der Pauline-Thoma-Mittelschule, Dr.-Max-Hofmann-Straße 7 in Kolbermoor, zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter www.kolbermoorer-kuenstler.de.
(Quelle: Pressemitteilung Kolbermoorer Künstler / Beitragsbild: Copyright Erich Wagner)

Kamingespräch der SPD Rosenheim: 18-jähriger Unternehmer berichtet von eine

Kamingespräch der SPD Rosenheim: 18-jähriger Unternehmer berichtet von eine

Westerndorf St. Peter / Rosenheim – Wie gelingt es, eigene Geschäftsideen umzusetzen, und welche Rolle spielen politische Rahmenbedingungen für junge Unternehmer? Darüber diskutierten Mitglieder des SPD-Ortsvereins Erlenau-Westerndorf St. Peter und weitere Gäste bei einem Kamingespräch mit dem 18-jährigen Unternehmer Raphael Unterreiner im Gasthof Unterberger in Langenpfunzen.

Unterreiner hat nach Angaben des SPD-Ortsvereins bereits zwei Unternehmen gegründet. Bei dem Gespräch ging es unter anderem darum, beruflichen Zielen zu folgen und sich gesellschaftlich und politisch einzubringen. Nach Darstellung des Ortsvereins wurde dabei auch die Bedeutung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung für unternehmerische Ideen und unabhängiges Denken thematisiert.
Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Altersgruppen. Die jüngste im Kreise, eine 13-jährige Besucherin, sagte über den Gast am Schluss: „Der Raphael Unterreiner war richtig cool, auch wenn ich nicht alles verstanden habe.“
Raphael Unterreiners Fokus lag beim Kamingespräch auf der Ermutigung, dass Menschen in beruflicher Hinsicht ihren Träumen Folgen und sich in die Gesellschaft politisch einbringen sollen.
Zum Abschluss dankte Ortsvereinsvorsitzender Thomas Frank den Teilnehmern für den Austausch. Er erklärte: „Solche Veranstaltungen sind ein Mehrwert gelebter Demokratie, gerade in Zeiten, in denen Populismus auf dem Vormarsch scheint.“
(Quelle: Pressemitteilung SPD Rosenheim / Beitragsbild: SPD Rosenheim)

Die Linke lädt in Wasserburg zu offenem Stammtisch ein

Die Linke lädt in Wasserburg zu offenem Stammtisch ein

Wasserburg  / Landkreis Rosenheim – Die Linke Wasserburg und die Linke Liste Wasserburg laden für Freitag, 23. Oktober, zu einem offenen Stammtisch ein. Beginn ist um 19 Uhr im Perla di Calabria in Wasserburg (Schustergasse 17).

Eingeladen sind nach Angaben der Veranstalter Interessierte aus Wasserburg und dem gesamten nördlichen Landkreis Rosenheim.
Bei dem Treffen soll es um den Austausch über politische Themen und Anliegen aus der Region gehen. Ein festes Programm ist laut der Einladung nicht vorgesehen. Die Teilnehmer können Fragen stellen, mitdiskutieren oder zunächst einfach zuhören.

Die Veranstalter möchten bei dem Treffen auch erfahren, welche Themen die Menschen vor Ort beschäftigen und wo sie politischen Handlungsbedarf sehen. Die Rückmeldungen sollen nach ihren Angaben in die weitere politische Arbeit einfließen.
Eine Mitgliedschaft bei der Partei ist für die Teilnahme nicht erforderlich
(Quelle: Pressemitteilung Die Linke Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls Rosenheim bauen physiotherapeutische Betreuung aus

Starbulls Rosenheim bauen physiotherapeutische Betreuung aus

Rosenheim – Die Gesundheitswelt Chiemgau verlängert ihre Partnerschaft mit den Starbulls Rosenheim und weitet die physiotherapeutische Betreuung der Eishockeymannschaft aus. Auch die Leistungsdiagnostik der Spieler bleibt im Ambulanten Reha- und Gesundheitszentrum Bad Endorf.

Das physiotherapeutische Team aus Bad Endorf betreut die Starbulls bereits seit vielen Jahren. In der neuen Saison soll der Umfang der physiotherapeutischen Betreuung erhöht werden. Die Gesundheitswelt Chiemgau bleibt damit Gesundheitspartner des Rosenheimer Eishockeyclubs. „Die Starbulls geben auf dem Eis alles. Wir freuen uns, die Mannschaft auch abseits des Eises bestmöglich zu unterstützen und unser Engagement in dieser Saison weiter auszubauen“, sagt Norbert Notheis, Geschäftsbereichsleiter der ambulanten Reha- und Gesundheitszentren Rosenheim und Bad Endorf.
Auch Darwin Kuhn, Leiter Sponsoring der Starbulls, hebt die langjährige Zusammenarbeit hervor. Die physiotherapeutische Betreuung, Leistungstests und Reha-Angebote seien wichtige Bestandteile der medizinischen Versorgung der Spieler.

Im Rahmen des „Game Day“ der Gesundheitswelt Chiemgau am 30. Oktober ist außerdem eine Verlosung geplant. Zu gewinnen gibt es Eintritte für die Chiemgau Thermen sowie eine Übernachtung im Ströbinger Hof.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Christoph Sinzinger)

Staatsstraße 2353 bei Gars wird saniert: Vollsperrung ab 19. Oktober

Staatsstraße 2353 bei Gars wird saniert: Vollsperrung ab 19. Oktober

Mühldorf – Autofahrer müssen sich nördlich von Gars im Landkreis Mühldorf am Inn auf eine Umleitung einstellen: Die Staatsstraße 2353 wird auf rund drei Kilometern saniert und ist dafür voraussichtlich von Montag, 19. Oktober, bis Samstag, 7. November, vollständig gesperrt.

Der Umleitungsplan. Grafik: Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim

Der Umleitungsplan. Grafik: Staatliches Bauamt Rosenheim

Die Arbeiten beginnen an der Gemeindestraße bei Höfen und reichen bis zur Einmündung in die Bundesstraße B 12. Erneuert wird die Asphaltdeckschicht. Außerdem werden die Bankette instand gesetzt, Einfahrten hergestellt sowie beschädigte oder fehlende Leitpfosten und Sockel ersetzt. Zum Abschluss erhält die Straße eine neue Fahrbahnmarkierung.

Umleitung über B 12 und Kreisstraßen

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen über die Bundesstraße B 12 sowie die Kreisstraßen MÜ 17 und MÜ 50 umgeleitet. Die Strecke ist vor Ort ausgeschildert.
Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 490.000 Euro. Sie werden vom Freistaat Bayern getragen. Zuständig für die Bauarbeiten ist das Staatliche Bauamt Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim /  Beitragsbild, Grafik: Staatliches  Bauamt Rosenheim)

Bier mit allen Sinnen entdecken: Biersommelier lädt in Rosenheim zur Verkostung ein

Bier mit allen Sinnen entdecken: Biersommelier lädt in Rosenheim zur Verkostung ein

Rosenheim – Wie riecht Bier, welche Aromen lassen sich herausschmecken und warum schmeckt dieselbe Sorte nicht immer gleich? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Werner Pichlmeier. Der Rosenheimer Biersommelier gibt sein Wissen bei Verkostungen weiter und lädt nun gemeinsam mit der Simseer Braumanufaktur zu einem Biergenuss-Seminar nach Rosenheim ein.

Der nächste Termin ist am Freitag, 16. Oktober, im Le Pirate am Ludwigsplatz 5. Von 17 bis 19.30 Uhr können die Teilnehmer verschiedene Bierstile kennenlernen und sich auf eine sensorische Entdeckungsreise durch die Bierwelt der Simseer Braumanufaktur begeben.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 
Mehr als nur „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“

Werner Pichlmeier beschäftigt sich schon lange mit der Frage, was Bier geschmacklich so vielfältig macht. Bei einem früheren Biergenuss-Seminar bei Auerbräu, bei dem Innpuls.me dabei war, wurde deutlich, wie viele Eindrücke in einem Glas stecken können. Neben Farbe und Schaum spielen auch Geruch, Antrunk, Haupttrunk und Nachtrunk eine Rolle.
Je nach Biersorte lassen sich unterschiedliche Aromen wahrnehmen, etwa fruchtige, blumige, karamellige oder schokoladige Noten. Wie diese Eindrücke beschrieben werden, ist allerdings individuell. „Auf die Frage, wie ein Bier schmeckt, gibt es kein richtig oder falsch. Jeder nimmt den Geschmack anders wahr“, erklärte Pichlmeier damals im Gespräch mit Innpuls.me.
Bei den Verkostungen geht es ihm deshalb nicht darum, Bier in richtig oder falsch einzuteilen. Vielmehr möchte er dazu anregen, genauer hinzuschmecken und Bier bewusster wahrzunehmen. Auch die Bierkultur, passende Gläser und die verschiedenen Aromen sind Themen des Seminars.

Anmeldung und Kosten

Das Seminar am 16. Oktober dauert zweieinhalb Stunden und kostet 30 Euro pro Person. Kleine Snacks sind inklusive, bezahlt wird vor Ort. Veranstaltungsort ist das Le Pirate am Ludwigsplatz 5 im ersten Stock in Rosenheim.

Die Anmeldung ist über die Webseite der Simseer Braumanufaktur möglich. Dort finden sich auch weitere Termine. Außerdem können Gutscheine bestellt werden – eine mögliche Geschenkidee für Bierliebhaber.
(Quelle: Mitteilung Werner Pichlmeier / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Bewegung kann Menschen mit Demenz im Alltag unterstützen

Bewegung kann Menschen mit Demenz im Alltag unterstützen

Rosenheim / Landkreis – Wie lassen sich Bewegungsangebote gestalten, an denen auch Menschen mit Demenz teilnehmen können? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Fachtag „Bewegung trotz(t) Demenz“ im Landratsamt Rosenheim. Dabei ging es um praktische Übungen und darum, wie Vereine und Einrichtungen passende Angebote aufbauen können.

Ehrenamtliche aus Vereinen, Seniorenbeauftragte, Betreuungskräfte, Pflegefachkräfte und weitere Interessierte kamen dazu in Rosenheim zusammen. Referent Gerd Miehling vom Zentrum für Erwachsenen- und Seniorensport (ZEUS) erläuterte, welche Bedeutung Bewegung für die körperliche und geistige Fitness hat.
Gemeinsame Aktivitäten können zudem helfen, sozialer Isolation entgegenzuwirken. Gerade Bewegungsangebote in Vereinen oder im Rehasport bieten Menschen mit Demenz die Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu bleiben.

Einfache Übungen statt sportlicher Höchstleistungen

Im Mittelpunkt des Fachtags standen neben theoretischen Grundlagen vor allem praktische Übungen, die sich in den Alltag integrieren lassen. In einem interaktiven Vortrag und anschließenden Workshops konnten die Teilnehmer selbst ausprobieren, wie Bewegung ohne große sportliche Anforderungen gestaltet werden kann. Die Übungen sorgten nach Angaben des Landratsamts auch für eine lockere Atmosphäre und neue Erkenntnisse.
Zum Abschluss ging es darum, welche Angebote es bereits gibt und wie weitere entstehen können. Die Teilnehmer erhielten dazu Informationen über mögliche Finanzierungshilfen und konkrete Anregungen für Bewegungsangebote für Menschen mit Demenz.

Eine weitere Kursleiterschulung unter dem Titel „Sport und Bewegung trotz(t) Demenz“ ist für Januar 2027 geplant. Informationen dazu gibt es beim Landratsamt Rosenheim per E-Mail an bewegung.demenz@lra-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/392-6216 und 08031/392-6235.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim) 

Zwei Klassensiege für BMW-Pilot Andreas Rehwald am Salzburgring

Zwei Klassensiege für BMW-Pilot Andreas Rehwald am Salzburgring

Rosenheim – Zweimal Platz fünf im Gesamtklassement, zwei Klassensiege und eine persönliche Bestzeit: Andreas Rehwald hat mit seinem BMW M3 E36 beim Histo-Cup am Salzburgring eine starke Leistung gezeigt. Der Fahrer des brt BMW Teams setzte sich in beiden Rennen in der Klasse YT4 der Youngtimer bis 3.000 Kubikzentimeter Hubraum durch.

Der Salzburgring war Schauplatz des vorletzten Histo-Cup-Rennwochenendes der Saison. Trotz einer Terminverlegung gingen 165 Teams an den Start. Für das brt BMW Team war das Rennen auf der traditionsreichen Strecke ein Heimspiel.

Persönliche Bestzeit am Salzburgring

Bereits im Qualifying zeigte Rehwald sein Tempo. Mit einer Rundenzeit von 1:30,481 Minuten erreichte er Platz acht im Gesamtfeld und die Bestzeit in seiner Klasse. Im Rennen steigerte er sich weiter: Er fuhr auf den fünften Gesamtrang und sicherte sich den Klassensieg vor Florian Ritt im Audi A4 STW Quattro und Miroslav Svec im BMW M3 E36.
Besonders freute sich Rehwald über seine neue persönliche Bestzeit auf dem Salzburgring. Mit 1:28,759 Minuten war er dort so schnell unterwegs wie noch nie zuvor.

Auch im zweiten Qualifying verbesserte Rehwald seine Zeit auf 1:29,511 Minuten. Das brachte ihm Startplatz sechs im Gesamtfeld und erneut die Bestzeit in der Klasse YT4.
Im zweiten Rennen bestätigte der BMW-Pilot seine Leistung. Hinter dem Sieger Alfons Riedweg in einer Chevrolet Corvette C6 und drei Porsche-GT3-Fahrern überquerte Rehwald erneut als Fünfter die Ziellinie. Damit stand er zum zweiten Mal als Klassensieger fest.

Klassensieg in der Jahreswertung bereits sicher

Vor dem Saisonfinale auf dem Hungaroring ist Andreas Rehwald der Klassensieg 2026 bei den Youngtimern bis 3.000 Kubikzentimeter Hubraum nicht mehr zu nehmen. In der Gesamtwertung des Histo-Cup bleibt es dagegen spannend: Dort liegt er nach Angaben des Teams nur sechs Punkte hinter dem Führenden Norbert Greger im Porsche 997 Cup.
(Quelle: Pressemitteilung RallyeGemeinschaftRosenheim-biwi / Beitragsbild: Copyright brt automotive)

BlöZinger bringen „ERiCH“ zu den Rosenheimer Kleinkunsttagen

BlöZinger bringen „ERiCH“ zu den Rosenheimer Kleinkunsttagen

Rosenheim – Mit wenig Bühnenbild ganze Welten entstehen lassen: Das österreichische Kabarettduo BlöZinger zeigt am Montag, 19. Oktober 2026, bei den Rosenheimer Kleinkunsttagen sein Programm „ERiCH“. Im Mittelpunkt stehen Erinnerungen, Lebensträume und die Frage, was im Leben wirklich zählt. Beginn ist um 19.30 Uhr,, Einlasss ab 18.30 Uhr.

Robert Blöchl und Roland Penzinger sind für ihr sogenanntes Kopfkinokabarett bekannt. Mit wenigen Requisiten, schnellen Rollenwechseln und viel Fantasie lassen die beiden Künstler Figuren und Geschichten lebendig werden. Dabei entsteht das Geschehen vor allem in der Vorstellung des Publikums.
In „ERiCH“ verbinden BlöZinger skurrile Momente mit nachdenklichen und berührenden Passagen. Ihre Inszenierungen leben von präziser Beobachtung, schauspielerischer Wandlungsfähigkeit und überraschenden Wendungen.

Der Auftritt findet im Rahmen der 40. Rosenheimer Kleinkunsttage statt (wir berichteten). Karten gibt es im Vorverkauf unter okticket.de.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheimer Kleinkunsttage / Beitragsbild: Copyright BlöZinger)

Jugendfeuerwehren aus zwei Landkreisen üben gemeinsam den Ernstfall

Jugendfeuerwehren aus zwei Landkreisen üben gemeinsam den Ernstfall

Pittenhart / Landkreis Traunstein – Dichter Rauch in einer Scheune, mehrere vermisste Personen und ein landwirtschaftliches Anwesen in Gefahr: Rund 40 Mädchen und Jungen aus fünf Jugendfeuerwehren haben bei einer gemeinsamen Großübung in Maiering bei Pittenhart den Ernstfall geprobt. Sieben Fahrzeugbesatzungen aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim waren an dem Ausbildungsszenario beteiligt.

Mit dabei waren die Jugendfeuerwehren aus Pittenhart, Amerang, Obing, Kirchensur und Evenhausen. Unterstützt wurden die Jugendlichen von ihren Jugendwarten und weiteren erfahrenen Feuerwehrdienstleistenden.

Menschenrettung und Brandbekämpfung

Das angenommene Szenario forderte die Nachwuchskräfte in mehreren Bereichen. Während einige Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgingen, bauten andere die Wasserversorgung auf, sicherten die Einsatzstelle und unterstützten die Einsatzführung.
Die vermissten Personen konnten im Gebäude gefunden und ins Freie gebracht werden. Dort übernahmen weitere Jugendliche die Betreuung und Versorgung der „Verletzten“. Nachdem der angenommene Brand gelöscht war, wurde das Gebäude mithilfe von Überdrucklüftern vom Rauch befreit.

Jugendliche übernehmen Verantwortung

Neben den praktischen Aufgaben stand auch die Einsatzführung im Mittelpunkt. Unter Anleitung durften Jugendliche einzelne Einsatzabschnitte leiten oder Trupps führen. Dabei konnten sie üben, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und sich mit den anderen Einsatzkräften abzustimmen.

Die gemeinsame Übung zeigte auch, wie wichtig die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg ist. Gegenseitige Unterstützung, klare Kommunikation und ein gutes Zusammenspiel sind entscheidend, wenn mehrere Feuerwehren gemeinsam im Einsatz sind.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ließen die Jugendlichen und ihre Betreuer den Ausbildungstag bei selbstgemachten Burgern ausklingen. Die Initiatoren aus Pittenhart und Amerang zeigten sich mit dem Verlauf der Übung und der Zusammenarbeit der fünf Jugendfeuerwehren zufrieden.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein Korbinian Thiel)

Gastbeitrag: Wenn Spenden ausbleiben – Tierschutzvereine kämpfen ums Überleben

Gastbeitrag: Wenn Spenden ausbleiben – Tierschutzvereine kämpfen ums Überleben

Rosenheim – Der Welttierschutztag am 4. Oktober erinnert jedes Jahr daran, Verantwortung für Tiere zu übernehmen. Doch während viel über Tierschutz gesprochen wird, geraten zahlreiche Vereine, Gnadenhöfe und Tierheime finanziell zunehmend unter Druck. Bernhard Boneberg, Rosenheimer Stadtrat und seit Jahrzehnten ehrenamtlich im Natur- und Tierschutz aktiv, sieht darin eine besorgniserregende Entwicklung. In seinem Gastbeitrag beschäftigt er sich mit dem Wandel der Spendenkultur, der Bedeutung von Erbschaften und der Frage, wie Tierschutzorganisationen langfristig unterstützt werden können.

Es ist ein Datum, das uns traditionell daran erinnert, Verantwortung für diejenigen Mitgeschöpfe zu übernehmen, die keine eigene Stimme haben, um für ihre Rechte einzustehen. Doch während an diesem Tag oft warme Worte in sozialen Netzwerken geteilt und in Foyers gesprochen werden, spielt sich abseits der Öffentlichkeit eine existenzielle Krise ab. Tierschutzvereine, Gnadenhöfe und Tierheime kämpfen zunehmend ums Überleben.

Über den Autor

Bernhard Baron Boneberg engagiert sich seit über 45 Jahren in Vereinen und Verbänden für den Natur- und Tierschutz. Er ist Mitglied des Rosenheimer Stadtrats und schreibt als Gastautor für Innpuls.me über ökologische Themen aus seiner persönlichen Perspektive.

Der Grund dafür ist eine unbequeme Wahrheit, über die wir sprechen müssen: Die Spendenbereitschaft für den klassischen Tierschutz sinkt nach meiner Wahrnehmung seit Jahren. Als Stadtrat und aktiver ehrenamtlicher Tierschützer erlebe ich diese Entwicklung hautnah mit.
Um diese prekäre Situation zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Denn die Spendenkultur in unserer Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. In den 1960er Jahren war das Spendenverhalten noch stark traditionell und lokal verankert. Die Menschen gaben ihr Geld aus tiefer Verbundenheit dem Bayerischen Roten Kreuz, den Kirchen oder der direkten Nachbarschaftshilfe.

Ab den 1970er Jahren rückte dann der Tierschutz stärker in die Mitte der Gesellschaft. Tierschutzvereine erlebten eine Blütezeit bürgerlicher Unterstützung. Tiere galten als wehrlose Schutzbefohlene, für deren Wohlergehen man gerne und regelmäßig spendete.

Doch die gesellschaftlichen Prioritäten bleiben nicht stehen. Mit dem wachsenden Bewusstsein für globale ökologische Zusammenhänge traten ab den 1980er Jahren Organisationen wie der Bund Naturschutz stärker in den Vordergrund. In den 1990er Jahren sammelten schließlich große, international agierende Organisationen wie Greenpeace beachtliche Summen. Der emotionale Fokus vieler Spender verlagerte sich vom individuellen Tierleid vor der eigenen Haustür hin zum globalen Umwelt- und Klimaschutz.

In den darauffolgenden Jahrzehnten, spätestens seit 2015, rückten humanitäre Krisen, die Flüchtlingshilfe und die Bewältigung globaler sozialer Notlagen stärker in den Mittelpunkt vieler Spendenaufrufe. Jeder dieser Zwecke ist zweifellos ehrenwert und von gesellschaftlicher Bedeutung. Doch aus meiner Sicht wurde der klassische Tierschutz durch diesen Wandel der Spendenkultur finanziell zunehmend an den Rand gedrängt.

Wenn auch die Erbschaften ausbleiben

Diese Verschiebung des Spendenaufkommens wäre für die Vereine vielleicht noch abzufangen gewesen, gäbe es nicht ein zweites, aus meiner Sicht weitaus gravierenderes Problem: das Ausbleiben von Erbschaften.
Für unzählige Tierschutzvereine waren und sind Nachlässe und testamentarische Zuwendungen über Jahrzehnte hinweg eine entscheidende finanzielle Absicherung. Die Generation, die in den 1970er und 1980er Jahren den Tierschutz als Herzensprojekt entdeckte, hat damals oft großzügig Tierschutzvereine in ihren Testamenten bedacht. Viele dieser Erbschaften sind in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten angefallen. Es waren solche finanziellen Sonderzuwendungen, die manchen Verein angesichts sinkender Alltagsspenden überhaupt noch über Wasser gehalten haben. Auch in Rosenheim zeigt sich, welche Bedeutung solche Zuwendungen haben können: Der Neubau des Tierheims wurde überhaupt erst durch eine größere zweckgebundene Erbschaft ermöglicht.

Doch die Realität im Jahr 2026 ist aus meiner Sicht eine andere. Es kommt schlichtweg zu wenig nach. Der Zufluss neuer testamentarischer Zuwendungen zugunsten des Tierschutzes scheint vielerorts deutlich abzunehmen. Menschen, die heute ihren Nachlass regeln, setzen möglicherweise andere Schwerpunkte oder ziehen einen gemeinnützigen Verein gar nicht erst als Erben in Betracht.
Wenn es nicht gelingt, diesem Trend entgegenzuwirken, könnten viele Tierschutzeinrichtungen in den kommenden Jahren vor existenziellen finanziellen Problemen stehen.

Ein aktuelles Beispiel: Wenn selbst das Futter knapp wird

Wie unmittelbar sich finanzielle Engpässe auf die tägliche Arbeit auswirken können, zeigt ein aktueller Spendenaufruf des kleinen gemeinnützigen Vereins Dogship Bayern. In einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Instagram-Beitrag schildert der Verein, dass seine Futtervorräte für die betreuten Hunde zur Neige gehen und er die nächste Bestellung kaum noch finanzieren kann.
Die beiden Verantwortlichen nehmen Hunde aus Rumänien auf und betreuen sie, bis sie ein eigenes Zuhause gefunden haben. Manche der Tiere, insbesondere scheue Hunde, bleiben wochen- oder sogar monatelang auf einer Pflegestelle. In dieser Zeit müssen sie zuverlässig versorgt werden. Gleichzeitig fallen verschiedene Kosten an: Tierarztrechnungen, Futter, Sicherheitsgeschirre, Ausgaben für die Betreuung der Hunde und die Unterstützung von Tierschützern in Rumänien bis zur Anreise. Hinzu kommen weitere laufende Kosten für den Verein. Die Verantwortlichen machen deutlich, dass sie und ihre Pflegestellen bereits viel leisten, ihre finanziellen Möglichkeiten aber begrenzt sind. Sie bitten deshalb um Geld- und Futterspenden. 

Dieses Beispiel macht deutlich, wie schnell ein kleiner Verein an seine Grenzen geraten kann. Die Versorgung der Tiere muss weitergehen, auch wenn die Einnahmen nicht ausreichen. Für die betroffenen Hunde ist es unerheblich, ob gerade genügend Spenden eingehen: Sie brauchen täglich Futter, Pflege und Zuwendung.

Wer die genannten Vereine direkt unterstützen möchte, findet hier die von Bernhard Boneberg angegebenen Spendenkonten:

  • Gnadenhof KatzenTRaum e.V.

Sparkasse Bad Aibling

IBAN: DE05 7115 0000 0020 0917 24

  • Dogship Bayern

Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg

IBAN: DE06 7115 2680 0030 2354 02

  • Tierhilfe Hoffnung e.V. (Smeura)
  • Kreissparkasse Tübingen

IBAN: DE47 6415 0020 0002 4804 60

Über das eigene Leben hinaus Gutes tun

Deshalb möchte ich den Welttierschutztag zum Anlass nehmen, einen persönlichen und eindringlichen Appell an Sie zu richten. Ich bitte Sie, liebe Leserinnen und Leser, in einer ruhigen Minute darüber nachzudenken, was mit Ihrem Vermögen geschehen soll, wenn Sie einmal nicht mehr sind. Vor allem diejenigen unter Ihnen, die vielleicht keine Kinder oder andere direkte Erben haben, können über ihr eigenes Leben hinaus Gutes bewirken.

Sie können einen Tierschutzverein in Ihrem Testament bedenken oder – als besonders langfristige Form der Unterstützung – eine Stiftung gründen. Eine Stiftung kann Vermögen dauerhaft für einen bestimmten Zweck sichern. Je nach Ausgestaltung bleibt das Stiftungsvermögen grundsätzlich erhalten, während die Erträge daraus dem festgelegten Zweck zugutekommen.
Auch in Rosenheim ist die Gründung einer Stiftung keine unüberwindbare bürokratische Hürde. Wer sich dafür interessiert, kann sich an die Stadtverwaltung Rosenheim wenden. Die Stiftungsverwaltung der Stadt, insbesondere Frau Verena Pilger, ist in der Königstraße 24 erreichbar. Telefonisch ist sie unter 08031/365-1252 zu erreichen, per E-Mail unter stiftungsverwaltung@rosenheim.de.

Dort können Interessierte sich nach Angaben der Stadtverwaltung zu den Möglichkeiten einer Stiftung informieren und beraten lassen.

Nicht nur reden, sondern selbst helfen

Mir ist als Kommunalpolitiker vollkommen bewusst, dass es leicht ist, öffentliche Spendenaufrufe zu verfassen und das Geld anderer Leute einzufordern. Genau deshalb ist es mir ein wichtiges Prinzip, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten voranzugehen.
Als Stadtrat erhalte ich für meine an sich ehrenamtliche politische Tätigkeit und die Teilnahme an Sitzungen eine Aufwandsentschädigung. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, diese Gelder nicht für mich zu behalten, sondern sie jenen zukommen zu lassen, die jeden Euro dringend benötigen. Deshalb spende ich meine Aufwandsentschädigung an mehrere ausgewählte Tierschutzorganisationen.

Drei dieser Organisationen möchte ich Ihnen besonders ans Herz legen. Sie leisten auf unterschiedlichen Ebenen – lokal, regional und international – aus meiner Sicht wichtige Arbeit.
Da ist zum einen der Gnadenhof KatzenTRaum e.V. in Bruckmühl. Hier finden alte und schwer kranke Katzen, die andernorts oft als aussichtslos gelten, einen Ort, an dem sie ihren Lebensabend in Würde und Geborgenheit verbringen dürfen.
Zum anderen unterstütze ich Dogship Bayern, einen regionalen Verein, über denn aktuellen Hilferuf auf Instagram ich weiter oben berichtet habe. Die beiden Verantwortlichen nehmen Hunde aus Rumänien auf, versorgen sie und betreuen sie auf Pflegestellen, bis sie ein eigenes Zuhause gefunden haben.
Und schließlich die Tierhilfe Hoffnung e.V., die in Rumänien die „Smeura“ betreibt – nach Angaben der Organisation das größte Tierheim der Welt. Dort werden unter schwierigen Bedingungen Tiere versorgt, Kastrationen durchgeführt und Hunde vor einem Leben auf der Straße bewahrt.

Der Welttierschutztag liegt zwar bereits einige Tage zurück, doch Tierschutz darf nicht auf einen einzigen Tag im Jahr beschränkt bleiben. Lassen Sie uns die Tiere und ihre Bedürfnisse nicht vergessen, nur weil sich der Zeitgeist gedreht hat. Wenn Sie die Möglichkeit haben, helfen Sie – sei es durch eine Spende oder durch eine langfristige Planung Ihres Nachlasses. Jede Unterstützung kann dazu beitragen, dass Tierschutzvereine ihre Arbeit fortsetzen und Tiere versorgen können.
(Quelle: Gastbeitrag Bernhard Baron Boneberg ( Beitragsbild: privat)