Rosenheim / Bayern / Deutschland – Bettwanzen, Kakerlaken, Motten und Ratten: damit werden nur die wenigsten gerne konfrontiert. Der Schädlingsreport 2025 von „Schädlingshero.de“ zeigt, welche Schädlinge sich in Bayern besonders wohl fühlen.
So viel vornweg: Schädlingsbefall ist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern kann tatsächlich jeden Haushalt treffen. Viele der Tierchen werden unwissentlich eingeschleppt, beispielsweise mit dem Reisegepäck.
Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie aus dem aktuellen Schädlingsreport des Internetportals „Schädlingshero.de“ hervorgeht. Ausgewertet wurden dazu ca. 17.000 deutschlandweite Kunden-Anfragen in den Jahren 2023 und 2024, die Hilfe von Kammerjägern in Anspruch nahmen.
Wie kommt es aber nun zu den regionale Unterschiede. Laut „Schädlingshero.de“ hat jedes Tier seine Vorlieben. Wichtige Faktoren seien Temperatur, Feuchtigkeit, Nahrungsquellen oder auch Populationsdichte.
Wespen und Bettwanzen sind ein Thema in Bayern
In Bayern waren Wespen auch 2024 wieder ganz oben auf der Liste der häufigsten Schädlinge. Mit rund 42 Prozent aller Anfragen zeigt sich hier ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt von etwa 30 Prozent. Besonders in den ländlicheren Gegenden und Gärten finden die gelb-schwarzen Insekten ideale Bedingungen, um ihre Nester zu bauen. Die Wespenproblematik in Bayern ist jedoch nicht nur auf den Sommer beschränkt, die Saison begann bereits früh im Juni und zog sich bis in den Oktober.
Auch Bettwanzen sind in Bayern ein Thema, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in anderen Städten wie Berlin, wo sie 42 Prozent der Anfragen ausmachen. In Bayern liegen diese bei etwa 15 Prozent, was im Vergleich zu anderen Regionen im Mittelfeld angesiedelt ist. Diese Schädlinge verbreiten sich meist unbemerkt durch Reisen.
Schaben, Ratten und Mäuse
Außerdem treten in Bayern auch Schaben häufig auf. Obwohl sie auch in anderen Regionen wie Hessen ein Thema sind, fällt Bayern mit einem Anteil von 9 Prozent an Schaben anfragen überdurchschnittlich auf. Ratten und Mäuse hingegen sind in Bayern weniger häufig das Problem. Anders sieht es in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen aus. Hier kommen Mäuse etwas öfter vor, während Rattenanfragen mit nur 4 Prozent der Gesamtanfragen unter dem bundesweiten Durchschnitt liegen.
Während im Süden Wespen und Bettwanzen dominieren, sind es in städtischen Gebieten eher Schaben und Mäuse, die für die meisten Anfragen sorgen. Jedes dieser Tiere hat eigene Vorlieben und benötigt bestimmte Lebensbedingungen, die in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands variieren – was zu den regionalen Unterschieden bei den Schädlingsmeldungen führt.
(Quelle: SchädlingsHero / Beitragsbild: Symbolfoto re)