RoMed schließt 2025 mit geringerem Defizit als erwartet ab – Sorge vor neuen Kürzungen ab 2027

RoMed schließt 2025 mit geringerem Defizit als erwartet ab – Sorge vor neuen Kürzungen ab 2027

Rosenheim – Der RoMed Klinikverbund hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Defizit von 11,5 Millionen Euro abgeschlossen und damit besser abgeschnitten als im Wirtschaftsplan vorgesehen. Die Geschäftsführung warnt jedoch vor möglichen finanziellen Belastungen durch geplante gesetzliche Änderungen.

Der Aufsichtsrat des RoMed Klinikverbunds hat in seiner Sitzung (7. Juli) den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 einstimmig gebilligt. Das Defizit beläuft sich auf 11,5 Millionen Euro und fällt damit um 3,5 Millionen Euro niedriger aus als ursprünglich im Wirtschaftsplan kalkuliert. Dort war ein Minus von 15 Millionen Euro vorgesehen. Getragen wird das Defizit jeweils zur Hälfte von der Stadt Rosenheim und dem Landkreis Rosenheim als Träger der Kliniken.

Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze sieht die Entwicklung als positives Signal. Er erklärt: „Dank unserer sehr engagierten Mitarbeitenden konnten wir den Planansatz mit 3,5 Millionen Euro unterschreiten. Ausschlaggebend waren Leistungssteigerungen im ambulanten wie stationären Bereich. Diesen Kurs setzen wir in diesem Jahr fort.“

Leistungsgruppen fristgerecht gemeldet

Im Zuge der Krankenhausreform hat der Klinikverbund nach eigenen Angaben die vorgeschriebene Meldung der Leistungsgruppen fristgerecht an das Bayerische Gesundheitsministerium übermittelt. Für knapp 60 verschiedene Leistungsgruppen erfüllt RoMed die erforderlichen Voraussetzungen. Die Entscheidung über die endgültige Zuteilung der Leistungsgruppen durch das Ministerium wird bis Ende des Jahres erwartet.

Spezialisierung der Standorte wird fortgesetzt

Nach Angaben des Klinikverbunds bleibt die Notfallversorgung an allen Standorten weiterhin rund um die Uhr gewährleistet. Gleichzeitig wird die Konzentration medizinischer Leistungen an den einzelnen Häusern weiter ausgebaut.

Die RoMed Klinik Bad Aibling setzt ihre Schwerpunkte unter anderem in der Altersmedizin, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, der Adipositas-Behandlung sowie der Versorgung von Hernien.
Die RoMed Klinik Prien konzentriert sich auf die Orthopädie und behandelt Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule sowohl konservativ als auch operativ.

An der RoMed Klinik Wasserburg liegt ein Schwerpunkt auf gefäßchirurgischen Eingriffen, insbesondere bei Aortenaneurysmen. Das RoMed Klinikum Rosenheim übernimmt als Haus der Maximalversorgung die Behandlung von Schwerstverletzten, Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten. Darüber hinaus verfügt es über ein zertifiziertes Onkologisches Zentrum, das das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie bösartiger Erkrankungen abdeckt.

Geschäftsführer blickt mit Sorge auf 2027

Trotz der positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 sieht die Geschäftsführung den kommenden Jahren mit Sorge entgegen. Hintergrund ist das derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindliche GKV-Stabilisierungsgesetz.

Dr. Ulrich Schulze warnt: „Aufgrund des im Gesetzgebungsverfahren befindlichen GKV-Stabilisierungsgesetzes ist mit neuen, gravierenden Erlöskürzungen zu rechnen. Die Krankenhäuser werden das nicht kompensieren können. Wenn die Bundespolitik hier nicht nachbessert wird das zwangsläufig wieder zu steigenden Defiziten führen.“
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zwerghamster statt Goldhamster? Warum die kleinen Nager als Haustiere immer beliebter werden

Zwerghamster statt Goldhamster? Warum die kleinen Nager als Haustiere immer beliebter werden

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Zwerghamster gewinnen als Haustiere zunehmend an Beliebtheit und verdrängen den klassischen Goldhamster immer häufiger. Experten erklären, welche Arten besonders verbreitet sind, worauf es bei einer artgerechten Haltung ankommt und warum die kleinen Nager trotz ihrer Größe besondere Ansprüche an ihr Zuhause und ihre Ernährung stellen.

„Zwerghamster verfügen über einige Eigenschaften, die sie zu faszinierenden Kleinsäugern machen. Ihr exploratives Verhalten und ihre Bewegungsfreude sind für interessierte Halter spannend zu beobachten“, berichtet Jonas Liebhauser, Fachreferent für Heimtiere vom Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e. V. aus Hambrücken.

Etablierte Goldhamster werden abgelöst

Der aus Syrien stammende Goldhamster wird seit den 1950er-Jahren in Deutschland gehalten. Goldhamster leben allerdings oft sehr zurückgezogen, da ihre Aktivitätsphasen in die Dämmerung beziehungsweise Nacht fallen. Zwerghamster hingegen sind gelegentlich auch am Tag aktiv und lassen sich durch ihr ausgeprägteres Aktivitätsverhalten besser vom Halter beobachten. Deshalb haben sie in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Folgende Arten von Zwerghamstern sind im Handel verbreitet:

Der Campbell-Zwerghamster (Phodopus campbelli) ist sieben bis zehn Zentimeter lang, überwiegend graubraun und hat einen dunklen Aalstrich entlang des Rückgrats. Campbell-Zwerghamster können gelegentlich auch am Tag beobachtet werden.

Der Dsungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus) ist eine der bekanntesten Zwerghamsterarten. Er wechselt im Winter zu einem fast vollständig weißen Fellkleid. Im Gegensatz dazu steht das gräulich gefärbte Sommerfell, das ebenfalls über einen dunklen Aalstrich verfügt.

Der Roborowski-Zwerghamster (Phodopus roborovskii) ist mit nur sechs bis sieben Zentimetern Körperlänge der kleinste Vertreter der verbreiteten Zwerghamsterarten – und der bewegungsfreudigste. Er hat ein braunes Fell und einen farblich abgesetzten Strich über dem Auge, der einer Augenbraue ähnelt.

Zwerghamster tiergerecht halten

Nicht nur aufgrund ihres quirligen Auftretens sind die verschiedenen Arten der Zwerghamster eine interessante Alternative zum Goldhamster: Dank ihrer geringeren Körpergröße kann ihnen einfacher ein tiergerechtes Heim gestaltet werden. Optimal ist ein Terrarium oder Nagarium mit Maßen von mindestens 100 cm Länge x 50 cm Breite x 50 cm Höhe. Bei der Auswahl geeigneter Haltungssysteme sollten Halter in jedem Fall darauf achten, dass mindestens eine 20 Zentimeter hohe Einstreuschicht eingebracht werden kann, in der der Hamster seine Gänge graben kann. Damit diese nicht einstürzen, kann die Einstreu beispielsweise mit Heu vermischt werden. Die somit gegebene Struktur verleiht den Bauten die notwendige Stabilität.

Zur Einrichtung gehören auch Korkäste und -röhren. Vor allem Korkröhren dürfen gerne auch in die Einstreu eingegraben werden. Wichtig für die sehr bewegungsaktiven Tiere ist ein Laufteller oder ein Laufrad. Laufräder müssen rückseitig geschlossen sein, über eine geschlossene Lauffläche und über einen Durchmesser von mindestens 24 cm verfügen. Zudem freut sich der Hamster über weitere Möglichkeiten zur Bewegung wie Tunnel oder Etagen sowie über Verstecke wie Kokosnussschalen oder Häuschen. Ein Sandbad muss angeboten werden.

Die richtige Ernährung führt zur Langlebigkeit

Da Zwerghamster zu Verfettung und Diabetes neigen, gilt es bei der Ernährung einige Punkte besonders zu beachten. Hauptnahrung sollte eine kleinkörnige, für Zwerghamster geeignete Saatenmischung sein. Aufgrund des geringen Gewichtes der Tiere sind ein bis maximal zwei Teelöffel pro Tag eine vollkommen ausreichende Futtermenge. Ergänzt wird der Speiseplan durch Frischfutter, beispielsweise Kräuter, Blattsalate und Gemüse wie Gurke.
Zudem benötigen Zwerghamster täglich frisches Wasser sowie geringe Mengen an tierischem Eiweiß, zum Beispiel in Form getrockneter Insekten. Obst oder andere sehr zuckerhaltige Futtermittel sind nicht geeignet. Verhaltensbedingt transportieren Zwerghamster Futter in ihren unterirdischen Bau. Deshalb deutet ein leerer Napf nicht automatisch auf größeren Appetit hin.

Wichtig ist: Weder bei Gold- noch Zwerghamstern handelt es sich um Tiere, die aktiv den Kontakt zu Menschen suchen und angefasst werden möchten. Auch wenn mit viel Geduld des Halters eine gewisse Zutraulichkeit der Tiere erreicht werden kann beziehungsweise die Tiere gelegentlich einen Leckerbissen aus der Hand des Halters annehmen, sollte sich die Interaktion mit den Tieren in den meisten Fällen auf das Beobachten konzentrieren.
(Quelle: Pressemitteilung BNA/IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 26. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Salz nicht nur salzig schmeckt, sondern auch andere Geschmacksrichtungen hervorheben kann?
Eine kleine Menge Salz kann Süße, Aromen und den Gesamteindruck eines Lebensmittels verändern.
Ein kleiner Zusatz kann große Wirkung haben.

Vielleicht achtest Du heute auf die kleinen Dinge.

Wir wünschen Dir einen klaren Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

TH Rosenheim plant Ausbau des Campus Mühldorf: Bis zu 1.300 Studienplätze angestrebt

TH Rosenheim plant Ausbau des Campus Mühldorf: Bis zu 1.300 Studienplätze angestrebt

Mühldorf am Inn – Der Campus Mühldorf am Inn soll in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Die Technische Hochschule Rosenheim plant neue Studienangebote, mehr Forschung und zusätzliche Weiterbildungsangebote. Dafür könnte ein Neubau erforderlich werden. Ein jetzt vorgestelltes Gutachten zeigt den künftigen Flächenbedarf auf.

Die Technische Hochschule Rosenheim will den Campus Mühldorf am Inn in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbands Hochschulcampus Mühldorf am Inn-Waldkraiburg deutlich, in der ein Raum- und Funktionsprogramm für die zukünftige Entwicklung des Standorts vorgestellt wurde.

Campus hat sich erfolgreich entwickelt

Seit dem Wintersemester 2014/15 haben mehr als 700 Absolventen ihr Studium am Campus Mühldorf abgeschlossen. Angeboten werden derzeit die Studiengänge Pädagogik der Kindheit, Soziale Arbeit und Angewandte Psychologie sowie Weiterbildungsstudiengänge in Maschinenbau und Betriebswirtschaft & Management. Besonders die sozialwissenschaftlichen Studiengänge sind stark nachgefragt – die Zahl der Bewerbungen liegt regelmäßig über den verfügbaren Studienplätzen.

„Der Campus Mühldorf am Inn ist eine Erfolgsgeschichte. Diesen Weg möchten wir konsequent fortsetzen und die Entwicklung des Standorts langfristig sichern“, erklärt Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim.

Mehr Studiengänge und Forschung geplant

Künftig sollen am Campus weitere Bachelor- und Masterstudiengänge entstehen. Darüber hinaus möchte die Hochschule ihre Weiterbildungsangebote und Forschungsaktivitäten ausbauen. Langfristig sollen bis zu 1.300 Studenten in Mühldorf ausgebildet werden. Derzeit studieren dort rund 700 Menschen.
Das vorgestellte Gutachten sieht dafür einen Flächenbedarf von rund 5.100 bis 5.800 Quadratmetern für Hörsäle, Seminarräume, Labore und Büros vor. Am derzeitigen Standort stehen jedoch lediglich rund 2.900 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Hinzu kommen Flächen für Mensa, Parkplätze und weitere Infrastruktur.

Neubau als nächster Schritt

Nach Einschätzung der Hochschule lässt sich der bestehende Campus aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht erweitern.
„Ein Neubau wäre daher der logische nächste Schritt“, so Köster. „Ein moderner und größerer Campus würde nicht nur Raum für zusätzliche Studienangebote schaffen, sondern auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Einrichtungen in der Region weiter stärken. Davon würde letztlich der gesamte Wirtschafts- und Bildungsstandort profitieren.“

Zweckverband unterstützt die Pläne

Die Mitglieder des Zweckverbands sprachen sich dafür aus, die Ausbaupläne zu unterstützen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Stadt Mühldorf am Inn im Rahmen der Städtebauförderung eine ergebnisoffene Standortanalyse für mögliche Flächen im Stadtgebiet durchführen soll.

Landrat Max Heimerl, Vorsitzender des Zweckverbands, begrüßte die Entscheidung: „Mein Dank gilt der Hochschule für ihr klares Bekenntnis zum Standort Mühldorf und der Stadt Mühldorf für die Bereitschaft, diese wichtige Analyse mithilfe der verfügbaren Städtebaufördermittel auf den Weg zu bringen.“

Gleichzeitig verwies Heimerl auf die Rolle des Freistaats Bayern: „Wenn wir den Campus weiterentwickeln wollen, braucht es die Unterstützung des Freistaats – sowohl politisch als auch finanziell. Voraussetzung für die weiteren Gespräche ist nun ein schlüssiges Zukunftskonzept mit einem konkreten Standortvorschlag.“

Standortanalyse als nächster Schritt

Auch Mühldorfs Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber sieht die Entwicklung positiv: „Der Campus Mühldorf ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Stadt. Jetzt, wo das Raum- und Funktionsprogramm erstellt ist, können wir, wie bereits in den Gremien beschlossen, eine ergebnisoffene Standortanalyse in Auftrag geben und das Projekt vorantreiben. Ich freue mich, dass wir mit der Entwicklung des Zukunftskonzeptes zum Campus einen weiteren wichtigen Schritt machen.“

Der Campus Mühldorf steht unter dem Motto „Studieren, wo der Mensch zählt“. Aktuell lehren dort 17 Professoren sowie drei Lehrkräfte für besondere Aufgaben und weitere Lehrbeauftragte an der Fakultät für Sozialwissenschaften.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Der Campus Mühldorf am Inn der TH Rosenheim ist an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Die Hochschule strebt daher einen Neubau an. Copyright Landratsamt Mühldorf)

Chefarztwechsel am RoMed Klinikum Rosenheim: Dr. Markus Wöhr übergibt Urologie an Dr. Christian Bach

Chefarztwechsel am RoMed Klinikum Rosenheim: Dr. Markus Wöhr übergibt Urologie an Dr. Christian Bach

Rosenheim – Nach fast zwei Jahrzehnten an der Spitze der Urologischen Klinik am RoMed Klinikum Rosenheim hat Chefarzt Dr. Markus Wöhr die Leitung an Dr. Christian Bach übergeben. Bei einem wissenschaftlichen Symposium blickte Wöhr auf seine Amtszeit zurück und sprach über prägende Entwicklungen, persönliche Erfahrungen und seinen Abschied aus der Chefarztfunktion.

Die feierliche Staffelstabübergabe fand am „Unabhängigkeitstag der USA“ statt – ein Datum, das Wöhr in seiner Grundsatzrede mit feinem Humor und persönlicher Note aufgriff.

„Das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ – mit diesen von Thomas Jefferson vor 250 Jahren formulierten Grundrechten aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung spannte der scheidende Chefarzt den Bogen von der politischen Geschichte zur eigenen beruflichen Biografie. Für seine Zukunft bedeute das Recht auf Leben vor allem die Reduktion von Stressfaktoren, das Recht auf Freiheit die Befreiung von der täglichen Bürde der Verantwortung und ein Leben jenseits des Chefarztbüros.

Beim „Recht auf Glück“ aber wurde Wöhr ernst. Glück, so beschrieb er, bedeute für ihn „eine tiefe Zufriedenheit mit dem eigenen Tun – besonders dann, wenn es gelingt, Leiden zu lindern“. Er hob dabei die besondere Arzt‑Patienten‑Beziehung hervor, die für ihn stets im Mittelpunkt seines Handelns stand.

Zwei Jahrzehnte, die einen Fachbereich geprägt haben

RoMed‑Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze würdigte Wöhr in seiner Ansprache als Arzt und Führungspersönlichkeit, die das Haus über zwei Jahrzehnte hinweg nachhaltig geprägt habe: „Seit dem 1. Januar 2007 haben Sie die Urologie geführt. Wer so lange eine Abteilung leitet, hat nicht nur eine fünfstellige Zahl an Patienten behandelt, sondern eine Klinik und ein Team geformt. Dafür unseren herzlichen Dank“, sagte Schulze.

Besonderes Gewicht legte der Geschäftsführer auf Wöhrs Rolle im onkologischen Bereich. Das Nierenkrebszentrum sei aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt worden, von 2009 bis 2019 habe es zudem ein Prostatakrebszentrum am RoMed Klinikum Rosenheim gegeben. Ein zentrales Thema in Wöhrs Amtszeit war die Einführung der OP‑Robotik. Bereits 2009 hatte er die Anschaffung eines Roboters angestoßen. Doch bis zur Umsetzung sollte einige Zeit vergehen.
Umso mehr würdigte er Wöhrs Ausdauer: „Sie sind hier nicht müde geworden, das Thema immer wieder auf die Tagesordnung zu setzen, um die Zukunftsfähigkeit der Urologie und die Qualität der Versorgung sicherzustellen.“

Würdigung für eine prägende Amtszeit

Mit einem Augenzwinkern ging Schulze auch auf Wöhrs trockenen Humor ein: „Manchmal braucht es im Klinikalltag genau diese Art von Humor, um die Schwere des Alltags auszuhalten. Auch das hat Ihr Team geprägt.“ In seiner Bilanz unterstrich Schulze, dass die urologische Klinik heute auf einem tragfähigen Fundament steht: „Sie übergeben eine solide und moderne Urologie. Sie haben Strukturen aufgebaut, die über Ihre aktive Zeit hinauswirken werden.“

Wöhr selbst blickte zufrieden zurück. Besonders stolz sei er darauf, die Entwicklung vieler Kollegen begleitet zu haben – „vom Berufsanfänger hin zur renommierten Urologin oder zum renommierten Urologen“.

Nahtloser Übergang: Dr. Christian Bach übernimmt

Mit der offiziellen Übergabe an Dr. Christian Bach schloss Wöhr das Symposium. „Ich übergebe die Abteilung mit großer Zuversicht in gute Hände und wünsche meinem Nachfolger alles Gute für die neue Aufgabe“, sagte er zum Abschluss.

Ganz verabschiedet sich Wöhr indes nicht aus dem Berufsleben: Er wird künftig im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der RoMed Kliniken weiterarbeiten und damit der Patientenversorgung verbunden bleiben.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze (links) wünscht dem scheidenden Chefarzt Dr. Markus Wöhr alles Gute für die Zukunft, Copyright RoMed Kliniken)

Parkfest „Hollywood“ bringt Glamour in den Kurpark Bad Aibling

Parkfest „Hollywood“ bringt Glamour in den Kurpark Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Der Kurpark Bad Aibling wird am Samstag, 8. August, zur Filmkulisse: Unter dem Motto „Hollywood“ erwartet die Besucher ein Abend mit Live-Musik, DJ, kulinarischen Angeboten und einem musiksynchronen Großfeuerwerk. Auch für Kinder ist ein eigenes Programm geplant.

Für den musikalischen Auftakt sorgt ab 17 Uhr DJ Roxy mit bekannten Filmhits, Klassikern und aktuellen Songs. Ab 19 Uhr übernimmt die Live-Band Dynamite Tonite, die mit Musik aus bekannten Filmen und Partyklassikern für Stimmung im Kurpark sorgen will.
Neben dem Bühnenprogramm laden Vereine, Gastronomen und Food Trucks ab 17 Uhr zu Speisen und Getränken rund um die große Kurparkwiese ein.

Ein Höhepunkt des Abends ist das musiksynchrone Großfeuerwerk, das gegen 22.30 Uhr den Himmel über Bad Aibling erleuchten wird.

Passend zum Motto sind die Besucher eingeladen, in Hollywood-inspirierter Kleidung zu kommen, ob als Filmfigur, Regisseur oder in festlicher Abendgarderobe. Für Gäste in passender Kleidung werden im vorderen Bereich der Festwiese einige Biertischgarnituren reserviert.

Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Von 17.30 bis 21 Uhr präsentiert das Clownduo Rigol und tOrf auf dem Wilhelm-Leibl-Platz ein kostenloses Programm mit Clownerie, Stelzenlauf und Ballonmodellage.

Wichtige Hinweise für Besucher

Aus Sicherheitsgründen dürfen keine Rucksäcke oder großen Taschen, keine Kinderbollerwagen sowie keine Hunde auf das Veranstaltungsgelände mitgebracht werden.

Der Eintritt kostet 12 Euro, mit Gästekarte 9 Euro. Kinder und Jugendliche von 10 bis 15 Jahren zahlen 5 Euro, Kinder bis einschließlich 9 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Tickets sind online sowie im Haus des Gastes erhältlich. Online-Tickets werden dort auch in Einlassbänder umgetauscht. Über den „Express-Zugang“ bei den Pollern gelangt man dann schnell und bequem in das Festgelände, ohne lange Wartezeiten.
Besucher werden gebeten, die Parkplätze P4 am äußeren Kurpark sowie P8 und P9 am Bahnhof zu nutzen.
(Quelle: Pressemitteilung AIB–KUR GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Copyright AIB–KUR GmbH & Co. KG)

Volksmusik im Brunnenhof: Kellerer Klarinettenmusi spielt in Bad Aibling auf

Volksmusik im Brunnenhof: Kellerer Klarinettenmusi spielt in Bad Aibling auf

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Im Rahmen der Reihe „Volksmusik im Brunnenhof“ ist am Mittwoch, 6. August, die Kellerer Klarinettenmusi im Brunnenhof des Kurhauses Bad Aibling zu Gast. Beginn ist um 19 Uhr, das Ende ist für 21.30 Uhr vorgesehen.

Die Familienmusik besteht aus Christian und Vroni Kellerer sowie ihren beiden Kindern Maria und Georg. Mit Klarinetten, Akkordeon, Okarina und Tuba spielen sie traditionelle alpenländische Volksmusik. Christian und Vroni Kellerer gehören außerdem zur Besetzung der Heufelder Musikanten.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Das Gastro-Team bewirtet die Gäste bereits ab 18.30 Uhr mit Speisen und Getränken. Die Plätze im Brunnenhof sind überdacht, sodass die Veranstaltung auch bei Regen stattfinden kann.
(Quelle: Pressemitteilung AIB-KUR GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Kellerer Klarinettenmusi Copyright Kellerer Klarinettenmusi)

Landschaftspflege im Landkreis Rosenheim gesichert: LPV zieht trotz Förderkürzungen positive Bilanz

Landschaftspflege im Landkreis Rosenheim gesichert: LPV zieht trotz Förderkürzungen positive Bilanz

Rosenheim – Trotz deutlich gekürzter Fördermittel im Jahr 2025 konnte der Landschaftspflegeverband Rosenheim die wichtigsten Landschaftspflegemaßnahmen im Landkreis fortführen. Möglich wurde dies vor allem durch ein außergewöhnlich hohes Spendenaufkommen. Bei der Jahreshauptversammlung in Großkarolinenfeld blickte der Verband auf das vergangene Jahr zurück und gab zugleich einen Ausblick auf die Entwicklung der Fördermittel für 2026.

Bei der Jahreshauptversammlung des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Rosenheim in Großkarolinenfeld stand der Erhalt wertvoller Lebensräume im Landkreis im Mittelpunkt. Trotz der drastischen Kürzungen bei den Fördermitteln im Jahr 2025 konnte der Verband zahlreiche wichtige Pflegemaßnahmen fortführen und zog insgesamt eine positive Bilanz.

Dank an Landwirte, Mitarbeiter und Spender

Vorsitzender Georg Reinthaler bedankte sich bei den Mitgliedern des Vorstandes für die gute Zusammenarbeit und den gemeinsamen Einsatz, die Auswirkungen der gekürzten Fördermittel in die Öffentlichkeit zu tragen. Sein Dank galt außerdem den Landwirten, die trotz wegfallender Einnahmen dem Landschaftspflegeverband weiterhin als verlässliche Partner erhalten geblieben seien. Auch die Mitarbeiter des Verbandes hätten unter schwierigen finanziellen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet.
„Durch ein unerwartet hohes Spendenaufkommen konnten die wertvollsten Moorwiesen, Extensivwiesen und Magerrasen im Landkreis auch 2025 weiterhin gepflegt und somit in ihrer Artenvielfalt bewahrt werden.“ so Reinthaler.

Rückblick auf die Projekte des vergangenen Jahres

Im Anschluss stellten die Fachkräfte des Landschaftspflegeverbandes ihre Arbeit im vergangenen Jahr vor. Dazu gehörte unter anderem die Betreuung von Ausgleichsflächen für Gemeinden. Als Beispiel wurde die Organisation und Umsetzung von Eidechsenhabitaten in der Gemeinde Amerang genannt, die im Rahmen eines Bebauungsplanes entstanden sind.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Erhaltung alter Obstsorten. Gemeinsam mit dem Landratsamt Rosenheim wurden drei Obstsortenerhaltungsgärten angelegt. Im Projekt „Apfel-Birne-Berge“ konnten zahlreiche seltene und regionaltypische Apfel- und Birnensorten erfasst werden. Diese werden nun in den drei Gärten kultiviert und langfristig für die Zukunft erhalten.

Landschaftspflege seit 2017 in einer Hand

Der Landschaftspflegeverband Rosenheim wurde 2017 als freiwilliger Zusammenschluss von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz gegründet. Zuvor war die Pflege von Streu- und Feuchtwiesen im Landkreis über mehr als 20 Jahre von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Rosenheim organisiert worden.

Heute übernimmt der LPV vielfältige Aufgaben der Landschaftspflege und arbeitet dabei eng mit der Unteren Naturschutzbehörde, den Kommunen, Landwirten, Grundstückseigentümern und Naturschutzverbänden zusammen.

Deutlich weniger Fördermittel im Jahr 2025

Im Jahr 2024 wurden im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes rund 500 Hektar Flächen im Landkreis Rosenheim gepflegt. Dafür standen insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammten 1,4 Millionen Euro aus der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie.
Im Jahr 2025 verschlechterte sich die finanzielle Situation deutlich. Aufgrund der stark reduzierten Fördermittel konnte der Verband nur noch gut ein Drittel der bisherigen Landschaftspflegemittel beantragen.

Für 2026 gibt es jedoch wieder positive Signale. Sowohl der Freistaat Bayern als auch der Bund stellen mehr Mittel für die Landschaftspflege bereit als im Vorjahr. Dadurch sollen wieder mehr Pflegemaßnahmen umgesetzt werden können.

Vielfältige Aufgaben für Natur- und Artenschutz

Zu den wichtigsten Aufgaben des Landschaftspflegeverbandes zählen die Mahd von Streu- und Moorwiesen, die Pflege von Extensivwiesen und mageren Steilhängen sowie die Anlage und Pflege von Ausgleichsflächen, Streuobstwiesen, naturnahen Hecken und Kleingewässern. Darüber hinaus engagiert sich der Verband für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Die praktische Umsetzung der Maßnahmen erfolgt gemeinsam mit Landwirten aus dem Landkreis Rosenheim, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft leisten.
(Quelle: Pressemitteilung Landschaftspflegeverbandes Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 25. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass manche Lavaströme Geschwindigkeiten erreichen, die man nicht mehr zu Fuß überholen kann?
Besonders bei steilen Hängen wird sie extrem schnell.
Natur kann gleichzeitig faszinierend und respektgebietend sein.

Vielleicht gehst Du heute achtsam mit Deiner Umgebung um.

Wir wünschen Dir einen starken Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Stadtteilfest in Happing lockt 1.300 Besucher an – Sommer, Musik und Gemeinschaft

Stadtteilfest in Happing lockt 1.300 Besucher an – Sommer, Musik und Gemeinschaft

Happing / Rosenheim – Bei bestem Sommerwetter wurde das Stadtteilfest in Happing zum Treffpunkt für Jung und Alt. Rund 1.300 Besucher kamen am Bürgerhaus Happing und am Jugendtreff Chill Mill zusammen und erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Mitmachaktionen und kulinarischen Angeboten.

Entlang des Festgeländes präsentierten Vereine und Einrichtungen verschiedene Mitmachangebote.
Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche kulinarische Stände, die eine Auswahl an Speisen und Getränken bereithielten.

Auch auf der Bühne gab es den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt machte der Spielmannszug Rosenheim. Danach folgten Auftritte der Tanzgruppe MASALA, der Gitarrengruppen des Bürgerhauses sowie des Tanzlabors.
Für den musikalischen Höhepunkt am Abend sorgte die Band Kunst und Krempel. Ab 18.30 Uhr brachte sie mit ihrem Live-Programm Stimmung auf das Festgelände.

Erfolgreiches Fest stärkt den Zusammenhalt

Die Organisatoren des Stadtteilvereins Happing ziehen eine positive Bilanz. „Es war schön zu sehen, wie viele Menschen gemeinsam einen unbeschwerten Tag im Stadtteil verbracht haben. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt und das Miteinander in Happing“, so die Verantwortlichen.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Engagement ein Fest dieser Größe nicht möglich gewesen wäre. Die Veranstalter bedanken sich außerdem bei den Unterstützern und Sponsoren, insbesondere der Sozialen Stadt Rosenheim, dem Kneipp-Verein Rosenheim, der Fahrschule Habenstein & Breu sowie Sabrina Bonetsmüller mit ihrem „Hundsverruckt“.

Nach dem gelungenen Fest richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr: Auch dann soll Happing wieder zum gemeinsamen Feiern und Zusammenkommen einladen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtteilverein Happing e.V. / Beitragsbild: Copyright Stadtteilverein Happing e.V.)

B 15: Ampel soll Unfallschwerpunkt an der Abzweigung nach Griesstätt entschärfen

B 15: Ampel soll Unfallschwerpunkt an der Abzweigung nach Griesstätt entschärfen

Griesstätt  / Landkreis Rosenheim – An der Abzweigung nach Griesstätt an der B 15 startet in der Woche vom 10. August der Bau einer neuen Ampelanlage. Damit soll ein seit Jahren bekannter Unfallschwerpunkt entschärft werden. Wie das Staatliche Bauamt Rosenheim mitteilt, haben bisherige Maßnahmen die Unfalllage nicht ausreichend verbessert.

In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Leitschwellen eingebaut und im Kreuzungsbereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h eingeführt. Dennoch ereigneten sich dort weiterhin teils schwere Verkehrsunfälle.
Nach der Prüfung verschiedener Möglichkeiten entschied sich das Staatliche Bauamt Rosenheim gemeinsam mit den beteiligten Behörden für den Bau einer Ampelanlage. Den Arbeiten gingen die Planungen, Genehmigungsverfahren und die Ausschreibung voraus.

Verkehrsabhängige Ampel soll Verkehrsfluss verbessern

Im Zuge der Bauarbeiten werden die für die Ampel erforderlichen Verkehrsinseln errichtet. Außerdem werden die Anschlussbereiche angepasst, Fahrspuren umgebaut und die Ampelanlage installiert sowie technisch in Betrieb genommen.
Zum Einsatz kommt eine verkehrsabhängige Ampel. Mithilfe von Sensoren erfasst sie das aktuelle Verkehrsaufkommen und passt die Rot- und Grünphasen entsprechend an. Dadurch soll der Verkehrsfluss verbessert und insbesondere die Wartezeit für Fahrzeuge verkürzt werden, die aus Richtung Griesstätt auf die Bundesstraße einfahren.

Rund zwei Monate Bauzeit

Für den Umbau des Knotenpunkts sind nach Angaben des Staatlichen Bauamts rund zwei Monate eingeplant. Während der Bauarbeiten regelt eine provisorische Baustellenampel den Verkehr. Verkehrsteilnehmer müssen in dieser Zeit mit Behinderungen rechnen.

Die Kosten für den Umbau und die Entschärfung des Unfallschwerpunkts belaufen sich auf rund 710.000 Euro. Sie werden vom Bund getragen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyrights Staatliches Bauamt Rosenheim)

Zeugnistag: Kinderschutzbund Rosenheim rät Eltern zu mehr Gelassenheit

Zeugnistag: Kinderschutzbund Rosenheim rät Eltern zu mehr Gelassenheit

Rosenheim – Mit der Ausgabe der Jahreszeugnisse endet für viele Kinder und Jugendliche das Schuljahr. Während die Vorfreude auf die Sommerferien steigt, sorgt der Zeugnistag bei manchen Familien für Anspannung. Der Kinderschutzbund Rosenheim appelliert deshalb an Eltern, ihre Kinder zu unterstützen statt sie unter Druck zu setzen, und verweist auf kostenfreie Beratungsangebote.

Für viele Schüler in Stadt und Landkreis Rosenheim markiert die Ausgabe der Jahreszeugnisse den Beginn der Sommerferien. Doch nicht alle blicken dem Zeugnistag unbeschwert entgegen. Schlechte Noten oder die Sorge, die Erwartungen der Eltern nicht zu erfüllen, setzen viele Kinder und Jugendliche unter Druck.
Der Kinderschutzbund Rosenheim wirbt deshalb für einen gelassenen Umgang mit den Zeugnissen. Eltern sollten diese nicht als Bewertung ihres Kindes verstehen, sondern als Anlass für ein offenes und unterstützendes Gespräch.

„Ein Zeugnis ist immer eine Momentaufnahme. Eltern können viel für ihr Kind tun, wenn sie vermitteln: Du bist mir wichtig, wir finden gemeinsam eine Lösung. Vorwürfe bei schlechten Noten entlasten vielleicht kurzfristig, helfen aber nicht weiter. Hilfreich ist es dagegen, sich die Situation gemeinsam anzuschauen und nach Lösungen zu suchen: Woran lag es? Was brauchst du, damit es nächstes Mal besser wird?“, sagt Barbara Heuel, Geschäftsleiterin des Kinderschutzbundes Rosenheim.

Noten sind nur ein Teil der Entwicklung

Nach Einschätzung des Kinderschutzbundes spiegeln Schulnoten lediglich einen kleinen Teil dessen wider, was ein Kind ausmacht. Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein oder Durchhaltevermögen seien auf einem Zeugnis nicht zu finden, für die persönliche Entwicklung und den weiteren Lebensweg jedoch oft von großer Bedeutung.

Gerade am Zeugnistag sei es deshalb wichtig, Kindern zu vermitteln, dass sie unabhängig von ihren schulischen Leistungen angenommen und geliebt werden. So könnten sie aus Fehlern lernen, anstatt zusätzlich unter Druck zu geraten.

Tausende Beratungsgespräche im vergangenen Jahr

Wie groß der Unterstützungsbedarf in belastenden Situationen ist, zeigt nach Angaben des Kinderschutzbundes auch die Nachfrage nach den Beratungsangeboten. Im vergangenen Jahr führten die ehrenamtlichen Berater 3.788 Gespräche am Kinder- und Jugendtelefon sowie 377 Beratungen am Elterntelefon.

Beide Angebote der „Nummer gegen Kummer“ sind anonym und kostenfrei. Sie richten sich an Kinder, Jugendliche und Eltern, Das Angebot steht nicht nur rund um die Zeugniszeit als Anlaufstelle zur Verfügung.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter 116 111 montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr erreichbar. Das Elterntelefon ist unter 0800 111 0 550 montags, mittwochs und freitags von 9 bis 17 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 19 Uhr besetzt.

Das Rosenheimer Kinder- und Jugendtelefon sowie das Elterntelefon werden vom Kinderschutzbund Rosenheim in Zusammenarbeit mit „Nummer gegen Kummer e. V.“ – Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund – angeboten. Weitere Informationen zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten gibt es auf den Internetseiten der beiden Organisationen:
Nummer gegen Kummer e. V.
Kinderschutzbund Rosenheim
(Quelle: Pressemitteilung Kinderschutzbund Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)