Spannender Filmdreh der Kieferer Wichtl

Spannender Filmdreh der Kieferer Wichtl

Kiefersfelden – Seit 27 Jahren gibt es die „Kieferer Wichtl“. Kinder und Jugendliche dürfen auf und hinter der Bühne Erfahrung sammeln. Viele bleiben dem Schauspiel treu und wirken später bei der Heimatbühne Kiefersfelden oder sogar bei den berühmten Ritterschauspielen Kiefersfelden mit. Jetzt gibt es die „Kieferer Wichtl“ sogar auf Film.

Bei der Premiere des Films „Wusel die Waldmaus“ war die Aufregung groß. Fotos: Monika Keiler

Auch durch die strengen Corona-Regeln im Frühjahr dieses Jahres ließen sich die „Kieferer Wichtl“ ihre Freude am Theater nicht nehmen. Selbst als das diesjährige Theaterstück „Wusel die Waldmaus“ dadurch ein abruptes Ende fand, hielt das Ensemble an seinen regelmäßigen Treffen fest – möglich in den ersten Monaten aber natürlich nur online. Während dieser Zeit entstand dann auch die Idee, das Stück draußen an der frischen Luft pandemiegerecht aufzuzeichnen. So startetete für die jungen Theaterspieler ein großes Abenteuer.
Mit Unterstützung des Kreisjugendrings Rosenheim wurde eine vernünftige Videokamera angeschafft und auch der Plausus, Verlag, aus dessen Repertoire das Wusel-Stück stammt, gab sein OK für die Verfilung als Pandemieprojekt.
Spielleiterin Monika Keiler machte sich auf die Suche nach den passenden Drehorten in Kiefersfelden, zerlegte das Theaterstück in über 300 kleine Einzel-Szenen und entwarf dazu ein gezeichnetes „Storyboard“. An 14 Drehtagen arbeitete sie mit Co-Regisseur Marco Keiler und den 14 Theaterkindern in kleinen Teams und fing mit der Kamera Szene für Szene nach Verfügbarkeit der Darsteller ein. Auch einige freiwillige Helfer aus den Reihen der Eltern sowie der Heimatbühne wirkten hinter den Kulissen mit und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Filmerei. Gemeinsam trotzten alle den Unbillen, die uns sowohl das Wetter mit Hitze, Sturm oder Gewitter auftischte sowie Einschränkungen und Quarantänen aufgrund von Corona.Sobald alle Szenen im Kasten waren, machte sich Monika Keiler an die Nachbearbeitung und den Filmschnitt sowie die Nachvertonung der Lieder. Nach einem aufregenden Frühsommer mit unzähligen Stunden Vorbereitung, Arbeit und Drehterminen war unser Pandemieprojekt Ende September dann endlich fertig! Bis Ende November stellt der Verlag den Film der Kieferer Wichtl als Videodownload zur Verfügung. Über die Homepage der Kiefererwichtl kann man kosenlos zum Stream gelangen oder auch über https://vimeo.com/614321550/414e484952.

So ein Abenteuer braucht natürlich auch einen passenden Abschluss: Die Wichtl durften mit ihren Eltern und Geschwistern die Premiere ihres eigenen Werkes im Rahmen einer geschlossenen Sondervorstellung im Kufsteiner Funplexxx Kino genießen! Die Begeisterung der Wichtl konnte man ihren Augen ablesen, als sie sich selbst auf der großen Kinoleinwand bewundern konnten und von ihrem begeisterten Premierenpublikum mit reichlich Applaus belohnt wurde.

 

Eine Szene aus dem Wichtl-Film.

Die Proben zum nächsten Wichtl-Stück haben bereits unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen im Oktober unter der Spielleitung von Berta Bergmaier begonnen. Mit viel Enthusiasmus, Spaß und Konzentration wird von 12 Spielern und Spielerinnen im Alter von 10 bis 16 Jahren das Theaterstück „Schneeweißchen und Rosenrot“ zum Leben erweckt.

Zum Inhalt: Die beiden Mädchen Schneeweißchen und Rosenrot wohnen mit ihrer Mutter im Wald. Beide sind sehr tierlieb und kummern sich rührend um verletzte Tiere. Im gleichen Wald sind die beiden Prinzen Nicolas und Christian auf der Suche nach dem königlichen Schatz. Prinz Nicolas wird von einem gemeinen Zwerg in einen Bären verwandelt. Prinz Christian jedoch verdächtigt den Bären, seinen Bruder gefressen zu haben und jagt diesen fortan. Der verzauberte Prinz sucht als Bär in der Hütte von Schneeweißchen und Rosenrot Unterschlupf. Durch ein Missgeschick klemmt sich der Zwerg seinen Zauberbart ein, wird aber von den Mädchen befreit, nachdem ihm Rosenrot ein Stück von seinem Bart abschneidet. Darauf sinnt der Zwerg auf Rache.
Wie es weitergeht erfahren die Zuschauer  bei den Aufführungen der Kieferer Wichtl, die geplant sind für 20., 26. und 27. März sowie 2. und 3. April 2022 in der Schulturnhalle Kiefersfelden.
(Quelle: Pressemeldung der Kieferer Wichtl)

 

Unser Spieletipp: Partyspiel Pencil Nose

Unser Spieletipp: Partyspiel Pencil Nose

Rosenheim – Malen und Raten ist schon lange ein sowohl einfaches als auch beliebtes Spielerezept, dass es sogar immer wieder einmal bis ins Fernsehen schafft- man denke nur an die Montagsmaler, die den nicht mehr ganz jungen Lesern sicherlich noch ein Begriff sind. Heutzutage wird längst nicht mehr nur mit den Händen gemalt. Umso ausgefallener, umso lustiger, lautet die Devise. Der Wiener Spieleverlag Piatnik ist in seinem neuesten Partyspiel auf die Nase gekommen. Wir haben das Spiel für Euch getestet.

 

 

Pencil Nose ist ein lustiges Partyspiel. Foto: Staudhammer

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Gesucht werden die verschiedensten Begriffe. Das Repertoire reicht von Bienenstock über Sandwich bis hin zu Wikinger. Gespielt wird gegen die Zeit. Gemalt wird mit der Nase auf einer durchsichtigen Maltafel. Das hört sich erst einmal schwierig an. Ist aber tatsächlich gar nicht so schwer wie man denken könnte – nicht zuletzt durch das Brillengestell samt Stift, das zum Spiel dazu gehört.
Mehr über das Spiel erfahrt Ihr hier:

Hier ein Video, damit Ihr Euch vorstellen könnt, was Euch erwartet:

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Unsere Grillrezepte für kalte Tage

Unsere Grillrezepte für kalte Tage

 Rosenheim – Grillen im Winter? Klar, kein Problem. Wichtig ist nur, dass es auf dem Grill schnell geht. Wir haben mal ein paar Rezepte für Euch getestet und uns neben Klassikern wie Würstel oder Hühner-Fleisch-Spieße hauptsächlich auf Vegetarisches konzentriert. Das Ergebnis hat überzeugt. Hier unsere Favoriten für Euch. Außerdem noch zusätzlich ein paar Grilltipps von Profis.

87 Prozent der Bundesbürger grillen einer aktuellen Studie zufolge regelmäßig. 31 Prozent grillen bei schönem Wetter mindestens einmal wöchentlich, fast jeder Zehnte sogar mehrmals in der Woche. 15 Prozent fröhnen dieser Leidenschaft auch dann, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist.
Dementsprechen groß ist mittlerweile auch die Vielfalt an Grillrezepten. Die Zeiten, in denen nur Fleisch auf den Rost wanderte, sind längst vorbei. Bevor ich jetzt mit Euch unserer Lieblings-Grillrezepte für kalte Tage teile, gibt es erst einmal noch grundsätzliche Tipps von einem Grillprofi aus der Region Rosenheim, der sich in den vergangenen Jahren schon oft auf Grill-Wettbewerben durchsetzen konnte:

 

  • Kohle oder Briketts? Es kommt darauf an, was man grillen will. Klassische Kohle lässt sich schneller entzünden und wird in der Regel heißer. Damit eignet sich Holzkohle vor allem für kurze Grillevents mit Steaks und Würstchen.  Briketts brauchen eine Vorlaufzeit von gut 50 Minuten, bis das erste Fleisch auf den Grill gelegt werden kann. Sie werden nicht so heiß wie Kohle, glühen aber dafür bis zu drei Stunden –  also ideal für lange Grillabende. Aber, der Geruch ist aufgrund von Formzusatzstoffen nicht ganz so Appetit fördernd wie bei Holzkohle. Den Geschmack beeinflusst die Wahl nicht.
  • Gute Qualität schmeckt einfach besser. Das gilt für Fleisch ebenso wie für Gemüse.
  • Für das Würzen des Grillguts gilt: Weniger ist oft mehr.
  • Das Grillgut erst auflegen, wenn Kohle oder Briketts eine leichte Ascheschicht gebildet hat. Dann stimmt die Hitze
  • Grillgut vor dem Auflegen trocken tupfen. Dann hält sich die Rauchentwicklung in Grenzen.
  • Keinesfalls Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Bier, über das Grillgut schütten: Die Würze wird abgespült, die Kohle gelöscht und die aufgewirbelte Asche klebt dann am Fleisch fest.
  • Fleisch nicht zu schnell wenden. Der ideale Zeitpunkt ist, wenn auf der Oberseite Fleischsaft austritt.
  • Wer einen Grill mit Deckel besitzt, sollte den Deckel schließen. Dann bruzelt das Grillgut im Umluft-Betrieb.

    Jetzt zu den Rezepten (für 6 Personen)

Grill-Abergine mit Feta und grüner Soße
Zutaten: Oregan und Petersilie, Schnittlauch, 2 Schalotten, 4 EL Weißweinesig, 1 El Honig, 4 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 3 Auberginen, 200 g Feta und 200 g Frischkäse.

Zubereitung: Für die Soße Kräuter hacken, Schalotten schälen und fein würfeln. Kräuter und Schalotten mit Essig, Honig und Öl pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Auberginen längst halbieren. Das Innere rautenförmig einschneiden und salzen. Aubergingen erst ca. 3 Minuten mit der Schnittfläche grillen, dann wenden und ca. 3 Minuten weitergrillen.
Inzwischen Feta und Frischkäse in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken und mischen. Käse-Creme auf den Augerginenhälften verteilen und dann mit der Kräutersoße anrichten.

Gefüllte Paprika im Teigmantel
Zutaten: 12 Minipaprika, 1 Packung Mozarella, 2 El rotes Pesto, 100 g Filoteig, 4 EL Olivenöl, Salz.

Zubereitung: Mozarella klein würfeln und mit Pesto mischen.
Paprika der Länge nach einschneiden, Kerne entfernen und mit der Mozarella-Pesto-Mischung füllen.
Teigblätter mit dem Olivenöl bestreichen und mit wenig Salz bestreuen, in Streifen schneiden die Paprikas damit umwickeln. Auf dem heißen Grill rund 5 – 6 Minuten grillen.

Gegrillte Avocado mit Kicherbsen
Zutaten: 1 Dose Kichererbsen, 4 EL Olivenöl, 2 El Hoisinsoße, 3 Avocados, eine halbe Salatkurke,
130 g Kirschtomaten, eine halbe Zitrone, Sesamsamen, Minze , Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Kichererbsen abgießen, abspülen und abtropen.
1 EL Öl in der Pfanne erhitzen und die Kichererbsen darin unter Wenden ca. 5 Minuten anbraten. Nach ca. 3 Minuten Hoisinsoße zugeben und unterrühren.
Avocados halbieren und Kern entfernen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Fruchtfleisch nach unten auf den Grill legen und ca. 6 Minuten grillen.
In der Zwischenzeit Minze fein hacken. Gurke in kleine Würfel schneiden. Tomaten vierteln. Gurke, Tomaten, Zitronensaft und Minze vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Avocadohälften mit je 1 El Tomaten-Gurkensalat füllen, Kircherbsen darauf verteilen und mit Sesam bestreuen.

Pestokartoffeln
Zutaten: 1 Kilo Kartoffeln, 1 Bio-Zitrone, 1 Bund Petersilie, 5 EL Olivenöl, 3 TL rotes Pesto, Salz.

Zubereitung: Kartoffeln zugedekt ca. 15 bis 20 Minuten kochen und danach auskühlen lassen.
Zitronenschale reiben. Petersilie fein hacken. Beides mit Öl, Pesto und Meersalz verrühren. Kartoffeln halbieren und und unter mehrmaligem Wenden grillen. Am Schluss mit der Pestomarinade bestreichen.

Hier noch einige weitere Links für Euch auf Seiten mit Rezeptideen für das Wintergrillen:

Kleine Kunstwerke aus dem Automaten

Kleine Kunstwerke aus dem Automaten

Kiefersfelden / Rohrdorf / Wasserburg – Kann man Kunst aus einem Automaten ziehen? Ja, in Kiefersfelden, Rohrdorf und ganz neu nun auch in Wasserburg im Landkreis Rosenheim ist das tatsächlich möglich. Dank der „Kunstautomaten“. Man wirft ein paar Euro ein und zieht dann ein Fach heraus. Die Spannung steigt und am Schluss hält man dann eine Miniatur-Skulptur, ein kleines Gemälde oder sogar „Bayern in der Box“ in seinen Händen.

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Die Spannung steigt – was kommt zum Vorschein? Videos / Fotos: Staudhammer / Wunsam

In Wasserburg gibt es neuerdings einen Kunstautomaten im Brücktor. Initiatorin ist Heike Maas.
In Rohrdorf hängen schon seit einigen Jahren gleich zwei „Kunstautomaten“ am Dorfplatz. Ins Leben gerufen wurden sie von der Montessori-Schule. Man kann wählen ob man ein Werk eines internationalen Künstlern oder ein kleines Kunstwerk der Schüler der Montessori-Schule ziehen will.

Anstatt Zigaretten
Kunstwerke

In Kiefersfelden findet man den Kunstautomaten in der Dorfstraße 30. Die Idee für das Projekt dort kam von Jutta Richter. Als sie 2012 in Berlin war, fiel ihr ein Automat auf, der so ganz anders aussah wie ein normaler Zigarettenautomat. „Dieser Automat war unglaublich kunstvoll verziert. Er strahlte mich förmlich an“, erinnert sich Jutta Richter. Aus der Nähe betrachtet, stellte sich heraus, dass es sich um einen ausrangierten, liebevoll bemalen Zigaretten-Automaten handelte. Statt Zigaretten konnte man sich kleine Kunstwerke herauslassen.
Die Idee dafür kam ursprünglich von dem Potsdamer Künstler Lars Kaiser. Der erste Kunstautomat wurde in Potsdam im Jahr 2001 aufgehängt. Mittlerweile gibt es dort nun schon über 20 dieser Automaten und mittlerweile haben diese Idee auch viele andere deutsche Städte aufgegriffen. Sogar in anderen Ländern wie beispielsweise in den Niederlanden oder Spanien finden sich bereits Kunstautomaten.
Auch Jutta Richter war so begeistert, dass sie beschloss, vor ihrem Elektronikladen in Kiefersfelden einen derartigen Automaten anzubringen.  „Am Anfang habe ich alle Kunstwerke für den Automaten selbst gemacht“, erzählt sie. Kunst sei eben schon immer ihre große Leidenschaft gewesen. Auf Grund von Corona, wollte sie aber dann auch anderen Künstlern die Möglichkeit geben, trotz Kontaktbeschränkungen Kunstwerke zu erschaffen und damit Menschen zu erfreuen.

Jedes Kunstwerk
ein Unikat

Zwölf Künstler und Künstlerinnen aus der Region beteiligen sich aktuell an dem Projekt. Jedes Kunstwerk ist ein Unikat, liebevoll gestaltet und verpackt. Die besondere Herausforderung dabei: Was man eigentlich in Großformat erschafft, muss jetzt plötzlich ganz klein werden. „Man muss erst einmal umdenken, um so kleine Kunstwerke zu gestalten“, erklärt Jutta Richter. So müsse beispielsweise ein Holzbildhauer, der daran gewohnt ist, große Skulpturen zu erschaffen, nun etwas formen, das am Ende in eine Zigarettenschachtel passt.
Oft dauere es eine halbe Stunde, bis eines der kleinen Kunstwerke fertig gestaltet ist. Die Künstler spenden ihre Werke. Das Geld, das durch den Kunstautomaten eingenommen wird, kommt dem Unzone Künstlerkollektiv zugute.
Welches Kunstwerk man bekommt, bleibt eine Überraschung, bis man die Schachtel öffnet. Und nicht wenige Passanten sind von dieser Idee gleich so begeistert, dass es nicht bei einer einzigen Schachtel bleibt.

Hier findet Ihr eine Übersicht über alle 250 Kunstautomaten in Deutschland:

Tesla Supercharger am Oberfeld

Tesla Supercharger am Oberfeld

Rosenheim – Die E-Mobilität wächst auch in Rosenheim mit erheblicher Dynamik: Waren im Januar 2017 noch 25 E-Autos im Stadtgebiet Rosenheim gemeldet, so hat sich der Bestand bis Januar 2021 bereits auf 250 E-Fahrzeuge verzehnfacht.

Damit steigt auch der Bedarf an öffentlich zugänglichen Ladesäulen. Aktuell sind im Stadtgebiet 54 Lademöglichkeiten an 16 verschiedenen Standorten vorhanden, von denen 52 öffentlich zugänglich sind.
Die städtische Wirtschaftsförderungsagentur konnte nun zwischen Tesla und dem My Home my Hoel am Oberfeld vermitteln, zwölf Supercharger von Tesla auf den Parkplätzen zu installieren. Für 2. Bürgermeister Daniel Artmann ist das ein wichtiger Schritt auf dem richtigen Weg: „Es freut mich sehr, dass hier weitere öffentliche Ladestationen errichtet wurden. Rosenheim muss auch auf dem Zukunftsmarkt der E-Mobilität ein attraktiver Standort sein.“Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat mit „Ladeinfrastruktur vor Ort“ ein Förderprogramm aufgelegt für die erstmalige Beschaffung und Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur mit mindestens einem fest installierten Ladepunkt, einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses.
Weitere Informationen hierzu erteilt die Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim unter eva.huber@rosenheim.de. 
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Rosenheim / Beitragsfoto: Stadt Rosenheim: Gerhard Maier, Geschäftsführer My Home my Hotel, mit 2. Bürgermeister Daniel Artmann vor der neu errichteten Tesla Ladestation.

Hier geht es zum Ladesäulenregister:

 

 

Auf die Farbmäuse gekommen

Auf die Farbmäuse gekommen

Rosenheim – Drei Katzen und ein Aquarium. Das ist eigentlich genug. Doch dann sind wir auch noch auf die Maus gekommen. Ihre Geschichte ist eng verknüpft mit unseren Katzen und unserem Aquarium. Wie das sein kann? Nun zurück zum Anfang der tierischen Geschichte.

Katzenbesitzer kennen das. Die Samtpfoten bringen mal wieder von ihren Streifzügen durch Nachbars Garten und Wiesen und Wäldern in der Nähe eine lebendige Maus mit. Warum sie das tun? Manche sind der Meinung, die Stubentiger wollen ihren Besitzern damit ein großzügiges Geschenk machen. Neue Studien gehen aber mehr davon aus, dass Katzen uns Menschen Nachhilfe bei der Jagd geben wollen.
Wie auch immer – da sitzt dann so eine kleine Maus vor einem, entweder starr vor Schreck oder sie versucht, ihrem drohenden Schicksal noch zu entkommen, während die Katze ihre Aufmerksamkeit für einige Augenblicke von der Maus beifallserheischend auf ihre Besitzer lenkt.

Wir versuchen in so einem Fall immer, das kleine Mäuschen zu retten, indem wir sie in einen Eimer fangen und dann in Wald oder Wiese wirder in die Freiheit entlassen. Das war auch an einem sonnigen Nachmittag vor gut sechs Jahren der Fall. Alles Routine und doch war an diesem Tag alles anders.
Auffällig schon die Fellfarbe des betreffenden Mäuschens. Nicht braun, nicht grau, sondern strahlend weiß. Und als sie meine Tochter Josefa in einen Eimer locken wollte, hüpfte sie ihr stattdessen auf die Hand und schaute sie mit ihren Knopfaugen fragend an.
Und so zog die erste Maus dann bei uns ein – am ersten Tag in einen großen Karton als provisorische Unterkunft. Die Kleine war völlig zahm und ließ sich sogar streicheln. Die Begeisterung von Josefa dementsprechend groß und schon am nächsten Tag stand bei ihr fest: „Die gebe ich nicht mehr her“.
Also ging es ab in ein Zoogeschäft, um überhaupt mal zu klären, was das für eine besondere Maus ist und was sie alles für ihr Wohlbefinden braucht.

Auch dort staunte man nicht schlecht über unseren neuen Mitbewohner. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei wohl um eine Futtermaus für Schlangen handelte, die entweder entkommen war oder ausgesetzt wurde.

Da eine Maus nicht gerne alleine lebt, bekam sie natürlich auch gleich noch drei Mitbewohner. In der ersten Monaten mussten wir aber noch viel dazulernen über die Eigenheiten von Mäusen. Ganz wichtig: einen wirklich ausbruchssicheren Käfig wählen.
Bei unserem Erstmodell waren die Stäbe etwas zu weit auseinander. Dass die Mäuse auf diese Weise jede Nacht einen Ausflug duch das Wohnzimmer unternahmen, fiel uns die ersten Wochen überhaupt nicht auf. Weil sie alle am Morgen immer wieder brav zusammen in ihrem Käfig saßen.

Merkwürdig war nur, dass gleichzeitig der Bestand unserer Fische im Aquarium zusehends schrumpfte. Die Erklärung kam eines Nachts, als Josefa sah, wie die Mäuse sich erst geschickt durch die Stäbe zwängten, dann nacheinander zum Aquarium marschierten und dort erfolgreich auf Fischfang gingen.
Derartige Anfangsschwierigkeiten sind natürlich längst behoben. Ein Leben ohne Farbmäuse ist insbesondere für Josefa aber mittlerweile auch nicht mehr vorstellbar.
Wie sich Katzen und Mäuse als gemeinsame Hausbewohner vertragen? Tatsächlich besser als gedacht. Unsere Katzen meiden den Mäusekäfig, nachdem auch sie bemerkt haben, dass zahme Hausmäuse sich so völlig anders verhalten wie deren wilden Artgenossen und selbst durch den Käfig hindurch kräftig in ihre Nasen beißen können.

Weitere Infos zur Haltung von Farbmäusen findet man im Internet unter:
Das Mäuseasyl 

Unser Basteltipp für die kleinen Leser von Innpuls.me – eine lustige Fingerspiel-Maus:

Höchste Zeit, sich einzumummeln

Höchste Zeit, sich einzumummeln

Wenn der Winter vor der Tür steht, heißt das für viele Tiere, sich auf eine entbehrungsreiche und karge Zeit vorzubereiten. Darunter sind auch viele Arten, die sich vollständig in ihre Winterquartiere zurückziehen – so auch unsere heimischen Reptilien. Zu ihnen gehört die Zauneidechse, heuer das Reptil des Jahres. Dirk Alfermann, Gebietsbetreuer des Chiemsees stellt sie vor.

Trächtiges Zauneidechsen-Weibchen vor der Eiablage. Foto: Esther Lindner / Foto Beitragsbild: Sarah Lindner

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) ist eine der fünf in Deutschland heimischen Eidechsenarten. Das bis zu 20 Zentimeter große Tier hat einen kräftigen Körper mit kurzen Beinen. Dabei ist der Schwanz ein gutes Stück länger als der restliche Körper. Zauneidechsen sind sehr variabel gefärbt. Die prächtigen Männchen zeichnen sich meist durch kräftig grün gefärbte Flanken aus. Die Weibchen hingegen sind eher schmucklos braun gefärbt.

Zauneidechse in in
ganz Bayern zu finden

In Bayern ist die Zauneidechse landesweit zu finden. Schwerpunkte ihrer Verbreitung sind jedoch die Flusstäler und lichte Kiefern- bzw. Eichen-Kiefern-Mischwälder. Als klassischer Kulturfolger besiedelt sie heute eine Vielzahl menschengemachter Lebensräume wie Sand- und Kiesgruben aber auch Bahndämme und Straßenböschungen. Auch in naturnahen Hausgärten kann man sie zuweilen finden. „In landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen ist sie allerdings nur noch recht selten anzutreffen“, so Alfermann. „Viele Kleinstrukturen wie Säume, Randstreifen, Hecken, Legesteinhaufen, Brachen oder Ruderalfluren gehen immer mehr zurück oder sind bereits ganz verschwunden.“ So wundert es auch nicht, dass die Zauneidechse in der Roten Liste Bayerns mittlerweile als „gefährdet“ eingestuft wird.

Spinnen und Heuschrecken
stehen auf dem Speiseplan

Am Chiemsee findet die Zauneidechse aber erfreulicher Weise noch eine Vielzahl geeigneter Lebensräume. So ist sie zum Beispiel in den ufernahen Waldbereichen bei Übersee zu finden, oder auch am Rand des Grabenstätter Mooses und den Streuwiesen bei Seebruck. Weiter nördlich findet man sie auch in weiten Teilen der „Eiszeitseen“, dem Biotopverbund von Eggstätt Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen, wie der zuständige Gebietsbetreuer Patrick Guderitz bestätigt: „Hier findet sie überall noch ausreichend Nahrung. Vor allem Spinnen, Heuschrecken und anderen Insekten stehen auf dem Speiseplan“.

Ende Oktober geht es
ins Winterquartier

Vereinzelt kann man die wechselwarme Eidechse an sehr sonnigen Tagen noch bis Ende Oktober entdecken. Spätestens dann ziehen sich aber auch die letzten von ihnen in ihre Winterquartiere zurückgezogen haben.
Übrigens, gekürt wird das Reptil des Jahres alljährlich von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT).

Mehr zum Thema Eidechsen kindgerecht erklärt gibt es hier:

Und hier für die kleinen Leser von Innpuls.me auch noch ein Basteltipp – bastelt Euch Eure eigene flinke Eidechse: