Prien am Chiemsee – Passanten verletzt und Stromverteiler beschädigt

Prien am Chiemsee – Passanten verletzt und Stromverteiler beschädigt

Prien am Chiemsee – Am Samstagabend (17.1.2026)  gegen 17:20 Uhr kam es vor dem Rewe-Markt in Prien a. Chiemsee zu einer Auseinandersetzung, bei der zwei Männer mehrere Passanten verletzten und einen Stromverteilerkasten beschädigten.

Nach Angaben der Polizei hatten die beiden Männer, polnische Staatsangehörige im Alter von 24 und 26 Jahren aus dem östlichen Landkreis Rosenheim, mit Obst und Gemüse geworfen, das von der REWE-Außenauflage stammte und nicht gekauft war. Als drei Passanten einschritten, um eine weitere Eskalation zu verhindern, gingen die beiden Männer teilweise gemeinschaftlich auf sie los. Dabei wurden die Passanten leicht verletzt, unter anderem durch Schürfwunden und Kieferschmerzen, und ein Smartphone wurde beschädigt.
Zudem trat das Duo einen Stromverteilerkasten im Umfeld des Marktes um, wodurch ein Schaden von rund 2.000 Euro entstand.

Die Polizei Prien a. Chiemsee nahm die alkoholisierten Männer über Nacht in polizeilichen Gewahrsam. Dieser wurde richterlich bestätigt. Am nächsten Morgen konnten beide ihre Heimreise antreten.

Gegen die Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizei Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Jonah Werner erhält Sozialpreis der SPD Oberbayern

Rosenheimer Jonah Werner erhält Sozialpreis der SPD Oberbayern

Rosenheim / Germering – Für sein Engagement in der Ukrainehilfe ist der 27-jährige Rosenheimer Jonah Werner mit dem diesjährigen Sozialpreis der SPD Bezirkstagsfraktion Oberbayern ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand in Germering statt und war laut SPD sehr gut besucht.

Ausgezeichnet wurde Werner für seine Arbeit mit dem Verein Athletes for Ukraine, mit dem er mehrfach vor Ort humanitäre Hilfe geleistet hat. Das Preisgeld von 500 Euro will er vollständig in zukünftige Hilfsprojekte des Vereins investieren. Ende März ist bereits die nächste Hilfsfahrt in die Ostukraine geplant.
Der Bezirksvorsitzende der SPD Oberbayern, Matthias Bonigut, würdigte in seiner Laudatio Wer­ners Einsatz: „Jonah Werner steht für eine Generation, die nicht wegschaut, sondern handelt. Sein Einsatz für die Menschen in der Ukraine zeigt, wie viel man mit Mut, Herz und Engagement bewegen kann. Darauf kann auch seine Heimatstadt Rosenheim stolz sein.“

Auch Olympiasieger Felix Loch, der selbst bei Athletes for Ukraine aktiv ist, richtete per Videobotschaft Worte der Anerkennung an Werner: „Jonah beweist, dass Engagement keine Frage des Alters ist, sondern der Haltung. Er packt an, wo andere noch überlegen, und macht damit einen echten Unterschied. Für mich ist das gelebte Verantwortung und ein starkes Vorbild für unsere Gesellschaft.“

Jonah Werner selbst betonte bei der Preisverleihung: „Dieser Preis bedeutet mir sehr viel. Er gehört nicht nur mir, sondern allen, die bei Athletes for Ukraine mithelfen. Ohne das Team und die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer wäre unsere Arbeit nicht möglich. Die Auszeichnung motiviert mich, weiterzumachen und noch mehr Menschen zu erreichen.“
Neben Werner wurde auch Dr. Sabine Schomburg für ihr jahrelanges Engagement im Arbeitskreis Asyl der AWO Germering ausgezeichnet.
(Quelle: Pressemitteilung SPD Bezirkstagsfraktion Oberbayern / Beitragsbild: SPD Bezirktagsfraktion Oberbayern)

Trachtenkinder sammeln 1.316 Euro für Kinderkrebshilfe

Trachtenkinder sammeln 1.316 Euro für Kinderkrebshilfe

Rettenbach / Landkreis Traunstein – Die Klöpferlkinder des GTEV Eschenwald Rettenbach haben in der Vorweihnachtszeit 1.316 Euro gesammelt und an die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land und Traunstein gespendet. An zwei Abenden besuchten sie Familien in Kammer, Rettenbach und den umliegenden Weilern und sorgten mit stimmungsvollen Ständchen für vorweihnachtliche Stimmung.

Die Jugendleiterin Franziska Gartner betonte bei der Spendenübergabe im Pfarrheim in Kammer: „Das Geld wurde von unseren Kindern mit viel Engagement gesammelt. Umso schöner ist es, dass es nun auch wieder Kindern zugutekommt.“ Sie zeigte sich überzeugt, dass die Spende „genau an der richtigen Stelle ankommt und Familien unterstützt, die sich in einer besonders schwierigen Lebensphase befinden.“
Hanna Posch, zweite Vorsitzende der Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land und Traunstein, bedankte sich bei den jungen Trachtlern: „Jeder einzelne Cent wird dort eingesetzt, wo er dringend gebraucht wird.“ Außerdem gab sie den Kindern einen Einblick in die Arbeit der Kinderkrebshilfe, unter anderem das „Kaufhaus für ’n guadn Zweck“ in Oberteisendorf.

Beim Erinnerungsfoto überreichten die Trachtenkinder den Spendenscheck persönlich. Der stellvertretende Jugendleiter Martin Schmalzbauer ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Ein großer Dank gilt vor allem allen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern, die unsere Aktion auch in diesem Jahr wieder so großzügig unterstützt haben. Die gesammelten Süßigkeiten wollte unser Nachwuchs allerdings nicht teilen.“
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier ( Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Brennerdialog startet Aktion „Flagge zeigen“ zur Alternativvariante des Brenner-Nordzulaufs

Brennerdialog startet Aktion „Flagge zeigen“ zur Alternativvariante des Brenner-Nordzulaufs

Rosenheim – Der Brenner-Nordzulauf ist ein seit vielen Jahren kontrovers diskutiertes Großbauprojekt mit überregionaler verkehrlicher Bedeutung, das in der Region Rosenheim auf erhebliche Kritik stößt. Während Befürworter den Ausbau als notwendig für den internationalen Bahnverkehr ansehen, verweisen Gegner auf massive lokale Auswirkungen, unter anderem auf Landwirtschaft, Naturschutz, Gemeinden und Lebensqualität.

Vor diesem Hintergrund haben die im Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen vor wenigen Tagen die Aktion „Flagge zeigen“ gestartet. Die Initiative wurde bei einer Pressekonferenz im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter vorgestellt.

Forderung nach sofortigen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke

Nach Angaben des Brennerdialogs richtet sich die Aktion auf die Unterstützung einer Alternativvariante zum geplanten Brenner-Nordzulauf. Ziel sei es, die Forderungen nach einem sofortigen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke sowie nach einer stärkeren Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sichtbar zu machen.
Im Rahmen der Aktion wurden Balkonbanner mit verschiedenen Motiven entworfen, die laut Brennerdialog zentrale Themen der Auseinandersetzung aufgreifen. Diese Banner können an Balkonen, Zäunen, Garagentoren oder ähnlichen Stellen angebracht werden und werden nach Angaben des Vereins kostenlos an Mitglieder und Unterstützer ausgegeben. Die Verteilung übernehmen örtliche Bürgerinitiativen unter anderem in Ostermünchen, Tattenhausen, Großkarolinenfeld, Schechen, Pfaffenhofen/Inn, Stephanskirchen, Riedering, Rohrdorf, Neubeuern, Brannenburg, Nußdorf/Inn, Flintsbach und Oberaudorf.

Der Brennerdialog formuliert die zentrale Botschaft der Aktion mit den Worten: „Stoppt die unsinnigen Pläne der Bahn und der Politik.“ Gleichzeitig werben die Bürgerinitiativen für ihre eigene Alternativvariante. Diese zeige nach Darstellung des Vereins „ein Konzept für eine schnellere, billigere und nachhaltigere Bahnverkehrslösung“.

Kritik an den bisherigen Planungen der Deutschen Bahn

Kritisch äußert sich der Brennerdialog zu den bisherigen Planungen der Deutschen Bahn. In der Pressemitteilung heißt es, die aktuellen Vorplanungen bevorzugten „eine extrem teure Neubautrasse mit gravierenden Auswirkungen auf die Regionen im Landkreis Rosenheim und darüber hinaus“. Weiter erklärt der Verein, dass aus seiner Sicht Kommunen und Bürger entlang der geplanten Trasse seit Jahren in Unsicherheit lebten und Investitionen sowie private Zukunftsentscheidungen erschwert würden.

Zudem verweist der Brennerdialog auf einen offenen Forderungskatalog aus dem Landkreis Rosenheim. Vor rund 700 Tagen seien der Deutschen Bahn 119 Kernforderungen von Kommunen, Verbänden und dem Kreistag übergeben worden. Nach Angaben des Vereins liege bis heute weder von der Bahn noch vom Eisenbahnbundesamt eine öffentliche Bewertung dieser Forderungen vor. In der Pressemitteilung wird hierzu erklärt: „Der Verdacht liegt nahe, dass vor der bayerischen Kommunalwahl keine Ergebnisse bekanntgegeben werden, damit ein heikles Thema in der Region nicht den Wahlkampf stört.“

Auch den aktuellen Planungsdialog bewertet der Brennerdialog kritisch. In der Mitteilung wird gefragt, warum der Austausch zwischen Deutscher Bahn und den Dialogforen seit Sommer 2024 ausgesetzt sei und weshalb das Bundesverkehrsministerium die Berechnungsgrundlagen der jüngsten Nutzen-Kosten-Rechnung nicht offenlege.

Darüber hinaus verweist der Verein auf Kostenentwicklungen bei anderen großen Infrastrukturprojekten wie Stuttgart 21, der zweiten Münchner S-Bahn-Stammstrecke sowie internationalen Tunnelprojekten. Diese hätten gezeigt, dass es häufig zu erheblichen Kostensteigerungen komme.

Als Beispiel nennt der Brennerdialog eine Aussage des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange aus einem Interview im Sommer 2025, in dem ein Kostenrahmen von neun bis 15 Milliarden Euro für das Neubauprojekt genannt worden sei. Der ursprüngliche Beschluss zum Streckenausbau aus dem Jahr 2016 habe dagegen einen Kostenrahmen von 1,3 Milliarden Euro vorgesehen. Auch zur Entwicklung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses äußert sich der Verein kritisch und stellt diese Entwicklung in seiner Pressemitteilung infrage.
(Quelle: Pressemitteilung Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. / Beitragsbild: Copyright Brennerdialog Rosenheimer Land)

Raubüberfall auf Getränkemarkt: 22-jähriger in Ampfing festgenommen

Raubüberfall auf Getränkemarkt: 22-jähriger in Ampfing festgenommen

Waldkraiburg / Landkreis Mühldorf am Inn – Knapp vier Wochen nach dem bewaffneten Raubüberfall auf einen Getränkemarkt in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn) hat die Polizei einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Der 22-jährige Mann wurde am Freitag (16.1.2026) in Ampfing verhaftet und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Der Überfall hatte sich am Abend des 23. Dezember 2025 gegen 19 Uhr in einem Getränkemarkt in der Karlsbader Straße in Waldkraiburg ereignet. Ein zunächst unbekannter Täter gab dabei, nach den Angaben der Polizei, mit einer scharfen Schusswaffe einen Schuss ab und verletzte einen Angestellten. Die Schussverletzung war nach Polizeiangaben glücklicherweise nicht lebensgefährlich. Anschließend flüchtete der Täter mit Bargeld in vierstelliger Höhe. Eine unmittelbar eingeleitete Großfahndung mit zahlreichen Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber blieb damals ohne Erfolg.

Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernahm das Fachkommissariat 2 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn die weiteren Ermittlungen. Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit verdichteten sich in den folgenden Wochen die Hinweise auf einen 22-jährigen litauischen Staatsangehörigen, der im Landkreis Mühldorf am Inn wohnhaft ist.

Tatverdächtiger wurde festgenommen

Die Staatsanwaltschaft Traunstein erwirkte daraufhin einen Haftbefehl gegen den Mann. Am Freitag gelang es den Ermittlern, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln. Der 22-Jährige wurde am späten Nachmittag in Ampfing auf offener Straße festgenommen. An dem Einsatz waren neben der Kriminalpolizei Mühldorf am Inn auch Beamte der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, der Kriminalpolizei Rosenheim, der Zentralen Einsatzdienste Traunreut sowie Spezialeinsatzkräfte beteiligt.
Bei der anschließenden Durchsuchung eines Hotelzimmers, in dem sich der Tatverdächtige eingemietet hatte, wurde eine scharfe Schusswaffe aufgefunden und sichergestellt. Ob es sich dabei um die beim Raubüberfall verwendete Tatwaffe handelt, ist nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchungen.

Der 22-Jährige wurde am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl bestätigte. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er sich nun in Untersuchungshaft befindet. Die Ermittlungen zur abschließenden Klärung der Tat dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Beinahe-Unfall in Pfaffing: Autofahrer mit knapp drei Promille gestoppt

Beinahe-Unfall in Pfaffing: Autofahrer mit knapp drei Promille gestoppt

Pfaffing / Landkreis Rosenheim – In der Nacht auf Sonntag (18.1.2026) gegen 1 Uhr ist der Wasserburger Polizei in Pfaffing (Landkreis Rosenheim) ein Autofahrer aufgefallen, der deutlich in Schlangenlinien unterwegs war. Trotz eindeutiger Anhaltesignale setzte der Fahrer seine Fahrt zunächst fort.

Dabei kam es, nach den Angaben der Polizei, beinahe zu einem Unfall: Der Mann fuhr nahezu auf eine Verkehrsinsel. Erst in einer Wohnsiedlung stoppte der 38-jährige Fahrzeugführer aus Pfaffing seinen Pkw. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp drei Promille.
Im Anschluss wurde eine Blutentnahme angeordnet. Während der gesamten Kontrolle zeigte sich der Mann laut Polizei äußerst aggressiv gegenüber den Beamten, weshalb er schließlich in Sicherheitsgewahrsam genommen wurde.

Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Ihm drohen nun der Entzug der Fahrerlaubnis sowie eine empfindliche Geldstrafe.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“: „Alter Wirt“ in Rosenheim auf Platz zwei

Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“: „Alter Wirt“ in Rosenheim auf Platz zwei

Rosenheim/ Prien/Winkelhaid – Beim Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“ belegte der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ in Aising den zweiten Platz. Das traditionsreiche Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert stand bereits rund zehn Jahre leer, bevor im April 2025 die Abbrucharbeiten begannen. Den ersten Platz belegte das Lechnerhaus in Prien, den dritten ein Fachwerkhaus in Winkelhaid.

Ein Stück Heimatgeschichte verschwindet: Der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ in Aising

Mit seinen Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert war der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ Treffpunkt für Vereine, Feste und das gesellschaftliche Leben in Aising. Bis zuletzt gab es Versuche, das historische Gebäude zu erhalten: Die Interessengemeinschaft Rosenheim Süd unternahm Ende 2024 gemeinsam mit Bauherren, Planern, Denkmalpflege-Experten und Politikvertretern einen letzten Vorstoß. Auch eine Petition, die Anfang April 2025 im Landtagsausschuss für Wissenschaft und Kunst behandelt wurde, fand einstimmige Zustimmung.

Trotz aller Bemühungen begannen Ende April 2025 die Abbrucharbeiten zunächst am Nebengebäude aus den 1960er Jahren, in dem das Aisinger Schützenheim untergebracht war. Für die Aisinger Schützen bedeutete dies den Verlust ihrer bisherigen Heimat. Ein Anwohner kommentierte resigniert, dass es vorbei sei und „nicht mehr zu ändern“ (wir berichteten).

Die Pläne der Bauherren – „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ und „Auerbräu GmbH“ – sehen auf dem Gelände einen Neubau mit Biergarten und Veranstaltungssaal, einen Nahversorger, eine Bankfiliale sowie Wohnungen vor. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

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In der aktuellen Pressemitteilung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege zur Preisverleihung werden auch Stimmen von Betroffenen veröffentlicht, die den Verlust des ehemaligen Gasthofs kommentieren. Ein Einsender schreibt, dass „leider sang- und klanglos immer mehr Gebäude der vergangenen Baukultur verschwinden und dafür seelenlose Bauten entstehen. Dieses Gasthaus ist mir noch immer in guter Erinnerung. Auch in Kienberg stand ein schöner großer Bauernhof am Ortseingang, jetzt ist es nur noch ein geschredderter Steinhaufen.“ Ein anderer meint, „jeder Abbruch ist ein kultureller Verlust, den die Menschen vor Ort meist erst merken, wenn es zu spät ist. Außerdem wird oft unnötig graue Energie vernichtet.“

Zur Wahl des ehemaligen Gasthofs zum zweiten Platz erklärte der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wörtlich: dass es sich um „ein traditionsreicher Gasthof mit Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert, ein Treffpunkt für Vereine, Feste und das gesellschaftliche Leben“ handelte und „nach rund zehn Jahren Leerstand 2025 abgerissen“ wurde. Auf dem Gelände entstehen künftig ein Neubau mit Biergarten und Veranstaltungssaal, ein Nahversorger, eine Bankfiliale sowie Wohnungen. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

Oberbayerische Abrisse im Blick

Das Lechnerhaus in Prien, das den ersten Platz beim „Abriss des Jahres 2025“ belegte, entstand Ende des 19. Jahrhunderts für die einflussreiche Unternehmerfamilie Lechner und symbolisierte die örtliche Industriekultur. Nach wechselnder Nutzung stand es ab 2006 leer und verfiel. Auf dem Grundstück sollen künftig Wohnungen entstehen, konkrete Zeitpläne gibt es noch nicht.

Fachwerkhaus in Winkelhaid auf Platz drei

Auf dem dritten Platz landete ein fränkisches Fachwerkhaus in Winkelhaid, ein Wohnstallhaus aus der Zeit um 1600. Nach Veräußerung des Grundstücks an einen Bauträger wurde das Gebäude im Inneren offenbar mutwillig zerstört, wodurch es seine Denkmaleigenschaft verlor und zum Abriss freigegeben wurde.

Die Beispiele aus Prien, Aising und Winkelhaid verdeutlichen nach Einschätzung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege eine fatale Entwicklung: Historische Gebäude würden zunehmend der maximalen Grundstücksverwertung weichen. Selbst die Denkmaleigenschaft biete nicht immer Schutz, wie der Fall Winkelhaid besonders schmerzlich zeige.

Gasthaus Bichler in Ramerberg Anwärter für „Abriss des Jahres“ 2026?

Auch in Ramerberg (ebenfalls Landkreis  Rosenheim) beobachtet der Landesverein derzeit einen bevorstehenden Abriss: Das Gasthaus Bichler soll offenbar durch sieben Doppelhäuser ersetzt werden, was bei den Bewohnern großes Bedauern auslöst. Ob der Gasthof auf der „Abriss des Jahres“-Liste 2026 stehen wird, bleibt abzuwarten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Pressemitteilung Landesverein für Heimatfplege / Beitragsbild: Fotomontage Archiv Innpuls.me)

„Good Vibrations“ am 24. Januar in der Blackbox Rosenheim

„Good Vibrations“ am 24. Januar in der Blackbox Rosenheim

Rosenheim – Die Musikinitiative Rosenheim (M.I.R. e.V.) feiert am Freitag, 24. Januar 2026, mit „Good Vibrations“ ihr traditionelles Livemusik-Fest in der Blackbox des Stadtjugendrings (Rathausstraße 26). Seit über 35 Jahren unterstützt der gemeinnützige Verein die Musikszene in Rosenheim und Umgebung.

An diesem Abend treten vier Bands aus Stadt und Landkreis auf, die unterschiedliche Musikrichtungen präsentieren:

  • Virgin Molotov bringt Alternative und Crossover mit weiblichem Gesang auf die Bühne.
  • Couch Rocker Crew mischt HipHop und Rock.
  • Koriander spielt deutschsprachigen Indie.
  • Mossdrift ist eine neue Band im Bereich Stoner- und Psychedelic-Rock.

Einlass ist um 19 Uhr. Dank der Unterstützung der Stadt und des Landkreises Rosenheim beträgt der Eintritt  5 Euro.

Die Musikinitiative Rosenheim freut sich auf zahlreiche Besucher und einen abwechslungsreichen Abend voller Livemusik.
(Quelle:  Pressemitteilung Musikinitiative Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Cecile Pierrot – zeigt Band Koriander)

Bau der Rosenheimer Eishalle, 1973

Bau der Rosenheimer Eishalle, 1973

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1973. Auf der historischen Aufnahme wurde der Übergang vom Rosenheimer Eisstadion zur überdachten Eishalle festgehalten.

Die Geschichte der Kunsteisbahn in Rosenheim geht zurück auf das Jahr 1961: Degendorfer Pioniere starteten mit dem Erdaushub in der Jahnstraße – ohne Baugenehmigung. Stoppen wollte das ehrgeizige Bauprojekt dennoch niemand und so wurde das Stadion 1962 tatsächlich feierlich eingeweiht. Ein Dach gab es damals aber noch nicht. 
1973 wurde die Kunsteisbahn dann von der Stadt Rosenheim übernommen und umgebaut. In diesem Zuge wurde auch für eine Überdachung gesorgt. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

MVV-Skipass bringt Wintersportler zu den Münchner Hausbergen

MVV-Skipass bringt Wintersportler zu den Münchner Hausbergen

München – Wintersportler können mit dem MVV-Skipass bequem auf ihre eigene Autofahrt verzichten: Der Skipass umfasst die Hin- und Rückfahrt mit Bahn und Bus sowie den Tages-Skipass in den Skigebieten. Das Angebot gilt bis Ende März 2026 und deckt die Münchner Hausberge Brauneck, Spitzingsee und Sudelfeld ab. Seit dem 1. Januar 2026 ist der MVV-Skipass auch für die Skigebiete Garmisch-Classic und Garmisch-Zugspitze erhältlich.

Anreise mit Bahn und Bus

Die Fahrt vom Münchner Hauptbahnhof zur Hausberg-Talstation in Garmisch-Partenkirchen dauert rund 1 Stunde 34 Minuten (Regionalzug und kostenloser Skibus-Transfer). Zur Brauneckbahn in Lenggries sind es etwa 1 Stunde 20 Minuten, ebenfalls inklusive Bus- oder S-Bahn-Anschluss. Fahrgäste können so die Nutzung des eigenen Autos vermeiden.

Preise MVV-Skipass
Screenshot MVV-Skipass. Foto: re
Verfügbarkeit

MVV-Skipässe sind erhältlich:

  • an Automaten und in S-Bahn-Kundencentern/Reisezentren der DB
  • direkt beim Zugbegleiter in Regionalzügen von DB Regio (Aufpreis 2 €)
  • für Brauneck, Spitzingsee und Sudelfeld zusätzlich in BRB-Kundencentern und an BRB-Fahrkartenautomaten
Skibusse jetzt in Fahrplanauskunft

Die kostenlosen Skibusse von den Zielbahnhöfen zu den Skigebieten sind nun in der MVV-Fahrplanauskunft im Web und in der MVV-App hinterlegt. Beispiele:

  • Sudelfeld: Skibus ab Bahnhof Bayrischzell zur Waldkopfbahn-Talstation
  • Spitzingsee: MVV-RegionalBus ab Bahnhof Schliersee zur Stümpflingbahn
  • Lenggries: Skibus ab Bahnhof Lenggries zur Brauneckbahn
  • Garmisch-Partenkirchen: Skibus ab Bahnhof Garmisch-Partenkirchen zur Talstation Hausberg

Weitere Informationen zum MVV-Skipass und zur Anreise mit Bahn und Bus unter: MVV-Skipass | MVV
(Quelle: Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ende der Förderung für Schneekanonen: LBV begrüßt Schritt, fordert weitere Maßnahmen

Ende der Förderung für Schneekanonen: LBV begrüßt Schritt, fordert weitere Maßnahmen

Hilpoltstein / Bayern – Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) wertet die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die Förderung für Schneekanonen zu stoppen, als wichtiges Signal zum besseren Schutz der bayerischen Alpen.

„Diese Entscheidung war überfällig. Beispiele wie das Aus des Skibetriebs am Jenner zeigen, dass Investitionen in die Ski-Infrastruktur trotz massiver staatlicher Förderung keine Zukunftsperspektive für unsere bayerischen Alpen darstellen“, erklärt LBV-Geschäftsführer Helmut Beran.

Bereits seit mehreren Jahren setzt sich der LBV dafür ein, dass umwelt- und klimaschädliche Subventionen wie die Förderung von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen abgeschafft werden. Beran betont, dass die neue Regelung nur ein erster Schritt ist: „Damit wird einer weiteren Erschließung unberührter Bereiche des bayerischen Alpenraums ein Riegel vorgeschoben. Dies kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Langfristig muss das Ziel zum Schutz des einzigartigen Naturraums Alpen sein, den Neubau von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen in bisher unerschlossenen Gebieten grundsätzlich zu verbieten.“

Kritisch sieht der LBV, dass der Ganzjahresbetrieb als Voraussetzung für eine Förderung vorgesehen ist: „Gerade ein Ausbau des Sommerbetriebs führt zu einer zusätzlichen Störung in der Brutzeit und der Zeit der Jungenaufzucht“, so Beran.

Der LBV unterstreicht, dass die Alpen als Naturraum besonders geschützt werden müssen. „Eventtourismus, große Infrastruktur-Vorhaben und eine stetige Erhöhung der Tourismuskapazitäten haben dort deshalb keine Zukunft. Die Alpen müssen als Naturraum bewahrt werden. Nur ein sanfter Tourismus sichert letztendlich auch das wirtschaftliche Potenzial des Alpentourismus für die kommenden Jahrzehnte“, erklärt Beran.

Was bedeutet die Seilbahnförderrichtlinie?

Die bayerische Seilbahnförderrichtlinie regelt die staatliche Förderung von bestehenden Personenseilbahnen. Ab 2026 werden technische Beschneiungsanlagen nicht mehr gefördert, während Zuschüsse für bestehende Seilbahnanlagen erhalten bleiben. Ziel ist es, die Erschließung unberührter Bergflächen einzuschränken und die Alpen als Naturraum zu schützen.
(Quelle: Pressemitteilung LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Chiemsee-Alpenland präsentiert Urlaub und regionale Produkte auf der Grünen Woche

Chiemsee-Alpenland präsentiert Urlaub und regionale Produkte auf der Grünen Woche

Landkreis Rosenheim / Bayern / Am gestrigen Freitag (16.1.2026) wurde die Bayernhalle (Halle 22b) auf der Grünen Woche in Berlin eröffnet. Zum 100. Jubiläum der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau stellt Bayern seine touristischen und kulinarischen Angebote vor.

Die Urlaubsregion Chiemsee-Alpenland ist mit einem eigenen Stand vertreten und zeigt neben touristischen Angeboten auch regionale Produkte wie Edelbrände, Öle, handgefertigten Holzschmuck oder Trachtentaschen aus Wollfilz. Insgesamt präsentieren über 80 Aussteller bayerische Produkte, darunter Bier, Frankenweine, Honig, Nürnberger Bratwürste, Brezen, Bergkäse und Kässpatzn. Ergänzt wird der Stand durch einen bayerischen Biergarten des Entenwirts aus dem Landkreis Rosenheim.

Bayerns Landwirtschafts- und Tourismusministerin Michaela Kaniber erklärte bei der Eröffnung:
„Die Bayernhalle ist ein Erlebnisraum, in dem Bayern mit allen Sinnen spürbar wird – warm, herzlich, offen. Unsere Aussteller zeigen hier mit viel Leidenschaft, wie reich unsere Heimat an Geschmack, Handwerk und Tradition ist. Das erfüllt mich mit großem Stolz.“

Neben kulinarischen Angeboten wird auch der touristische Bereich abgebildet: Auf der Sonderfläche „Servus Urlaub“ präsentieren die vier Tourismusverbände Oberbayern, Ostbayern, Franken und Allgäu-Schwaben die Vielfalt Bayerns als Urlaubsland. Landkreise und Anbieter von „Urlaub auf dem Bauernhof“ stellen regionale Feste, Höfe und Naturerlebnisse vor.

Breites Programm auf der Bühne im Biergarten

Auf der Bühne im Biergarten treten rund 50 Musik- und Trachtengruppen mit mehr als 1.000 Mitwirkenden aus ganz Bayern auf. Kaniber hob zudem die Rolle der Grünen Woche als Treffpunkt der Agrar- und Ernährungsbranche hervor:
„Das Besuchererlebnis ist das Herz der Halle – aber die Grüne Woche ist noch viel mehr. Wir sprechen hier mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Europa und aller Welt. Nur im Austausch können wir unsere Landwirtschaft, Ernährungssysteme und ländlichen Räume stärken.“
Die Messe läuft noch bis zum 25. Januar 2026. Weitere Informationen zum bayerischen Auftritt gibt es hier.
(Quelle: Pressemitteilungen Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus und Bayerische Staatsregierung / Beitragsbild: Copyright Henning Schacht/StMELF)