Einzigartig bewegter Ölberg zur Fastenzeit in Aschau im Chiemgau

Einzigartig bewegter Ölberg zur Fastenzeit in Aschau im Chiemgau

Aschau / Landkreis Rosenheim – Ein besonderes Ereignis findet am Donnerstag, 26. März 2026, um 19 Uhr in der Aschauer katholischen Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ (Landkreis Rosenheim) statt. Auch in diesem Jahr wird das Mysterienspiel der Aschauer Ölbergandacht zur Fastenzeit gezeigt.

Bewegter Ölberg zur Fastenzeit in Aschau im Chiemgau. Foto: H. Reiter

Das Mysterienspiel ist auch in heutiger Zeit noch ein Erlebnis. Fotos: H. Reiter

Im Hochaltar bewegen sich die Figuren der Ölbergszenerie, während der Mond langsam durch die Kulisse wandert. Zum Höhepunkt steigt ein Engel aus dem Gewölk herab, um dem leidenden Christus Stärkung zu reichen. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Riederinger Sängerinnen, und Erich Gawlik begleitet die Fastenandacht. Hinter dem Fastenbild sorgen handbetriebene Kurbeln dafür, dass die mechanisch bewegten Szenen wie vorgesehen ablaufen. Die überlieferte Tradition der mechanisch bewegten Ölbergszenerie wird vom Heimat- und Geschichtsverein Aschau im Chiemgau veranstaltet.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild, Foto: H. Reiter)

Römer-Ausstellung, Lokschuppen, 2000

Römer-Ausstellung, Lokschuppen, 2000

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute mal nicht ganz so weit zurück. Wir erinnern damit an die Römer-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen im Jahr 2000.

Am morgigen Freitag, 20.März, eröffnet im Rosenheimer Lokschuppen die neue Ausstellung „Römer – Gesichter eines Weltreiches“ (wir berichteten). Zum ersten mal wird damit ein Thema ein zweites Mal aufgegriffen, denn auch schon im Jahr 2000 waren die Römer zu Gast im Lokschuppen, wie dieses alte Foto dokumentiert.
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann – Toni Sket / Bildtext: Karin Wunsam)

Mutmaßliche Brandlegung an Bahnstrecke Mühldorf-Freilassing – Ermittlungen laufen

Mutmaßliche Brandlegung an Bahnstrecke Mühldorf-Freilassing – Ermittlungen laufen

Mühldorf am Inn – Am Dienstagnachmittag (17.3.2026)  wurden entlang der Bahnstrecke Mühldorf–Freilassing mehrere mutmaßlich vorsätzlich herbeigeführte Schäden am elektrischen Leitungssystem festgestellt. Der kriminalpolizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 17.15 Uhr meldete die Bundespolizei Mühldorf mehrere Stellen, an denen Kabel in den Trogtrassen verschmort oder verschmolzen waren. Offenbar wurden die Schäden absichtlich verursacht. Aufgrund ausgefallener Signalanlagen musste der Personenverkehr eingestellt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit noch unklar.
Die ersten polizeilichen Maßnahmen führten die Beamten der Bundespolizei Mühldorf durch. Anschließend übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Traunstein die Ermittlungen vor Ort. Die weiteren Ermittlungen liegen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein beim kriminalpolizeilichen Staatsschutz.

  • Die Ermittler wenden sich mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit:

    Wer hat am 17. März 2026 oder im Vorfeld verdächtige Beobachtungen entlang der Strecke gemacht?

  • Wem sind verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen?
    Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter (0861) 98730 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Ermittlungen dauern an.
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Brand in Mehrfamilienhaus in Rottach-Egern – zwei Personen leicht verletzt

Brand in Mehrfamilienhaus in Rottach-Egern – zwei Personen leicht verletzt

Rottach-Egern / Landkreis Miesbach – Am Dienstagabend (17.3.2026)  brach in Rottach-Egern (Landkreis Miesbach) in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Hagrain ein Feuer aus. Zwei Personen wurden leicht verletzt, das Dachgeschoss brannte komplett aus. Der Sachschaden wird auf einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag geschätzt. Die Kriminalpolizei Miesbach ermittelt zur Brandursache.

Gegen 22.30 Uhr wurde der Brand in der Ludwig-Thoma-Straße gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren aus dem Dachstuhl starke Rauchentwicklung und offene Flammen sichtbar. Alle Bewohner konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Dank des schnellen Einsatzes von rund 200 Feuerwehrkräften aus der Region konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden. Auch der Rettungsdienst war umfangreich vor Ort.
Ein Bewohner erlitt, nach den Angaben der Polizei,  eine leichte Rauchgasintoxikation, ein Feuerwehrmann verletzte sich bei einem Sturz durch eine Zwischendecke leicht. Das Mehrfamilienhaus ist derzeit unbewohnbar, die Bewohner wurden durch die Gemeinde Rottach vorübergehend untergebracht.

Die ersten polizeilichen Ermittlungen führten Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Bad Wiessee durch. Noch vor Ort übernahm der Kriminaldauerdienst Rosenheim die Ermittlungen für die Brandfahnder der Kriminalpolizei Miesbach. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat liegen bislang nicht vor. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Pkw in Warngau von Zug erfasst – Insassen bleiben unverletzt

Pkw in Warngau von Zug erfasst – Insassen bleiben unverletzt

Warngau / Landkreis Miesbach – Am unbeschrankten Bahnübergang zwischen Warngau und Piesenkam (Landkreis Miesbach) ist es am Mittwochmittag (18.3.2026) zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Zug gekommen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Nach den Angaben der Polizei übersah ein 50-jähriger Audi-Fahrer aus Lettland am Bahnübergang auf der Ortsverbindungsstraße gegen 12.45 Uhr den aus Richtung Holzkirchen kommenden Zug der Bayerischen Regiobahn (BRB). Der Zug erfasste das Fahrzeug und kam erst rund 200 Meter später zum Stehen.
Nach ersten Ermittlungen zeigte die Signalanlage am Bahnübergang rotes Haltelicht. Der Audi prallte etwa fünf Meter hinter dem Triebwagen gegen den vorbeifahrenden Zug und wurde durch die Wucht des Aufpralls ins Gleisbett geschleudert. Der Fahrer sowie seine beiden Mitfahrer konnten das Fahrzeug selbstständig verlassen und blieben ebenso unverletzt wie die Fahrgäste und der Triebfahrzeugführer.
Der Audi erlitt einen Totalschaden, die Höhe des weiteren Sachschadens ist derzeit noch unklar.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Warngau, Holzkirchen und Piesenkam sowie Kräfte des BRK, der Bundespolizei und Notfallmanager der BRB.
Gegen den 50-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Während der Bergungsarbeiten war die Bahnstrecke vorübergehend gesperrt.
(Quelle Pressemitteilung: Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Audi-Fahrer landet nach medizinischen Vorfall im Graben

Audi-Fahrer landet nach medizinischen Vorfall im Graben

Bad Feilnbach / Landkreis Rosenheim – Ein Verkehrsunfall hat am Mittwochabend (18.3.2026)  auf der Staatsstraße 2089 zunächst ein Großaufgebot an Einsatzkräften ausgelöst. Nach aktuellem Stand könnte ein medizinischer Vorfall die Ursache gewesen sein.

Ein 58-Jähriger war mit seinem Audi vom Torfwerk kommend in Richtung Bad Aibling unterwegs, als sein Fahrzeug aus bislang nicht abschließend geklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet. Anschließend fuhr der Pkw, nach den Angaben der Polizei, rund 20 Meter durch den Grünstreifen und kam schließlich in einem Straßengraben zum Stillstand.
Ersthelfer versuchten, den augenscheinlich unverletzten Fahrer aus dem Fahrzeug zu befreien, was jedoch nicht gelang. Aufgrund der schwierigen Bedingungen – abschüssiger, matschiger und weicher Untergrund – musste eine aufwendigere Bergung durch Feuerwehr und Rettungsdienst erfolgen.

Nach ersten Erkenntnissen könnte ein neurologisches Problem, vermutlich ein Krampfanfall, zum Kontrollverlust geführt haben. Dies ist jedoch weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Andere Verkehrsteilnehmer wurden nicht gefährdet. Der 58-Jährige wurde nach ersten Einschätzungen nur leicht verletzt und zur weiteren Abklärung in ein Klinikum gebracht.
Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro.

Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Staatsstraße vollständig gesperrt. Neben Polizei und Rettungsdienst war auch die Freiwillige Feuerwehr Au im Einsatz.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Streit unter Fahrzeugführern eskaliert – Schubserei und Sachschaden

Streit unter Fahrzeugführern eskaliert – Schubserei und Sachschaden

Aising / Rosenheim – Ein Streit zwischen zwei Fahrzeugführern ist am Mittwochmittag (18.3.2026)  im Rosenheimer Stadtteil Aising eskaliert. Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung sowie zu einem Sachschaden.

Ein 35-jähriger Busfahrer wollte, nach den Angaben der Polizei, gegen 12.45 Uhr an einem Wendehammer in eine angrenzende Seitenstraße abbiegen. Dort stand jedoch ein Sattelzug, dessen 56-jähriger Fahrer aus Thüringen mit seinem Fahrzeug die Zufahrt blockierte.
Der Busfahrer stieg aus und sprach den Lkw-Fahrer an. Im Verlauf des Gesprächs entwickelte sich ein Streit, bei dem der Busfahrer den Lkw-Fahrer aufforderte, wegzufahren. Die Situation spitzte sich zu: Nach Angaben des 35-Jährigen soll der 56-Jährige ihn mehrfach geschubst und auch auf den Kopf geschlagen haben.
Im weiteren Verlauf schlug der Busfahrer die Tür der Fahrerkabine des Sattelzugs so heftig zu, dass ein darin gelagerter Staubsauger am Plastikgehäuse beschädigt wurde. Der entstandene Schaden wird auf rund 50 Euro geschätzt.
Eine medizinische Versorgung war vor Ort nicht erforderlich.
Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung gegen den Lkw-Fahrer sowie wegen Sachbeschädigung gegen den Busfahrer.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zwischen Imperium und Alltag: Römer kehren in den Lokschuppen zurück

Zwischen Imperium und Alltag: Römer kehren in den Lokschuppen zurück

Rosenheim – Mit dem Klang der Stadtkapelle begann am heutigen Mittwochvormittag (18.3.2026) im Rosenheimer Lokschuppen eine Reise durch rund 1.400 Jahre Geschichte: Vorgestellt wurde die neue Ausstellung „Römer – Gesichter eines Weltreiches“, die ab Freitag, 20. März, für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Noch bevor sich die Türen offiziell öffnen, durften Medienvertreter bei einem Pressetermin eintauchen in eine Welt zwischen Macht, Mythos und Menschlichkeit – und bekamen einen ersten Eindruck davon, was Besucher erwartet. Im Lokschuppen ist damit eine neue Zeit angebrochen: die der Römer.
Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
Ab dem kommenden Freitag entsteht hier eine römische Stadt in Miniaturformat. Fotos: Karin Wunsam
Aus einem kleinen Dorf am Tiber wuchs einst eines der größten Imperien der Weltgeschichte. Über rund 1.400 Jahre spannt sich die Geschichte des Römischen Reiches – von Aufstieg über Blüte bis zum Zerfall. Das Erbe der Römer prägt unser Leben bis heute – in Politik, Kultur, Architektur und Alltag – und auch in der Region um das heutige Rosenheim hinterließen sie deutliche Spuren. Eine gewaltige Epoche, komprimiert auf wenige Ausstellungsräume. Eine Herausforderung, die die Kuratoren Dr. Jennifer Morscheiser, Romy Heyner und Dr. Stefan Reuter gemeinsam mit Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim, bei der Pressekonferenz präsentierten.
Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
Dr. Jennifer Morscheiser, Lokschuppen-Leiterin und Kuratorin und Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim schneiden eine Torte an – natürlich auch mit Römer-Motiv.
Die Ausstellung ist in mehrfacher Hinsicht besonders: Sie ist die 50. Schau im Lokschuppen – und zugleich die erste, die ein Thema ein zweites Mal aufgreift. Bereits im Jahr 2000 waren die Römer in Rosenheim zu Gast. Mit 270.000 Besuchern zählt diese Ausstellung bis heute zu den erfolgreichsten überhaupt. Für die neue Römer-Ausstellung setzt man erneut hohe Ziele: Mindestens 250.000 Besucher sollen sie sehen.
Schon beim Betreten werden Besucher von einer eindrucksvollen Statue des ersten römischen Kaisers Augustus empfangen. „Ohne ihn hätte es das römische Imperium nicht gegeben“, sagt Morscheiser. Von hier aus entfaltet sich die Geschichte in vielen Facetten: Große Namen wie Cäsar oder Marc Aurel begegnen den Besuchern ebenso wie einfache Menschen, deren Geschichten eigens für die Ausstellung geschrieben wurden.
Zehn bekannte Fantasy-Autoren, darunter Bernhard Hennen, Theresa Hannig und Markus Heitz, haben fiktive Lebensgeschichten entworfen, die dennoch nahbar wirken. Sie erzählen von Liebe, Hoffnung und Alltag – und schlagen so eine Brücke zwischen Antike und Gegenwart. Dass diese Verbindung funktioniert, zeigt ein kleines Objekt, das Kuratorin Romy Heyner besonders am Herzen liegt: eine unscheinbare Fibel mit einer Gravur auf der Rückseite. „Herrin, ich liebe Dich, alle anderen verlache ich“ – eine Botschaft, die auch heute noch verständlich ist.

Insgesamt sind 1.228 Exponate aus rund 30 Museen und Privatsammlungen zu sehen, viele davon erstmals öffentlich. Zu den Höhepunkten zählt der monumentale Augsburger Siegesaltar, ein rund 1,70 Meter hohes Steinmonument aus der Spätantike. Eine weite Reise haben auch die Metallobjekte eines Wagengrabs aus dem ungarischen Nationalmuseum hinter sich.

Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
„Römer, geht nach Hause“ – Grammatisch falsch. Eigentlich müsste der korrekte lateinische Satz lauen“ Romani ite domum“. Aber dieses „Graffiti“ stammt aus dem Film „Das Leben des Brian“ von Monty Python. Zu finden in der Miniatur-Römerstadt.

Die Ausstellung will erlebt werden. Immer wieder dürfen Besucher originale Objekte berühren, interaktive Stationen laden zum Mitmachen ein. Besonders eindrucksvoll ist das digitale Wagenrennen im Circus Maximus: Hier können Besucher selbst zu Wagenlenkern werden, ihre Pferde antreiben, Äpfel für zusätzlichen Schub sammeln und Pfützen geschickt ausweichen.

Daneben gibt es bewusst auch ruhige Momente. In einem Raum, der mit Kissen und Sitzmöglichkeiten fast wie ein Wohnzimmer wirkt, können antike Brettspiele ausprobiert werden. Und auf einer Fläche von rund 45 Quadratmetern entsteht nach und nach die wohl größte römische Stadt aus Lego®-Steinen: 650.000 Bausteine stehen bereit. Erste Bauwerke wie das Kolosseum sind bereits entstanden – den Rest gestalten die Besucher selbst.

Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me
Wer will, kann sich sogar wie ein Römer kleiden.

Es sind jedoch nicht nur die großen Inszenierungen, die im Gedächtnis bleiben. Oft sind es die kleinen Dinge. Zwei unscheinbare Schuhnägel etwa, Lieblingsstücke von Kurator Dr. Stefan Reuter, gelten als entscheidender archäologischer Beweis für die Anwesenheit römischer Legionäre unter Julius Cäsar während seiner Feldzüge in Gallien und Germanien.

Römer-Ausstellung. Eröffnung März 2026. Fotos: Innpuls.me

Dieser Fund aus der Römerzeit – ein Dodekaeder – gibt bis heute Rätsel auf.

Rätselhaft bleibt dagegen ein anderes Objekt: ein bronzener Dodekaeder mit zwölf durchlochten Flächen. Etwa 130 Exemplare sind bekannt, doch ihre Funktion ist bis heute ungeklärt. Die Deutungen reichen vom Messinstrument bis zum Kultobjekt. Morscheiser schmunzelt über eine besonders originelle Theorie: „Eine Strickliesel für Fingerhandschuhe.“

Mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro ist eine Ausstellung entstanden, die bewusst in Bewegung bleibt. Aufgrund der langen Laufzeit bis zum 1. August 2027 werden Exponate regelmäßig ausgetauscht. So gibt es immer wieder Neues zu entdecken – darunter eine vergoldete Replik des Pferdekopfs von Waldgirmes oder ein Schatzfund mit silbernem Klappstuhl aus der Pfalz.

Römerlager im Mangfallpark

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Ein Höhepunkt dürfte das Römerlager im Mangfallpark am 20. und 21. Juni werden – mit Gladiatorenspielen, römischer Hochzeit und historischem Handwerk.

So kehren die Römer nach Rosenheim zurück – nicht nur als ferne historische Größe, sondern als Menschen mit Geschichten, die bis heute nachwirken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

TSV 1860 Rosenheim U21: Erster Punktverlust der Saison beim 1:1 gegen SV Amerang

TSV 1860 Rosenheim U21: Erster Punktverlust der Saison beim 1:1 gegen SV Amerang

Rosenheim – Die U21 des TSV 1860 Rosenheim musste beim Auswärtsspiel gegen den SV Amerang den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen. Nach 90 Minuten trennten sich beide Teams mit 1:1.

Auf dem engen und schwer bespielbaren Platz dominierte die Rosenheimer Mannschaft das Spielgeschehen mit geschätzten 95 Prozent Ballbesitz. Bereits in der ersten Hälfte ergaben sich mehrere gute Chancen, darunter zwei klare Torchancen, ein Lattenschuss und mehrere Freistöße rund um den Strafraum, die eine Führung hätten bringen können.
Auch in der zweiten Halbzeit boten sich den Gästen weitere Gelegenheiten, unter anderem ein Pfostenschuss. Allerdings kamen auch die Gastgeber zu zwei hochkarätigen Chancen.
In den Schlussminuten fiel zunächst das 1:0 für Amerang nach einer Ecke in der 82. Minute durch Bayreuther. Zwei Minuten vor Spielende gelang Aini Merepeza nach einer starken Einzelaktion noch der Ausgleich zum 1:1-Endstand.

Tore: 1:0 Bayreuther (82.), 1:1 Merepeza (88.)
(Quelle: Pressemitteilung  TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim)

Apothekerschaft protestiert am 23. März für höhere Honorare – Patienten sollen Rezepte rechtzeitig einlösen

Apothekerschaft protestiert am 23. März für höhere Honorare – Patienten sollen Rezepte rechtzeitig einlösen

München / Bayern – Am Montag, 23. März 2026, findet von 12:00 bis etwa 14:00 Uhr am Münchner Odeonsplatz eine zentrale Protestkundgebung der bayerischen Apothekerschaft statt. Anlass ist die Forderung nach einer schnellen und verlässlichen Anpassung des Apothekenhonorars für rezeptpflichtige Arzneimittel.

Viele Apotheken in Bayern bleiben an diesem Tag geschlossen. Die Apothekerschaft bittet  Patienten, dies bei der Planung ihrer Arzneimittelversorgung zu berücksichtigen.

Rezepte rechtzeitig einlösen

Patientinnen und Patienten werden gebeten, Rezepte möglichst bereits am Freitag oder Samstag vor dem Protesttag einzulösen oder – sofern medizinisch vertretbar – am Dienstag, 24. März. So lassen sich Wartezeiten oder Unterbrechungen der Medikation vermeiden. Für dringende Fälle stehen die Notdienstapotheken weiterhin zur Verfügung. Informationen hierzu gibt es  unter:

Hintergrund: Versorgungssicherheit in Gefahr

Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Protesttages mit weiteren Kundgebungen in Berlin, Hannover und Düsseldorf. Im Mittelpunkt steht die aus Sicht der Apothekerschaft seit Jahren ausbleibende Anpassung des gesetzlich festgelegten Fixums. „Bayern hat in den vergangenen zehn Jahren über 500 Apotheken verloren. Wenn die Anpassung nicht kommt, folgen weitere mit Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. Der Protesttag führt das vor Augen“, erklärt Dr. Hans-Peter Hubmann.

Die Apothekerschaft betont, dass das Ziel des Protestes darin besteht, die wohnortnahe Arzneimittelversorgung langfristig zu sichern. Die kurzfristigen Einschränkungen am 23. März diene dem langfristigen Erhalt eines flächendeckenden Apothekennetzes,
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Apothekerverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ölspur durch falsch abgestellten Pkw in Rosenheim

Ölspur durch falsch abgestellten Pkw in Rosenheim

Rosenheim – Am Dienstagmittag (17.3.2026) gegen 11.30 Uhr, fiel Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim in Rosenheim im Bereich Sternstraße / Westermayerstraße ein PKW auf, der behindernd vor einem abgesenkten Bordstein abgestellt war.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug Öl verlor, das zusammen mit dem Regenwasser in den Abwasserkanal floss. Zur Eindämmung des Umweltschadens wurde die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim alarmiert, die das weitere Auslaufen von Betriebsstoffen verhinderte.
Da der Eigentümer das Fahrzeug nicht selbst entfernen konnte, wurde der PKW von der Polizei abgeschleppt. Die entstandenen Kosten trägt der 25-jährige Halter, der unweit des Tatortes wohnt.
Gegen ihn wurde zudem ein Ermittlungsverfahren wegen Gewässerverunreinigung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

München auf dem Weg zur europäischen Innovationsschmiede

München auf dem Weg zur europäischen Innovationsschmiede

München / Bayern – Die Startups in der Region München verzeichnen einen neuen Rekord und machen die Landeshauptstadt mit ihrem Umland zunehmend zu einer europäischen Innovationsschmiede. Im vergangenen Jahr gründeten sich in München 290 Startups neu – ein Plus von 43 Prozent gegenüber 2024 und damit deutlich über dem bundesweiten Zuwachs von 29 Prozent. Das geht aus dem ersten „Startup und Scaleup Monitor“ der bayerischen IHKs und des Startup-Verbands hervor. Mehr als ein Drittel des Startup-Booms in Bayern entfällt demnach auf München.

Rekord bei Finanzierung und Wachstum

Nicht nur bei Neugründungen zeigt sich Münchens Stärke, auch bei der Finanzierung liegen die Jungunternehmen weit vorne. Das Investitionsvolumen in Münchner Startups stieg zwischen 2023 und 2025 auf 6,4 Milliarden Euro – eine Verdoppelung gegenüber 2018–2020. Zum Vergleich: In Berlin sanken die Investitionen im gleichen Zeitraum um 19 Prozent. Anders als im Bundesdurchschnitt finanzieren sich die Münchner Startups zu mehr als einem Drittel über Wagniskapital (Venture Capital) und strategische Investoren. Fast die Hälfte der Unternehmen erhielt staatliche Fördermittel.

Besonders stark sind die Münchner Startups im Sicherheits- und Verteidigungsbereich sowie im Bereich Deeptech, also bei Innovationen auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Im bundesweiten Verteidigungssektor flossen im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro – der Großteil davon in die Region München. Zwischen 2023 und 2025 lag das Investmentvolumen in Münchner Verteidigungs-Startups bei über 1,7 Milliarden Euro, europäische Spitze vor London (230 Millionen Euro).

Dynamik auch im Umland

Die Innovationskraft beschränkt sich nicht auf die Landeshauptstadt. Der Landkreis München verzeichnet 475 aktive Startups – deutschlandweit die höchste Startup-Dichte pro Kopf. Auch die Landkreise Starnberg (142), Fürstenfeldbruck (75) und Rosenheim (75) zählen zu den bayerischen Top-10-Regionen für Startups.

„Die Entwicklung der Münchner Startup-Szene ist nicht nur deutschlandweit spitze, sondern in ganz Europa. Wir erleben eine neue Gründungsepoche in der gesamten Region. Ein nachhaltiger Aufbruch mit unbändiger Lust auf Neues ist das A und O. Dafür braucht es ausreichend Finanzierung, Risiko und Freiraum für gelebtes Unternehmertum“, erklärt Manfred Gößl. Er betont die günstige Ausgangslage: „Eine gründungsfreundliche und aktive Startup-Politik, Talente aus aller Welt sowie die Nähe zu bestehenden Industrieunternehmen und zu Bundeswehreinrichtungen, wie der Universität in Neubiberg und dem Innovationszentrum in Erding. Dazu kommt, dass fast 90 Prozent der heimischen Startups die Nähe zu den Hochschulen schätzen. Darauf müssen wir weiter bauen, den Startups den roten Teppich ausrollen und ihnen die Finanzierung mit einer vollendeten europäischen Kapitalmarktunion erleichtern sowie sie noch viel mehr bei öffentlichen Aufträgen zum Zug kommen lassen. Denn sie haben das Potenzial, unsere Wirtschaft in der ganzen Breite wieder mitanzukurbeln.“

„Die deutsche Wirtschaft steht unter enormem Druck – Wachstumsschwäche, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Herausforderungen bremsen unsere Wettbewerbsfähigkeit. Startups sind in dieser Situation kein Nice-to-have, sondern ein entscheidender Motor für Innovation, neue Industrien und nachhaltiges Wachstum“, sagt Heike Freund. „Sie bringen neue Technologien schneller in den Markt und schaffen damit die Grundlage für zukünftige Wertschöpfung. Umso wichtiger sind starke Ökosysteme wie in Bayern und dynamische Standorte wie München.“

Herausforderungen bleiben

Die IHK und der Startup-Verband weisen zugleich auf bestehende Herausforderungen hin: So liegt der Anteil von Gründerinnen in München mit 13,5 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt von 20 Prozent. Außerdem bleibt das Finanzierungsvolumen im internationalen Vergleich hinter Top-Standorten wie der Bay Area rund um San Francisco oder Boston zurück.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)