Kostenlose BRK-Kurse: Für den Notfall richtig vorbereitet

Kostenlose BRK-Kurse: Für den Notfall richtig vorbereitet

Rosenheim – Was tun, wenn im Katastrophenfall plötzlich gewohnte Strukturen nicht mehr funktionieren? Der BRK-Kreisverband Rosenheim bietet am Samstag, 19. September, zwei kostenlose Kurse zum Selbstschutz im Zivilschutz und Katastrophenfall an. Dabei geht es um persönliche Notfallvorsorge, richtiges Verhalten in außergewöhnlichen Situationen und praktische medizinische Hilfe. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anlass für das Angebot ist der weltweite Erste-Hilfe-Tag. Die beiden Kurse finden im BRK-Bildungszentrum in Rosenheim, Tegernseestraße 5, statt.

Vorsorge und richtiges Verhalten

Von 9 bis 12 Uhr geht es im ersten Kurs um „Vorbeugung und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall“. Vermittelt werden unter anderem Grundlagen der persönlichen Notfallvorsorge, das Hilfeleistungssystem und verschiedene Warnmöglichkeiten. Außerdem geht es darum, wie man sich in außergewöhnlichen Notlagen angemessen verhält.
Der Kurs richtet sich an alle im Alter von 9 bis 99 Jahren.

Medizinische Erstversorgung

Von 13 bis 18 Uhr folgt das Modul „Medizinische Erstversorgung im Zivilschutz und Katastrophenfall“. Neben der medizinischen Erstversorgung stehen dabei auch psychische Erste Hilfe und Teamarbeit auf dem Programm. Praktisch vermittelt werden außerdem Wärmeerhalt, der Umgang mit Tragen und die Unterstützung professioneller Einsatzkräfte. Teilnehmen können alle von 13 bis 99 Jahren.

Beide Kurse sind kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Sie ist während der Geschäftszeiten telefonisch unter 08031/3019-53 möglich.
(Quelle: Pressemitteilung BRK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auto prallt gegen Baum – Beifahrer verletzt

Auto prallt gegen Baum – Beifahrer verletzt

Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall in der Großholzstraße in Rosenheim ist in der Nacht auf Donnerstag (10. September) ein 17-Jähriger verletzt worden. Nach Angaben der Polizei kam ein 58-jähriger Autofahrer aus Kolbermoor gegen 0.45 Uhr aus bislang unbekannter Ursache von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum.

Der 58-Jährige war nach Angaben der Polizei mit seinem Pkw auf der Großholzstraße unterwegs. Auf dem Beifahrersitz saß ein ebenfalls aus Kolbermoor stammender 17-Jähriger.
Der Jugendliche erlitt bei dem Unfall Prellungen und Schürfwunden. Er wurde nach kurzer ambulanter Behandlung in einem Krankenhaus wieder entlassen. Der Fahrer blieb unverletzt.
Am Fahrzeug entstand nach Angaben der Polizei ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Der Pkw musste abgeschleppt werden.

Die Polizei leitete gegen den 58-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: Vermisst und „sauberer Hackl“

Wiesn-Blaulicht: Vermisst und „sauberer Hackl“

Rosenheim – Zwei Freunde verloren, zwei Frauen mit „sauberem Hack’l“ und eine Fahndung, die an einer geradezu einzigartigen Personenbeschreibung scheiterte: Auch am zwölften Wiesntag hatte die Rosenheimer Wiesnwache wieder ihre ganz eigenen Begegnungen. Und ganz nebenbei gab es für die Beamten noch eine kleine Lektion in ausländischem Vokabular.

Der zweite Familientag auf dem Rosenheimer Herbstfest verlief am Mittwoch (9. September) zunächst noch bei tröpfelndem Regen. Am Abend ließ der Regen mehr und mehr nach. Nach den rund 30 Grad vom Vortag wurde es merklich kühler. Der Stimmung auf dem Festgelände tat das keinen Abbruch.

Erste nicht geklärte „Vermissung“

Die fast schon als Dogma geltende Wiesnwachen-Regel, dass Vermisstenfälle innerhalb von 15 Minuten geklärt werden, bekam am Mittwoch einen herben Dämpfer. Denn erstmals konnte eine „Vermissung“ nicht aufgeklärt werden.‘

Ein Festbesucher sprach eine Streife der Wiesnwache an: Er hatte seine beiden Freunde im Getümmel verloren. Gemeinsam wollten die drei anschließend noch das Nachtleben in der Rosenheimer Innenstadt unsicher machen. Nun stand der Besucher allein da und vermisste seine beiden Spezl. Die Beschreibung seiner Freunde war nach seiner Einschätzung geradezu einzigartig – ein Unikat, vielleicht sogar eine Premium-Eigenart. Die Fahndung blieb trotzdem erfolglos. Das entscheidende Merkmal: Beide hätten Haare auf dem Kopf und trügen eine Lederhose.😅👍 Da passte irgendwie der bekannte Spruch aus einer Falschfahrermeldung: „Nur einer? – Viele.“

Ob der Wiesnbesucher seine Freunde später wiedergefunden hat, ist der Polizei nicht bekannt. Vielleicht hätte ein weiteres Beschreibungsmerkmal geholfen. Denn denkbar wäre durchaus, dass die beiden Spezl Alkohol konsumiert haben. Aber auch das war im Nachtleben nach der Wiesn nicht unbedingt ein einzigartiges Detail.

„Hears’t, hob i an Hack’l“

Die Wiesnwache lernt während des Herbstfestes natürlich fleißig dazu. Nebenbei sammelt sie Erfahrung und erweitert ihr Wissen in ausländischer Grammatik und Vokabular.
Zwei Frauen aus Sölden wollten am Mittwoch wissen, wo man nach der Wiesn noch hingehen könne. Die Rosenheimer Innenstadt wurde als Tipp genannt und von den beiden dankend angenommen.
Dass die Damen zu diesem Zeitpunkt bereits sichtlich angetrunken waren, tat ihrem Eifer zum Weiterziehen keinen Abbruch. Ob sie allerdings noch lange durchgehalten haben, ließ sich nicht mehr ermitteln. Ihre bereits erfolgte „Vorab-Alkoholisierung“ durch gegorene Weingetränke beschrieben die beiden jedenfalls selbst so: „Hears’t, mia zwoa ham scho an sauberen Hack’l.“

Die Wiesnwache lernt also weiter. Und wer weiß, vielleicht gehört dieser Satz am Ende des Herbstfestes zum festen Wortschatz.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim: 1. Mannschaft feiert 1:0-Heimsieg gegen Erlbach

TSV 1860 Rosenheim: 1. Mannschaft feiert 1:0-Heimsieg gegen Erlbach

Rosenheim – Die 1. Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim hat am Freitagabend in der Bayernliga Süd einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor 303 Zuschauern setzte sich die Mannschaft gegen den SV Erlbach mit 1:0 durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Edis Muhameti in der 50. Minute.

Dabei erwischten zunächst die Gäste den besseren Start und hatten in der ersten Halbzeit deutlich mehr Spielanteile. Die Rosenheimer Defensive war entsprechend gefordert und musste die eine oder andere brenzlige Situation überstehen. Mit etwas Glück blieb der TSV 1860 ohne Gegentor, sodass es torlos in die Pause ging.
Kurz nach dem Seitenwechsel fiel dann der entscheidende Treffer. Nach Vorarbeit von Michael Summerer kam Edis Muhameti im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss. Sein Schuss entwickelte sich dabei zu einem kuriosen Pingpong-Ball: Der Ball sprang vom Pfosten an die Latte, von dort noch einmal an den Pfosten und schließlich ins Tor. In der 50. Minute stand es 1:0 für Rosenheim.

Die Führung gab den Hausherren sichtbar Sicherheit. Die Mannschaft trat nun mutiger auf und kam zu zwei, drei guten Möglichkeiten, um die Führung auszubauen. Der SV Erlbach blieb jedoch gefährlich und erhöhte in der Schlussphase noch einmal den Druck.

So musste Rosenheim bis zum Abpfiff um die drei Punkte bangen. Die Gäste trafen noch einmal Aluminium, in der Nachspielzeit wurde zudem ein weiterer Abschluss auf der Linie geklärt. Mit großem Einsatz verteidigte der TSV 1860 die knappe Führung und brachte den 1:0-Sieg über die Zeit.

Für die Rosenheimer geht es am kommenden Samstag (12.9-2026)  auswärts weiter. Dann ist der TSV 1860 beim FC Ismaning zu Gast. Anpfiff ist um 14 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

Ein neuer Träger für Rosenheims Oberbürgermeister

Ein neuer Träger für Rosenheims Oberbürgermeister

Rosenheim – Zünftige Überraschung für Oberbürgermeister Abuzar Erdogan: Der Trachtenverein G.T.E.V. D’Kaltentaler Pang hat den Rosenheimer Rathauschef mit neuen Lederhosenträgern ausgestattet. Die passende Trägerbrücke ist mit zwei Edelweißen, dem Wappen von Pang und dem Schriftzug des Vereins bestickt.

Doch die Tracht war nicht das einzige Geschenk, das die Pangr Trachtler mit ins Rathaus brachten. Gleich dazu gab es einen Mitgliedsantrag. Den unterschrieb Erdogan und darf sich damit künftig auch als Mitglied der D’Kaltentaler Pang bezeichnen.
Überreicht wurden die neuen Lederhosenträger von 1. Vorstand Franz Haigermooser und 2. Vorstand Manuela Hehensteiger.

Mit den neuen Trägern gibt es für den Oberbürgermeister nun also auch ein ganz persönliches Stück D’Kaltentaler-Pang-Tradition für die Lederhose – inklusive Vereinslogo auf der Brust😊👍
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Fotomontage Stadt Rosenheim)

Drei Welpen machen Station auf der Bundespolizei

Drei Welpen machen Station auf der Bundespolizei

München – Ein tierisches Trio hat am späten Dienstagabend (8. September) für Abwechslung am Münchner Hauptbahnhof gesorgt. Gegen 23.30 Uhr traf eine Streife der Bundespolizei auf einen ukrainischen Staatsangehörigen, der mit drei augenscheinlich noch sehr jungen Hundewelpen unterwegs war.

Die drei kleinen Vierbeiner saßen gemeinsam in einer kleinen Transportbox. Der Mann aus Bornheim konnte für sie Heimtierausweise vorzeigen. Bei der Überprüfung stellten die Beamten allerdings mehrere Unstimmigkeiten fest. Sowohl bei den Papieren als auch bei den Angaben zur Herkunft und zum Erwerb der Hunde blieben Fragen offen.
Um die Angelegenheit zu klären und das Wohl der jungen Tiere sicherzustellen, wurden die Welpen deshalb zunächst von dem Mann getrennt. Für sie ging es anschließend nicht etwa ins Tierheim, sondern auf die Dienststelle der Bundespolizei. Dort wurde kurzerhand für eine sichere Unterbringung gesorgt. Decken, Futter und ausreichend Wasser standen bereit. Außerdem gab es noch einen kleinen nächtlichen Ausflug an die frische Luft.
Und auch Streicheleinheiten kamen offenbar nicht zu kurz. Die drei Welpen zeigten sich gegenüber den Beamtinnen und Beamten ausgesprochen zutraulich und verschmust. Damit gehörte das eine oder andere Kuscheln wohl ebenfalls zum nächtlichen Dienstprogramm.

Wie es mit den drei kleinen Reisenden weitergeht, soll nun geklärt werden. Bis dahin sind sie bei der Bundespolizei jedenfalls erst einmal sicher untergebracht und gut versorgt.
(Quelle: Pressemitteilung Bunddespolizei / Beitragsbild: Copyright Bundespolizei)

Unfallflucht auf Tankstellengelände in Prien

Unfallflucht auf Tankstellengelände in Prien

Prien am Chiemsee / Landkreis Rosenheim – Auf dem Gelände einer Tankstelle in der Bernauer Straße ist es am Samstag (30. August) zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht gekommen. Gegen 15.45 Uhr kollidierte ein Pkw mit Wohnanhänger beim Rückwärtsfahren mit einem abgestellten Fahrzeug.

Statt auszusteigen, den Unfall zu melden und sich um die Schadensregulierung zu kümmern, fuhr der bislang unbekannte Fahrer , nach den Angaben der Polizei, weiter. Am geparkten Fahrzeug entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von rund 2.500 Euro.
Mithilfe der Videoaufnahmen der Tankstelle konnte der Unfallhergang nachträglich rekonstruiert und zur Anzeige gebracht werden. Die Polizeiinspektion Prien ermittelt nun wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

73-Jähriger flüchtet mit bis zu 180km/h vor Verkehrskontrolle

73-Jähriger flüchtet mit bis zu 180km/h vor Verkehrskontrolle

Halfing-Höslwang / Landkreis Rosenheim – Mit bis zu 180 km/h ist ein 73-jähriger Autofahrer am Dienstagabend (8. September) zwischen Höslwang und Halfing vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet. Die Polizei wollte den Mann gegen 22.20 Uhr auf Höhe Sonnering kontrollieren. Statt anzuhalten, beschleunigte er jedoch und setzte seine Fahrt in Richtung Halfing fort – trotz Blaulicht und Sirene.

Nach Angaben der Polizei fuhr der 73-Jährige dabei äußerst rücksichtslos. Unter anderem soll er mit bis zu 180 km/h unterwegs gewesen sein und ein anderes Fahrzeug in einem Kurvenbereich gefährlich überholt haben. Die Flucht endete schließlich in Halfing, wo die Beamten den Autofahrer stellen konnten. Gegenüber der Polizei zeigte sich der 73-Jährige den Angaben zufolge uneinsichtig.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden Ermittlungen wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

Die Polizeiinspektion Prien bittet insbesondere den Fahrer des überholten Fahrzeugs, sich als Zeuge unter der Telefonnummer 08051/90570 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Wiesn-Notizen: SPD-Delegation besucht BRK-Wiesnwache

Wiesn-Notizen: SPD-Delegation besucht BRK-Wiesnwache

Rosenheim – Eine Delegation der SPD hat am Dienstag die Wiesnwache des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) auf dem Rosenheimer Herbstfest besucht. Mit dabei waren der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Holger Grieshammer, und Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher.

Gemeinsam mit Vertretern der Rosenheimer SPD informierten sie sich über die Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte und ließen sich die Abläufe der Sanitätsstation erläutern. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Erfahrungen der Helfer während des laufenden Herbstfestes und die Bedingungen, unter denen die BRK-Einsatzkräfte vor Ort arbeiten.
An dem Besuch nahmen außerdem Elisabeth Jordan, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, ihr Stellvertreter Jonah Werner, die Dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht sowie SPD-Stadträtin Reka Molnar teil.

Grieshammer sagte zum Einsatz der Ehrenamtlichen: „Was die Helferinnen und Helfer hier während des gesamten Herbstfestes leisten, verdient großen Respekt. Ein Fest dieser Größenordnung funktioniert nur, weil Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Freizeit für andere einzusetzen. Dieses Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts.“
Rinderspacher erklärte: „Ehrenamtliches Engagement wie hier auf der Rosenheimer Wiesn ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Die Einsatzkräfte stehen bereit, wenn andere feiern, und sorgen mit großer Professionalität dafür, dass im Notfall schnell geholfen wird. Dafür gebührt ihnen unser ausdrücklicher Dank.“
Jordan betonte: „Für viele von uns gehört der Besuch bei der BRK-Wiesnwache mittlerweile ganz selbstverständlich zum Herbstfest dazu. Uns ist wichtig, nicht nur Danke zu sagen, sondern auch zuzuhören und zu erfahren, unter welchen Bedingungen die Ehrenamtlichen hier arbeiten und wo wir als Politik unterstützen können.“

Wiesn-Blaulicht: Vermisst und „sauberer Hackl“

Wiesn-Blaulicht: Rund 300 „Markerl“ verteilt – und ein Mann bekommt Wiesnverbot

Rosenheim – „Heid is so a schöner Tag – lallallala!“ Diese Songzeile könnte nach Angaben der Rosenheimer Polizei das passende Motto für den elften Wiesntag am Dienstag (8. September) gewesen sein. Bei traumhaft schönem Wetter strömten zahlreiche Besucher auf das Rosenheimer Herbstfest, um Fahrgeschäfte, Speis und Trank zu genießen oder einfach nette Leute zu treffen.

Doch während auf der Wiesn die Biermarkerl und Hendlmarken begehrt sind, gibt es von der Polizei ganz andere „Markerl“ – und die haben ganz und gar keinen Einlösewert.

Parken mit Folgen

Denn die Parkmoral rund um das Festgelände lässt nach Angaben der Polizei offenbar bei manchen Verkehrsteilnehmern zu wünschen übrig. Geparkt wurde unter anderem im Haltverbot, auf Behindertenstellplätzen oder in Feuerwehranfahrtszonen.
Die Rosenheimer Polizei hat deshalb bereits rund 300 Verwarnungen im Zusammenhang mit der Wiesn ausgesprochen. Hendl oder Bier gibt es dafür allerdings nicht – im Gegenteil: Wer ein entsprechendes „Markerl“ bekommt, muss dafür zahlen.

„Habts no a Platzal?“

Auch in den Bierburgen geht es nicht immer nur gemütlich zu. „Derf i mi dazu sitzn – Habts no a Platza`l?“ – Fragen wie diese dürften während der Wiesn häufiger zu hören sein. Wenn die Runde zusammenrückt und die Geselligkeit passt, ist dagegen auch nichts einzuwenden.
Bei einem 46-jährigen Mann aus Dachau sah die Sache allerdings anders aus. Er setzte sich laut Polizei gleich an mehreren Tischen dazu – meist ohne vorher zu fragen, ob dort überhaupt noch Platz für ihn sei. Weil er trotz entsprechender Ansprache uneinsichtig blieb und schließlich aufbrausend und aggressiv wurde, war die Geduld der Verantwortlichen irgendwann vorbei. Die Folge: Der 46-Jährige erhielt ein Wiesnverbot.

Damit dürfte für ihn zumindest die Frage „Habts no a Platzal?“ auf dem Rosenheimer Herbstfest für den Rest der Wiesn geklärt sein.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Vom Petersberg verschwunden, in Aising schwer verletzt gefunden: Wanderkater Bari braucht Hilfe

Vom Petersberg verschwunden, in Aising schwer verletzt gefunden: Wanderkater Bari braucht Hilfe

Flintsbach / Landkreis Rosenheim – Wanderkater Bari, der vielen Wanderern rund um den Petersberg (Landkreis Rosenheim) bekannt ist, ist nach wochenlangem Verschwinden schwer verletzt in Aising wiedergefunden worden. Wie der siebenjährige Kater mehr als 15 Kilometer von seinem Zuhause entfernt landete, ist bislang ein Rätsel. Fest steht: Bari hat überlebt, kämpft sich derzeit zurück auf die Beine und ist für seine weitere Behandlung auf Hilfe angewiesen.

Für viele Wanderer am Petersberg ein treuer Begleiter und eine gute Seele. Foto: Copyright Marion Protzek

Seit rund fünf oder sechs Jahren gehört der rotgetigerte Kater für viele Wanderer zum Weg auf den Petersberg einfach dazu. Sein Zuhause hat er in Flintsbach, direkt neben der Burg. Von dort aus zog es ihn regelmäßig hinauf zum Petersberg und manchmal sogar noch weiter bis zur Asten. Auch beim Berggasthaus Petersberg war Bari längst ein vertrauter Gast und wurde von den Wirtsleuten Nina und Mike ebenso ins Herz geschlossen wie von vielen Besuchern.

Bari, Burli, Simba oder Peter

Sein eigentlicher Name ist Bari. Beim Bauern am Berg wurde er irgendwann Burli genannt, die Buben tauften ihn Simba und später kam noch Peter dazu. „Also Peter Simba“, erzählt Nina im Gespräch mit Innpuls.me. Beim Berggasthaus war der Kater praktisch überall anzutreffen – auf dem Fensterbrett, in der Wirtsstube und auch in den privaten Räumen der Wirtsleute.

Auch für viele Wanderer war Bari ein vertrauter Begleiter. Die Brannenburgerin Marion begegnete ihm bei ihren Touren immer wieder, manchmal lief er sogar ein Stück mit. „Manchmal ist er sogar mit mir bis zur Asten hoch. Er ist wirklich ein treuer Wegbegleiter am Berg“, erzählt sie im Gespräch mit Innpuls.me.

Von einem Tag auf den anderen verschwunden

Irgendwann im Juni 2026 war plötzlich Schluss mit den gemeinsamen Bergtouren. Bari tauchte nicht mehr auf – weder am Petersberg noch beim Bauern am Berg oder beim Berggasthaus. Für seine Besitzer und die Wirtsleute war das besonders ungewöhnlich, denn länger als eine Woche war der Kater bisher nie weg. Irgendwo wurde er immer gesehen.
Diesmal blieb jede Spur aus. Niemand wusste, was passiert war, und auch Marion machte sich zunehmend Sorgen. „Auch ich befürchtete, dass ihm irgendetwas Schlimmes passiert sein muss“, erzählt sie.

Ein kleines Wunder in Aising

Dann kam am 23. August die Nachricht, die für alle, die Bari kennen, einem kleinen Wunder gleichkam: Der Wanderkater war wiedergefunden worden.
Doch nicht am Petersberg und auch nicht in Flintsbach. Bari lag schwer verletzt in Aising, mehr als 15 Kilometer von seinem Zuhause entfernt, am Straßenrand. Er wurde in eine Tierklinik gebracht – und dort sorgte schließlich sein Chip für die Gewissheit: Der verletzte Kater ist tatsächlich Bari.
Nach Wochen der Ungewissheit war damit zumindest klar, dass der kleine Kerl noch lebt. Gleichzeitig war die Freude von großer Sorge begleitet, denn Bari hatte schwere Verletzungen erlitten.

Wie er nach Aising gekommen ist, bleibt bis heute ein Rätsel. Ist er vielleicht unbemerkt in ein Auto gestiegen und mitgefahren? Wurde er von Menschen mitgenommen und später wieder ausgesetzt? Oder ist er irgendwo aus einem Fahrzeug entkommen? Eine Antwort darauf gibt es bislang nicht.

Fest steht nur, dass Bari als Bergkater den Straßenverkehr kaum gekannt haben dürfte. Für Marion ist deshalb nachvollziehbar, dass die Situation in Aising für ihn gefährlich wurde. „Auf alle Fälle ist klar, dass er mit dem Autoverkehr bisher überhaupt noch keine Erfahrung hatte. Er ist ja ein Bergkater. Darum ist es leider kein Wunder, dass es dann in Aising zu diesem Unfall gekommen ist“, sagt sie traurig.

Zutraulich heißt nicht herrenlos

Baris Geschichte ist deshalb auch eine Warnung an Wanderer und Spaziergänger: Eine zutrauliche Katze, die Menschen ein Stück begleitet, ist nicht automatisch herrenlos. Gerade Freigänger können sich an bestimmten Orten aufhalten oder Wanderer über ein Stück Weg begleiten, obwohl sie ein Zuhause haben.
Eine Katze sollte deshalb nicht einfach von ihrem vertrauten Umfeld mitgenommen oder in ein Auto gesetzt werden. Wer unsicher ist, ob ein Tier Hilfe braucht, sollte zunächst versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen oder sich an eine Tierarztpraxis, ein Tierheim oder eine andere geeignete Stelle wenden.

Bari kämpft sich zurück

Bari kämpft sich jetzt tapfer zurück ins Leben. Inzwischen ist er zwar schon wieder auf den Beinen, allerdings zunächst nur auf drei. Die Behandlung und Pflege seiner schweren Verletzungen werden deshalb noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch Tierphysiotherapie soll ihm helfen, wieder vollständig auf die Beine zu kommen.

Die Kosten belaufen sich bereits jetzt auf mehrere Tausend Euro. Auf der Internetseite des Berggasthauses ist derzeit ein Foto von Bari zu sehen. Mit bandagierter Pfote und Halskrause,. Dazu haben Nina und Mike geschrieben: „Das Leben ist eine wunderbare Wanderkarte….und manchmal braucht es Freunde, wenn der Weg schwer wird.“

🐾 Benefizaktion für Wanderkater Bari

Wann? Samstag, 12. September 2026, ab 15 Uhr
Berggasthaus Petersberg

Die Benefizveranstaltung soll helfen, die bereits aufgelaufenen Kosten für Baris Behandlung, Pflege und Tierphysiotherapie zu finanzieren. Die Besucher erwartet unter anderem Leckeres vom Grill. Für die Kinder läuft passend zum Thema der Disney-Film „Der gestiefelte Kater“.🐈‍⬛

Und genau diese Freunde braucht Bari jetzt. Denn er soll wieder selbstständig und frei unterwegs sein können – möglichst irgendwann auch wieder auf seinem geliebten Petersberg. Dort wird der kleine rotgetigerte Kater von seinen Besitzern, Nina und Mike und vielen Wanderern bereits sehnsüchtig zurückerwartet. Für seine Behandlung, Pflege und die notwendige Tierphysiotherapie organisieren die Wirtsleute deshalb jetzt sogar eine Benefizaktion am Samstag, 12. September ab 15 Uhr. Wer da keine Zeit hat, aber spenden will. Kontakt ist möglich über die Internetseite der Wirtsleute vom Petersberg. Für sie steht auf alle fest, dem Kater muss geholfen werden, denn: „Er ist ein Wanderer, wie viele von Euch“.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Copyright Marion Protzek)

Kettenkarussell, Rosenheimer Herbstfest, 1954

Kettenkarussell, Rosenheimer Herbstfest, 1954

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1954. Die historische Aufnahme zeigt das Rosenheimer Herbstfest – genauer gesagt eine Detailaufnahme aus dem Kettenkarussell, kurz bevor die Fahrt beginnt.

Vor allem die Kinder auf dem Foto, aber auch die Frau mit dem Kind auf ihrem Schoß, wirken gespannt und erwartungsvoll. Die Blicke und Körperhaltungen lassen erahnen, wie sehr sich die Fahrgäste auf die bevorstehende Fahrt mit dem Kettenkarussell freuen.
Das Rosenheimer Herbstfest war damals noch deutlich kleiner und beschaulicher als heute. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wiesn erstmals 1950 wieder veranstaltet. Das Kettenkarussell gehörte zu dieser Zeit bereits zu den beliebten Fahrgeschäften auf der Loretowiese.

Eine lange Tradition

Kettenkarussells haben auf dem Rosenheimer Herbstfest eine lange Geschichte. In Rosenheim lassen sie sich bis um das Jahr 1900 zurückverfolgen. Auch auf historischen Aufnahmen der Loretowiese aus dem Jahr 1928 sind sie bereits zu sehen.
Technisch hat sich seit den 1950er-Jahren einiges verändert. Die damaligen Kettenkarussells drehten sich noch horizontal. Später entstand der Wellenflug, bei dem sich das Dach während der Fahrt wellenförmig bewegt und die Sitze dadurch auf und ab schwingen. Auch bei der Beleuchtung hat sich viel getan: Wo früher Glühbirnen leuchteten, sorgen heute zahlreiche moderne LED-Lichter für farbenfrohe Effekte.

Ein Jahr lang nicht auf der Wiesn

Wie sehr das Fahrgeschäft zur Rosenheimer Wiesn gehört, zeigte sich 2014. Damals durfte der „Große Wellenflug“ der Familie Fahrenschon nicht auf dem Herbstfest stehen. Die Entscheidung sorgte für Diskussionen und Proteste in Rosenheim. Bereits im Jahr 2015 kehrte das Kettenkarussell wieder auf die Loretowiese zurück.
Und vielleicht zeigt gerade das historische Foto, warum dieses Fahrgeschäft über Generationen hinweg so beliebt ist: Die gespannte Freude unmittelbar vor dem Start dürfte sich seit 1954 kaum verändert haben.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Artikel Karin Wunsam)