Rosenheim – Drei Körbe voller frischem Gemüse – so sieht die bisherige Bilanz in unserem Innpuls-Garten aus. Zucchini, Auberginen, Gurken, Petersilie und Bohnen wachsen heuer besonders üppig. Warum viele Hobbygärtner derzeit ebenfalls Grund zur Freude haben, weshalb die Landwirtschaft dennoch mit Sorgen auf die Ernte blickt – und warum sich ausgerechnet Zucchini sogar zu leckeren Brownies verarbeiten lassen, darüber berichten wir in diesem Beitrag.
Zucchini in Kuchen – geht das? Ja, es gibt sogar viele leckere Kuchenrezepte mit diesem Gemüse – wie Zucchini-Brownie. Rezept findet Ihr weiter unten im Artikel. Foto: Josefa Staudhammer
Der Gang in den Garten gehört derzeit fast schon zur täglichen Routine. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht wieder eine Zucchini erntereif ist oder Bohnen gepflückt werden können. Auch die Auberginen entwickeln sich heuer prächtig und die Petersilie wächst so üppig, dass sie regelmäßig frisch in der Küche landet.
Mit unserer Freude über die Ernte dürften wir nicht allein sein. Gemüse aus dem eigenen Garten erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Nach Angaben der Bayerischen Gartenakademie bleibt die Tomate die unangefochtene Königin des Gemüsebeets. Direkt dahinter folgt die Zucchini, die wegen ihrer unkomplizierten Art und ihrer oft reichen Erträge in vielen Hobbygärten nicht fehlen darf.
Bayerns Gärten werden bunter
Wie die Bayerische Gartenakademie beobachtet, hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Stand früher vor allem die Selbstversorgung mit klassischem Gemüse im Mittelpunkt, wächst heute die Lust auf neue Sorten und außergewöhnliche Kulturen. Neben unterschiedlichen Bohnenarten finden sich immer häufiger Chili, Paprika oder sogar Wassermelonen in den Gärten. Verantwortlich dafür sind nicht nur die Freude am Ausprobieren, sondern auch die zunehmend warmen Sommer. Selbst alte Gemüsesorten erleben eine Renaissance – etwa bunte Möhren, gelbe oder geringelte Rote Bete oder historische Tomatensorten mit ungewöhnlichen Farben und Formen.
Auf den Feldern sieht die Lage oft anders aus
Während viele Hobbygärtner heuer zufrieden auf ihre Beete blicken, fällt die Bilanz der Landwirtschaft deutlich verhaltener aus. Der Bayerische Bauernverband rechnet für das Erntejahr 2026 vielerorts bestenfalls mit einer durchschnittlichen Ernte. Besonders Weizen und Raps litten unter der langen Trockenheit und den hohen Temperaturen. Je nach Region seien die Unterschiede sogar zwischen benachbarten Feldern groß.
Für uns heißt es dagegen zumindest momentan: Die Erntekörbe füllen sich fast täglich. Und ganz ehrlich – wenn gleich mehrere Zucchini gleichzeitig reif werden, stellt sich irgendwann nicht mehr die Frage, ob es Zucchini gibt, sondern nur noch in welcher Form sie heute auf den Teller kommen.
Rezepttipp: Saftige Zucchini-Brownies
Zutaten
- 120 g Zartbitterschokolade
- 100 g Butter
- 200 g Zucchini
- 2 Eier
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 100 g gemahlene Mandeln
- 60 g Weizenmehl
- 4 EL Backkakao
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 70 g Schokotropfen
Zubereitung
Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Backform einfetten und leicht mit Mehl bestäuben.
Die Zartbitterschokolade grob zerkleinern und zusammen mit der Butter bei niedriger Hitze schmelzen. Anschließend etwas abkühlen lassen.
Die Zucchini waschen, trocken tupfen und grob raspeln.
Eier, Zucker und Vanillezucker einige Minuten schaumig schlagen, bis die Masse hell und cremig ist.
In einer zweiten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit Mehl, Backkakao, Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Die trockenen Zutaten zur Eiermasse geben und kurz unterrühren.
Nun die abgekühlte Schokoladen-Butter-Mischung einarbeiten. Zum Schluss die geraspelten Zucchini unterheben, bis ein gleichmäßiger, leicht zähflüssiger Teig entsteht.
Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und die Schokotropfen darüberstreuen. Die Brownies etwa 25 bis 30 Minuten backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen und in Stücke schneiden.
Tipp: Die Zucchini macht die Brownies besonders saftig – geschmacklich tritt das Gemüse dabei kaum in Erscheinung.
Passend dazu haben wir heute noch einen Rezepttipp für saftige Zucchini-Brownies – vielleicht ist das ja auch eine Idee für Eure nächste Ernte.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Eduard Staudhammer / Foto: Josefa Staudhammer)



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