Dachau – Ein größerer Polizeieinsatz hat am Samstagabend (1.8t 2026) am Bahnhof Dachau für Aufsehen gesorgt. Grund war die Meldung über eine Gruppe von Fußballfans, die in einem ICE auf dem Weg nach München randalieren soll. Bei den anschließenden Überprüfungen stellten die Einsatzkräfte jedoch weder Straftaten noch Sachbeschädigungen fest.
Gegen 21.20 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei über zunächst 15 bis 20 Fußballfans im ICE 681. Der Zug wurde daraufhin außerplanmäßig auf Gleis 4 im Bahnhof Dachau angehalten.
Die Bundespolizeiinspektion München schickte sieben Streifen zum Bahnhof. Zusätzlich unterstützten zahlreiche Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord aus den umliegenden Landkreisen.
Lautstarke Fangesänge und Schläge gegen Zugwände
Die Einsatzkräfte überprüften unter anderem das Bordbistro und befragten das Zugpersonal sowie anwesende Fans des TSV 1860 München. Dabei ergaben sich nach Angaben der Bundespolizei keine Hinweise auf Sachbeschädigungen oder andere Straftaten.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten mehrere Fans im Bordbistro lautstark Fangesänge angestimmt und mit den Händen gegen Wände, Scheiben und die Decke geschlagen. Das Zugpersonal befürchtete deshalb mögliche Sachbeschädigungen und verständigte vorsorglich die Polizei.
Die Gruppe wurde von den Einsatzkräften zur Ruhe ermahnt. Nach Einschätzung der Polizei waren die Fans mittelgradig alkoholisiert.
Gegen 22 Uhr setzte der ICE seine Fahrt in Richtung München Hauptbahnhof fort. Neun Bundespolizisten begleiteten die Gruppe dabei. Während des Polizeieinsatzes verließen mehrere unbeteiligte Reisende den Zug am Bahnhof Dachau.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)


0 Kommentare