Garmisch-Partenkirchen – Ein 68-jähriger Bergsteiger aus Baden-Württemberg ist am Jubiläumsgrat im Wettersteingebirge (Garmisch-Partenkirchen) tödlich verunglückt. Der Mann war seit Freitag (31.7.2026) vermisst worden. Am Sonntag (2.8.2026) wurde er von zwei Bergsteigern leblos in steilem Gelände entdeckt.
Am Samstagvormittag gegen 9.30 Uhr war bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Meldung eingegangen, dass der 68-Jährige seit dem Vortag vermisst werde und sich vermutlich im Bereich des Wettersteingebirges aufgehalten hatte.
Eine Handyortung war nicht möglich, da das Mobiltelefon des Vermissten nicht mehr aktiv war. Mithilfe von KFZ-Spezialisten der Grenzpolizeiinspektion Murnau konnte jedoch das Fahrzeug des Mannes geortet und das mögliche Suchgebiet eingegrenzt werden.
An der anschließenden Suche beteiligten sich die örtlich zuständige Polizei, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, die Polizeihubschrauberstaffel Bayern und die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Wegen der Witterung und der einsetzenden Dunkelheit mussten die Suchmaßnahmen am Samstagabend aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.
Vermisster am Jubiläumsgrat gefunden
Am Sonntag (2. August 2026) meldeten zwei Bergsteiger eine leblose Person auf der Südseite des Jubiläumsgrats. Einsatzkräfte der Alpinen Einsatzgruppe West und der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen überprüften die Meldung und fanden den Vermissten in steilem Gelände zwischen der Biwakschachtel und der Vollkarspitze. Der Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Bergsteiger bereits am Freitag alleinbeteiligt rund 50 Höhenmeter auf der Südseite des Jubiläumsgrats abstürzte. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nach Angaben der Polizei derzeit nicht vor.
Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen war mit zehn ehrenamtlichen Einsatzkräften beteiligt.
Die Alpine Einsatzgruppe West übernahm die Unfallaufnahme und die Bergung des Leichnams mit Unterstützung der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Ein staatlich geprüfter Polizeiberg- und Skiführer ermittelt zum genauen Unfallhergang.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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