Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Die Aufnahme entstand an der Ecke Kufsteiner Straße / Münchener Straße und zeigt eine Rosenheimer Innenstadt im Wandel. Die Autos am Straßenrand verraten ebenso wie die Architektur, aus welcher Zeit das Foto stammt. Der Blick geht zum Karstadt-Gebäude mit seiner markanten Waschbetonfassade – und mitten im Bild entsteht gerade ein neues Bankhaus.
Denn das Foto dokumentiert den Abbruch des alten Bankgebäudes an dieser Stelle und den Beginn einer neuen Ära. Wo zuvor die ehemalige Königliche Filialbank beziehungsweise Bayerische Staatsbank stand, entstand nun das Gebäude der Bayerischen Vereinsbank.
Von der Königlichen Filialbank zur Vereinsbank
Das ursprüngliche Bankhaus war bereits 1905 eröffnet worden. Die Königliche Filialbank war nach Plänen des Münchner Architekten Eugen Drollinger errichtet worden und sollte als markanter Abschluss der Münchener Straße wirken.
Nach dem Ende der Monarchie wurde aus der Königlichen Filialbank die Bayerische Staatsbank. 1971 fusionierte die Bayerische Staatsbank mit der Bayerischen Vereinsbank. Nur wenige Jahre später veränderte sich auch das Rosenheimer Gebäude grundlegend.
1979 wurde das alte Bankhaus abgebrochen. Dabei blieb allerdings ein Teil der historischen, straßenseitigen Fassade erhalten und wurde in den Neubau integriert. Genau diese Phase des Umbruchs hält unser Foto fest.
Auch der Blick nach vorne erzählt auf dem Foto von ihrer Zeit. Das Karstadt-Gebäude mit seiner Waschbetonfassade steht für das moderne Rosenheim der Nachkriegsjahrzehnte – während beim Bankgebäude gleichzeitig Geschichte bewahrt und mit einem neuen Bau verbunden wurde.
Und dann sind da noch die Autos am Straßenrand. Sie machen aus der Baustelle mehr als nur ein Dokument der Baugeschichte und geben der Aufnahme einen zusätzlichen Blick auf das Rosenheim des Jahres 1979.
(Quelle: Stadtarchiv Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann/ Artikel: Karin Wunsam)


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