Törwang, 1938

Törwang, 1938

Rosenheim / Samerberg – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1938. Auf der historischen Aufnahme zu segen ist der Dorfplatz von Törwang, einem Ortsteil vom schönen Samerberg im Chiemgau.
(Beitragsfoto: Archiv – Rainer Nitzsche)

Maulwurf aktuell sehr aktiv

Maulwurf aktuell sehr aktiv

Rosenheim – Der Maulwurf ist aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim sehr aktiv. Viele Wiesen sind übersät mit Maulwurfhügeln. Glaubt man den Bauernregeln, bedeutet das: der Winter wird hart und lang.

Volle Arbeit geleistet haben die Maulwürfe beispielsweise auf einer Wiese in Prien im Landkreis Rosenheim. Foto: Anton Hötzelsperger von samerberger-nachrichten.de

Es gibt so einige Bauernregeln, die die Maulwurfshügel mit dem Winter in Zusammenhang bringen:

„Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar“
„Scharren die Maulwürfe tief sich ein, wird es ein harter Winter sein.“
„Sind die Maulwurfhügel hoch im Garten“, ist ein strenger Winter zu erwarten.“
(Quelle: wikipedia)

Warum ist das so?
Dazu muss man wissen, die niedlichen kleinen Gesellen halten keinen Winterschlaf. Sie sind also das ganze Jahr eifrig am buddeln. Da im Winter viele Wiesen und Rasen nicht gepflegt werden und auch das Gras nicht hoch ist, fallen die Hügel im Winter natürlich besonders gut auf.
Es gibt aber noch einen weiteren Grund: im Winter legen die Maulwürfe ihre Gänge wegen dem Frost tiefer an. Bis zu einem Meter unter der Erde graben sie dann.
Je tiefer sie buddeln, umso mehr Erde muss natürlich an die Oberfläche geschaufelt werden. So gesehen treffen die Bauernregeln zu.

Mehr Wissenswertes zum Maulwurf findet Ihr hier:

Wer einen Maulwurf fängt, verletzt oder gar tötet, den erwarten hohe Strafen. Hier geht es zum Bußgeldkatalog: 

Für unsere kleinen Leser gibt es noch ein Maulwurf-Video:

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Weitere Informationen
Verstärkung für Neuro-Chirurgie

Verstärkung für Neuro-Chirurgie

Prien / Landkreis Rosenheim – Die RoMed Klinik Prien baut ihr chirurgisches Behandlungsangebot weiter aus: Dr. Matthias Gottwald verstärkt die Fachabteilung der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie an der Klinik am Chiemsee. Als Leitender Arzt bietet der 44-jährige, regional fest verwurzelte Neurochirurg gemeinsam mit Dr. Stefan Foag künftig ein erweitertes Leistungsspektrum an. „Mit Dr. Gottwald haben wir nicht nur einen fachlich äußerst versierten Kollegen mit langjähriger Erfahrung, sondern auch einen echten Priener für unser Team gewinnen können“, freut sich der Kaufmännische Leiter Marco Weidemeier.

Die Neurochirurgie beschäftigt sich mit der Diagnose und operativen Eingriffen von Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems. Der Schwerpunkt der Neurochirurgie an der RoMed Klinik Prien am Chiemsee liegt dabei insbesondere in der Therapie und Behandlung von Verschleißerkrankungen an der Wirbelsäule.

Schwerpunkt
Spondylodese

Ein Schwerpunkt im vielfältigen Behandlungsspektrum von Dr. Gottwald ist die sogenannte Spondylodese, ein operativer Eingriff zur Wirbelsäulenversteifung, wenn eine deutliche Instabilität der Wirbelsäule vorliegt. Daneben hat sich der erfahrene Neurochirurg auf Kyphoplastien, ein minimal-invasives perkutanes Verfahren, das gebrochene oder brüchige Wirbel mittels Knochenzement wiederaufbaut, spezialisiert. „Unser Ziel ist es, ein breites Spektrum der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie auf höchstem Niveau in Prien anzubieten. Dabei möchten wir unsere Patientinnen und Patienten individuell beraten sowie fürsorglich und engagiert betreuen“, so Dr. Gottwald.
Nach seinem Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München war der Neurochirurg an diversen Fachkliniken tätig. Von 2013 bis 2017 führte ihn seine Laufbahn an das Klinikum Traunstein, wo er zuletzt als Oberarzt und Kommissarischer Leiter der Neurochirurgie beschäftigt war. Vor seinem jetzigen Wechsel nach Prien arbeitete Dr. Gottwald als Leitender Arzt des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie an einer Fachklinik in Bad Aibling.
„Für unsere RoMed Klinik in Prien am Chiemsee sowie auch für das Medizinische Versorgungszentrum Neurochirurgie Chiemgau, in dem Dr. Gottwald mit seiner exzellenten Expertise künftig zur Verfügung steht, ist der Ausbau der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung unseres Standortes“, so Marco Weidemeier.
(Quelle: Pressemitteilung RoMedKliniken / Beitragsfoto RoMe Kliniken, zeigt: Marco Weidemeier, Kaufmännischer Leiter (rechts) wünscht Dr. Matthias Gottwald (links) einen guten Start im RoMed-Verbund)

Corona: Aktuelle Zahlen

Corona: Aktuelle Zahlen

Rosenheim / Landkreis / Region – Hier die aktuellen Corona-Zahlen für den heutigen Montag, 27. Dezember, 2021:

 

7-Tage-Inzidenz:
Stadt Rosenheim: 209,1 (Vortage: 221,7/242,2/276,8/338,1/303,5/339,7/339,7)
Landkreis Rosenheim: 240,7 (Vortage: 241,1/ 253,3/284.7/356,1/333,2/358,4/369,1)
Landkreis Traunstein: 182,6 (Vortage: 194,4/218,0/241,1/284,0/296,4/313,8/311,6)
Landkreis Mühldorf: 190,6 (Vortage:191,4/205,2/201,7/227,5/266,1/308,2/304,8/ 334,0)
Landkreis Berchtesgadener Land: 207,8 (Vortage: 224,8/225,7/222,0/247,4/353,0/330,1)
(Quelle: RKI, Stand 27. Dez)

Gemeldete hospitalisierte Fälle der letzten 7 Tage in  Bayern:
504 (- 25,3 %)

(Quelle: lgl.bayern.de, 24. Dez – Veränderung zur Vorwoche.)

Anzahl belegter Intensivbetten durch bestätigte Covid-19-Fälle in Bayern:
747 (- 15,8%)
(Quelle: lgl.bayern.de, Stand: 26. Dez – Veränderung zur Vorwoche)

Mehr Zahlenmaterial und Statistiken finden sich hier:

Ein Vermächtnis für die Ewigkeit

Ein Vermächtnis für die Ewigkeit

Irschenberg – Neuer Stiftungsrat im Caritas Kinderdorf Irschenberg: Der neue Diözesan-Caritasdirektor Professor Dr. Hermann Sollfrank wurde  für die kommenden 3 Jahre als Stiftungsrat der Kinderdorfstiftung gewählt.

2005 ist die gemeinnützige Stiftung von Dr. Erika Boeckmann aus Prien ins Leben gerufen worden. Die alleinstehende Ärztin wollte zu Lebzeiten mit ihrem Vermächtnis über ihren Tod hinaus Kindern und Jugendlichen helfen, die ohne eigene Schuld in Not geraten sind. Der Stiftungszweck der Dr. Erika Boeckmann – Luibl Kinderdorfstiftung sieht deshalb Maßnahmen vor, wie die Gewährung finanzieller Leistungen, um erstens den Erhalt und Betrieb des Caritas Kinderdorfs zu sichern, um zweitens Zuwendungen über den Dorfleiter an die dort lebenden Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen und drittens um pädagogische Projekte zu fördern.

Dabei entscheidet der Stiftungsrat in allen grundsätzlichen Angelegenheiten und beaufsichtigt den Stiftungsvorstand bestehend aus dem Kinderdorf-Verwaltungsleiter Hannes Klapos und dem Geschäftsführer der Caritas-Zentren Oberbayern Axel Hannemann. Erika Boeckmann war es wichtig, dass in den Stiftungsrat stets eine Person gewählt wird, die die Arbeit in einer Kinderdorffamilie aus eigenem Erleben kennt. Diese Funktion übernimmt zukünftig Heike Reichel, die die ausscheidende Antonie Merz ersetzt.
Dorfleiter Wolfgang Hodbod komplettiert den Stiftungsrat für weitere drei Jahre. Seit Gründung der gemeinnützigen Stiftung weiß er um deren Bedeutung für die Jugendhilfeeinrichtung: „Der große Vorteil einer Stiftung ist, dass wir mit den regelmäßigen jährlichen Geldzuwendungen fix planen können. Denn im Gegensatz zu Spenden, auf die wir ebenfalls angewiesen sind, wissen wir hier genau, mit welchen Erträgen aus dem Stiftungsvermögen wir jedes Jahr rechnen können.“ Denn das Besondere einer Stiftung ist, dass das einmal eingebrachte Kapital erhalten bleibt. Nur aus den Erträgen – wie Zinsen oder Mieteinnahmen – dürfen Maßnahmen gefördert werden, die den Stiftungszweck erfüllen. Und gerade die Einnahmen aus dem Immobilienvermögen der Kinderdorfstiftung sind in Niedrigzinszeiten eine verlässliche Größe für die Verantwortlichen.

In Bayern gibt es akteull
4248 rechtsfähige Stiftungen

In Bayern gibt es laut dem Bundesverband Deutscher Stiftungen aktuell 4.248 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts. Wenn sich jemand für einen bestimmten Zweck engagieren möchte, ihm der Gründungsaufwand einer eigenen Stiftung jedoch zu hoch ist, dann sind Spenden in das Vermögen einer Stiftung – sogenannte Zustiftungen – möglich. „Während die Gründung einer eigenen Stiftung nur bei großen Vermögen sinnvoll ist, sind Zustiftungen in jeder Höhe für jedermann möglich“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hannes Klapos.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas Kinderdorf Irschenberg / Beitragsfoto: Karin Wunsam)

Segen am Stadel Oberweidachjörg

Segen am Stadel Oberweidachjörg

Aschau / Landkreis Rosenheim – Einen weihnachtlichen Gottesdienst im Freien gab es am gestrigen Stephanitag in der katholischen Pfarrgemeinde von Aschau „Darstellung des Herrn“. Pfarrer Paul Janßen hielt diesen oberhalb von Aschau am Stadel Oberweidachjörg. Richard Goßner trug die Lesung vor. Bei Dunkelheit brachten die aufgestellten Fackeln, Feuerschale und mitgebrachte Laternen der Gottesdienstbesucher eine bilderbuchreife und strahlende Stimmung ab. Das in Stroh gebettete Jesuskind bewacht von den Ministranten und der angebrachte große Engel gaben dabei ein besonders beeindruckendes Bild ab. Die Hohenaschauer Bläser gestalteten die Feierstunde.
(Quelle: Tourist Information Aschau / Beitragsbild: H.Reiter)

 

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 27. Dezember.

Namenstag haben: Baldo,  Fabiola, Johannes, Rüdiger

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  Johannes Kepler (1571–  war ein deutscher Universalgelehrter, der vor allem Mathematik, Astrologie und die Gesetze der Planetenbewegung erforschte.)

–  Marlene Dietrich (1901 – war eine deutsch-US-Amerikanische Schauspielerin und Sängern. Bekannt wurde sie mit „Der blaue Engel“.)

–  Gèrard Depardieu (1948 – ist ein bekannter französischer Schauspieler. In jüngster Zeit fällt er aber mehr durch Skandale auf.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1831: Charles Darwin tritt seine fünfjährige Reise an Borg der HMS Beagle unter Kapitän Robert FitzRoy an.
  • 1845: Crawford Williamson Long wendet bei der Geburt eines Kindes erstmal Äther als Betäubungsmittel an.
  • 1951: In Deutschland wird das Züchtigungsrecht von Lehrherren gegenüber ihren Lehrlingen abgeschafft.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsfoto: re)
Schönen Abend

Schönen Abend

Rosenheim – Das Weihnachtsfest ist nun vorbei. Schee wars bei uns. Hoffentlich bei Euch auch. Jetzt wird es Zeit, wieder anzukommen im Hier und Jetzt. Schönen Abend und später eine Gute Nacht.

Neis vo da Roselinde

Neis vo da Roselinde

Griaß Euch!

Wia habts den Ihr so de Weihnochtsfeiadog überstandn? Is scho a ganz schee hart des Weihnachtsfest, oda?
3 Dog feian und 3 Dog quasi rund um de Uha essn…Mei, bin i voigfressn.
Würstl, Schweinsbron und a fette Andn san natürle füa mi ois Vegetariarin nix, aba leida gibts hoid an Weihnachtn a no vui andere guade Sachan. Am erstn Dog hob i mi mit Kartoffesalod, frische Semmen und Brezn voistopft. Am zwoatn Dog hods dann Semmeknedln gem. Mei de schmackan mia ois boarische Stoddaum natürle a. Und heid is bei uns da Reste-Dog ausgruafa woan – des bedeit, ois wos no vo de zwoa vorausgangana Dog di is, muas jetzt aufgfuadad wearn.
Des bedeid konkret. Da Kartoffesalod is zwar scho weg, aba dafür gibts no jede Menge Semmen, Brezn, Semmeknedl und vor oim Platzal und Lebkucha bis zum Obwinkn.
Wei, de san in de veagangana Dog ned weniga woan, sondan sogar no mehra. Fast jeda Bsuach hod uns dann ja no seine Platzl zum Probiern vorbeibrocht hod. Do kon ma natürle ned Na sogn. War ja unhöflich.
Und ihr wiast ja scho, dass i Lebkuchabräsl bsondas gearn mog.
Aba irgendwann ist dann a bei mia Schluss. Do gäht nix mehr eini.
Schee langsam kon i a koane Lebkucha mea seng und des mog wos hoasn.
Gut, wenn jetzt dann des neie Joar kimmt mit seine guadn Vorsätz. I nimm ma dann weniga zu essn – wie jeds Joahr. Und des schaffe ia immer. Kennts ma glam.
Zumindest am Neujoarsdog – wei do bin i in da Regl dann a wieda ganz schee satt.

Bis demnächst
Eire Roselinde

 

Booster mal anders

Booster mal anders

Rosenheim / Fischbachau – Der Begriff „Booster“ ist aktuell in aller Munde. Die Firma Herbaria aus Fischbachau, Anbieter von biologischen Kräutern, Tees, Kaffees und Gewürzen, hat für den Start ins neue Jahr einen Booster der anderen Art auf den Markt gebracht: den Bio-Kräuterbitter Bittrio. Wir haben ihn für Euch getestet.

Bittrio, der alkoholfreie Bio-Kräuterbitter aus dem Naturdrogerie-Sortiment der Firma Herbaria Kräuterparadies GmbH, enthält Bitterstoffe aus elf verschiedenen Pflanzen, darunter Artischocke, Ingwer, Fenchel, Kurkuma, Löwenzahnblättern und die Wurzel des Gelben Enzians in Bio-Qualität.
Bitterstoffe gelten als wichtiger Bestandteill der Ernährung. Sie sollen die Produktion der verdauungsfördernden Körpersäfte anregen. Sobald man den bitteren Geschmack wahrnimmt, wird Speichel erzeugt. Gleichzeitig sollen Bitterstoffe die Produktion von Galle und Magensäure fördern und die Bauchspeicheldrüse anregen.
Problem: Weil „bitter“ für viele Menschen als unangenehm gilt, wurde dieser Geschmack bei vielen Gemüse- und Obstsorten weggezüchtet. Vieles schmeckt heutzutage wesentlich weniger bitter als früher, beispielsweise Chicoreè oder Grapefruit.
Bitterstoffe werden in der traditionellen Pflanzenheilkunde schon lange eingesetzt. Vom griechischen Arzt Hippokrates (460 – 360 v. Chr.) über Hildegard von Bingen (1098 –1179) bis zu Leonhart Fuchs (1502 – 1566) in der Renaissance nahmen bitter schmeckende Pflanzen in den Kräuterbüchern einen wichtigen Platz ein. Ebenso spielen Bitterstoffe eine wichtige Rolle in der traditionellen chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Heilkunde.

Unser Geschmackstest zu Bittrio: trotz „bitter“ schmeckt das Elexier nicht unangenehm, erinnert an einen typischen Kräuterbitter – nur eben ohne Alkohol.
(Quelle: Pressemitteilung Herbaria)

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Kirchen im festlichem Glanz

Kirchen im festlichem Glanz

Rosenheim – Die Kirchen in Stadt und Landkreis Rosenheim erstrahlen dieser Tage in festlichem Glanz. Unser Foto entstand in der Rundkirche im Rosenheimer Stadtteil Westerndorf.
(Beitragsfoto: Martin Arzbäck)

Exponate im Rampenlicht: Teil 1

Exponate im Rampenlicht: Teil 1

Rosenheim – Im Städtischen Museum Rosenheim hat jedes der gut 4000 Museumsstücke seine Geschichte. Längst ist noch nicht alles erzählt. Die Serie „Exponate im Rampenlicht“ beleuchtet einzelne Ausstellungsstücke aus einem neuen Blickwinkel.

Bühne frei für das Stadtmodell!

Das Stadtmodell steht gleich hinter der Museumskasse. Nicht nur die Besucher des Museums werden damit empfangen. Auch viele Stadtführer machen dort Station, um den Teilnehmern ihrer Führungen anschaulich vor Augen zu führen, wie Rosenheim im Laufe der Zeit verändert hat. Das Modell zeigt Markt Rosenheim um 1800.  Die Kirche St. Nikolaus mir ihrem charakteristischen Turm – heute neben dem Mittertor das Wahrzeichen der Stadt – fällt sofort ins Auge. Auch noch einige andere markante Gebäude erkennen Einheimische sofort.
Das Modell ist liebevoll und detailreich gestaltet. Jedes der Miniatur-Gebäude wurde maßstabsgetreu seinem Original nachempfunden. Orientiert haben sich die Modellbauer an alten Stichen, wie Museumsleiter Walter Leicht weiß.
Entstanden ist das Stadtmodell in den späten 60er Jahren in der technischen Abteilung des Bundesgrenzschutz Rosenheim. Für die Auszubildenden dort war dieser Modellbau damals eine gute Übung für das Ausmessen von realen Gebäuden. Zum Bau verwendet wurden Materialien, die man von der Landschaftsgestaltung der Modelleisenbahnen kennt:

Viele interessante
Details

Wer genau hinsieht, entdeckt zwischen den Gebäuden einige interessante Details, die erst im Laufe der Zeit hinzugefügt wurden. So etwa das kleine Kanu, dass auf dem Stadtbach dümpelt. „Es stellt den Bezug zu den Klepperfaltbooten her“, erklärt Walter Leicht. Deren Geschichte begann, als Johann Klepper im Jahr 1907 von Alfred Heurich, dem Urvater des Faltboots, die Lizenz zur Alleinfabrikation des Bootstyps „Delphin“ erwarb und auf dem Dachboden seines Hauses in Rosenheim eine Faltbootwerft einrichtete.
Genau hinschauen muss man auch, um den winzigen Messerschmitt Kabinenrollers zu sehen, der sich zwischen den Gebäuden versteckt. Auch seine Entstehungsgeschichte ist eng mit der Stadt verknüpft.  Die ersten Mobile nannten sich Fend Flitzer und wurden in Rosenheim hergestellt, bevor im Januar 1953 die Serienproduktion des KR 175 im Messerschmitt-Werk Regensburg begann.

Rosenheim-Cops
mit dabei

Noch ein weiteres Fahrzeug hat in den vergangenen Jahren Einzug in die Modell-Stadt gehalten – ein Polizeiauto. Es stellt einen Bezug her zu der in ganz Deutschland beliebten Fernseh-Serie „Rosenheim-Cops“, deren erste Folge „Die Tote am See“ am 9. Januar 2002 ausgestrahlt wurde.
Keine so schlüssige Erklärung hat der Museumsleiter für den Mini-Dinosaurier parat – ein Stegosaurus, der friedlich vor den Toren des Markt Rosenheim grast. Aber eines steht fest: die kleine Plastikfigur kommt vor allem bei den Kindern, die das Städtische Museum besuchen, super an. „Die sehen den Dino immer sofort“, schmunzelt Walter Leicht.
Zuletzt gibt es dann noch die kleine Figur mit Trenchcoat und Hut, die vor dem Miniatur-Gebäude steht, dass seit 1895 das städtische Museum ist. Mit ihr wandelt Walter Leicht quasi selbst durch das Rosenheim um die Zeit 1800.