Wochenrückblick der Roselinde

Wochenrückblick der Roselinde

Griaß Eich!

Moagn ist Mondog, dann kimmt da Dienstag und dann is so weit – dann is Aschamittwoch! Und do beginnt dann bei uns in Bayern immer no für ganz schee vui Menschn die Fastnzeit. Weil laut da Bibl hot se scho da Jesus nach seina Daf zruckzogn in de Wüstn  – ganz ohne Brotzeit!!!

Jetzt muas ma ja scho amoi sogn, heidzudog hod des Fastn mit dem Glaubn äha weniga zum duan. Des is seid a boar Joahr einfach voi im Trend.  Und nur ums Essn gäht`s do a scho lang nimma. Die oana dringan koan Alkohol mea. N guad bei uns in Bayern is des natürle realativ zum seng. Denn des Bier zählt ja bei uns ned zum Alkohol sondern zu de Grundnahrungsmittel. 
Ganz guad kimmt natürle nach wie vor des mit de Süßigkeitn. „Na, a Sahnetortn gäht bei mia zur Zeit ja leider ned. Is hoid Fastnzeit. Woast schoo“, hear i dann wahrscheinlich wieda öfta, wenn ich moi jemand zum Kaffätringa in unsa Büro eilodn dua. Aba a druckana Kastnkuach deafs dann doch sei. Is ja a irgendwie a Verzicht – zumindest auf de Sahne.
Und dann gibt´s no dejenigen, die jetzt 40 Dog lang nimma feanseng woin. Jetzt amoi ehrlich. Is jetzt a ned unbgedingt a Verzicht, sondern äha a Bereicherung, oda?
Wos kann ma jetzt no ois fastn? Na ja, Smartphone weg. Heart ma a imma wieda. Klappt aba meistens a ned so guad. A Freundin vo uns hod dazu gmoant, sie ko des guad, weil sie dann einfach des Fastnprogramm schnella durchziagt. Statt 40 Dog dann eben nar oan Dog.
Guad – und dann hod uns gestern a Freind vo mia und de Damen vo Innpuls.me erzäid, dass se er jetzt schweren Herzens dazua entschlossn hod, 40 Dog lang koan Sport mea zu macha, sondan nur no faul auf da Couch rumhenga wui mit Chips und Süßigkeiten aufn Schoss. Sei dann ja schließle ja a guada Verzicht. Hod scho aa a gewisse Logik, muss i zuagehm.
I seibst wui heia auf den Verzicht verzichtn. Mei…San ma doch a moi ehrlich. Des verzichtn kenn ma ja jetzt nach zwoa Joar Corona äh olle guad. Do kannt dann äha da Verzicht vom Verzicht a Herausforderung wearn

Bis zum nächsten Moi
Eire 
Roslinde 

Vorbereitungen für Rosenheimer Stadtspiel laufen

Vorbereitungen für Rosenheimer Stadtspiel laufen

Rosenheim – Eigentlich war die Premiere des neuen Rosenheimer Stadtspiels „Versöhnliches Ende – Ein Streit der Zünfte“ schon für 2020 geplant. Doch dann kam die Corona-Pandemie und bereitete diesem Plan ein jähes Ende. Zwei Jahre später soll es aber nun endlich soweit sein. Die Premiere ist für den 1. Juli geplant. Zum Auftakt der Vorbereitungen kam Regisseur Horst Rankl ins Rosenheimer Verlagshaus und unterzeichnete zusammen mit Verleger Klaus G. Förg den Verlagsvertrag des gleichnamigen, spannenden Romans, der den Streit der Seiler gegen die Pechler in den Mittelpunkt rückt.

1995 fand mit dem Stück „Der Salzkrieg“ das erste Rosenheimer Stadtspiel statt, geplant als Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Salz, Macht, Geschichte“ im Lokschuppen. Der Erfolg war enorm: Fünf Wochen lang spielten 200 Laiendarsteller am historischen Originalschauplatz auf dem Max-Josefs-.Platz die Ereignisse aus dem 18. Jahrhundert vor insgesamt 10.000 Zuschauern nach. Seitdem findet das Freiluftspektakel alle zwei Jahre statt. Das erste Drehbuch schrieb der renommierte Autor Dr. Carl Oskar Renner. Beim zweiten Stück „Die Schwedenplag“ wirkte dann schon Horst Rankl mit. „Renner ging es da gesundheitlich schon nicht mehr so gut. Wir wollten aber das Stadtspiel auf keinen Fall mehr absagen“, erinnert sich der Leiter des Theater Rosenheim.
Ein Jahr später starb Renner und damit lag es für die folgenden Produktionen ausschließlich an Rankl, neue, spannende Kapitel der Rosenheimer Historie zu finden und publikumswirksam aufzuarbeiten.

Meinungsverschiedenheit artet
zu einem Jahrhundertereignis aus

Zehn Mal ist das in der Vergangenheit schon geglückt. Bei der 11. Produktion nimmt sich Horst Rankl zwei wichtigen Berufsgruppen des 18. Jahrhunderts an. Die Seile, Trosse und Taue der Seile fanden damals in vielerlei Hinsicht Verwendung, nicht zuletzt auch bei der Innschiffahrt. Die Pechler verkochten Baumharz zu Pechöl. Dieses wurde zum Abdichten von Fässern und Schiffen verwendet. „Diese Berufsgruppen waren angesehen und wohlhabend, weil ihre Arbeit für die Stadtgesellschaft unentbehrlich war“, hat Horst Rankl recherchiert.
In den historischen Aufzeichnungen der Stadt Rosenheim tauchen sie aber aus einem anderen Grund immer wieder auf. Eine Meinungsverschiedenheit artet zu einem Jahrhundertereignis aus. Was war der Auslöser? „Tja, eine Nichtigkeit“, schmunzelt der Regisseur. Die Seiler bezichtigten die Pechler, nicht nur Abdichtmaterial sondern auch Wagenschmiere zu produzieren und zu verkaufen, was eigentlich laut Gesetz ausschließlich ihnen zustand. Mehr als um die Sache ging es beiden Parteien aber um Ansehen und Geld.

Geschichtliche Fakten alleine reichen aber selten aus, um das Publikum zu begeistern. Auch das neue Stadtspiel wird deshalb nach historischen Aufzeichnungen „frei erzählt“. Bei keinem Stadtspiel fehlen darf ein Liebespaar. Außerdem wird es auch wieder ein Happy End gegen. Wie genau das aussieht, wird aber aktuell natürlich noch nicht verraten.
Der Roman zum Stück soll schon bald auf den Markt kommen und dann wird auch der Kartenvorverkauf gestartet.
(Beitragsbild: re – zeigt von links Verleger Klaus G. Förg und Horst Rankl mit dem Manuskript für den neuen Stadtspiel-Roman „Versöhnliches Ende – Ein Streit der Zünfte.)

Romantischter Roadtrip der Welt

Romantischter Roadtrip der Welt

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Eine Studie der britischen Autoversicherungs-Vergleichsseite confused.com ermittelte die romantischten Roadtrips der Welt. Die Deutsche Alpenstraße belegte dabei Platz 1 vor Italiens Amalfiküste und dem berühmten Highway Number One in den USA. Berücksichtigt wurden bei der Studie unter anderem die Anzahl der Hotels, Restaurants und Wahrzeichen entlang der Strecke.
(Quelle: Pressemitteilung Chiemsee-Alpenland Tourismus / Beitragsbild: Ferdinand Staudhammer)
Hier gibt es die Tipps für die 484 Kilometer lange Route durch die beliebtesten Ferienregionen im Allgäu und Oberbayern. Starten kann man in Lindau am Bodensee oder in Schönau am Königssee: 

Wachsende Schülerzahlen prognostiziert

Wachsende Schülerzahlen prognostiziert

Landkreis RosenheimDie Zahl der Schüler in den weiterführenden Schulen im Landkreis Rosenheim wird in den kommenden zwei Jahrzehnten ansteigen. Das ist das Ergebnis eines Schulentwicklungsgutachtens, das Stadt und Landkreis Rosenheim gemeinsam beim Institut SAGS in Augsburg in Auftrag gegeben hatten. Der Diplom-Statistiker und Schulbedarfsplaner Christian Rindsfüßer stellte die Ergebnisse im Ausschuss für Schulen und Sport des Landkreises vor.

Bevor der Fachmann konkret auf die Entwicklung der Schülerzahlen einging, beleuchtete er eine ganze Reihe von entscheidenden Parametern. So zählt der Landkreis Rosenheim zu den wachstumsstärksten Landkreisen in Bayern. Seit der Volkszählung von 1987 bis Ende des Jahres 2020 war die Zahl der Einwohner um 38 Prozent auf knapp 262.000 angestiegen. Das liegt zum Teil an den geburtenstarken Jahrgängen der frühen 1990er Jahre, die vermehrt selbst Kinder bekommen. So steigen die Geburten seit 2010 kontinuierlich an. In den Jahren 2018 bis 2020 erblickten jährlich jeweils knapp 2.500 Kinder das Licht der Welt.

Eine Frau im Landkreis Rosenheim
bekommt im Durchschnitt 1,68 Kinder

Nach Auskunft von Christian Rindsfüßer bekommt eine Frau im Landkreis Rosenheim im Durchschnitt 1,68 Kinder. Dies würde nicht ausreichen, um die Einwohnerzahl konstant zu halten. Es ist ein weiterer wichtiger Faktor entscheidend, der die Zahl der  Bürger ansteigen lässt, nämlich der Zuzug. Der Einfluss der Landeshauptstadt München macht sich hier bemerkbar, aber auch die Zuwanderung aus dem Ausland, vor allem aus Ländern der Europäischen Union. Der Diplom-Statistiker geht davon aus, dass die Einwohnerzahl bis 2028 auf 275.000 ansteigen wird.

Der Landkreis Rosenheim ist Sachaufwandsträger von 23 weiterführenden Schulen. In seinem Schulentwicklungsgutachten prognostiziert das Institut SAGS für die Realschulen einen Anstieg der Schülerzahlen ab Ende der 2020er Jahre bis Mitte der 2030er Jahre, von heute 4.800 auf bis zu maximal 5.900.

Deutlicher Schüler-Anstieg
bei den Gymnasien

Noch deutlicher ist der vorhergesagte Anstieg in den Gymnasien. Von heute knapp 5.800  Schüler werden es bis Anfang/Mitte der 2030er Jahre bis zu 7.800. Eine Rolle spielt hier auch, dass es nach der Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums, im Schuljahr 2025/2026 erstmals wieder eine 13. Jahrgangsstufe geben wird. Die Fachober- und Berufsoberschulen bezeichnete Rindfüßer als Erfolgsgeschichte und fügte an, in den 2020er Jahren werde es keine dramatischen Entwicklungen geben, was die Anzahl der Schüler anbelangt.
Der Leiter der Abteilung 1 im Landratsamt Rosenheim Ulrich Sedlbauer kündigte an, dass mit jeder Schule gesprochen werden soll, um das vorhandene Raumangebot zu prüfen. „Wir müssen sehen, ob wir bauliche Maßnahmen ins Auge fassen müssen. Finanziell ist das nicht eingeplant“, meinte Sedlbauer.
(Quelle: Pressemitteilung des Landratsamt Rosenheims / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Corona: Aktuelle Zahlen

Corona: Aktuelle Zahlen

Rosenheim / Landkreis / Region – Hier die aktuellen Corona-Zahlen für den heutigen Sonntag, 27. Februar, 2022:

7-Tage-Inzidenz:
Stadt Rosenheim: 1409,0 (Vortage: 1410,6/1545,8/1803,7/1978,3)
Landkreis Rosenheim: 1750,7 (Vortage: 1783,6/1826,0/1877,6/1933,0)
Landkreis Traunstein: 1459,3 (Vortage: 1697,6/2165,8/2465,0/2632,3)
Landkreis Mühldorf: 1588,2 (Vortage: 1638,9/1771,1/2032,9/2063,8)
Landkreis Berchtesgadener Land: 1637,4 (Vortage:1788,8/1958,7/2158,4/ 2208,3)
(Quelle: RKI, Stand 27. Feb.)

Gemeldete hospitalisierte Fälle der letzten 7 Tage in Bayern:  903 (+19,8 %)
(Quelle: lgl.bayern.de, Stand: 26. Feb. – Veränderung zur Vorwoche.)

Anzahl belegter Intensivbetten durch bestätigte Covid-19-Fälle in Bayern: 380 (- 4,3 %)
(Quelle: lgl.bayern.de, Stand: 26. Feb. – Veränderung zur Vorwoche):

Hier geht es zur gesamten Übersicht:

„Volle Solidarität mit der Ukraine“

„Volle Solidarität mit der Ukraine“

Landkreis RosenheimNach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine sendet die Junge Union (JU) im Landkreis Rosenheim ein klares Zeichen der Unterstützung an die Ukraine und ihre Bevölkerung. In ihrer Kreisausschusssitzung am vergangenen Freitag diskutierten die JUler die sich seit Wochen angedeuteten und sich nun überschlagenden Ereignisse. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Matthias Eggerl, machte deutlich: „Wir sind entsetzt über die kriegerische Invasion, die die russländische Föderation in der Ukraine vom Zaun gebrochen hat.“

Das, was sich seit Jahrzehnten niemand mehr vorstellen konnte und wollte, sei jetzt Realität: es herrscht wieder Krieg in Europa. Die JU verurteilt den Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste. „Schon die Annexion der Krim war ein klarer Bruch des Völkerrechts. Das, was wir aber jetzt sehen, hat eine traurige neue Qualität“, so Matthias Eggerl. Die Zeit der Lippenbekenntnisse sei vorbei, nun müsse es endlich deutliche und harte Konsequenzen geben.

Auch Lieferung von Defensivwaffen
sei eine mögliche Option

Von der Bundesregierung fordert die Junge Union, dass sie unverzüglich ihren Widerstand gegen härtere Sanktionen aufgeben müsse. Die Ukraine müsse die Unterstützung bekommen, die sie benötige. Neben humanitärer Hilfe sei auch die Lieferung von Defensivwaffen eine mögliche Option. Zudem müssten die Bundeswehr und das westliche Verteidigungsbündnis dauerhaft gestärkt werden. Die europäische Einigung müsse vor allem in verteidigungs- und außenpolitischen Fragen weitaus schneller und tiefgreifender vollzogen werden. Nur ein selbstbewusstes und wehrhaftes Europa könne die Werte von Frieden, Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung verteidigen.
Wichtig sei der JU ein Appell für den Frieden und die internationale Zusammenarbeit: Nicht die russische Bevölkerung, sondern das russische Regime unter Putin sei der Gegner im aktuellen Konflikt. Dieses müsse sich auf die zentralen Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen zurückbesinnen. Daraus folge die Einstellung aller kriegerischen Handlungen und die Achtung der territorialen Unversehrtheit sowie der politischen Unabhängigkeit der Ukraine.
(Quelle: Pressemitteilung der Jungen Union Rosenheim Land / Beitragsbild: Junge Union Rosenheim-Land)

Weißstörche als Frühlingsboten

Weißstörche als Frühlingsboten

Hilpoltstein / Bayern –  Weißstörche als Frühlingsboten in Bayern: Den bayerischen Naturschutzverband LBV erreichten in den vergangenen Tagen schon über 50 Meldungen. „Rund 300 Weißstörche überwintern im Freistaat und nun kehren auch die ersten Störche vorzeitig aus den südeuropäischen Überwinterungsgebieten zurück“, erzählt die LBV-Weißstorch-Expertin Oda Wieding. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Das gilt auch beim Besetzen der besten Nester, wobei Störche meist zum selben Nest zurückkehren, dass sie bereits im Vorjahr ihr eigen nannten. 

Die bereits zurückgekehrten Störche haben den Winter vermutlich in Spanien verbracht oder sogar noch kürzere Strecken, wie zum Bespiel aus der Rhonemündung in Südfrankreich, zurückgelegt. „Manche Störche ziehen nur bei echtem Wintereinbruch, als sogenannte Winterflucht, für einige Wochen zum Beispiel ins Rheintal. Wird das Wetter wieder milder kommen sie zurück.

Stürmische Wetter
als Rückenwind genutzt

Diese Störche könnten das stürmische Wetter der letzten Tage als Rückenwind auf dem Flug nach Bayern genutzt haben“, so die LBV-Weißstorch-Expertin. So erhielt der LBV in den letzten Tagen Meldungen sowohl aus Schwaben wie zum Beispiel aus Löpsingen im Donau-Ries, aber auch aus Kaltenbrunn im oberfränkischen Landkreis Coburg oder aus dem oberpfälzischen Pfreimd im Naabtal.
Weißstörche binden sich stärker an ihre Nester als an ihre Partner und führen eine sogenannte „Saisonehe“. Meist kommen die Männchen zuerst aus dem Süden zurück und beginnen, das alte Nest auszubessern. Vorzeitig zurückgekehrte Westzieher, die nur in Spanien überwintert haben und somit einen kürzeren Rückweg ins bayerische Brutgebiet haben, sind dabei im Vorteil. „Ostzieher fliegen über die Türkei und Israel und suchen dann Winterquartiere im Sudan oder noch südlicher auf. Der Rückflug aus diesen Überwinterungsgebieten dauert mindestens zwei bis vier Wochen länger“, sagt Oda Wieding. Alle Weißstörche umfliegen das Mittelmeer, weil ihnen dort die fürs Fliegen nötige Thermik fehlt.
Junge, unerfahrene Störche werden vermutlich auch erst in einigen Wochen auf Nistplatzsuche gehen. „Die meisten Weißstörche kehren erst im März und April zu uns zurück und läuten somit den eigentlichen Frühlingsbeginn ein“, weiß die LBV-Expertin.
Wann und wo in Bayern wieder Störche zu sehen sind, zeigt die Verbreitungskarte der Weißstörche für Bayern auf der LBV Webseite unter www.lbv.de/storch.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: re)

Rosenheim, Schillinger Haus, 1905

Rosenheim, Schillinger Haus, 1905

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1905. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Schillinger Haus neben der Kirche St. Nikolaus – Vorgänger der Stadtpost. Es verdankte seinen Namen dem Besitzer, dem praktischen Arzt Dr. Adolf Schillinger. Als er 1895 nach München umzog, verkaufte er sein Anwesen. Der neue Besitzer ließ das einstöckige Anwesen im Jahr 1911 abreißen.
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann / Stadtarchiv Rosenheim)

Generalsanierung FOS/BOS Wasserburg

Generalsanierung FOS/BOS Wasserburg

Wasserburg – Die Berufliche Oberschule (FOS/BOS) in Wasserburg soll erweitert werden. Der Ausschuss für Schulen und Sport hat die Landkreisverwaltung beauftragt, die Planungsleistungen zu vergeben. Ziel ist eine Generalsanierung der Bestandgebäude sowie die Errichtung eines Erweiterungsbaus. Da die Sitzung, geleitet vom stellvertretenden Landrat Sepp Hofer, in der FOS/BOS in Wasserburg stattfand, konnten sich die Kreisräte vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation machen.

Bereits vor dem Rundgang wies Schulleiterin Claudia Romer auf die ihrer Meinung nach wichtigsten Defizite hin. Der Schule stehen 18 Klassenzimmer zur Verfügung, wobei der tatsächliche Bedarf bei 26 Klassenräumen liege.

„Unser Grundproblem ist
die Raumnot“.

„Unser Grundproblem ist die Raumnot“, sagte Romer. Die Schule verfüge nicht über ausreichende Aufenthalts- und Studierräume. Eine Aula gibt es ebenfalls nicht und die Raumsituation sei für die Pausenverpflegung  äußerst beengt. Im ersten Stock wurde ein Teil des Ganges auf Dauer zu einem provisorischen Lehrerzimmer umfunktioniert. Auch die Besprechungs- und Vorbereitungsräume entsprechen nicht mehr dem heutigen Bedarf. Gleiches gilt für die Verwaltungsräume. Bei dem Rundgang wurde zudem deutlich, dass nicht nur die räumliche, sondern auch die technische und sicherheitstechnische Ausstattung des Schulgebäudes und der Klassenzimmer nicht mehr den heutigen pädagogischen und technischen Ansprüchen genügt.

Technische Infrastruktur stammt
zum Teil aus den 1970er Jahren

Die technische Infrastruktur, die zum Teil noch aus den 1970er Jahren stammt und sehr störanfällig ist, stelle die Schule beim notwendigen Ausbau der digitalen Möglichkeiten vor große Schwierigkeiten.
Die Berufliche Oberschule Wasserburg plant, mit „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“ eine weitere Ausbildungsrichtung zu beantragen und diese zweizügig auszubauen. Dies hätte einen Anstieg bei den Schülerzahlen um 120 zur Folge. Die Anzahl der Schüler bewegt sich derzeit zwischen 430 und 470. Mit der neuen Ausbildungsrichtung würden sie auf 550 bis 590 ansteigen. Zusätzlich bräuchte es fünf weitere Lehrkräfte, dadurch würde sich ihre Gesamtzahl von 58 auf 63 erhöhen. Der Bedarf an Klassenräumen würde auf 31 steigen.
Die Regierung von Oberbayern hat bereits festgestellt, dass der Raumbedarf mit den vorhandenen 3.000 Quadratmetern nicht abgedeckt werden kann. Einem aktualisierten Raumprogramm mit 5.000 Quadratmetern hat sie bereits zugestimmt.
In Vorgesprächen mit den Schulleitungen der Beruflichen Oberschule Wasserburg sowie der benachbarten Berufsschule wurde bereits ein Konzept entwickelt, dass eine Generalsanierung in den Bestandsgebäuden und die Errichtung eines Erweiterungsbaus ermöglicht. Um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, könnte eine bestehende Schulcontaineranlage, welche derzeit wegen der Baumaßnahme an der Berufsschule verwendet wird, im Anschluss der Beruflichen Oberschule zur Verfügung stehen.

Erweiterungsbau könnte bei
der „Moserhalle“ realisiert werden

Der Erweiterungsbau könnte auf dem Grundstück verwirklicht werden, auf dem das Werkhallengebäude der Berufsschule, die so genannte „Moserhalle“ steht. Eine Sanierung des Gebäudes aus den 1950er Jahren ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Stattdessen könnte dort ein mehrgeschossiger Neubau entstehen. Im Untergeschoss können die Räume der Berufsschule Platz finden, in den darüber liegenden Geschossen könnte der fehlende Raumbedarf der Beruflichen Oberschule gestillt werden. Der Landkreis geht davon aus, dass rund die Hälfte der förderfähigen Kosten vom Staat übernommen werden.
Die Berufliche Oberschule Wasserburg bezog bei ihrer Gründung vor 50 Jahren das Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule. In den 1980er Jahren wurde ein Anbau errichtet und in den 2000er Jahren ein Geschoss aufgestockt. Wegen der wachsenden Schülerzahlen wurden im nebenan gelegenen Schülerwohnheim vier Klassen- und Funktionsräume eingerichtet. 18 Klassenräume stehen so zur Verfügung. Weil der Bedarf tatsächlich bei 26 Klassenzimmern liegt, werden auch Kellerräume sowie Funktionsräume beispielsweise für Chemie oder Physik für den Unterricht bzw. als Klassenräume genutzt.
Der Ausschuss für Schulen und Sport beauftragte die Verwaltung im Landratsamt, das notwendige Vergabeverfahren für die Planungsleistungen durchzuführen und sämtliche für die Maßnahmen notwendigen Anträge zu stellen. Sollte der Kreistag zustimmen, werden die für die Bauausführung notwendigen Mittel in den Haushaltsplan des Jahres 2023 und der Folgejahre eingestellt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: re)

Himmelsleiter kommt nach Aschau

Himmelsleiter kommt nach Aschau

Aschau im ChiemgauSeit dem Jahr 2000 wandert das herausragende Kunstobjekt „Himmelsleiter“ durch ganz Deutschland und erstmals kommt diese nun in den Landkreis Rosenheim. In Aschau im Chiemgau wird die Himmelsleiter von 7. März bis 20. November zu sehen sein. In der Fastenzeit wird nach 3 Jahren Pause auch wieder das barocke Aschauer Heilig Grab errichtet.

Dieses war nach aufwändiger Restaurierung 2019 nach 65 Jahren erstmals wieder aufgestellt worden und hat unzählige Besucher angezogen. Ab Anfang Juni wird dann noch ein neuer Meditations- und Skulpturenweg verschiedener Künstler und Gruppen, ebenfalls zur Auseinandersetzung von „Oben und Unten“ im eigenen Lebensweg, seinen Aufstiegen und Abstürzen anregen. Die Frage, wie man denn „die Erde himmeln kann und den Himmel erden“, wird sich durch das Ausstellungsjahr in Aschau im Chiemgau ziehen.
Zur Himmelsleiter gibt es natürlich einen sehr interessanten Hintergrund: Am Anfang war – eine Vision. Jakob, so erzählt die Bibel im Buch Genesis, hat sich das Erstlingsrecht von seinem Bruder Esau erschwindelt. Daraufhin muss er vor seinem Bruder fliehen. In der Nacht hat er einen Traum von einer Leiter, die von der Erde bis zum Himmel reicht. Engel steigen darauf auf und ab und er sieht Gott vor sich, der ihn segnet. Für Jakob das Zeichen, dass der Mensch Fehler machen darf und doch von Gott nicht fallen gelassen wird. In einer eigenen Vision zur Jahrtausendwende setzte der Gaißacher Künstler Erwin Wiegerling den Jakobstraum in eine Lichtinstallation um: Eine 28 Meter hohe Leiter aus 12 Sprossen und mit sieben Engelsflügeln versehen in den Farben rot und blau trägt eine tiefe Symbolik: Blau ist die Farbe des Wassers und Himmels, rot, die Farbe des Blutes, der Wärme und der Liebe. So vereinen sich auf der Projektion himmlisches und irdisches. Die Zahlen sieben und zwölf wollen die heiligen Zahlen im Hebräischen abbilden.

Kunstobjekt war schon 
in ganz Deutschland unterwegs

Um die letzten Absprachen vor der Installation in Aschau zu treffen, ist die Aschauer Delegation in der Werkstätten Wiegerling nach Gaißach gefahren. „Dieses Kunstobjekt war schon in ganz Deutschland unterwegs und hat für großes Aufsehen gesorgt. Ab März leuchtet die Himmelsleiter dann bei uns am Fuße der Kampenwand für ein Dreivierteljahr. Das ist eine große Freude weit über unseren Pfarrverband hinaus“, so Pfarrer Paul Janßen (stehend hinten rechts). Künstler Erwin Wiegerling (sitzend Zweiter von links) geht es darum, „neue Wege und Zugänge zum Glauben zu finden“. Die Himmelsleiter soll zukunftsweisend sein und ein Zeichen der Hoffnung. Herbert Reiter (sitzend rechts), Mitglied der Kirchenverwaltung, sieht als Leiter der Projektgruppe „Himmelsleiter“ gerade die Verbindung von Gestern, mit dem Heiligen Grab und der Geschichte Aschaus, und dem Heute sowie der Zukunft, abgebildet durch die Himmelsleiter. Und auch, dass „die Menschen, passend zum touristischen Jahresmottos der Gemeinde, schauen, staunen, innehalten sollen, wenn sie die Himmelsleiter sehen“, so Reiter. Der Kirchenpfleger Werner Weyerer (links) freut sich insbesondere über den Zusammenhalt, „es packen alle mit an, vom Aufbau über die Organisation bis zur Gestaltung des Programms“.

Konzerte von Klassik
bis Volkmusik

Begleitet werden Himmelsleiter, Heiliges Grab und Skulpturenweg von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Verschiedene Konzerte von Klassik bis Volksmusik, Gottesdienste und Meditationen, Führungen und Lesungen bereichern das spirituelle und künstlerische Leben der Gemeinde. Der Eröffnungsgottesdienst wird am Freitag, 11.03.2022 um 19.00 Uhr gefeiert und nach der Segnung wird in Anwesenheit des Künstlers Erwin Wiegerling die Vision Himmelsleiter erstmals erstrahlen.
Ausführliche Informationen sind auf einem kostenlosen Faltblatt, das in Kirchen aufliegt und auf den Homepages der Kath. Pfarrgemeinde Aschau Darstellung des Herrn und der Tourist Info, Telefon 08052/90490 bzw. unter www.aschau.de kostenlos erhältlich ist.
(Quelle: Tourist Information Aschau /Foto: re)

Ukraine-Krieg: Mahnwache am Ludwigsplatz

Ukraine-Krieg: Mahnwache am Ludwigsplatz

Rosenheim – Rund 60 Menschen beteiligten sich am gestrigen Freitagabend an einer Mahnwache am Ludwigsplatz in Rosenheim anlässlich des Angriffskrieges auf die Ukraine. Mit einer Gedenkminute und in kurzen Redebeiträgen wurde auf die Lage in der Ukraine aufmerksam gemacht. „Es herrscht wieder Krieg in Europa, Menschen sterben, Menschen werden verstümmelt, Menschen werden unterdrückt. Das macht mich betroffen und ich bin in Gedanken bei allen Menschen, die das im Moment erleiden müssen“ so Martin Bauhof, einer der Redner.
Auch auf die Demonstrationen in Russland, die den Krieg verurteilen, wurde hingewiesen: „Meine Solidarität gilt auch den Menschen die heute in über 50 Städten in Russland auf die Straße gegangen um gegen den Krieg zu demonstrieren. Obwohl schon mehr als 1700 Menschen verhaftet wurden, gehen diese Menschen weiter demonstrieren, davor habe ich allergrößten Respekt!“ so Bauhof weiter.
„Wir fordern die russische Regierung auf, sofort alle Angriffe einzustellen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen und deren territoriale Integrität wieder herzustellen. Wir sind solidarisch mit allen Menschen, die unter dem Konflikt leiden und deren Leben jetzt bedroht ist“ hieß es im Aufruf zu der kurzfristig organisierten Demonstration.
Zum Abschluss wurde noch ein Anti-Kriegs-Lied gespielt und die Menschen tauschten sich in kleinen Gruppen über die Lage in der Ukraine aus.
(Quelle: Pressemitteilung: re / Beitragsbild: re)