Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 30. September.

Namenstag haben: Alfred, Hieronymus, Urs, Victor

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  Hans Geiger (1882 – war ein deutscher Physiker und Pionier der Kernphysik und des Strahlenschutzes. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Walther Müller hat er den nach ihm benannten „Geigerzähler“ zur Messung ionisierender bzw. radioaktiver Strahlung erfunden.)

Truman Capote (1924 – war ein US-amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler. Romane von ihm u. a.: „Frühstück bei Tiffany“ und „Kaltblütig“. Sein richtiger Name: Truman Streckfus Persons)

Udo Jürgens (1934 – war ein im deutschen Sprachraum sehr erfolgreicher österreichischer Komponist und Sänger. Titel von ihm u. a. „Griechischer Wein“, „Aber bitte mit Sahne“ und „Merci Chèri“ Sein richtiger Name: Udo Jürgen Bockelmann)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1846: William Thomas Green Morton gelingt die erste schmerzfreie Zahnextraktion unter Narkose an seinem Patienten Eben Frost.
  • 1880: Henry Draper gelingt die erste Fotografie des Orionnebels.
  • 1929: Über dem Flughafen Frankfurt-Rebstock fliegt Fritz von Opel als erster Mensch mit einem raketenbetriebenen Flugzeug und stürzt ab
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Wendler Hof)
Bibliothek verleiht jetzt auch Musikinstrumente

Bibliothek verleiht jetzt auch Musikinstrumente

Nürnberg / Bayern – Gitarre, Ukulele, Harfe und Co. ausleihen – so einfach wie ein Buch oder eine CD: in der Stadtbibliothek Nürnberg ist das nun möglich.

Die Ausleihe ist vorläufig nur für Erwachsene und nur mit gültigem Bibliotheksausweis möglich. Die Leihfrist beträgt pro Instrument 28 Tage und ist zwei Mal verlängerbar. Zur Auswahl stehen akustische und E-Gitarren, E-Bassgitarren, Ukulelen, Veeh-Harfen, E-Violinen, E-Cellos, E-Kontrabässe und ein Akkordeon. Auch weniger bekannte Instrumente wie das Otamatone, das Theremin und so genannte Boomwhackers sind zu haben, ebenso kleine Verstärker für die elektronischen Instrumente.
Was für viele zuerst einmal fast unglaublich klingt, ist in der Stadtbibliothek Nürnberg ein weiterer konsequenter Schritt in die Zukunft. Längst sei die Bibliothek zu einem Ort geworden, an dem man nicht nur Bücher ausleiht, sondern sich auch gerne mehrere Stunden aufhält, sich mit anderen Menschen trifft und gemeinsam etwas erlebt –  eben ein Lern- und Erfahrungsraum.

(Quelle: Pressemitteilung Stadt Nürnberg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Heuer keine Steckmückenbekämpfung am Chiemsee

Heuer keine Steckmückenbekämpfung am Chiemsee

Chiemsee / Landkreis Rosenheim – Heuer gab es keine Steckmückenbekämpfung am Chiemsee. Das teilt aktuell der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AUV)  mit.

Trotz Genehmigung durch die Regierung von Oberbayern wurde im Jahr 2022 keine Bekämpfung der Stechmücken am Chiemsee durchgeführt. Grund hierfür sind die Auflagen des Regierungsbescheides. Unter anderem kann die Bekämpfung geplant werden, falls der Chiemsee-Pegelstand, welcher am Auslauf der Alz bei Seebruck gemessen wird, mehrere Tage einen Schwellenwert von 116 Zentimeter erreicht.

Ausschlaggebend war
der Pegelstand

Ausschlaggebend für einen Einsatz wären dann zusätzlich Schöpfproben, welche die überdurchschnittliche Population nachweisen müssen. „Der Pegelstand hat im Jahr 2022 die Grenze von 100 Zentimeter kaum überschritten, daher wurden keine Maßnahmen eingeleitet“, soc Wir sind sehr am ökologischen Gleichgewicht interessiert und werden daher nur eingreifen, wenn dies erforderlich ist. Bei einem niedrigen Pegelstand sind die Überschwemmungsgebiete nicht betroffen und daher ist eine Eindämmung der Population nicht notwendig.“ so Quirin Schwaiger, Geschäftsführer des AUV-Chiemsee.
Ob im Jahr 2023 ein Einsatz notwendig ist, wird entsprechend der Wetterlage und Population im kommenden Jahr entschieden. Der Bescheid zur Eindämmung der Population ist bis Ende 2025 rechtskräftig.(sq)
(Quelle: Mitteilung Abwasser- und Umweltverband Chiemsee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Gaspreisbremse jetzt schnell umsetzen“

„Gaspreisbremse jetzt schnell umsetzen“

München / Bayern / Deutschland – Die Gasumlage wurde gekippt – die Gaspreisbremse kommt. So hat es die Bundesregierung am heutigen Donnerstag verkündet. Die Wirtschaft in Bayern fordert nun von der Bundesregierung diese Ankündigung auch schnell in die Tat umzusetzen.

„Dass sich die Ampel-Parteien endlich auf eine Finanzierung geeinigt haben und eine wuchtige Summe von bis zu 200 Milliarden Euro in die Hand nehmen wollen, ist für die Unternehmen im Freistaat branchenübergreifend eine gute Nachricht und lässt auf eine echte Entlastung hoffen. Eine solche Entscheidung hätten wir uns allerdings schon vor einigen Wochen gewünscht“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

„Gaspreisbremse ist ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung“

„Die Gaspreisbremse ist in der aktuellen Energiekrise ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um die Wirtschaft spürbar von den explodierenden Energiekosten zu entlasten“, so
Gößl. Der BIHK setzt sich für eine schnelle Umsetzung ohne bürokratische Hürden ein. „Jetzt
müssen schnell die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden. Die Politik darf jetzt keinen
Tag verlieren, denn schon heute wissen viele Unternehmer nicht, wie sie die Energiekosten stemmen sollen. Unser Wirtschaftsstandort ist daher in großer Gefahr“, betont der BIHK-Chef. Im jüngsten Energiewende-Barometer des BIHK erklärte unter anderem fast die Hälfte der bayerischen Betriebe, dass sie hierzulande nicht mehr wettbewerbsfähig seien.
Gößl mahnt die Bundesregierung dazu, bei der Umsetzung der Gaspreisbremse nicht alle
ordnungspolitischen Prinzipien außer Kraft zu setzen. Zudem bekräftigt er die BIHK-Position,
dass die Energiepreise am nachhaltigsten im Rahmen der volkswirtschaftlichen Grundsätze
sinken, wenn es insgesamt mehr Angebot gebe, auch beim Strom. „Alles, was geht, muss in
den Markt“, sagt der BIHK-Hauptgeschäftsführer.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Industrie- und Handelskammertag / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Priener Straßenkunstfest fällt ins Wasser

Priener Straßenkunstfest fällt ins Wasser

Prien / Landkreis Rosenheim – Auftritte von Comedians, Akrobaten, Künstlern und Tänzern sowie Straßenmusik von regionalen Bands und DJs hätten am kommenden Samstag, 1. und Sonntag, 2. Oktober 2022, für ein kleines aber feines Spektakel am Wendelsteinpark  in Prien am Chiemsee gesorgt. Doch jetzt fällt die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser.

„Wir hatten bis zur letzten Minute gehofft, das bei Familien beliebte Straßenkunstfest durchführen zu können,“ so die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner. Nach der Corona-Pause 2020 genossen im vergangenen Jahr zahlreiche Besucher die spektakulären und lustigen Auftritte der Schauspieler, Gaukler, Artisten und Tanzgruppen bei traumhaftem Herbstwetter.
Allerdings ist die Wettervorhersage für das diesjährige erste Oktoberwochenende derart schlecht und unsicher, dass die Prien Marketing GmbH nun schweren Herzens beschlossen hat, das „Priener Straßenkunstfest“ ersatzlos abzusagen. Der Veranstalter bittet um Verständnis und hofft auf eine Durchführung im kommenden Jahr.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kaufhalle, Rosenheim, 1977

Kaufhalle, Rosenheim, 1977

Rosenheim – Wer kann sich daran noch erinnern? Unsere heutigen historischen Fotos zeigen das ehemalige Kaufhaus Kaufhalle in der Kufsteiner Straße in Rosenheim. Entstanden sind die Aufnahmen im Jahr 1977.

Kaufhalle Rosenheim im Jahr 1977 - Blick in die Kleidungsabteilung
Kaufhalle Rosenheim im Jahr 1977 - Blick in die Elektroabteilung

Die Kaufhalle AG wurde 1925 mit Sitz in Köln geründet und hatte viele Jahre Filialen in ganz Deutschland, darunter auch in Rosenheim. Zu kaufen gab es dort alles – von den Lebensmitteln über Kleidung bis hin zu Spielzeug und Elektrogeräten. 2000 löste sich das Unternehmen auf. Wo einst die Kaufhalle war, ist heute der Modepark Röther.
(Quelle: Beitragsbild, Fotos: Archiv Herbert Borrmann)

Ehemaliger Seniorenbeirat Josef Kugler ist tot

Ehemaliger Seniorenbeirat Josef Kugler ist tot

Rosenheim – Elf Jahre war Josef Kugler Mitglied beim Seniorenbeirat Rosenheim, sieben Jahre als Erster Vorsitzender. Außerdem war er im Jahr 2006 Mitgründer des Vereins Aktive Wirtschafts Senioren (AWS). Nun ist Josef Kugler im Alter von 85 Jahren gestorben. 

Im vergangenen Jahr hat sich Josef Kugler aus Rosenheim verabschiedet und zog zusammen mit seiner Frau nach Traun in Oberösterreich. Über die Gründe für den Umzug und seine Zeit als Rosenheimer Seniorenbeirat hat er kurz zuvor noch mit Innpuls.me gesprochen (wir berichteten).
Die Nachricht über seinen Tod sorgt für Betroffenheit und Trauer. „Das Netzwerk von Herrn Kugler war einmalig und somit auch eine der Säulen des Vereins“, schreibt die Vorstandschaft des Vereins Aktive Wirtschafts Senioren im Namen aller Mitglieder im Nachruf.

„Das Netzwerk von 
Josef Kugler war einmalig“

2006 hat Kugler zusammen mit sechs weiteren „Senioren“ den Verein Aktive Wirtschafts Senioren AWS gegründet. Die Gründer wollten ihre Erfahrung und ihr Netzwerk regional in der Beratung einbringen. „Das Netzwerk von Josef Kugler war einmalig und somit auch eine der Säulen des Vereins“, heißt es dazu im Nachruf des Vereins.
Parallel war Kugler Seniorenbeauftragter der Stadt Rosenheim und war bei allen Entscheidungen immer ein gern zu Rate gezogener Gesprächspartner und Mitgestalter.
Ob schwierige Beratungen oder vereinsinterne Abstimmungen, immer konnte Josef Kugler mit seiner ruhigen ausgeglichenen Art die Wogen glätten und zu einer gemeinsam akzeptablen Ergebnis führen.
Gesundheitliche Probleme schränkten in den letzten Jahren seine ehrenamtlichen Engagements zwar etwas ein, aber den Verein Aktive Wirtschafts Senioren hat er dennoch nie aus dem Focus gelassen.
Den Abschied aus Rosenheim feierten die Mitglieder des Vereins noch gemeinsam mit ihm. Die Schwierigkeiten beim Umzug und den damit verbundenen Behördengängen haben Josef Kugler danach zu dem Satz veranlasst. „Jetzt bräuchte ich regionale Berater in Linz“.
Der Verein Aktive Wirtschafts Senioren Rosenheim mit der Vorstandschaft von Bernd Remmelberger, Professor Dr. Zaiss, Harald Wachholz und Maximilian Meyer wollen ihr langjähriges Mitglied so in Erinnerung behalten, wie er war und wie er als Vorbild den Verein prägte – hochengagiert, fachlich versiert, freundlich und immer hilfsbereit.
(Quelle: Pressemitteilung AWS / Beitragsbild: re)

Lebensmittel-Retter in Aktion

Lebensmittel-Retter in Aktion

Rosenheim / Bad Aibling – Jährlich werden in Deutschland 10,9 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Der Bayer entsorgt rund 70 Kilogramm Lebensmittel im Wert von gut 200 Euro im Jahr. Dabei sind diese Ressourcen endlich: Die bayernweite Themenwoche gegen Lebensmittelverschwendung und die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ greifen das Thema auf und rücken die Wertschätzung für Lebensmittel ins Bewusstsein.

Private Haushalte sind mit rund 40 Prozent für den Großteil der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Bayern verantwortlich, gefolgt von der Lebensmittelverarbeitung (19 Prozent) und dem Außer-Haus-Verzehr mit 18 Prozent. Oft spielen fehlende Planung der Einkäufe und Mahlzeiten, mangelndes Wissen zur Lagerung, kurze Haltbarkeit und mangelnde Verwertung oder Aufbewahrung von Resten eine Rolle. Dabei ist das Lebensmittelretten gar nicht so schwer.

Die Aktion
„Lebensmittel-Retter-Box“

Die bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) und Modellkommunen greifen dort an, wo es am meisten wehtut: Sie sind mit der Aktion „Retter-Box“ vertreten. Der „Erste-Hilfe-Kasten“, auch verwendbar als Reste-Box für ein Zuviel im Restaurant, ist vollgepackt mit nützlichen Utensilien, praktischen Alltagstipps und Informationen. Damit kann jeder aktiv dazu beitragen, Lebensmittel vor der Tonne zu retten.
Neben der lebensmittelechten und wiederverwendbaren Brotzeitdose ist enthalten: Ein Spaghetti-Portionierer, eine Gemüsebürste, ein spezieller Aufbewahrungsbeutel für Brot, eine Anleitung für die Herstellung eines Bienenwachstuchs, MHD-Sheriff-Aufkleber für kurz vor dem Ablauf stehende Lebensmittel, ein Spielkartenset, ein Einkaufsblock und ein übersichtlicher Kühlschrankaufkleber zur besseren Lagerung. Das praktische Mitmachbuch erklärt die Utensilien, begleitet die Nutzer beim Eintragen eigener Ideen und bietet Checklisten.

Die vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) entwickelte Box startet zunächst als Pilotprojekt mit einer Auflage von 1500 Stück bayernweit, wird im Rahmen von regionalen Aktionen mit Bezug zum Thema Nachhaltigkeit und Lebensmittelwertschätzung verteilt und wissenschaftlich evaluiert.

Das AELF Rosenheim lädt ein
zum Wochenmarkt in Bad Aibling

Am 7. Oktober präsentiert Dr. Anja Mayr vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Rosenheim die Retter-Box auf dem Wochenmarkt in Bad Aibling von 9 bis 12 Uhr am Verkaufsstand der Regro Vermarktungs-GmbH. Außerdem gibt es Tipps und Beispiele zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung dazu.
Wer möchte die Retter-Box ausprobieren? Am Wochenmarkt findet eine Verlosung von drei Boxen statt.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim – zeigt eine Retter-Box)

Oldtimer-Träume auf Ausfahrt

Oldtimer-Träume auf Ausfahrt

Chiemgau – Im Chiemgau ansässige Fans der englischen MG-Sportwagen laden seit zehn Jahren Gleichgesinnte zu Ausfahrten in der Region Rosenheim ein. Jetzt war es wieder soweit. Hier Impressionen.

gruener Oldtimer MG-Sportwagen von vorne
Blick in einen MG-Sportwagen
Hendrik Heuser schaut sich die Oldtimer an
Ziegen

Unser Kollege Hendrik Heuser traf die Automobilisten, die bis aus den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen oder der Schweiz kamen, am Tiroler Alpengasthof Moosbauer, spezialisiert auf Ziegenzucht, zwischen Inn und Priental an. Der artfremde rote Jaguar E-Type, der sich zu den MGs gesellt hatte, stellte für die Vierbeiner keine Gefahr dar. Gemeckert haben sie trotzdem…
(Quelle: Artikel: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Ab in den Süden: Vogelzug über Bayern

Ab in den Süden: Vogelzug über Bayern

Hilpoltstein / Bayern – Kraniche, Schwalben und Sommergoldhähnchen, egal ob groß oder ganz klein: auch in diesem Herbst machen sich wieder Millionen Vögel aus ganz Europa auf eine lange, grenzüberschreitende Reise, um den Winter in südlichen Ländern wie Spanien, Portugal oder Afrika zu verbringen. Im Rahmen der 29. europaweiten Aktion „Birdwatch“ lädt der bayerische Naturschutzverband LBV am Wochenende vom 1. bis 2. Oktober ein, die Faszination Vogelzug hautnah in Bayern mitzuerleben.

Bei den zahlreichen Veranstaltungen und Exkursionen werden durchziehende Vögel, wie zum Beispiel Finken oder Watvögel, bestimmt und gezählt. Mit ein bisschen Glück kann man auch noch einen spät-ziehenden Wiedehopf, den Vogel des Jahres 2022 (wir berichteten), auf dem Weg ins tropische Afrika entdecken. „Neben dem Erleben eines eindrucksvollen Naturschauspiels, helfen die europaweiten Beobachtungen am Birdwatch-Wochenende, Veränderungen von Zugzeiten und Flugrouten unserer Vögel festzustellen. So bekommen wir auch Einblicke, wie die Klimakrise mit ihren Auswirkungen das Zugverhalten beeinflusst“, sagt die LBV-Vogelexpertin Dr. Angelika Nelson. Fünf wissenswerte Fakten geben Einblicke in das Phänomen Vogelzug. Wer Zugvögel live miterleben möchte, findet LBV-Veranstaltungen zum Birdwatch-Wochenende in der Nähe unter www.lbv.de/birdwatch.

Mehr als 50 Millionen Zugvögel
verlassen jetzt Brutgebiete in Bayern

Jedes Jahr, wenn die Tage kürzer werden, machen sich viele im Freistaat brütende Vögel auf die Reise. „Mehr als 50 Millionen Zugvögel verlassen gerade ihre Brutgebiete in Bayern, um in Südeuropa oder Afrika zu überwintern. Zusätzlich überqueren 300 Millionen weitere Zugvögel unser Land, tanken hier Energie an geeigneten Rastplätzen und ziehen dann weiter in ihr südliches Winterquartier,” erklärt Angelika Nelson. Am Internationalen Birdwatch-Wochenende greifen Vogelfreund*innen nicht nur in Deutschland, sondern zeitgleich in ganz Europa zu den Ferngläsern und spähen gemeinsam in den Himmel. Ziel dieser Aktion ist es, auf das Thema Vogelzug und die grenzüberschreitende Bedeutung des Vogelschutzes aufmerksam zu machen.

1. Wann geht’s los und wohin?

Wenn die Tage kürzer werden, die Sonnenstunden geringer und immer weniger Insekten unterwegs sind, ist für viele Vögel in Bayern die Zeit gekommen sich auf den Weg Richtung Süden zu machen. „Die Vögel verfügen über eine Art innere Uhr, die ihnen mitteilt, wann es Zeit für den Aufbruch ist. Sie bereiten sich auf ihre Reise vor, indem sie sich Fettreserven anfuttern, in großen Schwärmen sammeln oder im Familienverbund aufbrechen“, sagt die LBV-Vogelexpertin. Dabei „wissen“ die Vögel ganz genau, wo ihr Ziel liegt und wie sie dorthin kommen. „Ein innerer Kompass sowie die Streckenlänge sind bei vielen Arten, wie zum Beispiel beim Kuckuck oder dem Weißstorch, vererbt. Junge Gänse, die zum ersten Mal die Reise im Familienverband antreten, lernen von ihren Eltern die Zugroute mit Rastplätzen und den geeigneten Überwinterungsort“, so Angelika Nelson.

2. Kommen Zugvögel auch nach Bayern?

Bei manchen Vogelarten scheint es, dass sie das ganze Jahr bei uns verbringen. Doch dieser Eindruck kann täuschen. Zum Beispiel zieht ein Teil der bayerischen Rotkehlchen, überwiegend die Weibchen, im Winter nach Italien, oder auf die iberische Halbinsel. Rotkehlchen aus Nord- und Osteuropa kommen dagegen zum Überwintern nach Bayern. „Bei Rotkehlchen und ähnlich auch bei Amseln kommt es zu einer Art Schichtwechsel: die Bayerischen fliegen ein Stück weiter in den Süden und die Nordischen kommen zu uns“, so die LBV-Biologin.

3. Fliegen in großer Schar

Ein unvergessliches Schauspiel sind die spektakulären Flugformationen der Stare. Sie schließen sich nach der Brutsaison zu Scharen mit bis zu 1.000 Tieren zusammen. Ihre riesigen, schwarzen Schwärme sehen aus der Entfernung wie eine große, synchron ziehende Wolke aus. Faszinierend zu beobachten ist dabei, dass die Vögel nie zusammenstoßen. „Jeder Star achtet auf seine Schwarmnachbarn und versucht zu diesen Vögeln immer dieselbe Position einzuhalten. Jede Richtungsänderung reißt somit auch den Schwarmgenossen mit. Die Summe der Einzelentscheidungen ergibt dann das, was wir als sich einheitlich bewegende Wolke wahrnehmen”, erklärt Angelika Nelson. Die Gruppe bietet dem einzelnen Vogel auch Schutz gegen Beutegreifer, wie zum Beispiel Wanderfalken.

4. Tag oder Nacht?

Greifvögel wie Wespenbussard oder Rotmilan fliegen am Tag da sie die Thermik zum Aufsteigen nutzen, um dann in großen Höhen in Richtung Süden zu ziehen. Die meisten Singvögel jedoch brechen bei sternenklarem Nachthimmel zwischen Dämmerung und Mitternacht auf. Sie fliegen im Schutz der Dunkelheit, da sie tagsüber eine leichte Beute für größere Greifvögel wie beispielsweise Falken wären. „Außerdem ist es in der Nacht kühler. Die niedrigeren Temperaturen beugen einer Überhitzung der Vögel vor, da die Muskeln durch den steten Flügelschlag viel Wärme produzieren“, sagt die LBV-Biologin. In der Nacht orientieren sich die Vögel an der Konstellation des Sternenhimmels.

5. Lang, kurz oder gar nicht?

Nicht alle Vögel ziehen. Vor allem insektenfressende Vögel finden in den kälteren Monaten nicht genügend Nahrung in Bayern. Mauersegler oder Braunkehlchen verbringen die kalte Jahreszeit deshalb weit im Süden und überqueren auf ihrer Reise als Langstreckenzieher sogar die Sahara. Mönchsgrasmücke, Singdrossel oder Zilpzalp ziehen als Kurzstreckenzieher in den Mittelmeerraum oder ins nördliche Afrika. „Aufgrund der zunehmenden Erderwärmung aber auch der Urbanisierung überwintern jedoch immer mehr Vögel im Brutgebiet. So ist es keine Seltenheit mehr, einen Zilpzalp oder eine Mönchsgrasmücke mitten im Winter an der Futterstelle zu entdecken“, sagt die LBV-Biologin. Vögel wie Buchfink, Sperlinge sowie Kohl- und Blaumeise, die sich hauptsächlich von Körnern und Sämereien ernähren, finden auch im Winter bei uns genügend Futter und bleiben ganzjährig in Bayern.
(Quelle: Pressemitteilung LBV Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Und hier noch ein Video auf YouTube für unsere kleinen Leser: 

Aufräumen mit Mythen rund ums E-Auto

Aufräumen mit Mythen rund ums E-Auto

Rosenheim / Landkreis – Der ACE-Kreisclub Chiemseer Land veranstaltet seine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen am Dienstag, 4. Oktober, 19 Uhr, im Gasthof Höhensteiger (Westerndorfer Straße 101, 83024 Rosenheim). Gäste sind willkommen. Denn auf dem Programm steht auch ein Vortrag von Vertrauensanwalt Reinhard Hauff. Er will mit den Mythen rund ums E-Auto aufräumen, Tipps geben und Fragen rund um die E-Mobilität beantworten.

Brauche ich wirklich zwei Autos? Lohnt sich ein Umstieg auf ein E-Auto? Welche Formen der Mobilität kann ich überhaupt nutzen? Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Menschen immer wieder. Der ACE Auto Club Europa bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich im Bereich der Verkehrsthemen zu engagieren und so zum Beispiel die Mobilitätswende mitzugestalten. Der ACE will dabei Mobilitätsbegleiter sein in allen Fragen rund um die Mobilität. 1965 gegründet hat sich der ACE hin zu einem modernen Verein entwickelt, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und die brennenden Themen aufgreift.

Clubleben des ACE
ist vielfältig

Im Mittelpunkt der Arbeit des ACE stehen die Mitglieder. Das Clubleben ist dabei vielfältig: Die Ehrenamtlichen in den bundesweit über 100 Kreisclubs – so auch im Kreis Chiemseer Land – treffen sich, um ganz konkrete Probleme im Bereich der Mobilität vor Ort in Augenschein zu nehmen und Verbesserungen vorzuschlagen. Sie suchen den Kontakt zur Politik vor Ort, um ihre Anliegen anzubringen. Und: Jedes Jahr widmet sich das Ehrenamt im Rahmen der Clubinitiative einem Thema in ganz besonderer Weise.

 

Uebergabe von Urkunde

Urkundenübergabe zur Aktion „Barrierefreies Parken“. 

Im vergangenen Jahr stand die Initiative unter dem Motto „Barrierefrei besser ankommen!“. Über 400 Parkplätze in ganz Deutschland wurden auf ihre Barrierefreiheit hin getestet – mit teils niederschmetternden, aber auch herausragenden Ergebnissen. In diesem Jahr widmet sich das ACE-Ehrenamt unter dem Motto „Deutschland, deine Rastplätze“ den unbewirtschafteten Rastplätzen an den Autobahnen. Auch das gesellige Beisammensein kommt im Clubleben vor Ort nicht zu kurz – musste aber in den vergangenen beiden Jahre pandemie-bedingt einige Einschränkungen hinnehmen. Das hat die Mitglieder aber nicht eingedämmt, sondern angespornt – so gehören digitale Sitzungen heute auch zum Clubleben dazu.

Bei Versammlung stehen auch
Neuwahlen auf dem Programm

Am Dienstag, 4. Oktober, 19 Uhr, stehen nun Neuwahlen im Kreisclub Chiemseer Land an. Die Mitglieder stellen die Weichen für die Arbeit in den kommenden vier Jahren. Kreisvorsitzender Alexander Oberst kann auf vier spannende Jahre zurückblicken: „Es ist viel passiert in den vergangenen vier Jahren. Auch wenn wir wegen der Corona-Pandemie etwas pausieren mussten, können wir auf zahlreiche Aktionen zurückblicken.“
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird Vertrauensanwalt Reinhard Hauff mit den Mythen rund ums E-Auto aufräumen und wertvolle Infos zum Thema Elektromobilität weitergeben. Selbstverständlich beantwortet er auch Fragen rund um die E-Mobilität.
Die ACE-Mitglieder treffen sich am 4. Oktober um 19 Uhr im Gasthof Höhensteiger, Westerndorfer Straße 101, 83024 Rosenheim. Interessierte, die im Kreisvorstand mitarbeiten wollen, können sich vorab beim Vorsitzenden unter der Telefonnummer 0151/ 54820007 melden. Gäste sind willkommen.
(Quelle: Pressemitteilung ACE Kreisclub Chiemseer Land / Beitragsbild, Foto: Chiemseer Land – Ursula Hildebrand)

„Antirassismus bleibt notwendig“

„Antirassismus bleibt notwendig“

Rosenheim – Unter dem Motto „Antirassismus bleibt notwendig“ organisiert das Rosenheimer Bündnis gegen Rechte Hetze im Oktober eine Veranstaltungsreihe. Verschiedene Rosenheimer Organisationen und Vereine haben für Oktober ein Programm mit insgesamt sechst unterschiedlichen Veranstaltungen – Seminar, Lesung, Filmvorführungen, Konzert, Party –  zusammengestellt.

Auftakt der Veranstaltungsreihe ist am kommenden Samstag, 1. Oktober, ein antifaschistisches Punkkonzert in der Vetternwirtschaft unter dem Motto „good night white pride“.
Bereits am Sonntag, 2. Oktober, 19 Uhr,  organisiert dann der Initiativkreis Migration Rosenheim eine Filmvorführung von „The Game“, einem Dokumentarfilm über die Situation Geflüchteter an der bosnisch-kroatische Grenze. Zu der Veranstaltung kommt auch die
Regisseurin Manuela Federer für ein Filmgespräch in das Z – linke Zentrum.

Queer-Party unter dem
Motto „Rosenheim ist bunt“

Nach einer Queer-Party unter dem Motto „Rosenheim ist bunt“ am Freitag 14. Oktober in der Rosenheimer AStA Kneipe findet am Samstag,  15. Oktober, ein vom DGB organisiertes „Antifaschistisches Seminar“ zum Thema antifaschistische Gedenkarbeit und die aktuelle
extreme Rechte statt.
Am Samstag 22. Oktober, 18 Uhr kommt dann die Autorin Manja Präkels nach Rosenheim und liest aus ihrem Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe lädt die Initiative für Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim in Kooperation mit dem Verein Gesicht zeigen am Donnerstag, 27. Oktober, zur Filmvorführung von „Die Stille schreit“ über die unmenschliche Verfolgung von Juden am Beispiel der Augsburger Familien Oberndorfer/Friedmann. Die Veranstaltung mit dem Filmemacher Josef Pröll beginnt um 19 Uhr im neuen Kulturtreffpunkt Affekt (ehem. „Zur Brezn“, Wittelsbacherstr. 37).
Weitere Infomaitonen und Hintergründe zur Veranstaltungsreihe gibt es auf der eigens eingerichteten Internetseite.
(Quelle: Pressemitteilung Bündnis gegen Rechte Hetze Rosenheim / Beitragsbild: Bündnis gegen Rechte Hetze Rosenheim)