Bezirksmedaille für Sepp Hirle

Bezirksmedaille für Sepp Hirle

Rosenheim / Oberbayern – Sepp Hirle (Beitragsbild mitte) ist der Mann hinter den „Rosenheimer Kleinkunsttagen„. Jetzt wurde er im Kloster Seeon für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement mit der Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern ausgezeichnet.

Als Zeichen seiner Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille. „Wir als Bezirk Oberbayern wollen ein Zeichen setzen, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement jeder einzelnen Person ist“, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Verleihung der Bezirksmedaille im Kloster Seeon. Mederer bezeichnete ehrenamtlich tätige Menschen dabei als unverzichtbaren Teil der Gesellschaft und nannte das Engagement der ausgezeichneten Personen „ein Geschenk für unser Land“.

Sepp Hirle gibt auch
jungen Talenten eine Chance

Sepp Hirle ist so ein „Geschenk“. Seit langem ist er im Förderverein Jugendarbeit Rosenheim aktiv. Im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt ist er jedoch als Gesicht hinter der beliebten Veranstaltungsreihe „Rosenheimer Kleinkunsttage“. Diese haben seit vier Jahrzehnten einen festen Platz im Rosenheimer Veranstaltungskalender. 1995 hat Sepp Hirle die Organisation der Veranstaltungsreihe übernommen. Dank seiner persönlichen Vernetzung mit Kunstschaffenden in ganz Deutschland gelingt es ihm jedes Jahr ein qualitativ hochwertiges Programm auf die Beine zu stellen. Besonders wichtig ist ihm dabei, auch jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, ihr Können unter Beweis zu stellen. „Sepp Hirle, Sie haben durch Ihr langjähriges Engagement im kulturellen Bereich die Rosenheimer Kulturszene maßgeblich mitgestaltet. Ihren zahlreichen Ehrungen, wie der Verdienstmedaille der Stadt Rosenheim, stellen wir gerne die Bezirksmedaille zur Seite“, so Mederer in der Laudatio.
Begleitet zur Auszeichnung im Kloster Seeon wurde Sepp Hirle von Bezirksrat Sepp Hofer und Gabi Leicht, dritte Bürgermeisterin der Stadt Rosenheim (siehe Beitragsbild).
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Bezirk Oberbayern / Beitragsbild: re)

„Build your own World“

„Build your own World“

Rosenheim – „Build Your own World“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung beim Kunstverein Rosenheim, Klepperstraße 19. Gezeigt werden Arbeiten von Melanie Siegel aus den vergangenen drei Jahren. 

Gemaelde eines Schwimmingpools aus der Vogelperspektive

Werk von Melanie Siegel: Schwimmingpool mit Schattenwurf der Bäume aus der Vogelperspektive. Foto: Hendrik Heuser

Der Titel ist Programm: Melanie Siegel baut sich mit ihren Werken eine ganz eigene Welt. Inspiration holt sie sich dabei von realer Architektur. Die Künstlerin konstruiert reale Orte neu – arrangiert und verändert das Gegebene und schafft dadurch völlig neue Stimmungen.
Beliebte Motive sind Flächen für menschliche Freizeitnutzung, insbesondere Schwimmingpools (unser Beitragsbild).
Melanie Siegel hat eine Ausbildung zur Bühnenmalerin und -plastikerin. Das anschließende Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München hat sie als Meisterschülerin von Professor Karin Kneffel abgeschlossen. Heute lebt und arbeitet sie in München.
Ihre Arbeit wurde bereits mehrfach mit Projektförderungen und Preisen ausgezeichnet. Ihre Werke werden regelmäßig in ganz Deutschland ausgestellt.
Die Ausstellung beim Kunstverein Rosenheim ist noch bis zum 23. Oktober zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Donnerstag, Freitag, Samstag von 14 bis 17.30 Uhr, sowie Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr.
Mehr Infos zum Rahmenprogramm gib es unter kunstverein-rosenheim.de.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Hendrik Heuser)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 29. September.

Namenstag haben: Gabriel, Gabriela, Michael, Miguel, Mischa, Michaela, Raphael, Raphaela

3 bekannte Geburtstagskinder:

Lech Walesa (1943 – ist ein polnischer Politiker und Gewerkschafter, der als Vorsitzender der freien Gewerkschaft „Solidarnosc“ verhaftet wurde. Für sein Engagement für Frieden und Freiheit in seinem Land wurde er 1983 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Von 1990 bis 1995 war er Staatspräsident Polens.)

Anita Ekberg (1931 –  war eine schwedische Schauspielerin, die mit ihrer Hauptrolle in „La Dolce Vita“ zum internationalen Filmstar wurde.)

Karl-Heinz Köpcke (1922 – war ein deutscher Nachrichtensprecher, der als erstes Gesicht der Nachrichtensendung „Tagesschau“ bekannt wurde.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1954: In Genf wird von zwölf europäischen Staaten die „Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) gegründet.
  • 1995: Die PlayStation kommt in Europa auf den Markt.
  • 2007: Die vier Kühltürme des ersten britischen Kernkraftwerks „Calder Hall“ werden kontrolliert gesprengt. Die atomare Anlage zur kommerziellen Stromerzeugung selbst war seit 2003 außer Betrieb genommen.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re, zeigt Schwarzenberg)
Rosige Zeiten in Rosenheim

Rosige Zeiten in Rosenheim

Rosenheim – Es herbstelt, die Nächte werden länger, so ist es am 7. Oktober ab 18 Uhr wieder Zeit für die Lange Nacht bzw. die Rosigen Zeiten in Rosenheim. Die Innenstadt wird an diesem Abend wieder in besonderem Licht erstrahlen. Kulturell wird von Musik über Kunstausstellungen bis hin zu den verlängerten Öffnungszeiten der Museen einiges geboten. Zudem haben viele Geschäfte der Innenstadt bis 23 Uhr geöffnet.

Modenschau bei der langen Nacht in Rosenheim

Ein Höhepunkt bei den Rosigen Zeiten in Rosenheim sind die Modenschauen auf dem Max-Josefs-Platz. Fotos: City-Management Rosenheim

Highlights sind die Modenschauen am Max-Josefs-Platz, die Silent Disco am Salzstadel, aber auch erstmals ein Projection-Mapping am Grünen Markt – hier wird die Fassade nicht nur beleuchtet, sondern vom Multimedia-Künstler Janik Valler zum Leben erweckt.
Die LED-Lichtinstallationen von „airLight“ werden auch in diesem Jahr über die Stadt verteilt und zieren wieder die Geschäfte vom Grünen Markt über den Salzstadel bis zum Salinplatz. Dieser Anbieter setzt seit Jahren auf energiesparende Systeme. Eine Neuheit wird im Salingarten errichtet. Dort ist auch die Wasserbar der Stadtwerke zu finden.

Fassadenbilder von Urs Hasler
am Salinplatz

Am Salinplatz ist der Lichtkünstler Urs Hasler zurück mit seinen Fassadenbilder. Die Geschäftsleute des Esbaumviertel haben mit Leidenschaft geplant. Das Viertel mit Herz(en) zeigt dies auch mit seinen Lichtinstallationen. Live Musik gibt es von Sam, sowie der Rock- und Singer-Songwriter Band „Malaika and the Mavens“. Eine Kunstausstellung in den Schaufenstern des Esbaumviertels bietet Brigitte Bosshammer.
Die Stadtbibliothek am Salzstadel bietet ab 17.30 Live Musik mit Luegstoa C und ab 19.30 Uhr Silent Disco mit dem DJ Team Indiscotabel. Die Bibliothek hat bis 22 Uhr geöffnet und wäre bei Schlechtwetter auch die Indoor-Alternative.

„Nachts im Museum“ – die Ausstellungsräume des Städtischen Museums im Mittertor mit der Sonderausstellung RO-lympisch und des Holztechnischen Museums mit „Holz mit allen Sinnen erleben“ am Max-Josefs-Platz können zu ungewöhnlichen Zeiten besichtigt werden (bis 22 Uhr). Eintritt frei.
Auch die Städtische Galerie wird dieses Mal wieder ihre Pforten öffnen bis 21 Uhr mit der Ausstellung „gebaut und gewachsen“ von Werner Pokorny und Adreas Legath.

Zwei Hang-Spieler in einem Garten

Neu mit dabei in diesem Jahr sind zwei Handpan-Spieler.

Die Akrobatengruppe Acroholics begeistern am Ludwigsplatz beim Gerinne. Die Handpan-Formation Ella & Vivo ist auch dort anzutreffen. Erstmals zeigt sich dort auch der Theaterverein INNszenierung mit dem Musik-Kabarett-Duo Hund und Hoibe. An vielen Stellen in der Innenstadt wird „Lámpara gigante“, eine StelzenPerformance von RigoL & tOrf, die Besucher in luftiger Höhe begeistern. Zudem gibt es eine kurze Altstadtführung und Themenführungen von „Alles Dirndl und noch viel mehr“ bzw. „Wer ko der ko!“ der Stadtführerzunft Rosenheim. Die Stadtführer werden unbekannte Geschichten Rosenheims erzählen. Treffpunkt 19:30 Uhr (Dirndl & Altstadt) 20:30 Uhr (Wer ko der ko & Altstadt) beim Mittertor. Kosten: 5 Euro pro Person. Die Führung dauert ca. 1 Stunde.

In der ehemaligen „Brezn“
wird die neue Kulturbar eröffnet

Außerdem wird das Affekt, die neue Kulturbar an der Wittelsbacherstraße 37 (ehemalige Brezn) eröffnet. Zusammen mit dem Jungen Theater Rosenheim wird künftig von Freitag bis Sonntag mit Barabenden, Theaterstücken, Konzerten, Ausstellungen und vielem mehr ein Kulturtreffpunkt geschaffen. Zur Eröffnung lässt DJ Vinko ab 17 Uhr die Plattenteller mit Soul, Funk, Disco und Electro rotieren, veganen Köstlichkeiten werden angeboten. Viele Geschäfte halten bei der Langen Nacht bis 23 Uhr geöffnet und bieten auch besondere Aktionen an: Live-Musik, Rabatte, Würfelaktionen und vieles mehr.
Bei Anreise mit dem PKW wird empfohlen, die Parkhäuser zu nutzen. Ab 18:00 Uhr gilt in den städtischen Parkhäusern der Nachttarif von EUR 2,50 für den gesamten Abend.
(Quelle: Presseinformation Citymanagement Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Citymanagement Rosenheim)

Das genaue Programm findet man hier: 

Oberammergauer Passionsspiele bald beendet

Oberammergauer Passionsspiele bald beendet

Oberammergau / Bayern – Die 42. Oberammergauer Passionsspiele sind bald beendet. 110 Veranstaltungen gingen über die Bühne, die letzte am Sonntag, 8. Oktober. Spielleiter Christian Stückl, Bürgermeister Andreas Rödl, Walter Rutz, Werkleiter des Eigenbetrieb Oberammergau Kultur und Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, sowie der Musikalische Leiter Markus Zwink ziehen bereits eine positive Bilanz.

viele Besucher vor dem Oberammergauer Passionsspielhaus
So sah es bei jeder Vorführung in den Pausen vor dem Passionsspielhaus in Oberammergau aus. Foto: Karin Wunsam
Sechs sogenannte Probespiele, davon zwei nur für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 28 Jahren, 104 reguläre Aufführungen, davon zwei Zusatzspiele. Das ist die Bilanz der insgesamt 110 absolvierten Vorstellungen der 42. Oberammergauer Passionsspiele 2022.

„Haben genau den
richtigen Zeitpunkt erwischt“

„Für die Gemeinde kann man nur ein äußerst positives Fazit ziehen. Sowohl die Bevölkerung, als auch Wirtschaft, Gastronomie und Einzelhandel haben durch die Passionsspiele und die doch sehr hohe Auslastung profitiert. Gerade nach den schweren Corona-Jahren war dies für viele Betriebe extrem wichtig. Auch die Verschiebung ins Jahr 2022 war genau richtig. Mit Blick auf die anstehende Inflation und deren Auswirkungen haben wir genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Wichtig war auch, dass sowohl das Sicherheits-, als auch das Hygienekonzept sehr gut funktioniert haben und kein Spiel abgesagt oder abgebrochen werden musste.“, fasst Bürgermeister Andreas Rödl die vergangene Spielzeit zusammen.
Rund 412.000 Tickets wurden verkauft und somit eine Auslastung von über 91 Prozent erreicht. „Es freut mich einfach, dass wir trotz der schwierigen Zeit die Passion so erfolgreich auf und über die Bühne bringen konnten.“, sagt Walter Rutz, Werkleiter des Eigenbetrieb Oberammergau Kultur und Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG. Rund 30 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, vorwiegend aus den USA und weiteren englischsprachigen Ländern, wie Großbritannien, Kanada, Australien und Südafrika. Es kamen aber auch Gäste aus Skandinavien, Spanien, China, Japan, den Philippinen oder Singapur. 70 Prozent der Gäste kamen aus dem deutschsprachigen Raum. Zu den geplanten Passionsspielen 2020 lag die Verteilung noch bei 50 Prozent ausländischen und 50 Prozent deutschsprachigen Gästen. „Durch die Pandemie und die Verschiebung hat sich die Gästestruktur um 20 Prozent von international fremdsprachig auf deutschsprachige Besucher aus der D-A-CH-Region verschoben.“, sagt Walter Rutz.

Die ersten Jugendtage
waren ein voller Erfolg

Die zum ersten Mal durchgeführten Jugendtage am  seien ein voller Erfolg gewesen. Es konnte laut Rutz eine Auslastung von 75 Prozent erreicht werden, was ca. 6.500 verkauften Karten entspricht. An zwei Tagen hatten Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit jeweils ein Probespiel zu stark vergünstigten Preisen zu erleben. Auch das Rahmenprogramm wurde von den Gästen begeistert angenommen. Neben einer Einführung ins Spiel durch Christian Stückl und Diskussionsrunden mit der Spielleitung und Darstellern nach der Vorstellung, gab es auch eine Party.

Wesentlich weniger Mitwirkende
standen diesmal auf der Bühne

Die Mitwirkendenzahlen lagen bei insgesamt 1769 und damit unter dem Schnitt von 2020. 647 Frauen und 702 Männer waren an den Passionsspielen beteiligt, dazu kamen noch 420 Kinder (197 Mädchen und 223 Jungen).
„Wir können total zufrieden sein, es hat einen großen inneren Zusammenhalt gegeben, auch während der Proben. Wir haben bei der Mitwirkendenzahl der Erwachsenen von 2020 fast 500 verloren, einige wollten nicht mehr mitmachen, manche konnten nicht mehr mitspielen, da sie sich nicht nochmal eine so lange Zeit freinehmen konnte. Für mich war es spannend, wir haben uns eigentlich gesund geschrumpft. Es war gut, dass es weniger Leute waren. Dadurch, dass bei den Volksszenen, wie zum Beispiel bei der Empörung, weniger Personen auf der Bühne sind, lernt man die Mitwirkenden besser kennen, man ist näher an den Leuten dran.“, sagt Spielleiter Christian Stückl.

Markus Zwink, musikalischer Leiter, ist von der anhaltenden Ernsthaftigkeit und Spielfreude seiner Orchester- und Chormitglieder angetan. „Die Intensität des Singens und Musizierens hat nie nachgelassen. Diese Intensität hat sich auch auf die gemeinsame Zeit hinter der Bühne übertragen und war nach jeder Vorstellung spürbar. Der soziale Zusammenhalt ist wirklich grandios und wahrscheinlich auch ein erheblicher Garant für die konstante Sing- und Spielfreude auf der Bühne und im Orchestergraben.“
„Das Zusammenspiel zwischen Chor und Spielszenen hat viel stärker funktioniert, auch durch das Weglassen des Prologs. Ich glaube auch, dass es einen wahnsinnigen Zusammenhalt in den Garderoben gegeben hat, natürlich hat es auch Streitereien gegeben, aber es ist eigentlich überall gut gelaufen. Ich finde zum Beispiel so eine gute Apostel -Garderobe wie dieses Mal habe ich noch nie gehabt. Der Zusammenhalt ist durch Corona auch gewachsen.“, ergänzt Stückl.

Über seine inhaltliche Arbeit resümiert der Spielleiter: „Ich glaube, dass wir theologisch fast am besten waren. Es ist das erste Mal richtig gelungen mit den jüdischen Organisationen zusammenzukommen. Wir haben mit einem Team in Amerika aus fünf Theologen und Rabbinern zusammengearbeitet. Das Team war hier vor Ort, das American Jewish Committee (AJC) hat Studierende nach Oberammergau gebracht, auch das Ernst-Ludwig-Ehrlich Institut war mit Studierenden hier und wir haben diskutiert. Ich war überrascht, dass ich von der doch strengsten Organisation, dem AJC in New York, den Isaiah Award erhalten habe. Eine wirkliche Auszeichnung für die Arbeit gegen Antisemitismus. Ich glaube wir sind nie an einem Ende. Wir müssen immer weiter daran arbeiten, dass wir ein normales Verhältnis miteinander bekommen.“

Die nächsten Passionsspiele sind
für das Jahr 2030 geplant

„Für die Zukunft können wir uns nur wünschen, dass die kommenden Passionsspiele wieder ‚reibungsfrei‘ geplant und durchgeführt werden können, die Krisen ein Ende nehmen und Frieden einkehrt.“, sagt Rödl. Die nächsten Passionsspiele sind für das Jahr 2030 geplant.
(Quelle: Pressemitteilung Oberammergauer Passionsspiele / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Traditionelle Schleppjagd auf der Herreninsel

Traditionelle Schleppjagd auf der Herreninsel

Herrenchiemsee / Landkreis RosenheimZum 65. Mal finden sich auf der Insel Herrenchiemsee auf Einladung des Bayerischen Schleppjagdverbandes Reiter, Pferde und Hunde zu einer Schleppjagd ein.  Besucher sind willkommen. Start ist am Samstag, 8. Oktober um 10.30 Uhr mit dem Stelldichein bei der ehemaligen Pfarrkirche St. Maria nahe der Schlosswirtschaft und dem Alten Schloss Herrenchiemsee. Der Aufgalopp startet um 11 Uhr. 

Laut Veranstalter bilden 60 Reiter und 40 Hunde das Jagdfeld. Gut 20 Kilometer geht es über 35 Hindernisse, aufgeteilt in acht Schleppen (Etappen). Erwartet werden Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich der Schweiz und Frankreich.
Die Jagd wird auch dieses Jahr von Reitern der Reiterstaffel Rosenheim begleitet.  Die letzten Schleppen auf der Schlossallee enden mit dem „Halali“ gegen 15 Uhr am Neuen Schloss.

Statt lebendes Wild kommt
ein Tropfkanister zum Einsatz

Die typisch deutsche Form der Schleppjagd, auch der bayerischen, entwickelte sich vor allem Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts: Es sind Elemente aus der klassischen französischen Hirschjagd zu Pferde „Chasse à courre“, von der insbesondere die Hornsignale und zum Teil auch das Zeremoniell stammen. Das schnelle und sportliche Reiten über die Hindernisse ist vom englischen „Foxhunting“ übernommen worden. Nur die Ehrung der Reiter mit dem „Bruch“, einem Eichenzweig, ist deutsch. Die Schleppjagd grenzt sich von der französischen Parforcejagd allein dadurch ab, dass die Hunde eine künstliche Fährte ausarbeiten; denn in Deutschland ist diese Art der Jagd auf lebendes Wild seit 1934 verboten. Heute hat der Schleppenleger einen Tropfkanister am Sattel festgeschnallt und legt so die Fährten im Gelände.
(Quelle: Information Anton Hötzelsperger von den Samerberger Nachrichten / Beitragsbild: Anton Hötzelsperger)

IHK fordert von Habeck verbindliche Aussage

IHK fordert von Habeck verbindliche Aussage

München / BerlinDie Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zu einem möglichen Weiterbetrieb des letzten bayerischen Kernkraftwerks Isar 2 über das Jahresende hinaus ist aus Sicht der IHK für München und Oberbayern zu kurzsichtig. „Wir begrüßen zwar, dass das Bundeswirtschaftsministerium die verbleibenden Kraftwerke nicht mehr nur auf die Reservebank schicken möchte, sondern jetzt endlich von einem tatsächlichen Weiterbetrieb die Rede ist“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

Manfred Gößl weiter: „Trotzdem bleiben die Aussagen von Robert Habeck vage und hinterlassen in der oberbayerischen Wirtschaft weiterhin Unsicherheit. Es braucht jetzt vom Bund endlich verbindliche und verlässliche Aussagen, anstatt weiterhin abwarten zu wollen, wie sich die Stromproduktion in Frankreich entwickelt.“
Gößl bekräftigt zudem die Forderung der IHK, dass die Kernkraftwerke angesichts der aktuellen Probleme auf den Energiemärkten sowie der explodierenden Preisen bis mindestens Ende 2024 weiterlaufen sollten: „Ansonsten führen wir die gleiche Diskussion in wenigen Monaten wieder. Ein solches Hin und Her können sich unsere Betriebe nicht leisten. Die Lage ist jetzt schon bitterernst.“ Der IHK-Chef betont, dass die Preise für Energie am besten und am nachhaltigsten sinken, wenn es mehr Angebot gibt. „Alles, was geht, muss auf den Markt – dazu gehört auch die Kernkraft.“

In der aktuellen Krise brauche es
eine bundesweite Kraftanstrengung

In der aktuellen Krise brauche es zudem eine bundesweite Kraftanstrengung, auch beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, so Gößl. „Ideologische Debatten um unterschiedliche Strompreiszonen sind dabei nicht förderlich und hilfreich. Die Sorge um die Energieversorgung und die Folgen der hohen Energiekosten teilen die Unternehmen im ganzen Bundesgebiet. Die Politik muss alles dafür tun, dass wir alle Energieformen auf den Markt bekommen. Das Ausspielen der norddeutschen gegen die süddeutschen Wirtschaftsstandorte darf da nicht dazugehören. Solche Vorschläge spalten vielmehr unsere gemeinsame Volkswirtschaft. Was wir derzeit brauchen ist aber Einigkeit.“
(Quelle: Pressemitteilung Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zahl der Einsätze gestiegen

Zahl der Einsätze gestiegen

Rosenheim – Trotz Pandemie und ihrer Einschränkung verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim einen deutlichen Anstieg der Einsatzzahlen. Das ging aus dem Bericht des Kommandanten und Stadtbrandrat Hans Meyrl bei der 162. Jahreshauptversammlung hervor, die in der Hauptfeuerwache stattfand.

Im Jahr 2021 wurde die Hauptfeuerwache zu 1033 Einsätzen alarmiert, was 144 Einsätzen mehr als im Vorjahr entspricht. Hervorzuheben sind hierbei nach den Worten von Hans Meyrl 104 Brandeinsätze sowie 681 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfe, bei denen insgesamt 55 Personen in Not gerettet werden konnten. Bedauerlicherweise hätten die Floriansjünger jedoch auch 149 Fehlalarme verzeichnen müssen.

Auflagen des Infektionsschutzes
sorgten für besondere Herausforderungen

Weiter berichtete Hans Meyrl über die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden im Bereich der Aus- und Fortbildung, welche die Mannschaft unter den Auflagen des Infektionsschutzes vor besondere Herausforderungen stellte.
Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März lobte die erbrachten Leistungen der Feuerwehr und sicherte in Hinblick auf die erforderlichen Umbaumaßnahmen innerhalb der Hauptfeuerwache die Unterstützung der Stadt Rosenheim zu. Polizeidirektor Volker Klarner bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit bei allen Einsätzen und verwies auf den starken Zusammenhalt innerhalb der Blaulichtfamilie.
Bei den anschließenden Beförderungen konnten mehrere Kameraden zum Feuerwehr-, Ober- oder Hauptfeuerwehrmann ernannt werden. Im Bereich der Führungsdienstgrade wurden Heiner Joswig zum Löschmeister sowie Richard Karl und Robert Sailer zum Oberbrandmeister ernannt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim – Freiwillige Feuerwehren / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Verleih-E-Scooter in Rosenheim?

Verleih-E-Scooter in Rosenheim?

Rosenheim – An den Verleih-E-Scootern scheiden sich die Geister. Die einen finden sie super praktisch, die anderen ärgern sich darüber, dass sie überall im Weg stehen oder einfach mal so als Müll in Flüssen und Grünflächen landen. Wie schaut es damit in Rosenheim aus? Das wollte ein junger Kastenauer bei der gestrigen Bürgerversammlung im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März wissen. 

Die Stadt Rosenheim ist zwar nach Auskunft von Andreas März im Gespräch mit „Kufstein mobil„, um zu klären, ob Leihfahrgeräte wie beispielsweise Leih-Fahrräder oder eben auch Leih-E-Scooter in Betracht kommen.
Generell müsse ein derartiges Angebot aber von einem privaten Anbieter kommen. „Wenn sich jemand dazu findet, darf er das gerne probieren“, so Rosenheims Stadtoberhaupt. Dass ein derartiges Angebot dann auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann, hält der Oberbürgermeister aber nicht für sehr wahrscheinlich. Sei man erst einmal in der Innenstadt, lege man die meisten Wege sowieso zu Fuß zurück. Viel wichtiger sei es, dass man von den Stadtteilen gut in die Innenstadt komme und dafür seien E-Scooter und ähnliches weniger gut geeignet. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ludwigsplatz, Rosenheim, um ca. 1900

Ludwigsplatz, Rosenheim, um ca. 1900

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1900. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Ludwigsplatz in Rosenheim mit idyllischer Bergkulisse. 

Leider lässt sich die genaue Jahreszahl bei diesem Foto nicht mehr in Erfahrung bringen. Auf alle Fälle auch wieder ein sehr interessantes Motiv. An der Gebäudesituation hat sich bis heue gar nicht so viel verändert. Aber interessant ist der Blick auf die gepflasterten Wege durch den Platz und die Marktstände weiter hinten, dort wo heute der Verkehrskreisel ist. Den brauchte man damals aber auch noch nicht.
Die Bergkulisse im Hintergrund erscheint nicht real, wurde also wohl nachträglich eingefügt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv: Herbert Borrmann)

Neuigkeiten zum „Seehotel Hubertus“

Neuigkeiten zum „Seehotel Hubertus“

Rosenheim – Viele Jahre war das Seehotel Hubertus am Happinger See Rosenheim ein beliebtes Ausflugslokal mit Fremdenzimmer. Doch das ist lange her. Über die zukünftige Nutzung gab es immer wieder einmal Spekulationen. Jetzt tut sich was, wie Oberbürgermeister Andreas März bei der gestrigen Bürgerversammlung mitteilte.

Der Happinger See mit seinem klaren Wasser, den kleinen Buchten und dem Bergpanorama zählt sicher zu den schönsten Plätzen in Rosenheim. Das „Seehotel Hubertus“ war darum auch viele Jahre eine beliebte Adresse für Gäste aus nah und fern. Doch dann kam das Gebäude in die Jahre, die Besucher blieben zunehmend aus und schließlich stand es dann lange leer.
Seit 2012 leben Asylbewerber im ehemaligen Seehotel. Auf Anfrage von Innpuls.me im August dieses Jahres bei der Pressestelle der Stadt Rosenheim wurde mitgeteilt, dass dies auch wohl noch länger so bleiben wird: „Die Stadt braucht diese Möglichkeit zur Unterbringung von Flüchtlingen“ (wir berichteten). Auch aus der Ukraine kämen nach wie vor Menschen, für die man dringend Unterkünfte benötige und der Wohnungsmarkt in der Stadt sei weiter angespannt.

Stadt Rosenheim ist
im Gespräch mit privatem Investor.

Doch nun scheint sich doch eine andere Nutzungsmöglichkeit zu ergeben. Nach Aussage von Oberbürgermeister Andreas März ist die Stadt derzeit im Gespräch mit einem privaten Investor. Dieser will das Seehotel sanieren und zum Seegasthof mit kleinem Anbau und etwas 10 bis 12 Gästezimmern im Obergeschoss machen.
Der Happinger See samt Liegefläche, der zum Großteil im Besitz der Stadt Rosenheim ist, soll aber nach den Worten von März weiterhin der Öffentlichkeit zum Baden und Sonnen zur Verfügung stehen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Meine Meinung zum: „Blackout-Flyer“

Meine Meinung zum: „Blackout-Flyer“

Seuche, Kriege, Inflation, Energiekrise, Lieferengpässe, Terroranschläge, Wohnungsnot, Unwetteralarm und Umweltzerstörung – um unsere Welt steht es so schlecht wie nie zuvor und in Zukunft wird alles noch schlimmer!!! Dieses Denken drängt sich leicht auf, wenn man sich aktuell durch die Medien scrollt und blättert und der Politik lauscht   – und dann flattert auch noch ein offizielles Schreiben der Stadt ins Haus, das Tipps gibt, wie man sich auf einen Blackout vorbereiten soll und auf was es in Ernstfall ankommt: „Planen Sie wie für einen 14-tägigen Campingurlaub  in den eigenen vier Wänden“.
Da hilft es dann auch nichts, wenn es im Begleitschreiben heißt, man wolle damit „keinesfalls Panik erzeugen“. Genau das Gegenteil ist der Fall. Viele Rosenheimer reagieren erbost, andere wiederum verunsichert. Einige gingen sogar mittels der Notfall-Liste auf dem Flyer zum Einkaufen ums sich mit Hülsenfrüchten, Nudeln, Kerzen, Kurbelradio, Campingkocher und Schlafsäcken einzudecken.
Angst ist ein effektives Mittel, um Menschen zu etwas zu bewegen. Dazu zeichnen viele wissenschaftliche Studien ein klares Bild. Als besonders effizient gilt, wenn dann die Gefahr noch in allen Details geschildert wird und dabei auch noch betont wird, welche Gegenmaßnahmen man ergreifen kann.
In diesem Fall wurden die Menschen dazu bewegt, sich mit dem Thema „Blackout“ auseinanderzusetzen – auch wenn ein längerer Blackout  – nach ausführlicher Erläuterung des Rosenheimer Oberbürgermeisters bei der gestrigen Bürgerversammlung – bei uns in der Stadt höchst unwahrscheinlich ist.
Aber ganz ausschließen könne man es halt nie. Das stimmt natürlich. Also lieber zu früh als zu spät warnen, lieber einmal mehr als einmal zu wenig?
Das ist die Frage bei vielen Themen, die uns aktuell beschäftigen. Beispiel: Unwetter. Wann warnt man die Bevölkerung? Diese Frage stellt sich auch bei uns auf Innpuls.me immer wieder einmal. Wenn man warnt und nichts passiert, steht man ganz schön blöd da. Wenn man aber nicht warnt und dann tatsächlich etwas passiert, kann es verheerende Folgen haben, siehe das katastrophale Hochwasser im Ahrtal.
Also, was tun? Die Frage ist sicher nicht einfach zu klären. Aber eines ist auch klar – das ständige Leben im Krisenmodus nervt, stumpft ab und ermüdet auch. Mir kommt da die Fabel vom „Hirtenjungen und den Wolf“ in den Sinn. Ein Hirtenjunge brüllt beim Hüten der Schafe laut „Wolf“! Die ersten Male laufen die Dorfbewohner zu Hilfe. Aber irgendwann nehmen sie die Rufe nicht mehr ernst. Als dann die Wölfe wirklich kommen, gibt es für den jungen Hirten keine Hilfe mehr.

Leben im
ständigen Krisenmodus

Ständiger Krisenmodus führt eben nicht dazu, dass man besonders aktiv ist, sondern ganz im Gegenteil. Gefühle wie Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit lähmen. Auch das ist wissenschaftlich längst erwiesen. Gute Entscheidungen resultieren daraus kaum.
In diesem Sinne:  Die Herausgabe des Blackout-Flyers für die Rosenheimer war sicher gut gemeint, aber gerade in der aktuellen Situation nicht zielführend. Ob sich im Ernstfall dann wirklich viele Rosenheimer daran erinnern und ihn sofort zur Hand haben, um darauf mit der Taschenlampe im Dunkeln die Telefonnummern der wichtigen Anlaufstellen erkennen und wählen zu können, wie Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März bei der Bürgerversammlung meinte, wage ich zu bezweifeln.
Wichtiger erscheint mir in der aktuellen Situation das,  was März dann auch noch mehrmals betont hat: es braucht wieder mehr Gelassenheit.
(Quelle: Kommentar: Karin Wunsam)