Ruf nach Wirtschaftswende wird auch in Region Rosenheim lauter

Ruf nach Wirtschaftswende wird auch in Region Rosenheim lauter

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim  – Der Ruf nach einer Wirtschaftswende wird auch in der Region Rosenheim lauter – so das Fazit eines Besuchs von Rosenheims Bundestagsabgeordneter Daniela Ludwig bei der ROFA AG in Kolbermoor (Landkreis Rosenheim).

Die ROFA AG in Kolbermoor: ein erfolgreicher Global Player und weltweiter Marktführer in der Automatisierungs- und Fördertechnik mit mehr als 1200 Beschäftigten in sieben Nationen. Trotz des großen Erfolges macht man sich auch hier große Sorgen um die Wirtschaft in Deutschland. „Wir werden totreguliert von der Bürokratie“, sagte der Vorstandsvorsitzende der ROFA AG Andreas Bauer der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig bei einem Gespräch in der Firmenzentrale und weiter: „Das ist nur ein Aspekt. Wir haben viele Wünsche an die Politik, und wir müssen damit rechnen, dass sich unsere Lage ab 2025 verschlechtert.“

Immer mehr heimische Betriebe bekommen Probleme

Diese Sorgen hört die heimische Wahlkreisabgeordnete nicht zum ersten Mal. Bei ihrer Tour durch die heimischen Betriebe wird der Wunsch nach einer echten Wirtschaftswende immer lauter. „Es bedrückt mich sehr, dass auch die weltweit agierenden Firmen in unserer Region, die mutig investiert und sich so großartig entwickelt haben, immer mehr Probleme bekommen.“

„Verbrenner-Aus muss zurückgenommen werden“

Die ROFA AG muss sich global dem internationalen Wettbewerb stellen. Bis zu 80 Prozent Umsatz macht das Unternehmen in der Automobilindustrie. So liefert es etwa für BMW die Fördertechnik, auch für das Werk in China. „Gerade hier macht die Bundesregierung viele Fehler“, so Bauer. „Die Autoindustrie steckt in der größten Transformationsphase ihrer Geschichte. Neue Entwicklungen benötigen enormes Kapital, welches noch nicht mit Elektrofahrzeugen verdient wird. Das Verbrenner-Aus ist der erste große Fehler, es muss zurückgenommen werden.“ Das zweite Manko in Deutschland ist das Thema Subventionen. „Die Art der Subventionierung muss geändert werden, China und die USA machen das viel besser“, betonte Vorstandsmitglied Rainer Lange. „Beispiel E-Autos: die chinesische Regierung subventioniert hier nicht die Autobauer, sondern streicht bei den E-Autos einfach die Mehrwertsteuer. Das steigert die Nachfrage, hilft somit den Firmen, und schafft null Bürokratie.“ In Deutschland entstehe durch die Subventionspolitik aber hoher bürokratischer Aufwand. „In den USA bekommen Firmen statt Subventionen Steuererleichterungen auf entstehende Gewinne – auch das ist der bessere, unbürokratischere Weg. Hierdurch wird auch sichergestellt, dass die Gewinne in dem jeweiligen Produktionsland versteuert werden.“

Das Thema China beschäftigt die deutsche Wirtschaft zunehmend. „Die Automobilwirtschaft spricht sich gegen Strafzölle aus. Trotzdem führt die Bundesregierung sie ein“, kritisiert Andreas Bauer. „Die Folge: China baut ein Werk in Ungarn und umgeht die Strafzölle. Und wir bestrafen unsere eigenen Autohersteller, die in China produzieren.“
Für Daniela Ludwig sind diese Kritikpunkte wichtige Themen. „Strafzölle helfen überhaupt nicht weiter, sie werden meist umgangen. Das zeigt das Beispiel China. Unverständlich, dass die Bundesregierung nicht auf die Wirtschaft hört. Und Subventionen müssen auf den Prüfstand. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass Investitionen erleichtert werden. Stattdessen werden Unternehmen mit Bürokratie überhäuft.“

„Lieferkettengesetz funktioniert nicht“

Das passiert auch durch das Lieferkettengesetz, kritisierte Andreas Bauer. „Das Gesetz funktioniert nicht. Wir haben nur bedingten Zugriff auf Lieferanten ab der dritten Lieferkette. Und wir haben einen so hohen Aufwand mit Dokumentationen, dass wir an jedem Standort zusätzlich eine eigene Arbeitskraft einstellen müssen. Für die Produktivität hat dies jedoch keinerlei positiven Einfluss, ist somit nur ein unnötiger Kostenfaktor.“
Die ROFA AG gab Daniela Ludwig noch drei Wünsche mit auf den Weg: Wir brauchen eine bessere Infrastruktur“, so Andreas Bauer. „Bei unserer neuen Niederlassung im Schwarzwald gibt es nicht einmal einen Glasfaseranschluss. Und wir benötigen dringend mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. Wenn wir bei einem Autohersteller neue Fördertechnik einbauen, muss das schnell gehen. Da kann ich meine Beschäftigten nicht nach acht Stunden heimschicken. Zu guter Letzt müssen auch die Steuern runter.“

Ein Thema, das die Unionsfraktion längst in seinem Forderungskatalog nach einer echten Wirtschaftswende aufgenommen hat, bekräftigte Daniela Ludwig. „Festgelegte Tagesarbeitszeiten sind ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Wir müssen den Unternehmen, aber auch den Beschäftigten, hier mehr Freiheit und Flexibilität geben. Steuererleichterungen sind dringend nötig, um Betrieben Spielraum für Investitionen zu geben.“
Das Fazit von Andreas Bauer: „Die Stimmung in der Wirtschaft wird immer schlechter. Auch unsere Kosten steigen ständig – Stichwort Energiekosten. Fachkräfte sind nicht zu haben. Viele Unternehmer sagen uns: Das macht keinen Spaß mehr, wir überlegen, ob wir in Deutschland bleiben.“ Der Verbleib in Kolbermoor ist für die ROFA AG jedoch sicher. „Wir hängen an diesem Standort, wir bekennen uns zur Region.“
(Quelle. Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, zeigt von links: Vorstandsmitglied Rainer Lange, MdB Daniela Ludwig, Vorstandsvorsitzender Andreas Bauer)

Champagnerdieb in Waidhaus festgenommen

Champagnerdieb in Waidhaus festgenommen

Waidhaus / München – Die Bundespolizeidirektion München hat in Waidhaus einen gesuchten Champagnerdieb festgenommen. der Osteuropäer hat im Februar zusammen mit einem hochwertigen Champagner und Whisky aus einem Supermarkt in München gestohlen. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut: 
Bereits im Dezember 2015 hat das Amtsgericht München den 48-jährigen Rumänen wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Februar 2014 zusammen mit einem Komplizen mehrere Flaschen hochwertigen Champagner und Whisky aus einem Supermarkt in München gestohlen hatte. Das Gericht legt ihm deswegen eine Geldstrafe in Höhe von 1.400 Euro inklusive Kosten auf, die er bis heute nicht bezahlt hatte.
‚Die Staatsanwaltschaft München hatte den Mann deswegen mittels Haftbefehle gesucht. Beamte der KEV Waidhaus (Kontrolleinheit Verkehrswege Zoll) kontrollierten den Rumänen an der A6 kurz vor der Ausreise nach Tschechien und übergaben den Champagnerdieb der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Er bezahlte seine offenen Justizschulden bei der Bundespolizei und konnte somit der im Haftbefehl angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe entgehen und weiterreisen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)

ASP zu Besuch bei Rheinmetall in Schneizlreuth

ASP zu Besuch bei Rheinmetall in Schneizlreuth

Rosenheim / Schneizlreuth – Auf Einladung des ASP (Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik) Kreisverband Rosenheim hatten sowohl Mitglieder des ASP als auch anderer Arbeitskreise Gelegenheit, den kleinen Standort der Firma Rheinmetall AG in Schneizlreuth (Berchtesgadener Land) – die dortige Tochterfirma Rheinmetall Waffe und Munition GmbH zu besuchen. An diesem Standort der ehemaligen Firma Buck befindet sich heute der Produktbereich „Softkill Protection“, bei dem hochmoderne Systeme zum Schutz von Land,- Luft- und Seefahrzeugen entwickelt und produziert werden.

Im Rahmen seiner Präsentation stellte der COO Berk zunächst die Bedeutung des Standorts zu Beginn des „Kalten Kriegs“ vor, von dem zunächst der von den Amerikanern betriebene Sender „Radio Free Europe“ gesendet hatte und später Flugblätter mit Hilfe von Ballons hinter den „Eisernen Vorhang“ transportiert und abgeworfen wurden. Ende der 90er Jahre wurde der Standorts von der Rheinmetall AG übernommen.
Der Produktbereich „Softkill Protection“ ist spezialisiert auf „Softkill“ Schutzsysteme, die im Gegensatz zu „Hardkill“ Systemen feindliche Bedrohungen insbesondere durch Flugkörper nicht zerstören sondern die eigenen Systeme wie Fahrzeige, Flugzeuge und Hubschrauber sowie Schiffe durch Täusch- und Tarnmaßnahmen schützen.

„Nebelarten“ für Flugzeuge

lFür leichte, mittlere und schwere Landsysteme – vom Radfahrzeug bis zum Kampfpanzer- wurde „ROSY“ ( RapidObscuringSystem“) entwickelt, das durch Ausbringung von verschiedenen „Nebelarten“ die Fahrzeuge für Angreifer „unsichtbar“ macht, so dass eine Bekämpfung des Fahrzeugs verhindert wird.
Für den Marinebereich produziert man das ähnliche System MASS, mit dem die Bestzungen mittlerer bis großer Schiff, z.B. Fregatten durch Ausbringen von je nach anfliegenden Bedrohungen unterschiedlichen Schutzmaßnahmen wirkungsvoll geschützt werden können.
Technologisch besonders anspruchsvoll sind die für Flugzeuge und Hubschrauber entwickelten und produzierten „Softkill“ Schutzsysteme. Neben der Anwendung für den Schutz von Kampfflugzeugen und – hubschraubern werden diese Systeme auch in großem Umfang für zivilen Fluggeräte, beispielsweise in Flugzeugen von Regierungen verwendet, z.B. bei Auslandsbesuchen in Krisenländern wie seinerzeit Afghanistan.
Die vielen Fragen insbesondere der zahlreichen jungen Gäste zeigten das große Interesse an der weitgehend unbekannten „Softkill“ -Schutztechnologie des Produktbereichs. Eine Besichtigung der Hardware mit „Anfassen“ und ein Foto rundeten den Besuch bei Rheinmetall ab.
(Quelle: Pressemitteilung ASP Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: ASP  Kreisverband Rosenheim)

Vorfreude auf Echelon-Festival in Bad Aibling steigt

Vorfreude auf Echelon-Festival in Bad Aibling steigt

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Mit über 100 nationalen und internationalen Künstlern ist das Echelon-Festival das größte Elektrofestival in Süddeutschland. Start 2024 ist am kommenden Freitag, 16. August. Erwartet werden in Bad Aibling /Landkreis Rosenheim) an den drei Festivaltagen wieder über 40.000 Besucher.

Während des kalten Kriegs wurde das Gelände als Abhörbasis des US-Geheimdienstes genutzt. Seit 2009 startet nun auf diesem geschichtsträchtigen Ort das Echelon Festival. Die Besucher kommen aus ganz Deutschland. Viele campen direkt neben den Echelon Radomen.
Als Top-Acts werden 2024 Deborah De Luca, Neelix und Timmy Trumpet erwartet. Bis einschließlich 18. August wird getanzt und gefeiert. Tickets und alle wichtigen Informationen gibt es hier:

(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zwei betrunkene Kradfahrer in Rosenheim gestoppt

Zwei betrunkene Kradfahrer in Rosenheim gestoppt

Rosenheim – Bei einer Verkehrskontrolle in der Aventinstraße in Rosenheim stoppte die Polizei am heutigen sehr frühen Dienstagmorgen (13.8.2024) einen betrunkenen Kleinkraftradfahrer. Noch während der Kontrolle fuhr ein zweiter betrunkener Kleinkraftradfahrer vorbei.

Bei dem ersten Fahrer, einem 36-jährigen, ergab ein Alkoholtest einen Wert von über 1,10 Promille. Auch der zweite Fahrer, ein 53-jähriger Rosenheimer mit seinem Mofa, wurde einem Alkoholtest unterzogen. Ergebnis: ebenfalls 1,10 Promille.
Beide Fahrer wurden zur Rosenheimer Inspektion verbracht und eine Blutentnahme durchgeführt. Gegen die beiden betrunkenen Krad-Fahrer wurde jeweils ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Gewitter liefert beeindruckende Himmelsshow

Gewitter liefert beeindruckende Himmelsshow

Rosenheim / Landkreis – Es sind die Nächte der Perseiden (wir berichteten) – doch mit dem Sternschnuppengucken war es in Rosenheim in der Nacht auf den heutigen Dienstag (13.8.2024) aufgrund bewölkten Himmels nicht so leicht. Dafür lieferte eine Gewitterzelle für eine beeindruckende Himmelsshow.

Leuchtend oranger Sonnenuntergang mit Wolken in Rosenheim am 12.8. 2024. Foto: Innpuls.me

Mit dem farbenprächtigen Sonnenuntergang kündigte sich die Gewitterzelle schon an. Fotos: Josefa Staudhammer

Nach einem hochsommerlichen Tag kamen am gestrigen Montagabend (12.8.2024) Gewitter. Die gute Nachricht für Rosenheim: Schäden gab es nicht. Dementsprechend entspannt konnte man die Blitzshow am Himmel beobachten, die sich über lange Zeit hinzog und im Sekundentag den Himmel taghell machte.

Gewitterzelle im Anmarsch. Foto: Josefa Staudhammer

Sieht nicht ungefährlich aus – aber zum Glück blieb es bis auf bisschen Regen in Rosenheim ruhig. 

Davor lieferte auch schon der Sonnenuntergang wunderschöne Bilder – nicht zuletzt auch durch die Gewitterzelle, die zu diesem Zeitpunkt schon auf den Weg nach Rosenheim. Andernorts im Landkreis Rosenheim konnte man dann mit etwas Glück sogar wieder Polarlichter sehen. 

Wolkenberge über Rosenheim. Foto: Innpuls.me

Buchstäblich ein Wolkenmeer über Rosenheim.

Der heutige Dienstag soll mit Temperaturen weit über 30 Grad noch einmal sehr ho hochsommerlich werden. Vom Deutschen Wetterdienst gibt es erneut eine Warnung vor Hitze. Zum Abend hin kann es dann wieder zu Gewittern kommen, die stellenweise auch stark ausfallen können. Mal schauen, ob es dann auch wieder zu so tollen Bildern kommt. 😊🌩️📸
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 13. August.

Namenstag haben: Cassian, Concordia, Gertrud, Hippolyt, Johannes, Marco, Pontian, Radegunde, Wigbert

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  Moritz Bleibtreu (1971 – ist ein deutscher Schauspieler, der mit Filmen wie „Stadtgespräch“ und „Das Experiment“  zu den populärsten Gesichtern des deutschen Kinos zählt. )

– Phil Taylor (1960 – ist ein britischer Dartspieler, der in seiner Sportkarriere unter anderem 16 Weltmeisterschaften gewinnen konnte und mit diesem Rekord als bester Dartspieler der Sportgeschichte gilt.)

– Heike Makatsch (1971 – ist eine deutsche Schauspielerin Sängerin und ehemalige TV-Moderatorin.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1894: Die Straßenbahn Gmunden wird eröffnet. Sie bedient die kürzeste und – vier Jahre lang – auch die steilste Strecke in Österreich.
  • 1898: Das deutsche Kaiserliche Patentamt gewährt Ferdinand von Zeppelin das Patent Nummer 98590 für einen Lenkbaren Luftfahrzug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern. Der Entwurf für sein Starrluftschiff wird hierdurch rückwirkend zum 31. August 1895 geschützt.
  • 1942: Walt Disneys Trickfilm Bambi hat US-Premiere in der Radio City Music Hall in New York.
  • (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Schleuser: Mutter und fünf Kinder ungesichert auf Rücksitzbank

Schleuser: Mutter und fünf Kinder ungesichert auf Rücksitzbank

Murnau / Garmisch-Partenkirchen – Die Bundespolizei hat am Sonntag (11.8.2024) einen Schleuser ins Gefängnis gebracht, der zuvor bei Murnau auf der A95 festgenommen worden war. Er wird beschuldigt, eine Familie mit fünf Kindern illegal unter lebensgefährdenden Umständen nach Deutschland gebracht zu haben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Das in Belgien zugelassene Fahrzeug des mutmaßlichen Schleusers stoppten Beamte der Murnauer Grenzpolizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der A95 am Parkplatz Ostermoos. Der Fahrer wies sich mit seiner belgischen Identitätskarte aus und behauptete, die Familie bei einem Halt in Garmisch-Partenkirchen getroffen und mitgenommen zu haben. Die sieben syrischen Staatsangehörigen verfügten über keine Papiere. Zur Zeit der Kontrolle saßen die Mutter und die fünf Kinder ohne ausreichende Sicherung auf der Rücksitzbank, die eigentlich nur für drei Personen zugelassen ist.

Die offenkundig Geschleusten und der Fahrer wurden zum Bundespolizeirevier in Garmisch-Partenkirchen gebracht. Nach eigener Aussage bezahlte der Familienvater für die etappenweise Beförderung von der Türkei über Slowenien nach Deutschland eine Summe im fünfstelligen Bereich. Nach Abschluss der Sachbearbeitung wurde die syrische Familie an eine Erstaufnahmeeinrichtung in München weitergeleitet. Den Fahrzeugführer brachten Beamte der Bundespolizei nach der richterlichen Vorführung in die Justizvollzugsanstalt in Stadelheim.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schockanrufe: Happinger übergibt Altersvorsorge

Schockanrufe: Happinger übergibt Altersvorsorge

Happing / Stadt Rosenheim – Die Polizei meldet wieder vermehrt betrügerische Schockanrufe in Rosenheim: ein 79-jähriger Happinger übergab falschen Polizisten seine Altersvorsorge im mittleren fünfstelligen Wert . Die Kripo sucht Zeugen:

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Erneut kam es am vergangenen Freitag, 9. August, bei Rosenheim zu mehreren betrügerischen Anrufen von sogenannten falschen Polizeibeamten. Ein 79-Jähriger aus dem Ortsteil Happing wurde dabei von den Betrügern um eine hohe Summe im mittleren fünfstelligen Bereich, seine gesamte Altersvorsorge, gebracht.
Eine unbekannte Anruferin, welche sich als Tochter des 79-Jährigen ausgab, hatte den Mann am Telefon in ein Gespräch verwickelt und erzählte ihm in Tränen aufgelöst, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nun eine Kaution für ihre Freilassung gezahlt werden müsse. Dabei fingierte sie ihre Festnahme durch Polizei und Staatsanwaltschaft.

Goldbarren an die Betrüger übergeben

Im Laufe des Nachmittags übergab das 79-jährige Opfer an dessen Wohnanschrift in Rosenheim schließlich Goldbarren in Höhe eines mittleren fünfstelligen Euro-Betrags an die Betrüger. Eine Abholerin konnte die Wertgegenstände an sich nehmen und unerkannt verschwinden.
Die für organisierte Betrugsdelikte zuständige Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

Zur Klärung des Sachverhalts bittet die zuständige Kriminalpolizei die Bevölkerung um Hinweise in dem Fall unter der Telefonnummer 08031 / 200-0 oder jede andere Polizeidienststelle:

Beschreibung der Abholerin: ca. 25 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlanke Statur, dunkle Haare, keine Brille, sprachlich kein auffälliger Akzent.

  • Wer hat die oben beschriebene Person am 9. August 2024, gegen 15.00 Uhr im Nahbereich der Isarstraße in Rosenheim gesehen?
  • Wer kann Hinweise zur Identität dieser Person geben?
  • Wer hat zur relevanten Zeit verdächtige Fahrzeuge im Bereich Rosenheim, Ortsteil Happing gesehen?
  • Wer hat sonst sachdienliche Informationen, die zur Tataufklärung dienen können?
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Mariä Himmelfahrt im Chiemgau

Mariä Himmelfahrt im Chiemgau

Chiemgau – Mitten in den bayerischen Schulferien besteht über den Feiertag Mariä Himmelfahrt für Bergsportler die Möglichkeit für einen Kurzurlaub in den Bergen. Eine kurze Anreise ist da von Vorteil, der Alpenverein München und Oberland empfiehlt den Chiemgau für vier abwechslungsreiche Bergtage.

Ein Tag Urlaub, vier Tage in den Bergen. Das verspricht heuer der Feiertag Mariä Himmelfahrt, der am Donnerstag, den 15. August, begangen wird. Wer diese Zeit für einen kurzen Aktivurlaub in den heimischen Bergen nutzen will, kann sich an folgenden Tipps des Alpenvereins München und Oberland orientieren.

Kurz und knackig

Vier Touren hat der Alpenverein für einen Bergsporturlaub im Chiemgau zusammengestellt. Von der klassischen Bergwanderung über einen Klettersteig und eine familienfreundliche Gipfeltour ist alles dabei, um nicht weit von München entfernt einen schönen Bergurlaub zu erleben.
Hier die konkreten Empfehlungen des Alpenvereins München und Oberland, alle Touren sind auch öffentlich gut erreichbar:

  • Donnerstag, 15. August – Bergwandern und Baden:
    Kurz hinter Ruhpolding liegt der Gasthof Seehaus. Hier startet die Tour auf die Hörndlwand, einem Klassiker in den Chiemgauer Bergen. Nach der Wanderung bietet sich ein Bad im Dreiseengebiet „Weitsee, Mittersee und Lödensee“ an, der nur wenige Kilometer entfernt liegt und der Gegend einen kanadischen Flair verpasst.
  •  Freitag, 16. August – Klettersteig und Therme:
    Heute wird es sportlich. Der Pidinger Klettersteig ist mit rund 700 hm Bayerns schwierigster Klettersteig und führt durch die lange Nordwand des Hochstaufen. Bis zum Schwierigkeitsgrad D bietet dieser Steig atemberaubende Tiefblicke in das Salzburger Becken. Nach dieser Anstrengung bietet die Rupertustherme in Bad Reichenhall vielfältige Möglichkeiten zur Entspannung.
  •  Samstag, 17. August – Blumengipfel & Wildbachklamm:
    Am Samstag wird früh gestartet, steht doch ein intensives Programm an. Von Ettenhausen südlich von Schleching, geht es auf den vielleicht schönsten Berg des Chiemgaus, den Berggipfel des Geigelsteins. Wie kein anderer Berg in der Gegend begeistert der Geigelstein mit seiner Vielfalt an Blumen. Nach der Tour kann man an der nur wenig entfernten Entenlochklamm ein wildromantisches Stück Chiemgau bewundern. Die Klamm ist vom Parkplatz am Gasthof Klobenstein schnell erreich und erkundbar.
  •  Sonntag, 18. August – kurze Seilbahn-Tour & Hütteneinkehr:
    Am letzten Tag des langen Wochenendes bietet sich eine Tour auf das Dürrnbachhorn an, die mit Hilfe eines Sesselliftes angenehm verkürzt werden kann. Von der Winklmoosalm aus dauert die Wanderung nur rund drei Stunden. Es bleibt dann noch Zeit genug für ein Mittagessen auf der Traunsteiner Hütte, bevor es wieder nach Hause geht.

Der Alpenverein München und Oberland hat auf seiner Internetseite weitere Tipps für naturverträgliche Touren im Sommer bereitgestellt, die zur Vorbereitung auf dieses lange Chiemgau-Wochenende genutzt werden können.
(Quelle: Pressemitteilung Alpenverein München und Oberland / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Autofahrer behindert Feuerwehrfahrzeug absichtlich

Autofahrer behindert Feuerwehrfahrzeug absichtlich

Weyarn /  Landkreis Miesbach – Unschöner Vorfall in Weyarn (Landkreis Miesbach): Bei einem Festzug behinderte ein Autofahrer ein Feuerwehrfahrzeug absichtlich. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den 59-jährigen Mann aus Bayrischzell aufgenommen.

Zu dem Vorfall kam es am gestrigen Sonntag (11.8.2024) gegen 11.55 Uhr auf der Miesbachere Straße auf Höhe der Einmündung der Bürgermeister-Panzer-Straße in Weyarn.
Die Feuerwehr übernahm bei dem Festzug die Absicherung. Dabei überholte ein Feuerwehrmann mit seinem Einsatzfahrzeug und eingeschalteten Blaulicht die hinter dem Festzug wartenden Fahrzeuge.
Bei der Einmündung scherte ein Pkw-Fahrer mit seinem Opel auf die Fahrspur des Einsatzfahrzeuges aus und brachte sein  Auto zum Stehen, wodurch auch die Feuerwehr zwangsläufig anhalten musste.
Trotz mehrfacher Aufforderung weigerte sich der Pkw-Fahrer, Nach den Angaben der Polizei, dem Einsatzfahrzeug freie Bahn zu schaffen und diskutierte stattdessen lieber mit den Feuerwehrleuten.
Erst nachdem sich Zuschauer des Festzuges in die Diskussion einschalteten und den Feuerwehrlern zur Hilfe kamen, verschaffte der Pkw-Fahrer dem Feuerwehrauto freie Bahn.
Gegen den 59-jährigen aus Bayrischzell ermittelt die Polizei nun wegen Nötigung im Straßenverkehr. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Holzkirchen unter Telefon 08024 / 9074-0 zu melden.

Die Polizei weißt darauf hin, dass man Einsatzfahrzeugen mit Sonder- und Wegrechten stets freie Bahn verschaffen muss. Eine vorsätzliche Behinderung kann eine empfindliche Strafe nach sich ziehen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“

„Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“

Herrenchiemsee / Landkreis Rosenheim – Rund um den Chiemsee ist das sagenumwobene Leben König Ludwigs II. allseits präsent.  Am 1. August war es Besuchern aus nah und fern nun zum zehnten Mal möglich, einzigartig auf den Spuren des bayerischen Königs zu wandeln.

Der renommierte Ludwig-II.-Biograf Marcus Spangenberg führte wieder durch den Abend und begeisterte die Teilnehmenden mit außergewöhnlichem Detailwissen rund um den König und sein Schloss Herrenchiemsee.
Was die rund 50 Gäste aus ganz Deutschland nach einem Sektempfang am „Alten Schloss“ erwartete, war eine knapp zweistündige Schlossführung der ganz besonderen Art durch den Regensburger Historiker. Nachdem die letzten Touristen den Königsbau verlassen hatten, erkundete ihn die Gruppe auf eine Weise, wie es ausschließlich im Rahmen der stets ausverkauften Büchereiveranstaltung möglich ist. Die Teilnehmenden erfuhren dabei unter anderem, dass Schloss Herrenchiemsee keineswegs eine Kopie von Schloss Versailles ist, sondern es vielmehr eine vom König neu gedachte Version von Schloss Versailles zu Ehren Ludwigs XIV. von Frankreich darstellt, und damit eines der bedeutendsten Bauwerke des 19. Jahrhunderts ist. Marcus Spangenberg erzählte, warum der „Kini“ nichts Bayerisches in seinem Schloss haben wollte und warum sich die Farben Blau und Rot im ganzen Bau wiederfinden. Ebenso verdeutlichte er, aus welchen relevanten Gründen der Spiegelsaal von Herrenchiemsee, „ein Raum, um Königtum zu atmen“, noch etwas größer als sein französisches Vorbild ist. Auch Anekdoten kamen nicht zu kurz, wie beispielsweise, dass der König seinerseits eine schwer lesbare Schrift hatte, einen sehr gewöhnungsbedürftigen Duft trug und bei seinen Mahlzeiten eine Vorliebe für Überraschungen hatte.

3-Gänge-Menü zum Abschluss

Nach der Schlossführung ging es für die Teilnehmenden auf die „MS Stefanie“ für den literarischen und kulinarischen Höhepunkt des Abends. Während eines 3-Gänge-Menüs und einer Fahrt über den Chiemsee konnten sie, mit Blick auf alle Inseln, einer Lesung durch Marcus Spangenberg lauschen, die nicht nur Wissenswertes, sondern auch das ein oder andere menschliche Laster des Königs aufdeckte.
Büchereileiterin Melanie Schieber freute sich sehr über die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Gäste im Laufe des Abends. „Die Veranstaltung ist und bleibt wirklich etwas ganz Besonderes, nicht nur für Fans von König Ludwig II. Und auch dieses Jahr hatten wir wieder einzelne Teilnehmer dabei, die schon mehrere Male bei der Veranstaltung dabei waren. Solche ‚Wiederholungstäter‘ sind für uns das größte Kompliment.“
Da König Ludwig II. Zeit seines Lebens den süßen Freuden nicht abgeneigt war, fand der königliche Abend natürlich auch dieses Mal wieder traditionell sein Ende mit den „Schneerahmtörtchen“, die sicherlich auch dem „Märchenkönig“ gemundet hätten. Gegen 23 Uhr brachte die „MS Stefanie“ die zufriedenen Gäste wieder sicher in den Heimathafen nach Prien zurück.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Der Historiker Marcus Spangenberg und die Teilnehmenden der Veranstaltung im Spiegelsaal von Schloss Herrenchiemsee. Copyright  Sacha Wiedenmann)