Zuerst nach vorne, dann rückwärts: Unfallserie an Rosenheimer Kreuzung

Zuerst nach vorne, dann rückwärts: Unfallserie an Rosenheimer Kreuzung

Rosenheim – Ein Fahrfehler an einer Ampelkreuzung hat am Dienstagabend in Rosenheim zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden geführt. Ein Auto prallte dabei zunächst nach vorne gegen einen wartenden Wagen, setzte anschließend plötzlich rückwärts zurück und krachte schließlich sogar noch gegen eine Straßenlaterne.

Nach Angaben der Polizei wartete ein 28-jähriger Autofahrer aus Großkarolinenfeld gegen 22.15 Uhr an der roten Ampel in der Schlößlstraße, um nach rechts in die Westerndorfer Straße abzubiegen. Hinter ihm standen ein 83-jähriger Autofahrer aus dem Raum Rosenheim sowie ein 49-jähriger Rosenheimer mit ihren Fahrzeugen.
Laut Polizei rutschte der 83-Jährige mit seinem Automatikfahrzeug von der Bremse ab. Der Wagen setzte sich nach vorne in Bewegung und prallte mit der Front in das Heck des vor ihm stehenden Autos des 28-Jährigen.

Damit war die Unfallserie jedoch noch nicht beendet: Nach dem ersten Zusammenstoß legte der Senior nach Polizeiangaben versehentlich den Rückwärtsgang statt des Parkmodus ein und gab erneut Gas. Das Fahrzeug setzte daraufhin ruckartig zurück und krachte mit dem Heck gegen die Front des hinter ihm wartenden Wagens eines 49-Jährigen.
Durch die Wucht des Aufpralls fuhr das Auto des 83-Jährigen anschließend noch über den Gehweg und prallte schließlich gegen eine Straßenlaterne. Erst dort kam das Fahrzeug zum Stillstand.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der entstandene Sachschaden an den drei beteiligten Fahrzeugen sowie der Straßenlaterne wird von der Polizei auf rund 40.000 Euro geschätzt.

Die Fahrzeuge des 83-Jährigen sowie des 28-Jährigen mussten abgeschleppt werden. Gegen den Unfallverursacher sprach die Polizei eine Verwarnung aus.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mutmaßliche Einbrecher in Wasserburg auf frischer Tag festgenommen

Mutmaßliche Einbrecher in Wasserburg auf frischer Tag festgenommen

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Nach mehreren Einbrüchen im Stadtgebiet von Wasserburg am Inn (wir berichteten) hat die Polizei nun einen Ermittlungserfolg erzielt. In der Nacht auf Mittwoch konnten drei Tatverdächtige auf frischer Tat festgenommen werden.

Nach Angaben der Polizei waren Einsatzkräfte der Zivilen Einsatzgruppe des Zentralen Einsatzdienstes Bad Aibling gemeinsam mit Beamten der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn im Einsatz. Dabei gelang es den Ermittlern, die Verdächtigen während eines erneuten Einbruchs in ein Gebäude zu stellen.
Besonders bemerkenswert: Laut Polizei handelt es sich um dasselbe Gebäude, das bereits in den beiden Nächten zuvor Ziel von Einbrüchen gewesen sein soll.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben nach Polizeiangaben deutliche Hinweise darauf, dass die drei Festgenommenen auch für die weiteren Einbrüche zwischen Sonntag und Dienstag verantwortlich sein sollen.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um drei polizeibekannte Deutsche im Alter zwischen 17 und 19 Jahren. Die weiteren Ermittlungen zur möglichen Einbruchsserie führt die Polizeiinspektion Wasserburg am Inn.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Heilig-Geist-Straße, Rosenheim, 1988 – Linientaxi als Vorläufer moderner ÖPNV-Ideen

Heilig-Geist-Straße, Rosenheim, 1988 – Linientaxi als Vorläufer moderner ÖPNV-Ideen

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1989. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Heilig-Geist-Straße in Rosenheim mit einem spannenden Detail, das auf den ersten Blick fast untergeht – bei genauerem Hinsehen aber viel über den öffentlichen Nahverkehr jener Zeit erzählt.

Im Vordergrund der Szene stehen mehrere wartende Taxis. Der Blick bleibt jedoch an einem Fahrzeug hängen, auf dessen Heckfenster ein Hinweis zu lesen ist: „Ab 1. Oktober 1989 Linientaxi in Rosenheim“.

Was heute ungewöhnlich klingt, war Ende der 1980er-Jahre ein Ansatz, den öffentlichen Nahverkehr flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten. Ein sogenanntes Linientaxi ist keine klassische Taxifahrt im Individualverkehr, sondern eine Mischform zwischen Taxi und Linienverkehr. Fahrzeuge fahren dabei auf festgelegten Strecken, oft nach Fahrplan oder bei Bedarf, und ersetzen oder ergänzen Buslinien in Zeiten oder Bereichen mit geringerer Nachfrage.

Damit reiht sich das Konzept in eine Phase ein, in der viele Städte und Regionen in Deutschland begannen, ihre Nahverkehrsangebote neu zu denken – mit dem Ziel, Versorgungslücken zu schließen und Kosten besser in den Griff zu bekommen.

Auch in Rosenheim deutet der Hinweis auf dem Taxi auf genau diesen Wandel hin. Schon damals wurde offenbar versucht, Lösungen für Herausforderungen im Stadtverkehr zu finden, die bis heute immer wieder für Diskussionen sorgen. Fragen rund um Taktung, Wirtschaftlichkeit und Erreichbarkeit beschäftigen Politik und Bürger in Rosenheim weiterhin regelmäßig.

Interessant dabei: Ganz verschwunden ist die Idee flexibler Taxi-Angebote im öffentlichen Nahverkehr bis heute nicht. Mit dem sogenannten AST – dem Anruf-Sammel-Taxi – existiert in Rosenheim weiterhin ein vergleichbares System als Ergänzung zum regulären Busverkehr.

Das historische Foto zeigt damit nicht nur eine Alltagsszene aus dem Rosenheim des Jahres 1989, sondern auch einen frühen Vorläufer moderner Mobilitätskonzepte, die bis heute aktuell geblieben sind.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Schlosstunnel in Ruhpolding wird für Wartungsarbeiten gesperrt

Schlosstunnel in Ruhpolding wird für Wartungsarbeiten gesperrt

Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Der Schlosstunnel bei Ruhpolding im Zuge der Staatsstraße 2098 wird am 18. und 19. Mai tagsüber, von 7:30 bis etwa 17 Uhr, für den Verkehr gesperrt. Grund sind turnusmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten zur Sicherung des Tunnelbetriebs.

Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Traunstein dienen die Arbeiten vor allem der gründlichen Reinigung des Tunnels und sind notwendig, um die Verkehrs- und Betriebssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
Während der Sperrzeiten ist eine Durchfahrt durch den Tunnel nicht möglich. Der Verkehr wird über eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke geleitet. Dafür kommt eine fest installierte manuelle Klappbeschilderung zum Einsatz.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wie viel Öffentlichkeit verträgt der Stadtrat? Neue Formate auf dem Prüfstand

Wie viel Öffentlichkeit verträgt der Stadtrat? Neue Formate auf dem Prüfstand

Rosenheim – Nach der feierlichen Vereidigung des neuen Oberbürgermeisters Abuzar Erdogan (SPD) und der Stadtratsmitglieder im Kultur- und Kongresszentrum war die Sitzung am Dienstagabend (12.5.2026) die erste reguläre Stadtratssitzung im Rathaussaal. Ein heiß diskutiertes Thema war die Frage nach mehr öffentlicher Sichtbarkeit der Kommunalpolitik.

Livestream aus dem Stadtrat sorgt für längste Debatte

Den Auftakt der inhaltlich besonders intensiven Diskussion bildete der Antrag von Stadtrat Marcus Moga (FDP). Er sprach sich dafür aus, öffentliche Stadtratssitzungen künftig per Livestream im Internet zu übertragen. Ziel sei es, mehr Transparenz, Bürgernähe und Barrierefreiheit zu schaffen. „Menschen können sich so aus erster Hand über die Geschehnisse aus dem Stadtrat informieren“, sagte Moga zu Beginn der Debatte.

Rechtlich wäre eine Liveübertragung nach Art. 52 Abs. 4 der Gemeindeordnung möglich, sofern eine Zweidrittelmehrheit im Stadtrat zustimmt.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass der Vorschlag auf breite Skepsis trifft. In andere Städten wie Passau oder Ingolstadt gibt es bereits einen Livestream der Stadtratssitzungen – in München sogar mit Gebärdensprachdolmetschung. Bei der Stadtratssitzung in Rosenheim stieß der Vorschlag aber noch auf große Skepsis.

Die Stadtverwaltung warnte in ihrer Sitzungsvorlage insbesondere vor möglichen Konflikten mit Datenschutz und Persönlichkeitsrechten. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass Kommunalpolitiker im Gegensatz zu Abgeordneten auf Landes- oder Bundesebene in der Regel weniger Erfahrung im Umgang mit medialer Öffentlichkeit hätten.

„Die Kommunalpolitiker einer Stadt unserer Größenordnung arbeiten demgegenüber ehrenamtlich und werden nicht entsprechend geschult“, heißt es in der Vorlage. Als mögliche Folge könne es bei einem Livestream einerseits zu mehr sogenannten „Fensterreden“ kommen, andererseits könnten sich Stadträte aus Unsicherheit über ihre öffentliche Wirkung zurückhalten. Beides gehe zulasten von Authentizität, Beratungsqualität und der Zusammenarbeit im Gremium.

Auch der organisatorische und finanzielle Aufwand wurde deutlich angesprochen. Für eine dauerhafte Umsetzung sei laut Verwaltung mit mindestens rund 60.000 Euro jährlich für die IT zu rechnen, hinzu komme weiterer organisatorischer Aufwand.

In der politischen Bewertung äußerte sich CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Bergmüller zurückhaltend. Transparenz sei zwar wichtig, „aber wir haben bereits ausreichend Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“, sagte er und verwies zudem darauf, dass Stadtratssitzungen ohnehin öffentlich zugänglich seien.

Andreas Kohlberger (AfD) erinnerte daran, dass ein ähnlicher Antrag bereits in der Vergangenheit von dem parteifreien Stadtrat Stefan Bauer gestellt .- und komplett abgelehnt worden sei.. „Ich bin gespannt, ob das diesmal auch der Fall ist“, sagte er mit Blick auf die erneute Beratung.

Auch Sonja Gintenreiter (Bündnis 90/Die Grünen) zeigte Verständnis für die grundsätzliche Zielrichtung des Antrags, sah jedoch noch Klärungs- und Vorbereitungsbedarf für eine mögliche Umsetzung. Kritischer äußerte sich Christine Degenhart (UP/Freie Wähler). Sie betonte, der Stadtrat brauche einen geschützten Rahmen für seine Beratungen. „Wir sind ein Laiengremium und wollen unsere Diskurse in einem geschützten Bereich führen und nicht Schnipsel davon, aus dem Kontext gerissen, in der ganzen Welt sehen“, sagte sie.

SPD-Fraktionssprecherin Elisabeth Jordan verwies ebenfalls auf die Notwendigkeit geschützter Räume, insbesondere bei Ausschusssitzungen, die aus ihrer Sicht nicht für eine öffentliche Übertragung geeignet seien.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betonte die Bedeutung von Transparenz, verwies jedoch ebenfalls auf offene rechtliche Fragen, insbesondere im Umgang mit Persönlichkeitsrechten und möglichen Einwänden einzelner Stadträte gegen eine Übertragung. Zudem kündigte er an, das Thema zunächst mit den Fraktionsvorsitzenden weiter zu beraten. Als möglichen schrittweisen Einstieg könne er sich zukünftig vorstellen, zunächst die Haushaltsberatungen im Stadtrat zu übertragen.

Frühere Bereitstellung von Sitzungsunterlagen scheitert

Ein weiterer Antrag der Fraktionen von Grünen, Linken und ÖDP zielte darauf ab, öffentliche Sitzungsunterlagen künftig mindestens sieben Tage vor der Sitzung im Ratsinformationssystem bereitzustellen. Ziel war ebenfalls mehr Transparenz und eine frühere öffentliche Auseinandersetzung mit den Themen. Der Stadtrat lehnte den Antrag jedoch ab.

Oberbürgermeister Erdogan verwies darauf, dass es in der Praxis häufig noch kurzfristige Änderungen an Vorlagen gebe. „Das ist in der Praxis häufig nicht anders möglich“, sagte er.

Mehr Übersicht für Sitzungen kommt

Mehrheitlich angenommen wurde dagegen ein Vorschlag des Oberbürgermeisters, der auf eine bessere Verständlichkeit der Tagesordnung abzielt. Künftig sollen Tagesordnungspunkte zusätzlich in kurzen inhaltlichen Zusammenfassungen dargestellt werden, die den Inhalt in wenigen Sätzen erläutern. Diese sollen Bürgern und Stadträten eine bessere Orientierung geben und bereits nach der Sommerpause eingeführt werden.

Bürgerfragen-Viertelstunde ohne Mehrheit

Auch die Einführung einer Bürgerfragen-Viertelstunde zu Beginn der Sitzungen fand keine Mehrheit im Stadtrat. Vorgesehen war, Bürgern für 15 Minuten die Möglichkeit zu geben, Fragen und Anregungen direkt im Sitzungssaal einzubringen. Oberbürgermeister Erdogan sah darin keinen zusätzlichen Mehrwert. Bürger könnten sich bereits jetzt auf verschiedenen Wegen an Verwaltung und Stadtrat wenden.

CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Bergmüller verwies ebenfalls auf bestehende Beteiligungsmöglichkeiten. Christine Degenhart (UP/Freie Wähler) brachte die Haltung vieler Kritiker auf den Punkt: „Wir sind die Repräsentanten der Bürger. Sie können sich jederzeit an uns wenden““ Die Fraktion Die Linke unterstützte den Antrag hingegen.

Ergebnis: Geschäftsordnung nur teilweise angepasst

Am Ende der Sitzung wurden die vorgeschlagenen neuen Beteiligungsformate nicht beschlossen. Lediglich die Idee einer besseren inhaltlichen Strukturierung der Sitzungsunterlagen durch kurze Zusammenfassungen fand eine Mehrheit und soll künftig umgesetzt werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

RoMed Rosenheim als Überregionale Stroke Unit zertifiziert

RoMed Rosenheim als Überregionale Stroke Unit zertifiziert

Rosenheim – Das RoMed Klinikum Rosenheim erfüllt höchste Standards in der Schlaganfallversorgung: Die Stroke Unit wurde erstmals als „Überregionale Stroke Unit“ nach den Kriterien der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert. Damit übernimmt das Klinikum eine zentrale Rolle bei der Versorgung schwerer Schlaganfälle in der gesamten Region.

Eine Überregionale Stroke Unit bietet deutlich mehr als die klassische Schlaganfallstation. Neben moderner Akutmedizin stehen spezialisierte Fachbereiche wie Neurologie, Neuroradiologie, Neurochirurgie sowie Notfall- und Intensivmedizin rund um die Uhr zur Verfügung.
„Kurz gesagt: hochspezialisierte Schlaganfallmedizin – direkt vor Ort und über die Landkreisgrenzen hinaus. Für die Menschen bedeutet das: hochspezialisierte Schlaganfallmedizin auf universitärem Niveau – interdisziplinär und rund um die Uhr mit dem Ziel: maximale Chancen – auch bei komplexen Verläufen“, betont Prof. Dr. Joji Kuramatsu, Chefarzt der Neurologischen Klinik.

Seit der Zertifizierung fungiert das RoMed Klinikum zudem als Thrombektomiestandort im telemedizinischen Schlaganfallnetzwerk TEMPiS und übernimmt Notfallpatienten aus umliegenden Landkreisen.

Moderne Therapien bei Schlaganfällen

Zum Behandlungsspektrum gehören unter anderem die medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln sowie moderne kathetergestützte Verfahren wie die mechanische Thrombektomie. Dabei werden verschlossene Hirngefäße gezielt wieder geöffnet.
„Gerade bei schweren Schlaganfällen kann dieses Verfahren entscheidend dazu beitragen, bleibende Behinderungen zu verringern und Leben zu retten“, erklärt Dr. Charlotte Rüther, Chefärztin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie.
Auch bei Hirnblutungen arbeiten die Fachbereiche eng zusammen. Neurochirurgische Eingriffe können im Ernstfall schnell durchgeführt werden.

Über 900 Schlaganfallpatienten pro Jahr

Im vergangenen Jahr wurden am RoMed Klinikum Rosenheim mehr als 900 Schlaganfallpatienten behandelt. Über 100 mechanische Thrombektomien wurden durchgeführt. Die Überregionale Stroke Unit verfügt über zehn spezialisierte Monitorbetten.
Die Zertifizierung durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und den TÜV überprüft unter anderem Behandlungszeiten, technische Ausstattung, Fachpersonal und Therapieergebnisse.

Jede Minute zählt

Das Klinikum weist darauf hin, dass ein Schlaganfall immer ein medizinischer Notfall ist. Typische Warnzeichen sind plötzliche Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen. In solchen Fällen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Zur schnellen Erkennung empfehlen Experten den sogenannten FAST-Test:

  • Face (Gesicht): Betroffene Person soll versuchen zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet dies auf eine halbseitige Lähmung.
  • Arms (Arme): Es sollen beide Arme gerade aus nach vorne gestreckt werden und die Handflächen nach oben zeigen. Wenn ein Arm absinkt oder sich dreht, deutet das auf eine Lähmung.
  • Speech (Sprache): Kann die betroffene Person einen einfachen Satz nicht nachsprechen oder die Aussprache ist sehr undeutlich, könnte eine Sprachstörung vorliegen.
  • Time (Zeit): In diesen Fällen unverzüglich die Notrufnummer 112 wählen und Symptome mitteilen.

(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Sichtlich stolz auf die Zertifizierung als Überregionale Stroke Unit sind die Kolleginnen und Kollegen des RoMed Klinikums Rosenheim, Copyright RoMed Kliniken)

Lesung in Prien: Sabrina Wilkenshof begeistert mit Humor und Ehrlichkeit

Lesung in Prien: Sabrina Wilkenshof begeistert mit Humor und Ehrlichkeit

Prien / Landkreis Rosenheim – Mit viel Offenheit, Humor und musikalischer Begleitung hat Autorin Sabrina Wilkenshof in der Bücherei Prien ihr Buch „Das Chaos umarmen“ vorgestellt. Rund 40 Gäste erlebten einen emotionalen Abend über die Herausforderungen des Lebens, persönliche Erfahrungen und den Mut, nicht immer alles im Griff haben zu müssen.

Gemeinsam mit ihrem Mann Michael Wilkenshof gestaltete die Autorin einen abwechslungsreichen und persönlichen Abend. Musikalisch begleitet von Gesang und Keyboard entstand schnell eine besondere Atmosphäre.
Wilkenshof sprach offen über die kleinen und großen Herausforderungen des Alltags, über Familie, Ängste, Überforderung und den Umgang mit Chaos im Leben. Dabei machte sie deutlich, dass ihr Buch kein klassischer Ratgeber sei, sondern vielmehr Mut machen solle, Unperfektes anzunehmen.

Auch ernste Themen wie Krankheit, Depression und die Unvorhersehbarkeit des Lebens fanden Platz – jedoch immer verbunden mit Humor und ehrlichen Geschichten aus dem Alltag.

Ein Abend voller Emotionen und Musik

Das Publikum wurde aktiv eingebunden und tauschte persönliche Gedanken darüber aus, wann man das Gefühl hat, das Leben „im Griff“ zu haben. Für einen besonderen Moment sorgte die gemeinsame musikalische Einlage zu „Let it be“, bei der viele Besucher mitsangen.
Zum Abschluss präsentierte Michael Wilkenshof eine humorvolle Neuinterpretation von „Ich war noch niemals in New York“ unter dem Titel „Ich nehm das Chaos in den Arm“.

Viele Gäste nutzten danach die Gelegenheit für persönliche Gespräche und signierte Bücher. Auch Büchereileiterin Melanie Schieber zeigte sich begeistert und sprach von einem „humorvollen und berührenden Abend, in dem sich viele Besucher wiedergefunden haben“.
(Quelle: Pressemitteilung Mark Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Autorin Dr. Sabrina Wilkenshof gestaltete gemeinsam mit ihrem Mann Michael Wilkenshof einen bewegenden, humorvollen und musikalischen Abend in der Bücherei Prien Copyright Markt Prien a. Chiemsee)

Fernwärme-Ausbau in Rosenheim: Gabelsbergerstraße ab 18. Mai gesperrt

Fernwärme-Ausbau in Rosenheim: Gabelsbergerstraße ab 18. Mai gesperrt

Rosenheim – Die Stadtwerke Rosenheim starten ab dem 18. Mai den nächsten Bauabschnitt für den Ausbau des Fernwärmenetzes in der Gabelsbergerstraße. Betroffen ist der Bereich zwischen Pfandlstraße und Am Stocket. Für Autofahrer und Anwohner kommt es über mehrere Monate zu Einschränkungen und Umleitungen.

Die umfangreiche Maßnahme umfasst nicht nur die Verlegung neuer Fernwärmeleitungen, sondern auch die Erneuerung der Trinkwasser- und Gasleitungen.
Zusätzlich wird die bestehende Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umgestellt. Aufgrund der umfangreichen Tiefbauarbeiten muss die Gabelsbergerstraße in diesem Bereich vollständig für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

Parken nur eingeschränkt möglich

Während der Bauarbeiten kommt es zu Einschränkungen bei den Parkmöglichkeiten. Im Bereich Pfandlstraße Ecke Frühlingstraße bis zum Friedhof darf auf der südlichen Straßenseite zeitweise nicht geparkt werden. Grund dafür ist die Lagerung von Baumaterialien und Rohrleitungen.

Der Gehweg bleibt für Fußgänger weiterhin nutzbar. Zusätzlich wird in der Straße Am Stocket zwischen Gabelsbergerstraße und Fraunhoferstraße ein halbseitiger Bereich für die Baustelleneinrichtung benötigt.

Zufahrten und Müllabfuhr geregelt

Die Zufahrt zu einzelnen Gebäuden kann je nach Baufortschritt angepasst werden. Die ausführende Baufirma informiert Anwohner rechtzeitig per Aushang über Änderungen.
Während des Rosenheimer Herbstfestes bleibt die Durchfahrt für Feuerwehr und Rettungsdienste gewährleistet. Für den regulären Verkehr bleibt die Sperrung jedoch bestehen.

Die Müllabfuhr soll trotz Baustelle ohne Unterbrechung erfolgen. Anwohner werden gebeten, ihre Mülltonnen am Abholtag an den nächstgelegenen Baustellenrand zu bringen.

Bauende für Oktober geplant

Nach Angaben der SWRO sollen die Arbeiten inklusive der Wiederherstellung von Straße und Gehwegen bis spätestens 30. Oktober abgeschlossen sein.

Aktuelle Informationen zu Baustellen und Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet veröffentlichen die Stadtwerke Rosenheim online unter: baustellen.swro.de.
(Quelle: Pressemitteilung SWRO /  Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zwei Tierschützerinnen bitten um Hilfe: „Ohne Unterstützung schaffen wir es nicht mehr“

Zwei Tierschützerinnen bitten um Hilfe: „Ohne Unterstützung schaffen wir es nicht mehr“

Rosenheim – Seit mehr als 20 Jahren kümmern sich zwei private Tierschützerinnen aus dem Raum Rosenheim ehrenamtlich um streunende und bedürftige Katzen. Rund 20 Tiere versorgen sie derzeit täglich mit Futter, Wasser und – wenn nötig – auch medizinischer Hilfe. Nun stoßen die beiden Frauen jedoch zunehmend an ihre Grenzen und bitten dringend um Unterstützung.

Die beiden Tierfreundinnen, die anonym bleiben möchten, füttern die Katzen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet sowie im Umland. Viele der Tiere seien alt oder gesundheitlich angeschlagen. „Wir haben einige Senioren-Katzen, die könnten hartes Futter kaum noch beißen“, erklärt eine der beiden Frauen. Deshalb werde vor allem Dosen-Nassfutter benötigt.

Die Versorgung der Tiere werde immer schwieriger, berichten die Tierschützerinnen. Grund dafür seien unter anderem gestiegene Energie- und Futterkosten. „Viele der Katzen, die wir betreuen, kennen wir seit vielen Jahren. Sie sind uns ans Herz gewachsen. Sie nicht mehr versorgen zu können, würde uns das Herz brechen“, sagen sie.

Wer helfen möchte, kann die beiden direkt kontaktieren. Futterspenden – insbesondere Nassfutter – werden dankbar angenommen. Im Rosenheimer Stadtgebiet holen die Tierschützerinnen diese nach Absprache auch persönlich ab. Die Organisation erfolgt telefonisch unter  0160 / 95793623.

Problem mit streunenden Katzen bleibt Thema im Raum Rosenheim

Das Problem streunender und verwilderter Katzen ist im Raum Rosenheim seit Jahren bekannt. Auch das Landratsamt Rosenheim befasst sich derzeit erneut mit dem Thema. Bereits im Jahr 2024 hatten Tierschutzvereine aus dem Landkreis den Erlass einer Katzenschutzverordnung beantragt (wir berichteten)

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Ziel einer solchen Regelung wäre es, freilebende Katzen besser zu schützen und eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Die Lebensbedingungen vieler Tiere gelten als schwierig, zudem treten häufig Krankheiten auf.

Zur besseren Datengrundlage wurde bereits 2024 ein Online-Formular eingerichtet, über das Bürger mutmaßlich herrenlose oder verwilderte Katzen melden können. Die Meldungen sollen in die weitere Prüfung einer möglichen Katzenschutzverordnung einfließen. .Ein Entwurf ist bereits aktuell in Planung und soll laut Medienberichten schon bald den Gemeinden vorgestellt werden.

Für die beiden Tierschützerinnen bedeutet das jedoch keine kurzfristige Entlastung. Sie sind dringend auf private Unterstützung angewiesen, um die Versorgung der von ihnen betreuten Katzen sicherzustellen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

77 Jahre Grundgesetz: Film, Musik, Diskussion in Bad Endorf

77 Jahre Grundgesetz: Film, Musik, Diskussion in Bad Endorf

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes lädt die Marktgemeinde Bad Endorf am Samstag, 23. Mai 2026 zu einem besonderen Abend in Marias Kino ein. Unter dem Motto „Demokratie, Miteinander und Vielfalt“ erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Film, Zeitzeugenbericht und Diskussion.

Der Abend beginnt um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Auftakt inklusive Essen. Dieses wird von afghanischen Frauen aus der Gemeinde zubereitet. Musikalisch eröffnet wird der Abend von den jungen Musikerinnen Clara Neidenberger und Magdalena Trifellner, die den Abend mit Geige begleiten.

Ab 19 Uhr wird die Dokumentation „Wie gut ist unser Grundgesetz?“ von Sandra Maischberger und Frank Bräutigam gezeigt. Der Film gibt einen Überblick über die Grundrechte und die Bedeutung des Grundgesetzes in der deutschen Gesellschaft. Nach Angaben der Veranstalter wurde der Film für den Aktionstag kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im Anschluss, ab etwa 20 Uhr, folgt ein Interview mit der Bad Endorfer Bürgerin Johanna Graf, die als Zeitzeugin persönliche Einblicke gibt. Danach ist eine offene Gesprächsrunde mit dem Publikum geplant.

Der Abend bildet den Abschluss eines Demokratie- und Mitmachtages in der Marktgemeinde Bad Endorf. Besucher sind eingeladen, Fragen und Gedanken einzubringen und den Abend aktiv mitzugestalten. Reservierung ist notwendig hier.
(Quelle: Mitteilung Marias Kino / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Was verdient Rosenheims Oberbürgermeister? Thema im Stadtrat

Was verdient Rosenheims Oberbürgermeister? Thema im Stadtrat

Wie viel verdient eigentlich der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim? Diese Frage stand am Dienstagabend (12. Mai) gleich zu Beginn der öffentlichen Stadtratssitzung im Raum. Anlass war ein Beschluss zur sogenannten Dienstaufwandsentschädigung – einem festen Bestandteil der Bezüge von kommunalen Wahlbeamten.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, die monatliche Dienstaufwandsentschädigung des Oberbürgermeisters ab dem 1. Mai 2026 auf 1.377,78 Euro brutto festzusetzen. Grundlage ist das Gesetz über kommunale Wahlbeamte und Wahlbeamtinnen (KWBG). Dort ist geregelt, dass für durch das Amt bedingte Mehraufwendungen eine angemessene monatliche Entschädigung gezahlt wird, die der Stadtrat innerhalb gesetzlicher Grenzen festlegt.

Gesetzlich geregelte Besoldung in Bayern

Die eigentliche Besoldung des Oberbürgermeisters ist gesetzlich festgelegt und nicht frei verhandelbar. Nach Art. 45 in Verbindung mit Anlage 1 des KWBG ist das Amt der Besoldungsgruppe B7 zugeordnet.

Die konkrete Höhe ergibt sich aus den offiziellen Besoldungstabellen des Freistaats Bayern, die beim Bayerischen Landesamt für Finanzen veröffentlicht werden. (Bayerisches Landesamt für Finanzen – Besoldungstabellen)

Demnach liegt das Grundgehalt in Besoldungsgruppe B7 derzeit bei rund 12.000 Euro brutto im Monat.

Zusammen mit der nun beschlossenen Dienstaufwandsentschädigung ergibt sich damit ein monatlicher Bruttobetrag von rund 13.000 bis 13.500 Euro. Hochgerechnet entspricht das etwa rund 160.000 Euro brutto im Jahr. Darin nicht enthalten sind mögliche weitere Bestandteile wie Familienzuschläge oder Vergütungen aus Nebentätigkeiten.

Spielraum und gesetzlicher Rahmen

Die Höhe der Dienstaufwandsentschädigung wird zu Beginn der Amtszeit durch den Stadtrat festgelegt und muss sich innerhalb eines gesetzlich definierten Rahmens bewegen. Laut Sitzungsvorlage lag dieser zuletzt zwischen 673,96 Euro und 1.487,69 Euro monatlich (Stand 1. Februar 2025).

Die Entschädigung soll dabei keine klassische Gehaltserhöhung darstellen, sondern zusätzliche, dienstlich bedingte Aufwendungen pauschal abdecken – etwa für Repräsentation, Veranstaltungen oder Einladungen im Rahmen des Amts.

Einordnung des Einkommens

Wie viel vom Bruttobetrag am Ende tatsächlich netto übrig bleibt, hängt von der persönlichen Situation des Amtsinhabers ab – etwa Steuerklasse, Familienstand und Krankenversicherung. Deshalb sind genaue Angaben nicht möglich. Grob geschätzt dürfte der monatliche Nettobetrag im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich liegen.

Zur Einordnung: Rosenheim ist mit der Besoldungsgruppe B 7 im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten in Bayern im üblichen Rahmen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue MVV-Sommertickets: Günstiger mit Bus und Bahn in die Garmischer Bergwelt

Neue MVV-Sommertickets: Günstiger mit Bus und Bahn in die Garmischer Bergwelt

Bayern / Rosenheim – Ab dem 14. Mai gibt es mit den neuen MVV Garmischer Sommertickets zwei Kombiangebote für Ausflüge nach Garmisch-Partenkirchen und auf die Zugspitze. Die Tickets verbinden die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit Bergbahnfahrten und sollen die Planung für Tagesausflüge erleichtern.

Mit den neuen MVV Garmischer Sommertickets „Classic“ und „Zugspitze“ erweitern der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) sowie die Bayerische Zugspitzbahn ihr Freizeitangebot für Ausflügler und Urlauber.
Die Tickets kombinieren die Hin- und Rückfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im MVV-Gebiet mit verschiedenen Berg- und Talfahrten in der Region Garmisch-Partenkirchen. Dadurch entfällt der separate Ticketkauf vor Ort.

Das MVV Garmischer Sommerticket Classic beinhaltet die An- und Abreise zur Talstation mit MVV-Verkehrsmitteln beziehungsweise der Zahnradbahn der Bayerischen Zugspitzbahn sowie verschiedene Bergbahnfahrten rund um Alpspitze und Kreuzeck. Alternativ können Fahrgäste eine Berg- und Talfahrt mit der Kreuzeckbahn oder der Alpspitzbahn nutzen.

Das MVV Garmischer Sommerticket Zugspitze umfasst neben der An- und Abreise auch Fahrten mit Zahnradbahn, Gletscherseilbahn und der Seilbahn Zugspitze für Fahrten von und bis Garmisch-Partenkirchen auf Deutschlands höchsten Berg.

Preise für Erwachsene und Kinder

Das Sommerticket Classic kostet für Erwachsene ab 15 Jahren 60,50 Euro. Kinder bis einschließlich 14 Jahre zahlen 8 Euro, sofern sie als eigene Kinder oder Enkelkinder in Begleitung der Eltern beziehungsweise Großeltern reisen.

Für das Sommerticket Zugspitze werden für Erwachsene 94,50 Euro fällig. Kinder bis 14 Jahre zahlen hier 12,50 Euro.

Verkaufsstart ab 14. Mai

Erhältlich sind die Tickets ab dem 14. Mai an Fahrkartenautomaten der S-Bahn München und der Deutschen Bahn im MVV-Gebiet sowie in den Kundencentern der S-Bahn München und an DB-Verkaufsstellen.

Weitere Informationen gibt es unter: MVV München.
(Quelle: Pressemitteilung MVV / Beitragsbild: Symbolfoto re)