Ausstellung im Freilichtmuseum Amerang: „Hans – eine kleine Geschichte vom Glück“ eröffnet

Ausstellung im Freilichtmuseum Amerang: „Hans – eine kleine Geschichte vom Glück“ eröffnet

Amerang / Landkreis Rosenheim – Im Freilichtmuseum Amerang im Landkreis Rosenheim ist eine neue Fotoausstellung eröffnet worden, die sich einer großen Frage widmet: Was bedeutet eigentlich Glück? Unter dem Titel „Hans – eine kleine Geschichte vom Glück“ steht das Leben eines Kleinbauern aus der Oberpfalz im Mittelpunkt.

Der Regensburger Fotograf Stefan Winklhöfer hat den Bauern Hans über fünf Jahre hinweg begleitet und seinen Alltag auf einem abgelegenen Hof dokumentiert. Entstanden sind Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die ein Leben zeigen, das bewusst einfach und zurückgezogen geführt wurde – ohne moderne Annehmlichkeiten wie Bad, Heizung oder Fernseher.

Einblick in das Leben früherer Zeiten

Der stellvertretende Bezirkstagspräsident Michael Asam betonte bei der Vernissage, dass die Ausstellung gut in das Museum passe, weil sie einen Alltag zeige, der für viele Menschen heute kaum noch vorstellbar sei. Das Museum wolle damit auch ein Verständnis dafür schaffen, wie das Leben auf dem Land früher ausgesehen habe.

Museumsleiterin Claudia Richartz beschrieb den porträtierten Kleinbauern als eine Persönlichkeit, die sich bewusst für ein einfaches Leben entschieden habe. Hans habe verschiedene Tätigkeiten ausgeübt, sei aber letztlich zum Leben auf dem Hof zurückgekehrt, wo er sich zuhause gefühlt habe. Unterstützung habe er dabei auch aus seinem Dorfumfeld erhalten.

Fotograf Stefan Winklhöfer erinnert sich vor allem an die persönliche Begegnung mit Hans. Dieser sei offen und herzlich gewesen und habe ihn direkt eingeladen: „Komm rein, trinken wir ein Flascherl Bier miteinander“, so habe das erste Treffen begonnen. Hans sei im Umfeld bekannt gewesen und habe trotz seines zurückgezogenen Lebens den Kontakt zu anderen Menschen geschätzt.

Die Ausstellung zeigt nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern wirft laut Museum auch grundlegende Fragen nach Lebensqualität und Zufriedenheit auf. Hans habe selbst vermutlich weniger von Glück gesprochen als vielmehr von einem selbstbestimmten und ruhigen Leben.

Die Ausstellung ist noch bis 8. November im Freilichtmuseum Amerang zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen und am Kirchweihmontag jeweils von 10 bis 17 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild: Copyright: Stefan Winkelhöfer)

Firmen-Pick-up gestohlen, durch Feld gefahren und schwer beschädigt abgestellt

Firmen-Pick-up gestohlen, durch Feld gefahren und schwer beschädigt abgestellt

Rosenheim – In der Nacht auf Donnerstag (30.5.2026) , ist von einem Firmengelände in Albaching (Landkreis Rosenheim) ein weißer Pick-up entwendet worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Wasserburg wurde das Fahrzeug anschließend über mehrere Stunden im Raum unterwegs genutzt, bevor es schließlich im Bereich Soyen in einem Feld abgestellt wurde – mit leerem Tank und deutlichen Frontschäden.

Aufgefunden wurde der Pick-up dank einer aufmerksamen Anwohnerin, die den Wagen bemerkte und eine Zuordnung ermöglichte. Die Polizei sicherte vor Ort Spuren und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde gegen die bislang unbekannten Täter ein Verfahren wegen unbefugten Gebrauchs eines Kraftfahrzeugs sowie Sachbeschädigung eingeleitet.

Die Polizei bittet nun um Hinweise: Wer in der Nacht zwischen 0 Uhr und 4 Uhr im Bereich Albaching oder auf den Strecken Richtung Soyen verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich bei der Polizeiinspektion Wasserburg unter 08071/91770 melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

IG Bau: Ärzte in Rosenheim sollen stärker auf mögliche Berufskrankheit Parkinson hinweisen

IG Bau: Ärzte in Rosenheim sollen stärker auf mögliche Berufskrankheit Parkinson hinweisen

Rosenheim / Region – In Rosenheim sollten nach Ansicht der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)  Ärzte bei Parkinson-Erkrankungen auch mögliche berufliche Ursachen stärker in den Blick nehmen. Hintergrund sind laut Gewerkschaft mögliche Risiken durch den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln in Landwirtschaft, Gartenbau oder verwandten Tätigkeiten.

„Wer in Rosenheim auf den Feldern oder in Gewächshäusern arbeitet, den kann es treffen: Ein erhöhtes Risiko, Parkinson zu bekommen. Und zwar immer dann, wenn er über Jahre häufig mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hatte“, sagt Dieter Pangerl von der IG BAU Oberbayern.

Nach Angaben der Gewerkschaft ist das sogenannte Parkinson-Syndrom durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt. Voraussetzung für eine Anerkennung sei allerdings, dass Betroffene nachweisen können, über einen längeren Zeitraum – mindestens 100 Tage – mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet zu haben. Dazu zählen laut IG BAU unter anderem Fungizide, Insektizide oder Herbizide.

Leistungen über die Berufsgenossenschaft möglich

Wird die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt, greift die gesetzliche Unfallversicherung. Nach Darstellung der IG BAU reicht die Unterstützung von medizinischer Behandlung bis hin zu finanziellen Leistungen durch die zuständige Berufsgenossenschaft. Dies gelte nicht nur für Beschäftigte in der Landwirtschaft, sondern etwa auch im Gartenbau oder in der Forstwirtschaft.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft können Pflanzenschutzmittel jedoch auch in anderen Bereichen eine Rolle spielen. „Gefahren lauern allerdings auch in der Floristik. Und sogar auf dem Bau“, sagt Pangerl. So würden bei Sanierungen oder im Sanitärbereich häufig Materialien mit Anti-Schimmelmitteln eingesetzt, die ebenfalls entsprechende Stoffe enthalten könnten.

Appell an Ärzte und Krankenkassen

Die IG Bau Oberbayern richtet daher einen Appell an niedergelassene Ärzte in Rosenheim, bei Parkinson-Patienten gezielt nach beruflichen Tätigkeiten zu fragen und mögliche Zusammenhänge zu prüfen. Auch gesetzliche Krankenkassen sollten Betroffene nach Ansicht der Gewerkschaft stärker informieren.

Ziel sei es, mehr Erkrankungen als Berufskrankheit anerkennen zu lassen, so Pangerl weiter. Besonders betroffen seien auch Menschen, die nicht direkt Pflanzenschutzmittel ausgebracht haben, sondern diesen Stoffen etwa in Gewächshäusern ausgesetzt waren.

Hinweis auf Beratungsangebote

Die IG BAU verweist Betroffene auf die zuständigen Berufsgenossenschaften. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet  eine spezielle „Parkinson-Hotline“ an. Zudem stehen Informationen online zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung IG Bau-Oberbayern / Beitragsbild Copyright IG Bau-Tobias Seifert)

Schmetterlinge als Natur-Indikator – LBV startet Monitoring mit Hochschulgruppen in Bayern

Schmetterlinge als Natur-Indikator – LBV startet Monitoring mit Hochschulgruppen in Bayern

Rosenheim / Bayern – Schmetterlinge gelten oft als farbenfrohe Begleiter am Wegesrand – doch ihr Vorkommen ist weit mehr als nur ein schöner Anblick. Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) baut gemeinsam mit Partnern das sogenannte Tagfalter-Monitoring Deutschland in Bayern deutlich aus. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich Natur und Landschaft verändern.

Der LBV arbeitet dabei eng mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zusammen. Das seit mehr als 20 Jahren laufende bundesweite Monitoring wird in Bayern nun gezielt intensiviert. Besonders im Fokus stehen dabei LBV-Hochschulgruppen, die künftig Beobachtungsstrecken wiederbeleben oder neu anlegen sollen.
„Schmetterlinge zeigen uns sehr direkt, wie es unseren Wiesen und Feldern geht. Wenn bestimmte Arten verschwinden, ist das ein deutliches Warnsignal“, erklärt LBV-Schmetterlingsexperte und Projektmanager Simon Habermann.

Studenten sammeln Daten im Gelände

Künftig sollen vor allem Studenten auf festgelegten Routen, sogenannten Transekten, regelmäßig Schmetterlinge erfassen. Dabei werden die Tiere gezählt und dokumentiert, um langfristige Entwicklungen sichtbar zu machen.
„Auf der Suche nach Faltern in verschiedenen Entwicklungsstadien lernt man auch seine alltägliche Umgebung neu kennen“, sagt Pia Stermann von der LBV-Hochschulgruppe Freising. Die Arbeit helfe nicht nur der Forschung, sondern schärfe auch den Blick für Lebensräume und deren Schutz.

Wichtige Daten für Naturschutz und EU-Berichte

Die erhobenen Daten fließen in wissenschaftliche Auswertungen ein, unter anderem in den sogenannten Grünland-Schmetterlingsindex, der auch auf EU-Ebene als wichtiger Indikator für Biodiversität gilt. Er zeigt, wie sich Arten in Agrar- und Offenlandlebensräumen entwickeln.
Laut Forschenden wurden in den vergangenen Jahren vor allem bei spezialisierten Arten deutliche Rückgänge festgestellt. Diese Entwicklungen seien Teil eines europaweiten Trends, der auch in anderen Ländern beobachtet wird.
„Gerade Arten des Grünlands sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen – nicht nur spezialisierte, sondern auch verbreitete Arten“, sagt Dr. Matthias Dolek, Bayern-Koordinator des Monitorings. Für verlässliche Aussagen seien langfristige und flächendeckende Daten entscheidend.

Ziel: dichteres Bild der Natur in Bayern

Mit der stärkeren Einbindung der Hochschulgruppen soll das Monitoring künftig dichter und aussagekräftiger werden. Bayern zählt zwar zu den artenreicheren Regionen für Tagfalter, dennoch gibt es nach Angaben der Beteiligten noch Lücken in der Datenerfassung.
Das Projekt wird von der Lesser Stiftung für Naturschutz gefördert.
( Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Taxifahrt nicht bezahlt – Mann beleidigt Polizei und landet in Zelle

Taxifahrt nicht bezahlt – Mann beleidigt Polizei und landet in Zelle

Rosenheim – Ein Taxifahrt endet für einen 29-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz am Sonntagabend (3.5.2026) , in Rosenheim in einer Polizeizelle. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 22.45 Uhr im Bereich Ellmaierstraße/Binderweg.

Der Mann hatte sich zuvor mit einem Taxi dorthin fahren lassen. Am Ziel stieg er aus, ohne die Fahrt zunächst zu bezahlen, und entfernte sich.

Der Taxifahrer informierte daraufhin die Polizei. Eine Streife konnte den Mann kurze Zeit später noch in der Nähe antreffen. Nach Angaben der Polizei zeigte er sich dabei aggressiv und gewaltbereit. Erst nach längerem Zögern beglich er die offene Rechnung in Höhe von rund 60 Euro.

Im Anschluss eskalierte die Situation weiter: Nach Angaben der Polizei beleidigte der deutlich alkoholisierte Mann die eingesetzten Beamten massiv. Trotz mehrfacher Aufforderung beruhigte er sich nicht, weshalb er in Gewahrsam genommen wurde und die Nacht in einer Zelle der Polizeiinspektion Rosenheim verbrachte.

Gegen den 29-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen sowie Beleidigung eingeleitet, wie die Polizei mitteilt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Street-Soccer-Turnier in Rosenheim: jetzt Teams für 2026 anmelden

Street-Soccer-Turnier in Rosenheim: jetzt Teams für 2026 anmelden

Rosenheim – Rosenheim bekommt im Sommer wieder seine eigene Street-Soccer-Arena: Am Freitag, 12. Juni 2026, verwandelt sich der Sportplatz des ESV Rosenheim in ein Spielfeld für Kinder und Jugendliche. Beim Street-Soccer-Turnier 2026 treten Teams aus der Stadt in mehreren Altersklassen gegeneinander an.

Veranstaltet wird das Turnier von den Sozialraumteams Nord, West und Ost gemeinsam mit „Startklar“ sowie der „Sozialen Stadt Rosenheim“. Gesucht werden fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche, die in drei Ligen um den Turniersieg spielen.

Gespielt wird in drei Altersgruppen mit unterschiedlichen Startzeiten. Die „Youth League“ beginnt um 14.15 Uhr für jüngere Kinder, gefolgt vom „UEFA Cup“ um 15.30 Uhr und der „Champions League“ um 16.45 Uhr für die ältesten Teilnehmer. Zusätzlich gibt es bereits am Vormittag einen Kindergarten-Cup für die Jüngsten.

Besonders flexibel: Jüngere Spieler dürfen auch in höheren Altersklassen mitspielen, zudem sind Doppelstarts in verschiedenen Kategorien möglich. Für die Siegerteams gibt es in jeder Liga einen Gutschein im Wert von 480 Euro.

Die Teams sollten spätestens 30 Minuten vor ihrem jeweiligen Spielbeginn vor Ort sein. Bei älteren Teilnehmern finden zudem Ausweiskontrollen statt. Zum Aufwärmen sind eigene Bälle mitzubringen.

Anmeldungen sind bis 22. Mai 2026 möglich. Die Teams (mindestens drei, maximal zehn pro Liga) . Einfach das ausgefüllte Formular fotografieren und per  WhatsApp an n 0159-06464632 oder per E-Mail an oezguer_yildirim@web.de  senden. 
(Quelle: Pressemitteilung Startklar Soziale Arbeit Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Roter Teppich für mehr Barrierefreiheit in Rosenheim

Roter Teppich für mehr Barrierefreiheit in Rosenheim

Rosenheim – Mit einer symbolischen Aktion auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim macht die Projektgruppe „Barrierefreies Bauen in Stadt und Landkreis Rosenheim“ am Dienstag, 5. Mai, auf bestehende Barrieren im öffentlichen Raum aufmerksam. Beginn ist um 13 Uhr vor dem Bekleidungshaus Peek & Cloppenburg.

Die Aktion findet im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, der jedes Jahr am 5. Mai bundesweit begangen wird. Ziel ist es, auf die Lebenssituation von Menschen mit Handicap aufmerksam zu machen und echte gesellschaftliche Teilhabe einzufordern.
In Rosenheim setzt die Projektgruppe dabei auf ein auffälliges Bild: Ein roter Teppich wird durch die Fußgängerzone ausgerollt. Damit soll sichtbar gemacht werden, wo Barrieren im Alltag bestehen und wo Menschen mit Einschränkungen noch immer auf Hindernisse stoßen.

Die Gruppe fordert unter anderem ein durchgängiges barrierefreies Wegesystem auf dem Max-Josefs-Platz, damit der zentrale Innenstadtbereich für alle Menschen problemlos nutzbar ist.
Das Motto des Protesttags 2026 lautet: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“. Eine ähnliche Aktion fand in der Rosenheimer Innenstadt im Jahr 2022 statt (wir berichteten).
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Bridge 15 wird teurer als geplant – Stadtrat stimmt Projekterweiterung zu

Bridge 15 wird teurer als geplant – Stadtrat stimmt Projekterweiterung zu

Rosenheim – Die neue Actionsportanlage „Bridge 15“ im Bereich des Aicherparks wird teurer als ursprünglich geplant. Der Rosenheimer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Projekterweiterung beschlossen. Lediglich eine Gegenstimme kam aus den Reihen der CSU.

Der Bau der Anlage unter der Westtangentenbrücke der B15 hatte Anfang Februar 2026 mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. Auf rund 1.600 Quadratmetern entsteht dort ein multifunktionales Sportareal für Skaten, Fußball, Streetball, Klettern und Fitness, das kostenlos genutzt werden kann.

Kosten steigen im laufenden Projekt

Während im Sommer 2025 noch von Gesamtkosten in Höhe von rund 850.000 Euro ausgegangen wurde, liegt die aktuelle Schätzung der Stadt nun bei rund 1,1 Millionen Euro. Die Verwaltung führt die Kostensteigerung auf höhere Baupreise, veränderte Angebote nach Ausschreibungen sowie zusätzliche Anforderungen bei einzelnen Bauleistungen zurück. Auch der zeitliche Abstand zwischen Planung und Vergabe spiele eine Rolle.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Das Projekt ist in mehrere sogenannte „Lose“ aufgeteilt. Damit sind getrennt ausgeschriebene Bauabschnitte gemeint, etwa für Sportflächen, Toilettenanlage oder Skaterbereich.

Deutlich wird die Entwicklung vor allem beim Sportplatzbau. Dieser war ursprünglich mit rund 278.000 Euro netto kalkuliert, liegt nach der Vergabe aber bei rund 377.500 Euro netto. Gründe sind unter anderem aufwendigere technische Anforderungen an die Spielfeldumrandung, ein komplexeres Farbkonzept sowie zusätzliche Arbeiten im Untergrund und bei den Einfassungen.

Auch die Toilettenanlage liegt leicht über der ursprünglichen Planung. Die Skateranlage ist noch nicht vergeben, hier sind laut Stadtverwaltung weitere Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen. Andere Bereiche wie Zaunarbeiten oder Boulderwand bewegen sich im Rahmen der Kalkulation.

Finanzierung und Zeitplan

Finanziert wird das Projekt überwiegend über Spenden und Sponsoring. Aktuell liegen Zusagen in Höhe von rund 602.000 Euro vor. Zusätzlich fließen 100.000 Euro aus einem Nachlass zugunsten der Stadt ein. Trotz dieser Mittel bleibt ein Finanzierungsanteil offen, der durch städtische Mittel und weitere Einnahmen gedeckt werden soll.

Insgesamt rechnet die Stadt derzeit mit einem Projektvolumen von rund 1,1 Millionen Euro. Die Verwaltung weist zudem darauf hin, dass während der Bauphase weitere Preissteigerungen nicht ausgeschlossen werden können.

Die Fertigstellung der Anlage ist weiterhin für das Jahr 2026 vorgesehen. Um diesen Zeitplan zu halten, sollen in Kürze weitere Bauaufträge vergeben werden. Dabei gilt vor allem der Preis als entscheidendes Vergabekriterium.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Stadt Rosenheim die Anlage betreiben und unterhalten. Dafür werden jährliche Kosten von rund 10.000 Euro für Reinigung, Strom und Wasser erwartet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Vom Naturidyll zum Problemfall: Stadtsee, Rosenheim, 1962

Vom Naturidyll zum Problemfall: Stadtsee, Rosenheim, 1962

Rosenheim –  Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1962. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der ehemalige Rosenheimer Stadtsee – heute Liegefläche im Rosenheimer Freibad.

Der Stadtsee war einst ein beliebtes Naherholungsgebiet mitten in Rosenheim. Angelegt wurde er bereits 1891 vom Verschönerungsverein auf der sogenannten „Poschenwiese“. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich das Gewässer zu einem Treffpunkt für die Bevölkerung – im Sommer für Spaziergänge und Kahnfahrten, im Winter sogar zum Eislaufen.

Vom Naturidyll zum Problemfall

Auf dem Foto aus dem Jahr 1962 zeigt sich der Stadtsee allerdings schon in seiner späten Phase. Das einstige Naturidyll hatte sich zunehmend zu einem Problemfall entwickelt. Der See war bereits deutlich verlandet, die Wasserqualität verschlechterte sich spürbar.

Gut erkennbar ist auf der Aufnahme auch die kleine Insel mit Baumbestand, die noch heute im Bereich der Freibadliegewiese existiert. Sie ist eines der wenigen sichtbaren Relikte des ehemaligen Stadtsees.

Die Ursachen für die Entwicklung lagen unter anderem in der intensiven Nutzung und den veränderten Bedingungen vor Ort. Auch die Einbindung in das Umfeld des später erweiterten Freibads trug zur Belastung des Gewässers bei.

Zuschüttung in den 1960er Jahren

Die Diskussion über die Zukunft des Stadtsees zog sich über mehrere Jahre. Mitte der 1960er Jahre fiel schließlich die Entscheidung: Der Stadtsee wurde zugeschüttet. Die Fläche ging anschließend in die Erweiterung des Rosenheimer Freibads über und wird bis heute als Liegewiese genutzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Taxifahren in Rosenheim wird merklich teurer

Taxifahren in Rosenheim wird merklich teurer

Rosenheim – Taxifahren in Rosenheim wird merklich teurer. Der Stadtrat hat eine Neufassung der Taxitarifordnung beschlossen – einstimmig und ohne Diskussion. Für Fahrgäste bedeutet das: Ab 1. August steigen die Preise, weitere Erhöhungen sollen in den kommenden Jahren erfolgen.

Ausgangspunkt war ein gemeinsamer Antrag von sieben Taxiunternehmen Anfang November vergangenen Jahres. Die letzte Anpassung hatte es 2023 gegeben. Seither sind die Kosten deutlich gestiegen – etwa für Fahrzeuge, Versicherungen, Energie und Personal.

„Unabhängig davon, ob ein Tarifantrag vorliegt, muss jedoch jede Genehmigungsbehörde bei der Festsetzung der Taxitarife insbesondere darauf achten, dass diese unter Berücksichtigung einer angemessenen Gewinnspanne (Unternehmerlohn) zumindest kostendeckend sind, aber auch mit dem öffentlichen Verkehrsinteresse und dem Gemeinwohl in Einklang stehen“, so die Stadtverwaltung.

Kilometerpreis steigt in mehreren Schritten

Kern der Neuregelung ist eine schrittweise Erhöhung des Kilometerpreises. Aktuell liegt dieser bei 2,30 Euro. Ab 1. August 2026 steigt er auf 2,50 Euro, zum 1. Januar 2027 auf 2,60 Euro und ein Jahr später auf 2,70 Euro.

Die von den Taxiunternehmen geforderte Erhöhung um durchschnittlich 21,5 Prozent wurde damit nicht vollständig umgesetzt. Die Stadt entschied sich bewusst für eine moderatere Lösung, um die Belastung für Fahrgäste sozialverträglicher zu gestalten.
Unterm Strich verteuern sich durchschnittliche Taxifahrten bis Anfang 2028 um rund 9,5 Prozent.

Wartezeit bleibt gleich

Unverändert bleibt die sogenannte Wartezeit von 39 Euro pro Stunde. Diese wird nicht pauschal berechnet, sondern nur anteilig – zum Beispiel bei Stau, roten Ampeln oder wenn das Taxi auf den Fahrgast wartet. Während der Fahrt selbst wird dagegen der Kilometerpreis berechnet.

Eine zweite Wartezeitregelung entfällt künftig und wird in das bestehende Modell integriert.

Auch Rollstuhlfahrten werden teurer

Für Fahrten mit Rollstuhl gibt es in Rosenheim eine feste Stadtpauschale. Diese steigt von derzeit 31,50 Euro auf 32,50 Euro ab August 2026. Damit werden auch diese speziellen Fahrten etwas teurer.

Mehr Flexibilität – aber nur nach oben

Neu ist zudem ein sogenannter „Tarifkorridor“. Dieser erlaubt es Taxiunternehmen, bei vorab bestellten Fahrten den Preis individuell zu vereinbaren – allerdings nur nach oben. Abweichungen von bis zu 20 Prozent über dem regulären Tarif sind möglich. Günstiger als der festgelegte Tarif darf es hingegen nicht werden.

Ziel ist es, das Taxigewerbe wettbewerbsfähiger zu machen, insbesondere gegenüber Mietwagenanbietern. Unterstützt wird dieser Ansatz unter anderem von der Industrie- und Handelskammer sowie dem Landesverband der Bayerischen Taxi- und Mietwagenunternehmen.

Kartenzahlung wird Pflicht

Eine weitere wichtige Neuerung: Künftig müssen alle Taxis bargeldlose Bezahlung akzeptieren. Fahrgäste können also verbindlich auch mit Karte zahlen.

Einordnung im Vergleich

Im Vergleich liegt der Kilometerpreis in München derzeit bei rund 2,70 Euro. Rosenheim bewegt sich mit der neuen Regelung zunächst etwas darunter, nähert sich in den kommenden Jahren jedoch schrittweise an dieses Niveau an. Auch im Vergleich zu Salzburg liegt Rosenheim preislich eher im mittleren bis leicht höheren Bereich.

Die neuen Regelungen wurden größtenteils gemeinsam mit dem Landkreis Rosenheim erarbeitet, da auch dort entsprechende Anpassungen anstanden.

Beschlossen wurde die Neufassung in der jüngsten Stadtratssitzung – der letzten unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Andreas März.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Radsport: Red Bull – Bora – hansgrohe jubelt – Lipowitz Zweiter der Tour de Romandie

Radsport: Red Bull – Bora – hansgrohe jubelt – Lipowitz Zweiter der Tour de Romandie

Raubling – Florian Lipowitz hat seinen erfolgreichen Frühjahrsblock mit einem weiteren Top-Ergebnis gekrönt. Der deutsche Profi sicherte sich bei der Tour de Romandie den zweiten Platz in der Gesamtwertung und musste sich lediglich dem dominierenden Tadej Pogačar geschlagen geben.

Bereits früh im Rennen etablierte sich Lipowitz in der Spitzengruppe des Klassements. Am zweiten Tag übernahm er Rang zwei, eine Position, die er bis zum Finale verteidigte. Besonders auf der Königsetappe zeigte er seine Klasse, konnte jedoch auch dort Pogačar nicht bezwingen.
Die Entscheidung fiel am Schlusstag beim einzigen Bergfinish der Rundfahrt in Leysin. Auf dem 14 Kilometer langen Anstieg suchte Lipowitz mehrfach die Offensive. Rund drei Kilometer vor dem Ziel setzte er entscheidende Attacken, denen nur Pogačar folgen konnte. Im direkten Duell auf den letzten steilen Metern hatte der Slowene jedoch erneut die besseren Reserven. Lipowitz wurde Zweiter, während Primož Roglič das Podium als Dritter komplettierte.

Florian Lipowitz zu seinem Erfolg:
„Ich habe mich über die gesamte Etappe hinweg sehr gut gefühlt. Als wir die letzten fünf Kilometer erreicht haben, dachte ich, ich sollte eine kleine Attacke setzen, um zu sehen, wie die anderen reagieren. Ich habe meine Chance genutzt und war dann zusammen mit Tadej vorne. Auf der Zielgeraden habe ich versucht, vom Beginn des letzten steilen Stücks an alles zu geben, so wie vor zwei Jahren.
Am Ende kann ich sehr glücklich und stolz darauf sein, wie diese Woche gelaufen ist. Das Team hat mich großartig unterstützt, und ich denke, wir sind ein richtig starkes Rennen gefahren. Ich war sehr froh, dort mit Tadej dabei zu sein und die Chance zu haben, gegen ihn anzutreten. Glückwunsch an ihn zu einem weiteren Sieg. Ich bin trotzdem sehr stolz darauf, wie wir heute gefahren sind.“

Konstanz als Erfolgsfaktor

Für Lipowitz ist das Ergebnis ein weiterer Beleg seiner bemerkenswerten Entwicklung. Bereits vor zwei Jahren machte er in Leysin erstmals mit einem Podiumsplatz bei einer WorldTour-Rundfahrt auf sich aufmerksam.

Seitdem hat er sieben einwöchige WorldTour-Rennen bestritten und stand dabei sechsmal auf dem Podium. Lediglich einmal verpasste er die Top drei, und das denkbar knapp um acht Sekunden. Damit zählt er zu den konstantesten Fahrern in diesem Bereich.

Tuckwell überzeugt als Sechster

Auch Teamkollege Luke Tuckwell sorgte für ein starkes Ergebnis. Der 21-jährige Neopro belegte Rang sechs in der Gesamtwertung und bestätigte damit sein großes Potenzial. Nach überzeugenden Leistungen bei der Katalonien- und Baskenland-Rundfahrt knüpft er nahtlos an seine Entwicklung an.

Starkes Team: Red Bull – Bora– hansgrohe dominiert

Neben den Einzelleistungen überzeugte auch das Team Red Bull – Bora – hansgrohe. Nach Erfolgen bei Tirreno–Adriatico und der Katalonien-Rundfahrt gewann die Mannschaft erstmals auch die Teamwertung der Tour de Romandie.

Von Beginn an führten sie die Gesamtwertung der Teams an und zeigten durchgehend Präsenz: Auf allen fünf Etappen schaffte es jeweils ein Fahrer in die Top drei.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 4. Mai – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Kamele in kurzer Zeit bis zu 100 Liter Wasser aufnehmen können?
So sind sie perfekt an das Leben in trockenen Regionen angepasst.
Eine beeindruckende Fähigkeit zum Überleben.

Vielleicht erinnert Dich das heute daran, gut für Deine eigenen Reserven zu sorgen.

Wir wünschen Dir einen kraftvollen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)