Einsatz am Saurüsselkopf nach 35 Tagen beendet

Einsatz am Saurüsselkopf nach 35 Tagen beendet

Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Ein großer Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding hat über Wochen hinweg zahlreiche Einsatzkräfte beschäftigt (wir berichteten). Nach mehr als fünf Wochen ist der Löscheinsatz nun offiziell beendet worden – die Nacharbeiten dauern aber weiter an.

Bergwaldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding. Einsatz offiziell beendet. Foto: KFV Traunstein

Der Einsatz am Saurüsselkopf ist beendet. Die  Nacharbeiten gehen aber noch weiter. Fotos: KFV Traunstein

Am Abend des 3. Mai war im Gipfelbereich des Saurüsselkopfs in den Chiemgauer Alpen ein Feuer entdeckt worden. In der Folge entwickelte sich einer der größten Bergwaldbrände der vergangenen Jahrzehnte in Bayern. Insgesamt dauerte der Einsatz 35 Tage.

In den ersten neun Tagen wurde sogar der Katastrophenfall ausgerufen. Besonders zu Beginn waren bis zu elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. In den darauffolgenden Wochen lag der Schwerpunkt auf den Bodentrupps, die unter teils extrem schwierigen Bedingungen im steilen Gelände zahlreiche Glutnester von Hand ablöschten. Zusätzlich wurden mit Pumpen und Beregnungsanlagen sogenannte Widerstandslinien gegen das Feuer aufgebaut.

Aufwendige Arbeiten im steilen Gelände

Für die Löscharbeiten entstand am Berg eine umfangreiche Infrastruktur mit kilometerlangen Schlauchleitungen, Pumpen und mehreren Wasserdepots. Ein Teil der Ausrüstung musste per Hubschrauber in das schwer zugängliche Gelände geflogen werden.

In den vergangenen Tagen wurde die gesamte Technik schrittweise aus dem Berggebiet zurückgebaut und in Depots gebracht. Am Samstag unterstützte dabei erneut ein Hubschrauber den Abtransport von Material ins Tal. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren bis zuletzt vor Ort im Einsatz.

Nun beginnen für Feuerwehr und Bergwacht die Reinigungs-, Reparatur- und Aufbereitungsarbeiten. Sämtliche Schläuche, Pumpen und Ausrüstungsgegenstände müssen geprüft und instandgesetzt werden. „Diese Arbeiten werden sicherlich noch Tage, wenn nicht sogar Wochen in Anspruch nehmen“, erklärte Kreisbrandrat Christof Grundner.

Auch ein umfassendes Fazit steht noch aus. Laut Grundner werde der Einsatz jedoch „mit Sicherheit Einzug in die Geschichtsbücher finden“. Die vollständige Auswertung der Einsatzdaten werde noch einige Zeit dauern. Schon jetzt gilt der Brand als einer der größten Bergwaldbrände in Bayern der vergangenen Jahrzehnte.

An dem Einsatz beteiligt waren unter anderem Feuerwehren, Bergwacht Bayern, Bayerische Polizei mit Alpiner Einsatzgruppe und Hubschrauberstaffel, Bundespolizei, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Bayerische Staatsforsten, Gemeinde Ruhpolding, Landratsamt Traunstein sowie weitere Organisationen und private Unternehmen.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild KFV Traunstein)

Vier Verletzte bei Kreuzungsunfall bei Petting

Vier Verletzte bei Kreuzungsunfall bei Petting

Petting / Landkreis Traunstein – Bei einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich bei Petting (Landkreis Traunstein) sind am Sonntagmittag (7.6.2026)  vier Menschen leicht verletzt worden. Zwei Autos kollidierten im Bereich der Kreisstraßen TS 23 und TS 27 nahe dem Weiler Aichbauer.

Der Unfall ereignete sich gegen 11.45 Uhr. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein war ein 70-jähriger Autofahrer auf der TS 23 von Petting in Richtung der Einmündung zur TS 27 unterwegs und wollte dort nach links in Richtung Teisendorf abbiegen. Dabei übersah er offenbar einen vorfahrtsberechtigten Hyundai, der von einem 40-jährigen Mann aus dem Landkreis Altötting gesteuert wurde. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Beide Autos waren jeweils mit zwei Personen besetzt. Alle vier Insassen wurden leicht verletzt und vor Ort medizinisch versorgt.

Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz

Neben dem Rettungsdienst waren die Feuerwehren Petting und Nirnharting im Einsatz. Sie übernahmen unter anderem die Erstversorgung, sicherten die Unfallstelle, stellten den Brandschutz sicher und banden auslaufende Betriebsstoffe. Auch ein Notarzt, zwei Rettungswagen, eine Motorradstreife des Bayerischen Roten Kreuzes sowie ein First-Responder der Feuerwehr Waging waren vor Ort.

Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Während der rund zweistündigen Einsatzdauer kam es zu Verkehrsbehinderungen.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Feuerwehr Petting)

E-Scooter-Fahrer bei Unfall leicht verletzt

E-Scooter-Fahrer bei Unfall leicht verletzt

Aschau / Landkreis Rosenheim – Ein Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem E-Scooter hat sich am Freitagmittag( 5.6.2026)  in Aschau im Chiemgau ereignet. Ein 13-Jähriger wurde dabei leicht verletzt.

Nach Angaben der Polizei wollte ein 41-jähriger Autofahrer am Freitag, 5. Juni, gegen 12.35 Uhr auf der Staatsstraße 2093 von der Hauptstraße in eine Hofeinfahrt abbiegen. Dabei übersah er offenbar einen 13-Jährigen auf einem E-Scooter, der auf dem Fußgängerweg in entgegengesetzter Richtung unterwegs war.

Es kam zum Zusammenstoß zwischen beiden. Der Jugendliche verletzte sich dabei leicht am Bauch.
Der Sachschaden an Auto und E-Scooter wird von der Polizei auf rund 2.500 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Bienenhaus in Höslwang brennt nieder

Bienenhaus in Höslwang brennt nieder

Höslwang / Landkreis Rosenheim – Ein Feuer in einem Waldstück bei Höslwang (Landkreis Rosenheim) hat am Samstag (6.6.2026) einen größeren Einsatz ausgelöst: Ein Bienenhaus stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. Einige Bienenvölker konnten aber gerettet werden.

Zeugen bemerkten  gegen 15.30 Uhr eine Rauchsäule über einem Waldstück im Ortsteil Arxtham und verständigten die Einsatzzentrale. Die Feuerwehr Höslwang rückte aus und fand vor Ort ein Bienenhaus, das bereits vollständig brannte. Das Feuer wurde gelöscht.
Die überlebenden Bienenvölker konnten laut Polizei im Laufe des Wochenendes durch den Imker geborgen werden.

Die Polizeiinspektion Prien hat gemeinsam mit dem Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Rosenheim die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gibt es derzeit nicht.
Der entstandene Sachschaden wird auf rund 3.000 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Jordi Meeus gewinnt Brussels Cycling Classic: Red Bull – Bora – hansgrohe jubelt über Radsport-Erfolg

Jordi Meeus gewinnt Brussels Cycling Classic: Red Bull – Bora – hansgrohe jubelt über Radsport-Erfolg

Belgien / Raubling – Radsport-Profi Jordi Meeus hat die Brussels Cycling Classic 2026 gewonnen. Der Fahrer von Red Bull – Bora – hansgrohe setzte sich nach 206 Kilometern in einem Massensprint mit einem Tigersprung durch und feierte seinen bereits vierten Saisonsieg. 

Nach 206 Kilometern entschieden auf einer ansteigenden Zielgeraden ein paar Zentimeter zugunsten des 27-Jährigen, die er sich per Tigersprung gesichert hatte. Jordi feierte damit seinen vierten Saisonsieg, womit er bereits jetzt seinen Karrierebestwert aus dem Vorjahr einstellte. Das Siegkonto von Red Bull – Bora- hansgrohe hat er damit auf 21 gestellt.
Die Form stimmt damit eine vor Woche vor dem Copenhagen Sprint. Bei der zweiten Auflage des Rennens geht Jordi als Titelverteidiger an den Start.

Jordi Meeus über seinen Sieg „Auf der Ziellinie war ich mir ziemlich sicher, dass ich gewonnen habe, aber ich spürte auch, dass die Konkurrenz aufholte. Deswegen war ich froh, als die Linie dann da war und ich es gerade so geschafft habe. Es ging ziemlich bergauf und ich war schon mal kurz im Wind, deswegen bin ich dann erst relativ spät gestartet, aber ich denke, das habe ich ziemlich gut gemacht.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

KlinikClowns Bayern bringen mit Musik mehr Lebensfreude in Kliniken und Pflegeheime

KlinikClowns Bayern bringen mit Musik mehr Lebensfreude in Kliniken und Pflegeheime

Bayern / Rosenheim – Mit regelmäßigen Besuchen in Kliniken und Senioreneinrichtungen in ganz Bayern sorgen die KlinikClowns Bayern für mehr Lebensfreude bei kranken und pflegebedürftigen Menschen. Musik, Humor und Einfühlungsvermögen helfen dabei, Erinnerungen zu wecken, soziale Kontakte zu fördern und den Alltag vieler Patienten sowie Senioren aufzuhellen.

Insgesamt 77 Clowns engagieren sich für den Verein KlinikClowns Bayern e.V. und besuchen regelmäßig Menschen, die krank, pflegebedürftig oder von Demenz betroffen sind. Dabei setzen sie nicht nur auf Humor und zwischenmenschliche Nähe, sondern auch auf die verbindende Kraft der Musik.

Viele der Clowns haben Instrumente wie Ukulele, Gitarre oder Akkordeon dabei und gestalten ihre Besuche mit gemeinsamem Singen und Musizieren. Unter den Künstlern befinden sich auch professionelle Sänger, Instrumentalisten und Komponisten.

Musik weckt Erinnerungen und fördert Gemeinschaft

Besonders in Senioren- und Pflegeheimen zeigt Musik häufig eine besondere Wirkung. Altbekannte Melodien und Schlager regen Erinnerungen an und laden viele Bewohner zum Mitsingen ein. Menschen, die zuvor eher zurückhaltend oder teilnahmslos wirkten, beteiligen sich oft aktiv und erleben Momente der Freude und Gemeinschaft.
Gerade an Demenz erkrankte Senioren lassen die Traurigkeit, die häufig ihren Alltag prägt, hinter sich, und der Nebel des Vergessens lichtet sich. Immer wieder sind die Clowns und die Mitarbeiter in den Einrichtungen hocherstaunt, wie sicher ihnen altbekannte Melodien und Texte von den Lippen gehen und wie viel Freude, Selbstsicherheit und Mut ihnen das gibt.

Erfahrungen aus den Pflegeheimen

Mira Neumeier, die als KlinikClown in Pflegeheimen tätig ist, beschreibt ihre Erfahrungen so:
„Mit Clownerie und Musik energetisieren wir den Raum. Wir bringen den Bewohnern mehr Lebensfreude und steigern nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern auch ihre Kommunikations- und Erinnerungsfähigkeit. Gerade diejenigen, die vorher noch ganz in sich versunken waren, öffnen sich, erinnern sich an alte Liedtexte und singen mit.“

Verein finanziert Einsätze überwiegend durch Spenden

Der Verein finanziert die Einsätze seiner Clowns in derzeit 125 verschiedenen Einrichtungen überwiegend durch Spenden. Aktuell weist der Verein zudem auf eine besondere Unterstützungsmöglichkeit hin, den Song „Du und ich“ aus der CD „Freulein Lilo Musi“ und „Dr. Pipo“ anzuhören und mitzusingen.
Weitere Informationen zu den KlinikClowns Bayern und ihren Projekten stellt der Verein auf seiner Website bereit.
(Quelle: Pressemitteilung KlinikClowns Bayern e.V.  / Beitragsbild: Copyright Manfred Lehner)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 8. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass manche Schnecken über 10.000 winzige Zähne besitzen können?
Diese sitzen auf ihrer sogenannten Radula – einer rauen, zungenähnlichen Struktur im Mund.
Kaum sichtbar – aber erstaunlich effektiv!

Vielleicht unterschätzt Du heute nicht die kleinen Dinge.

Wir wünschen Dir einen starken Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Bahnhof, Rosenheim, 1955

Bahnhof, Rosenheim, 1955

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in da Jahr 1955. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Rosenheimer Bahnhof.

Die Aufnahme zeigt den Bahnhof in einer Zeit des Übergangs: Nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war auch das Rosenheimer Bahnhofsareal noch deutlich von den Kriegsfolgen geprägt. Der Bahnhof selbst war 1945 bei Luftangriffen schwer beschädigt worden und wurde in den 1950er Jahren schrittweise wieder aufgebaut und instand gesetzt.

Rosenheim war als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt im Süden Bayerns stark frequentiert. Entsprechend bedeutend war der Bahnhof für den Personen- und Güterverkehr in der Nachkriegszeit, als sich Infrastruktur und Alltag langsam wieder stabilisierten.

Ein Bahnhof im Wandel der Zeit

Die historische Aufnahme vermittelt ein Bild der damaligen Bahnhofsanlage, die in ihrer Gestaltung noch stark von der Vorkriegsarchitektur geprägt war. Insgesamt wirkt das Ensemble auf der Aufnahme geschlossen und architektonisch klar gegliedert, was den Charakter der damaligen Bauzeit widerspiegelt.

Ein Detail auf dem Foto fällt besonders auf: Direkt vor dem Bahnhofseingang steht noch eine Kutsche. Sie zeigt, dass sich in den 1950er Jahren moderne Verkehrsmittel und traditionelle Fortbewegung noch selbstverständlich nebeneinander bewegten – gerade in der Phase des Wiederaufbaus.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Mantelpaviane aus Hellabrunn umgezogen – Fläche wird für neue Panda-Anlage frei

Mantelpaviane aus Hellabrunn umgezogen – Fläche wird für neue Panda-Anlage frei

München / Bayern – Im Tierpark Hellabrunn sind die Mantelpaviane in ein neues Zuhause umgezogen. Der Transport der Tiere nach Algerien und Bosnien verlief laut Tierpark ohne Probleme, alle Tiere seien wohlauf. Die bisherige Anlage wird künftig in das geplante Großprojekt für Große Pandas integriert.

Die insgesamt 23 Paviane wurden nach Gesundheitschecks in zwei Gruppen aufgeteilt und jüngst per Flugzeug beziehungsweise über den Landweg in ihre neuen zoologischen Einrichtungen gebracht. Der Tierpark spricht von einem wichtigen Zwischenschritt im Zuge der anstehenden Umbauarbeiten.

Mit dem Umzug wird ein Teil der späteren Panda-Anlage bereits frei. Eine zweite Fläche soll auf dem Gelände der bisherigen Lama-Anlage entstehen. Die dort lebenden Tiere sollen im Laufe des Jahres in das Hellabrunner Mühlendorf umziehen.

Vorbereitungen für Panda-Projekt laufen

Die frei gewordenen Flächen sind Teil der Planungen für die künftige Anlage der Großen Pandas. Bis zum offiziellen Baubeginn werden noch mehrere Monate vergehen. Ziel des Projekts ist es, moderne Tierhaltung, Artenschutz und neue Bildungsangebote für Besucher zu verbinden.
„Beide zoologischen Einrichtungen sind für die Mantelpaviane eine sehr gute Alternative zum Tierpark Hellabrunn“, sagte Tierparkdirektor Rasem Baban. Die Abgabe sei in enger Abstimmung mit dem Erhaltungszuchtprogramm erfolgt. In Algerien und Bosnien seien in den vergangenen Monaten neue Anlagen für die Primaten entstanden.

Die Fertigstellung der Panda-Anlage ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Weitere Details zu Planung und Gestaltung sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden.
(Quelle: Tierpark Hellabrunn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Eiszeitkrimi“ um Taimeringer Mammut – Hinweise auf Zerlegung durch Menschen

„Eiszeitkrimi“ um Taimeringer Mammut – Hinweise auf Zerlegung durch Menschen

München / Regensburg – Ein in Taimering bei Regensburg entdecktes Wollhaarmammut gibt Forschenden neue Einblicke in das Leben und Sterben der Tiere in der letzten Eiszeit – und in mögliche menschliche Aktivitäten vor rund 25.000 Jahren. Schnittspuren an Knochen deuten darauf hin, dass Jäger und Sammler den Kadaver gezielt bearbeitet haben könnten.

Neue wissenschaftliche Ergebnisse zum Taimeringer Mammut. Fotos. Copyright BLfD

Ein Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege bei der Bergung des Mammut-Stoßzahnes. Fotos: Copyright BLfD

Das Mammut wurde bereits 2020 bei Bauarbeiten entdeckt. Dabei fanden Mitarbeitende des Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege einen fast 2,5 Meter langen Stoßzahn sowie mehr als 70 Knochen und Knochenfragmente. Darunter befanden sich vor allem Teile des Brustkorbs sowie Hand- und Fußknochen. Die meisten Langknochen fehlten.

Nach Angaben der Forschenden handelt es sich um ein einzelnes, noch nicht ausgewachsenes Tier mit rund drei Metern Schulterhöhe. Das Mammut kam demnach vermutlich direkt an der Fundstelle oder in unmittelbarer Nähe zu Tode und wurde in den Sedimenten eines eiszeitlichen Tümpels oder eines langsam fließenden Gewässers eingebettet.

Neue wissenschaftliche Ergebnisse zum Taimeringer Mammut. Fotos. Copyright BLfD

Parallele Schnittspuren auf einer Rippe des Mammuts geben eindeutige Hinweise auf Menschliche Aktivitäten.

Altersdatierungen zeigen, dass das Tier vor etwa 27.000 bis 25.000 Jahren lebte – in der Phase des Kältemaximums der Würmeiszeit.

Schnittspuren deuten auf menschliche Bearbeitung hin

Bei der weiteren Untersuchung entdeckten Forschende ungewöhnliche Schnittmarken auf mehreren Rippen. Diese stammen nach Einschätzung des interdisziplinären Forschungsteams von altsteinzeitlichen Jägern und Sammlern, die den Kadaver offenbar zerlegten.

Eine der Rippen sei sogar als eine Art Schneideunterlage verwendet worden. Ob das Tier zuvor von Menschen erlegt wurde oder bereits verendet war, lässt sich laut den Wissenschaftlern nicht mehr eindeutig klären.

Bergung der ersten linken rippe des Mammut-Brustkorbs. Foto BLFD

Bergung der ersten linken Rippe des Mammut-Brustkorbs.

Analysen der Pflanzenreste aus dem Fundumfeld zeigen zudem, dass das Mammut in einer tundraartigen Steppenlandschaft lebte. Diese sogenannte Mammutsteppe war während der letzten Kaltzeit ein weitläufiges, baumloses Ökosystem, das zahlreiche große Säugetiere ernährte.

An der Untersuchung waren insgesamt 14 Fachleute verschiedener Einrichtungen beteiligt, darunter das BLfD, mehrere Universitäten sowie naturwissenschaftliche Sammlungen und Museen. Die Ergebnisse wurden in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.(Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / Beitragsbild, Fotos: Copyright BLfD )

Linke in Wasserburg laden zum Kennenlernabend

Linke in Wasserburg laden zum Kennenlernabend

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Die Linke Liste Wasserburg lädt zu einem Kennenlern- und Informationsabend im nördlichen Landkreis Rosenheim ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 12. Juni 2026, um 18 Uhr in Wasserburg am Inn statt. Unterstützt wird die Aktion von der Die Linke. Treffpunkt ist das Lokal Perla di Calabria.

Bei dem Treffen wollen die Veranstalter ihre Arbeit und aktuelle Schwerpunkte vorstellen. Außerdem sollen Möglichkeiten zur Mitarbeit erläutert werden. Interessierte erhalten die Gelegenheit, sich unverbindlich zu informieren und mit Aktiven aus der Region ins Gespräch zu kommen.
Eingeladen sind ausdrücklich auch Interessierte aus den umliegenden Gemeinden im nördlichen Landkreis Rosenheim.

Geplant ist zunächst eine kurze Vorstellung der Gruppen und aktueller Themen. Anschließend ist Zeit für Fragen und Austausch vorgesehen.

Inhaltlich sollen unter anderem soziale Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum, Umweltschutz und kommunalpolitische Themen angesprochen werden. Nach Angaben der Veranstalter geht es auch um den Aufbau regionaler Netzwerke und Strukturen. Kontakt für Rückfragen: info@linkelistewasserburg.de
(Quelle: Linke Liste Wasserburg / Beitragsbild: Copyright Die Linke Wasserburg-Linke Liste Wasserburg))

Kongress zur Mensch-Tier-Beziehung in Niedersachsen – IVH unterstützt Fachtagung

Kongress zur Mensch-Tier-Beziehung in Niedersachsen – IVH unterstützt Fachtagung

Niedersachsen / Bayern – Mit Unterstützung des Industrieverbands Heimtierbedarf findet am 27. und 28. November 2026 in der Wedemark (Niedersachsen) ein Kongress zur Mensch-Tier-Beziehung statt. Die zweitägige Veranstaltung wird hybrid angeboten und kann sowohl vor Ort als auch online verfolgt werden.

Im Mittelpunkt des Kongresses „Für alle Felle – aus Erfahrung wird Evidenz“ stehen der aktuelle Stand und die Zukunft des tiergestützten Einsatzes in unterschiedlichen Berufsfeldern. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis tauschen sich dabei über Entwicklungen und Forschungsergebnisse aus.

Tiergestützte Arbeit kommt seit vielen Jahren in Bereichen wie Pädagogik, sozialer Arbeit, Psychologie oder Physiotherapie zum Einsatz. Dabei werden unter anderem Hunde, Kaninchen, Schafe, Hühner oder andere Tiere eingesetzt, um den Alltag mit Schülern, Klienten und Patienten zu unterstützen.

Austausch zwischen Forschung und Praxis

Im Rahmen der Tagung des Instituts für soziales Lernen mit Tieren sollen neue Ansätze, Praxisbeispiele und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengeführt werden. Ziel ist es, den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu stärken.

„Wir möchten mit unserer Veranstaltung eine Plattform bieten, auf der sich Fachkräfte vernetzen und inspirieren lassen können“, sagt Ingrid Stephan vom Institut für soziales Lernen mit Tieren. Das Programm umfasst Praxisbeispiele, den Umgang mit Herausforderungen im Alltag der tiergestützten Intervention sowie aktuelle Forschungsfragen.

„Heimtiere spielen eine wichtige und wohltuende Rolle im Alltag von Millionen Tierbesitzer – sowohl in der privaten Heimtierhaltung als auch in verschiedenen sozialen, pädagogischen und therapeutischen Berufsfeldern“, sagt Dr. Katrin Langner, Geschäftsführerin des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e. V. „Wir freuen uns daher, diesen wichtigen Kongress zu unterstützen und damit den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu fördern.“

Die Teilnahme ist vor Ort in der Wedemark oder online möglich. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter lernen-mit-tieren.de/kongress-2026.
(Quelle: Industrieverbands Heimtierbedarf e. V. / Beitragsbild: Copyright Institut für soziales Lernen mit Tieren – Industrieverband Heimtierbedarf)