Schwerer Unfall auf der B307 bei Bayrischzell – Radfahrerin und Motorradfahrer verletzt

Schwerer Unfall auf der B307 bei Bayrischzell – Radfahrerin und Motorradfahrer verletzt

Bayrischzell – Auf der B307 zwischen Aurach und Bayrischzell ist es am Mittwochvormittag zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einer Radfahrerin und einem Motorradfahrer gekommen. Beide wurden verletzt, die Straße war zeitweise komplett gesperrt.

Der Unfall ereignete sich gegen 9.35 Uhr im Bereich Geitau. Nach Angaben der Polizei war eine 37-jährige Münchnerin mit dem Fahrrad von Aurach in Richtung Bayrischzell unterwegs. Auf Höhe Geitau wurde sie von einer Kolonne aus vier Motorradfahrern überholt. Noch während der Überholvorgang lief, wollte die Radfahrerin von der rechten Fahrbahnseite auf den gegenüberliegenden Radweg wechseln.

Dabei kam es zur Kollision mit dem letzten Motorradfahrer, einem 66-Jährigen aus Baden-Württemberg. Beide Beteiligten stürzten.

Schwer- und mittelschwer verletzt

Die Radfahrerin wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Rosenheim gebracht. Der Motorradfahrer kam mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus Agatharied. Am Motorrad entstand ein Sachschaden von rund 2.500 Euro.

Die B307 war für die Dauer der Unfallaufnahme und Versorgung der Verletzten etwa eine Stunde vollständig gesperrt. Die Verkehrsabsicherung übernahm die Freiwillige Feuerwehr Bayrischzell.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kanalsanierung in Rosenheim: Straße Am Nörreut für vier Trage gesperrt

Kanalsanierung in Rosenheim: Straße Am Nörreut für vier Trage gesperrt

Rosenheim – Wegen Kanalsanierungsarbeiten kommt es in Rosenheim im Bereich Am Nörreut ab Dienstag, 9. Juni, zu einer Vollsperrung für den Durchgangsverkehr. Die Maßnahme dauert nur wenige Tage, bringt aber spürbare Einschränkungen für Autofahrer mit sich.

Die Stadt Rosenheim teilt mit: Der gesamte Straßenzug Am Nörreut zwischen Königstraße und Innstraße wird von Dienstag, 09. Juni 2026, bis Freitag, 12. Juni 2026, für den Durchgangsverkehr gesperrt. Fußgänger können die Gehsteige weiterhin nutzen, insbesondere auch Schüler der Johann-Rieder-Realschule.

Grund für die Arbeiten ist die Sanierung eines rund 60 Jahre alten Mischwasserkanals. Dieser erhält eine neue Innenhülle. Aufgrabungen sind dafür nicht notwendig, da die bestehenden Schachtöffnungen als Zugänge genutzt werden. Dennoch wird die Fahrbahn durch Fahrzeuge und Baustellenausrüstung blockiert.

Anliegerverkehr bis zu den Baustellenbereichen möglich

Für Anwohner bleibt die Zufahrt bis zu den Baustellenbereichen teilweise möglich. In diesem Zusammenhang wird die bestehende Einbahnregelung zeitweise aufgehoben.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Glasscheibe an Bushaltestelle in Tegernsee beschädigt – Polizei sucht Zeugen

Glasscheibe an Bushaltestelle in Tegernsee beschädigt – Polizei sucht Zeugen

Tegernsee / Landkreis Miesbach – Am Bahnhof in Tegernsee (Landkreis Miesbach) ist eine Glasscheibe der Bushaltestelle beschädigt worden. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Der Vorfall ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei zwischen Donnerstag, 04. Juni 2026, 19 Uhr, und Freitag, 05. Juni 2026, 7 Uhr.

Schaden am Freitagmorgen entdeckt

Ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs stellte die beschädigte Glaswand am Freitagmorgen fest und verständigte die Polizei. Der Sachschaden wird auf rund 2.000 Euro geschätzt.

Wie es zu der Beschädigung kam, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Nach aktuellem Ermittlungsstand kommt sowohl ein Tritt oder andere Gewalteinwirkung als auch ein möglicher Kontakt mit einem Fahrzeug beim Rangieren oder Ausparken in Betracht.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen und bittet Zeugen, die im genannten Zeitraum im Bereich des Bahnhofplatzes verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hartseeparkplatz zeitweise nur eingeschränkt nutzbar

Hartseeparkplatz zeitweise nur eingeschränkt nutzbar

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Am Hartseeparkplatz in Eggstätt (Landkreis Rosenheim) kommt es an zwei Juni-Wochenenden zu Einschränkungen für Autofahrer. Grund sind Arbeiten für neue E-Ladesäulen.

Die Touristinfo Eggstätt informiert: Besucher müssen sich am 09. und 10. Juni sowie am 16. und 17. Juni auf eine halbseitig gesperrte Zufahrt einstellen.

Auch einzelne Parkflächen betroffen

Betroffen ist vor allem der vordere Bereich der Parkplätze am Minigolfplatz. Dort steht die Fläche an den genannten Tagen nur eingeschränkt zur Verfügung. Der hintere Parkplatzbereich bleibt jedoch jederzeit erreichbar und kann normal genutzt werden.
Die Gemeinde Eggstätt bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Eggstätt / Beitragsbild: Touristinfo Eggstätt)

Aschau läuft: 5. Bankerl-Lauf im Priental mit Bewegung, Musik und guter Sache

Aschau läuft: 5. Bankerl-Lauf im Priental mit Bewegung, Musik und guter Sache

Aschau / Landkreis Rosenheim – Zum 5. Aschauer Bankerl-Lauf lädt der Veranstalter Lauffeuer Chiemgau am Freitag, 12. Juni, ins Priental ein. Start ist um 18 Uhr im Festhallengelände Hohenaschau. Die Veranstaltung richtet sich an Läufer, Wanderer, Geher und Genießer gleichermaßen.

Entlang der Prien und des Aschauer Bankerl-Weges steht nicht die Zeit im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Bewegen. Auf eine Zeitnahme wird bewusst verzichtet. Zur Auswahl stehen Strecken über 3, 5 oder 7 Kilometer, die auch spontan während der Veranstaltung gewählt werden können. Kinderwagen und Hunde sind ebenfalls willkommen.

Für Kinder bis sieben Jahre startet um 18.05 Uhr ein eigener Kinderlauf über einen Kilometer am Vorplatz der Festhalle Hohenaschau.

Bewegung für den guten Zweck

Der Bankerl-Lauf verbindet Sport mit sozialem Engagement. Ein Großteil der Einnahmen sowie zusätzliche Spenden kommen dem Benedetto-Menni-Nest in Aschau zugute, einer Wohngemeinschaft für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Auch einige Bewohner nehmen wieder selbst an der Veranstaltung teil.

Für zusätzliche Stimmung sorgen FITNESSdasSchulz aus Aschau mit Tanzgruppen und Musik. Sport Steigenberger begleitet die Veranstaltung als Partner und bietet unter anderem die Möglichkeit, Testschuhe direkt auf der Strecke auszuprobieren.

Auch Zuschauer sind entlang der Strecke willkommen und können die Teilnehmer – besonders die Kinder – anfeuern. Für das leibliche Wohl ist mit Würstl, Vinschgerl vom Berggut, Kuchen, Kaffee und Getränken gesorgt.

Schirmherrschaft offiziell übergeben

Im Vorfeld wurde die Schirmherrschaft für den Bankerl-Lauf offiziell von Lauffeuer Chiemgau an die Tourist Info Aschau übergeben. Schirmherr ist Tourist-Info-Leiter Herbert Reiter, der die Teilnehmer am Veranstaltungstag begrüßen und auf die Strecke schicken wird. Auch die Aschauer Bürgermeister haben ihr Kommen zugesagt.

Eine Voranmeldung bei Sport Steigenberger wird empfohlen, Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag möglich. Weitere Infos hier.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Foto: re)

25. Sachranger Bauern- und Kunsthandwerkermarkt feiert Jubiläum

25. Sachranger Bauern- und Kunsthandwerkermarkt feiert Jubiläum

Sachrang / Landkreis Rosenheim – Das Bergsteigerdorf Sachrang wird am Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni 2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr wieder zum Treffpunkt für Regionalität, Handwerk und Tradition. Der „grenzenlos“ Bauern- und Kunsthandwerkermarkt findet zum 25. Mal statt und feiert damit ein kleines Jubiläum.

Seit einem Vierteljahrhundert präsentieren hier bäuerliche Erzeuger und Kunsthandwerker aus Bayern und Tirol ihre Produkte. Das Angebot reicht von regionalen Spezialitäten und Naturprodukten bis hin zu handgefertigten Arbeiten aus Holz, Filz, Keramik, Glas und weiteren Materialien.

Handwerk zum Zuschauen und Mitmachen

Ein besonderer Bestandteil des Marktes sind die zahlreichen Vorführungen direkt an den Ständen. Viele Aussteller zeigen live ihre Arbeit und geben Einblicke in traditionelle Handwerkstechniken. Auch Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene sind im gesamten Marktbereich zu finden, sodass der Markt nicht nur Einkaufs-, sondern auch Erlebnischarakter hat.

Am Samstag, 6. Juni, sorgt die Musikkapelle Aschau mit einem Kurkonzert für musikalische Unterhaltung. Am Sonntag spielt die Gruppe „Bicha Briada“ auf und begleitet den Markttag mit zünftiger Musik. Die Trachtenkinder treten in diesem Jahr am Sonntag auf (statt wie ursprünglich geplant am Samstag).

Für das leibliche Wohl ist an beiden Tagen gesorgt.

Kostenlose Busverbindungen

Zwischen Aschau und Sachrang verkehren an beiden Tagen kostenlose Shuttlebusse. Abfahrt in Aschau ist um 10.30 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr. Die Rückfahrten ab Sachrang erfolgen um 11.30 Uhr, 13 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr. Weitere Informationen gibt es bei der Tourist-Info Sachrang oder unter www.sachrang.de.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau / Beitragsbild: Copyright Touristinfo Aschau im Chiemgau)

Vortrag an der TH Rosenheim: Ultrakalte Atome im Erdorbit

Vortrag an der TH Rosenheim: Ultrakalte Atome im Erdorbit

Rosenheim – Die Sternwarte Rosenheim lädt am Donnerstag, 11. Juni 2026, zu einem öffentlichen Vortrag an die Technische Hochschule Rosenheim ein. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Quantentechnologie mit ultrakalten Atomen zur hochpräzisen Messung der Erdgravitation aus dem Weltraum.

Referentin ist Dr. Maike Lachmann von Airbus Space & Defence in Ottobrunn. Beginn ist um 18.30 Uhr im Raum B0.23 am Campus Rosenheim.
Im Fokus des Vortrags stehen sogenannte ultrakalte Atome im Erdorbit, die als Grundlage für neuartige Quantensensoren dienen. Diese sollen künftig helfen, Veränderungen der Massenverteilung auf der Erde noch genauer zu erfassen – etwa durch das Schmelzen der Polargebiete oder den Anstieg des Meeresspiegels. Geodätische Messungen aus dem Weltraum werden bereits seit mehr als 25 Jahren eingesetzt und sollen nun weiterentwickelt werden.

Atominterferometer als neue Sensortechnologie

Ziel ist es, die zeitliche Auflösung und Genauigkeit der Messungen deutlich zu verbessern. Vielversprechend sind dabei sogenannte Atominterferometer, die auf den Welleneigenschaften ultrakalter Atomwolken basieren. Diese Quantensensoren bieten eine hohe Langzeitstabilität und Sensitivität und werden derzeit intensiv für den Einsatz im All entwickelt.

Im EU-geförderten Projekt CARIOQA-PMP arbeitet Airbus Space & Defence an einem solchen Quantensensor zur Gravitationsmessung. Dr. Maike Lachmann ist dort als Systemingenieurin für den Sensorkopf verantwortlich. Zuvor war sie wissenschaftlich im Bereich der Quantenoptik tätig und promovierte in diesem Fachgebiet.

Der Vortrag erklärt, wie diese Technologie funktioniert, wofür sie eingesetzt werden kann und wie der aktuelle Entwicklungsstand für den Einsatz im Weltraum aussieht.

Infos zur Veranstaltung kompakt

(Quelle: Pressemitteilung Sternwarte Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Von den Anden nach Aschau: Vortrag mit Gast aus dem Volk der Q’ero

Von den Anden nach Aschau: Vortrag mit Gast aus dem Volk der Q’ero

Aschau / Landkreis Rosenheim – Am Samstag, 6. Juni 2026, lädt die Dominik Wörndl Stiftung in die Priental-Halle Aschau im Chiemgau zu einem Vortrag mit einem Gast aus dem Hochland von Peru ein.

Nach einem Bericht von David Huber im vergangenen Jahr über seine Reise zu den Q’ero, den letzten direkten Nachfahren der Inka, ist diesmal ein Vertreter dieses indigenen Volkes persönlich in Aschau zu Gast.

Zu Beginn stellt Josef Ramerth von der Partnerorganisation Noqanchis-Zusammenstehen e.V. die andine Philosophie der Q’ero vor. Anschließend berichtet Wenceslao Quispe Huillca aus dem entlegenen Dorf Qiqo über sein Leben in der Cordillera Vilcanota.

Der Vortrag wird auf Spanisch gehalten und simultan übersetzt. Da Wenceslao Quispe Huillca bislang noch nie seine Heimat verlassen hat und nur wenige Vertreter seines Volkes außerhalb Perus auftreten, bietet der Abend einen direkten Einblick in das Leben der Q’ero.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, traditionelle kunsthandwerkliche Produkte der Nación Q’ero zu erwerben.

Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr in der Priental-Halle. Der Eintritt ist frei.
(Quelle: Pressemitteilung Dominik Wörndl Stiftung / Beitragsbild: Copyright Dominik-Wörndl-Stiftung & Noqanchis)

Hohenaschauer Trachtler laden zum Oimfest auf der Hofalm

Hohenaschauer Trachtler laden zum Oimfest auf der Hofalm

Aschau / Landkreis Rosenheim – Musik, Schmankerl und bayerische Gemütlichkeit inmitten der Chiemgauer Bergwelt: Die Hohenaschauer Trachtler laden am Sonntag, 14. Juni, ab 10.30 Uhr zum „Oimfest auf da Hofalm“ ein.

Für einen Tag gehört die Hofalm ganz den Trachtlern und ihren Gästen. Beim geselligen Frühschoppen sorgt die Wabach Musi für die passende musikalische Unterhaltung. Ausgeschenkt wird Bier vom Hohenaschauer Brauhaus.

Die Besucher dürfen sich außerdem auf kleine Schmankerl, Kaffee und Kuchen sowie frisch gebackene Schmalznudeln freuen, die von den Vereinsmitgliedern selbst zubereitet werden. Mit einer Bar und einer kleinen Tanzbühne ist für beste Unterhaltung gesorgt.

Dirndl und Lederhose ausdrücklich erwünscht

Eingeladen sind Einheimische, Gäste, Wanderer und alle Trachtler. Wer mag, kann gerne in Dirndl oder Lederhose kommen und so zur besonderen Atmosphäre des Almfestes beitragen.
Die Hohenaschauer Trachtler freuen sich auf viele Besucher. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird das Oimfest auf Sonntag, 21. Juni 2026, verschoben.

Weitere aktuelle Informationen gibt es auf der Internetseite des Trachtenvereins.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau / Beitragsbild: re)

Doppelter Regenbogen über Aschauer Pfarrkirche

Doppelter Regenbogen über Aschauer Pfarrkirche

Aschau im Chiemgau – ein schönes Himmelsschauspiel gab es jüngst über Aschau im Chiemgau zu beobachten: Über der doppeltürmigen katholischen Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ spannte sich ein doppelter Regenbogen über den Himmel.

Nach den bereits hochsommerlichen Temperaturen Ende Mai zeigt sich das Wetter derzeit wieder deutlich wechselhafter. Doch die Mischung aus Sonne und Regenschauern hat durchaus ihre guten Seiten. Zum einen freut sich die Natur über den dringend benötigten Niederschlag, zum anderen entstehen dabei immer wieder faszinierende Himmelsbilder wie dieses.

Ein doppelter Regenbogen entsteht, wenn das Sonnenlicht innerhalb der Regentropfen nicht nur einmal, sondern zweimal reflektiert wird. Dadurch erscheint über dem hellen Hauptbogen ein zweiter, schwächerer Regenbogen, dessen Farben in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sind.

Wenn Sonne und Regen zusammentreffen

Gerade die derzeit wechselhafte Wetterlage schafft die besten Voraussetzungen für solche besonderen Naturphänomene. Während sich viele nach den sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen wieder mehr Sonne wünschen, profitiert die Natur von den Niederschlägen. Wiesen, Felder und Wälder erhalten die Feuchtigkeit, die sie nach den trockenen Tagen gut gebrauchen können.

Und das in Aschau entstandene Foto erinnert daran, dass auf Regen immer wieder auch Sonnenschein folgt.
(Foto: Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Huber)

Aschau feiert Fronleichnam mit festlicher Prozession

Aschau feiert Fronleichnam mit festlicher Prozession

Aschau / Landkreis Rosenheim – Mit Blumen, Fahnen, Musik und vielen Gläubigen wurde am Donnerstag (4.6.2026) das Fronleichnamsfest in Aschau im Chiemgau gefeiert. Nach dem Festgottesdienst zog die Pfarrgemeinde in einer feierlichen Prozession durch den geschmückten Ortskern.

Fronleichnam in Aschau im Chiemgau 2026. Fotos: Copyright H. Reiter

Musikalische Begleitung bei der Fronleichnamsprozession. Fotos: Copyright H. Reiter

Nach dem feierlichen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ machte sich die Pfarrgemeinde Aschau im Chiemgau mit Gebeten und Gesängen auf den Weg durch den festlich geschmückten Ort. Begleitet wurde die Prozession von den Fahnenabordnungen der Dorfvereine, der Musikkapelle und zahlreichen Gläubigen.

Fronleichnam in Aschau im Chiemgau 2026. Fotos: Copyright H. Reiter

Fronleichnam bot auch in diesem Jahr wieder ein stimmungsvolles Bild gelebten Glaubens. 

Ortspfarrer Paul Janßen trug das Allerheiligste in der goldenen Monstranz durch den Ort und segnete Dorf, Werkstätten, Schule sowie Fluren und Felder. Die Gebirgsschützenkompanie Aschau gab dabei das traditionelle Ehrengeleit.

An zwei liebevoll gestalteten Altären, die von Aschauer Frauen und der Kolpingfamilie vorbereitet worden waren, wurde Station gemacht, um gemeinsam zu beten und zu singen.

Tradition und gelebter Glaube

Die Fahnenabordnungen der Ortsvereine, die festlich gekleideten Mitglieder der Trachtenvereine Hohenaschau und Niederaschau, die Gebirgsschützenkompanie Aschau sowie die Feuerschützen begleiteten gemeinsam mit Ortspfarrer Paul Janßen und Diakon Dr. Christian Elsen die Feierlichkeiten.

Auch die Erstkommunionkinder waren aktiv eingebunden. Sie trugen Fahnen und zogen gemeinsam mit den Ministranten und der Geistlichkeit zu den beiden Altären. Ein besonderer Blickfang waren die aktiven Dirndl der Trachtenvereine Hohenaschau und Niederaschau, die während der Prozession die Figuren trugen.

Musik und festlicher Rahmen

Im Mittelpunkt des Fronleichnamsfestes stand das Allerheiligste unter dem Baldachin, begleitet von vier Himmelträgern und der Pfarrgemeinde. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte Kirchenmusikerin Christine Klinger.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Fotos: Copyright H. Reiter)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: 1000 Wohnungen – aber wohin?

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: 1000 Wohnungen – aber wohin?

Rosenheim – Auf dem Rathausvorplatz in Rosenheim herrschte am Mittwochabend eine ruhige, offene Atmosphäre. Eis, Gespräche, wenig Hektik – beim ersten sogenannten Community-Event von Rosenheims neuem Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (wir berichteten) ging es um direkten Austausch mit den Bürgern. Und doch zeigte sich schnell, dass sich viele Diskussionen um ein Thema drehten: die Wohnsituation in der Stadt.

Ein neues Format sollte es sein: unkompliziert, offen, direkt – Gespräch ohne große Distanz zwischen Politik und Bürgern mitten im öffentlichen Raum statt im Sitzungssaal. Und genau das funktionierte auch so.

Schnell wurde klar, dass sich viele Gespräche um ein Thema drehten, das derzeit viele Menschen in Rosenheim beschäftigt: Wohnen und Wohnraum. Steigende Mieten, fehlender bezahlbarer Wohnraum – das war der rote Faden vieler Gespräche.

1000 neue Wohnungen – ein Ziel mit vielen Fragen

Im Wahlkampf hatte der neue Oberbürgermeister angekündigt, rund 1000 neue Wohnungen in Rosenheim schaffen zu wollen. Ein Ziel, das bei vielen zunächst Hoffnung ausgelöst hat – vor allem bei Menschen, die dringend eine bezahlbare Wohnung suchen.

Gleichzeitig ist klar: Zwischen politischem Anspruch und tatsächlicher Umsetzung liegt in einer Stadt wie Rosenheim ein weiter Weg.

Flächen sind begrenzt, die Nachfrage hoch, und nahezu jede größere Bauentwicklung führt schnell zu Diskussionen darüber, wie viel Veränderung ein Quartier verträgt.

Das zeigte sich auch am Beispiel der Weinlände, wo Anwohner mögliche Erweiterungen bestehender Bebauung kritisch sehen. Die Sorge dahinter ist nachvollziehbar: Es geht um gewachsene Strukturen und das Gesicht eines Stadtteils.

Und gleichzeitig steht genau diese Stadt unter Druck, neuen Wohnraum zu schaffen.

Zwischen Verdichtung und Erhalt

Damit entsteht ein Spannungsfeld, das sich kaum auflösen lässt.

Mehr Wohnraum bedeutet meist Verdichtung – also mehr Nutzung auf gleicher Fläche. Genau dort, wo eine Stadt besonders sie selbst ist, wird jede Veränderung schnell sichtbar und emotional diskutiert.

Auf der anderen Seite steht der Wunsch, Grünflächen zu erhalten, klimatische Belastungen zu begrenzen und gewachsene Strukturen nicht zu überformen.

Ein klassischer Zielkonflikt, der sich in vielen Städten zeigt – in Rosenheim aber sehr konkret.

Der Blick nach innen: Leerstand als Ansatz

Wenn neue Flächen schwer zu finden sind, rückt ein anderes Thema stärker in den Fokus: bereits vorhandener Wohnraum, der nicht genutzt wird.

Hier brachte der Oberbürgermeister die Idee einer Leerstandssatzung ins Gespräch. Eigentümer, die Wohnungen „willkürlich“ leer stehen lassen, sollen künftig mit einer Abgabe rechnen müssen. Ziel ist es, ungenutzten Wohnraum wieder auf den Markt zu bringen.

Der Ansatz ist nachvollziehbar: Bevor neu gebaut wird, soll vorhandener Wohnraum aktiviert werden.

Doch die entscheidende Frage bleibt: Wo verläuft die Grenze zwischen bewusstem Leerstand und Gründen, die ganz andere Ursachen haben?

Ein Instrument mit offenen Fragen

Eine Leerstandsabgabe klingt zunächst eindeutig, ist in der Umsetzung aber kompliziert.

Denn jede Regelung in diesem Bereich bedeutet Abgrenzung: Was ist gerechtfertigter Leerstand, was nicht? Wer prüft das – und mit welchem Aufwand?

Gleichzeitig gehört auch die Perspektive der Eigentümer zur Realität. Wohnraum zu schaffen oder zu erhalten ist verbunden mit Kosten, Unsicherheiten und Risiken, die sich nicht immer einfach kalkulieren lassen.

Zwischen Druck und Lösungssuche

So verständlich der Wunsch ist, mehr Wohnraum schneller verfügbar zu machen, so schwierig bleibt die Umsetzung allein über zusätzliche Pflichten.

Am Ende stellt sich die Frage, ob Regulierung hier wirklich der zentrale Hebel sein kann – oder ob es stärker um Vereinfachung, Anreize und bessere Rahmenbedingungen gehen muss.

Etwa bei der Umnutzung leerstehender Büro- und Gewerbeflächen oder bei Bauvorschriften, die Projekte heute oft deutlich verteuern und verzögern. Auch die Dauer von Genehmigungsverfahren spielt dabei eine Rolle – oft ein entscheidender Faktor zwischen Idee und Umsetzung.

1000 neue Wohnungen sind ein großes Ziel. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch danach: bei der Frage, wie sie entstehen können, ohne neue Konflikte an anderer Stelle zu verschärfen.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Wohnungsfrage in Rosenheim – nicht nur wie viel gebaut wird, sondern wie eine Stadt mit begrenzten Flächen und vielen berechtigten Interessen ihren Weg findet.
Wir werden diese Diskussion weiter begleiten.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin