Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der RO 13 bei Vagen

Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der RO 13 bei Vagen

Feldkirchen-Westerham / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall bei Feldkirchen-Westerham sind am Freitagabend (3.7.2026)  zwei Personen auf einem Motorrad schwer verletzt worden. Die Kreisstraße war zeitweise komplett gesperrt.

Gegen 18:10 Uhr kam es auf der Kreisstraße RO 13 auf Höhe des Leitzachwerks bei Vagen zu einem Verkehrsunfall. Ein 59-jähriger Autofahrer aus Bad Aibling wollte nach Angaben der Polizei auf die Kreisstraße einfahren und übersah dabei ein Motorrad, das mit zwei Personen besetzt war. Es kam zum Zusammenstoß.
Die beiden Personen auf dem Motorrad wurden dabei schwer verletzt. Vor Ort waren mehrere Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Feuerwehr im Einsatz. Die Kreisstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme komplett gesperrt.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurden beide Personen mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen.
Am Motorrad entstand ein Schaden von rund 1.500 Euro, am Pkw ein Schaden von etwa 7.000 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mehr Panneneinsätze bei hohen Temperaturen: ADAC meldet Anstieg um 20 Prozent

Mehr Panneneinsätze bei hohen Temperaturen: ADAC meldet Anstieg um 20 Prozent

Bayern – Die hohen Temperaturen über 30 Grad haben in den vergangenen Wochen spürbar für mehr Autopannen gesorgt. Der ADAC registrierte in dieser Zeit einen deutlichen Anstieg der Einsätze seiner Pannenhilfe.

An den letzten Wochenenden musste die ADAC Pannenhilfe von Freitag bis Sonntag rund 70.000 Einsätze bewältigen. Insgesamt lag das Pannenaufkommen während einer elftägigen Phase mit hohen Temperaturen um mehr als 20 Prozent höher als üblich.
Auch im Sommer bleibt die Batterie die häufigste Pannenursache. Ihr Anteil liegt bei über 40 Prozent aller Einsätze. Dahinter folgen Probleme mit Motor beziehungsweise Motormanagement mit rund einem Viertel der Fälle.

Ebenfalls auffällig ist der Bereich Kühlung und Klimaanlage. Hier liegt der Anteil im Sommer bei rund 13 Prozent und damit etwa doppelt so hoch wie im restlichen Jahr.

Nach Angaben des ADAC hängt das mit der stärkeren Nutzung der Klimaanlagen bei hohen Temperaturen zusammen. Bei längeren Fahrten könne der Klimakompressor stärker belastet werden und im Einzelfall ausfallen, insbesondere bei älteren Fahrzeugen.

Digitaler Pannennotruf wird stärker genutzt

Bei hohem Einsatzaufkommen empfiehlt der ADAC den digitalen Notruf über die Pannenhilfe-App oder Web-App. Durch die automatische Ortung des Fahrzeugs könne der Hilfeprozess beschleunigt werden.
Von Januar bis Ende Juni wurden bereits mehr als 500.000 Pannen digital gemeldet. Der Anteil digitaler Meldungen stieg damit auf fast 27 Prozent. Im Jahr 2025 lag er noch bei 18,5 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fast unverändert: Rund 58.600 Paare heiraten 2025 in Bayern

Fast unverändert: Rund 58.600 Paare heiraten 2025 in Bayern

Bayern – Die Zahl der Eheschließungen in Bayern ist 2025 nahezu stabil geblieben. Besonders gefragt waren Trauungen an Freitagen – und ein Datum stach dabei deutlich hervor. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor.

Im Jahr 2025 haben sich in Bayern 58.640 Paare das Ja-Wort gegeben. Das sind nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik 53 Eheschließungen beziehungsweise 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die meisten Trauungen wurden in Oberbayern registriert. Dort heirateten 20.868 Paare. Es folgen Schwaben mit 8.956 und Mittelfranken mit 7.597 Eheschließungen.

Besonders beliebt war das Heiraten an einem Freitag. Insgesamt schlossen an diesem Wochentag 22.896 Paare den Bund fürs Leben. Auf Platz zwei folgt der Samstag mit 17.716 Hochzeiten. Am seltensten wurde an einem Sonntag geheiratet – hier wurden lediglich 426 Trauungen registriert.

Der 2. Mai war der gefragteste Hochzeitstag

Der beliebteste Hochzeitstag des Jahres war Freitag, der 2. Mai 2025. An diesem Tag wurden bayernweit 1.266 Ehen geschlossen. Auch der Mai insgesamt war mit 8.845 Trauungen der stärkste Hochzeitsmonat.
Beim Alter der Brautpaare blieb alles wie im Vorjahr: Männer waren bei ihrer ersten Eheschließung im Durchschnitt 34,9 Jahre alt, Frauen 32,5 Jahre.

Gleichgeschlechtliche Ehen machen rund 2,2 Prozent aus

Von den insgesamt 58.640 Eheschließungen entfielen 57.338 auf Ehen zwischen einer Frau und einem Mann. Bei 640 Trauungen heirateten zwei Frauen, bei 660 zwei Männer. Damit lag der Anteil gleichgeschlechtlicher Eheschließungen – wie bereits im Vorjahr – bei rund 2,2 Prozent.
Die große Mehrheit der Ehen wurde zwischen zwei deutschen Staatsangehörigen geschlossen. Das traf auf 49.428 Hochzeiten beziehungsweise 84,3 Prozent aller Eheschließungen zu. Bei 7.615 Ehen hatte ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit, bei 1.598 Trauungen waren beide Partner ausländische Staatsangehörige.
(Quelle: Pressemitteilung  Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bundeswehr übt Mitte Juli im Priental und Chiemgau

Bundeswehr übt Mitte Juli im Priental und Chiemgau

Landkreis Rosenheim – Mitte Juli führt die Bundeswehr im Priental und Chiemgau eine Gebirgsübung durch. Dabei ist in der Region mit Militärfahrzeugen, Soldaten und vermehrten Flugbewegungen zu rechnen.

Das Landratsamt Rosenheim informiert: Mitte Juli wird die Bundeswehr im Priental und im Chiemgau eine Übung durchführen. Parallel dazu finden auch in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land Übungen statt.
Deshalb sei in der Region mit einem erhöhten Aufkommen von Bundeswehrkräften und Militärfahrzeugen sowie mit vermehrten Flugbewegungen zu rechnen. Ziel der Übung ist das Training der Soldaten im Gebirge.

Die Bevölkerung wird gebeten, sich durch die übende Truppe nicht verunsichern zu lassen und aus Sicherheitsgründen ausreichend Abstand zu halten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 4. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Pferde durch die Position ihrer Augen fast 360 Grad sehen können?
Nur ein kleiner Bereich bleibt ihnen verborgen.
Ein großer Vorteil in freier Natur.

Vielleicht versuchst Du heute, Dinge aus mehreren Blickwinkeln zu sehen.

Wir wünschen Dir einen offenen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Vom Laufrad bis zum Auto: Segen für die Reisezeit

Vom Laufrad bis zum Auto: Segen für die Reisezeit

Oberwöhr / Rosenheim – Im Rosenheimer Stadtteil  Oberwöhr lädt die Stadtteilkirche kurz vor Beginn der Sommerferien zu einem Familien-Reisesegen ein – und segnet dabei vom Bobbycar bis zum Auto alles, was Räder hat. 

In der Kirche St. Josef im Rosenheimer Stadtteil Oberwöhr Kirche St. Josef Oberwöhr findet am Sonntag, 26. Juli, um 10.30 Uhr ein Familien-Reisesegen-Wortgottesdienst für die gesamte Stadtteilkirche statt.
Im Mittelpunkt steht dabei eine Fahrzeugsegnung, bei der alles gesegnet wird, was Räder hat – vom Auto über Motorrad, Moped und Roller bis hin zu Fahrrädern, Bobbycars, Laufrädern und Dreirädern. Auch Rollatoren und Rollstühle sind ausdrücklich mit eingeschlossen.

Im Anschluss an die Feier sind alle Besucher zum Kirchenkaffee auf dem Vorplatz der Kirche eingeladen.
(Quelle: Mitteilung Stadtteilkirche / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Regen bremst die gute Laune beim Aschauer Bankerl-Lauf nicht

Regen bremst die gute Laune beim Aschauer Bankerl-Lauf nicht

Aschau / Landkreis Rosenheim – Auch Regen konnte die Teilnehmer des 5. Aschauer Bankerl-Laufs nicht aufhalten. Läufer, Walker und Geher gingen mit viel guter Laune auf die Strecke – und liefen dabei zugleich für den guten Zweck.

Trotz wechselhaften Wetters war die Stimmung beim 5. Aschauer Bankerl-Lauf bestens. Zahlreiche Läufer, Walker und Geher gingen am Fuße von Schloss Hohenaschau an den Start. Organisiert wurde die Veranstaltung von Christine Heckl und Hubert Hinterstocker mit vielen Helfern von Lauffeuer Chiemgau.
Dank der Unterstützung der Familie Schneikart konnte die Anmeldung kurzfristig in die Festhalle Aschau verlegt werden und blieb damit trocken. Außerdem nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, vor Ort Laufschuhe von Laufsport Steigenberger auszuprobieren und direkt auf der Strecke zu testen.

Der Zweite Bürgermeister Michael Andrelang begrüßte die Teilnehmer und wünschte ihnen viel Freude auf den verschiedenen Strecken. Anschließend schickte Tourismus- und „Bankerl-Chef“ Herbert Reiter die Sportler auf die Runde.

Von den Jüngsten bis zu großen Teams

Der jüngste Teilnehmer auf der Drei-Kilometer-Strecke war erst sechs Jahre alt. Auch auf den längeren Distanzen über fünf und sieben Kilometer waren junge Läufer gemeinsam mit ihren Eltern unterwegs. Wenig später gingen die drei- bis sechsjährigen Kinder auf ihre rund einen Kilometer lange Strecke – der Spaß war ihnen dabei deutlich anzusehen.
Mit sichtlicher Begeisterung war erneut ein großes Team des Benedetto-Menni-Nests Aschau dabei, einer Einrichtung für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Über den Reinerlös der Veranstaltung darf sich die Einrichtung freuen.

Das größte Team stellte wie schon in den vergangenen Jahren die Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Stiebler aus Prien am Chiemsee mit 17 Mitarbeitern. Den zweiten Platz teilten sich die Körpermanufaktur Hoffmann & Hoffmann aus Aschau sowie die Fachklinik Alpenland aus Bad Aibling, die erstmals mit einer größeren Gruppe vertreten war.

Gemütlicher Ausklang

Der Regen verhinderte zwar ein längeres Verweilen im Freien, dennoch nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, den Tag bei einem gemeinsamen Buffet und Gesprächen ausklingen zu lassen.
Die Organisatoren von Lauffeuer Chiemgau zogen ein positives Fazit und bedankten sich bei allen Teilnehmern und Unterstützern für einen gelungenen 5. Aschauer Bankerl-Lauf.
(Quelle: PressemitteillungTourist-Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Pressemitteilung Tourist-Info Aschau im Chiemgau)

2. KidzCup im Kletterz Weyarn: Kletterwettbewerb für Kinder

2. KidzCup im Kletterz Weyarn: Kletterwettbewerb für Kinder

Weyarn / Landkreis Miesbach – Am Sonntag, 19. Juli, wird das Kletterz in Weyarn zum Treffpunkt für junge Kletterbegeisterte der Region. Beim 2. KidzCup können Kinder in mehreren Altersklassen ihr Können im Klettern und Bouldern unter Beweis stellen. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm macht die Veranstaltung zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Teilnehmen können Kinder in den Altersklassen 4 bis 6 Jahre, 7 bis 9 Jahre sowie 10 bis 13 Jahre (Mädchen und Jungen). Der Wettkampfstar findet von 11 bis etwa 16 Uhr statt.
Im Mittelpunkt stehen Kletter- und Boulderdisziplinen, bei denen die jungen Teilnehmer ihr Geschick und ihre Fähigkeiten zeigen können. Alle Starter erhalten ein Starterpaket mit einem KidzCup-Shirt.
Neben dem sportlichen Wettbewerb erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Geplant sind unter anderem eine Hänge-Challenge, Strickleiterklettern sowie das Basteln von Seilmännchen. Damit bietet die Veranstaltung auch für Familien und Zuschauer ein Angebot.

Eine Anmeldung ist sowohl online als auch am Veranstaltungstag vor Ort möglich (Anmeldung vor Ort: Ab 10 Uhr). Weitere Informationen sowie die offizielle Ausschreibung sind unter www.kletterz.de/events zu finden.
(Quelle: Pressemitteilung Kletterz in Weyarn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kulturforum Rosenheim: KI und Kultur im Mittelpunkt des Sommerempfangs

Kulturforum Rosenheim: KI und Kultur im Mittelpunkt des Sommerempfangs

Rosenheim – Rund 90 Gäste aus Kultur, Politik und Gesellschaft sind zum Sommerempfang des Kulturforums Rosenheim zusammengekommen. Neben persönlichen Begegnungen stand dabei auch die Frage im Raum, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig im Kulturbereich spielen soll.

Rund 90 Vertreter aus Kultur, Politik und Gesellschaft haben sich zum Sommerempfang des Kulturforums Rosenheim im Bildungszentrum Rosenheim getroffen. Nach der musikalischen Begrüßung durch die Alphornbläser der Marktkapelle Grassau eröffneten der Vorsitzende Reinhart Knirsch und sein Stellvertreter Dr. Markus Roth den Abend.

In seiner Ansprache sprach sich Reinhart Knirsch dafür aus, den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Kulturbereich kritisch zu hinterfragen. Die möglichen Auswirkungen auf den kreativen Arbeitsmarkt sowie urheberrechtliche Fragen dürften nicht unterschätzt werden. Menschliche Begegnungen und echter Austausch seien durch Maschinen nicht zu ersetzen. Gerade dafür stehe das Kulturforum Rosenheim.

Rosenheims Dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht hob in ihrem Grußwort die vernetzende Funktion des Kulturforums hervor. Kultur lebe von Austausch, Zusammenarbeit und persönlichem Engagement. Besonders würdigte sie das Projekt „Kultur für alle“, das einen niederschwelligen Zugang zu kulturellen Angeboten ermögliche.

Musik und Gespräche

Für den musikalischen Rahmen sorgten die Alphornbläser der Marktkapelle Grassau. Ihr Konzert verband traditionelle und moderne Klänge und wurde vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen.
Im Anschluss nutzten die Gäste den Sommerempfang für Gespräche, neue Kontakte und den Austausch über aktuelle Themen aus der regionalen Kulturszene.
(Quelle: Pressemitteilung Kulturforum Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Knirsch)

Kriegerdenkmal, Königstraße, Rosenheim, 1909

Kriegerdenkmal, Königstraße, Rosenheim, 1909

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1909. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Kriegerdenkmal in der Königstraße in Rosenheim.

Schon auf den ersten Blick ist das Foto ein echter Hingucker. Rund um das Denkmal haben sich mehrere Rosenheimer versammelt – gekleidet nach der Mode der damaligen Zeit. Mann mit Hut und Anzug, Frauen in langen Kleidern und Sonnenschirmen: Fast scheint es, als hätten sie sich für den Fotografen eigens in Pose gestellt. So erzählt die Aufnahme nicht nur etwas über ein längst verschwundenes Bauwerk, sondern auch über den Alltag vor mehr als 100 Jahren.

Im Mittelpunkt steht aber das damals beeindruckende Kriegerdenkmal. Auf einem hohen Sockel thronte ein Soldat in der Felduniform des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Mit markantem Raupenhelm, Fahne und Schwert war die Figur schon von Weitem ein Blickfang. Unterhalb des Soldaten entsprang ein Brunnen, dessen Wasser in ein großes halbrundes Becken floss. Gemütliche Ruhebänke links und rechts machten die Anlage zu einem Ort, an dem sich die Menschen gerne aufhielten.

Ein Wettbewerb mit 45 Entwürfen

Die Entscheidung für das Denkmal fiel im Jahr 1905. Magistrat und Gemeindekollegium beschlossen damals, ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges zu errichten.
Den Zuschlag erhielt ein Entwurf des Münchner Bildhauers Georg Albertshofer und des bekannten Architekten German Bestelmayer. Sie setzten sich in einem Wettbewerb gegen 43 weitere Konkurrenten durch. Die Errichtung kostete damals knapp 15.000 Mark –zur damaligen Zeit eine stattliche Summe.

Mehrfach umgezogen – und dann verschwunden

An seinem ursprünglichen Standort blieb das Denkmal allerdings nicht. 1961 musste die Anlage Infrastrukturmaßnahmen weichen. Im Zuge der Erweiterung des Max-Bram-Platzes und der Vorbereitungen für die Bundesstraße B15 wurde sie abgebaut.
Brunnen und Figuren wurden zunächst im städtischen Bauhof eingelagert. Später fand das Denkmal am Innzipfel, dem Zusammenfluss von Inn und Mangfall, einen neuen Standort.

Doch auch dort ist es heute nicht mehr zu finden. Hochwasserschutzmaßnahmen, neue Fußgängerbrücken und die Umgestaltung des Geländes im Vorfeld der Landesgartenschau 2010 veränderten den Bereich grundlegend. Die steinerne Soldatenfigur mit dem charakteristischen Raupenhelm wurde dauerhaft entfernt und befindet sich nach lokalen Berichten nicht mehr im öffentlichen Raum.
Wo sich der Soldat heute befindet – und ob die Originalfigur überhaupt noch existiert –, konnten wir bislang nicht in Erfahrung bringen.

Vielleicht weiß einer unserer Leser mehr? Wenn Ihr Informationen zum Verbleib der Figur habt, schreibt sie uns gerne in die Kommentare unter dem Foto.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Mit dem Aufbau des Flötzinger-Festzelt beginnt die Vorfreude aufs Rosenheimer Herbstfest

Mit dem Aufbau des Flötzinger-Festzelt beginnt die Vorfreude aufs Rosenheimer Herbstfest

Rosenheim – Auf der Rosenheimer Loretowiese wird wieder gehämmert, geschraubt und gebaut: Mit dem Aufbau des Flötzinger-Festzelts hat die heiße Phase der Vorbereitungen für das Rosenheimer Herbstfest begonnen. Für viele Rosenheimer ist das jedes Jahr das erste sichtbare Zeichen, dass die fünfte Jahreszeit näher rückt.

Noch sind es einige Wochen bis zum ersten Anstich, doch auf der Loretowiese herrscht bereits reges Treiben. Traditionell macht das Flötzinger-Festzelt den Anfang. Zunächst entstehen die massiven Grundgerüste und Holzkonstruktionen für das größte Bierzelt in Holzbauweise in ganz Europa.
Wer in diesen Tagen an der Loretowiese vorbeikommt, kann den Fortschritt beinahe täglich beobachten. Mit jedem Balken und jedem Dachelement steigt auch die Vorfreude auf das größte Volksfest der Region.

Noch rund acht Wochen bis zum Start

Das Rosenheimer Herbstfest beginnt heuer am 29. August und dauert bis 13. September 2026. Insgesamt stehen den Besuchern 16 Festtage bevor – mit Festzelten, Fahrgeschäften, Essensständen und umfangreichen Programm.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Josefa Staudhammer)

Rosenheimer Fassadenpreis 2025 an „Franz am Wiesntor“ übergeben

Rosenheimer Fassadenpreis 2025 an „Franz am Wiesntor“ übergeben

Rosenheim – „Es ist weit mehr als ein Gebäude – es ist ein Teil der Rosenheimer Stadtgeschichte und unserer Familiengeschichte.“ Mit diesen Worten hat Marisa Steegmüller im „Franz am Wiesntor“ die Bedeutung des Hauses auf den Punkt gebracht, das nun mit dem Fassadenpreis 2025 ausgezeichnet wurde.

Fassadenpreis 2025 für Franz im Wiesntor. Foto: Josefa Staudhammer

Die Freude über die Auszeichnung war bei Marisa Steegmüller groß. Fotos: Josefa Staudhammer

Diesmal hat die Stadt Rosenheim den Fassadenpreis direkt in dem Gebäude überreicht, das ausgezeichnet wurde: dem „Franz im Wiesntor“ in der Kaiserstraße 233.  Die Auszeichnung würdigt die gelungene Sanierung und Weiterentwicklung eines historischen Stadels am Eingang zur Loretowiese. Die Entscheidung fiel im Frühjahr diesen Jahres einstimmig im Stadtrat (wir berichteten).
Der Fassadenpreis wird seit 1973 jährlich vergeben. Er zeichnet Gebäude aus, deren Sanierung das Stadtbild erhält und gleichzeitig behutsam weiterentwickelt.

Das prämiierte Gebäude hat eine lange Geschichte: Der ehemalige Flötzinger-Stadel wurde 1841 errichtet und diente über Jahrzehnte als Lager der Brauerei. Nach der Aufnahme in die Denkmalliste wurde das Haus in den vergangenen Jahren umfassend saniert und neu genutzt.

Zwischen Geschichte und neuer Nutzung

Heute wird das Erdgeschoss als Event-Gastronomie genutzt, darüber befinden sich drei Wohneinheiten. Die Nutzung hat sich nach Abschluss der Sanierung etabliert und verbindet historische Substanz mit zeitgemäßen Funktionen.
Auch außerhalb der Herbstfestzeit können die Räumlichkeiten für Feiern, Tagungen und Versammlungen inklusive Bewirtung genutzt werden.

Architekt Eik Kammerl sprach bei der Übergabe von einer „echten Herausforderung“, insbesondere aus technischer Sicht. So sei im Zuge der Sanierung eine historische Pfahlgründung unter dem Gebäude vorgefunden worden. Der Aufwand habe sich aber gelohnt.
Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betonte, das Gebäude verbinde Tradition und Moderne und sei ein gelungenes Beispiel für eine lebendige Stadtentwicklung. „Wir zeichnen mit dem ‚Franz am Wiesntor‘ ein echtes Stück Rosenheimer Heimat aus, das mit unglaublich viel Herzblut, Liebe zum Detail, Respekt vor der Geschichte und einer großen Portion Weitblick völlig neu gestaltet wurde. Die Sanierung dieses seltenen Zeugnisses unserer Wirtschafts- und Stadtgeschichte zeigt eindrucksvoll, wie sich dieses Erbe in die Zukunft führen lässt“, sagte er.

Erinnerung an die Geschichte des Hauses

Bei Marisa Steegmüller war die Freude über die Auszeichnung groß. „Das Gebäude hat viele Generationen in Rosenheim begleitet“, sagte sie. Der Name „Franz am Wiesntor“ erinnert an ihren Vater Franz Steegmüller, den langjährigen Chef der Flötzinger Brauerei, der im Mai 2024 verstorben ist. Mit der Benennung soll seine enge Verbundenheit mit der Stadt und der Brauerei lebendig gehalten werden.

Der Rosenheimer Fassadenpreis besteht aus einer Urkunde und einer Keramikkachel, die die ausgezeichneten Gebäude auch nach außen sichtbar macht. Schon bald wird sie auch die Fassade des „Franz am Wiesntor“ zieren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)