MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 10. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Du etwa 15- bis 20-mal pro Minute blinzelst?
Dabei wird die Oberfläche Deiner Augen befeuchtet und vor Staub geschützt.
Kleine Gewohnheiten haben oft eine große Wirkung.

Vielleicht nimmst Du Dir heute einen Moment, um bewusst innezuhalten.

Wir wünschen Dir einen klaren Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Kunstmühle Rosenheim, ca. 1920

Kunstmühle Rosenheim, ca. 1920

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1920. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Kunstmühle Rosenheim.

Die Kunstmühle liegt in der Klepperstraße beziehungsweise Kunstmühlstraße im Süden der damaligen Stadt, unweit des Bahnhofs. Heute gehört der Gebäudekomplex zu den markanten Industriedenkmälern Rosenheims. Auf der Aufnahme von 1905 ist allerdings noch der große Mühlenbetrieb zu sehen, für den das Areal einst gebaut wurde.
Bereits am 1. Mai 1855 nahm die Kunstmühle ihren vollständigen Betrieb auf. Sie entstand auf einem Grundstück, auf dem seit 1835 eine Granit-Steinsäge gestanden hatte. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Mühle zu einem bedeutenden Industriebetrieb.

Produziert wurden im großen Stil verschiedene Sorten von Roggen- und Weizenmehl sowie Gries. Die Erzeugnisse wurden über eigene Verkaufsstellen, sogenannte Mehlniederlagen, in Rosenheim und im Umland verkauft. Um 1905 wurden nach Angaben des Stadtarchivs bereits rund 175.000 Zentner Getreide pro Jahr verarbeitet.

Vom Mehl zum Futtermittel

Die klassische Mehlproduktion endete in den 1970er-Jahren. 1974 wurde das Mahlen von Speisemehl aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. In den folgenden Jahren wurde der Betrieb auf die Produktion von Futtermitteln für die Landwirtschaft umgestellt. Auch diese Produktion endete schließlich. 1990 wurde die Kunstmühle endgültig stillgelegt.

Danach verfiel das Gelände zunehmend. Die Gebäude standen lange leer, teilweise wuchsen bereits Bäume durch die Dächer. Für das ehemalige Industrieareal schien damit zunächst keine Zukunft in Sicht.

Aus der alten Mühle wird ein moderner Standort

Das änderte sich Anfang der 2000er-Jahre. Zwischen 2002 und 2005 wurde der historische Gebäudekomplex aufwendig saniert. Die alten Mühlengebäude – darunter die Roggenmühle von 1855 und die Weizenmühle von 1890 – wurden zu einem Büro- und Gewerbezentrum umgebaut. Heute stehen dort mehr als 4.000 Quadratmeter Büroflächen zur Verfügung. Auch gastronomisch wird das historische Gelände genutzt. Im Erdgeschoss des Silokomplexes befindet sich heute ein Cafe-Restaurant.

Ein besonders markanter Teil der Anlage ist der 54 Meter hohe Siloturm. Der Wasserturm wurde 1916 von den Münchner Gebrüdern Rank errichtet. Im Inneren befinden sich 75 Getreidesilos, die bis zu 18 Meter hoch sind. Sie werden heute aus statischen Gründen nicht mehr genutzt.

So erinnert die Kunstmühle auch heute noch an die industrielle Vergangenheit Rosenheims – und zeigt gleichzeitig, wie sich ein ehemaliger Produktionsstandort über die Jahrzehnte verändern kann.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Urlaub wird teurer – auch in Bayern

Urlaub wird teurer – auch in Bayern

Bayern – Zum Start der Sommerferien hat das Bayerische Landesamt für Statistik die Urlaubspreise verglichen. Besonders deutlich gestiegen sind die Kosten für internationale Flüge und die Anreise mit dem Auto. Aber auch Hotels, Ferienwohnungen und Freizeitangebote in Bayern sind teurer geworden.

Wer in diesem Sommer verreist, muss mit höheren Kosten rechnen. Das zeigt eine Auswertung der Verbraucherpreisstatistik des Bayerischen Landesamts für Statistik für Juli 2026. Dabei sind nicht nur Reisen ins Ausland teurer geworden. Auch wer seinen Urlaub in Bayern verbringt, muss für Unterkunft, Essen und verschiedene Freizeitangebote mehr bezahlen als noch vor einem Jahr.

Internationale Flüge deutlich teurer

Pauschalreisen ins Ausland kosteten im Juli 2026 durchschnittlich 5,3 Prozent mehr als im Juli 2025. Besonders stark stiegen laut Landesamt die Preise für Pauschalreisen in die Türkei mit 6,8 Prozent und auf die Balearen mit 6,1 Prozent.
Im Vergleich zum Juli 2019, dem Sommer vor der Corona-Pandemie, sind Pauschalreisen ins Ausland inzwischen 19,3 Prozent teurer. Gegenüber Juli 2016 beträgt der Anstieg 31,8 Prozent.

Noch deutlicher fällt die Entwicklung bei internationalen Flügen aus. Sie verteuerten sich im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent. Gegenüber Juli 2019 lagen die Preise um 75,9 Prozent höher, gegenüber Juli 2016 um 76 Prozent.

Auch Urlaub in Bayern kostet mehr

Wer für den Urlaub in Bayern bleibt, spart nicht automatisch bei allen Ausgaben. Die Preise für Übernachtungen in Hotels und Motels lagen im Juli 2026 um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ferienwohnungen und Ferienhäuser verteuerten sich um 1,2 Prozent.
Noch größer sind die Unterschiede im Zehn-Jahres-Vergleich: Hotel- und Motelübernachtungen sind seit Juli 2016 um 37,6 Prozent teurer geworden. Bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern beträgt der Anstieg 46,9 Prozent.

Auch Essen und Trinken gehen stärker ins Urlaubsbudget. Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und Bars kosteten im Juli 2026 durchschnittlich 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber Juli 2019 beträgt der Anstieg 36,7 Prozent, im Vergleich zu Juli 2016 sogar 45,3 Prozent.

Anreise mit dem Auto deutlich teurer

Wer mit dem eigenen Auto in den Urlaub fährt, muss laut Landesamt ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Die Kraftstoffpreise lagen im Juli 2026 um 21,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Im Vergleich zu Juli 2019 beträgt der Anstieg 44,3 Prozent. Gegenüber Juli 2016 sind Kraftstoffe demnach um 63,2 Prozent teurer.

Auch Schwimmbad, Museum und Freizeitpark kosten mehr

Teurer geworden sind zudem verschiedene Freizeitangebote. Der Eintritt ins Schwimmbad kostete im Juli 2026 durchschnittlich 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für den Besuch eines Museums, Zoos oder ähnlicher Einrichtungen mussten 2,3 Prozent mehr bezahlt werden. Die Preise für Vergnügungsparks stiegen um 3,5 Prozent.
Auch hier zeigt sich über einen längeren Zeitraum eine deutliche Entwicklung. Seit Juli 2016 sind die Eintrittspreise für Schwimmbäder um 37,2 Prozent gestiegen, für Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen um 27,3 Prozent und für Vergnügungsparks um 41,5 Prozent.

Im Vergleich zu Juli 2019 liegen die Preise für Schwimmbäder um 34,8 Prozent höher. Bei Vergnügungsparks beträgt der Anstieg 28 Prozent, bei Museen, Zoos und ähnlichen Einrichtungen 21,3 Prozent.

Eine Ausnahme gibt es beim Reisegepäck: Koffer, Reisetaschen und ähnliche Produkte waren im Juli 2026 laut Bayerischem Landesamt für Statistik um 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Landkreis Rosenheim: Kreistag besichtigt zahlreiche Liegenschaften

Landkreis Rosenheim: Kreistag besichtigt zahlreiche Liegenschaften

Landkreis Rosenheim – Von den Badeplätzen am Simssee bis zum Beruflichen Schulzentrum in Wasserburg: Bei einer Rundfahrt informierten sich die Mitglieder des Kreistags über Einrichtungen und Bauprojekte des Landkreises.

 
 

 Einmal quer durch den Landkreis ging es für die Mitglieder des Rosenheimer Kreistags. Landrat Otto Lederer hatte zu einer Rundfahrt eingeladen, um verschiedene Liegenschaften des Landkreises vor Ort vorzustellen. Stationen waren unter anderem der Simssee, Prien und Wasserburg.
Am Simssee machte die Gruppe zunächst am Badeplatz in Pietzing und am Seewirt in Ecking Station. Beide Grundstücke gehören dem Landkreis Rosenheim. Sie wurden 1965 vom damaligen Landrat Georg Knott erworben. Ziel sei es gewesen, den Bürgern den Zugang zum See offenzuhalten. Nach Angaben des Landratsamts soll Knott damals privaten Kaufinteressenten gerade noch zuvorgekommen sein.

Von dort ging es weiter nach Prien. Erste Station war die Kampenwand-Schule, das Sonderpädagogische Förderzentrum. Dort informierte sich der Kreistag über die Entwicklung der Schülerzahlen, die nach Angaben des Landkreises steigen. Gegenüber liegt das Logistik-Kompetenz-Zentrum, an dem der Landkreis Rosenheim mit 50 Prozent beteiligt ist.
Auch die RoMed-Klinik Prien stand auf dem Programm. Dort wird derzeit ein neuer OP-Trakt gebaut. Landrat Otto Lederer informierte zudem darüber, dass innerhalb des RoMed-Verbunds die Orthopädie in Prien konzentriert und etabliert wurde.

Neue Sporthalle für das Ludwig-Thoma-Gymnasium?

Am Ludwig-Thoma-Gymnasium empfing Schulleiter Rainer Hoff die Kreistagsmitglieder. Er nutzte den Besuch, um für ein großes Bauprojekt zu werben: Die Anfang der 1970er-Jahre errichtete Sporthalle soll durch eine neue doppelte Zweifach-Sporthalle ersetzt werden. Die obere Halle soll größer werden und Zuschauertribünen erhalten. Davon könnten nach den Vorstellungen der Schule auch die örtlichen Vereine profitieren.
Darüber hinaus sprach Hoff die notwendige Sanierung eines der Schulgebäude an. Nach Angaben des Landkreises wurden in den vergangenen acht Jahren rund 15 Millionen Euro am Ludwig-Thoma-Gymnasium investiert.

Nach kurzen Zwischenstopps am Schloss Hartmannsberg und an der Kompostieranlage in Alteiselfing ging es weiter nach Wasserburg. Dort besichtigte die Delegation eine Halle der Firma Zosseder am Stadtrand.

70-Millionen-Euro-Projekt am Beruflichen Schulzentrum

In der Halle werden derzeit Werkstätten und Unterrichtsräume eingerichtet. Ab Anfang November, nach den Herbstferien, sollen dort rund 200 Schüler des Beruflichen Schulzentrums Wasserburg unterrichtet und ausgebildet werden. Die Interimswerkstätte soll voraussichtlich vier Jahre genutzt werden.

Hintergrund ist eine umfangreiche Baumaßnahme am Beruflichen Schulzentrum: Für rund 70 Millionen Euro sollen die FOS/BOS und die Werkstattgebäude der Berufsschule neu gebaut werden. Ziel ist nach Angaben des Landkreises, FOS/BOS und Berufsschule auch baulich miteinander zu verbinden. Bereits 2024 waren beide Schulen formal zu einem Beruflichen Schulzentrum zusammengeführt worden.
Schulleiter Gerhart Zimmermann erläuterte bei dem Rundgang die aus seiner Sicht notwendigen Baumaßnahmen. Anschließend ging es zum Kreisbauhof. Dort wurde unter anderem deutlich, dass das Werkstattgebäude für die inzwischen größer gewordenen Lastwagen zu klein ist.

Auch der RoMed-Neubau in Wasserburg war eine Station der Rundfahrt. Zum Abschluss besichtigte die Gruppe das alte Kreiskrankenhaus. Das Gebäude wird derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt und soll später städtebaulich entwickelt werden. Dafür steht eine Fläche von rund 73.000 Quadratmetern zur Verfügung.

360 Kilometer Kreisstraßen

Ein weiteres Thema während der Rundfahrt war der Straßen- und Radwegebau. Der Landkreis Rosenheim ist nach eigenen Angaben für rund 360 Kilometer Kreisstraßen, 120 Brückenbauwerke und 120 Kilometer landkreiseigene Radwege zuständig.
Zur Umsetzung des Radwegekonzepts wurden im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Gemeinden mehr als 5.000 Schilder an den touristischen Radwegen angebracht. Diese haben insgesamt eine Länge von rund 1.450 Kilometern.

Begleitet wurde Landrat Otto Lederer bei der Rundfahrt von Mitarbeitern des Landratsamts, unter anderem aus dem Hoch- und Tiefbau. Eine zweite Fahrt ist bereits angekündigt: Im September soll der Kreistag die Liegenschaften im westlichen und südlichen Landkreis kennenlernen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Versteigerung in Prien: Heute werden Werke von Ernst Günzkofer versteigert

Versteigerung in Prien: Heute werden Werke von Ernst Günzkofer versteigert

Prien / Landkreis Rosenheim – Wer sich für die Kunst von Ernst Günzkofer interessiert, hat heute, Sonntag, 9. August, noch einmal eine besondere Gelegenheit: Im Rahmen der Ausstellung im ehemaligen Wohnhaus des Steinbildhauers im Fleierlweg 7 in Prien am Chiemsee  werden ab 16 Uhr Zeichnungen, Modelle und Originale versteigert. Und wer die Ausstellung in der kommenden Woche noch einmal besucht, darf bei der Finissage sogar selbst zum Abrisshammer greifen.

Die Ausstellung mit mehreren hundert Werken des 2019 verstorbenen Steinbildhauers ist derzeit im Wohnhaus des Künstlers zu sehen. Im Keller befinden sich unter anderem Bronzen, Modelle, Gipsformen und Abgüsse. Im Wohnzimmer sind Fotografien seiner Arbeiten, Entwurfszeichnungen, eine persönliche Werkübersichts-Mappe sowie Literatur über den Künstler ausgestellt.

Besonders gefragt sind nach Angaben des Veranstalters Zeichnungen und Modelle zu Werken, die Günzkofer in Prien geschaffen hat. Dazu gehören beispielsweise der Brunnen „Spielende Delphine“ im Park der Klinik Kronprinz, die Skulptur „Lesende“ vor der Turnhalle des Ludwig-Thoma-Gymnasiums sowie „Rübezahl“ und „Knoten“ nahe der Sparkasse. Auch zum „Hirtenbub“ in der Bernauer Straße und zu „Ludwig & Arthur“ am Rafenauer Weiher sind Zeichnungen und Modelle Teil der Versteigerung.

Versteigerung beginnt heute um 16 Uhr

Wegen des großen Interesses an der Ausstellung wurde die Öffnungszeit am heutigen Sonntag verlängert. Das Wohnhaus ist von 15 bis 19 Uhr geöffnet, die Versteigerung beginnt um 16 Uhr. Die ersteigerten Werke können nach Angaben des Veranstalters direkt von den neuen Eigentümern mitgenommen werden.

Wer nicht selbst nach Prien kommen kann, findet weitere Werke und Informationen auf der Internetseite ek2.de, über die Kunstwerke auch erworben werden können.

Finissage mit Abrisshammer

Am kommenden Sonntag, 16. August, endet die Ausstellung. Die Finissage dürfte dabei ungewöhnlicher ausfallen als bei einer klassischen Ausstellung: Da das ehemalige Wohnhaus von Ernst Günzkofer demnächst abgerissen werden soll, dürfen Besucher selbst Hand anlegen.

Im Wohnhaus am Fleierlweg 7 und im gegenüberliegenden Studio 43 kann dann mit einem Abrisshammer gearbeitet werden. Werkzeuge und Schutzkleidung werden zur Verfügung gestellt. Für jeweils einen Quadratmeter abgerissene Wand soll Barkeeper Erwin Kaa einen Cocktail aus der Original-Bar des Künstlers servieren.
Die Finissage beginnt am Sonntag, 16. August, um 18 Uhr. Die Ausstellung ist an diesem Tag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
(Quelle: Artikel: Bernhard Kuhn / Beiitragsbild: Symbolfoto re)

Füracker und Felßner sprechen über steuerliche Entlastungen für Bauern

Füracker und Felßner sprechen über steuerliche Entlastungen für Bauern

Nürnberg / Landkreis Rosenheim – Wie können landwirtschaftliche Betriebe kurzfristig finanziell entlastet werden? Darüber haben Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und der Präsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Günther Felßner, am Freitag (7.8.2026)  in Nürnberg gesprochen. Im Mittelpunkt standen steuerliche Möglichkeiten sowie Forderungen nach längerfristigen Änderungen auf Bundesebene.

Ausgangspunkt des Gesprächs waren Vorschläge des Bayerischen Bauernverbands für schnelle Liquiditätshilfen. Nach Angaben des BBV sehen sich insbesondere Schweinehalter derzeit mit niedrigen Erzeugerpreisen konfrontiert. Auch die Folgen von Trockenheit und Dürre wurden bei dem Gespräch thematisiert. „Die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe ist ernst – die Schweinehaltung in Bayern steht unter massivem wirtschaftlichem Druck. Der erhebliche Verfall der Erzeugerpreise, insbesondere für Schlachtschweine und Ferkel, stellt die Landwirtinnen und Landwirte vor existenzbedrohende Herausforderungen. Bayern hilft nach Kräften mit schnellen und unbürokratischen steuerlichen Maßnahmen. Was wir in Bayern machen können, machen wir“, betonte Finanzminister Albert Füracker.

Nach Angaben des Ministeriums sollen betroffene Betriebe im begründeten Einzelfall steuerliche Stundungen erhalten können. Außerdem sollen Einkommensteuer-Vorauszahlungen an die aktuelle Ertragslage angepasst werden können. Entsprechende Anträge können bei den jeweils zuständigen Finanzämtern gestellt werden. Die Bearbeitung soll nach Angaben des Ministeriums unter Ausschöpfung des bestehenden rechtlichen Rahmens erfolgen.

BBV-Präsident Günther Felßner verwies ebenfalls auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe. „Viele Schweinehalter arbeiten seit Wochen deutlich unter ihren Produktionskosten. Gleichzeitig belasten Trockenheit und Dürre zahlreiche weitere landwirtschaftliche Betriebe. Deshalb brauchen die Höfe jetzt schnelle und pragmatische Unterstützung“, erklärte BBV-Präsident Günther Felßner. „Ich begrüße ausdrücklich die Zusage von Staatsminister Füracker, die Handlungsspielräume der Finanzverwaltung konsequent und unbürokratisch im Sinne der akut betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe zu nutzen.“

Forderungen an den Bund

Neben kurzfristigen Hilfen ging es auch um längerfristige steuerliche Regelungen. Füracker und Felßner wollen sich nach Angaben des BBV auf Bundesebene für die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage einsetzen. Eine entsprechende Regelung ist im Koalitionsvertrag vorgesehen.

Auch die Verlängerung und Entfristung der sogenannten Tarifglättung für land- und forstwirtschaftliche Einkünfte wurde thematisiert. Damit sollen die Auswirkungen stark schwankender Einkommen auf die Steuerbelastung besser ausgeglichen werden können.

„Die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage würde die Liquidität und Eigenkapitalbasis stärken und insbesondere Familienbetrieben helfen, wirtschaftlich schwierige Jahre besser zu bewältigen. Bayern wird sich schnellstmöglich nach der Sommerpause im Bundesrat dafür einsetzen, dass die Bundesregierung den im Koalitionsvertrag angekündigten Gesetzentwurf zügig vorlegt“, so Füracker.

Nach Angaben des BBV waren sich Füracker und Felßner einig, dass kurzfristige Liquiditätshilfen wichtig seien. Langfristig brauche es aus ihrer Sicht verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Instrumente, mit denen landwirtschaftliche Betriebe besser auf Markt- und Wetterkrisen reagieren könnten. Für die Schweinehaltung nannten sie unter anderem ausreichende Erzeugerpreise und faire Wettbewerbsbedingungen als wichtige Punkte. „Die letzten Monate und Jahre zeigen: Die Witterungsextreme nehmen immer weiter zu, die Erträge der Landwirtschaft schwanken stark, die Erzeugerpreise decken die Kosten nicht mehr. Unsere Betriebe brauchen verlässliche steuerliche Instrumente!“, betonte Finanzminister Füracker.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls laden zur Teampräsentation in die Rosenheimer SPIE-Arena

Starbulls laden zur Teampräsentation in die Rosenheimer SPIE-Arena

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim stellen am Freitag, 28. August, ihren Kader für die kommende DEL2-Saison vor. Die Teampräsentation findet in der SPIE Arena, dem früheren ROFA-Stadion, statt. Auf dem Programm stehen außerdem ein öffentliches Training, eine Tombola und die traditionelle Autogrammstunde.

Los geht es um 17.10 Uhr mit einem öffentlichen Training der ersten Mannschaft. Bis etwa 18 Uhr können die Fans die Spieler bei der Saisonvorbereitung auf dem Eis beobachten.
Die eigentliche Teampräsentation beginnt um 18.30 Uhr. Vorgestellt werden der komplette Kader für die DEL2-Saison 2026/27 sowie das Trainerteam. Durch den Abend führt Patrick Ehelechner, Moderator bei Magenta TV und ehemaliger Starbulls-Spieler.
Zwischen Training und Teampräsentation gibt es eine Tombola. Zu gewinnen sind die Game-Worn-Playoff-Auswärtstrikots der vergangenen Saison. Ein Los kostet 10 Euro und ist an den Eingängen der SPIE Arena bei den Losverkäufern erhältlich. Die Gewinner werden noch vor Beginn der Teampräsentation gezogen.
Nach der Mannschaftsvorstellung können sich die Fans bei der Autogrammstunde im oberen Stadionumlauf zwischen den beiden Kiosken Autogramme holen, Fotos machen und mit den Spielern ins Gespräch kommen.

Für Getränke und Verpflegung ist ebenfalls gesorgt. Der Kiosk in der Gästekurve ist während der gesamten Veranstaltung geöffnet.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Marko Aleksic)

Polizei zieht Bilanz nach Schwerpunktkontrollen bei Stau auf der A8

Polizei zieht Bilanz nach Schwerpunktkontrollen bei Stau auf der A8

Südliches Oberbayern – Am zweiten Feriensamstag (8. August) hat die Polizei im südlichen Oberbayern verstärkt die geltenden Durchfahrtsverbote bei Staus auf der A8 kontrolliert (wir berichteten). Insgesamt waren rund 70 Polizeibeamte im Einsatz. 157 Fahrzeugführer wurden nach dem Verlassen der Autobahn kontrolliert, 132 davon wieder auf die A8 zurückgeleitet.

Die Schwerpunktkontrollen waren bereits im Vorfeld angekündigt worden. Hintergrund ist das erfahrungsgemäß hohe Verkehrsaufkommen während der Ferienreisezeit. Unterstützt wurden die örtlichen Polizeidienststellen von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Stau nach Unfall bei Anger

Bereits gegen 10.20 Uhr, also noch vor Beginn des eigentlichen Schwerpunkteinsatzes um 11 Uhr, bildete sich auf der A8 in Richtung Salzburg bei der Anschlussstelle Anger (Landkreis Berchtesgadener Land) ein mehrere Kilometer langer Stau. Ursache war ein Verkehrsunfall.
Dabei stellte die Polizei auch Ausweichverkehr fest. An der Anschlussstelle Anger kontrollierten die Einsatzkräfte 77 Pkw. Alle wurden wieder auf die Autobahn zurückgeleitet.
Der Verkehr hatte sich nach kurzer Zeit wieder verflüssigt. Die Einsatzkräfte aus dem später beginnenden Schwerpunkteinsatz konnten deshalb anschließend an anderer Stelle eingesetzt werden.

55 Fahrzeuge bei Holzkirchen zurückgeleitet

Gegen 11.30 Uhr kam es auf der A8 in Richtung München zwischen Otterfing und Weyarn (Landkreis Miesbach) zu einer weiteren Stauung. An der Anschlussstelle Holzkirchen entstand dadurch Ausweichverkehr ins untergeordnete Straßennetz. Dort kontrollierten die Einsatzkräfte 80 Verkehrsteilnehmer. 55 von ihnen wurden wieder auf die Autobahn zurückgeleitet.
Die Polizei beobachtete während des Einsatzes laufend die Verkehrslage und wertete auch Informationen aus Verkehrsdiensten aus. Dadurch konnten die Einsatzkräfte dorthin verlagert werden, wo sich Verkehrsprobleme abzeichneten.

Bis zum Einsatzende um 18 Uhr gab es auf der A8 lediglich abschnittsweise zähfließenden Verkehr. An wechselnden Anschlussstellen zeigte die Polizei weiterhin Präsenz. Weitere größere Staus und daraus resultierender Ausweichverkehr wurden bis zum Ende des Einsatzes nicht festgestellt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kleidung im Wert von fast 2.000 Euro unter eigener Kleidung versteckt

Kleidung im Wert von fast 2.000 Euro unter eigener Kleidung versteckt

Rosenheim – Eine Frau ist am Freitagnachmittag (7. August) in einem Bekleidungsgeschäft am Rosenheimer Max-Josefs-Platz beim Ladendiebstahl ertappt worden. Die Polizei stellte bei der anschließenden Durchsuchung neue Kleidungsstücke im Wert von fast 2.000 Euro sicher.

Mitarbeiter des Geschäfts hatten die 51-Jährige beim Diebstahl erwischt und die Polizei verständigt. Die Frau stammt aus Innsbruck (Österreich).
Bei der Durchsuchung der 51-Jährigen und ihrer mitgeführten Sachen fanden die Einsatzkräfte mehrere neue Kleidungsstücke des Geschäfts, die sie unter ihrer eigenen Kleidung versteckt hatte.

Gegen die Innsbruckerin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Ladendiebstahls eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild. Symbolfoto re)

E-Bike-Fahrerin stürzt in Söllhuben und verletzt sich schwer

E-Bike-Fahrerin stürzt in Söllhuben und verletzt sich schwer

Riedering / Landkreis Rosenheim – Eine 62-jährige E-Bike-Fahrerin hat sich am Freitagnachmittag (7. August) bei einem Sturz in Söllhuben (Landkreis Rosenheim) schwere Verletzungen zugezogen. Sie war auf der Endorfer Straße unterwegs, als sie beim Wechsel der Fahrbahn mit den Reifen an einem Bordstein hängen blieb und stürzte.

Die Frau aus Stephanskirchen schlug auf dem Asphalt auf und verletzte sich dabei schwer im Oberkörperbereich. Die Verletzungen sind nach Angaben der Polizei nicht lebensgefährlich.
Die 62-Jährige trug einen Fahrradhelm. Nach Einschätzung der Polizei dürfte dieser schwerere Kopfverletzungen verhindert haben.
Am E-Bike entstand ein Sachschaden von rund 300 Euro. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach den bisherigen Ermittlungen nicht.
(Quelle: Pressemitteilung  Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Arbeiter verletzt sich bei Abrissarbeiten in Rosenheim schwer

Arbeiter verletzt sich bei Abrissarbeiten in Rosenheim schwer

Rosenheim – Bei Abrissarbeiten im Oberdonauweg in Rosenheim hat sich am Freitagnachmittag (7. August) ein 43-jähriger Arbeiter schwer am Bein verletzt. Der Mann war mit einem Schlagbohrer beschäftigt, als es zu dem Unfall kam.

Der Arbeiter war nach Angaben der Polizei für ein Abrissunternehmen aus Baden-Württemberg tätig. Er hatte zuvor mehrere Löcher gebohrt, um einen Absatz im Boden anschließend leichter entfernen zu können.
Als der 43-Jährige einen Schritt zurück machte, trat er in eines der größeren Bohrlöcher. Dabei zog er sich eine tief klaffende und stark blutende Wunde am Bein zu. Der alarmierte Rettungsdienst brachte den Verletzten zur weiteren Behandlung ins Klinikum Rosenheim.

Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von einem Unfall aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es demnach nicht. Auch die Vorgaben zur Bausicherheit seien eingehalten worden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Elf Kellerabteile in Rosenheim aufgebrochen

Elf Kellerabteile in Rosenheim aufgebrochen

Rosenheim – In der Nacht auf Freitag (7. August), sind in Rosenheim in einem Mehrfamilienhaus an der Hugo-Laue-Straße mehrere Kellerabteile aufgebrochen worden. Die Polizei geht derzeit von mindestens elf betroffenen Abstellräumen aus. Die Täter erbeuteten unter anderem Fahrräder, Rennräder, Werkzeuge, Lebensmittel und ein SUP.

Nach den bisherigen Ermittlungen und Befragungen von Zeugen ereigneten sich die Taten zwischen kurz nach Mitternacht und 3 Uhr. Die bislang unbekannten Täter verschafften sich Zugang zu mehreren Kellerabteilen und durchsuchten diese nach Wertgegenständen.
Gestohlen wurden unter anderem Getränke und weitere Lebensmittel, Fahrräder und Rennräder, Werkzeuge sowie ein Stand-up-Paddle-Board (SUP). Wie hoch der gesamte Schaden ist, steht noch nicht fest. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Falls des Diebstahls.

Wer in der Nacht auf Freitag im Bereich der Hugo-Laue-Straße etwas Verdächtiges beobachtet hat oder sonstige Hinweise zu den Taten geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)