Wenn der Plüschschwanz plötzlich zum Rattenschwänzchen wird

Wenn der Plüschschwanz plötzlich zum Rattenschwänzchen wird

Rosenheim / Landkreis – Die anhaltende Hitze macht offenbar auch vor dem Katzenfell nicht halt. Bei unseren drei Langhaarkatzen fällt uns in diesem Sommer auf, dass ihre Schwänze deutlich weniger voluminös sind als sonst. Wir haben uns gefragt, ob andere Katzenhalter ähnliche Beobachtungen machen und wie ihre Tiere mit den hohen Temperaturen zurechtkommen.

Unsere drei Langhaarkatzen haben gerade einen ziemlich ungewöhnlichen Sommerlook: Ihre Schwänze sind deutlich dünner geworden. Keine Sorge – sie sind keineswegs kahl und haben auch insgesamt noch jede Menge Fell. Aber die üppige Unterwolle, die ihre Schwänze normalerweise zu richtigen Plüschpinseln macht, ist deutlich weniger geworden. Übrig bleiben vor allem die langen Deckhaare. Und so wirken die Schwänzchen momentan fast ein bisschen wie kleine Rattenschwänze.

Wir halten schon seit Jahrzehnten Katzen, aber so auffällig ist uns das bisher noch nie begegnet. Dass es in diesem Sommer besonders deutlich ausfällt, könnte tatsächlich mit den anhaltend hohen Temperaturen zusammenhängen. Bei großer Hitze können Katzen noch einmal verstärkt Haare aus ihrem dichteren Winterfell verlieren. Der Fellwechsel kann also auch im Hochsommer noch einmal richtig in Gang kommen.

Das macht sich bei unseren drei einjährigen Langhaarkatzen momentan vor allem an den Schwänzen bemerkbar. Dort fällt der Unterschied einfach besonders auf: Wo sonst jede Menge Unterwolle für ordentlich Volumen sorgt, hängen aktuell die langen Haare etwas dünner herunter.
Für uns sieht das ziemlich ungewohnt aus – aber offenbar ist es eine ganz normale Anpassung an den Sommer. Solange keine kahlen Stellen entstehen und das Fell gesund aussieht, besteht kein Grund zur Sorge.

Wie sieht es bei euren Katzen aus?

Und jetzt sind wir neugierig: Habt ihr bei euren Katzen in diesem heißen Sommer etwas Ähnliches beobachtet? Sind die Schwänze eurer Langhaarkatzen auch deutlich weniger plüschig als sonst?
Und vor allem: Wie helft ihr euren Katzen bei den derzeitigen Temperaturen? Haben sie einen besonderen Lieblingsplatz, einen Trick, mit dem ihr ihnen die Hitze angenehmer macht – oder ignorieren sie das Ganze einfach und verschlafen den Sommer?
Schreibt uns gerne eure Erfahrungen!
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild-Fotomontage: Josefa Staudhammer)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 9. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass sich viele Wellen im offenen Meer verlieren?
Sie bauen sich ab, bevor sie Land erreichen.
Nicht jede Bewegung ist sichtbar.

Vielleicht vertraust Du heute auf Prozesse im Hintergrund.

Wir wünschen Dir einen ruhigen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Mehr als 70 Verstöße bei Naturschutzkontrollen an Chiemsee und Simssee

Mehr als 70 Verstöße bei Naturschutzkontrollen an Chiemsee und Simssee

Chiemsee / Simsssee – Mehr als 70 Verstöße haben Polizei und weitere beteiligte Behörden bei einem gemeinsamen Naturschutzeinsatz am Chiemsee und Simssee festgestellt. Die Kontrollen fanden am Samstag, 25. Juli, bei sommerlichem Wetter an Land und auf dem Wasser statt. Gleichzeitig fiel die Bilanz der Polizei positiv aus: Die große Mehrheit der Menschen hielt sich an die Regeln und zeigte Verständnis für die Kontrollen.

Im Mittelpunkt stand der Schutz besonders empfindlicher Bereiche rund um die beiden Seen. Neben der Polizei waren unter anderem Naturschutzbehörden, Gebietsbetreuung, Naturschutzwacht, Fischereiaufsicht und die Chiemsee-Ranger beteiligt. Kontrolliert wurde zu Land und zu Wasser, unter anderem mit drei Polizeibooten der Wasserschutzpolizei Prien. Auch auf der Krautinsel waren Einsatzkräfte unterwegs.

Radfahrer, Hundehalter und Badegäste kontrolliert

Am Chiemsee wurden sieben Ordnungswidrigkeiten angezeigt, weil Menschen sich unerlaubt in ausgewiesenen Ruhezonen aufhielten. In weiteren 20 Fällen erteilte die Polizei Platzverweise an Personen, die gerade dabei waren, in solche Bereiche zu fahren.
23 Radfahrer wurden auf Fußwegen angehalten, mündlich verwarnt und zum Absteigen aufgefordert. Drei weitere Verwarnungen gab es wegen Verstößen gegen die Leinenpflicht für Hunde.

Am Rottspitz in der Gemeinde Übersee mussten 25 Personen wegen unerlaubten Nacktbadens verwarnt und zum Ankleiden aufgefordert werden. Außerdem wurden zwei Personen angewiesen, zurückgelassenen Müll ordnungsgemäß zu beseitigen.
Zwei weitere Verstöße betrafen das verbotswidrige Parken auf Grünflächen. In zwei Fällen wurden Kraftfahrzeuge unerlaubt in einer Naturschutzzone gefahren.

Auch auf dem Wasser gab es Verstöße

Auch auf dem Wasser waren die Einsatzkräfte unterwegs. Die Fischereiaufsicht stellte zwei Verstöße gegen fischereirechtliche Vorschriften fest und brachte diese zur Anzeige.
Am Simssee wurden fünf Fälle von Booten im Schilf- und Seerosenbereich festgestellt. Die Meldungen wurden an das Landratsamt Rosenheim zur weiteren Bearbeitung weitergegeben.

Zudem stellte die Polizei zwei Verstöße wegen Badens in einer naturschutzrechtlichen Verbotszone fest. In einem Fall zeigte sich ein Mann laut Polizei besonders uneinsichtig: Er war mit seinem SUP im Schilfgürtel des Naturschutzgebiets Simssee-Südufer unterwegs und bewegte sich dort weiter, obwohl er von den Einsatzkräften angesprochen worden war. Dabei wurden auch Schilfhalme abgeknickt. Ihn erwartet nun ein Bußgeld.

Was auf der Krautinsel verboten ist

Auch auf der unbewohnten Krautinsel gelten besondere Schutzregeln. Dort sind unter anderem Zelten, Lagern, das Zurücklassen von Müll sowie Lagerfeuer und Grillen verboten. Auch Drohnen dürfen dort nicht eingesetzt werden.
Die Polizei weist darauf hin, dass die Schutzregeln gerade im Sommer wichtig sind. Die empfindlichen Brut-, Rast- und Rückzugsgebiete von Tieren können durch Störungen beeinträchtigt werden.
Trotz der mehr als 70 festgestellten Verstöße fällt das Fazit der Polizei insgesamt positiv aus. Die große Mehrheit der kontrollierten Menschen habe sich an die Regeln gehalten und Verständnis für den Naturschutz gezeigt.
(Quelle: Pressemittteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee)

Polizei kontrolliert am Wochenende Durchfahrtsverbote bei Stau

Polizei kontrolliert am Wochenende Durchfahrtsverbote bei Stau

Landkreis Rosenheim – Wer bei Stau auf der A8 oder A93 auf Nebenstrecken ausweichen möchte, muss am Wochenende im Landkreis Rosenheim mit Kontrollen rechnen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd kündigt für den heutigen Samstag, 8. August, eine groß angelegte Schwerpunktaktion an. Kontrolliert wird insbesondere im Bereich der A8 und A93 im Landkreis Rosenheim.

Seit August 2025 gelten im Landkreis Rosenheim bei Staus auf der A8 und A93 Durchfahrtsverbote auf bestimmten Ausweichstrecken. Sie sollen verhindern, dass sich der Verkehr bei Autobahnstau auf das nachgelagerte Straßennetz verlagert und dort ebenfalls für Behinderungen sorgt.

Polizei will Autofahrer zurück auf die Autobahn schicken

Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regelungen grundsätzlich lageangepasst. Dabei setzt sie nach eigenen Angaben zunächst auf einen präventiven Ansatz.

„Dabei verfolgen wir grundsätzlich einen präventiven Ansatz. Das heißt, wir schicken Fahrzeuge noch vor Passieren der Durchfahrtsverbote auf die Autobahn zurück. Damit wird das nachfolgende Straßennetz entlastet“, sagt Polizeivizepräsident Michael Siefener.

In den vergangenen Monaten seien bereits mehrere tausend Verkehrsteilnehmer zurück auf die Autobahn geleitet worden. Wer mit seinem Fahrzeug bereits im Bereich eines geltenden Durchfahrtsverbots festgestellt wird, muss laut Polizei mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 55 Euro rechnen.

Zusätzliche Einsatzkräfte im Einsatz

Grund für die verstärkten Kontrollen ist das aktuell hohe Verkehrsaufkommen während der Ferienreisezeit. Am heutigen zweiten Feriensamstag werden deshalb zusätzliche Polizeikräfte eingesetzt. Die Dienststellen im südlichen Oberbayern werden dabei von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt.
Durchfahrtsverbote bei Staulagen gelten im Landkreis Rosenheim seit August 2025 an Freitagen, Samstagen, Sonntagen und den gesetzlichen Feiertagen in Bayern, wenn es auf der A8 oder A93 zu Stau kommt.
Inzwischen haben auch die Landkreise Berchtesgadener Land und Miesbach entsprechende Regelungen eingeführt.

Die Polizei appelliert an Autofahrer, die Durchfahrtsverbote zu beachten und bei Stau die Autobahn nicht ohne berechtigtes Interesse zu verlassen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Schwerer Unfall auf der Staatsstraße zwischen Kolbermoor und Pullach

Schwerer Unfall auf der Staatsstraße zwischen Kolbermoor und Pullach

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2078 zwischen Kolbermoor und dem Pullacher Kreisverkehr sind am Freitagabend (7. August) zwei Menschen verletzt worden. Ein 66-jähriger Kolbermoorer musste aus seinem Fahrzeug befreit und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Mann war gegen 20.25 Uhr mit seinem Toyota in Richtung Kolbermoor unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Mini. Eine vor dem Mini fahrende Opel-Fahrerin konnte dem Toyota noch ausweichen und so einen Zusammenstoß verhindern.

Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt

Der 66-Jährige wurde bei dem Unfall in seinem Toyota eingeklemmt und schwer verletzt. Ein zufällig anwesender Arzt übernahm zunächst die Erstversorgung. Die Feuerwehr befreite den Mann anschließend mit technischem Gerät aus dem stark beschädigten Fahrzeug. Im weiteren Verlauf wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Auch die 62-jährige Fahrerin des Mini, ebenfalls aus Kolbermoor, wurde bei dem Unfall verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die umliegenden Feuerwehren waren mit mehreren Einsatzkräften vor Ort. Sie übernahmen neben der technischen Rettung auch die Verkehrslenkung. Zudem waren Rettungsdienst, Notarzt und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. An beiden beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 36.000 Euro.

Gutachter soll Unfallursache klären

Warum der Toyota auf die Gegenfahrbahn geriet, ist bislang unklar. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde deshalb ein Gutachter mit der Klärung der Unfallursache beauftragt. Die Staatsstraße 2078 war für die Unfallaufnahme bis etwa 0.15 Uhr vollständig gesperrt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Traberhof, Rosenheim, 1949

Traberhof, Rosenheim, 1949

Happing / Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1949. Unser historisches Foto führt uns in den Rosenheimer Stadtteil Happing – genauer gesagt zum Traberhof. Auf der Aufnahme ist zu sehen, was damals Tausende Menschen nach Rosenheim lockte: der umstrittene Geistheiler Bruno Gröning.

Im August 1949 hatte sich Gröning auf dem Gestüt Traberhof niedergelassen. Zuvor war ihm in Herford in Nordrhein-Westfalen die Ausübung seiner Tätigkeit untersagt worden. In Rosenheim erreichte seine Bekanntheit wenig später einen Höhepunkt.
Was sich daraufhin rund um den Traberhof abspielte, war für die damalige Zeit kaum vorstellbar. Im September 1949 kamen zeitweise täglich bis zu 15.000 Menschen nach Happing. Unter ihnen waren Kranke, Menschen mit Behinderungen und Kriegsversehrte, die sich von Gröning Hilfe und Heilung erhofften.

Rosenheim im Ausnahmezustand

Der Massenandrang blieb nicht auf das Gelände des Traberhofs beschränkt. Hotels und Gaststätten in Rosenheim waren ausgebucht, der Bahnhof war überfüllt und auf den Straßen Richtung Happing drängten sich die Menschen. Rollstühle und Leiterwagen gehörten ebenso zum Bild wie lange Menschenketten.‘
Gröning trat vor den Menschen auf, häufig von einem Balkon aus. Seine Anhänger glaubten an seine angeblichen Heilkräfte und warteten teilweise stundenlang auf seine Auftritte. Auch die Polizei beobachtete das Geschehen. Ein Bericht der Kriminalaußenstelle Rosenheim vom 4. September 1949 dokumentiert die Überwachung der öffentlichen Auftritte.

Der „Wunderheiler“ wird zum Medienphänomen

Die Geschichte vom „Wunderheiler“ verbreitete sich damals rasant. Zeitungen und Rundfunk berichteten über Gröning und die angeblichen Heilungen in Rosenheim. Das große Medienecho lockte wiederum noch mehr Menschen nach Happing.
Für viele Rosenheimer dürfte der Traberhof damals deshalb zu einem der ungewöhnlichsten Orte der Stadt geworden sein. Ein ehemaliges Gestüt und Ausflugslokal wurde innerhalb weniger Wochen zum Ziel von Zehntausenden Hilfesuchenden.

Hoffnung, Glaube und Kritik

Die Menschen, die nach Happing kamen, verband vor allem die Hoffnung auf Hilfe. Viele waren schwer krank oder durch den Krieg körperlich und seelisch gezeichnet. Gröning verteilte unter anderem kleine Stanniolkugeln, die nach seinen Aussagen mit seiner Energie aufgeladen waren. Gleichzeitig war der Geistheiler bei Behörden und Medizinern umstritten. Die Justiz beschäftigte sich ebenfalls mit seiner Tätigkeit. Das Spektakel in Rosenheim endete nach einigen Monaten.

Bruno Gröning starb 1959 in Paris. Seine Anhänger treffen sich bis heute in verschiedenen Gemeinschaften. Der Traberhof selbst ist längst Geschichte – die Aufnahmen aus dem Jahr 1949 erinnern aber daran, wie außergewöhnlich die Ereignisse damals in Happing waren.

Was erkennt ihr auf unserem historischen Foto?

Unser Foto zeigt mehr als nur eine große Menschenmenge. Es dokumentiert einen Moment der Rosenheimer Nachkriegsgeschichte, in dem sich Hoffnung, Verzweiflung, Glaube, Sensationslust und ein enormes Medieninteresse miteinander vermischten. Wer auf dem historischen Foto genau hinschaut, entdeckt vielleicht noch weitere interessante Details. Gerne mit uns teilen in den Kommentaren unten.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Weltkatzentag: 10 erstaunliche Fakten über unsere Samtpfoten

Weltkatzentag: 10 erstaunliche Fakten über unsere Samtpfoten

Rosenheim / Region – Sie schlafen scheinbar den halben Tag, sitzen plötzlich auf den unmöglichsten Plätzen und wissen ganz genau, wann es Zeit für Futter ist. Katzen begleiten uns seit Jahrhunderten – und trotzdem gibt es bei den Samtpfoten noch einiges zu entdecken. Selbst wer schon lange mit einer Katze zusammenlebt, kennt vielleicht nicht alle ihre erstaunlichen Fähigkeiten. Zum Weltkatzentag am Samstag, 8. August, haben wir deshalb zehn Fakten zusammengestellt, die für den einen oder anderen Aha-Moment sorgen dürften.

 

Auch bei uns spielen Katzen eine wichtige Rolle im Alltag – wobei wir ehrlich gesagt manchmal den Eindruck haben, dass nicht wir die Katzen haben, sondern sie uns. Gimli, Rosie und Samwise gehören bei uns zur Familie und sind ganz offensichtlich die eigentlichen Herrscher im Haus. Zum Weltkatzentag zeigen wir euch deshalb nicht nur zehn erstaunliche Fakten über die Samtpfoten, sondern auch unsere drei ganz persönlichen „Hauschefs“ in einer kleinen Fotoreihe.

1. Katzen können Süßes nicht schmecken

Kuchen, Eis oder Schokolade können uns Menschen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Bei Katzen funktioniert das nicht. Ihnen fehlt ein funktionsfähiger Rezeptor für den süßen Geschmack. Katzen können unter anderem bitter, sauer, salzig und umami wahrnehmen, Süße gehört dagegen nicht zu ihren Geschmacksqualitäten.

2. Katzen haben ein zweites „Riechsystem“

Wenn eine Katze plötzlich mit leicht geöffnetem Maul dasitzt und dabei aussieht, als hätte sie etwas besonders Merkwürdiges gerochen, steckt dahinter ein spezielles Sinnesorgan: das Jacobson- oder Vomeronasalorgan. Es sitzt im Bereich des Gaumens und hilft dabei, bestimmte chemische Signale – unter anderem Pheromone – wahrzunehmen. Die Katze nimmt solche Informationen gewissermaßen über einen zusätzlichen Weg auf. Das typische „Stinkgesicht“ hat also einen ziemlich wissenschaftlichen Hintergrund.

3. Die raue Katzenzunge ist ein kleines Hightech-Werkzeug

Wer schon einmal von einer Katze abgeschleckt wurde, kennt das Gefühl: Die Zunge fühlt sich erstaunlich rau an. Verantwortlich dafür sind winzige, nach hinten gerichtete Hornzähnchen, sogenannte Papillen. Sie helfen beim Putzen des Fells und können dabei sogar verfilzte Stellen lösen. Die Papillen sind außerdem hohl und können Speichel aufnehmen und ins Fell transportieren. Die besondere Konstruktion der Katzensprache hat Forscher bereits zu technischen Entwicklungen inspiriert.

4. Katzen hören Töne, die wir gar nicht wahrnehmen

Unser Gehör endet ungefähr bei 20 Kilohertz. Katzen können dagegen deutlich höhere Frequenzen wahrnehmen – bis etwa 60 Kilohertz. Das ist für ein Raubtier durchaus praktisch: Auch die hohen Frequenzen von kleinen Beutetieren können so wahrgenommen werden.

5. Katzen haben ein drittes Augenlid

Im inneren Augenwinkel sitzt eine dünne, helle Membran, die bei Katzen normalerweise kaum auffällt. Dabei handelt es sich um das sogenannte dritte Augenlid. Es schützt die empfindliche Oberfläche des Auges und hilft dabei, sie feucht zu halten. Bei einer gesunden Katze ist diese zusätzliche Schutzmembran normalerweise nicht dauerhaft sichtbar.

6. Schnurrhaare sind Sinnesorgane – und nicht bloß Haare

Die Tasthaare rund um die Katzenschnauze sitzen in besonders tiefen und nervenreichen Haarfollikeln. Sie registrieren unter anderem Bewegungen der Luft und helfen der Katze dabei, ihre unmittelbare Umgebung wahrzunehmen.
Interessant: Schnurrhaare gibt es nicht nur an der Schnauze. Katzen besitzen solche spezialisierten Tasthaare unter anderem auch über den Augen, am Kinn und an den Vorderbeinen.

7. Katzen können chemische Nachrichten „lesen“

Für Katzen ist Geruch eine wichtige Form der Kommunikation. Über Gerüche und Pheromone können sie unter anderem Informationen über andere Tiere aufnehmen. Duftmarkierungen können beispielsweise Hinweise darauf geben, welches Tier einen bestimmten Bereich markiert hat. Deshalb ist eine Begegnung zwischen zwei Katzen oft zunächst eine ziemlich ausführliche Geruchsangelegenheit. Für die Tiere ist das weit mehr als eine neugierige Begrüßung.

8. Katzen können ihre Ohren gezielt auf Geräusche ausrichten

Die auffälligen Ohrmuscheln sind nicht nur zum Hören da. Katzen können ihre Ohren gezielt auf Geräuschquellen ausrichten. So können sie sehr genau feststellen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt – und müssen dafür nicht unbedingt den Kopf bewegen. Wer eine Katze einmal dabei beobachtet, wie ihre Ohren plötzlich in unterschiedliche Richtungen zeigen, kann dieses kleine akustische Ortungssystem bei der Arbeit sehen.

9. Beim Trinken machen Katzen etwas ganz anderes als wir

Eine Katze schöpft Wasser nicht einfach mit der Zunge wie mit einem kleinen Löffel. Beim Trinken berührt die Zungenspitze die Wasseroberfläche und zieht sie sehr schnell wieder nach oben. Dabei entsteht eine Flüssigkeitssäule, die die Katze mit einem schnellen Schließen des Mauls aufnimmt. Erst durch Hochgeschwindigkeitsaufnahmen wurde deutlich, wie ausgeklügelt diese Trinktechnik tatsächlich ist.

10. Katzen schwitzen nicht über den ganzen Körper

Während wir Menschen bei Hitze über große Teile unserer Haut schwitzen können, besitzen Katzen Schweißdrüsen nur an bestimmten Körperstellen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Pfotenballen.
Bei großer Hitze reicht das allerdings nicht aus, um den Körper auf die gleiche Weise zu kühlen wie beim Menschen. Deshalb ist auch für Katzen ein kühler Rückzugsort an heißen Sommertagen wichtig.

Drei Samtpfoten, drei Persönlichkeiten

Und wie sieht es bei unseren drei Hauschefs aus? Gimli, Rosie und Samwise könnten unterschiedlicher kaum sein – und genau das macht das Zusammenleben mit Katzen so besonders.

Zum Weltkatzentag zeigen wir euch unsere drei Samtpfoten deshalb in einer kleinen Fotoreihe. Denn bei aller Wissenschaft gilt natürlich auch: Jede Katze hat ihre ganz eigene Persönlichkeit, ihre eigenen Marotten – und meistens ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie das Zusammenleben mit ihren Menschen zu funktionieren hat.

Vielleicht war für dich bei unseren zehn Fakten trotzdem etwas dabei, das du über Katzen tatsächlich noch nicht wusstest. Denn so selbstverständlich uns die Samtpfoten im Alltag erscheinen: Bei genauerem Hinsehen sind sie erstaunliche kleine Spezialisten. Und wer mit einer Katze zusammenlebt, weiß ohnehin: Am Ende sind wir Menschen vor allem dafür da, ihnen ein schönes Zuhause zu bieten.😺
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

KI muss jetzt erkennbar sein

KI muss jetzt erkennbar sein

Rosenheim / Bayern – Ist dieses Bild echt? Stammt diese Stimme wirklich von der Person, die sie zu haben scheint? Und schreibt hier ein Mensch oder eine Maschine? Seit dem 2. August gelten EU-weit neue Regeln für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Unternehmen müssen bestimmte KI-generierte Inhalte künftig kennzeichnen. Auch Chatbots müssen als solche erkennbar sein. Was die neuen Regeln für Verbraucher bedeuten – und wie wir bei Innpuls.me mit KI-generierten Bildern umgehen, erklären wir in diesem Artikel.

Grundlage ist die europäische KI-Verordnung, der sogenannte AI Act. Die Verbraucherzentrale Bayern erklärt, was die neuen Vorgaben für Verbraucher bedeuten.

Chatbots müssen sich zu erkennen geben

Wer mit einem Chatbot kommuniziert, soll von Beginn an wissen, dass es sich nicht um einen Menschen handelt. Das gilt beispielsweise auch für automatisch erzeugte KI-E-Mails. „Bereits bei Beginn der ersten Interaktion muss klar auf den Einsatz von KI hingewiesen werden. Ein versteckter Hinweis im Impressum oder im Kleingedruckten genügt nicht“, sagt Tatjana Halm, Referatsleiterin Recht und Digitales bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Auch bei Bildern, Videos und Audiodateien gibt es neue Vorgaben. Werden mit KI beispielsweise echte Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt dargestellt, müssen diese Inhalte als künstlich erzeugt gekennzeichnet werden. Das gilt auch für sogenannte Deepfakes und für künstlich erzeugte Stimmen. Wer beispielsweise einen Anruf oder eine Sprachnachricht mit einer geklonten Stimme erhält, muss darüber informiert werden, dass diese mit KI erzeugt wurde.

So kennzeichnen wir KI bei Innpuls.me

Transparenz gegenüber unseren Lesern ist uns wichtig. Deshalb geben wir bei Innpuls.me immer schon am Ende jedes Artikels an, von wem ein Beitrag stammt beziehungsweise auf welcher Quelle er basiert. Auch bei Bildern nennen wir den Fotografen oder die jeweilige Quelle. Beim Klick auf ein Beitragsbild lässt sich ebenfalls nachvollziehen, woher das Foto stammt.

KI verwenden wir bei Innpuls.me vor allem für Symbolfotos von Dingen, und auch das nur in Ausnahmefällen, wenn sich kein passendes eigenes oder anderweitig nutzbares Foto finden lässt. Menschen werden grundsätzlich nicht mit KI dargestellt. Sind Personen auf einem solchen Symbolfoto zu sehen, dann nur von hinten oder in einer Detailaufnahme, bei der kein Gesicht erkennbar ist.
Auch bisher haben wir KI-generierte Symbolfotos in der Quellenangabe ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Zusätzlich weisen wir künftig bei KI-generierten Bildern bereits am unteren Bildrand darauf hin.

Damit möchten wir unseren Lesern auf einen Blick ermöglichen nachzuvollziehen, woher eine Information und woher ein Bild stammen – und ob es sich um eine KI-generierte Darstellung handelt. 
Und Transparenz bedeutet für uns auch den direkten Austausch mit unseren Lesern: Wenn etwas unklar ist, euch ein Fehler auffällt oder ihr einen Hinweis oder Tipp zu einem Thema oder Foto habt, könnt ihr euch jederzeit an uns wenden. Für freuen uns über solche Rückmeldungen – denn guter Lokaljournalismus lebt vor allem auch vom Austausch mit den Lesern. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam) 

Nicht jede KI-Anwendung muss gekennzeichnet werden

Die neuen Regeln gelten allerdings nicht für jede Anwendung Künstlicher Intelligenz. Wo keine größere Gefahr einer Täuschung besteht, ist eine Kennzeichnung nicht grundsätzlich vorgeschrieben. Dazu gehören beispielsweise Produktempfehlungen in Online-Shops, Navigationssysteme, Spam-Filter oder die automatische Optimierung von Fotos auf dem Smartphone.
Auch wer KI ausschließlich privat und nicht beruflich nutzt, muss die dabei entstehenden Inhalte nicht kennzeichnen.

Was tun bei fehlender Kennzeichnung?

Wer einen Verstoß gegen die neuen Kennzeichnungspflichten feststellt, kann diesen bei der Bundesnetzagentur melden. Sie ist in Deutschland als zentrale Beschwerdestelle für entsprechende Fälle vorgesehen.
Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass eine fehlende Kennzeichnung nicht automatisch bedeutet, dass ein Inhalt echt ist.

„Die neuen Regeln sorgen für mehr Transparenz. Aber Betrüger halten sich nicht an Regeln, so dass eine fehlende Kennzeichnung keine Sicherheit darstellt. Verbraucher sollten Inhalte im Netz weiterhin kritisch im Gesamtzusammenhang hinterfragen“, sagt Halm.

Auffällige Betrugsmaschen und Methoden können außerdem über das Beschwerdeportal der Verbraucherzentrale Bayern gemeldet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Verbraucherzentrale Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Was geröstetes Essen mit unseren Darmbakterien macht

Was geröstetes Essen mit unseren Darmbakterien macht

München – Knuspriges Brot, gebratenes Fleisch oder gerösteter Kaffee: Beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen nicht nur neue Aromen und die typische braune Farbe. Es bilden sich auch chemisch veränderte Bestandteile. Was anschließend im Darm mit ihnen passiert, haben Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der TU Dresden untersucht. Dabei stießen sie auf ein erstaunlich vielseitiges Enzym in Darmbakterien.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand eine veränderte Form der Aminosäure Lysin, die sogenannte Nε-Carboxymethyllysin, kurz CML. Sie entsteht unter anderem beim Erhitzen von Lebensmitteln und kommt deshalb in vielen gebräunten oder gerösteten Produkten vor.
Während natürliche Aminosäuren bereits im Dünndarm aufgenommen werden, gelangen solche veränderten Formen teilweise bis in den Dickdarm. Dort treffen sie auf die Darmmikrobiota – also die große Gemeinschaft von Mikroorganismen, die unter anderem an Verdauung und Stoffwechsel beteiligt ist.

Darmbakterien nutzen vorhandene Werkzeuge

Das Forschungsteam untersuchte unter anderem das Darmbakterium Escherichia coli. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass ein Enzym namens SpeC mehr kann als bisher bekannt: Es ist in der Lage, auch CML abzubauen.
„Die Bakterien müssen dafür also keine neuen Werkzeuge entwickeln, sondern nutzen ihr vorhandenes Repertoire auf kreative Weise um“, erklärt PD Dr. Jürgen Lassak von der LMU.

Besonders interessant ist, dass SpeC nicht nur CML verarbeiten kann. Das Enzym kann offenbar auch weitere chemisch veränderte Aminosäuren umsetzen. Die Forscher vergleichen es deshalb mit einem „Multitool“. Für Erica Aveta, die gemeinsam mit Patroklos Vougioukas Erstautorin der Studie ist, könnte diese Fähigkeit auch aus Sicht der Evolution eine Rolle spielen. „Solche Nebenaktivitäten können Bakterien einen ersten Zugang zu neuen Nahrungsbestandteilen eröffnen. Wird ein Nahrungsbestandteil aber regelmäßig verfügbar, kann aus dem ‚Multitool‘ SpeC durch Anpassung ein effizienteres, dafür spezialisiertes Werkzeug entstehen.“

Was bedeutet das für unsere Gesundheit?

Die Wissenschaftler untersuchten auch, wie verbreitet solche Fähigkeiten im menschlichen Darmmikrobiom sind. Computergestützte Analysen deuten darauf hin, dass entsprechende Abbauwege bei vielen Darmbakterien vorkommen.
Außerdem fanden die Forscher Zusammenhänge mit mehreren ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen, darunter Darmkrebs, Fettlebererkrankungen und Hepatitis. Eine mögliche Erklärung wäre, dass der Abbau bestimmter erhitzungsbedingter Nahrungsbestandteile einzelnen Bakterien unter bestimmten Bedingungen Vorteile verschafft. Beim Abbau entstehen zudem sogenannte biogene Amine. Diese Stoffgruppe wird in der Forschung unter anderem im Zusammenhang mit der Kommunikation zwischen Bakterien und ihrem Wirt untersucht. Aus den Ergebnissen lässt sich allerdings nicht ableiten, dass geröstete oder gebräunte Lebensmittel diese Erkrankungen verursachen. Darauf weist auch Lassak ausdrücklich hin: „Die von uns beobachteten Zusammenhänge beweisen allerdings noch keine Ursache-Wirkungs-Beziehung“.
Die Studie liefert nach Einschätzung der Forscher vielmehr neue Hinweise darauf, wie Ernährung und Darmmikrobiom miteinander verbunden sind. „Sie zeigen aber, dass verarbeitete Nahrung, mikrobielle Stoffwechselwege und Gesundheitszustand enger miteinander verbunden sein könnten, als bislang angenommen“, sagt Professor Michael Hellwig von der TU Dresden.

Damit zeigt die Untersuchung einmal mehr, dass die Verarbeitung unserer Lebensmittel nicht mit dem Moment endet, in dem das Essen auf dem Teller liegt: Auch im Darm setzen sich die chemischen Veränderungen fort – und unsere Darmbakterien haben offenbar mehr Möglichkeiten, damit umzugehen, als bisher bekannt.
(Quelle: Pressemitteilung LMU / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Baggern für einen Amphibienwinzling

Baggern für einen Amphibienwinzling

Bayern – Nicht einmal einen Zentimeter groß ist die kleine Kreuzkröte, die über die Hand des Biologen Uli Meßlinger krabbelt. Und schon dabei zeigt sich: Ganz gewöhnlich ist dieser Amphibiennachwuchs nicht. „Kreuzkröten hüpfen nicht, sie laufen ähnlich wie eine Maus“, erklärt Meßlinger. Die stark gefährdete Art braucht besondere Lebensräume – und dabei können ausgerechnet Sand- und Kiesgruben eine wichtige Rolle spielen.

Kreuzkröten laichen nicht nur im Frühjahr. Ihre Fortpflanzungszeit reicht von April bis August. Dafür nutzen sie flache, immer wieder austrocknende Tümpel. Weil diese Gewässer nicht dauerhaft Wasser führen, können sich dort Fressfeinde wie Fische und Libellenlarven kaum halten.
Die Strategie der Kreuzkröte ist auf Schnelligkeit ausgelegt: Innerhalb von vier bis sechs Wochen entwickeln sich die Tiere vom Ei zum kleinen Hüpferling. Außerdem legen die Weibchen eine große Zahl von Eiern. Für die Nahrungssuche benötigen die Kröten offene Flächen mit wenig Bewuchs, auf denen sie nachts nach kleinen Insekten suchen können. Tagsüber verstecken sie sich beispielsweise in Holz- oder Steinhaufen.

Kiesgruben als Ersatzlebensraum

Ursprünglich fanden Kreuzkröten solche Bedingungen vor allem in Fluss- und Bachauen sowie an Seeufern. Hochwasser und wechselnde Wasserstände sorgten dort immer wieder für neue Rohbodenflächen und flache Tümpel. Solche natürlichen Lebensräume sind heute jedoch selten. Einen Ersatz finden die Tiere teilweise in Sand- und Kiesgruben. Durch den Abbau entstehen immer wieder offene Flächen und neue Wasserstellen. Auch bereits stillgelegte Abbauflächen können zu wichtigen Lebensräumen werden.

Doch auch diese Lebensräume sind gefährdet. Der Klimawandel kann dazu führen, dass die flachen Tümpel zu schnell austrocknen. Gleichzeitig werden Abbauflächen geschlossen und rekultiviert oder ihre Nutzung verändert.

Hier setzt das Artenhilfsprogramm Kreuzkröte des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) an. Im Auftrag des LfU erfasst Biologe Uli Meßlinger unter anderem in Mittelfranken die Vorkommen der Art. Gemeinsam mit Verantwortlichen aus Naturschutz und Wirtschaft wird nach Möglichkeiten gesucht, die Lebensbedingungen für die Kreuzkröte zu erhalten.

Manchmal reicht ein kleiner Tümpel

Viel Aufwand ist dafür nicht unbedingt nötig. Einen bestehenden Tümpel etwas zu vertiefen, damit er nicht zu schnell austrocknet, oder an geeigneter Stelle eine kleine zusätzliche Wasserstelle anzulegen, kann bereits helfen. Auch beim Umlagern von Material oder beim Verfüllen von Tümpeln kann darauf geachtet werden, dass zumindest eine kleine Wasserstelle erhalten bleibt.
Ein Beispiel dafür gibt es in einer Sandabbaustelle in Mittelfranken. Dort arbeitet Meßlinger mit dem Abbauunternehmer Josef Haas zusammen. Der Unternehmer zeigt sich offen für die Bedürfnisse der Tiere und will bei Arbeiten auf dem Gelände künftig darauf achten, geeignete Lebensräume zu erhalten.
Meßlinger will die bereits bekannten Fundstellen in Luftbildern markieren. Besonders hilfreich sind dabei die Rufe der Männchen, die zum Wasser kommen, um Weibchen anzulocken.

Das Ziel des Artenhilfsprogramms: Weitere Betreiber von Abbauflächen dafür zu gewinnen, der kleinen Kreuzkröte auf ihren Flächen geeignete Lebensräume zu erhalten oder neu zu schaffen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Umwelt / Beitragsbild: Copyright Stephanie Millonig/LfU)

Vom Chiemsee bis zur Ostsee: Deutschland fährt Boot

Vom Chiemsee bis zur Ostsee: Deutschland fährt Boot

Rosenheim / Bayern / Deutschland – An Sommertagen, wenn eine kühle Brise über den Chiemsee weht, verwandelt sich das „Bayerische Meer“ in ein Meer aus weißen Segeln. Für viele gehört das Bootfahren zum Sommer dazu – und das nicht nur bei uns. Rund 3,6 Millionen Menschen ab 16 Jahren fahren in Deutschland regelmäßig Boot. Das zeigt eine aktuelle Marktforschung der ADAC Sportschifffahrt.

Besonders beliebt sind kurze Ausflüge: Zwei Drittel der Bootsfahrer bevorzugen Tages- oder Abendausflüge. Längere Törns mit Übernachtungen spielen dagegen eine deutlich kleinere Rolle.
Auch am Chiemsee gehört der Wassersport fest zum Sommerbild. Rund um den See gibt es zahlreiche Segelvereine und weitere Angebote für Wassersportler.

Dabei muss das Boot nicht unbedingt den eigenen Namen tragen. 51 Prozent der Bootsfahrer in Deutschland nutzen überwiegend ein gemietetes oder gechartertes Boot. Weitere 25 Prozent fahren Boote von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern. Nur zwölf Prozent sind überwiegend mit einem eigenen Boot unterwegs.
Am häufigsten kommen Motorboote zum Einsatz, gefolgt von motorisierten Schlauchbooten, Segelbooten und Hausbooten. Knapp zwei Drittel der Bootsfahrer besitzen mindestens einen Bootsführerschein. Laut Studie gibt es rund 1,9 Millionen Inhaber eines amtlichen Sportbootführerscheins, wobei reine Jetskifahrer nicht berücksichtigt sind.

Viele jüngere Bootsfahrer

Auch bei den Altersgruppen zeigt die Untersuchung eine Entwicklung: Rund die Hälfte der Bootsfahrer ist zwischen 16 und 39 Jahre alt. Mehr als die Hälfte ist erst seit 2010 erstmals als Skipper mit einem Boot unterwegs.
Bei der Wahl des Reviers steht Deutschland an erster Stelle. Besonders häufig genannt werden die Mecklenburgische Seenplatte sowie die Gewässer in Berlin und Brandenburg. Es folgen die Ostsee sowie Rhein, Main und Donau mit ihren Nebenflüssen. Beliebte Ziele im Ausland sind die Niederlande, Italien, Griechenland, Spanien und Kroatien.

Für die Untersuchung wurden im Januar 2026 im Auftrag des ADAC vom Marktforschungsinstitut Nordlight Research insgesamt 13.926 Menschen ab 16 Jahren online befragt, darunter 317 Bootsfahrer. Die Umfrage ist hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bundesland und ADAC-Mitgliedschaft repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 16 Jahren.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Birnensorten entdecken und verkosten

Birnensorten entdecken und verkosten

Höhenmoos / Landkreis Rosenheim – Welche Birnensorten wachsen im Sortenerhaltungsgarten Höhenmoos (Landkreis Rosenheim)? Bei einer Führung mit Birnensortenverkostung am Donnerstag, 20. August, können Interessierte verschiedene alte Sorten kennenlernen und probieren. Beginn ist um 10.30 Uhr.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Projekt „Apfel-Birne-Berge“, das seit 2015 vergessene Obstsorten in den sechs Voralpenlandkreisen zwischen Berchtesgaden und Weilheim sammelt und erhält. Im Sortenerhaltungsgarten Rosenheim sind inzwischen 270 Sorten als kleine Spindelbäume nachgezogen worden.
Bei der Führung stehen die früh reifenden Birnensorten im Mittelpunkt. Dazu gehören auch sogenannte Wirtschaftsbirnen, die sich nicht unbedingt zum direkten Verzehr eignen, dafür aber beispielsweise zur Herstellung von Saft oder Edelbrand sowie für Kletzenbrot verwendet werden.

Pomologe Georg Loferer führt durch die Sortenverkostung und informiert über die Herkunft und Verwendung der verschiedenen Birnensorten. Anschließend ist ein Rundgang durch den Sortenerhaltungsgarten geplant. Zum Abschluss besteht bis etwa 12.30 Uhr Gelegenheit zum Fachaustausch.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Um Anmeldung bis Freitag, 15. August, per E-Mail an gartenkultur@lra-rosenheim.de wird gebeten Weitere Infos zum Projekt „Apfel-Birne-Berge“ gibt es hier..

Der Sortenerhaltungsgarten liegt westlich des Friedhofs von Höhenmoos an der Heubergstraße. Höhenmoos gehört zur Gemeinde Rohrdorf.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)