Kunst auf Zeit: „Drehmoment“ bringt Leben in leerstehende Räume

Kunst auf Zeit: „Drehmoment“ bringt Leben in leerstehende Räume

Rosenheim – Ein ungewöhnlicher Ort für zeitgenössische Kunst ist derzeit an der Dr.-Steinbeißer-Straße in Rosenheim zu entdecken. In den leerstehenden Verkaufs- und Ausstellungsräumen der ehemaligen „Zweiradwerke“ ist für den August die Gruppenausstellung „Drehmoment“ eingezogen. Zur Vernissage am Sonntagabend (9. August) kamen zahlreiche Besucher.

Kunstausstellung Drehmomente. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Die Vernissage war sehr gut besucht. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Organisiert wird die Ausstellung von der Rosenheimer Kultur-Initiative Foyer-Art um Initiatorin Cécile Pierrot. Sechs Kunstschaffende zeigen ihre Arbeiten auf zwei Etagen des großzügigen Holzgebäudes: Claudia Weber, Cosima Strähhuber, Josefine Pytlik, Martl Fritzsche, Mela Ilse und Paula Dirschinger. Fast alle haben einen Bezug zu Rosenheim oder zur Region.

Die Ausstellung ist als Zwischennutzung angelegt. Die derzeit leerstehenden Räume können bis Ende August kostenfrei für das Projekt genutzt werden. Dabei geht es nicht nur um Kunst an den Wänden: Je nach Arbeit finden sich auch Skulpturen, Installationen und weitere raumbezogene Arbeiten in den Räumen.

Vernissage mit Performance

Bei der Eröffnung stellte Cécile Pierrot die beteiligten Kunstschaffenden vor. Anschließend folgte eine Performance von Paula Dirschinger an einem großen Esstisch im Außenbereich.
Die ungewöhnliche Zwischennutzung soll dem bislang nicht öffentlich zugänglichen Gebäudeteil vorübergehend eine neue Funktion geben. Neben der Ausstellung sind deshalb im August auch Kino, Musik und weitere Veranstaltungen geplant. Vermittelt wurde der Kontakt zu den Eigentümern über das Rosenheimer Citymanagement. Auch die Stadt Rosenheim unterstützt das Projekt.

Weitere Termine im August
  • Am Mittwoch, 12. August, öffnet „Drehmoment“ ab 17 Uhr zum „Afterwork – Kunst – Apéro“. Um 20 Uhr folgt in der oberen Halle eine Kinovorstellung des KulturKlubs.
  • Am Samstag, 22. August, gibt es ab 17 Uhr erneut Kunst und Apéro. Ab 20 Uhr stehen die Bands KORIANDER (Trash Pop ’n‘ Roll) und DEZOLAT (Post-Punk) auf dem Programm.
  •  Eine Kunstmatinée mit Kaffee und Führung durch die Ausstellung findet am Sonntag, 23. August, ab 11 Uhr statt.
  •  Zum Abschluss gibt es am Samstag, 29. August, ab 19 Uhr eine Finissage.

Geöffnet ist die Ausstellung zu den Veranstaltungen und nach Vereinbarung. Weitere Informationen gibt es bei Foyer-Art.
(Quelle: Artikel Hendrik Heuser und Karin Wunsam / Info: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Salingarten, Rosenheim, 1957

Salingarten, Rosenheim, 1957

Rosenheim – Unsere Fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1957. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Rosenheimer Salingarten. Genauer gesagt fällt der Blick über den damaligen Park auf einen Teil der alten Saline: Im Hintergrund ist das große Hauptsudhaus mit seinen markanten Kaminen zu sehen.

Heute ist von dieser Industrieanlage an dieser Stelle nichts mehr übrig. Wo damals Salz gesiedet wurde, stehen heute der Salingarten und das Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim (KU’KO). Der Blick auf das historische Foto macht deshalb besonders deutlich, wie stark sich dieser Teil der Stadt verändert hat.

Das Sudhaus sollte eigentlich erhalten bleiben

Die Saline Rosenheim stellte ihren Betrieb am 1. Juli 1958 ein. Schon wenige Jahre später begann der schrittweise Abriss der Produktionsgebäude. Im März 1960 wurden die ersten Gebäude auf dem ehemaligen Salinenareal niedergelegt. Auch markante Kamine verschwanden nach und nach aus dem Stadtbild.

Besonders bemerkenswert ist die Geschichte des großen Hauptsudhauses, das auf unserem Foto im Hintergrund zu sehen ist. Das klassizistische Gebäude sollte eigentlich unter Denkmalschutz gestellt werden. Nach einer Kontroverse mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde es schließlich dennoch abgerissen, um Platz für die städtebauliche Neugestaltung des Areals zu schaffen.
1967 verschwand mit dem Abriss des Salinturms schließlich eines der letzten markanten Gebäude der alten Saline.

Heute erinnert vor allem der Name Salingarten noch an die Geschichte dieses Ortes. Auch das nahegelegene Solepumpenhaus ist als bauliches Zeugnis der Salinenzeit erhalten geblieben.

Und vielleicht gibt es sogar noch eine kleine Verbindung zwischen dem Foto von 1957 und dem heutigen Salingarten: Einige der Bäume, die damals vor dem Sudhaus standen, könnten noch heute an dieser Stelle wachsen. Sicher sagen lässt sich das anhand der Aufnahme allerdings nicht.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Bormman / Artikel: Karin Wunsam)

Hitze, Trockenheit und weniger Meldungen: LBV beobachtet Bayerns Schmetterlinge

Hitze, Trockenheit und weniger Meldungen: LBV beobachtet Bayerns Schmetterlinge

Hilpoltstein / Bayern – Wie kommen Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral mit dem heißen und trockenen Sommer in Bayern zurecht? Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) bittet im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ um aktuelle Meldungen aus ganz Bayern.

Derzeit sind alle drei Fokusarten aktiv. „Im August und September lohnt es sich die Augen offen zu halten: Während sich die Flugzeit des Schwalbenschwanzes langsam ihrem Ende nähert, können Taubenschwänzchen und Admiral in den kommenden Wochen für gewöhnlich noch häufiger gesehen werden“, erklärt LBV-Schmetterlingsexperte Simon Habermann.
Bereits im Frühsommer hatten Fachleute aus verschiedenen Regionen Bayerns von geringeren Individuenzahlen bei zahlreichen Schmetterlingsarten berichtet. Die anhaltende Hitze und Trockenheit könnte die Situation zusätzlich beeinflussen.

„In vielen Regionen Bayerns scheinen momentan zwar viele verschiedene Schmetterlingsarten vorzukommen, allerdings teilweise nur in geringer Anzahl“, sagt Habermann. Ein möglicher Grund: Bei lang anhaltender Hitze und fehlendem Regen können Futterpflanzen der Raupen und Blütenpflanzen vertrocknen.

Weniger Schmetterlinge gemeldet

Wie stark die Auswirkungen sind, hängt von der jeweiligen Art, ihrem Lebensraum und der Region ab. Zudem sind viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen eher in den kühleren Morgen- und Abendstunden unterwegs und werden deshalb tagsüber möglicherweise seltener wahrgenommen.

Auch die bisherigen Daten aus dem Projekt „Falter im Fokus“ weisen auf geringere Zahlen hin. Während im Juli 2025 mehr als 1.000 Meldungen der drei Fokusarten eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet.

Schwalbenschwanz könnte bis September fliegen

„Derzeit ist die zweite Generation des Schwalbenschwanzes in vielen Teilen Bayerns unterwegs. Das bedeutet, dass nun die Falter fliegen, die sich aus den Raupen des Frühsommers entwickelt haben“, erklärt Habermann.
Normalerweise endet die Flugzeit nun langsam. In besonders warmen Regionen oder Jahren kann jedoch eine dritte Generation entstehen.

„In besonders warmen Regionen oder Jahren kann jedoch noch eine dritte Generation schlüpfen, die bis weit in den September hinein aktiv ist“, so der LBV-Experte. Meldungen aus den kommenden Wochen könnten Hinweise darauf geben.

Taubenschwänzchen und Admiral beobachten

Taubenschwänzchen und Admiral sind derzeit besonders aktiv. Das wärmeliebende Taubenschwänzchen profitiert von den Sommertemperaturen und kann häufig beim Blütenbesuch beobachtet werden.

Beim Admiral könnte die Zahl der Beobachtungen mit der Reife des Obstes wieder steigen. „An gärendem Fallobst von Zwetschgen-, Apfel- oder Birnbäumen findet der Wanderfalter eine wichtige Energiequelle“, erklärt Habermann.

Der LBV ruft dazu auf, Beobachtungen von Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral zu melden. Die Daten sollen helfen, die aktuelle Situation der drei Arten besser einzuschätzen und langfristige Veränderungen bei Bayerns Schmetterlingen zu dokumentieren.
Meldungen sind über das Projekt „Falter im Fokus“ beim LBV möglich.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Bier nicht bezahlt – rund drei Promille im Blut

Rosenheim: Bier nicht bezahlt – rund drei Promille im Blut

Rosenheim – Ein Bier für rund vier Euro wollte ein 62-jähriger Rosenheimer am Sonntagnachmittag (9. August) offenbar nicht bezahlen. Gegen 13.45 Uhr setzte er sich im Außenbereich eines Lokals in der Küpferlingstraße, bestellte ein Bier und trank etwa die Hälfte davon. Anschließend stand er auf und verließ die Gaststätte, ohne das Getränk zu bezahlen.

Die Polizei wurde verständigt und konnte den Mann noch in der näheren Umgebung antreffen. Wie die Polizeiinspektion Rosenheim mitteilt, wollte der 62-Jährige offenbar für „alkohol-lastigen Nachschub“ sorgen. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm rund drei Promille. Gegen den Rosenheimer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Zechbetrugs eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

BRK bietet Seniorenreise nach Franzensbad an

BRK bietet Seniorenreise nach Franzensbad an

Tschechien / Franzensbad / Rosenheim – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Rosenheim bietet in diesem Jahr noch eine Seniorenreise nach Franzensbad in Tschechien an. Vom 18. bis 26. Oktober können Senioren im Kurhotel Palace II Aufenthalt und Kurangebote miteinander verbinden.

Das Hotel liegt im Zentrum des westböhmischen Kurortes Franzensbad. Im Reisepreis enthalten sind Halbpension sowie sechs Kuranwendungen und Nebenanwendungen. Diese finden im rund 20 Meter entfernten Hotel-Haupthaus statt.
Die Gäste können außerdem ohne zusätzliche Kosten das dortige Salzwasser-Schwimmbad nutzen und an einem wöchentlichen Tanzabend teilnehmen. Weitere Angebote wie Fußpflege, Maniküre, Kosmetik oder eine Trinkkur können vor Ort hinzugebucht werden.
Die Seniorenreisen des Roten Kreuzes sollen älteren Menschen eine Abwechslung vom Alltag und die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu verreisen.

Anmeldungen für die Reise sind ab sofort bis 14. September unter der Telefonnummer 08051/9652211 möglich.
Der Preis inklusive Halbpension beträgt 895 Euro im Einzelzimmer und 839 Euro pro Person im Doppelzimmer.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Ehemaliges Sporthaus-Karstadt-Gebäude wird aufgestockt

Rosenheim: Ehemaliges Sporthaus-Karstadt-Gebäude wird aufgestockt

Rosenheim – Am ehemaligen Sporthaus-Karstadt-Gebäude in der Münchener Straße 25 in Rosenheim wird derzeit kräftig umgebaut. Schon länger bekannt ist, dass der Drogeriemarkt dm von seinem bisherigen Standort wenige Meter weiter in das Gebäude umzieht. Nun gibt es weitere Details zu den Plänen: Das Gebäude soll um zwei Geschosse aufgestockt werden. In den oberen Etagen sind Wohnungen geplant, im Erdgeschoss neben dm auch ein Café mit Sitzplätzen im Freien.

Die Informationen wurden im jüngsten Stadtentwicklungs- und Bauausschuss bekanntgegeben. Auf Nachfrage von Innpuls.me bestätigte die Stadt Rosenheim die aktuellen Planungen.

Besonders interessant ist ein Detail für die künftigen kleinen Bewohner: Im hinteren Bereich des ersten Obergeschosses soll ein Open-Air-Spielplatz entstehen. Damit soll innerhalb des Gebäudekomplexes auch eine eigene Spielfläche für die Kinder geschaffen werden.

Wohnen, Einkaufen und Café

Das ehemalige Sporthaus-Karstadt-Gebäude bekommt damit eine deutlich gemischtere Nutzung. Im Erdgeschoss ist neben dem künftigen dm-Markt ein Café vorgesehen. Dazu gehören auch Sitzmöglichkeiten im Außenbereich.
In den darüberliegenden Geschossen soll Wohnraum entstehen. Durch die geplante Aufstockung um zwei weitere Geschosse wird sich das Gebäude künftig auch äußerlich verändern.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Die Umbauarbeiten laufen bereits. Der Umzug von dm von der Münchener Straße 27 in die Nummer 25 war bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden. Hintergrund sind die größeren Räumlichkeiten, die der Drogeriemarkt für seine Erweiterung benötigt.

Auch Abriss war früher im Gespräch

Ursprünglich war für das Gebäude auch einmal ein Abriss mit anschließendem Neubau im Gespräch. Diese Pläne wurden inzwischen verworfen. Stattdessen wird das bestehende Gebäude saniert, umgebaut und nun zusätzlich aufgestockt.
Damit entsteht an der Münchener Straße 25 Schritt für Schritt ein neues Nutzungskonzept: Wo früher Sportartikel verkauft wurden, sollen künftig Menschen wohnen, einkaufen und Kaffee trinken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Wildkräuterwanderung führt durch das Priener Eichental

Wildkräuterwanderung führt durch das Priener Eichental

Prien / Landkreis Rosenheim – Welche Wildkräuter im Eichental wachsen und wie sie für Küche und Gesundheit genutzt werden können, erfahren Teilnehmer bei einer Wildkräuterwanderung am Samstag, 22. August, in Prien.

Gemeinsam mit Wildkräuterpädagogin Irmengard Linder erkunden die Teilnehmer das Eichental und seine Umgebung. Dabei geht es um das Bestimmen verschiedener Pflanzen und Bäume sowie um deren kulinarische und heilsame Verwendung. Die Expertin gibt zudem Tipps und Rezepte zur Nutzung der Wildkräuter.
Treffpunkt ist um 14 Uhr am Beilhackparkplatz West am Parkplatzautomaten. Die Wanderung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Eine Anmeldung im Tourismusbüro Prien ist erforderlich unter Telefon +49 8051 6905-0 oder info@tourismus.prien.de.

Die Teilnehmerzahl ist auf mindestens fünf und maximal 15 Personen begrenzt. Die Teilnahme kostet 26,50 Euro pro Person, mit Gästekarte beziehungsweise für Einheimische 25 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien a. Chiemsee)

Zwei Etappensiege für grenke – Auto Eder bei Junioren-Rundfahrt in Belgien

Zwei Etappensiege für grenke – Auto Eder bei Junioren-Rundfahrt in Belgien

Belgien / Raubling – Erfolgreicher Start in die WM-Vorbereitung: Die Junioren-Auswahl von Red Bull – Bora – hansgrohe mit grenke – Auto Eder hat beim belgischen Etappenrennen Aubel-Thimister-Stavelot zwei Tagessiege gefeiert. Maj Bohak (Slowenien) und Karl Herzog (Deutschland) gewannen jeweils eine Etappe.

Das traditionsreiche U19-Rennen wurde vom 7. bis 9. August im belgischen Grenzgebiet zwischen dem Pays de Herve und den Ardennen ausgetragen. Für grenke – Auto Eder war es das erste Etappenrennen nach der Sommerpause und zugleich der Auftakt der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im September in Kanada.

Zu Beginn setzte sich Maj Bohak durch. Einen Tag später belegte die Mannschaft Rang drei im Mannschaftszeitfahren. Auf der dritten und letzten Etappe holte Karl Herzog den nächsten Sieg. Für die Junioren-Auswahl war es bereits der 19. Saisonsieg.
Herzog beendete die Rundfahrt auf dem dritten Gesamtrang, 24 Sekunden hinter dem Sieger Soen Le Pann aus Frankreich. Maj Bohak wurde Vierter mit 55 Sekunden Rückstand. Zudem sicherte sich Bohak die Punktewertung und die Nachwuchswertung.

Auch im Mannschaftszeitfahren und über die drei Renntage hinweg zeigte sich grenke – Auto Eder aktiv. Karl Herzog blickt entsprechend zufrieden auf die Rundfahrt zurück: „Am Ende waren wir zu dritt an der Spitze – zwei Decathlon-Fahrer und ich. Die letzten 250, 300 Meter bin ich dann einfach von vorn gefahren. Das Finale war ziemlich technisch, da konnte mich keiner mehr überholen. Platz drei in der Gesamtwertung geht für mich in Ordnung. Mit zwei Etappensiegen, dem Punkte- und dem weißen Trikot können wir auf jeden Fall zufrieden sein.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitrasgbild: Symbolfoto re)

Jugend-Zeltlager am Hochstraßer See: Nachwuchsfischer mit Feuereifer dabei

Jugend-Zeltlager am Hochstraßer See: Nachwuchsfischer mit Feuereifer dabei

Raubling / Landkreis Rosenheim – Drei Tage lang drehte sich am Hochstraßer See (Landkreis Rosenheim) wieder vieles ums Fischen: Der Kreisfischereiverein Rosenheim hatte am Wochenende zu seinem Jugend-Zeltlager eingeladen. 57 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren waren diesmal dabei. Auffällig: In diesem Jahr waren ausschließlich Buben mit dabei. Das Durchschnittsalter lag bei 13,2 Jahren.

Auf dem Programm standen verschiedene Workshops und Wettbewerbe. Besonders beliebt waren natürlich die Gänge ans Wasser. Unter Anleitung erfahrener Fischer konnten die Jugendlichen selbst zur Angel greifen und ausprobieren, was sie zuvor gelernt hatten. Einige konnten am Ende sogar stolz einen eigenen Fang vorweisen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen war auch eine Abkühlung im Hochstraßer See gefragt. Nur auf eine beliebte Tradition musste diesmal verzichtet werden: Wegen der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr fiel das Lagerfeuer aus.

Das Jugend-Zeltlager des Kreisfischereivereins gibt es bereits seit 1982. Auch bei der diesjährigen Eröffnung schauten wieder Vertreter aus der regionalen Politik vorbei.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Pianist „Stranger“ beendet „Aktion 9.09“ mit Konzert in Prien

Pianist „Stranger“ beendet „Aktion 9.09“ mit Konzert in Prien

Update 18.8.2026: Veranstaltung wurde aufgrund der aktuellen Wettervorhersage auf Freitag, 11. September verschoben.

Prien / Landkreis Rosenheim – Die Kunstperformance „Aktion 9.09“ in Prien endet am Freitag, 21. August, mit einem Abschlusskonzert. Beginn ist um 21 Uhr im Innenhof der Franziska-Hager-Mittelschule.

Im Mittelpunkt steht der maskierte Pianist „Stranger“. Während der vorangegangenen Aktion (wir berichteten) nahm er Besucher in einem eigens gestalteten Cube jeweils neun Minuten und neun Sekunden lang mit auf eine stille musikalische Reise.
Aus den dabei entstandenen Eindrücken und Emotionen entwickelte der Künstler ein neues Konzertprogramm, das an diesem Abend erstmals öffentlich aufgeführt wird.

Mit Musik und Kunst macht die „Aktion 9.09“ auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Das Abschlusskonzert bildet den künstlerischen Schlusspunkt der Aktion.

Bei schlechter Witterung wird das Konzert in den Chiemsee Saal, Alte Rathausstraße 11, verlegt. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Abschlusskonzert der Kunstperformance „Aktion 9.09“: Pianist „Stranger“ präsentiert ein einzigartiges Werk, das aus den Begegnungen der Aktion entstanden ist. Copyright Isabel Neyses und Manuel Hollenbach)

Warum am Rosenheimer Max-Josefs-Platz gerade das Pflaster aufgerissen wird

Warum am Rosenheimer Max-Josefs-Platz gerade das Pflaster aufgerissen wird

Rosenheim – Wird am Rosenheimer Max-Josefs-Platz etwa schon an der angekündigten Lösung für mehr Barrierefreiheit gearbeitet? Beim Blick auf unser Foto lag diese Frage nahe. Schließlich wird das historische Pflaster derzeit an mehreren Stellen aufgerissen. Wir wollten es genauer wissen und haben deshalb bei der Stadt Rosenheim nachgefragt.

Die Antwort fällt allerdings anders aus als erwartet: Mit den geplanten Arbeiten für eine bessere Begehbarkeit des Max-Josefs-Platzes hat die aktuelle Baustelle nichts zu tun. Stattdessen geht es um Glasfaser. Die Arbeiten werden nach Angaben der Stadt von der Deutschen Telekom durchgeführt.

Die Telekom baut derzeit auch in Rosenheim ihr FTTH-Netz aus. FTTH steht für „Fiber to the Home“ – dabei wird die Glasfaser bis zum Gebäude beziehungsweise zum Hausanschluss geführt. Nach eigenen Angaben können in Rosenheim dadurch künftig Anschlüsse für bis zu 16.100 Haushalte ermöglicht werden.

Für den Max-Josefs-Platz bedeutet das derzeit also: Das historische Pflaster wird an einigen Stellen geöffnet, damit Leitungen verlegt werden können.

Barrierefreiheit lässt noch auf sich warten

Die geplante Verbesserung der Barrierefreiheit ist damit weiterhin ein eigenes Thema. Wie berichtet, sollen die vorhandenen Pflastersteine so bearbeitet werden, dass der Platz besser begehbar wird und gleichzeitig sein historisches Erscheinungsbild erhalten bleibt. Welche Variante letztlich umgesetzt wird und wann die Arbeiten beginnen, ist noch offen. Mehr dazu haben wir hier berichtet. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Rosenheim: Vier Tonnen schwerer MRT schwebt durch die Fassade

Rosenheim: Vier Tonnen schwerer MRT schwebt durch die Fassade

Rosenheim – Während die Rosenheimer Innenstadt am Sonntagmorgen (9. August) noch weitgehend schlief, herrschte in der Rosenheimer Stollstraße bereits reger Betrieb. Ein Schwerlastkran stand bereit, die Straße war gesperrt und an einem Ärztehaus klaffte eine große Öffnung in der Fassade. Was dort hineingehoben werden sollte, war allerdings kein gewöhnliches Bauteil: Ein rund vier Tonnen schweres MRT sollte im ersten Stock einer radiologischen Praxis seinen neuen Platz finden.

Einbau MRT. Foto: Copyright Josefa Staudhammer

Die Fassade offen und die Räume freigeräumt – das MRT kann kommen. Fotos: Copyright Josefa Staudhammer

Die ersten Menschen, die an der Baustelle vorbeikamen, waren auf dem Weg zum Bäcker. Einige blieben spontan stehen. Denn einen tonnenschweren Magnetresonanztomographen, der über einer Rosenheimer Straße schwebt, sieht man schließlich nicht alle Tage.
Zuvor musste das bisherige MRT durch genau diese Öffnung aus dem Gebäude heraus. Nun war sein Nachfolger an der Reihe. Langsam hob der Fahrer des Schwerlastkrans das Gerät vom Lastwagen. Zentimeter für Zentimeter ging es nach oben, bis die rund vier Tonnen schließlich auf Höhe des ersten Stocks waren. Dann wurde das MRT vorsichtig durch die geöffnete Fassade in die Praxis manövriert.

Auf der Straße wurde jede Bewegung aufmerksam verfolgt. Für Fehler war wenig Spielraum: Das neue MRT kostet nach Angaben der Praxis rund 1,5 Millionen Euro. Entsprechend konzentriert arbeiteten die beteiligten Bauarbeiter, Planer und Fachfirmen. Jeder Handgriff musste sitzen.
Am Ende ging alles glatt. Das neue Gerät ist inzwischen dort angekommen, wo es künftig für Untersuchungen eingesetzt wird.

Was ist eigentlich ein MRT?

MRT steht für Magnetresonanztomographie. Bei der Untersuchung werden keine Röntgenstrahlen eingesetzt. Stattdessen erzeugt ein starker Magnet ein Magnetfeld. Radiowellen liefern Signale aus dem Körper, aus denen ein Computer detaillierte Schnittbilder erstellt.
Besonders gut lassen sich damit Weichteile darstellen, beispielsweise Gehirn, Rückenmark, Muskeln, Gelenke oder innere Organe. Deshalb wird die Untersuchung bei vielen unterschiedlichen medizinischen Fragestellungen eingesetzt.
Die Technik hat sich seit ihren Anfängen rasant weiterentwickelt. Die erste MRT-Aufnahme eines Menschen dauerte 1977 noch knapp fünf Stunden.. Moderne Geräte können heute deutlich schneller detaillierte Bilder liefern.
Während der Untersuchung müssen Patienten möglichst ruhig liegen, damit die Bilder nicht durch Bewegungen verwackeln. Größere Öffnungen moderner Geräte können zudem dazu beitragen, dass sich Patienten weniger beengt fühlen.

Was sich für Patienten ändert

Der Aufwand für die ungewöhnliche Anlieferung war erheblich. Nicht nur Schwerlastkran und Gerüst mussten aufgebaut werden. Auch die Fassade des Ärztehauses musste geöffnet werden. Und während draußen gebaut, gehoben und montiert wurde, lief in der Praxis der Betrieb weiter. Der Einbau des MRT ist Teil eines größeren Umbaus, bei dem die Räume an die neuen Abläufe angepasst werden. Unter anderem entstehen zusätzliche Umkleidekabinen.

Für die Ärzte lohnt sich der Aufwand vor allem mit Blick auf die Patienten. Das neue MRT gehört zur MAGNETOM-Flow-Plattform von Siemens Healthineers und damit zu einer neuen Generation solcher Geräte. Je nach Untersuchung sollen damit deutlich kürzere Untersuchungszeiten möglich sein.  Auch die Öffnung des neuen MRT ist größer als beim bisherigen Gerät. Das schafft mehr Platz und kann die Untersuchung gerade für Menschen angenehmer machen, die sich in der engen Röhre bisher unwohl oder beengt gefühlt haben.

Wie groß der technische Sprung bei MRT-Geräten inzwischen ist, zeigt ein Blick zurück: Als 1977 erstmals ein Mensch per MRT untersucht wurde, dauerte die Aufnahme noch vier Stunden und 45 Minuten. Mit neuen Verfahren konnten die Messzeiten bereits in den folgenden Jahren drastisch verkürzt werden. Heute sind Untersuchungen je nach Fragestellung deutlich schneller möglich. Für die Patienten bedeutet das weniger Zeit in der Röhre, für die Praxis zugleich einen effizienteren Ablauf.

Weniger Helium, weniger Verlust

Eine weitere Veränderung steckt dort, wo Patienten sie kaum sehen: im Umgang mit Helium. Das seltene Edelgas wird benötigt, um den Magneten eines MRT auf extrem niedrige Temperaturen zu kühlen. Beim bisherigen Gerät befand sich nach Angaben der Ärzte ein erheblicher finanzieller Wert an Helium im System. Musste das Gerät in einem Notfall schnell heruntergefahren werden, konnte das Gas nicht einfach im Gerät bleiben. Es musste kontrolliert über ein spezielles Rohr nach außen geleitet werden.

Beim neuen MRT bleibt das Helium dagegen in einem geschlossenen Kreislauf. Nach Angaben des Herstellers benötigt die MAGNETOM-Flow-Plattform über die gesamte Lebensdauer des Systems nur rund 0,7 Liter flüssiges Helium. Bei herkömmlichen MRT-Systemen können dagegen mehr als 1.000 Liter benötigt werden. Das ist nicht nur eine Frage der Kosten. Helium ist ein seltenes Edelgas und hochwertiges Helium wird zunehmend schwieriger verfügbar. Dass möglichst wenig davon verloren geht, ist deshalb auch aus Sicht der Ärzte ein wichtiger Vorteil der neuen Technik.

Während draußen am Sonntagmorgen das tonnenschwere Gerät durch die Fassade schwebte, war für die Beteiligten vor allem eines wichtig: dass jeder Handgriff sitzt. Das tat er. Für die Patienten beginnt dagegen mit dem neuen MRT ein neues Kapitel – mit kürzeren Untersuchungszeiten, mehr Platz während der Untersuchung und einer Technik, die mit deutlich weniger Helium auskommt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)