Mehrere hundert Jahre Ehrenamt: 30 Helfer im Landkreis Rosenheim geehrt

Mehrere hundert Jahre Ehrenamt: 30 Helfer im Landkreis Rosenheim geehrt

Rosenheim / Landkreis – Sie helfen bei Unglücksfällen, stehen bei Katastrophen bereit oder sorgen dafür, dass Grundstücksgrenzen verlässlich gewahrt bleiben: 30 Frauen und Männer sind im Landratsamt Rosenheim für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Zusammen kommen die Geehrten auf mehrere hundert Jahre Einsatz für andere.

Geehrt wurden Ehrenamtliche, die sich seit 25, 40 oder sogar 50 Jahren beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK), bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, beim Technischen Hilfswerk (THW) oder als Feldgeschworene engagieren.

„Es braucht Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen“

Landrat Otto Lederer betonte bei der Feierstunde die Bedeutung des Ehrenamts. „Die großen Herausforderungen, die jede Zeit mit sich bringt, sind ohne das Ehrenamt nicht zu stemmen. Die Institutionen des Staates alleine können es nicht richten. Es braucht Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen“, sagte der Landrat.
Wer sich über Jahrzehnte für seine Mitmenschen einsetze, präge damit auch das gesellschaftliche Miteinander. „Sie bestimmen mit, wie wir miteinander umgehen, wie wir zusammenhalten und in welchem gesellschaftlichen Klima wir leben.“

Lederer gratulierte gemeinsam mit Daniela Ludwig, Parlamentarische Staatssekretärin und Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim, den Geehrten. Auch THW-Geschäftsführer Harald Feckl, Johanniter-Ortsbeauftragter Ralph Bernatzky und Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, waren bei der Feierstunde dabei. Zahlreiche Bürgermeister kamen ebenfalls ins Landratsamt, um den Geehrten aus ihren Gemeinden persönlich zu gratulieren.

Daniela Ludwig hob die Verlässlichkeit der Ehrenamtlichen hervor. Bevölkerungsschutz, Zivilschutz und Katastrophenschutz seien in erheblichem Maß darauf angewiesen, dass Menschen freiwillig bereitstünden, wenn ihre Hilfe gebraucht werde. Die Feierstunde sei deshalb ein wichtiger Rahmen, um dieses Engagement sichtbar zu machen und die Wertschätzung dafür auszudrücken.

Einsatz bei Rettung, Katastrophen und Vermessung

Allein beim BRK-Kreisverband Rosenheim engagieren sich rund 2.500 Menschen ehrenamtlich. Ihr Einsatz reicht von den Bereitschaften über die Wohlfahrts- und Sozialarbeit bis zu Bergwacht, Wasserwacht und Jugendrotkreuz.
Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Ortsverband Oberbayern Südost sind neben rund 130 hauptamtlichen Kräften etwa 160 Ehrenamtliche aktiv. Sie übernehmen unter anderem Aufgaben im Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst, bei Fahrdiensten, der Erste-Hilfe-Ausbildung, beim Hausnotruf sowie in der Rettungshundestaffel und Krisenintervention. Dazu kommen rund 100 Kinder und Jugendliche in der Johanniter-Jugend und im Schulsanitätsdienst.

Auch beim THW spielt das Ehrenamt eine zentrale Rolle. Im Landkreis Rosenheim helfen die freiwilligen Kräfte unter anderem bei Hochwasser und Sturmschäden, größeren Unglücksfällen oder bei der Notstromversorgung. Fachberater des THW unterstützen außerdem die Führungsgruppe Katastrophenschutz und den Örtlichen Einsatzleiter.

Feldgeschworene wachen über Grenzen

Geehrt wurden außerdem langjährige Feldgeschworene. Sie unterstützen die Vermessungsverwaltung, kennen die Lage von Grenzzeichen und sind für Grundstückseigentümer wichtige Ansprechpartner und teilweise auch Vermittler. Das Feldgeschworenenwesen gilt als ältestes kommunales Ehrenamt in Bayern.
Zum Abschluss erinnerte Landrat Lederer daran, was jahrzehntelanges Ehrenamt konkret bedeutet: viele Stunden in der Freizeit, Einsätze neben Beruf und Familie und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wenn andere Hilfe brauchen. „Sie zeigen mit Ihrem Einsatz, dass Gemeinschaftssinn auch in Zeiten von wachsendem Individualismus einen hohen Stellenwert hat. Dafür von Herzen Vergelt’s Gott.“
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild Landraatsamt Rosenheim) 

Petö-Schule Oberaudorf: Zuschuss für Schülerbeförderung läuft weiter

Petö-Schule Oberaudorf: Zuschuss für Schülerbeförderung läuft weiter

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Für den Weg zur Petö-Schule in Oberaudorf sind spezielle Busse nötig, die auch für Rollstühle geeignet sind. Weil die staatliche Beförderungspauschale die Kosten dafür nicht abdeckt, unterstützt der Landkreis Rosenheim die Schülerbeförderung schon seit Jahren mit einem Zuschuss. Das bleibt auch in den kommenden drei Jahren so.

Der Ausschuss für Schulen und Sport hat am Montag (5. Oktober) beschlossen, die freiwillige Unterstützung bis zum Ende des Schuljahres 2028/2029 fortzusetzen. Dafür können pro Haushaltsjahr maximal 25.000 Euro bereitgestellt werden. Eine rechtliche Verpflichtung des Landkreises ergibt sich daraus nicht.

22 Schüler besuchen die Petö-Schule

Derzeit besuchen 22 Schüler mit körperlichen, geistigen oder komplexen Behinderungen die Private Petö Grund- und Mittelschule in Oberaudorf. 13 von ihnen leben im Landkreis Rosenheim.
Für ihre Beförderung nach Oberaudorf sind spezielle, für Rollstühle geeignete Busse erforderlich. Die staatliche Beförderungspauschale reicht für diese besondere Beförderung nicht aus.

Eine weitere Besonderheit: Private Schulen wie die Petö-Schule sind vom Gesetz über die Kostenfreiheit des Schulwegs ausgenommen. Eine Finanzierung der Beförderungskosten auf dieser Grundlage ist deshalb nicht möglich.
Der Landkreis Rosenheim gewährt deshalb bereits seit dem Schuljahr 2013/2014 einen Zuschuss für die Beförderung zur Petö-Schule. Diese Unterstützung wird nun bis zum Ende des Schuljahres 2028/2029 weitergeführt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 7. Oktober – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Pinguine ihre Körperwärme in den Beinen besonders effizient regulieren können?
Dabei liegen warme und kalte Blutgefäße dicht beieinander. So wird Wärme zurückgehalten, bevor das Blut die Füße erreicht.
Selbst extreme Bedingungen lassen sich mit erstaunlichen Lösungen meistern.

Vielleicht findest Du heute etwas, das Dir hilft, mit einer schwierigen Situation besser umzugehen.

Wir wünschen Dir einen warmen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Rosenheim 1914: Was eine Straßenlaterne über den Ludwigsplatz erzählt

Rosenheim 1914: Was eine Straßenlaterne über den Ludwigsplatz erzählt

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1914. Unser historisches Foto zeigt den Rosenheimer Ludwigsplatz mit Blick in Richtung Königstraße und Innstraße. Auf dem Platz stehen einige Marktstände. Im Hintergrund sind die Häuser mit ihren Geschäften und die Spitalkirche St. Joseph in der Innstraße zu sehen. Ein besonderes Detail fällt bei genauerem Hinsehen auf: die aufwendig gestaltete Straßenlaterne mitten auf dem Platz.

Der Ludwigsplatz war auch damals ein wichtiger Markt- und Geschäftsplatz. Auf der Aufnahme sind mehrere Stände zu erkennen. Entlang der angrenzenden Häuserzeile lassen sich außerdem verschiedene Geschäfte ausmachen. Bei einem Schriftzug ist „Josef Nennhuber“ zu lesen. Dabei handelt es sich um den Hutmachermeister Josef Nennhuber, der bereits im 19. Jahrhundert ein Geschäft am Ludwigsplatz hatte. Eine historische Anzeige aus dem Jahr 1886 nennt seine Adresse mit „Ludwigsplatz 6a“ und wirbt für Seiden-, Filz- und Strohhüte.
Daneben ist an einer Fassade der Schriftzug einer Metzgerei zu erkennen. Der weitere Text lässt sich auf der historischen Aufnahme nicht sicher entziffern. Gerade solche kleinen Hinweise machen das Foto aber zu einem interessanten Dokument des damaligen Geschäftslebens.

Eine Straßenlaterne als Zeichen des technischen Wandels

Besonders auffällig ist die Straßenlaterne auf dem Ludwigsplatz. Auf einem hohen, massiven Sockel erhebt sich ein kunstvoll gearbeitetes Gestänge, an dem die Leuchten angebracht sind. Für heutige Augen wirkt die Konstruktion fast wie ein eigenes kleines Bauwerk.
Die Laterne erinnert an einen technischen Wandel, der in Rosenheim zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre zurücklag. Die Stadt hatte 1894 die Einführung der elektrischen Beleuchtung beschlossen. Die Umstellung dauerte allerdings mehrere Jahre: Erst 1907 erloschen die letzten Gas-Straßenlaternen in Rosenheim.

1914 gehörte elektrisches Licht damit bereits zum Stadtbild. Die aufwendig gestaltete Laterne zeigt aber, wie sichtbar und repräsentativ solche technischen Neuerungen damals noch gestaltet sein konnten.

Auch der Blick auf den Boden ist interessant: Teile des Ludwigsplatzes und die Innstraße sind auf dem Foto gepflastert. Der Ludwigsplatz wurde erst 1927 asphaltiert. Über dieses Pflaster bewegten sich damals Marktbesucher, Fuhrwerke und Marktkarren, zunehmend aber auch die ersten Automobile.

Ein vertrauter Blick auf die Innstraße

Im Hintergrund ist die Spitalkirche St. Joseph in der Innstraße zu erkennen. Auch der Verlauf der Innstraße und der angrenzenden Häuser lässt sich auf dem Foto gut nachvollziehen. Gleichzeitig erinnert die Aufnahme daran, wie stark sich das Stadtbild in den vergangenen gut 100 Jahren verändert hat.
Das historische Inntor, das einst den Zugang zur Stadt an dieser Stelle markierte, war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits seit fast 50 Jahren verschwunden. Es wurde 1865 abgebrochen. Der Ludwigsplatz war damit längst ein offener Markt- und Geschäftsplatz.

Das Foto aus dem Jahr 1914 zeigt deshalb vor allem einen ganz normalen Ausschnitt aus dem damaligen Rosenheimer Alltag: Marktstände auf dem Ludwigsplatz, Geschäfte an der angrenzenden Häuserzeile, gepflasterte Straßen – und mittendrin eine auffällige elektrische Straßenlaterne.

Gerade solche Details machen historische Fotos spannend. Denn manchmal erzählt nicht das große Gebäude im Hintergrund die interessanteste Geschichte, sondern eine Laterne.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Bad Endorf: Handtasche beim Abbau eines Verkaufstands gestohlen

Bad Endorf: Handtasche beim Abbau eines Verkaufstands gestohlen

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim –  Beim Abbau eines Verkaufsstands nach dem Marktsonntag (4. Oktober)  ist  in Bad Endorf eine Handtasche mit Bargeld gestohlen worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei bot der Tatverdächtige dem Opfer beim Abbau seine Hilfe an und nutzte die Situation anschließend aus.

Der Vorfall ereignete sich gegen 17.15 Uhr an der Staatsstraße 2092. Während des Abbaus des Verkaufsstands kam es offenbar zu einer Ablenkungssituation, bei der die Handtasche aus einem Fahrzeug entwendet wurde. Der Tatverdächtige wird nach Angaben der Polizei als etwa 50 bis 60 Jahre alt und 170 bis 175 Zentimeter groß beschrieben. Er soll stämmig gebaut sein, kurze dunkle Haare haben und keinen Bart tragen. Eine Brille habe er nicht getragen. Zum Tatzeitpunkt war er dunkel gekleidet.

Die Polizeiinspektion Prien bittet um Hinweise. Wer am Sonntagnachmittag verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder Angaben zum Tatverdächtigen machen kann, wird gebeten, sich unter 08051/90570 bei der Polizei zu melden
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Griesstätt: Pkw gerät nach Zusammenstoß in Brand

Griesstätt: Pkw gerät nach Zusammenstoß in Brand

Griesstätt / Landkreis Rosenheim – Ein Pkw geriet am Sonntagnachmittag (4. Oktober)  bei Griesstätt (Landkreis Rosenheim)  nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Auto in Brand. Der 19-jährige Fahrer des Wagens wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei im Einmündungsbereich der St 2079 und St 2359. Eine 84-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis Rosenheim wollte von der St 2079 nach rechts in die St 2359 abbiegen. Dabei übersah sie offenbar den von links kommenden Pkw eines 19-Jährigen, ebenfalls aus dem Landkreis Rosenheim.
Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen. Dabei geriet der Wagen des 19-Jährigen in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr Griesstätt löschte das Feuer. Der 19-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand laut Polizei ein Gesamtschaden von rund 18.000 Euro.

Die St 2359 musste wegen des Einsatzes zeitweise vollständig gesperrt werden. Gegen die 84-Jährige wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bahnstrecke München–Rosenheim–Kufstein: Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr

Bahnstrecke München–Rosenheim–Kufstein: Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr

Rosenheim – Auf der Bahnstrecke zwischen München, Rosenheim und Kufstein kommt es in der kommenden Woche nachts zu Änderungen im Zugverkehr. Grund sind Bauarbeiten der DB InfraGO AG, die von Montag, 19. Oktober, bis Donnerstag, 22. Oktober, laufen.

Betroffen sind einzelne Verbindungen der BRB in beiden Richtungen. Zwischen Rosenheim und Brannenburg beziehungsweise Kufstein wird bei einigen Fahrten ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Züge und Busse fahren teilweise später

Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, dass einzelne Züge und Ersatzbusse von den Zeiten des regulären Fahrplans abweichen. Teilweise fahren die Verbindungen später ab und erreichen ihr Ziel entsprechend später.

Für die betroffenen Verbindungen stellt die BRB Sonderfahrpläne auf ihrer Internetseite bereit. Züge, die dort nicht aufgeführt sind, fahren an den betreffenden Tagen ohne Abweichung nach dem regulären Fahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ramerberg: Motorrad überholt Pkw rechts und gerät nach Unfall in Brand

Ramerberg: Motorrad überholt Pkw rechts und gerät nach Unfall in Brand

Ramerberg / Landkreis Rosenheim – Ein Motorrad liegt auf der K RO 43 und steht in Flammen – dieses Bild bot sich am Sonntagnachmittag nach einem Verkehrsunfall bei Ramerberg. Kurz zuvor war ein 35-jähriger Motorradfahrer auf der B15 mit einem Pkw zusammengestoßen. Er hatte den Wagen rechts überholt.

Nach Angaben der Polizei war ein 34-jähriger Autofahrer aus Sachsen auf der B15 unterwegs und wollte nach rechts auf die K RO 43 abbiegen. Dabei ordnete er sich nahe der Mittellinie ein. Der hinter ihm fahrende Motorradfahrer aus Niederbayern deutete die Situation offenbar falsch und setzte zum Überholen auf der rechten Seite an.
Dabei kam es zum Zusammenstoß. Das Motorrad wurde auf die K RO 43 geschleudert und fing Feuer. Der Motorradfahrer zog sich bei dem Sturz leichte Prellungen zu und wurde zur Abklärung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.

An dem Pkw und dem Motorrad entstand laut Polizei Totalschaden. Der Gesamtschaden wird auf rund 8.000 Euro geschätzt. Für die Löscharbeiten und die Unfallaufnahme mussten die B15 und die K RO 43 zeitweise gesperrt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Ramerberg war im Einsatz. Den Motorradfahrer erwartet nun ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kloster Seeon: Vier Kulturtermine im Oktober

Kloster Seeon: Vier Kulturtermine im Oktober

Seeon / Landkreis Traunstein – Vier Veranstaltungen stehen im Oktober im Kulturprogramm von Kloster Seeon: Auf dem Programm stehen Folk-Pop, Chansons, ein Vortrag zur Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters und New-Orleans-Jazz.

Den Auftakt macht am Samstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr die oberbayerische Band REIWAS. Im Klosterstüberl präsentiert das Quartett um Sänger und Liedermacher Josef Steinbacher sein Programm „Freier Mensch“. Die Musik bewegt sich zwischen Folk und Pop, zum Einsatz kommen unter anderem Akkordeon, Kontrabass, Gitarre und Schlagzeug.
Am Samstag, 17. Oktober, folgt um 19.30 Uhr ebenfalls im Klosterstüberl das Chansonprogramm „Alles Liebe“ von Friederike Duetsch und Maria Bittel. Das Duo verbindet Chansons unter anderem von Kurt Weill und Émile Carrara mit Gedichten zum Thema Liebe.

Geschichten aus der Klostergeschichte

Um die Geschichte von Kloster Seeon geht es am Sonntag, 18. Oktober, um 17 Uhr im Festsaal. Unter dem Titel „Der hochwürdigste Abt wurde heute zur Ader gelassen – Geschichten aus dem Kloster Seeon“ stellt Dr. Georg Kolb ausgewählte historische Dokumente vor.
Kolb ist Archivrat im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und war an der Neuordnung der Archivalien der ehemaligen Benediktinerabtei Seeon beteiligt. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail an kultur@kloster-seeon.de wird erbeten.

Den Abschluss des Oktoberprogramms bildet am Samstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr ein Konzert der Original Storyville Shakers New Orleans Jazzband. Die Freisinger Band spielt traditionellen New-Orleans-Jazz. Als Gast ist der Trompeter Colin Dawson dabei.

Karten für die Konzerte gibt es im Klosterladen Seeon, über den Webshop von Kloster Seeon sowie über München Ticket. Eventuelle Restkarten sind an der Tageskasse erhältlich. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es im Veranstaltungskalender von Kloster Seeon.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild Reiwas – Copyright Jessica Elsner)

Pflegereform: Pflegebeauftragte fordert strukturelle Änderungen

Pflegereform: Pflegebeauftragte fordert strukturelle Änderungen

Rosenheim – Wie kann die Pflege langfristig finanziert werden und welche Änderungen braucht es im System? Um diese Fragen ging es beim Ladies Brunch der Frauen-Union Rosenheim Stadt und Land im Gasthaus Höhensteiger. Zu Gast war Katrin Staffler, Pflegebeauftragte der Bundesregierung. Neben Mitgliedern der Frauen-Union nahmen auch Vertreter aus Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten, Pflegekräfte, Kommunalpolitiker und Senioren teil.

Staffler machte deutlich, dass aus ihrer Sicht bei der Pflege eine Reform dringend notwendig ist. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland habe sich seit 2017 von drei auf sechs Millionen verdoppelt. Für die kommenden fünf Jahre werde mit einer weiteren Million Pflegebedürftiger gerechnet.
Auch die finanzielle Situation der Pflegeversicherung sei angespannt. Die Pflegekasse habe ein Haushaltsvolumen von rund 80 Milliarden Euro. Für die kommenden zwei Jahre werde mit einem Defizit von insgesamt 23 Milliarden Euro gerechnet. Allein im ersten Halbjahr habe sich ein Minus von 700 Millionen Euro angesammelt.

Prävention, Pflegebegleitung und weniger Bürokratie

Staffler sprach sich für strukturelle Änderungen aus. Die Versorgung Pflegebedürftiger sei in Deutschland grundsätzlich gut, das System aber zu kleinteilig und bürokratisch. Im Mittelpunkt des geplanten Pflegeneuordnungsgesetzes stehen laut Staffler drei Bereiche: Prävention und Rehabilitation, eine bessere Begleitung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowie eine Strukturreform. Gerade Prävention und Reha könnten dazu beitragen, dass Menschen trotz Pflegebedürftigkeit länger selbstständig leben können. Bei der Pflegebegleitung gehe es darum, Angehörige und Pflegebedürftige von Beginn an durch das System zu führen. Als Beispiel nannte Staffler die Begleitung durch Hebammen während der Schwangerschaft.
Beim dritten Punkt geht es um weniger Bürokratie. Derzeit müssten viele Leistungen einzeln und teilweise bei unterschiedlichen Kostenträgern beantragt werden. Als mögliche Lösung nannte Staffler Budgets für Sachleistungen und Entlastungsangebote, auf die Familien beispielsweise im Pflege-Notfall zurückgreifen könnten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die häusliche Pflege. Nach Angaben Stafflers werden 86 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, meist von Frauen. Eine Absenkung der Rentenpunkte für pflegende Angehörige sei deshalb vom Bundesgesundheitsminister bereits verworfen worden. „Es wäre das falsche Signal gewesen, hier zu sparen“, sagte Staffler.

Aus dem Publikum kamen unter anderem Fragen zur Bearbeitungsdauer von Anträgen, zu langen Fahrzeiten ambulanter Dienste und zum Mangel an Pflegekräften. Trotz der angespannten finanziellen Lage müsse niemand in Panik geraten, sagte Staffler. Die Menschen hätten über Jahre in die Pflegeversicherung eingezahlt. Mit den geplanten Maßnahmen solle die Pflegeversicherung stabilisiert werden.
(Quelle: Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig)

Rosenheim versteigert Fundsachen: Fahrräder, E-Scooter und mehr

Rosenheim versteigert Fundsachen: Fahrräder, E-Scooter und mehr

Rosenheim – Fahrräder, E-Scooter und weitere Fundstücke kommen in Rosenheim wieder unter den Hammer. Am Mittwoch, 21. Oktober, findet die nächste Fundsachenversteigerung des Rosenheimer Fundamts statt.

Ab 17 Uhr werden nicht abgeholte Fundsachen und Fundfahrräder versteigert. Wer vorher einen Blick auf die angebotenen Gegenstände werfen möchte, kann dies bereits ab 16.30 Uhr tun.

Fahrräder, E-Scooter und mehr

Bei der Versteigerung ist in diesem Jahr wieder einiges dabei. Neben zahlreichen Fahrrädern kommen unter anderem E-Scooter, ein Benzinroller, Werkzeugkoffer und zwei kleine Tische unter den Hammer.

Versteigert werden ausschließlich Fundsachen, die bereits länger als sechs Monate beim Fundamt liegen. Voraussetzung ist außerdem, dass sie weder von ihren Eigentümern abgeholt noch von den Findern als Eigentum beansprucht wurden.

Wer selbst noch etwas verloren hat, kann beim Fundamt nachfragen oder online über fundinfo.novafind.eu nach Fundsachen suchen.

Wo Fundsachen abgegeben werden können

Wer etwas findet, kann die Fundsache beim Hauptsitz des Fundamts in Westerndorf St. Peter, Möslstraße 27, abgeben. Weitere Anlaufstellen gibt es an der Infostelle im Rathaus, Königstraße 24, beim Einwohneramt, Königstraße 15, sowie beim Sozialrathaus, Reichenbachstraße 8.

Die nächste Fundsachenversteigerung in Rosenheim ist für das Frühjahr 2027 geplant.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim  / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kloster Seeon erneut bei Certified Star-Award ausgezeichnet

Kloster Seeon erneut bei Certified Star-Award ausgezeichnet

Seeon / Landkreis Traunstein – Kloster Seeon hat beim Certified Star-Award erneut den ersten Platz in der Kategorie „Certified Conference Hotel“ belegt. Bei der öffentlichen Abstimmung des Prüfinstituts Certified setzte sich das Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern in der Kategorie für Häuser mit bis zu 150 Zimmern durch.

Kloster Seeon ist das Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern und befindet sich in einem ehemaligen Benediktinerkloster im Landkreis Traunstein.

Die Auszeichnung basiert auf den Bewertungen von Gästen, Geschäftspartnern und Veranstaltern. Bereits im vergangenen Jahr hatte Kloster Seeon in dieser Kategorie den ersten Platz erreicht. Den Preis nahm Inge Ederer-Posch, stellvertretende Geschäftsleiterin von Kloster Seeon, bei der Preisverleihung am 1. Oktober in Frankfurt am Main entgegen. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Fachveranstaltung „Assistants’ World“ überreicht.
Das Prüfinstitut Certified kombiniert bei dem Award eine eigene Qualitätsprüfung mit Bewertungen der Nutzer der teilnehmenden Hotels. Ausgezeichnet werden unter anderem Hotels, die auf Tagungen, Seminare und andere geschäftliche Veranstaltungen ausgerichtet sind.
(Quelle: Pressemitteilung Bezirk Oberbayern / Beitragsbild: Certified Das Kundenzertifikat GmbH & Co. KG)