Rosenheim 1905: Als  die Aussegnungshalle noch auf einer grünen Wiese stand

Rosenheim 1905: Als die Aussegnungshalle noch auf einer grünen Wiese stand

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1905. Das Bild führt uns zum Städtischen Friedhof am Kapuzinerkloster in Rosenheim. Im Mittelpunkt steht das große Gebäude, das heute als Aussegnungshalle genutzt wird. Davor erstreckt sich eine weite Grünfläche. Von den zahlreichen Gräbern, die diesen Bereich heute prägen, ist auf der Aufnahme noch nichts zu sehen.

Dabei war das Gebäude damals gerade einmal sieben Jahre alt. Es entstand im Zuge einer Erweiterung des Friedhofs nach Norden und wurde am 17. Oktober 1898 eingeweiht. Der Neubau war notwendig geworden, weil Rosenheim im späten 19. Jahrhundert stark gewachsen war und der bisherige Friedhof nicht mehr genügend Platz bot.

Vier Leichenhäuser in der Geschichte des Friedhofs

Der Friedhof selbst wurde bereits 1809 angelegt. Ein Gebäude zur Aufbahrung der Verstorbenen gab es zunächst nicht. Erst 1835 entstand neben der St.-Sebastianskirche ein erstes Leichenhaus. Es musste 1856 wieder abgerissen werden, weil an seiner Stelle das neue Kapuzinerkloster gebaut wurde. Die Kapuziner waren nach der Auflösung ihres ursprünglichen Klosters im Zuge der Säkularisation nach Rosenheim zurückgekehrt und errichteten hier eine neue Klosteranlage.
Als Ersatz entstand ein weiteres Leichenhaus im Friedhofsbereich. Bei der ersten großen Erweiterung nach Westen in den Jahren 1874 bis 1878 wurde es an die neue westliche Friedhofsgrenze verlegt und mit Arkaden versehen. Dieses Gebäude ist heute als Altes Leichenhaus bekannt. Nachdem 1898 das neue Leichenhaus im Norden fertiggestellt worden war, wurde das ältere Gebäude 1899 zur Friedhofskapelle umgestaltet.

Vom Leichenhaus zur heutigen Trauerhalle

Das Gebäude auf unserem Foto wurde 1898 als neues Leichenhaus errichtet. Es diente zunächst der Aufbahrung der Verstorbenen. Die Aussegnungsfeiern fanden damals noch vor dem Gebäude unter freiem Himmel statt.
Erst bei einer umfassenden Sanierung und einem Umbau im Jahr 1998 erhielt das Haus seine heutige Funktion. Im großen Mittelbau entstand die Aussegnungshalle, in der heute die Trauerfeiern vor der Beisetzung stattfinden.
Unser Foto zeigt somit einen Friedhofsbereich, der sich seitdem stark verändert hat: 1905 stand das markante Gebäude noch weitgehend frei auf einer grünen Fläche. Heute ist der nördliche Erweiterungsteil längst mit Grabstätten belegt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Zwei Verletzte bei Wohnhausbrand in Lenggries – hoher Sachschaden

Zwei Verletzte bei Wohnhausbrand in Lenggries – hoher Sachschaden

Lenggries / Bad Tölz-Wolfratshausen – Ein Feuer in einem ehemaligen Bauernhaus in Lenggries hat am Samstagvormittag (31. Oktober) zwei Menschen leicht verletzt. Das Obergeschoss des Mehrfamilienhauses in der Gaißacher Straße stand in Vollbrand. Der Schaden wird auf einen hohen sechs- bis siebenstelligen Betrag geschätzt. Das Gebäude ist vorerst nicht mehr bewohnbar.

Gegen 9 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Oberland die Meldung über den Brand ein. Nach ersten Informationen sollten sich noch Menschen im Haus befinden. Als die alarmierten Feuerwehren eintrafen, stand das Obergeschoss bereits in Flammen. Alle Bewohner konnten das Gebäude jedoch selbstständig verlassen.
Zwei Bewohner erlitten nach Angaben der Polizei eine Rauchgasvergiftung. Sie wurden zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache

Der Altbau ist infolge des Feuers derzeit nicht mehr bewohnbar. Die ersten polizeilichen Maßnahmen übernahm die Polizeiinspektion Bad Tölz. Noch während der Löscharbeiten begannen die Ermittlungen der Kriminalpolizei Weilheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II.
Nach derzeitigem Stand gibt es keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd  / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kellerbrand macht Doppelhaushälfte in Waldkraiburg unbewohnbar

Kellerbrand macht Doppelhaushälfte in Waldkraiburg unbewohnbar

Waldkraiburg / Landkreis Mühldorf am Inn – Ein Kellerbrand hat am Samstagnachmittag (31. Oktober) eine Doppelhaushälfte in Waldkraiburg schwer beschädigt. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Eurobereich. Das Haus ist vorerst nicht mehr bewohnbar.

Gegen 14.12 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Traunstein die Meldung über einen Gebäudebrand in der Jahnstraße ein. Als die Feuerwehr eintraf, bestätigte sich der Brand im Keller. Alle Bewohner hatten das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits selbst verlassen.

Technischer Defekt als mögliche Ursache

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand geht die Polizei von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Die genaue Ursache ist allerdings noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Traunstein hat die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft übernommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Priener Wunschbaumaktion startet Ende November

Priener Wunschbaumaktion startet Ende November

Prien / Landkreis Rosenheim – Mit einem Wunschstern am Weihnachtsbaum einem Menschen eine Freude machen: In Prien beginnt am 24. November wieder die Wunschbaumaktion. Bürger können dabei Geschenkpatenschaften für Menschen aus der Marktgemeinde übernehmen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Die Wunschzettel dafür werden bereits ab Mitte November gesammelt.

Wer selbst einen Wunsch einreichen möchte, kann dies ab Montag, 16. November 2026, tun. Die Aktion richtet sich an Menschen aus Prien, für die es derzeit nicht selbstverständlich ist, sich einen persönlichen Wunsch zu erfüllen. Die Wünsche werden anonymisiert und später auf Sterne übertragen. Angaben dazu, welche Voraussetzungen für die Teilnahme gelten und wo die Wunschzettel erhältlich sind, enthält die Pressemitteilung der Marktgemeinde nicht.

Ab Dienstag, 24. November, hängen die Wunschsterne am Weihnachtsbaum im Tourismusbüro Prien in der Alten Rathausstraße 11. Dort können Interessierte einen Stern auswählen und die dazugehörige Geschenkpatenschaft übernehmen. Die Sterne bleiben bis Montag, 14. Dezember, am Baum.
Die Geschenke werden von zwei ehrenamtlichen Helferinnen in Abstimmung mit dem Tourismusbüro organisiert. Nach Angaben der Marktgemeinde achten sie dabei auf eine möglichst regionale Beschaffung.
Die Wunschsterne gestalten Schulkinder und Kindertagesstätten aus Prien. Jeder Stern trägt einen anonymisierten Wunsch. Die Marktgemeinde hatte die Aktion 2025 erstmals im Tourismusbüro durchgeführt.

Weitere Informationen gibt es im Tourismusbüro Prien, telefonisch unter 08051/6905-0 oder per E-Mail an info@tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee) 

Taschendiebstahl in Rosenheim: 31-Jähriger greift Polizisten an und spuckt Beamten ins Gesicht

Taschendiebstahl in Rosenheim: 31-Jähriger greift Polizisten an und spuckt Beamten ins Gesicht

Rosenheim – Ein Streit auf der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim endete am Samstagnachmittag (31. Oktober)   mit einem Polizeieinsatz. Ein 31-Jähriger soll zuvor versucht haben, einem Paar eine Tasche zu stehlen. Als die Polizei die Beteiligten trennte, ging der Mann nach Angaben der Polizei auf die Beamten los
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Die Einsatzkräfte der Zentralen Dienste aus Bad Aibling waren am Samstag, 31. Oktober, gegen 16 Uhr auf dem Weg zu einem Unterstützungseinsatz in Rosenheim. Dabei bemerkten sie im Bereich der Äußeren Münchener Straße mehrere Menschen, die lautstark stritten und handgreiflich wurden.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll ein 31-Jähriger syrischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Bad Endorf zuvor versucht haben, einem Paar eine Tasche zu stehlen. Die beiden stellten ihn daraufhin zur Rede. Daraus entwickelte sich ein handfester Streit.
Als die Beamten die Beteiligten trennten, verhielt sich der 31-Jährige laut Polizei sofort aggressiv. Er schlug um sich und musste gefesselt werden. Zudem beleidigte er die Einsatzkräfte und spuckte einem Beamten absichtlich ins Gesicht.

Auf richterliche Anordnung wurde der Mann anschließend in einer Zelle der Rosenheimer Polizei in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung ermittelt. Auch der versuchte Taschendiebstahl ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Einen Atemalkoholtest verweigerte der 31-Jährige. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und durchgeführt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Fahrradunfall in Rosenheim: Gebrochene Sattelstütze bohrt sich durch die Füße

Fahrradunfall in Rosenheim: Gebrochene Sattelstütze bohrt sich durch die Füße

Rosenheim – Ein eigentlich alltägliches Fahrmanöver endete für einen 32-Jährigen in Rosenheim mit einer schweren Verletzung: Als er mit seinem Fahrrad einen Bordstein hinauffahren wollte, brach plötzlich die Sattelstütze. Beim Sturz bohrten sich Teile des gebrochenen Metalls durch seine Füße. Das berichtet die Polizeiinspektion Rosenheim.

Der Mann aus dem Rosenheimer Raum war am Freitagabend (30. Oktober) gegen 19.45 Uhr auf der Hochschulstraße unterwegs. An der Einmündung zur Marienberger Straße wollte er auf den dortigen Bordstein auffahren. Dabei brach die Sattelstütze, der Lenker fiel zu Boden und der Radfahrer stürzte. Dabei kam er mit seinen Beinen auf der Bruchstelle des Sattels auf. Teile der gebrochenen Eisenstange bohrten sich durch seine Füße.

Der alarmierte Rettungsdienst versorgte den 32-Jährigen zunächst vor Ort und brachte ihn anschließend ins Rosenheimer Klinikum. Dort wurden seine Verletzungen ambulant weiterbehandelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

17-Jähriger stürzt in Fürstätt vier Meter von Balkon

17-Jähriger stürzt in Fürstätt vier Meter von Balkon

Fürstätt / Rosenheim – Eine Feier in Rosenheim-Fürstätt nahm am frühen Sonntagmorgen (1. November)  ein schmerzhaftes Ende: Ein 17-Jähriger stürzte von einem Balkon rund vier Meter in die Tiefe. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Der Jugendliche aus dem Rosenheimer Raum wollte nach Angaben der Polizei gegen 4.15 Uhr die Feier verlassen und nach Hause gehen. Dabei gelangte er nach bisherigem Ermittlungsstand offenbar versehentlich in das erste Obergeschoss des Anwesens.
Dort überstieg er ein Balkongeländer. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe.
Der Rettungsdienst brachte den 17-Jährigen in ein Krankenhaus. Seine Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich sind laut Polizei schwer, aber nicht lebensgefährlich.
Ein Fremdverschulden schließen die Ermittler nach derzeitigem Stand aus. Noch wird geprüft, ob Alkohol bei dem Sturz eine Rolle gespielt hat.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Allerheiligen in Bayern: Warum heute die Friedhöfe besucht werden

Allerheiligen in Bayern: Warum heute die Friedhöfe besucht werden

Rosenheim / Bayern -Heute, am 1. November, ist Allerheiligen. Auch auf dem Städtischen Friedhof am Kapuzinerkloster in Rosenheim kommen am Nachmittag Menschen zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken. Der Gräberumgang beginnt dort um 15 Uhr. Doch warum werden die Gräber gerade an Allerheiligen gesegnet? Welche Bedeutung hat der Tag, seit wann gibt es ihn und wo in Deutschland ist er ein gesetzlicher Feiertag?

Allerheiligen und Allerseelen haben unterschiedliche Bedeutungen

Allerheiligen ist ein Hochfest der katholischen Kirche. An diesem Tag wird aller Heiligen gedacht – nicht nur jener, die offiziell heiliggesprochen wurden, sondern auch der vielen Menschen, die nach christlichem Glauben bei Gott vollendet sind, deren Namen aber niemand kennt.
Das Gedenken an die Verstorbenen hat einen eigenen kirchlichen Feiertag: Allerseelen am 2. November. An diesem Tag betet die katholische Kirche für alle Verstorbenen. In der Praxis sind beide Tage eng miteinander verbunden. Schon an Allerheiligen versammeln sich vielerorts die Menschen auf den Friedhöfen, nehmen an Gräbersegnungen teil und erinnern sich an ihre verstorbenen Angehörigen.

Dass die Gräbersegnungen häufig bereits am 1. November stattfinden, hat auch einen praktischen Grund: Allerheiligen ist in Bayern ein gesetzlicher Feiertag. So können mehr Angehörige an den gemeinsamen Andachten teilnehmen. Die Grablichter, die an diesem Tag besonders zahlreich auf den Friedhöfen zu sehen sind, stehen im christlichen Glauben für das Licht und die Hoffnung auf Auferstehung.

Seit wann gibt es Allerheiligen?

Die Ursprünge des Festes reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Damals gab es im Osten der Christenheit bereits gemeinsame Gedenkfeiern für alle Märtyrer. Mit der Zeit entwickelte sich daraus das Fest, an dem nicht nur einzelner Heiliger, sondern aller Heiligen gedacht wird.
Der Termin am 1. November setzte sich im westlichen Christentum im 8. Jahrhundert durch. Eine wichtige Rolle spielte dabei die irische Tradition, von der aus sich das Datum über Missionare auf dem europäischen Festland verbreitete. Im Jahr 835 wurde der 1. November unter Papst Gregor IV. und Kaiser Ludwig dem Frommen für die gesamte westliche Kirche festgelegt.

Allerseelen entstand später. Im Jahr 998 führte Abt Odilo von Cluny in den Klöstern seines Einflussbereichs einen eigenen Gedenktag für alle verstorbenen Gläubigen am 2. November ein. Von dort verbreitete sich der Brauch in der katholischen Kirche.

In fünf Bundesländern ist Allerheiligen ein Feiertag

In Deutschland ist Allerheiligen nicht überall arbeitsfrei. Ein gesetzlicher Feiertag ist der 1. November in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In den übrigen elf Bundesländern ist es ein normaler Arbeitstag.

In Bayern gilt Allerheiligen außerdem als sogenannter stiller Tag. Der besondere Schutz beginnt um 2 Uhr nachts und dauert bis Mitternacht. Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind in dieser Zeit nur erlaubt, wenn sie dem ernsten Charakter des Tages entsprechen. Öffentliche Tanzveranstaltungen sind grundsätzlich untersagt. Das sogenannte Tanzverbot soll dem religiösen und besinnlichen Charakter von Allerheiligen Rechnung tragen.

Gräberumgang in Rosenheim beginnt um 15 Uhr

Der zentrale Termin in Rosenheim ist der Gräberumgang auf dem Städtischen Friedhof am Kapuzinerkloster. Dort beginnt um 15 Uhr das Totengedenken mit anschließender Gräbersegnung. Zusätzliche Gottesdienste, Andachten und Gräbersegnungen finden heute auch auf den Friedhöfen in den Rosenheimer Stadtteilen statt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Halloween in Rosenheim und der Region: Kürbiskunst, Gruselgärten und eigene Traditionen

Halloween in Rosenheim und der Region: Kürbiskunst, Gruselgärten und eigene Traditionen

Rosenheim / Region / Bayern – An Halloween scheiden sich die Geister: Während manche mit dem Brauch wenig anfangen können, freuen sich andere jedes Jahr auf den 31. Oktober und legen sich dafür ordentlich ins Zeug. Auch in Rosenheim und der Region war einiges geboten – von Veranstaltungen und Partys bis hin zu liebevoll und aufwendig geschmückten Vorgärten. Wir haben uns ebenfalls auf Halloween eingestimmt und dabei längst eigene Traditionen entwickelt.

Von Veranstaltungen bis zu aufwendig geschmückten Gärten

Halloween 2026. Foto: Innpuls.me

Aufblasbare Gruselfiguren auf dem Dach! Da sieht man gleich, hier wohnen Halloween.-Fans. Fotos: Josefa Staudhammer

In Rosenheim und Umgebung gab es an Halloween viele Möglichkeiten, den Abend zu verbringen. Ob im Hallenbad, im Kino, bei einer Party oder sogar auf dem Chiemsee: Das Angebot war vielfältig (wir berichteten) . Darüber hinaus wurde auch im privaten Rahmen gefeiert. Manche verwandelten ihre Vorgärten und Häuser in kleine Gruselwelten – mit Gespenstern, Skeletten, Spinnennetzen und vielen weiteren schaurigen Ideen.

Halloween 2026. Foto: Innpuls.me

Gleich eine ganze Skelett-Horde besetzte diesen Garten. 🦴🩻

Bei uns gehören Kürbisse und Raclette dazu

Auch bei uns ist Halloween inzwischen mit festen Traditionen verbunden. Dazu gehört natürlich das Kürbisschnitzen. In diesem Jahr sind wieder zwei besondere Exemplare entstanden, dank begabtem Schnitzer in unseren Reihen. Einer zeigt eine Szene aus dem Kultfilm „Nightmare Before Christmas“.

Halloween 2026. Foto: Innpuls.me

Unser Meisterstück in diesem Jahr. Gut 10 Stunden Arbeit wurden in dieses Meisterwerk investiert.

Unser zweiter Kürbis bekam ein besonders schauriges Gesicht. Dazu kamen im Vorgarten Gespenster, Skelette und Fledermäuse. Die kleinen Besucher, die am Halloween-Abend mit dem Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ unterwegs waren, hatten jedenfalls ihre Freude daran.

Zu unserer ganz persönlichen Halloween-Tradition gehört inzwischen aber nicht nur die Dekoration: Kulinarisch gibt es bei uns an diesem Abend immer Raclette. So wird aus dem Gruselabend auch ein gemütliches Beisammensein.

Gruselkürbis bei Tag – und bei Nacht.

Wenn der Vorgarten zum Gruselpark wird

Auch andernorts in Rosenheim und der Region war viel Kreativität zu entdecken. Vielerorts wurden Gärten und Vorgarten in regelrechte Gruselparks verwandelt.

In Gmund eskalierte eine Halloween-Nacht

Aber leider verlief der Abend nicht überall friedlich. In Gmund kam es in der Halloween-Nacht zu einer Auseinandersetzung unter alkoholisierten Jugendlichen. Wie die Polizeiinspektion Bad Wiessee berichtet, waren zunächst Feuerwerkskörper gezündet und Kürbisse auf die Straße geworfen worden. Später gerieten drei Jugendliche aneinander. Ein Tatverdächtiger schlug einen anderen Jugendlichen zu Boden. Anschließend sollen er und ein weiterer Tatverdächtiger auf den am Boden liegenden Jugendlichen eingetreten haben. Das Opfer blutete im Gesicht und wurde verletzt. Die genauen Hintergründe und der Ablauf werden laut Polizei noch ermittelt.

Bei der großen Mehrheit  blieb Halloween aber vor allem ein Abend zum Feiern, Staunen und Kreativsein. Und jetzt sind unsere Leser gefragt: Habt ihr auch persönliche Halloween-Traditionen? Gehört bei euch ein bestimmtes Essen dazu, wird jedes Jahr geschnitzt und dekoriert oder gibt es einen ganz eigenen Brauch? Gerne teilen in den Kommentaren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Gen-Z-Demo in Rosenheim: Rund 80 Teilnehmer, viel Polizei und besorgte Blicke

Gen-Z-Demo in Rosenheim: Rund 80 Teilnehmer, viel Polizei und besorgte Blicke

Rosenheim – Bilder von brennenden Autos, geplünderten Geschäften und gewaltsamen Auseinandersetzungen in Frankreich hatten auch in Rosenheim für Verunsicherung gesorgt. Am Samstagabend (31. Oktober) zog die Gen-Z-Demonstration durch die Innenstadt. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vertreten, manche Geschäfte schlossen früher. Innpuls.me machte sich vor Ort ein Bild der Lage. 
Gen-Z-Demo in Rosenheim am 31. Oktober 2026. Foto: Innpuls.me
Die Gen-Z-Demo in Rosenheim blieb von der Teilnehmerzahl her recht überschaubar. Dennoch war das Polizeiaufgebot groß. Fotos: Copyright Innpuls.me
Gegen 17 Uhr versammelten sich auf Höhe des Kaufhauses Galeria in der Münchener Straße rund 80 überwiegend junge Menschen. Im Vorfeld waren nach unserem Kenntnisstand etwa 40 Teilnehmer erwartet worden. Viele hatten Fahnen, Banner und Plakate dabei. Zahlreiche Polizeikräfte waren vor Ort und begleiteten die Versammlung.

Ein Redner machte bei der Auftaktkundgebung lautstark deutlich, wofür die Teilnehmer auf die Straße gingen. Es ging um mehr Geld für Schulen und bessere Bildung, aber auch um grundlegende gesellschaftliche Veränderungen. Gefordert wurde ein „besseres Leben für alle“ und dass die „Grundbedürfnisse aller Menschen abgesichert sind“. Der Sprecher warb für einen Weg hin zum Sozialismus statt zum Kapitalismus.
Scharfe Kritik richtete er an CSU, SPD und AfD sowie an die Polizeigewerkschaft. Auch die starke Polizeipräsenz sorgte bei den Teilnehmern für Unmut. Davon werde man sich jedoch nicht einschüchtern lassen, betonte der Redner: „Unser Kampf ist gerechtfertigt.“ Ein weiteres Thema war die Ablehnung von Wehrdienst und Kriegstreiberei.
Als sich der Demonstrationszug anschließend durch die Innenstadt in Bewegung setzte, skandierten die Teilnehmer: „Die Deutschen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“.

Gen-Z-Demo in Rosenheim am 31. Oktober 2026. Foto: Innpuls.me
Dieses Geschäft in der Münchener Straße schloss aus Sicherheitsgründen bereits um 16.45 Uhr – also 15 Minuten vor Start der Demo.
Geschäfte schlossen früher – Halloween-Gäste unterwegs

Während die Demonstranten ihre Forderungen auf der Straße kundtaten, richteten sich am Rand der Route viele Blicke auf den Zug. Einige Geschäftsinhaber und Mitarbeiter standen vor ihren Läden und beobachteten das Geschehen mit besorgten Mienen.

Ein Geschäft hatte bereits um 16.45 Uhr geschlossen. An der Eingangstür hing ein Schild mit dem Hinweis, dass dies „aus Sicherheitsgründen“ geschehe. Wir beobachteten, wie ein Ehepaar davor stehen blieb. Die beiden wollten offenbar noch einkaufen und waren von der vorzeitigen Schließung überrascht. Sie fotografierten das Schild, schüttelten den Kopf und gingen schließlich weiter. „So was hätte man sich vor ein paar Jahren auch noch nicht vorstellen können“, meinte der Mann.

Gen-Z-Demo in Rosenheim am 31. Oktober 2026. Foto: Innpuls.me
Auslage eines Schmuckgeschäfts fast leer – auch eine Vorsichtsmaßnahme?
Bei einem Schmuckgeschäft fiel zudem auf, dass die Auslage nahezu vollständig schmucklos war. Ob dies ebenfalls eine Vorsichtsmaßnahme im Zusammenhang mit der Demonstration war, blieb offen.

Nicht alle, die an diesem Samstagabend in der Innenstadt unterwegs waren, interessierten sich allerdings für die Kundgebung. Viele waren auf dem Weg zu den verschiedenen Halloween-Veranstaltungen und wollten einfach einen fröhlichen Abend verbringen. So trafen die Demonstranten immer wieder auf Menschen in Gruselkostümen. Manche trugen schaurige Masken, andere hatten Kunstblut im Gesicht.
Was an Halloween ganz selbstverständlich dazugehört, wirkte in der angespannten Stimmung dieses Abends plötzlich ungewohnt: Die schaurig geschminkten und verkleideten Menschen bildeten einen eigenartigen Kontrast zum Demonstrationsgeschehen.

Gen-Z-Demo in Rosenheim am 31. Oktober 2026. Foto: Innpuls.me
Begleitet von der Polizei zog der Demozug durch die Innenstadt.
Der Demo-Aufruf beschäftigte schon den Stadtrat

Die Demonstration hatte in Rosenheim bereits im Vorfeld für politische Diskussionen gesorgt. Auslöser war der Aufruf des Instagram-Accounts „Gen Z regelt das – Rosenheim“ unter dem Slogan „Auf die Straße wie Frankreich“. Das dazugehörige Plakat zeigte eine gewaltsame Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizei.

Am 21. Oktober brachte der Zweite Bürgermeister Daniel Artmann (CSU) das Thema im Stadtrat zur Sprache. Er kritisierte die Bildsprache des Aufrufs und erklärte: „Wir sollten hier in Rosenheim den Riegel vorschieben.“ Oberbürgermeister Abuzar Erdogan berichtete von seinem Kontakt mit der Polizei. Gewalt werde nicht zugelassen, betonte er. (Wir berichteten.)

Fünf Tage vor der Demonstration äußerte sich auch Erdogan auf seinem Instagram-Account. Er betonte das Recht junger Menschen, für ihre Anliegen auf die Straße zu gehen, machte aber ebenso deutlich: „Gewalt und Straftaten haben aber keinen Platz“. Nach eigenen Angaben hatte er sich im Vorfeld mit der Polizei über die bevorstehende Versammlung ausgetauscht.
Die Reaktionen auf seinen Beitrag fielen unterschiedlich aus. Während einige Nutzer angesichts der Bilder aus Frankreich ihre Sorge vor möglichen Ausschreitungen in Rosenheim äußerten, hielten andere die Warnungen im Vorfeld für überzogen. Sie mahnten, friedlich demonstrierende junge Menschen nicht bereits vorab unter einen Generalverdacht zu stellen.

In anderen Städten kam es zu Ausschreitungen

Dass die Befürchtungen vor dem Demonstrationssamstag nicht nur Rosenheim beschäftigten, zeigte sich auch andernorts. Bundesweit waren am 31. Oktober in mehr als 30 Städten Aktionen der Initiative „Gen Z regelt“ angekündigt. Während viele Kundgebungen friedlich verliefen, kam es in mehreren Städten zu teils erheblichen Auseinandersetzungen.

In Bayern war insbesondere Nürnberg betroffen. Dort nahmen nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken in der Spitze rund 2.000 Menschen an einer Demonstration teil. Im Verlauf des Aufzugs warfen einzelne Teilnehmer Flaschen, Steine und Böller in Richtung der Einsatzkräfte. Ein Teilnehmer wurde durch einen Böllerwurf verletzt. Im weiteren Verlauf setzte die Polizei mehrere Personengruppen vorläufig fest. Insgesamt stellten die Beamten bei mehr als 200 Menschen die Identität fest. Auch Sachbeschädigungen wurden gemeldet.

In Frankfurt kam es nach zunächst weitgehend friedlichem Verlauf der Demonstration am Abend in der Innenstadt zu Ausschreitungen. Im Bereich der Einkaufsstraße Zeil wurden Schaufensterscheiben eingeschlagen und Geschäfte geplündert. Außerdem kam es zu Angriffen auf Polizeibeamte.‘
Auch in Hamburg musste die Polizei wiederholt eingreifen. Dort wurden Einsatzkräfte mit Steinen, Pyrotechnik und anderen Gegenständen beworfen. Nach dem vorzeitigen Ende der Demonstration kam es im Umfeld des Hauptbahnhofs zu weiteren Störungen. Die Polizei setzte bei Räumungen auch einen Wasserwerfer ein.

Die Ereignisse in den verschiedenen Städten zeigten ein unterschiedliches Bild der bundesweiten Proteste: Neben zahlreichen friedlichen Kundgebungen gab es auch Gruppen, aus denen heraus es zu Angriffen, Sachbeschädigungen und Plünderungen kam. In Rosenheim blieb es nach den bisherigen Beobachtungen von Innpuls.me bei einer friedlichen Demonstration.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 1. November – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Kaiserpinguine ihre Eier während des antarktischen Winters ausbrüten?
Das Männchen balanciert das Ei auf seinen Füßen und hält es unter einer Hautfalte warm, während es bei eisiger Kälte auf dem Meereis steht.
Manchmal zeigt sich Stärke darin, etwas geduldig zu beschützen.

Vielleicht gibst Du heute etwas Wichtigem in Deinem Leben besondere Aufmerksamkeit.

Wir wünschen Dir einen behüteten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)