Sommerferien starten: ADAC warnt vor Staus am Wochenende

Sommerferien starten: ADAC warnt vor Staus am Wochenende

Rosenheim / Region – Mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg erreicht die Sommerreisewelle ihren Höhepunkt. Der ADAC erwartet deshalb von Freitag (31. Juli) bis Sonntag (2. August) eines der staureichsten Wochenenden der gesamten Ferienzeit.

Besonders betroffen könnten auch die Verkehrswege rund um Rosenheim sein. Auf der A8 zwischen München und Salzburg sowie auf der A93 Richtung Tirol und Italien ist mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen. Auch auf den österreichischen Transitstrecken wie der Inntalautobahn und der Brennerautobahn werden zahlreiche Urlauber unterwegs sein.

Der stärkste Reiseverkehr wird laut ADAC am Freitagnachmittag und Freitagabend sowie am Samstagvormittag erwartet. Am Sonntagnachmittag und -abend nimmt vor allem der Rückreiseverkehr wieder zu. Zusätzlich sorgen Tagesausflügler in Richtung Alpen, Seen und Ausflugsziele für volle Straßen.

Baustellen und Grenzkontrollen können zusätzlich bremsen

Deutschlandweit erschweren derzeit rund 1.000 Autobahnbaustellen die Fahrt. Auch auf wichtigen Reiserouten im benachbarten Ausland müssen Urlauber mit Verzögerungen rechnen. Auf der Brennerautobahn in Österreich sorgt weiterhin die Sanierung der Luegbrücke für Behinderungen.
Zusätzliche Einschränkungen gibt es am Samstag auf der Fernpassroute. Die Fernpassstraße (B179) wird zwischen 9:45 Uhr und 12 Uhr wegen einer Protestaktion gesperrt. Gleichzeitig bleibt auch das Hahntennjoch (L 246) geschlossen, um Ausweichverkehr zu verhindern.

Auch in der Schweiz und Italien rechnet der ADAC auf wichtigen Reiserouten mit längeren Wartezeiten. Bei der Einreise nach Deutschland können zudem aufgrund von Grenzkontrollen zusätzliche Verzögerungen entstehen.
Der ADAC empfiehlt Reisenden, ausreichend Zeit einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sommerferien beginnen: Rund 1,8 Millionen Schüler in Bayern freuen sich auf sechs Wochen Ferien

Sommerferien beginnen: Rund 1,8 Millionen Schüler in Bayern freuen sich auf sechs Wochen Ferien

München / Bayern – Für rund 1,8 Millionen Schüler in Bayern beginnen am heutigen Freitag (31.7.2026) mit Unterrichtsschluss die Sommerferien. Gemeinsam mit Baden-Württemberg ist Bayern das letzte Bundesland, das in die sechswöchige Ferienzeit startet.

Mit der Ausgabe der Jahreszeugnisse endet zugleich das Schuljahr 2025/2026. Für viele Familien beginnen damit die Urlaubswochen, bevor Mitte September das neue Schuljahr startet.

Dank zum Schuljahresende

Zum Ferienbeginn richtete Kultusministerin Anna Stolz ihren Dank an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern sowie alle weiteren Mitglieder der Schulfamilie. Wörtlich erklärte sie: „Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern können sehr stolz darauf sein, was sie in diesem Schuljahr alles gemeinsam geschafft haben. Ich wünsche nun allen erholsame und schöne Ferien! Mein herzlicher Dank richtet sich an alle Beteiligten, die sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement und viel Leidenschaft eingebracht haben. Kommen Sie jetzt zur Ruhe, tanken Sie viel neue Energie und genießen Sie die freien Tage!“

Das Bayerische Kultusministerium weist außerdem darauf hin, dass Schüler sowie Eltern bei Fragen zur Schullaufbahn oder bei persönlichen Sorgen Unterstützung erhalten können. Ansprechpartner sind unter anderem Lehrkräfte, Beratungslehrkräfte, Schulpsychologen sowie die Staatlichen Schulberatungsstellen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Kultusminsiterium / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Straßennamen in Rosenheim: Alfred-Heurich-Straße

Straßennamen in Rosenheim: Alfred-Heurich-Straße

Rosenheim – In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht – obwohl sich dahinter spannende Geschichten verbergen. Diesmal führt der Weg in die Alfred-Heurich-Straße. Der Name dürfte vielen wenig sagen. Dabei geht die wohl bedeutendste Erfindung der Rosenheimer Bootsgeschichte auf ihn zurück.

Fragt man nach dem Faltboot, fällt vielen zuerst der Name Klepper ein. Und das ist verständlich: Die Rosenheimer Firma machte das Boot weltberühmt. Der Mann, der die Idee dazu hatte, war allerdings ein anderer – Alfred Heurich.

Er entwickelte schon als Jugendlicher ein Boot, das sich auseinandernehmen und bequem transportieren ließ. Eine Idee, die ihrer Zeit weit voraus war und den Wassersport nachhaltig verändern sollte.

Die Geburtsstunde des modernen Faltbootes

Geboren wurde Alfred Heurich am 3. Februar 1883 in Metz. Schon früh faszinierte ihn die Frage, wie sich Boote leichter transportieren lassen. 1897 entstand mit dem „Pfiffikus“ das weltweit erste zerlegbare Kajak-Faltboot aus Bambusstäben und einer Bespannung aus Segeltuch.Während seines Architekturstudiums in München entwickelte Heurich seine Konstruktion weiter. Sein verbessertes Boot, zunächst „Luftikus“, später „Delphin“ genannt, bewies seine Tauglichkeit am 30. Mai 1905 auf spektakuläre Weise: Heurich paddelte mit ihm auf der hochwasserführenden Isar von Bad Tölz nach München – eine damals äußerst riskante Tour. Dieses Ereignis gilt bis heute als Geburtsstunde des modernen Faltbootsports.

Der Weg nach Rosenheim

Für Rosenheim wurde Heurichs Erfindung von besonderer Bedeutung. Der Schneidermeister und Unternehmer Johann Klepper erkannte das Potenzial des neuartigen Bootes. Er lieh sich eines von Heurichs Booten aus, testete es auf dem Inn und erwarb wenig später die Lizenz zur Herstellung des Bootstyps „Delphin“.

Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich die weltbekannte Rosenheimer Faltbootproduktion. Während Klepper mit dem Boot große wirtschaftliche Erfolge feierte und den Namen seiner Firma international bekannt machte, blieb Alfred Heurich selbst finanziell weitgehend im Hintergrund. Das sorgte zeitweise auch für Spannungen zwischen den beiden Männern.
1923 zog Heurich schließlich dauerhaft nach Rosenheim und blieb der Stadt bis zu seinem Tod treu.

Mehr als nur ein Erfinder

Heurich war nicht nur Architekt und Konstrukteur. Er schrieb Bücher, Flussführer und Abenteuergeschichten, entwickelte Zubehör für Faltboote und setzte sich intensiv für den Kanusport ein. Gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Maria entstand später sogar die sogenannte „Paddel-Heilweise“, die Bewegung, bewusste Atmung und gesunde Ernährung miteinander verband.
Alfred Heurich starb am 12. April 1967 in Rosenheim. Sein Grab wird bis heute vom Rosenheimer Kajakklub betreut. Auch im Holztechnischen Museum erinnern historische Faltboote und Nachbauten immer wieder an sein außergewöhnliches Lebenswerk.

Ein Straßenname mit besonderer Bedeutung

Die Alfred-Heurich-Straße liegt nicht zufällig in der Nähe der Klepperstraße. Beide Namen erzählen gemeinsam ein Stück Rosenheimer Industrie- und Sportgeschichte. Der eine steht für den Unternehmer, der das Faltboot in alle Welt brachte. Der andere erinnert an den Mann, ohne dessen geniale Idee es diesen Erfolg vermutlich nie gegeben hätte.
So erzählt  dieses Straßenschild eine Geschichte – von Erfindergeist, Leidenschaft und einer Rosenheimer Erfolgsgeschichte, die auf dem Wasser ihren Anfang nahm.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: KI-generiert)

Drogen und Waffen bei Wohnungsdurchsuchung in Bad Tölz sichergestellt

Drogen und Waffen bei Wohnungsdurchsuchung in Bad Tölz sichergestellt

Bad Tölz / Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Bad Tölz haben Polizeibeamte rund 70 Gramm Amphetamin, eine Cannabis-Aufzuchtanlage sowie zahlreiche Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt. Ein 44-jähriger Deutscher sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Tölz wegen eines Rauschgiftdelikts hatten den Verdacht ergeben, dass aus einer Wohnung in der Tölzer Karwendelsiedlung heraus illegal mit Betäubungsmitteln gehandelt werden könnte.   

Mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss rückten am Dienstagmorgen  (28.7.2026) mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Bad Tölz sowie der Zentralen Einsatzdienste Weilheim zu dem Wohnanwesen aus. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räume fanden die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei rund 70 Gramm Amphetamin, eine Aufzuchtanlage für Cannabis sowie zahlreiche Waffen und verbotene Gegenstände.
Der 44-jährige Wohnungsinhaber wurde vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wurde er am Mittwoch (29. Juli) einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht und befindet sich dort in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizeiinspektion Bad Tölz dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Polizeipräsidium Oberbayern)

 

 

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Feuer breitet sich in der Nacht talwärts aus

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Feuer breitet sich in der Nacht talwärts aus

Unterwössen / Landkreis Traunstein – Der Bergwaldbrand im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand (Landkreis Traunstein) hat sich in der Nacht zum Donnerstag (30. Juli) talwärts ausgebreitet. Rund 200 Einsatzkräfte setzen die Löscharbeiten seit den frühen Morgenstunden fort. Unterstützt werden sie erneut von Hubschraubern der Bayerischen Polizei.

Die Feuerwehr überwachte den Brand die gesamte Nacht über und führte im steilen, schwer zugänglichen Gelände bodengebundene Löscharbeiten durch. Wegen der Dunkelheit war ein umfassender Einsatz aus der Luft zunächst nicht möglich. Deshalb konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, gefährdete Bereiche zu schützen und eine weitere Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Zudem wurden Beregnungsstrecken ausgebaut.

Mit Tagesanbruch nahmen drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei ihre Arbeit auf. Mithilfe von Außenlastbehältern bringen sie Wasser in das Brandgebiet. Neben den Feuerwehren sind auch Kräfte der Bergwacht, des Rettungsdienstes, der Polizei sowie weiterer Organisationen im Einsatz.

In der Nacht wurde nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes ein besonderer Koordinierungsbedarf festgestellt. Kreisbrandrat Christof Grundner wurde deshalb zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt.
Wie groß die betroffene Waldfläche inzwischen ist, lässt sich nach Angaben der Einsatzleitung weiterhin nicht verlässlich beziffern. Zur Brandursache gibt es bislang keine Erkenntnisse. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.

Warnung für den gesamten Landkreis

Über das Modulare Warnsystem (MoWaS) wurde am Morgen vorsorglich eine Gefahrenmeldung wegen möglicher Rauch- und Geruchsbelästigungen für den gesamten Landkreis Traunstein herausgegeben. Die Bevölkerung wird gebeten, den Einsatzbereich weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Lüftungs- und Klimaanlagen sollten wegen der Rauchentwicklung ausgeschaltet werden.

B305 gesperrt

Wegen der umfangreichen Löscharbeiten bleibt die Bundesstraße B305 derzeit in beide Richtungen – sowohl nach Reit im Winkl als auch nach Marquartstein – gesperrt.
Für Bürger hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Telefonnummer 0861 / 58-411 erreichbar.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier und Presseinfo Polizei / Beitragsbild, Fotos: Wolfgang Gasser-Kreisfeueerwehrverband Traunstein)

Die Löscharbeiten beim Bergwaldbrand in Oberwössen gestalten sich schwierig. Fotos: Copyright Wolfgang Gasser- Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Wegen versuchten Mordes verurteilt: Bundespolizei nimmt 38-jährigen bei Kiefersfelden

Wegen versuchten Mordes verurteilt: Bundespolizei nimmt 38-jährigen bei Kiefersfelden

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Beamte der Bundespolizei haben am Mittwoch (29.7.2026 auf der A93 bei Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) einen 38-jährigen Kosovaren festgenommen. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor. Er muss den noch offenen Rest einer Freiheitsstrafe wegen versuchten Mordes verbüßen.

Der Mann war als Beifahrer in einem im Kosovo zugelassenen Auto unterwegs. Bei der Kontrolle überprüften die Beamten seine Personalien und stellten fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl bestand.
Nach Angaben der Bundespolizei hatte das Landgericht Ulm den heute 38-Jährigen bereits im Jahr 2014 wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Nachdem er einen Teil der Strafe in einer Justizvollzugsanstalt in Baden-Württemberg verbüßt hatte, wurde er in sein Heimatland Kosovo abgeschoben. Dabei wurde er darüber informiert, dass der noch ausstehende Strafrest im Falle einer Wiedereinreise nach Deutschland vollstreckt wird.

Mit seiner Einreise über die deutsch-österreichische Grenze trat dieser Fall nun ein. Die Bundespolizei Rosenheim brachte den kosovarischen Staatsangehörigen in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Dort muss er nach derzeitiger Planung noch 341 Tage seiner Freiheitsstrafe verbüßen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Hohe Waldbrandgefahr: Daxenfeuer im Landkreis Rosenheim ab sofort verboten

Hohe Waldbrandgefahr: Daxenfeuer im Landkreis Rosenheim ab sofort verboten

Landkreis Rosenheim – Wegen der aktuell hohen Waldbrandgefahr gilt im Landkreis Rosenheim ab sofort ein Verbot für das Anzünden von Daxenfeuern. Darauf weist das Landratsamt Rosenheim am Donnerstag (30.7.2026) hin. Grundlage ist die Verordnung über die Verhütung von Bränden.

Nach Angaben des Rosenheimer Landratsamts herrscht in den kommenden Tagen überwiegend eine hohe Waldbrandgefahr. Deshalb gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen.
Wer in der Nähe von Wäldern ein offenes Feuer entzündet, muss einen Mindestabstand von 100 Metern zum Wald einhalten. Offene Feuer dürfen zudem niemals unbeaufsichtigt bleiben. Beim Verlassen der Feuerstelle müssen Feuer und Glut vollständig erloschen sein.
Das Landratsamt appelliert außerdem an Ausflügler, ausschließlich ausgewiesene Parkplätze zu nutzen und Zufahrten zu den Wäldern freizuhalten. Auch heiße Katalysatoren von Fahrzeugen können trockenes Gras entzünden und so Brände auslösen.

Nach der Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes gilt für den Landkreis Rosenheim derzeit überwiegend die Waldbrandgefahrenstufe 4. Diese steht für eine hohe Waldbrandgefahr.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Strukturen im Rathaus: Rosenheim schafft eigenes Bildungsdezernat

Neue Strukturen im Rathaus: Rosenheim schafft eigenes Bildungsdezernat

Rosenheim – Die Stadtverwaltung Rosenheim bekommt einen neuen Zuschnitt. Zum 1. August wird ein neues Bürgermeisteramt geschaffen, Anfang 2027 soll ein eigenes Bildungsdezernat entstehen. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan stellte die geplanten Veränderungen am Mittwoch (29. Juli) im Rathaus vor – rund 100 Tage nach seinem Amtsantritt.

Neues Bürgermeisteramt ab August

Die erste Änderung tritt bereits zum 1. August in Kraft: Die Stadtverwaltung erhält ein neues Bürgermeisteramt, das direkt beim Oberbürgermeister angesiedelt wird. Geleitet wird es künftig von Katrin Röber, die gleichzeitig persönliche Referentin des Oberbürgermeisters wird.
In diesem neuen Bereich sollen unter anderem die OB-Angelegenheiten sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gebündelt werden. Auch das Rechtsamt unter Leitung von Julia Frankl wird künftig direkt dem Oberbürgermeister zugeordnet.

Erdogan begründete diesen Schritt damit, dass das Rechtsamt künftig neben juristischen Fragen auch stärker mit Grundsatzthemen befasst sein solle. Durch die neue Zuordnung wolle er diese Themen enger in seinem Bereich begleiten.

Bildungsdezernat soll ab 2027 entstehen

Die größere Veränderung folgt Anfang 2027: Dann soll ein neues Bildungsdezernat entstehen. Dafür wird das bisherige Dezernat VI aufgelöst, dessen Aufgaben auf die anderen Dezernate verteilt werden.
Im neuen Dezernat sollen künftig verschiedene Bildungsbereiche zusammengeführt werden. Dazu gehören unter anderem das Schul- und Sportamt, das Amt für frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung, die städtische Mädchenrealschule, die Stadtbibliothek sowie die Volkshochschule.

Für Erdogan ist Bildung einer der zentralen Bereiche der kommenden Jahre. Er verwies unter anderem auf die Herausforderungen durch den ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Bildung umfasse aus seiner Sicht aber weit mehr als Schule und müsse umfassend betrachtet werden.

„Strukturen müssen Köpfen folgen“

Die Entscheidung zur Neuordnung habe er sich nicht leicht gemacht, sagte Erdogan im Gespräch mit den Pressevertretern. Bereits kurz nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister sei ihm aber klar gewesen, dass sich innerhalb des Rathauses etwas verändern müsse.

Dabei betonte er ausdrücklich, dass dies keine Kritik an der bisherigen Arbeit der Verwaltung sei. „Man hätte sicher auch so weitermachen können“, sagte Erdogan. Er sei aber überzeugt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, neue Wege zu gehen. „Ich bin der Meinung, dass Strukturen nicht Köpfen folgen müssen, sondern umgekehrt Köpfe den Strukturen folgen müssen“, erklärte der Oberbürgermeister. Auch sein eigenes Amtsverständnis habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. „Ich will nicht nur repräsentieren, sondern auch inhaltlich mitgestalten“, sagte Erdogan.

Keine größere Verwaltung, nur wenige personelle Veränderungen

Trotz der umfangreichen Neuordnung soll sich für viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung nach den Worten des Oberbürgermeisters zunächst wenig ändern. Die Zahl der Dezernate bleibt bei fünf. Die Neuordnung erfolgt vor allem durch eine veränderte Zuordnung von Aufgaben. Eine zusätzliche Stelle werde geschaffen. Die übrigen Veränderungen sollen innerhalb der bestehenden Verwaltungsstruktur durch Umbesetzungen erfolgen. Auch finanziell erwartet Erdogan nach eigenen Angaben keine größeren Auswirkungen. Ziel der Reform sei es vielmehr, Abläufe zu verbessern, Schnittstellen klarer zu gestalten und Synergieeffekte zu nutzen.

„Ich habe geschaut: Wo sind die Schnittstellen?“, erklärte der Oberbürgermeister. Neben dem Bereich Bildung sieht er unter anderem auch bei Digitalisierung und Verkehr wichtige Zukunftsthemen. Für die Bürger wird sich zunächst wenig unmittelbar verändern. Erdogan erwartet jedoch, dass sie langfristig von effizienteren Abläufen innerhalb der Verwaltung profitieren.

Umstrukturierung ohne Stadtratsbeschluss – trotzdem öffentlich vorgestellt

Kurz nach dem Pressegespräch war die Neuorganisation auch Thema in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause. Auf der Tagesordnung stand der Punkt unter „Bekanntgaben“.

Eine Zustimmung des Stadtrats war für die Umstrukturierung selbst nicht erforderlich. Die Organisation der Verwaltung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Oberbürgermeisters. Dieser kann die innere Struktur der Verwaltung und die Aufgabenverteilung festlegen.

Bemerkenswert war deshalb vor allem der Weg, den Erdogan wählte: Obwohl für die Umstrukturierung kein Beschluss des Stadtrats erforderlich war, stellte er die geplanten Veränderungen dennoch vor und gab den Fraktionen Gelegenheit zur Diskussion. Verwaltungsumstrukturierungen hatte es auch bereits bei früheren Oberbürgermeistern gegeben. Der Unterschied liegt damit weniger in der Neuordnung selbst, sondern in der Art der Vorstellung und Einbindung.

Unterschiedliche Reaktionen im Stadtrat

Bei den Fraktionen stießen die Pläne überwiegend auf Verständnis. CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller bezeichnete die Veränderungen als „vollkommen nachvollziehbar“ und sagte: „Wir haben dazu keine Einwände.“ Auch Christine Degenhart von den Freien Wählern verwies darauf, dass jede Fraktion unterschiedliche Schwerpunkte setze und eine gemeinsame Gewichtung aller Themen deshalb schwierig sei. Sie wünschte Erdogan Erfolg und zeigte sich überzeugt, dass dieser reagieren könne, sollte sich später Änderungsbedarf ergeben.
SPD-Fraktionssprecherin Elisabeth Jordan erinnerte daran, dass es auch unter früheren Oberbürgermeistern Umstrukturierungen gegeben habe. Der Unterschied sei aus ihrer Sicht, dass der Stadtrat damals nicht in gleicher Weise einbezogen worden sei.

Kritischer sahen die Grünen den Vorgang. Sie bemängelten unter anderem, dass das Pressegespräch vor der Stadtratssitzung stattgefunden hatte. Erdogan erklärte dazu, dass dies ausschließlich terminliche Gründe gehabt habe und eine andere Reihenfolge nicht möglich gewesen sei. Darüber hinaus bewertete Anna Rutz (Grüne) die geplanten Veränderungen als „sehr umfangreich“ und äußerte die Sorge, dass die Umstrukturierung auch eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung bedeuten könnte.

Mit dem Start des neuen Bürgermeisteramtes zum 1. August beginnt nun die Umsetzung der neuen Verwaltungsstruktur. Welche Auswirkungen die veränderte Aufgabenverteilung im Arbeitsalltag tatsächlich haben wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

PETA erstattet Anzeige wegen Rinderhaltung im Landkreis Rosenheim

PETA erstattet Anzeige wegen Rinderhaltung im Landkreis Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Die Tierrechtsorganisation PETA hat nach eigenen Angaben Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen einer Rinderhaltung im Landkreis Rosenheim erstattet. Nach Angaben der Organisation wurden dem zuständigen Veterinäramt zuvor wiederholt Hinweise auf mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz übermittelt. Gleichzeitig fordert PETA ein bundesweites Verbot der Anbindehaltung von Rindern sowie einen schrittweisen Ausstieg aus der tierhaltenden Landwirtschaft.

Nach Angaben von PETA gingen bei der Organisation wiederholt Hinweise auf eine Rinderhaltung im Landkreis Rosenheim ein. Über mehrere Monate seien dabei mutmaßliche Missstände dokumentiert worden. Die Tierrechtsorganisation berichtet unter anderem von in Anbindehaltung gehaltenen und teilweise stark mit Kot verschmutzten Rindern. Nun erstattete PETA nach eigenen Angaben Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

PETA verbindet den Fall mit politischen Forderungen

Die Tierrechtsorganisation nimmt den Fall zum Anlass, ihre politischen Forderungen zu erneuern. Sie spricht sich für ein bundesweites Verbot der Anbindehaltung von Rindern aus und fordert darüber hinaus einen schrittweisen Ausstieg aus der tierhaltenden Landwirtschaft. „Laut Tierschutzgesetz dürfen Tieren keine erheblichen, länger andauernden Leiden zugefügt werden – genau das passiert aber bei der Anbindehaltung von Rindern. Dieses grausame Haltungssystem muss endlich konsequent beendet werden“, sagt Julia Weibel, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft bei PETA. Zur Begründung ihrer Forderungen verweist PETA unter anderem auf einen Strafbefehl des Amtsgerichts Villingen-Schwenningen aus dem Jahr 2025 sowie auf Entwicklungen in Niedersachsen. Nach Angaben der Organisation wird die Anbindehaltung von Rindern dort nicht mehr praktiziert.

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel wiedergegebenen Vorwürfe und Forderungen stammen von der Tierrechtsorganisation PETA. Ob über das von PETA geschilderte Bußgeldverfahren hinaus strafrechtlich relevante Verstöße vorliegen, ist Gegenstand der von der Organisation erstatteten Anzeige. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes veröffentlicht Innpuls.me keine Angaben, die Rückschlüsse auf einen bestimmten Betrieb zulassen könnten.
(Quelle: Pressemitteilung PETA Deutschland / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Doppelter Glücksmoment am RoMed Klinikum Rosenheim: Zwei 1.000ste Geburten zur selben Minute

Doppelter Glücksmoment am RoMed Klinikum Rosenheim: Zwei 1.000ste Geburten zur selben Minute

Rosenheim – Ein besonderer Moment im Kreißsaal des RoMed Klinikums Rosenheim: Gleich zwei Babys gelten in diesem Jahr als 1.000ste Geburt der Klinik – beide kamen am selben Tag zur exakt gleichen Uhrzeit zur Welt.

Am Sonntag (26.7.2026 um 23 Uhr erblickten Amelie Hamberger und Fabian Hell das Licht der Welt. Amelie ist 50 Zentimeter groß und wiegt 2.900 Gramm. Fabian misst 54 Zentimeter und bringt 3.440 Gramm auf die Waage.
Dass zwei Geburten genau auf die Minute zusammenfallen und damit beide als 1.000ste Geburt zählen, hat es nach Angaben des RoMed Klinikums Rosenheim in dieser Form bislang nicht gegeben.

Besonderer Moment für das Hebammen-Team

Begleitet wurden die beiden Geburten von Barbara Vodermaier und ihrer Tochter Lea Vodermaier. Das Hebammen-Team erlebte damit einen besonderen Moment. „Solche Momente tragen wir lange im Herzen. Dass wir zeitgleich zwei Schwangere betreuen durften und dann beide Kinder als ‚1.000. Geburt‘ gelten – das berührt uns sehr“, werden die beiden Hebammen in der Mitteilung der RoMed Kliniken zitiert. Auch Chefarzt PD Dr. Andreas Schnelzer bezeichnete die doppelte 1.000ste Geburt als besonderen Zufall: „Zwei Geburten exakt auf die Minute – das erlebt man nicht alle Tage. Es ist ein schöner Zufall.“

Die Familien Hamberger aus Rosenheim und Hell aus Prutting freuen sich über ihren Nachwuchs. Das Geburtshilfliche Team gratulierte beiden Familien mit einem kleinen Präsent. Dr. Angela Kirschenhofer, Leiterin Pränatale Medizin und Geburtshilfe, wünschte den Familien „eine schöne erste Zeit zusammen mit ihrem Nachwuchs und alles Gute für die gemeinsame Zukunft“
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitrragsbild: Copyright RoMed Kliniken)

Rauchentwicklung am Schlierseer Bahnhof sorgt für Einsatz

Rauchentwicklung am Schlierseer Bahnhof sorgt für Einsatz

Schliersee / Landkreis Miesbach – Eine gemeldete Rauchentwicklung am Dach eines Mehrfamilienhauses in der Bahnhofstraße in Schliersee (Landkreis Miesbach) hat am Dienstagnachmittag (28.7.2026) einen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Eine Gefahr für die Bewohner bestand jedoch nicht.

Gegen 14.43 Uhr informierte die Rettungsleitstelle die Polizeiinspektion Miesbach über eine stärkere Rauchentwicklung auf dem Dach des mehrstöckigen Wohnhauses. Da in dem Gebäude 24 Personen gemeldet sind, rückten zahlreiche Einsatzkräfte zur Örtlichkeit aus.
Die Feuerwehr Schliersee konnte vor Ort jedoch schnell Entwarnung geben: Ein Brand lag nicht vor. Nach derzeitigen Erkenntnissen entstand die Rauchentwicklung durch einen kurzzeitigen Rückstau in der hauseigenen Heizanlage, der vermutlich durch die vorherrschenden Luftdruckverhältnisse verursacht wurde. Dadurch trat für einige Minuten eine deutlich stärkere Rauchentwicklung aus dem Kamin aus als üblich. Eine Evakuierung des Gebäudes war deshalb nicht notwendig.
Unter Aufsicht der Feuerwehr Schliersee wurde das Wohnhaus vorsorglich mit Unterstützung der Feuerwehr Hausham technisch belüftet. Anschließend konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Nach aktuellem Stand entstanden weder Personen- noch Sachschäden. Die Polizei lobte zudem das Verhalten der zahlreichen Schaulustigen am Bahnhof: Diese behinderten den Einsatz nicht und folgten den Anweisungen der Feuerwehr größtenteils.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bundespolizei warnt zum Ferienstart: Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz

Bundespolizei warnt zum Ferienstart: Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz

Rosenheim / Landkreis / Region – Mit Beginn der Sommerferien warnt die Bundespolizei vor gefährlichen Freizeitaktionen im Bahnbereich. Gleise, abgestellte Waggons oder Oberleitungen können lebensgefährlich sein – auch wenn die Gefahr auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

Selfies auf Zügen, Kletteraktionen auf Waggons oder sogenannte Challenges im Bereich von Gleisen: Die Bundespolizei appelliert besonders zum Ferienstart an Kinder und Jugendliche, solche Aktionen zu unterlassen. „Keine Freizeitaktion auf Bahngelände ist es wert, das Leben aufs Spiel zu setzen“, so die Bundespolizei. Gerade abgestellte Züge könnten trügerisch wirken, doch auch dort bestehe eine erhebliche Gefahr.

Züge und Oberleitungen bergen unterschätzte Risiken

Moderne Züge sind vergleichsweise leise und können erst spät wahrgenommen werden. Bei einer Geschwindigkeit von rund 100 Kilometern pro Stunde kann der Bremsweg laut Bundespolizei bis zu einen Kilometer betragen. Ausweichen ist für Züge nicht möglich. Eine besondere Gefahr geht auch von den Oberleitungen aus. Diese stehen mit bis zu 15.000 Volt unter hoher Spannung. Selbst ohne direkte Berührung kann es zu einem lebensgefährlichen Stromüberschlag kommen. Bereits ein Abstand von etwa eineinhalb bis zwei Metern könne ausreichen, um in Gefahr zu geraten.

Schwerer Unfall in Prien als Warnung

Wie gefährlich solche Aktionen sein können, zeigt ein Unfall Ende Mai in Prien am Chiemsee. Ein 18-Jähriger war auf den Waggon eines Güterzugs gestiegen und wurde dabei von einem Stromschlag aus der Oberleitung getroffen.
Nach Angaben der Bundespolizei erlitt der junge Mann schwerste Verbrennungen und lebensbedrohliche Verletzungen innerer Organe. Die Folgen beeinträchtigen sein Leben voraussichtlich dauerhaft.

Die Bundespolizei richtet deshalb auch einen Appell an Eltern: Gerade in den Ferien sollten sie mit ihren Kindern über die Gefahren im Bahnbereich sprechen. Der Aufenthalt auf Gleisanlagen oder das Betreten abgestellter Waggons ist verboten und kann lebensgefährliche Folgen haben
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)