Wo heute Studenten wohnen, blühte einst ein Klostergarten

Wo heute Studenten wohnen, blühte einst ein Klostergarten

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um 1920. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Rosenheimer Kapuzinerkloster – allerdings nicht so, wie viele es heute kennen. Im Mittelpunkt steht diesmal nicht das Gebäude, sondern der großzügige Garten mit einem Springbrunnen, einer hohen Wasserfontäne und üppiger Blütenpracht. Im Hintergrund sind mehrere Menschen bei der Gartenarbeit zu erkennen.

Der Garten des Kapuzinerklosters war damals offenbar eine Welt für sich. Rund um den Brunnen erstrecken sich gepflegte Beete, dazwischen blüht es dicht und üppig. Weiter hinten sind Mönche bei der Arbeit zu sehen. Ein ganz anderes Bild als heute: Das ehemalige Klosterareal ist inzwischen zum Wohnheim für Studenten geworden.

Ein Kloster mit wechselvoller Geschichte

Die Geschichte der Kapuziner in Rosenheim reicht allerdings noch viel weiter zurück. Das erste Rosenheimer Kapuzinerkloster entstand bereits 1606. Es befand sich dort, wo später die Saline und heute das Kultur- und Kongresszentrum stehen. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgehoben und in den folgenden Jahren abgerissen. Auf dem Gelände entstand später die Rosenheimer Saline.
1853 wurde die Wiedererrichtung des Kapuzinerklosters beschlossen. Die Stadt stellte dem Orden das Gelände rund um die Sebastianskapelle zur Verfügung. 1856 wurde die umgebaute Kapelle eingeweiht. Weil sie für die wachsende Zahl der Gläubigen bald zu klein war, wurde die Klosterkirche später deutlich erweitert.

Auch der große Garten gehörte zum Klosterleben. Klöster waren traditionell auf ein gewisses Maß an Selbstversorgung angewiesen. Im Rosenheimer Klostergarten wurden unter anderem Obst und Gemüse angebaut. Noch Jahrzehnte später erinnern sich Berichte an die weitläufigen Außenanlagen und an die Nutzung des Gartens.

Ein Garten in schwierigen Zeiten

Die Aufnahme dürfte aus einer Zeit stammen, in der das Kloster nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch eine wichtige Anlaufstelle für Menschen in Not war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden an der Klosterpforte nach Angaben des Stadtarchivs täglich bis zu 200 Bedürftige gespeist.
Vor diesem Hintergrund bekommt die Gartenarbeit auf unserem historischen Foto noch einmal eine besondere Bedeutung. Was heute wie eine idyllische Gartenansicht wirkt, war für die Bewohner des Klosters auch Teil des alltäglichen Lebens und der Versorgung.

Und dann ist da noch dieser Brunnen. Mitten in der Gartenanlage steht das Becken mit seiner hohen Wasserfontäne. Ein Detail, das auf einer solchen historischen Aufnahme leicht zum eigentlichen Blickfang wird – gerade weil von diesem Wasserspiel heute nichts mehr zu sehen ist.

Vom Kloster zum Studentenwohnheim

Die Kapuziner blieben mehr als 160 Jahre an diesem Ort. Nach einem stetigen Rückgang der Zahl neuer Ordensmitglieder wurde der Konvent schließlich 2017 geschlossen. Das historische Areal wurde danach umgebaut und neu genutzt.
Heute befindet sich dort das Studierendenwohnheim St. Sebastian. 2023 wurde die Umgestaltung des ehemaligen Klosterareals abgeschlossen. Rund 60 Studierende finden dort Wohnraum.
Vom einstigen Garten ist ein Teil erhalten geblieben. Der Springbrunnen mit seiner Wasserfontäne aber gehört längst der Vergangenheit an.

Und genau deshalb lohnt sich bei diesem alten Foto der zweite Blick: Nicht nur das Kloster selbst hat sich verändert. Auch der große Garten erzählt von einer Zeit, in der mitten am Rosenheimer Stadtrand Gemüsebeete, Blumen und ein prächtiger Springbrunnen zum Alltag eines Kapuzinerklosters gehörten.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Rollerfahrer bei Unfall in Gmund schwer verletzt

Rollerfahrer bei Unfall in Gmund schwer verletzt

Gmund am Tegernsee – Ein ausgefallene Ampel, zwei Fahrzeuge und ein schwer verletzter Rollerfahrer: An der Kreuzung Kreuzstraße in Gmund ist es am Donnerstagmorgen (17. September)  zu einem Verkehrsunfall gekommen. Nach Angaben der Polizeiinspektion Bad Wiessee wurde dabei ein 35-Jähriger schwer verletzt.

Der 35-jährige Holzkirchner war nach Polizeiangaben mit seinem Leichtkraftrad auf der Bundesstraße von Holzkirchen kommend in Richtung Gmund am Tegernsee unterwegs. Gleichzeitig befuhr ein 64-jähriger Irschenberger mit seinem Auto die Bundesstraße von Miesbach in Richtung Waakirchen.
An der Kreuzung Kreuzstraße war die Ampelanlage nach Angaben der Polizei aus bislang ungeklärter Ursache ausgefallen. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei übersah der Autofahrer den vorfahrtsberechtigten Rollerfahrer.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 35-Jährige laut Polizei mehrere Meter über die Fahrbahn geschleudert und dabei schwer verletzt. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Während der Unfallaufnahme übernahm die Feuerwehr die Verkehrslenkung. Dadurch konnte der sich zurückstauende Berufsverkehr an der Unfallstelle geregelt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Musik für die Nothilfe in Nepal: Benefizkonzert in der Wasserburger Christuskirche

Musik für die Nothilfe in Nepal: Benefizkonzert in der Wasserburger Christuskirche

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Musik für einen guten Zweck gibt es am Freitag, 25. September, in der Wasserburger Christuskirche. Zahlreiche Musiker und Chöre gestalten einen Benefizabend zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe in Nepal. Beginn ist um 19 Uhr.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wasserburg lädt zu dem Konzert in die Christuskirche in der Surauerstraße 5 ein. Auf dem Programm stehen unterschiedliche musikalische Stilrichtungen – von Worldmusic über Chorgesang bis zu regionaler Musik.
Mit dabei sind Musiker von GAYA, Phillip Stegmüller, Bell Cantánima, Flora Music, die Singing Hearts, die Turmsänger sowie der Gospelchor Amerang.

Damit wird der Abend musikalisch abwechslungsreich. Gleichzeitig steht ein konkreter Anlass hinter dem Konzert: Mit den Einnahmen sollen Menschen unterstützt werden, die von der Flutkatastrophe in Nepal betroffen sind.

Spenden für die Nepalhilfe

Die gesamten gesammelten Bar-Spenden des Abends gehen nach Angaben der Veranstalter direkt an die Sano Madad Nepalhilfe und sollen dort für die Nothilfe im Katastrophengebiet eingesetzt werden.
Das Benefizkonzert beginnt am Freitag, 25. September 2026, um 19 Uhr in der Christuskirche, Surauerstraße 5, 83512 Wasserburg am Inn.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Traumland“: Der zweite Blick auf die schönsten Orte der Welt

„Traumland“: Der zweite Blick auf die schönsten Orte der Welt

Rottach-Egern / Landkreis Miesbach – Venedig, der Markusplatz, Menschen zwischen Cafés und historischen Gebäuden – und als Gegenpol die Leonhardifahrt in Kreuth: Die aktuelle Ausstellung „Traumland“ von Ekaterina Zacharova in der HypoVereinsbank Rottach-Egern führt an Orte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Gemeinsam ist ihnen ihre Anziehungskraft. Doch die Gemälde erzählen auch davon, was passiert, wenn aus Sehnsuchtsorten viel besuchte Ziele werden.

Kunstausstellung mit Werken von Ekaterina Zacherova in der HypoVereinsbank Rottach-Egern. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Die Ausstellung „Traumland“ führt nicht nur in die Ferne. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Wer die Bilder von Ekaterina Zacharova betrachtet, sollte ihnen etwas Zeit geben. Auf den ersten Blick wirken die großformatigen Ölgemälde oft wie lebendige Momentaufnahmen. Menschen schlendern über Plätze, sitzen in Cafés, Kellner tragen Tabletts durch das Gewimmel. Doch je länger man hinschaut, desto mehr Details tauchen auf.

Zacharova arbeitet mit kräftigen, pastosen Pinselstrichen. Die Farbe liegt teilweise regelrecht plastisch auf der Leinwand. Aus der Entfernung entsteht daraus eine stimmige Szene, aus der Nähe zerfällt sie in einzelne Farbflächen, Lichtreflexe und kleine Beobachtungen. Eine Mimik, ein Schatten, ein architektonisches Detail – vieles erschließt sich erst beim zweiten oder dritten Blick.

Zwischen Venedig und dem Tegernseer Tal

In der Ausstellung stehen zwei Welten besonders deutlich nebeneinander. Ein Schwerpunkt liegt auf sommerlichen Szenen aus Venedig. Der Markusplatz wird zum Schauplatz eines geschäftigen Treibens, Menschen begegnen sich, sitzen in Cafés oder ziehen durch die Stadt.

Doch „Traumland“ meint nicht einfach schöne Urlaubsbilder. Im Mittelpunkt steht nach Angaben zur Ausstellung die Frage, was mit den schönsten Sehnsuchtsorten der Erde passiert, wenn ihre Attraktivität gleichzeitig zu einer Belastung wird. Massentourismus kann demnach nicht nur Landschaften und Orte verändern, sondern auch das Leben der Menschen, die dort zu Hause sind, und gewachsene Traditionen verdrängen.

Einen bewussten Gegenpol dazu bildet die Kreuther Leonhardifahrt. Hier zeigt Zacharova eine gewachsene regionale Tradition und damit ein Stück Identität aus ihrer heutigen Heimat am Tegernsee.

Viele kleine Geschichten auf einer Leinwand

Die Wirkung der Bilder entsteht dabei nicht zuletzt durch ihre Dichte. Fast könnte man sich in den Gemälden verlieren. Je länger der Blick auf einer Szene bleibt, desto mehr gibt es zu entdecken.

Diese besondere Bildsprache passt zum Thema der Ausstellung: Wo viele Menschen gleichzeitig unterwegs sind, entsteht Bewegung, Begegnung und manchmal auch eine gewisse Unübersichtlichkeit. Zacharovas Malweise fängt diese Dynamik mit zahlreichen einzelnen Pinselstrichen und kräftigen Farben ein.

Ekaterina Zacharova stammt ursprünglich aus Moskau. Sie studierte an der renommierten Surikow-Kunsthochschule in Moskau und lebt und arbeitet seit rund 30 Jahren in Gmund am Tegernsee. In der Region ist sie keine Unbekannte: Auch in Rosenheim waren ihre Arbeiten in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Ausstellungen zu sehen.

„Traumland“ ist noch bis zum 27. November 2026 in der HypoVereinsbank, Nördliche Hauptstraße 17 in Rottach-Egern, zu sehen. Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten der Bank besucht werden.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Copyright  Hendrik Heuser)

Bossa Nova, Swing und Jazz in der Kulturmühle Bruckmühl

Bossa Nova, Swing und Jazz in der Kulturmühle Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Jazz, Swing, Balladen und lateinamerikanische Rhythmen stehen am Samstag, 10. Oktober, in der Kulturmühle Bruckmühl auf dem Programm. Das Sextett um den Miesbacher Pianisten und Bandleader Bernd Stahuber verbindet dabei klassischen Jazz mit Bossa Nova und Samba. Beginn ist um 20 Uhr.

Das Repertoire reicht nach Angaben der Veranstalter von Mainstream Jazz und Swing über Pop bis zu lateinamerikanischen Klängen. Für das Konzert in der Kulturmühle soll das Programm außerdem um neue Stücke ergänzt und an den besonderen Rahmen des Veranstaltungsortes angepasst werden.
Gesanglich wird das Sextett von der Vokalistin Barbara Roberts begleitet. Am Piano sitzt Bandleader Bernd Stahuber. Zur Besetzung gehören außerdem Christoph Bencic an der Geige, Matthias Huber an Saxophon und Querflöte, Toni Wiedemann am Bass sowie Andi Gleixner am Schlagzeug. Neben Swing-Nummern und Balladen gehören Bossa Nova und Samba zum Programm. Damit treffen an diesem Abend unterschiedliche musikalische Einflüsse aufeinander.

Das Konzert beginnt am Samstag, 10. Oktober, um 20 Uhr in der Kulturmühle, Bahnhofstraße 10, in Bruckmühl. Karten gibt es online bei München Ticket, an den Münchenticket-Vorverkaufsstellen, in der Bücherei Bruckmühl sowie – sofern noch Karten vorhanden sind – an der Abendkasse.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Bruckmühl / Beitragsbild: Copyright Markt Bruckmühl)

Theresa Hagdorn übernimmt Ehrenamtskoordination bei den Starbulls

Theresa Hagdorn übernimmt Ehrenamtskoordination bei den Starbulls

Rosenheim – Bei den Starbulls Rosenheim gibt es eine neue Ansprechpartnerin für das Ehrenamt: Theresa Hagdorn übernimmt ab sofort die Aufgabe der Ehrenamtsbeauftragten. Sie soll die mehr als 130 ehrenamtlichen Helfer im Verein koordinieren und die Verbindung zwischen Vorstand, Teamleitern und den verschiedenen Helferteams herstellen.

Theresa Hagdorn ist bei den Starbulls keine Unbekannte. Nach Angaben des Vereins engagiert sie sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich – sowohl rund um die erste Mannschaft als auch im Nachwuchsbereich. Dieses Engagement soll mit ihrer neuen Aufgabe nun in einer zentralen Funktion gebündelt werden.
„Wir sind sehr froh, dass wir diese Position aus den eigenen Reihen besetzen konnten. Mit Theresa haben wir eine sehr zuverlässige Person, die seit Jahren ein enormes ehrenamtliches Engagement zeigt – sowohl in der 1. Mannschaft, vor allem aber auch beim Nachwuchs“, sagt Marcus Thaller, 1. Vorstand des Starbulls Rosenheim e.V.

Schnittstelle für die Helferteams

Als Ehrenamtsbeauftragte ist Hagdorn künftig zentrale Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Helfer des Vereins. Zu ihren Aufgaben gehört die Koordination zwischen dem Vorstand und den verschiedenen Ehrenamtsteams. Insgesamt sind nach Angaben der Starbulls mehr als 130 Menschen ehrenamtlich für den Verein tätig.

Hagdorn selbst sieht in ihrer neuen Aufgabe vor allem die Möglichkeit, die Zusammenarbeit der Helfer weiter zu stärken: „Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe und darauf, unser ehrenamtliches Team im Verein noch enger zusammenzubringen. Der Zusammenhalt unter den Helferinnen und Helfern ist schon immer etwas ganz Besonderes bei den Starbulls, und genau das möchte ich weiter stärken.“
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Christoph Sinzinger)

Friedhöfe als grüne Inseln: Was dort für die Natur wächst und lebt

Friedhöfe als grüne Inseln: Was dort für die Natur wächst und lebt

Rosenheim – Am 19. und 20. September finden die Tage des Friedhofs statt. Der LBV nimmt sie zum Anlass, auf eine Seite von Friedhöfen aufmerksam zu machen, die beim Besuch meist nicht im Vordergrund steht: Sie können wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen sein. Auch ein Spaziergang über einen Rosenheimer Friedhof lässt sich deshalb einmal mit einem anderen Blick verbinden.

Friedhöfe sind Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Gleichzeitig können sie mitten in der Stadt grüne Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen sein. Darauf weist der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) anlässlich der diesjährigen Tage des Friedhofs hin, die am Samstag und Sonntag, 19. und 20. September, stattfinden.

Alte Bäume, Hecken, Wiesen und Mauern können Vögeln, Insekten, Fledermäusen und anderen Tieren Nahrung, Nistplätze und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Nach Angaben des LBV profitieren unter anderem Spechte, Meisen und Amseln davon, aber auch Igel, Eichhörnchen und zahlreiche Insektenarten.

Alte Bäume sind besonders wertvoll

Gerade alte Friedhöfe können laut LBV über Jahrzehnte gewachsene grüne Inseln sein. Baumhöhlen werden beispielsweise von Waldkäuzen als Brutplätze oder Tagesverstecke genutzt. Im Spätherbst und Winter suchen Waldohreulen demnach teilweise hohe Bäume auf Friedhöfen als Schlafplätze auf. Dort können sich laut LBV auch größere Gruppen von bis zu 20 oder 30 Tieren versammeln. „Vor allem alte Friedhöfe sind wahre Hochburgen der Artenvielfalt. Diese besonderen Lebensräume gilt es zu erhalten und naturnah zu gestalten“, sagt Dr. Angelika Nelson, Biologin beim LBV.

Gleichzeitig beobachtet der Naturschutzverband nach eigenen Angaben eine zunehmend naturferne Gestaltung von Friedhofsflächen. Dazu zählt der LBV insbesondere Schotterflächen und den Einsatz weniger oder exotischer Pflanzen. Wo heimische Pflanzen fehlen, gehe auch Nahrung für viele Insekten verloren – und damit eine wichtige Grundlage für Vögel und andere Tiere.

Zwischen Grabpflege und Naturschutz

Dabei müsse ein gepflegtes Grab nach Ansicht des LBV nicht automatisch naturarm sein. Heimische Pflanzen, offene Bodenflächen und mehr Grün könnten miteinander verbunden werden. Auch weniger häufig gemähte Bereiche, Totholz und der Verzicht auf Pestizide könnten Tieren Lebensraum bieten. „Naturschutz und Pflege schließen sich nicht aus“, so Nelson.

Auch für das Stadtklima können begrünte Friedhöfe nach Angaben des LBV eine Rolle spielen. Pflanzen und offene Böden speichern Wasser, spenden Schatten und tragen zur Kühlung bei. Stein- und Schotterflächen heizen sich dagegen an sonnigen Tagen deutlich auf.

Ein anderer Blick beim Friedhofsbesuch

Die Tage des Friedhofs am kommenden Wochenende bieten damit auch einen Anlass, Friedhöfe einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Wer in Rosenheim einen Friedhof besucht, kann neben Gräbern und Gedenkorten beispielsweise auch darauf achten, welche alten Bäume dort stehen, welche Vögel zu beobachten sind oder wo Wildblumen und andere Pflanzen wachsen.
Der LBV plädiert dafür, vorhandene Strukturen wie alte Bäume und Hecken möglichst zu erhalten und unnötige Versiegelungen zu vermeiden. Friedhöfe könnten so beides bleiben: Orte der Erinnerung und zugleich Lebensräume für die Natur.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Lange Einkaufsnacht in Rosenheim: Was bei „Rosige Zeiten“ geplant ist

Lange Einkaufsnacht in Rosenheim: Was bei „Rosige Zeiten“ geplant ist

Rosenheim – Am Freitag, 2. Oktober, wird es in der Rosenheimer Innenstadt wieder spät: Bei „Rosige Zeiten“ haben viele Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Dazu gibt es von 18 bis 22 Uhr Lichtinstallationen, Musik, eine Feuershow, Stelzen-Clowns und weitere Aktionen an verschiedenen Orten der Innenstadt.

Statt einer großen zentralen Bühne verteilt sich das Programm über mehrere Bereiche. In der Münchener Straße sorgen blühende Lichter für Atmosphäre, am Max-Josefs-Platz sind Lichtinstallationen zu sehen. Im Esbaum-Viertel entsteht ein Herzerlwald.

Auch musikalisch bewegt sich an diesem Abend einiges durch die Innenstadt. Die Band OansNo ist als Walking Act in der Fußgängerzone unterwegs. Am Salinplatz zeigt der Künstler Urs Hasler erneut seine Lichtkunst. Am Ludwigsplatz stehen eine Feuershow mit Akrobatik der Flying Freaks und Musik von Sevi & Juli auf dem Programm. Dazu kommen dort RigoL & tOrF, zwei Clowns auf Stelzen, DJ SHUFU [the guy] und verschiedene Foodtrucks.
Im Esbaum-Viertel sorgen Daniel von musicmadewithlove und das DJ-Duo wms.dj für Musik.

Museen öffnen länger

Auch abseits der Straßen gibt es am Abend zusätzliche Angebote. Das städtische Museum, das Holztechnische Museum und die Städtische Galerie haben verlängert geöffnet. Geplant sind unter anderem besondere Angebote und Führungen. Passend zum Motto von „Rosige Zeiten“ findet außerdem die Stadtführung „Im Namen der (Rosenheimer) Rose“ statt.

Einkaufen und gewinnen

Viele Einzelhändler beteiligen sich an der langen Einkaufsnacht und öffnen ihre Geschäfte bis 22 Uhr. Wer beim Bummeln etwas einkauft, kann außerdem an einem Gewinnspiel teilnehmen. Nach Angaben des City-Managements gibt es zahlreiche Preise der Rosenheimer Einzelhändler zu gewinnen. Der Hauptpreis sind Cityschecks im Wert von 300 Euro, die das City-Management zur Verfügung stellt.
Neu ist in diesem Jahr auch die Einbindung in die bayernweite Reihe „Innenstadt Freitag“. Dafür haben sich neun Innenstadt-Initiativen aus fünf Landkreisen zusammengeschlossen. Rosenheim ist erstmals dabei.

Das vollständige Programm und weitere Informationen zum Gewinnspiel gibt es auf ro-city.de.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheimer City-Management / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Erntedank-Markt, Straßenkunst und verkaufsoffener Sonntag in Prien

Erntedank-Markt, Straßenkunst und verkaufsoffener Sonntag in Prien

Prien am Chiemsee – Am Sonntag, 11. Oktober, wird es in Prien gleich an mehreren Orten lebendig: Auf dem Marktplatz findet von 10 bis 17 Uhr der Erntedank-Markt statt. Dazu kommen ein Straßenkunstfest im Wendelsteinpark, die geöffnete Sonderausstellung im Heimatmuseum und ein verkaufsoffener Sonntag.

Auf dem Marktplatz bieten beim Erntedank-Markt verschiedene Aussteller regionale Köstlichkeiten und Handwerkskunst an. Dazu gibt es Musik und ein Programm für Kinder. Veranstaltet wird der Markt vom PrienPartner e.V., der Eintritt ist frei.
Auch das Heimatmuseum öffnet an diesem Sonntag. Von 11 bis 17 Uhr können Besucher die Sonderausstellung „Der andere Rudolf Sieck“ besichtigen.

Straßenkunst im Wendelsteinpark

Parallel dazu findet im Wendelsteinpark das Priener Straßenkunstfest statt. Unter dem Motto „Staunen und Mitmachen!“ gibt es dort von 11 bis 18 Uhr verschiedene Darbietungen und Mitmachangebote.
Wer anschließend noch durch die Geschäfte bummeln möchte, kann das ebenfalls tun: Beim verkaufsoffenen Sonntag haben die Priener Geschäfte von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen gibt es beim Tourismusbüro Prien unter Telefon 08051 6905-0 oder per E-Mail an info@tourismus.prien.de sowie auf den Internetseiten von Prien Tourismus und PrienPartner.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien / Beitragsbild: Copyright Berger)

Innpuls-Tagebuch: Wie viele Menschen verträgt Rosenheim

Innpuls-Tagebuch: Wie viele Menschen verträgt Rosenheim

Warum diskutieren wir eigentlich ständig darüber, wie viele Wohnungen noch gebaut werden können – aber kaum darüber, wie viele Menschen Rosenheim langfristig überhaupt verträgt?

Schon wieder geht es um ein neues Quartier. Diesmal um das Gelände der Straßenmeisterei am Innspitz. Die Rosenheimer CSU möchte dort nach dem geplanten Umzug der Straßenmeisterei ein neues Stadtquartier entwickeln – mit Wohnungen, Gastronomie, Kultur und öffentlichen Freiflächen.

Ob dieses konkrete Vorhaben sinnvoll ist, ist für mich dabei gar nicht die entscheidende Frage. Der Innspitz ist vielmehr ein aktueller Anlass für eine Diskussion, die uns in Rosenheim schon länger begleitet: Wohnraum schaffen auf der einen Seite, Grün- und Freiflächen erhalten auf der anderen. Dieses Spannungsfeld ist nicht neu. Auch in früheren Tagebuch-Themen ging es immer wieder genau darum.

Natürlich brauchen Menschen Wohnungen. Natürlich sollen junge Rosenheimer die Möglichkeit haben, hier zu bleiben. Genau damit wird zusätzlicher Wohnraum immer wieder begründet. Aber irgendwann muss man meiner Meinung nach auch die Gegenfrage stellen: Was passiert eigentlich, wenn wir immer weiter Wohnungen bauen?

Mehr Wohnraum – und trotzdem nicht automatisch mehr Wohnraum für die Rosenheimer

Denn die Gleichung „mehr Wohnungen = mehr Wohnungen für unsere Kinder“ ist mir inzwischen zu einfach.
Ich höre immer wieder die Beobachtung, dass neu entstehender Wohnraum nicht nur von Menschen genutzt wird, die bereits in Rosenheim leben und hier dringend eine Wohnung suchen. Gerade der Zuzug aus München wird dabei häufig genannt. Der Wohnungsdruck dort ist hoch, Rosenheim liegt nicht weit entfernt und bietet gleichzeitig vieles von dem, was Menschen an einer kleineren Stadt schätzen.
Das ist zunächst einmal ein Zeichen dafür, dass Rosenheim attraktiv ist. Aber genau darin steckt für mich ein Widerspruch.

Vielleicht kommen Menschen nicht nur nach Rosenheim, weil sie hier eine Wohnung suchen. Vielleicht kommen manche auch gerade deshalb, weil Rosenheim noch etwas bietet, das in einer dicht bebauten Großstadt schwerer zu finden ist: Grün, Wasser, die Nähe zu den Bergen, überschaubare Strukturen und ein anderes Lebensgefühl.
Und wenn wir nun immer mehr Menschen unterbringen wollen, stellt sich die Frage, was mit genau diesen Qualitäten passiert.

Was macht Rosenheim eigentlich attraktiv?

Rosenheim kann nicht einfach größer werden. Die Stadtfläche bleibt begrenzt. Mehr Menschen müssen also auf derselben Fläche leben. Man kann höher und dichter bauen. Aber dadurch wird die Fläche nicht mehr.
Und mit jedem neuen Quartier verschwindet zumindest ein Stück dessen, was vorher dort war. Vielleicht kein großer Naturraum. Vielleicht einfach eine Wiese, ein Stück Grün, ein freier Blick oder ein ruhiger Ort am Wasser.

Gerade solche Flächen werden leicht unterschätzt. Sie sind keine Wohnungen, bringen keine zusätzlichen Einwohner und tauchen in keiner Wohnungsbaustatistik auf. Aber sie sind Teil dessen, was eine Stadt lebenswert macht. Ich würde sie deshalb als Wohlfühlzonen bezeichnen. Und davon haben wir nicht unbegrenzt viele.

Ein einzelnes neues Quartier verändert Rosenheim nicht. Aber viele einzelne Quartiere können es. Jedes Vorhaben lässt sich für sich genommen begründen: Hier wird Wohnraum gebraucht, dort wird eine Fläche frei, an anderer Stelle kann nachverdichtet werden. Erst in der Summe wird sichtbar, wohin die Entwicklung führt.
Wir schaffen also Wohnraum, weil Rosenheim attraktiv ist – und müssen gleichzeitig aufpassen, dass wir durch dieses Wachstum nicht genau das verlieren, was Rosenheim attraktiv macht.

Die unbequeme Frage nach einer Obergrenze

Vielleicht ist genau deshalb die Frage nach einer Obergrenze des Wachstums irgendwann unausweichlich.
Allein darüber nachzudenken, ist unbequem. Denn was würde eine solche Obergrenze bedeuten? Was wäre mit jungen Menschen, die hier geboren sind und bleiben möchten? Was mit Familien, die eine Wohnung suchen? Was würde sie für den Wohnungsmarkt, für Unternehmen, Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung bedeuten?
Ich habe darauf keine fertige Lösung im Kopf. Je länger man darüber nachdenkt, desto komplexer wird die Frage. Aber dennoch muss man meiner Meinung nach diese Frage stellen.

Denn bislang reden wir vor allem darüber, wie wir noch mehr Wohnraum schaffen können. Vielleicht müssen wir irgendwann genauso ernsthaft darüber reden, wie viele Menschen Rosenheim überhaupt aufnehmen kann, ohne dass die Stadt dabei ihre eigenen Qualitäten aufbraucht.

Der Gedanke an eine solche Obergrenze ist übrigens nicht völlig neu. Auch aus dem Rosenheimer Stadtrat gab es vor einigen Jahren schon einmal die Überlegung eines Stadtratsmitglieds, ob eine solche Grenze des Wachstums irgendwann notwendig werden könnte.

Ich finde, man darf diesen Gedanken heute wieder aufgreifen. Nicht als Forderung nach einem Baustopp. Nicht als Antwort auf die Wohnungsfrage. Und schon gar nicht als einfache Lösung. Sondern als Gegenfrage zu dem scheinbar selbstverständlichen „immer mehr“.

Manchmal muss man auch in die andere Richtung schauen

Denn vielleicht ist genau das unser Problem: Wir schauen bei der Stadtentwicklung sehr oft auf das, was noch fehlt. Auf Wohnungen, die noch gebraucht werden. Auf Flächen, die noch entwickelt werden können. Auf Möglichkeiten, noch mehr Menschen unterzubringen.
Weniger sprechen wir darüber, was irgendwann nicht mehr da ist.

Die Wiese, die bebaut wurde. Der Freiraum, der einem Quartier weichen musste. Der ruhige Ort, der plötzlich an einer Straße liegt. Die Fläche, die nicht spektakulär war, aber dafür sorgte, dass sich Rosenheim nicht überall gleich dicht anfühlt. Und vielleicht müssen wir uns irgendwann ehrlich fragen, ob „immer mehr“ tatsächlich noch das richtige Ziel ist.

Ich weiß nicht, wo eine Obergrenze für Rosenheim liegen würde. Ich weiß nicht einmal, ob sie sich am Ende überhaupt in einer konkreten Einwohnerzahl festlegen ließe. Und ich weiß, dass eine solche Diskussion schwierige Fragen nach Wohnraum, Preisen, Zuzug und wirtschaftlicher Entwicklung aufwerfen würde. Aber wir müssen ja nicht erst eine fertige Lösung haben, um eine Frage stellen zu dürfen.

Wie viele Menschen verträgt Rosenheim, ohne das zu verlieren, was diese Stadt für so viele Menschen attraktiv macht? Eine Frage, die Politik und Stadtgesellschaft irgendwann beantworten müssen – vielleicht tatsächlich früher, als uns lieb ist.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

Böller gegen Hauswand: Polizei sucht Zeugen in Amerang

Böller gegen Hauswand: Polizei sucht Zeugen in Amerang

Amerang / Landkreis Rosenheim – Ein lauter Knall am frühen Donnerstagabend (17. September) hatte in Amerang einen eher unerfreulichen Nebeneffekt: An der Hauswand eines Mehrparteienhauses im Lerchenweg platzte Putz ab. Nach Angaben der Polizei war dafür ein gezündeter Böller verantwortlich. Wer dahintersteckt, ist bislang unklar.

Gegen 17.45 Uhr wurde die Polizeiinspektion Wasserburg nach Amerang gerufen. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatten bislang unbekannte Täter einen Böller gezündet und dadurch die Hauswand beschädigt.
Der Schaden an der Fassade wird von der Polizei auf rund 150 Euro geschätzt. Die Polizeiinspektion Wasserburg hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen.

Polizei bittet um Hinweise

Wer am Donnerstag gegen 17.45 Uhr im Bereich des Lerchenwegs verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu den bislang unbekannten Tätern geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Wasserburg unter der Telefonnummer 08071/9177-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Verfolgungsfahrt durch Miesbach endet mit Unfall

Verfolgungsfahrt durch Miesbach endet mit Unfall

Miesbach – Erst wurde er verfolgt, dann war plötzlich kein Weiterkommen mehr: Eine Fahrt durch Miesbach endete am Donnerstagabend mit einem Zusammenstoß. Nach Angaben der Polizei soll ein 17-Jähriger dabei von zwei anderen jungen Männern wiederholt bedrängt und an der Weiterfahrt gehindert worden sein. Nun ermittelt die Polizei.

Gegen 20.50 Uhr war ein 17-jähriger Irschenberger mit seinem Microcar im nördlichen Stadtgebiet von Miesbach unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde er dabei über mehrere Straßenzüge hinweg von einem weiteren Microcar verfolgt, das von einem 17-jährigen Schlierseer gefahren wurde. Außerdem soll ein 19-jähriger Schlierseer mit seinem Pkw an der Verfolgung beteiligt gewesen sein.
Nach Angaben der Polizei kam es während der Fahrt mehrfach zu gefährlichen Fahrmanövern. Der 17-jährige Fahrer des verfolgten Microcars habe deshalb wiederholt abbremsen oder ausweichen müssen, um einen Zusammenstoß mit den anderen Fahrzeugen zu verhindern.

Kein Weiterkommen in der Oskar-von-Miller-Straße

Im Bereich der Oskar-von-Miller-Straße soll dem jungen Fahrer erneut die Weiterfahrt versperrt worden sein. Er setzte daraufhin mit seinem Microcar zurück und stieß dabei gegen das hinter ihm befindliche Microcar eines der Verfolger.
Verletzt wurde bei dem Zusammenstoß niemand. An den Fahrzeugen entstand nach Angaben der Polizei nur geringer Sachschaden.
Gegen die beiden Fahrer der verfolgenden Fahrzeuge wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und der Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zum Hintergrund der Fahrt laufen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gefährliche Verfolgungs-, Drängel- und Abdrängmanöver nicht nur die Beteiligten, sondern unter Umständen auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer gefährden können.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)