MINR-EC-Regionalforum an der TH Rosenheim: Schüler blicken in Technik-Berufe

MINR-EC-Regionalforum an der TH Rosenheim: Schüler blicken in Technik-Berufe

Rosenheim – Rund 250 Schüler und Lehrer haben am MINT-EC-Regionalforum an der Technischen Hochschule Rosenheim teilgenommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder sowie aktuelle Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt.

Rund 210 Schüler und etwa 40 Lehrer besuchten nach Angaben der TH Rosenheim die Veranstaltung. In Workshops konnten die Jugendlichen verschiedene Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) praktisch kennenlernen. „Die MINT-Förderung hat an unserer Hochschule einen hohen Stellenwert, weil wir damit die potenziellen Studierenden von morgen erreichen und ihnen einen Einblick in das vielfältige Studien- und Berufsangebot geben können“, sagt Professorin Dr. Nicole Strübbe, Vizepräsidentin der TH Rosenheim.

Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt

Ein Schwerpunkt des Regionalforums lag auf der Luft- und Raumfahrt. In einem Vortrag informierte Dr. Tobias Schüttler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über aktuelle Entwicklungen. Außerdem gab es mehrere Workshops zu diesem Themenbereich.
Bei der Veranstaltung wurden laut TH Rosenheim auch erste Details zum geplanten DLR_School_Lab vorgestellt, das bis Ende des Jahres an der Hochschule entstehen soll. Auch praktische Versuche standen auf dem Programm. Im Workshop „Chemie und Umwelt“ konnten die Schüler Experimente durchführen, die über den Schulunterricht hinausgingen. „Wir haben im Workshop ‚Chemie und Umwelt‘ Versuche gemacht, die wir aus der Schule noch nicht kannten. Das war interessant und hat neue Perspektiven gebracht“, sagt Krista Marche vom Karolinen-Gymnasium Rosenheim.

Auch Lehrer informierten sich über neue Unterrichtsmethoden

Parallel zum Schülerprogramm beschäftigten sich die Lehrer mit neuen Ansätzen für den MINT-Unterricht. Themen waren unter anderem Künstliche Intelligenz und der Einsatz sogenannter Large Language Models im Schulalltag. „Das Lernen in kleinen Gruppen durch das gemeinsame Bearbeiten von Aufgaben an einem großen Tisch ist ein sehr interessanter Ansatz. Es sorgt dafür, dass sich ein passiver Zuhörer in einen aktiven Mitmacher verwandelt“, sagt Boris Schulze, Lehrer für Mathematik und Physik am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in München.

Das MINT-EC-Regionalforum ist Teil des bundesweiten MINT-EC-Netzwerks, in dem Schulen mit einem Schwerpunkt in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammenarbeiten.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright  Anton Maier)

RoMed Klinikum Rosenheim erhält Zertifizierung für Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie

RoMed Klinikum Rosenheim erhält Zertifizierung für Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie

Rosenheim – Das RoMed Klinikum Rosenheim ist als Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zertifiziert worden. Die Auszeichnung erfolgte durch die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Leber, Galle und Pankreas (CALGP) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Bereits seit zehn Jahren besteht am RoMed Klinikum Rosenheim ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Pankreaskarzinomzentrum. Die neue Zertifizierung bestätigt nach Angaben der Klinik die Strukturen und Abläufe bei operativen Behandlungen von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. „Die Zertifizierung unterstreicht die gewachsene Expertise am RoMed-Standort Rosenheim“, sagt Professor Dr. Katja Ott, Leiterin des Pankreaskarzinomzentrums. „Sie bestätigt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die etablierte Versorgungsstruktur im ländlichen Raum.“

Prüfung von Abläufen und Behandlungsergebnissen

Für die Zertifizierung wurden nach Angaben der Klinik unter anderem die personelle Ausstattung, die Anzahl durchgeführter Eingriffe, Behandlungsergebnisse sowie die Dokumentation und Qualitätssicherung überprüft. Auch die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche wie Gastroenterologie, Radiologie, Intensivmedizin, Onkologie, Strahlentherapie und Pathologie wurde bewertet. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Fallbesprechungen und festgelegte Behandlungsabläufe.
Bei der Prüfung wurde außerdem eine roboterassistierte Bauchspeicheldrüsenoperation begleitet. Die Gutachter bewerteten dabei unter anderem die Abläufe und die Verfügbarkeit spezialisierter Ärzte.

Zertifizierung gilt für fünf Jahre

Nach Angaben des RoMed Klinikums bestätigte Auditor Professor Dr. Michael Bartels, dass die Anforderungen an medizinische Expertise, Organisation, Ausstattung und Personal erfüllt wurden. „Diese Zertifizierung ist eine herausragende Bestätigung der Arbeit unseres gesamten Teams. Sie zeigt, dass wir unseren Patientinnen und Patienten eine Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau bieten. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und viel persönlichem Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen haben“, sagt Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie.

Die Zertifizierung soll Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ermöglichen, komplexe Eingriffe in einer entsprechend geprüften Einrichtung in der Region durchführen zu lassen.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Copyright RoMed Kliniken)

Nepomuk-Brunnen, Rosenheim, 1918

Nepomuk-Brunnen, Rosenheim, 1918

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1918. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Nepomuk-Brunnen am Max-Josefs-Platz in Rosenheim.

Der Brunnen war schon damals ein besonderer Blickfang im Herzen der Stadt. Auf dem Foto posieren ein Mädchen und ein junger Mann neben dem kunstvollen Bauwerk. Vieles hat sich rund um den Max-Josefs-Platz seitdem verändert – der Nepomuk-Brunnen ist aber geblieben und zählt bis heute zu den beliebtesten Fotomotiven der Rosenheimer Altstadt.
Der Nepomuk-Brunnen ist der älteste und bekannteste Brunnen der Stadt. Seine Geschichte reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Zwischen 1740 und 1750 stand an dieser Stelle, dem damaligen Markt- oder Schrannenplatz, zunächst ein hölzerner „Fischbrunnen“.

Eine Statue aus einem einzigen Marmorblock

Im Jahr 1773 beauftragte die Rosenheimer Bürgerschaft den Bildhauer Franz de Paula Hitzl mit der Gestaltung einer Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Der Künstler schuf eine lebensgroße Figur im Stil des Spätrokokos. Der dafür verwendete weiße Marmor stammte aus den Steinbrüchen am Untersberg bei Salzburg. Die Statue wurde aus einem einzigen Steinblock gefertigt.
Der heilige Johannes von Nepomuk gilt als Schutzpatron der Schiffer und Flößer. Für Rosenheim hatte diese Figur eine besondere Bedeutung: Die Flüsse rund um die Stadt waren im Mittelalter wichtige Handelswege und trugen wesentlich zum Wohlstand der Stadt bei.

Das heute markante achteckige Brunnenbecken kam allerdings erst später hinzu – in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine erste große Restaurierung des Brunnens erfolgte im Jahr 1904.

Ein Brunnen mit bewegter Geschichte

Der Nepomuk-Brunnen blieb in seiner langen Geschichte nicht von Schäden verschont. Am 24. März 1953 wurde die Statue bei einem Unfall schwer beschädigt: Ein ausscherender Lastwagen, der mit langen Baumstämmen beladen war, riss die Figur komplett von ihrem Sockel.
Damals wurde sogar darüber diskutiert, den Brunnen ganz zu entfernen. Stadtplaner sahen ihn als Hindernis für den zunehmenden Autoverkehr. Doch viele Rosenheimer setzten sich für den Erhalt ihres Wahrzeichens ein. Nach einer aufwändigen Restaurierung kehrte die Figur am 14. Juni 1954 auf den Max-Josefs-Platz zurück.

Auch danach blieb der Brunnen nicht völlig verschont: 1960 verschwand der rechte Arm der Statue mitsamt dem Kreuz spurlos. 1965 pinselten Studenten die Figur nach einer feuchtfröhlichen Nacht blau an. 1972 wurde der Brunnen erneut von einem Fahrzeug gerammt, wobei die Hand der Statue beschädigt wurde.

Nach jeder Beschädigung wurde der Nepomuk-Brunnen wieder originalgetreu restauriert. Heute steht er mitten in der Rosenheimer Fußgängerzone und ist Treffpunkt, Orientierungspunkt – und für viele Besucher eines der beliebtesten Erinnerungsfotos aus der Stadt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Bayerische Apotheker warnen vor weiterer finanzieller Belastung

Bayerische Apotheker warnen vor weiterer finanzieller Belastung

München / Bayern – Der Bayerische Apothekerverband (BAV) kritisiert geplante Änderungen bei der Vergütung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Nach Ansicht des Verbandes könnte eine geplante Erhöhung des Kassenabschlags die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken weiter verschärfen.

Bei der Mitgliederversammlung des BAV in München stand vor allem die geplante Anpassung des sogenannten Fixbetrags im Mittelpunkt. Dieser Betrag wird Apotheken pro abgegebener Packung eines rezeptpflichtigen Arzneimittels von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet. Laut Koalitionsvertrag soll er schrittweise von 8,35 Euro auf 9,50 Euro steigen. Zum 1. Juli 2026 wurde er zunächst auf 9 Euro angehoben, ab Januar 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 9,50 Euro vorgesehen.
Gleichzeitig soll nach Angaben des BAV ab Januar 2027 der Rabatt steigen, den Apotheken den gesetzlichen Krankenkassen gewähren müssen. Dadurch würde sich die Vergütung nach Darstellung des Verbandes um rund 30 Cent pro Packung verringern.

„Erst rauf, dann wieder runter. Wir wissen doch, dass Jojo-Effekte selten etwas Gutes bringen“, sagt BAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann. Er kritisiert, dass Apotheken in den vergangenen Jahren bereits erheblich zur Entlastung der Krankenkassen beigetragen hätten. Durch eine frühere Vergütungskürzung von 2023 bis Anfang 2025 seien nach Angaben des BAV Einsparungen von rund 310 Millionen Euro entstanden.

Zahl der Apotheken weiter rückläufig

Der Verband verweist außerdem auf die Entwicklung der Apothekenzahlen in Bayern. Nach Angaben von BAV-Geschäftsführerin Alexandra Schmidt gab es Ende 2025 noch 2.617 Apotheken im Freistaat. Zehn Jahre zuvor seien es 3.205 gewesen. Das entspreche einem Rückgang um 588 Apotheken.
„Aber nur wirtschaftlich starke Apotheken können in einer alternden Gesellschaft politisch gewünschte Zusatzleistungen wie Impfungen oder weitere pharmazeutische Dienstleistungen erbringen“, sagt Schmidt.
Der BAV fordert deshalb, die geplante Erhöhung des Kassenabschlags nicht dauerhaft umzusetzen. Nach Ansicht des Verbandes gebe es andere Möglichkeiten, die gesetzlichen Krankenkassen finanziell zu entlasten.(Quelle: Bayerischer Apothekerverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Historisches Stadtspiel geht nach Sommerfestival in die Schlussphase

Historisches Stadtspiel geht nach Sommerfestival in die Schlussphase

Rosenheim – Nach sechs erfolgreichen Aufführungen legt das Historische Stadtspiel des Theater Rosenheim während des Rosenheimer Sommerfestivals eine planmäßige Pause ein. Weiter geht es am Sonntag, 19. Juli, um 20 Uhr auf dem Ludwigsplatz. Danach stehen noch drei weitere Vorstellungen auf dem Programm.

Regisseur Jogi Gaschke zieht im Gespräch mit Innpuls.me eine positive Zwischenbilanz. Von den bislang sechs Aufführungen musste lediglich eine wegen ungünstiger Witterung auf einen Ersatztermin verschoben werden. Ansonsten seien die Bedingungen für das Freilichttheater durchweg gut gewesen. „Die Atmosphäre auf dem Ludwigsplatz ist toll und die Zuschauer begeistert“, sagt Gaschke.

Vier Aufführungen stehen noch an

Nach der Sommerfestival-Pause wird das Historische Stadtspiel am Sonntag, 19. Juli, fortgesetzt. Weitere Vorstellungen folgen am Mittwoch, 22. Juli, am Sonntag, 26. Juli, sowie am Freitag, 31. Juli. Beginn ist jeweils um 20 Uhr auf dem Ludwigsplatz. Sollte eine Vorstellung wegen schlechten Wetters ausfallen, wird ein Ersatztermin angeboten. Informationen dazu veröffentlicht das Theater Rosenheim auf seiner Internetseite.

 

Lesestoff passend zum Thema: 

In diesem Jahr zeigt das Theater Rosenheim das Stück „Hoch hinaus oder Die Weltverbesserer“. Erzählt wird die Geschichte der sogenannten Rosenheimer Akademie aus dem Jahr 1787 – einer kaum bekannten Episode der Rosenheimer Stadtgeschichte, die sich mit den Ideen der Aufklärung und den Spannungen innerhalb der damaligen Bürgerschaft beschäftigt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

RoMed bietet Still-Infoabend für Schwangere an

RoMed bietet Still-Infoabend für Schwangere an

Rosenheim – Die RoMed Kliniken bieten am Donnerstag, 23. Juli,  einen kostenlosen Infoabend rund um das Thema Stillen an. Die Veranstaltung richtet sich an Schwangere ab der 25. Schwangerschaftswoche.

Bei dem Termin informiert Still- und Laktationsberaterin IBCLC Michaela Ziegler über Grundlagen des Stillens und beantwortet Fragen rund um den Start nach der Geburt. Nach Angaben der RoMed Kliniken soll der Abend werdenden Müttern praktische Hinweise und Orientierung geben.

Anmeldung erforderlich

Der Infoabend beginnt um 18 Uhr in der RoMed-Zentralverwaltung in der Schönfeldstraße 30 in Rosenheim (Kursraum 3, Zimmer 20.003 im Erdgeschoss). Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an stillberatung-ziegler@gmx.de erforderlich. Weitere Informationen zu Angeboten rund um Schwangerschaft und Geburt gibt es laut RoMed über die „Hebammerei“ Rosenheim)
(Quelle: RoMed Kliniken /  Beitragsbild: Symbolfoto re)

Junge Frau am Traunsteiner Bahnhofsplatz verletzt – Ermittlungen gegen einen 17-jährigen

Junge Frau am Traunsteiner Bahnhofsplatz verletzt – Ermittlungen gegen einen 17-jährigen

Traunstein – Eine 20-jährige Frau ist am frühen Samstagmorgen (11.7.2026) am Bahnhofplatz in Traunstein mit einer Schnittverletzung am Kinn verletzt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen einen 17-Jährigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung2026.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurde die Frau gegen 5.25 Uhr mit einer Verletzung im Kopfbereich gemeldet. Die eingesetzten Polizeistreifen stellten vor Ort eine etwa zwei bis drei Zentimeter lange Schnittverletzung fest, die mutmaßlich durch eine andere Person verursacht wurde.
Noch am selben Tag ermittelten die Beamten einen 17-jährigen Tatverdächtigen und nahmen ihn vorläufig fest. Die verletzte Frau, nach Angaben der Polizei deutsche Staatsangehörige, wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und konnte dieses inzwischen wieder verlassen.

Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt

Die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm die Ermittlungen. Dabei geht es unter anderem um die Hintergründe und den Ablauf der Tat.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen rumänischen Staatsangehörigen aus der Region. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der Jugendliche am Sonntag (12.72ß26.) einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung und wegen Fluchtgefahr einen Haftbefehl. Der Haftbefehl wurde jedoch unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die am Samstag gegen 5.25 Uhr am Bahnhofplatz in Traunstein verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder weitere Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0861/9873-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

BDS Bayern fordert nach Steuerzahlergedenktag weniger Belastungen für Unternehmen

BDS Bayern fordert nach Steuerzahlergedenktag weniger Belastungen für Unternehmen

Bayern – Der Bund der Selbständigen (BDS) Bayern fordert angesichts des diesjährigen Steuerzahlergedenktags eine Entlastung von Unternehmen und Bürgern. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler fällt der sogenannte Steuerzahlergedenktag 2026 auf den 13. Juli. Bis zu diesem Tag fließt demnach statistisch mehr als die Hälfte der erwirtschafteten Einkommen in Form von Steuern und Sozialabgaben an den Staat.

Grundlage der Berechnung sind nach Angaben des Bundes der Steuerzahler Daten des Statistischen Bundesamts sowie Prognosen des Deutschen Steuerzahlerinstituts. Die sogenannte Belastungsquote wird für 2026 mit 53,1 Prozent angegeben. Der BDS Bayern bewertet diese Entwicklung kritisch und sieht darin eine zu hohe Belastung für Unternehmen und Selbständige.

BDS Bayern sieht Belastung für Mittelstand

„Wenn es in einem Betrieb wirtschaftlich eng wird, kann ein Unternehmer nicht einfach dauerhaft die Preise erhöhen und seinen Kunden immer tiefer in die Tasche greifen“, erklärt BDS-Bayern-Präsidentin Gabriele Sehorz. „Er muss rechnen, sparen, Abläufe effizienter gestalten und auf manches verzichten. Der Staat dagegen scheint zu glauben, er könne jedes neue Ausgabenproblem durch höhere Einnahmen lösen. Diese Haltung wäre für jedes Unternehmen existenzgefährdend.“
Nach Ansicht des Verbandes treffen steigende Steuern, Sozialabgaben, Energiepreise und Bürokratiekosten besonders kleine und mittlere Unternehmen. Der BDS Bayern fordert deshalb unter anderem eine Begrenzung der Sozialabgaben, weniger Bürokratie und eine Überprüfung staatlicher Ausgaben.
„Bevor über neue Einnahmen gesprochen wird, muss jede staatliche Ausgabe auf den Prüfstand“, fordert Sehorz. „Was ist zwingend notwendig? Was kann effizienter organisiert werden? Was kann entfallen? Genau diese Fragen muss sich jeder Unternehmer täglich stellen. Es ist höchste Zeit, dass auch der Staat beginnt, unternehmerisch zu denken.“

Verband warnt vor Folgen für Wirtschaft

Der BDS Bayern warnt, dass hohe Belastungen Investitionen erschweren und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beeinträchtigen könnten. Nach Einschätzung des Verbandes könnten dadurch unter anderem Investitionen verschoben oder Betriebe aufgegeben werden. „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – aber genau dieses Rückgrat wird immer stärker belastet“, sagt Sehorz.

Der Verband fordert eine „Ausgaben- und Entlastungswende“ und spricht sich unter anderem für Steuersenkungen, weniger Bürokratie und eine stärkere Kontrolle staatlicher Ausgaben aus.
(Quelle: Pressemitteilung BDS Bayern & Beitragsbild: Symbolfoto re)

B 307 bei Schleching: Baustelle an der Zellerwand startet Ende Juli

B 307 bei Schleching: Baustelle an der Zellerwand startet Ende Juli

Schleching / Landkreis Traunstein – An der B 307 bei Schleching beginnen Ende Juli Arbeiten für neue Steinschlagschutzzäune. Dafür wird die Straße zwischen Mettenham und Raiten abschnittsweise halbseitig gesperrt.

Das Staatliche Bauamt Traunstein errichtet entlang der Bundesstraße im Bereich der Zellerwand neue Schutzzäune mit einer Gesamtlänge von rund 430 Metern. Die Maßnahme soll nach Angaben der Behörde die Sicherheit für Verkehrsteilnehmer erhöhen. Die Kosten liegen demnach bei rund 400.000 Euro.

Verkehr wird per Ampel geregelt

Die Arbeiten starten am Montag (27.7.) und sollen voraussichtlich rund zehn Wochen dauern. Während der Bauzeit wird die B 307 in Fahrtrichtung Schleching abschnittsweise auf jeweils etwa 150 Metern halbseitig gesperrt.
Der Verkehr wird in beide Richtungen per Ampel an der Baustelle vorbeigeführt. Der parallel verlaufende Geh- und Radweg muss im direkten Arbeitsbereich vorübergehend vollständig gesperrt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert).

Rosenheimer Stadtführer bieten im August besondere Rundgänge an

Rosenheimer Stadtführer bieten im August besondere Rundgänge an

Rosenheim – Ob Kriminalfall, Schatzsuche oder ein Spaziergang durch die Geschichte der Stadt: Die Rosenheimer Stadtführerzunft bietet im August mehrere Themenführungen an. Die Angebote richten sich an Einheimische und Gäste.

Den Auftakt macht am Montag, 3. August,  die Familienführung „Tatort Rosenheim – Mitmachkrimi“. Bei einer Stadtrallye lösen die Teilnehmer gemeinsam einen historischen Kriminalfall und schlüpfen dabei in verschiedene Rollen. Die Führung richtet sich laut Stadt Rosenheim an Kinder ab zehn Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.
Eine Woche später, am Montag (10.8.), steht die Familienführung „Der verborgene Römerschatz“ auf dem Programm. Dabei entdecken Kinder und Erwachsene versteckte Winkel der Stadt und erfahren Wissenswertes über die Geschichte Rosenheims. Beginn ist ebenfalls um 10.30 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.

Von Stadtgeschichte bis Sommernacht

Am Samstag (22.8.) lädt die Stadtführerzunft zur Führung „Woast as no“ ein. Dabei geht es zurück in das Rosenheim der 1950er- bis 1970er-Jahre. Die Teilnehmer erfahren laut Stadt Rosenheim anhand von Geschichten und Anekdoten mehr über die Entwicklung der Stadt. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.

Eine besondere Abendstimmung verspricht die „Sommernachtsführung“ am Mittwoch (26.8.). Bei einem Rundgang durch die Altstadt geht es um Sommerbräuche und Freizeitvergnügen vergangener Zeiten. Beginn ist um 20 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1. Zum Abschluss ist ein gemeinsamer Besuch einer Eisdiele geplant.
Zum Monatsende gibt es am Montag (31.8.) noch einmal die Familienführung „Der verborgene Römerschatz“. Beginn ist um 10.30 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.

Anmeldungen nimmt die Touristinfo in der Heilig-Geist-Straße 15, telefonisch unter 08031/365-9061 oder per E-Mail an tourismus@rosenheim.de entgegen. Buchungen sind laut Stadt Rosenheim auch online über die Touristinfo möglich.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Stadt Rosenheim) 

Streit in Traunsteiner Spielhalle: 31-Jähriger schwer verletzt

Streit in Traunsteiner Spielhalle: 31-Jähriger schwer verletzt

Traunstein – Bei einer körperlichen Auseinandersetzung in der Nacht auf Sonntag (12.7.2026) ist in Traunstein ein 31-jähriger Mann schwer verletzt worden. Gegen einen 26-jährigen Tatverdächtigen wurde wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung ein Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gerieten die beiden Männer gegen 0.30 Uhr in einer Spielhalle am Bahnhofplatz in Traunstein in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung sollen beide Männer zunächst mit Flaschen aufeinander eingeschlagen haben.
Der 26-Jährige soll seinen Kontrahenten anschließend mit einem Klappmesser im oberen Rücken verletzt haben. Der 31-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen und musste noch in der Nacht operiert werden. Nach aktuellem Stand befindet er sich laut Polizei inzwischen außer Lebensgefahr.

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Auch der 26-Jährige wurde bei der Auseinandersetzung verletzt. Beim Eintreffen der Polizei soll er zunächst versucht haben zu flüchten, konnte aber kurz darauf festgenommen werden.
Die beiden Männer, nach Angaben der Polizei türkische Staatsangehörige, wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.

Die Kriminalpolizei Traunstein hat unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen übernommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der 26-Jährige am Montag (13.7.2026) einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Traunstein vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl, der anschließend vollzogen wurde. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Ermittler bitten Zeugen, die die Auseinandersetzung in oder vor der Spielhalle am Bahnhofplatz beobachtet haben oder weitere Hinweise geben können, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer 0861/9873-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wie gut schützt uns die Natur noch? Neuer Index untersucht Bayerns Landschaften

Wie gut schützt uns die Natur noch? Neuer Index untersucht Bayerns Landschaften

Bayern – Wälder, Moore, Grünflächen und natürliche Wasserflächen erfüllen wichtige Funktionen für Landschaften. Ein neuer Grün-Feucht-Kühl-Index (GFKI) soll zeigen, wie gut verschiedene Regionen noch Wasser speichern, kühlen und natürliche Schutzfunktionen erhalten können. Der LBV sieht die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass auch in Bayern Handlungsbedarf besteht.

Der Index wurde vom NABU und dem ECONICS Institut vorgestellt. Er bewertet Landschaften anhand der drei Faktoren Grün, Feucht und Kühl. Nach Angaben der Initiatoren basiert die Untersuchung unter anderem auf hochauflösenden Satellitendaten und soll zeigen, welche Gebiete besonders geschützt, stabilisiert oder wiederhergestellt werden könnten.
„Die Ergebnisse des ECONICS-Grün-Feucht-Kühl-Index‘ und seines Veränderungstrends beruhen nicht auf Experteneinschätzungen, sondern werden gemessen. Es werden vor allem große Mengen hochauflösender Satellitendaten eingesetzt. Neu ist auch, dass wir sehr konkret vorschlagen, welche Gebiete mit hoher Priorität geschützt, stabilisiert oder wiederhergestellt werden müssen“, sagt Studienautor Prof. Dr. Pierre Ibisch.

LBV sieht Bedarf für mehr Schutz von Lebensräumen

Der bayerische Naturschutzverband LBV bewertet die Ergebnisse als Anlass, natürliche Lebensräume stärker zu schützen. „Wiedervernässte Moore, lebendige Wälder und strukturreiche Agrarlandschaften sind unverzichtbar für eine lebenswerte Zukunft“, betont der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
Nach Ansicht des Verbandes können intakte Lebensräume dazu beitragen, Wasser in der Landschaft zu halten und Belastungen durch hohe Temperaturen abzumildern. Schäffer fordert deshalb, den Schutz und die Wiederherstellung solcher Lebensräume stärker zu berücksichtigen.
„Wir können es uns nicht mehr leisten, den Schutz unserer Natur als freiwillige Zusatzaufgabe zu sehen. Der Erhalt und die Wiederherstellung intakter Lebensräume müssen endlich die notwendige Priorität erhalten, damit Bayern lebenswert bleibt“, sagt Schäffer.

Nach Angaben des LBV zeigen unter anderem wiedervernässte Moore, naturnahe Wälder, strukturreiche Landwirtschaftsflächen sowie renaturierte Flüsse und Auen, wie Landschaften ihre natürlichen Funktionen erhalten oder zurückgewinnen können.

Moorprojekt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Als Beispiel nennt der LBV ein Projekt im Ebenbergfilz bei Dietramszell im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Dort wurden nach Angaben des Verbandes im Jahr 2024 rund 11,5 Hektar Hochmoor wiedervernässt.
„Durch die Wiedervernässung von Mooren werden große Mengen an CO2-Emmissionen eingespart und so aktiv Klimaschutz betrieben. Gleichzeitig speichern diese Flächen Wasser – was angesichts der derzeitigen Trockenperiode unverzichtbar ist“, erklärt Dr. Sabine Tappertzhofen, Leiterin der LBV-Geschäftsstelle Bad Tölz-Wolfratshausen.

Der LBV berichtet, dass nahegelegene Moorflächen ohne Wiedervernässung in den vergangenen Wochen trockengefallen seien. Die renaturierten Bereiche im Ebenbergfilz könnten dagegen Wasser speichern.

Umfrage zur Wiederherstellung von Natur

Der LBV verweist außerdem auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des NABU. Demnach sprechen sich 83 Prozent der Befragten in Bayern für das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur aus. „Mit dem Volksbegehren Artenvielfalt oder den Bayerischen Zielen zum Moorschutz haben wir im Freistaat bereits wichtige Grundlagen für den Schutz unserer Natur“, sagt Norbert Schäffer. „Die europäische Wiederherstellungsverordnung fordert nun die Umsetzung dieser Ziele ein und will sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen eine leistungsfähige und lebenswerte Natur in Bayern vorfinden.“
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)