Aschau und Schleching wollen Zusammenarbeit weiter ausbauen

Aschau und Schleching wollen Zusammenarbeit weiter ausbauen

Aschau / Schleching – Die Gemeinden Aschau im Chiemgau und Schleching wollen ihre Zusammenarbeit auch unter den neuen BĂŒrgermeistern fortsetzen. Anlass fĂŒr ein erstes offizielles Treffen war der Wechsel an der Spitze der Gemeinde Schleching im Zuge der Kommunalwahl 2026.

Aschaus Erster BĂŒrgermeister Simon Frank besuchte dazu das Schlechinger Rathaus und traf dort den neuen Ersten BĂŒrgermeister Thomas MĂŒllinger sowie Elisabeth Keihl, VorstĂ€ndin des Achental Tourismus. Begleitet wurde Frank von Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter.
Die Verbindung zwischen Aschau und Schleching besteht bereits seit vielen Jahrzehnten. Eine zusÀtzliche Gemeinsamkeit ist die Auszeichnung von Sachrang und Schleching als offizielle Bergsteigerdörfer des Deutschen Alpenvereins.

Bei dem Treffen ging es deshalb unter anderem um die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der Bergsteigerdörfer. Ein wichtiger Termin ist dabei bereits ins Auge gefasst: Im Herbst 2028 soll die internationale Jahrestagung der Bergsteigerdörfer gemeinsam in Sachrang und Schleching ausgerichtet werden.

Auch der Geigelstein und das dazugehörige Naturschutzgebiet waren Thema des GesprÀchs. Dabei ging es unter anderem um die Almen sowie die weitere Entwicklung des sensiblen Natur- und Kulturraums.

Zehn Jahre Bergsteigerdörfer im kommenden Jahr

Ein weiterer gemeinsamer Termin steht bereits im kommenden Jahr an. 2027 können Sachrang und Schleching auf zehn Jahre als Bergsteigerdörfer zurĂŒckblicken. „Es gibt viele Themen, die wir gemeinsam anpacken können“, waren sich die Beteiligten einig.
Mit dem Treffen sollte zugleich der Grundstein fĂŒr die weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden gelegt werden. Dabei wurden auch kleine Antrittsgeschenke aus den Bergsteigerdörfern ausgetauscht.

FĂŒr beide Kommunen stehen damit in den kommenden Jahren mehrere gemeinsame Themen an – von der internationalen Bergsteigerdörfer-Tagung ĂŒber das JubilĂ€um bis hin zu Fragen rund um den Geigelstein und seinen Natur- und Kulturraum.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau / Beitragsbild:. Copyright Gemeinde Schleching)

Wiesn-Notizen: Rund 500 Menschen besuchen mit den Wendelstein WerkstÀtten das Herbstfest

Wiesn-Notizen: Rund 500 Menschen besuchen mit den Wendelstein WerkstÀtten das Herbstfest

Rosenheim – Rund 500 Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen besuchen in diesem Jahr im Rahmen einer Einladung des Wirtschaftlichen Verbands das Rosenheimer Herbstfest. An den beiden Wiesnmontagen sind jeweils zwei der insgesamt vier Standorte der Wendelstein WerkstĂ€tten aus Rosenheim und Raubling auf der Loretowiese unterwegs.

FĂŒr die Besucher gehört dabei vieles zum Herbstfestbesuch dazu: FahrgeschĂ€fte, ein gemeinsames Mittagessen im Flötzinger Festzelt und natĂŒrlich auch das eine oder andere Erinnerungsfoto. Ein beliebtes Motiv ist dabei traditionell ein Foto mit der jeweiligen Miss Herbstfest.
FĂŒr einen Besucher hatte der Wiesnbesuch in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Thomas Dandlberger feierte gemeinsam mit seinen Kollegen seinen letzten Arbeitstag bei den Wendelstein WerkstĂ€tten. Nach 49 Jahren geht er nun in den Ruhestand.

Dandlberger war zuletzt im Bereich Aktenvernichtung tÀtig. Sein letzter Arbeitstag fiel damit auf einen besonderen Rahmen: Statt eines gewöhnlichen Abschieds am Arbeitsplatz ging es zum gemeinsamen Wiesnbesuch auf die Loretowiese.

Der Wirtschaftliche Verband ermöglicht den Besuch der Menschen mit Behinderung und ihrer Begleitpersonen bereits seit mehreren Jahren. Auch heuer werden dafĂŒr insgesamt rund 500 Teilnehmer an den beiden Wiesnmontagen erwartet.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas / Beitragsbild: Copyright Caritas)

GlĂŒckshafen und Riesenrad, Rosenheim, 1973

GlĂŒckshafen und Riesenrad, Rosenheim, 1973

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurĂŒck in das Jahr 1973. Auf der historischen Aufnahme ist der Rosenheimer GlĂŒckshafen auf der Loretowiese zu sehen.

Die Aufnahme entstand in der DĂ€mmerung, wĂ€hrend die Sonne gerade unterging. Dadurch kommt der Schriftzug „GlĂŒckshafen“ besonders schön zur Geltung: Er leuchtet dem Betrachter förmlich entgegen. Auch das Riesenrad im Hintergrund ist noch gut zu erkennen. Es steht bis heute an dieser Stelle auf der Loretowiese – allerdings hat sich auch hier im Laufe der Jahrzehnte einiges verĂ€ndert.

Ein GlĂŒckshafen mit bewegter Geschichte

Der Rosenheimer GlĂŒckshafen hat eine lange Tradition. Auch heute können Besucher dort wĂ€hrend des Herbstfestes Lose fĂŒr den guten Zweck kaufen und auf einen Gewinn hoffen. Außerhalb der Wiesnzeit wird das Erdgeschoss des GebĂ€udes als BĂ€ckerei genutzt. Der saisonale Umbau ist architektonisch so gelöst, dass sich der Pavillon fĂŒr beide Nutzungen einsetzen lĂ€sst.

Auf dem Foto von 1973 steht allerdings noch der VorgĂ€ngerbau des heutigen GlĂŒckshafens. Der markante Pavillon mit seinen drei Spitzen wurde 1958 errichtet und war mit seinem geschwungenen Dach ein echter Hingucker. Die ungewöhnliche Konstruktion ĂŒberspannte eine große FlĂ€che ohne störende SĂ€ulen und verlieh dem GebĂ€ude sein futuristisches Aussehen.
Mehr als vier Jahrzehnte stand der GlĂŒckshafen auf der Loretowiese, bevor seine Geschichte ein ĂŒberraschendes Ende nahm: Im SpĂ€therbst 1999 hielt die Dachkonstruktion den schweren Schneemassen nicht mehr stand. Das Dach brach unter der Last zusammen.

FĂŒr den Losverkauf musste schnell eine Lösung gefunden werden. Beim Herbstfest 2000 half man sich zunĂ€chst mit einer provisorischen Container- und Zeltlösung. Schon im Jahr darauf konnte dann der heutige feste Pavillon eingeweiht werden – ebenfalls an der vertrauten Stelle mitten auf der Loretowiese.

Auch das Riesenrad erzÀhlt Geschichte

Wer auf der historischen Aufnahme genauer hinsieht, entdeckt noch ein interessantes Detail: Die Gondeln des Riesenrads sind offen. Das war auf deutschen Volksfesten damals noch ganz normal. Die FahrgĂ€ste saßen mit freiem Blick nach allen Seiten und lediglich durch einen einfachen SicherheitsbĂŒgel oder eine Kette gesichert hoch ĂŒber dem Festplatz.

Das heute bekannte Willenborg-Riesenrad gab es 1973 noch nicht. Es wurde erst 1979 gebaut und steht seitdem regelmĂ€ĂŸig auf der Rosenheimer Loretowiese. Mit seinen geschlossenen Gondeln gehört es heute lĂ€ngst zum vertrauten Bild des Herbstfestes.
So hĂ€lt dieses Foto gleich zwei StĂŒcke Rosenheimer Volksfestgeschichte fest: den damaligen GlĂŒckshafen, der lĂ€ngst einem neuen Bau gewichen ist, und ein Riesenrad aus einer Zeit, in der eine Fahrt in luftiger Höhe noch deutlich mehr freien Blick auf den Himmel und den Fahrtwind bot.

Ein schönes Detail am Rande: Der GlĂŒckshafen ist damit bis heute seinem ursprĂŒnglichen Standort treu geblieben. Was sich verĂ€ndert hat, ist vor allem das GebĂ€ude – die Tradition, Lose fĂŒr den guten Zweck zu verkaufen und dabei auf das große GlĂŒck zu hoffen, ist geblieben.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto KrĂ€mer / Artikel: Karin Wunsam)

„Mag unsere Katze nicht“ – Wenn Katzen ĂŒber Lebensmittelverschwendung entscheiden

„Mag unsere Katze nicht“ – Wenn Katzen ĂŒber Lebensmittelverschwendung entscheiden

Rosenheim – Da muss man als Katzenbesitzer erst einmal schmunzeln: Auf einem Container einer Wertstoffsammelstelle in einem Rosenheimer Stadtteil lag ein ordentlich verschnĂŒrtes PĂ€ckchen mit Katzenfutterbeuteln. Darauf klebte ein handgeschriebener Zettel mit einer ebenso kurzen wie eindeutigen ErklĂ€rung: „Mag unsere Katze nicht“. Offenbar wollte der Katzenbesitzer das Futter nicht einfach wegwerfen. Vielleicht findet sich ja noch ein Abnehmer, der die Beutel mit grĂ¶ĂŸerer Begeisterung leert. Ein sympathischer Gedanke – und gleichzeitig einer, der Katzenhaltern bestens bekannt sein dĂŒrfte.

Denn Nahrungsmittelverschwendung ist in einem Katzenhaushalt ein ganz eigenes Thema. Zumindest bei unseren drei Samtpfoten scheint dafĂŒr eine feste Grundregel zu gelten: Was ich schon einmal gefressen habe, fresse ich kein zweites Mal. Was ich noch nicht kenne, fresse ich ebenfalls nicht. Und ĂŒberhaupt ist das, was Du mir heute hinstellst, grundsĂ€tzlich nicht das, worauf ich heute Lust habe.

Das kann dazu fĂŒhren, dass ein voller Napf erst einmal kritisch beĂ€ugt wird. Bei neuem Futter wird geschnuppert. Vielleicht noch einmal geschnuppert. Dann folgt der Blick zum Menschen, der ungefĂ€hr sagt: „Du erwartest jetzt nicht ernsthaft, dass ich das esse?“
Und wehe, es wurde gerade eine grĂ¶ĂŸere Menge dieser vermeintlichen Lieblingssorte gekauft.

Was gestern noch schmeckte, kann heute schon völlig daneben sein

Ganz so willkĂŒrlich, wie es fĂŒr den Menschen aussieht, ist das Verhalten allerdings nicht. Katzen reagieren stark auf Geruch, Geschmack und Konsistenz ihres Futters. Auch eine Scheu vor unbekannten Futtermitteln, die sogenannte Neophobie, kommt bei Katzen vor.

Der Geruch spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Untersuchungen zeigen, dass Katzen bei wiederholter PrÀsentation desselben Futtergeruchs mit der Zeit das Interesse verlieren können. Ein neuer Geruch kann die Fressmotivation dagegen wieder steigern.
FĂŒr Katzenbesitzer bedeutet das im Alltag vor allem eines: Was gestern noch das absolute Lieblingsfutter war, kann heute plötzlich völlig uninteressant sein.

Vor den Katzenfutterregalen im Supermarkt lĂ€sst sich dieses Problem deshalb geradezu studieren. Dosen und Beutel in unzĂ€hligen Sorten und Geschmacksrichtungen stehen dort nebeneinander. GeflĂŒgel, Rind, Lachs, Pastete, StĂŒckchen in Soße – und davor stehen Katzenbesitzer mit nachdenklichen Mienen. Denn die entscheidende Frage lautet: „Was wird meine Katze diesmal mögen?“

Ein paar Tricks fĂŒr den nĂ€chsten Futterstreik

Ganz machtlos ist man dem kulinarischen Diktat der Samtpfoten allerdings nicht.

  • Neues Futter langsam einfĂŒhren: Wer die Futtersorte wechseln möchte, sollte das möglichst nicht von heute auf morgen tun. Kleine Mengen des neuen Futters können zunĂ€chst mit dem bekannten Futter kombiniert werden. Der Anteil des neuen Futters wird dann langsam gesteigert. So kann sich die Katze nach und nach an den verĂ€nderten Geruch und Geschmack gewöhnen
  • .Nicht eiskalt servieren: Manche Katzen mögen ihr Futter lieber bei Raumtemperatur. Leicht angewĂ€rmtes Futter riecht zudem intensiver – und das kann bei einem skeptischen Stubentiger durchaus den Unterschied machen.
  • Mit kleinen Mengen arbeiten: Statt gleich einen ganzen Napf mit einem neuen Futter zu fĂŒllen, kann zunĂ€chst eine kleine Portion angeboten werden. So landet im schlimmsten Fall auch weniger im MĂŒll.
  • Auch der Napf kann eine Rolle spielen: Manche Katzen mögen es nicht, wenn ihre empfindlichen Schnurrhaare beim Fressen stĂ€ndig an den Rand eines tiefen Napfes stoßen. Ein flacher Teller kann hier angenehmer sein.

Und noch etwas ist wichtig: Wenn eine Katze plötzlich ihr gewohntes Futter verweigert, sollte man das nicht automatisch als MÀkelei abtun. Eine deutliche VerÀnderung des Fressverhaltens kann auch gesundheitliche Ursachen haben und sollte gegebenenfalls tierÀrztlich abgeklÀrt werden.

Und was wird aus dem Futter auf dem Container?

Vielleicht hat sich die Katze, die hinter dem Rosenheimer PĂ€ckchen steckt, also tatsĂ€chlich nur gedacht: „Nicht schon wieder diese Sorte!“ Vielleicht wurde genau dieses Futter gestern noch begeistert verschlungen. Heute ist es völlig indiskutabel. Morgen könnte es möglicherweise wieder gehen – sofern der Mensch bis dahin nicht auf die Idee gekommen ist, eine andere Sorte zu kaufen.

So gesehen ist der kleine Zettel „Mag unsere Katze nicht“ eigentlich ein ziemlich ehrliches Zeugnis aus dem Alltag eines Katzenhaushalts. Und vielleicht findet sich ja tatsĂ€chlich eine andere Samtpfote, die das ganz anders sieht.😅🐈‍⬛
(Quelle: Artikel :Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

Kirchanschöring / Landkreis Rosenheim – Die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim musste sich beim SV Kirchanschöring mit 1:3 geschlagen geben. Nach einem guten Start und der frĂŒhen FĂŒhrung durch Michael Summerer drehten die Gastgeber die Partie nach der Pause.

Die Rosenheimer erwischten zunĂ€chst den besseren Start. Nach einer starken Einzelaktion von Edis Muhameti, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, gab es Freistoß fĂŒr die GĂ€ste. Michael Summerer nahm sich der Sache an und verwandelte direkt zur frĂŒhen 1:0-FĂŒhrung.

Kirchanschöring hĂ€tte allerdings schnell antworten können. Omelanowsky hatte eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Danach spielte sich die Partie bis zur Halbzeit ĂŒberwiegend zwischen den StrafrĂ€umen ab. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten zunĂ€chst Mangelware.

Kirchanschöring dreht die Partie

Nach dem Seitenwechsel fand der TSV 1860 Rosenheim zunĂ€chst nicht mehr den nötigen Zugriff. Beim Anlaufen gelang es der ersten Mannschaft nicht, ausreichend Druck auf die Gastgeber auszuĂŒben. Kirchanschöring kam dadurch hĂ€ufiger zu Standardsituationen und nutzte diese, um das Spiel zu drehen.
Beim Verteidigen dieser Standards agierte der TSV 1860 Rosenheim nach Angaben des Vereins nicht konsequent genug. So wurde aus der FĂŒhrung eine 1:2-RĂŒcklage.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie. Kirchanschöring kam ĂŒber Konter zu guten Möglichkeiten, gleichzeitig erspielte sich auch der TSV 1860 Rosenheim gefĂ€hrliche Situationen im gegnerischen Strafraum. Der nĂ€chste Treffer lag zeitweise auf beiden Seiten in der Luft.

Die Rosenheimer gaben sich bis in die Schlussphase nicht geschlagen und versuchten, noch einmal zurĂŒck ins Spiel zu kommen. Vor 488 Zuschauern nutzten die Gastgeber in der letzten Minute jedoch einen Konter und machten mit dem 3:1 endgĂŒltig alles klar.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Kirchanschöring / Landkreis Traunstein – Bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindebereich Kirchanschöring ist am Dienstagmorgen (1. September) ein 76-jĂ€hriger Pedelec-Fahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam es zuvor zu einer BerĂŒhrung zwischen zwei Pedelec-Fahrern. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Wie das PolizeiprĂ€sidium Oberbayern SĂŒd mitteilt, wurde der schwere Verkehrsunfall gegen 8.50 Uhr ĂŒber die Einsatzzentrale gemeldet.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei waren zwei Pedelec-Fahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Leobendorf in Richtung Kirchanschöring unterwegs. An einer Kreuzung auf Höhe des Weilers Pölln kam es nach Angaben der Polizei zu einer BerĂŒhrung zwischen den beiden Radfahrern.
In der Folge geriet der 76-JÀhrige laut Polizei unter den AnhÀnger eines vorbeifahrenden Lastwagens. Der Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land wurde dabei tödlich verletzt.

Umfangreicher Einsatz

Zur Versorgung der Unfallbeteiligten waren unter anderem der Rettungshubschrauber Christoph 14 und ein Rettungswagen im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchanschöring war nach Angaben der Polizei mit drei Fahrzeugen und 15 EinsatzkrÀften vor Ort.
Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Freilassing, der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein und der Grenzpolizeistation Laufen ĂŒbernahmen die Unfallaufnahme.

FĂŒr die Dauer der Unfallaufnahme musste die Ortsverbindungsstraße nach Polizeiangaben fĂŒr rund vier Stunden vollstĂ€ndig gesperrt werden. Die weiteren Ermittlungen fĂŒhrt die Polizeiinspektion Freilassing unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein. Diese beauftragte einen Gutachter mit der Untersuchung der Unfallstelle.

Ein Kriseninterventionsdienst kĂŒmmerte sich um die Betreuung von Zeugen, die sich zum Unfallzeitpunkt vor Ort befanden.
(Quelle: Pressemitteilung PolizeiprĂ€sidium Oberbayern SĂŒd / Beitragsbild: Symbolfoto PolizeiprĂ€sidium Oberbayern SĂŒd)

Wiesnblaulicht: RĂ€der weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Wiesnblaulicht: RĂ€der weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Rosenheim – Sonnenschein, angenehme Temperaturen und gute Stimmung: So lĂ€sst sich der vierte Herbstfesttag am Dienstag (1. September) zusammenfassen. TagsĂŒber waren die Gassen gut gefĂŒllt, am Abend herrschte ebenfalls reges Treiben auf dem Festplatz. Ganz ohne unerfreuliche ZwischenfĂ€lle blieb die Wiesn aber auch diesmal nicht.

Bast’s auf Eure Radl auf

Bast`s auf Eure Radl auf – Diesen Rat gibt die Rosenheimer Polizei den Wiesnbesuchern mit auf den Weg. Denn derzeit liegen der Polizei mehrere Anzeigen ĂŒber FahrraddiebstĂ€hle im Umfeld des FestgelĂ€ndes vor. Der entstandene Schaden liegt bei einigen tausend Euro.
Die Empfehlung der Polizei: Die Radl mit stabilen Ketten-, BĂŒgel- oder Faltschlössern sichern. DĂŒnne Ketten oder Speichenschlösser sind dagegen meist kein besonders guter Diebstahlsschutz. Noch besser ist es, das Fahrrad an einem fest im Boden verankerten Gegenstand anzuschließen. Das kann Langfingern den Abtransport trotz Schloss deutlich erschweren.

Geht gar nicht

Ein Verhalten, das sich wohl nur mit „No Go“ beschreiben lĂ€sst, legte ein 47-jĂ€hriger Italiener an den Tag. Beim Verlassen des FestgelĂ€ndes gegen 23 Uhr schlug er einer 19-JĂ€hrigen auf das GesĂ€ĂŸ. Der Mann aus Bozen hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 1,50 Promille im Blut. Die Konsequenz: Wiesnverbot und ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller BelĂ€stigung.

Warum, weshalb, wieso?

Drei Wörter, die meistens Fragen aufwerfen. Auch die Wiesnwache konnte in diesem Fall nicht sofort alle beantworten.
Ein 43-jĂ€hriger Mann aus Stephanskirchen fĂŒhrte sich in einem alkoholischen Verkaufsbetrieb auf. Warum, weshalb und wieso er nicht einfach ging, blieb zunĂ€chst sein Geheimnis. Vielleicht lag es auch an der berauschend wirkenden FlĂŒssigkeitsaufnahme. Bei dem Mann wurden rund 1,50 Promille festgestellt.
Offenbar zeigte die deutliche Ansprache der Wiesnwache schließlich Wirkung. Der berauschende Zustand verflog zumindest ein StĂŒck weit und machte einem etwas klareren Aufnahmemodus Platz.

Einem Platzverweis kam der 43-JĂ€hrige schließlich nach. Nicht jedoch, ohne zuvor noch ein Wiesnverbot ausgesprochen bekommen zu haben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim schreibt Tennisgeschichte – Empfang vor dem Rathaus

TSV 1860 Rosenheim schreibt Tennisgeschichte – Empfang vor dem Rathaus

Rosenheim – Ein Deutscher Meister zu Gast vor dem Rosenheimer Rathaus: Bei schönstem SpĂ€tsommerwetter empfing die Stadt am Dienstagnachmittag (1. September) die Herrenmannschaft des TSV 1860 Rosenheim. Im GepĂ€ck hatten die Tennisspieler den Pokal fĂŒr ihren historischen Erfolg. Erstmals in der Vereinsgeschichte holte die Mannschaft in diesem Sommer die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der 1. Tennis-Bundesliga.

Didi Dörfler bei seiner Rede. Foto: Josefa Staudhammer

Stolz auf den Erfolg – Didi Dörfler, einer der Verantwortlichen des TC 1860 Rosenheim bei seiner Rede. Fotos: Josefa Staudhammer

Rosenheims OberbĂŒrgermeister Abuzar Erdogan, der zweite BĂŒrgermeister Daniel Artmann und die dritte BĂŒrgermeisterin Gabriele Leicht waren gekommen, um der Mannschaft zu gratulieren. Erdogan sprach von einer „grandiosen Leistung“. Und dass dieser Titel etwas Besonderes ist, lĂ€sst sich tatsĂ€chlich an einigen Zahlen ablesen.

Der Meisterpokal. Foto: Josefa Staudhammer

Heiß begehrt. Aber nur die wenigsten dĂŒrfen ihn in den HĂ€nden halten – der Meisterpokal. 

Die Rosenheimer blieben in der gesamten Bundesliga-Saison 2026 ungeschlagen. Am letzten Spieltag reichte der Mannschaft ein 3:3 beim Traditionsverein TK GW Mannheim, um die TabellenfĂŒhrung zu verteidigen und den Meistertitel perfekt zu machen. Damit verwies der TSV 1860 den amtierenden Deutschen Meister TC Bredeney auf den zweiten Platz.

Ein langer Weg bis an die Spitze

Der Meistertitel ist zugleich der vorlĂ€ufige Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits vor vielen Jahren begonnen hat. Einer, der diesen Weg nahezu vollstĂ€ndig begleitet und maßgeblich mitgestaltet hat, ist Dieter „Didi“ Dörfler.
Seit mehr als 20 Jahren ist Dörfler Vorsitzender und Sportwart der Tennisabteilung des TSV 1860 Rosenheim. Er kennt deshalb auch noch die Zeiten, in denen an einen Deutschen Meistertitel im deutschen Oberhaus nicht zu denken war.

Rosenheims OberbĂŒrgermeister Abuzar Erdogan bei seiner Ansprache. Foto: Josefa Staudhammer

Mit Blick auf den Pokal hielt Rosenheims OberbĂŒrgermeister Abuzar Erdogan seine Ansprache beim Empfang. 

Nach einer Abmeldung aus der Bayernliga ging es vor rund zwei Jahrzehnten zunĂ€chst in der Bezirksliga weiter. Schritt fĂŒr Schritt arbeitete sich die Mannschaft wieder nach oben. Von 2017 bis 2019 spielte sie in der 2. Bundesliga. Im Sommer 2019 gelang als ungeschlagener Meister der Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Die Premiere im deutschen Oberhaus hĂ€tte eigentlich bereits 2020 stattfinden sollen. Doch die Corona-Pandemie sorgte dafĂŒr, dass die komplette Bundesliga-Saison abgesagt wurde. So schlug der TSV 1860 Rosenheim erst 2021 erstmals in der 1. Bundesliga auf. Inzwischen ist die Mannschaft dort angekommen, wo sie bislang noch kein Rosenheimer Tennis-Team gesehen hat: ganz oben.

Internationale Profis im Trikot des TSV 1860

Zum Erfolg beigetragen hat eine Mannschaft mit internationaler Besetzung. Die Herren treten unter dem Sponsorennamen Team Marc O’Polo Rosenheim an. Zum Meisterkader gehörten unter anderem der Österreicher Sebastian Ofner und der Chilene Cristian GarĂ­n. Beide haben in ihrer Karriere bereits deutlich weiter oben in der ATP-Weltrangliste gestanden: Ofner erreichte Platz 37, GarĂ­n sogar Platz 17. Dazu kamen Profis aus Italien, Brasilien, Georgien, Bolivien, Argentinien, Frankreich und Peru.

Das zeigt zugleich, in welcher sportlichen Liga sich die Rosenheimer inzwischen bewegen. Internationale Profis dieser QualitĂ€t fĂŒr eine Bundesliga-Saison nach Rosenheim zu holen, ist mit entsprechendem finanziellen Aufwand verbunden. Flugreisen, Unterbringung, Spielerhonorare und die Organisation rund um die Spieltage mĂŒssen finanziert werden.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Sponsoren. Der Name Marc O’Polo ist deshalb nicht nur Bestandteil des Mannschaftsnamens, sondern steht auch fĂŒr einen Teil der finanziellen Grundlage, auf der das Bundesliga-Team aufgebaut ist.

Gleichzeitig ist der Rosenheimer Meistertitel gerade deshalb bemerkenswert, weil die Tennisabteilung im Vergleich zu einigen anderen Bundesliga-Schwergewichten mit einem vergleichsweise kleinen Etat arbeitet.

Dörfler und Detterbeck halten die FÀden zusammen

Neben Dörfler steht dabei Thomas Detterbeck als Bundesliga-Teammanager im Zentrum. WĂ€hrend Dörfler als langjĂ€hriger Abteilungsleiter die Entwicklung der Tennisabteilung prĂ€gt, kĂŒmmert sich Detterbeck um zahlreiche organisatorische Aufgaben rund um die Bundesligamannschaft. Welche Spieler kommen nach Rosenheim? Wer ist gerade auf einem internationalen Turnier unterwegs und muss kurzfristig zum Bundesliga-Spieltag eingeflogen werden? Wie werden die EinsĂ€tze koordiniert? Und wie lĂ€sst sich der Spielbetrieb finanzieren?

Dörfler und Detterbeck arbeiten dabei seit vielen Jahren Hand in Hand.

Wie sehr Dörfler mit der Tennisabteilung verbunden ist, zeigt sich auch auf der Anlage an der PĂŒrstlingstraße. Dort trĂ€gt inzwischen sogar der Center Court seinen Namen.

„Der Profisport zahlt sich fĂŒr den Breitensport aus“

FĂŒr Detterbeck ist der finanzielle und organisatorische Aufwand fĂŒr das Bundesligateam dennoch mehr als eine Investition in den Spitzensport. Er sieht darin auch einen direkten Nutzen fĂŒr die gesamte Tennisabteilung. „Der Profisport zahlt sich fĂŒr den Breitensport aus. Wenn ein Sportler vorneweg lĂ€uft, laufen die anderen ihm nach“, sagte Detterbeck beim Empfang.
Dass Tennis in Rosenheim weit mehr ist als Bundesliga, zeigen die Mitgliederzahlen. Aktuell zÀhlt die Tennisabteilung des TSV 1860 insgesamt 495 Mitglieder. 36 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche.

Auch OberbĂŒrgermeister Erdogan berichtete, dass sich sein eigener Blick auf den Tennissport durch die Entwicklung beim TSV 1860 verĂ€ndert habe. „FrĂŒher habe ich immer gedacht, Tennissport ist eine elitĂ€re Angelegenheit“, sagte er. Die Mitgliederstruktur der Rosenheimer Tennisabteilung habe ihm aber gezeigt, dass Tennis deutlich breiter aufgestellt sei.

Der Meistertitel ist greifbar

Beim Empfang wurde der historische Erfolg dann auch ganz praktisch greifbar. Die Tennisabteilung hatte den Meisterpokal mitgebracht. Erdogan, Artmann und Leicht ließen sich die TrophĂ€e aus nĂ€chster NĂ€he zeigen. „Wir sind mĂ€chtig stolz, die deutsche Meisterschaft gewonnen zu haben in einer der stĂ€rksten Ligen der Welt“, sagte Detterbeck.

Wie außergewöhnlich der Erfolg ist, zeigt auch ein Blick auf die Geschichte der Bundesliga. Die Herren-Bundesliga wurde 1972 erstmals ausgespielt. Seitdem haben es nur 16 verschiedene Vereine geschafft, Deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Der TSV 1860 Rosenheim ist nun der jĂŒngste Verein in diesem Kreis. Vier der bislang 16 Meistervereine kommen aus Bayern. Der Rosenheimer Titel ist damit nicht nur der erste der Vereinsgeschichte, sondern schreibt auch ein neues Kapitel in der Geschichte des deutschen Mannschaftstennis.

Eine Titelverteidigung wĂ€re „nicht unmöglich“

Dass der Erfolg nun automatisch zur Titelserie fĂŒhrt, glaubt bei den Rosenheimern allerdings niemand. Das Ziel sei, die Mannschaft weiterzuentwickeln und noch besser zu werden. „Erneut den Titel zu gewinnen ist nicht unmöglich, aber es wird schwer“, sagte Detterbeck mit Blick auf die kommende Saison.
ZunĂ€chst durfte am Dienstag aber einfach einmal gefeiert werden. Und dafĂŒr war der Rathausvorplatz mit Sonnenschein, Meisterpokal und Deutschem Meister genau der richtige Ort.

Vom Tennis zum Padel

Ganz zum Schluss wurde es dann noch einmal persönlich. Didi Dörfler und Abuzar Erdogan vereinbarten, demnĂ€chst gemeinsam zum SchlĂ€ger zu greifen. Allerdings nicht auf dem Tennisplatz. Seit kurzem gibt es in Rosenheim auch eine eigene Padel-Anlage. Dort wollen sich der Tennis-Macher und der OberbĂŒrgermeister zu einem Match treffen.

Ob es dabei Àhnlich spannend wird wie beim Saisonfinale in Mannheim, bleibt abzuwarten. Einen Meisterpokal gibt es dannl jedenfalls nicht zu gewinnen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Flötzinger-Zelt, Rosenheimer Herbstfest, 1953

Flötzinger-Zelt, Rosenheimer Herbstfest, 1953

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurĂŒck in das Jahr 1953. Auf der historischen Aufnahme ist das Rosenheimer Herbstfest zu sehen – genauer gesagt der Eingang zur Flötzinger Festbierhalle auf der Loretowiese.

Wer heute ĂŒber das Rosenheimer Herbstfest spaziert, erkennt auf den ersten Blick, wie sehr sich die Wiesn in den vergangenen Jahrzehnten verĂ€ndert hat. Das historische Foto aus dem Jahr 1953 vermittelt einen deutlich schlichteren Eindruck. Zu sehen ist ein kleiner Durchgang mit dem Schild „Festbierhalle“ – dahinter die Festhalle des Flötzinger BrĂ€u.
Auch die Bezeichnung auf dem Eingang erzĂ€hlt ein StĂŒck Herbstfestgeschichte: Als Festwirt wird dort die Familie Partenhauser genannt. Der Name ist auch aus spĂ€teren Jahren mit dem Flötzinger-Zelt verbunden. So erinnert beispielsweise ein erhaltenes Kunstwerk aus dem Jahr 1959 an den Festwirt Partenhauser und den damaligen Braumeister.

Besonders schön sind die kleinen Details am Rand des Fotos. Direkt vor dem Eingang steht ein kleiner Brezenstand der BÀckerei Hölzl. Dahinter öffnet sich der Blick auf die damalige Festhalle. Alles wirkt deutlich kleiner und einfacher als das, was die Besucher heute auf der Loretowiese vorfinden.

Ein Blick auf die Wiesn von damals

1953 lag die Wiederaufnahme des Rosenheimer Herbstfestes nach dem Zweiten Weltkrieg erst wenige Jahre zurĂŒck. Die Aufnahme zeigt damit eine Wiesn aus einer Zeit, in der das Fest noch stark von den Aufbaujahren der Nachkriegszeit geprĂ€gt war.
Gerade deshalb lohnt sich der genaue Blick auf das Foto. Es sind nicht nur die großen GebĂ€ude, die sich verĂ€ndert haben. Auch die kleinen VerkaufsstĂ€nde, die Gestaltung der EingĂ€nge und die gesamte Anordnung auf dem Festplatz vermitteln einen Eindruck davon, wie die Rosenheimer Wiesn vor mehr als 70 Jahren ausgesehen hat.

Und vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz dieser Aufnahme aus: Kein riesiger Festzelteingang, keine aufwendige Beleuchtung und keine großen FahrgeschĂ€fte dominieren das Bild. Stattdessen gibt es einen einfachen Eingang zur Festbierhalle, einen kleinen Brezenstand und dahinter das Zelt.
Ein StĂŒck Rosenheimer Herbstfestgeschichte, das heute fast wie aus einer anderen Welt wirkt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Artikel: Karin Wunsam)

Viele Schwalben ĂŒber Rosenheim: Am Himmel kĂŒndigt sich der Herbstzug an

Viele Schwalben ĂŒber Rosenheim: Am Himmel kĂŒndigt sich der Herbstzug an

Rosenheim – Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber viele Schwalben am Himmel ĂŒber Rosenheim kĂŒnden jetzt vom bevorstehenden Ende des Sommers. In diesen Tagen sind auffĂ€llig viele der kleinen FlugkĂŒnstler in grĂ¶ĂŸeren SchwĂ€rmen ĂŒber der Stadt und der Region unterwegs. FĂŒr die Vögel beginnt damit die Vorbereitung auf eine lange Reise: Ihr Ziel sind die Winterquartiere sĂŒdlich der Sahara.

Besonders die Mehlschwalben machen sich jetzt auf den Weg. Nach Angaben des NABU beginnt ihr Herbstzug bereits Ende August beziehungsweise Anfang September. Sie sammeln sich zunĂ€chst in grĂ¶ĂŸeren Gruppen und ziehen spĂ€ter weiter Richtung Afrika. Rauchschwalben bleiben meist etwas lĂ€nger und brechen ĂŒberwiegend zwischen Mitte September und Mitte Oktober auf.

Noch einmal krÀftig Insekten jagen

Bevor es losgeht, mĂŒssen die Schwalben Energie fĂŒr die lange Reise sammeln. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Fluginsekten, die sie direkt im Flug erbeuten. Gerade an warmen SpĂ€tsommertagen sind deshalb hĂ€ufig grĂ¶ĂŸere SchwĂ€rme am Himmel zu beobachten, die ĂŒber Wiesen, Feldern oder GewĂ€ssern auf Insektenjagd gehen.
Die Reise nach Afrika ist fĂŒr die Vögel eine enorme Leistung. Schwalben aus unserer Region legen dabei mehrere tausend Kilometer zurĂŒck. Der LBV Rosenheim nennt fĂŒr die hier brĂŒtenden Schwalben Zugstrecken von etwa 8.000 bis 10.000 Kilometern. Überwintert wird sĂŒdlich der Sahara.

Große SchwĂ€rme vor dem Abflug

Wer derzeit viele Schwalben am Himmel beobachtet, bekommt damit also ein typisches Bild des beginnenden Vogelzugs zu sehen. Die Tiere sammeln sich vor ihrem Weiterflug und nutzen die letzten warmen Wochen, um Nahrung aufzunehmen.
Auch gemeinsame SchlafplĂ€tze spielen dabei eine Rolle. Rauchschwalben können sich vor dem Weiterzug beispielsweise in großen Gruppen im Schilf sammeln.

Je nach Art und Wetterlage wird der Rosenheimer Himmel deshalb in den kommenden Wochen zunehmend leerer werden. WÀhrend die Mehlschwalben meist den Anfang machen, lassen sich Rauchschwalben hÀufig noch bis in den Oktober hinein beobachten.

Ein Sprichwort mit langer Geschichte

Übrigens: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ – das bekannte Sprichwort hat seinen Ursprung bereits in der griechischen Antike. Es geht auf eine Fabel des griechischen Dichters Äsop zurĂŒck und wurde spĂ€ter auch von Aristoteles aufgegriffen. Gemeint ist ursprĂŒnglich, dass ein einzelnes Anzeichen noch keine sichere Aussage ĂŒber die weitere Entwicklung erlaubt.

In Deutschland gelten Schwalben traditionell als Sommerboten, weil sie im FrĂŒhjahr aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurĂŒckkehren. Im September zeigt sich nun die andere Seite ihres Zugverhaltens: Die vielen Schwalben am Himmel sind ein Zeichen dafĂŒr, dass die nĂ€chste Reise bereits begonnen hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Meteorologischer Herbstanfang: Der Sommer 2026  verabschiedete sich mit himmlischen Farbenspiel

Meteorologischer Herbstanfang: Der Sommer 2026 verabschiedete sich mit himmlischen Farbenspiel

Rosenheim – Mit einem farbenprĂ€chtigen Sonnenuntergang hat sich der Sommer am Montagabend (31. August) aus meteorologischer Sicht verabschiedet. Rote und orangefarbene Wolken leuchteten ĂŒber Rosenheim und der Region, wĂ€hrend am heutigen Dienstag (1. September) bereits der meteorologische Herbst beginnt. Vom sommerlichen Wetter muss sich die Region deshalb aber noch nicht verabschieden.

Denn temperaturtechnisch geht es zunĂ€chst noch recht freundlich weiter. FĂŒr Rosenheim werden am Dienstag bis zu 24 Grad erwartet, am Mittwoch können die Temperaturen auf etwa 25 Grad steigen. Nach einem wechselhafteren Donnerstag zeichnet sich fĂŒr Freitag wieder deutlich wĂ€rmeres Wetter ab. Aktuell werden fĂŒr Rosenheim bis zu 29 Grad vorhergesagt.
Das Foto vom Sonnenuntergang am Montagabend zeigt noch einmal die Farbpalette des ausklingenden Sommers. Rote und orangefarbene Wolken standen am Himmel, wÀhrend die Sonne am letzten meteorologischen Sommertag unterging.

Warum der Herbst schon am 1. September beginnt

Meteorologisch beginnt der Herbst jedes Jahr am 1. September. Er umfasst die Monate September, Oktober und November. Die Einteilung in vollstĂ€ndige Monate erleichtert Meteorologen die Auswertung und den Vergleich von Wetterdaten ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume.
Kalendarisch beziehungsweise astronomisch sieht es anders aus: Der Herbst beginnt 2026 erst am Mittwoch, 23. September, um 2.05 Uhr. Dann findet die Herbst-Tagundnachtgleiche statt. Zu diesem Zeitpunkt ĂŒberquert die Sonne auf ihrem scheinbaren Jahreslauf den Äquator von Norden nach SĂŒden.

Was der Herbst zu bieten hat

Auch wenn die warmen Tage im September noch nicht vorbei sind, bringt der Herbst seinen eigenen Reiz mit. In den WĂ€ldern rund um Rosenheim beginnt sich die Natur allmĂ€hlich zu verfĂ€rben. Mit etwas GlĂŒck sorgen sonnige und ruhige Herbsttage fĂŒr klare Sicht auf die Berge und milde Temperaturen. Auch kulinarisch verĂ€ndert sich die Jahreszeit: Äpfel von den Streuobstwiesen, KĂŒrbisgerichte und andere regionale Herbstprodukte haben jetzt Saison. Und wenn die Abende wieder frĂŒher dunkel werden, beginnt auch die Zeit, es sich zu Hause gemĂŒtlicher zu machen.

Bis zum kalendarischen Herbstanfang am 23. September bleibt also noch etwas Zeit – und bis dahin kann der September zeigen, dass meteorologischer Herbstanfang und herbstliches Wetter auch gerne mal zwei verschiedene Dinge sind.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Residenz Winkler in Aschau: Restaurant „Epicures“ erneut mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Residenz Winkler in Aschau: Restaurant „Epicures“ erneut mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Aschau im Chiemgau: Das Restaurant „Epicures“ in der Residenz Winkler ist auch 2026 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Die erneute Auszeichnung fĂ€llt in das 35. Jahr seit der Eröffnung der Residenz in ihrer heutigen Form im September 1991.

Das Restaurant wird von Sternekoch Daniel Pape geleitet. Nach Angaben der Residenz setzt das KĂŒchenteam auf eine klassisch geprĂ€gte KĂŒche mit modernen Akzenten. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Produkte und deren handwerkliche Verarbeitung. Mit der erneuten Auszeichnung setzt das „Epicures“ seine langjĂ€hrige Geschichte im Guide Michelin fort.

GlĂŒckwĂŒnsche zum JubilĂ€um

AnlĂ€sslich der erneuten Michelin-Auszeichnung besuchten Aschaus Zweiter BĂŒrgermeister Michael Andrelang und Tourismuschef Herbert Reiter die Residenz Winkler. Sie gratulierten Gastgeber Alexander Winkler, seiner Frau Kornelia, Evi Winkler sowie Sternekoch Daniel Pape und seinem Team.

Die Geschichte des Standorts reicht weit zurĂŒck. Das GebĂ€ude der heutigen Residenz blickt auf eine lange gastronomische Tradition zurĂŒck. Die Residenz Winkler in ihrer heutigen Form wurde im September 1991 eröffnet.
(Quelle:  Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: re)