Drei Einsätze, eine Zelle: Polizei nimmt 26-jährigen in Gewahrsam

Drei Einsätze, eine Zelle: Polizei nimmt 26-jährigen in Gewahrsam

Rosenheim – Am gestrigen Mittwoch (6.5.2026) hat ein 26-jähriger Rosenheimer in der Innenstadt innerhalb weniger Stunden gleich dreimal die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Am Ende des Tages stand nicht nur ein Ermittlungsverfahren, sondern auch eine Nacht in der Polizeizelle.

Alles begann, nach den Angaben der Polizei,  gegen 13 Uhr in der Fußgängerzone. Der Mann setzte sich auf einen Motorradsattel, verlor das Gleichgewicht und stürzte samt Krad zu Boden. Das Motorrad wurde dabei beschädigt. Ein Atemalkoholtest ergab anschließend knapp zwei Promille. Der entstandene Sachschaden muss nun zivilrechtlich geklärt werden.

Etwa eine Stunde später ging erneut eine Mitteilung ein: In einer Gaststätte wollte ein Mann trotz Aufforderung nicht gehen. Vor Ort trafen die Beamten wieder auf den 26-Jährigen. Ihm wurde ein Platzverweis erteilt – mit dem klaren Hinweis, nach Hause zu gehen. Zunächst zeigte er sich uneinsichtig, verließ die Gaststätte dann aber doch widerwillig und versprach, direkt nach Hause zu gehen.

Gegen 16 Uhr der dritte Einsatz

Gegen 16 Uhr folgte der dritte Einsatz. In einem Supermarkt wurde ein Ladendieb festgehalten – erneut handelte es sich um den bereits bekannten 26-Jährigen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er Getränke und Backwaren im Wert von rund fünf Euro entwendet.
Da er sich weiterhin uneinsichtig zeigte und weitere Straftaten nicht ausgeschlossen werden konnten, nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam. Auf richterliche Anordnung wurde er in eine Zelle der Polizeiinspektion Rosenheim gebracht.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Ladendiebstahls eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Ein Abend voller Premieren im Rosenheimer Stadtrat

Ein Abend voller Premieren im Rosenheimer Stadtrat

Rosenheim – Festlich gekleidete Familienangehörige, nervöse erste Eide, spontaner Applaus und ein neuer Oberbürgermeister, der über seinen Weg vom Gastarbeiterkind ins Rathaus sprach: Die konstituierende Sitzung des neuen Rosenheimer Stadtrats am gestrigen Mittwochabend (6.5.2026) war weit mehr als ein formeller Pflichttermin.

Konstituierende Sitzung des Rosenheimer Stadtrats 2026. Fotos Innpuls.me

Die erste Stadtratssitzung fand im Rosenheimer Kultur-Kongresszentrum statt. Fotos: Innpuls.me

Normalerweise tagt der Rosenheimer Stadtrat im großen Rathaussaal. Doch diesmal wäre dort schlicht kein Platz gewesen. Zu groß war der Andrang. Vor allem die neu gewählten Stadträte hatten ihre Familien und Freunde mitgebracht. Viele kamen elegant gekleidet, die Stimmung erinnerte eher an einen festlichen Empfang als an eine gewöhnliche Stadtratssitzung.

Konstituierende Sitzung des Rosenheimer Stadtrats 2026. Fotos Innpuls.me

Dr. Beate Burkl bei ihrer Rede.

Deshalb wurde die Sitzung in den Saal Rosenheim verlegt. Doch selbst dort reichten die Plätze nicht aus. Zahlreiche Besucher verfolgten die Sitzung stehend. Schon vor Beginn lag eine besondere Mischung aus Spannung, Stolz und Aufbruchsstimmung in der Luft.

Für viele war es eine Premiere — auch für Rosenheims neuen Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SPD). Einmal vergewisserte er sich kurz bei Gertraud Pfaffeneder vom Hauptamt, ob er den Ablauf der besonderen Sitzung korrekt einhalte. Eine kleine Unsicherheit, in diesem besonderen Moment, der sehr menschlich wirkte. Ansonsten führte Erdogan souverän durch den Abend.

Ein Moment mit besonderer Symbolkraft

Der wichtigste Tagesordnungspunkt war seine Vereidigung. Traditionell nimmt in Rosenheim der älteste Stadtrat den Amtseid des Oberbürgermeisters ab. Diesmal übernahm das Dr. Beate Burkl von der Fraktion UP / Freie Wähler. Sie sprach von einem historischen Tag: „Das ist ein wichtiger Tag für die Stadt und die Demokratie.“

Vor sechs Jahren hatte der damalige Oberbürgermeister Andreas März die Amtskette noch von seiner Vorgängerin Gabriele Bauer umgehängt bekommen. Damals verabschiedete sich Bauer in den Ruhestand. Diesmal war die Situation eine andere. Deshalb übernahm Gertraud Pfaffeneder diesen symbolischen und zugleich emotionalen Moment.

Als Erdogan anschließend die Amtskette trug, brandete langer Applaus im Saal auf — etwas durchaus Besonderes. Denn normalerweise wird während Stadtratssitzungen nicht applaudiert.

Konstituierende Sitzung des Rosenheimer Stadtrats 2026. Fotos Innpuls.me

Die Vereidigung der neuen Stadträte.

In seiner Rede erinnerte sich Erdogan an seine Kindheit als Gastarbeiterkind. Ein Zufall habe seine Familie in den 1980er Jahren nach Rosenheim geführt. Sein eigener Lebensweg zeige, dass Rosenheim eine Stadt sei, in der eine Familie mit harter Arbeit, Fleiß, etwas Glück und Zufall akzeptiert werden könne — und es nach einer Generation sogar bis ins Amt des Oberbürgermeisters schaffen könne.

Gleichzeitig hob er die Stärken Rosenheims hervor, etwa die funktionierende Wirtschaft. Für die künftige Arbeit im Stadtrat wünsche er sich einen pragmatischen Kurs. Statt Diskussionen über utopische Möglichkeiten müsse es um realisierbare Wirklichkeiten gehen.

Konstituierende Sitzung des Rosenheimer Stadtrats 2026. Fotos Innpuls.me

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan mit dem zweiten Bürgermeister Daniel Artmann und der dritten Bürgermeisterin Gabriele Leicht.

Kleine Pannen bei geheimer Wahl

Nicht nur der neue Oberbürgermeister wurde vereidigt. Auch die neuen Stadträte legten gemeinsam ihren Eid ab. Für einige keine ganz einfache Übung. Manche stolperten vor Aufregung schon beim ersten Satz über den Text.

Nicht ganz reibungslos verlief später auch die Wahl des zweiten und dritten Bürgermeisters. Für das Amt des zweiten Bürgermeisters kandidierte erneut Daniel Artmann (CSU), der das Amt bereits in den vergangenen sechs Jahren innehatte.

Vor der geheimen Wahl erklärte Oberbürgermeister Erdogan noch einmal genau das Verfahren. Auf den Wahlzetteln mussten Namen notiert werden — ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ war ungültig. Genau dieser Fehler passierte dennoch vier Stadträten. Ihre Stimmen konnten deshalb nicht gewertet werden.

Für Artmann hatte das keine Folgen. Er wurde mit 27 Stimmen erneut zum zweiten Bürgermeister gewählt. Anna Rutz (Grüne) erhielt 13 Stimmen, Ricarda Krüger (SPD) eine Stimme.

Zur dritten Bürgermeisterin wurde erneut Gabriele Leicht (SPD) gewählt. Auch sie hatte das Amt bereits in der vergangenen Legislaturperiode inne. Sie erhielt 27 Stimmen. Anna Rutz kam auf 13 Stimmen, Bernhard Baron Boneberg (AfD) auf vier Stimmen. Immerhin: Bei dieser Wahl gab es nur noch eine ungültige Stimme.

Nach dem offiziellen Teil wurde es deutlich lockerer. Im Foyer des KuKo warteten ein bayerisches Buffet und Getränke auf die Gäste. Dort blieb Zeit für Gespräche, erste Begegnungen und ein gegenseitiges Kennenlernen — der politische Alltag beginnt schließlich oft nicht nur im Sitzungssaal, sondern auch bei einem gemeinsamen Abendessen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Fotos: Karin Wunsam und Josefa Staudhammer)

Heimatbühne Rosenheim spendet 1.185 Euro an Lebenshilfe Rosenheim

Heimatbühne Rosenheim spendet 1.185 Euro an Lebenshilfe Rosenheim

Rosenheim – Die Heimatbühne Rosenheim e.V. unterstützt erneut einen sozialen Zweck: Aus dem Erlös der Theateraufführungen des Stücks „RegnWurmOrakl“ von Ralph Wallner gehen 1.185 Euro an die Lebenshilfe Rosenheim. Der Betrag stammt aus zehn Prozent der Ticketeinnahmen, die der Verein traditionell für wohltätige Zwecke zurücklegt.

Regisseur Thomas Reichhart überreichte den symbolischen Scheck an den Vorsitzenden der Lebenshilfe Rosenheim, Thomas Frank im Vereinsheim der Freien Turnerschaft.  Dieser zeigte sich dankbar über die Unterstützung. Die Spende ermögliche es, dass Menschen mit Beeinträchtigung aus Stadt und Landkreis Rosenheim am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen können. Konkret sei ein Ausflug mit einer größeren Gruppe an den Simssee geplant, verbunden mit einem gemeinsamen Abendessen im „Zum Oidn Kiosk“, so Frank.

Auch Rosemarie Höfler und Christian Käsweber vom Vorstand der Lebenshilfe Rosenheim waren bei der Übergabe vor Ort. Alle Beteiligten betonten, dass der Theaterabend nicht nur finanziell, sondern auch persönlich in guter Erinnerung bleibe. Das Stück sei sehr unterhaltsam gewesen und habe für viel Freude gesorgt.
(Quelle: Pressemitteilung Lebenshilfe Rosenheim / Beitragsbild: N. N.)

Frauengemeinschaft Pang-Aising spendet 500 Euro an Jugendsozialwerk

Frauengemeinschaft Pang-Aising spendet 500 Euro an Jugendsozialwerk

Aisign-Pang / Rosenheim – Mit viel ehrenamtlichem Einsatz hat die Frauengemeinschaft Pang-Aising e.V. (Stadt Rosenheim) auch in diesem Jahr Osterkerzen gestaltet und damit eine Spendenaktion auf die Beine gestellt. Der Erlös aus dem Verkauf wurde aufgestockt, sodass eine Gesamtsumme von 500 Euro an das Katholische Jugendsozialwerk in Rosenheim übergeben werden konnte.

Die Aktion stand  im Zeichen von Zusammenhalt, Nächstenliebe und gelebter Gemeinschaft. Über viele Stunden hinweg entstanden handgefertigte Osterkerzen, die im Rahmen der Gottesdienste in der Pfarrgemeinde verkauft wurden. Die Aktion stieß erneut auf große Unterstützung aus der Gemeinde und wurde damit zu einem Erfolg für die Beteiligten.

Der Spendenerlös wurde an das Katholische Jugendsozialwerk in Rosenheim übergeben. Herr Matthias Mörtl, Leiter der Einrichtung, und Frau Maria Görgner nahmen den Betrag entgegen und bedankten sich für die Unterstützung. Im Rahmen des Besuchs gaben sie zudem Einblicke in die Arbeit der Einrichtung.
(Quelle: Pressemitteilung Frauengemeinschaft Pang-Aising / Beitragsbild:  Copyright Frauengemeinschaft Pang- Aising)

Pädiatrietag in Rosenheim zeigt Fortschritte in der Kindermedizin

Pädiatrietag in Rosenheim zeigt Fortschritte in der Kindermedizin

Rosenheim – Beim Rosenheimer Pädiatrietag haben Experten aus ganz Deutschland über neue Entwicklungen in der Kinder- und Jugendmedizin informiert. Rund 70 Teilnehmer aus der Fachcommunity kamen in Rosenheim zusammen. Im Mittelpunkt standen neue Therapien, aktuelle Forschung und internationale Erfahrungen aus der klinischen Praxis. Eingeladen hatte RoMed-Chefarzt PD Dr. Hendrik Jünger.

Die Beiträge zeigten, wie schnell sich Diagnostik und Behandlung in der Kindermedizin weiterentwickeln. Besonders im Fokus standen hochspezialisierte Bereiche wie Neonatologie, Kinderchirurgie und Kinderonkologie.

Fortschritte bei Frühgeborenen und in der Kinderchirurgie

Der Berliner Neonatologe Prof. Dr. Christoph Bührer von der Charité Universitätsmedizin berichtete über die langfristigen Chancen extrem früh geborener Kinder. Für das Rosenheimer Fachpublikum war das Thema besonders relevant, da am Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe viele Frühgeborene behandelt werden.

Die Entwicklung der Kinderchirurgie am RoMed Klinikum stellte Prof. Dr. Christian Knorr vor. Er betonte deren Bedeutung für die regionale Versorgung. Verstärkung erhält das Team seit dem 1. April 2026 durch Dr. Ingo Jester, der zuvor unter anderem am Birmingham Children’s Hospital tätig war und internationale Erfahrung nach Rosenheim einbringt.

Zusammenarbeit mit Universitätskliniken und neue Ambulanz

Prof. Dr. Julia Hauer von der Kinderklinik der TU München / Klinikum Schwabing stellte die enge Zusammenarbeit mit Rosenheim vor, insbesondere in der Kinderonkologie. Sie präsentierte neue Therapieansätze, die Nebenwirkungen klassischer Behandlungen reduzieren können.

Auch Prof. Dr. Florian Heinen von der LMU München informierte über neue Erkenntnisse in der entwicklungsneurologischen Diagnostik und über Migräne im Kindesalter.

Ein weiterer Schwerpunkt war die neue Kindergastroenterologie am RoMed Klinikum. Dr. Anna Deißler stellte die neu eingerichtete Spezialambulanz für Erkrankungen der Verdauungsorgane vor.

Zum Abschluss zog PD Dr. Hendrik Jünger ein positives Fazit. Der Austausch bringe aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in die Region und stärke den Wissenstransfer in die klinische Praxis. Entscheidend seien funktionierende Kooperationen mit den Universitätskinderkliniken, um eine moderne und wohnortnahe Versorgung auf hohem medizinischem Niveau sicherzustellen.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: privat)

Handelsverband Bayern warnt vor überzogenen Tarifforderungen im Einzelhandel

Handelsverband Bayern warnt vor überzogenen Tarifforderungen im Einzelhandel

München / Bayern – Zum Auftakt der Tarifverhandlungen im bayerischen Einzelhandel hat der Handelsverband Bayern (HBE) vor zu hohen Lohnforderungen gewarnt. Die Gespräche starten am Freitag (8.5.2026) in München. Aus Sicht der Arbeitgeberseite seien die Forderungen der Gewerkschaft Verdi in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht tragfähig.

Verdi fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine monatliche Entgelterhöhung von 222 Euro sowie 150 Euro mehr für Auszubildende. Je nach Tarifgruppe entspreche dies nach Angaben der Gewerkschaft einer Steigerung von rund sieben Prozent. Zusätzlich verlangt Verdi eine Anhebung der unteren Beschäftigtengruppen auf ein Mindesteinkommen von 14,90 Euro pro Stunde.

Die Tarifgeschäftsführerin des Handelsverbands Bayern, Dr. Melanie Eykmann, verweist auf die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen im Einzelhandel. Sie erklärt: „Viele Unternehmen stehen durch schwache Umsätze, hohe Kosten und eine anhaltende Kaufzurückhaltung massiv unter Druck. Für Lohnerhöhungen bleibt daher aktuell nur sehr begrenzter Spielraum.“

Die Arbeitgeberseite plädiert nach Angaben des HBE für einen maßvollen Tarifabschluss, der sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Dr. Eykmann betont zudem: „Es gilt weiterhin der Grundsatz: Nur was erwirtschaftet wird, kann auch verteilt werden.“
(Quelle: Pressemitteilung Handelsverband Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Landfrauen fordern besseren Mutterschutz und mehr Hebammenhilfe auf dem Land

Landfrauen fordern besseren Mutterschutz und mehr Hebammenhilfe auf dem Land

Bayern – Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband fordern eine zügige Reform des Mutterschutzes für selbständige Unternehmerinnen. Aus Sicht der Landfrauen bestehen für selbständige Frauen weiterhin erhebliche Lücken im Vergleich zu angestellten Frauen – mit Folgen für die wirtschaftliche Stabilität von Betrieben sowie für die Gesundheit von Mutter und Kind.

Gerade im Zusammenhang mit Hofübergaben betonen die Landfrauen die Bedeutung einer verlässlichen Absicherung. Landesbäuerin Christine Singer stellt klar: „Mutterschutz darf keine Frage des Beschäftigungsstatus sein“. Wer Verantwortung für Familie und Betrieb trage, brauche die gleiche Unterstützung wie jede andere Mutter.

Im Koalitionsvertrag ist ein Mutterschutz für Selbständige seit 2025 vorgesehen – analog zu Arbeitnehmerinnen mit Schutzfristen und finanzieller Absicherung. Aus Sicht der Landfrauen kommt es nun auf eine schnelle und praxisgerechte Umsetzung an. Bislang gebe es keinen verpflichtenden Anspruch auf Mutterschutzleistungen, bestehende Modelle seien freiwillig und oft nicht ausreichend.

Forderung nach verbindlicher Absicherung

Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband fordern deshalb einen verbindlichen Mutterschutz mit existenzsicherndem Einkommensersatz, der sich am tatsächlichen Einkommen orientiert. Zusätzlich sprechen sie sich für flexiblere Lösungen aus, etwa die Möglichkeit, Elterngeld stärker für Betriebs- und Haushaltshilfen einzusetzen.

Denn in landwirtschaftlichen Betrieben lasse sich Arbeit bei Ausfällen kaum einfach ersetzen. Betriebshilfen seien zwar zentral, stünden jedoch häufig nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Nach Ansicht der Landfrauen brauche es daher einen flächendeckenden Ausbau sowie unbürokratische Regelungen, etwa zur stärkeren Einbindung von Familienangehörigen. Langfristig solle sich die Unterstützung zu einer familienbegleitenden Betriebshilfe bis zum ersten Lebensjahr des Kindes weiterentwickeln.

Hebammenversorgung als Standortfaktor

Ein weiterer Schwerpunkt ist aus Sicht der Landfrauen die Hebammenversorgung im ländlichen Raum. Diese sei nicht nur für die gesundheitliche Betreuung von Mutter und Kind entscheidend, sondern auch für die Organisation landwirtschaftlicher Betriebe. Versorgungslücken wirkten sich direkt auf Arbeitsfähigkeit und Betriebsabläufe aus.

Die Landfrauen appellieren daher an die Politik, bestehende Ungleichheiten zügig zu beseitigen. Eine moderne Familienpolitik müsse alle Erwerbsformen berücksichtigen – auch die selbständige Arbeit in der Landwirtschaft. Nur so lasse sich die Vereinbarkeit von Familie und Betriebsleitung nachhaltig sichern.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Bayerische Milchhoheiten gekrönt

Neue Bayerische Milchhoheiten gekrönt

Bayern – Die neuen bayerischen Milchhoheiten für die Amtszeit 2026/27 stehen fest. Julia Decker aus Kirchdorf im Landkreis Mühldorf wurde zur Bayerischen Milchkönigin gekrönt. Annika Riefler aus Immenstadt im Landkreis Oberallgäu trägt künftig den Titel der Milchprinzessin. Beide vertreten in den kommenden zwei Jahren die bayerische Milchwirtschaft im In- und Ausland.

Mit Fachwissen, Auftreten und viel Engagement sollen die beiden die Branche bei Messen, Presseterminen sowie Fach- und Verbraucherveranstaltungen präsentieren. Im Auftrag des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) sowie von milch.bayern e.V. werben sie für Milcherzeugnisse aus Bayern und repräsentieren damit einen der wichtigsten Bereiche der bayerischen Ernährungswirtschaft.

Die Entscheidung fiel nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren mit acht Kandidaten. Bewertet wurden insbesondere Fachkenntnisse rund um Milcherzeugung und -verarbeitung sowie ein sicheres und sympathisches Auftreten.

Auswahl in Scheßlitz

Bereits am 4. Mai 2026 stellten sich die Bewerber in Scheßlitz in Oberfranken den Fragen der Jury. Am Ende überzeugten Julia Decker (20) und Annika Riefler (21) besonders.

Julia Decker wurde am 5. Mai 2026 feierlich zur Milchkönigin gekrönt. Annika Riefler erhielt im selben Rahmen den Titel der Milchprinzessin.

Zwei Jahre als Botschafterinnen der Milchbranche

Die Amtszeit 2026/27 führt die beiden durch zahlreiche Termine im In- und Ausland. Dabei sollen sie die bayerische Milchwirtschaft sichtbar machen und für deren Produkte werben.
(Quelle: Pressemitteilung Verband der Milcherzeuger Bayern / Copyright Verband der Milcherzeuger)

Kreisklasse – U21 des TSV 1860 Rosenheim mit 5:0-Heimsieg gegen Pittenhart

Kreisklasse – U21 des TSV 1860 Rosenheim mit 5:0-Heimsieg gegen Pittenhart

Rosenheim – Die U21 des TSV 1860 Rosenheim hat ihr letztes  Fußball-Heimspiel der Saison in der Kreisklasse deutlich gewonnen. Gegen die SpVgg Pittenhart setzte sich das Team mit 5:0 durch und bleibt damit zuhause verlustpunktfrei. Die Rosenheimer beenden die Heimserie mit 13 Siegen aus 13 Spielen. In den verbleibenden vier Saisonpartien tritt die Mannschaft ausschließlich auswärts an.

Die Partie begann zunächst ausgeglichen. In den ersten rund 30 Minuten konnte die SpVgg Pittenhart das Spiel offen gestalten und kam selbst zu einigen Torchancen.

Erst in der 30. Minute fiel der erste Treffer für die Gastgeber: Tobias Bensch verwertete einen Konter zur 1:0-Führung. Danach übernahm die Rosenheimer U21 zunehmend die Kontrolle und erhöhte noch vor der Pause auf 3:0.

Rosenheim zieht nach der Pause davon

Nach der Halbzeitpause boten sich der Heimmannschaft zahlreiche weitere Torchancen. Marinus Bauer und erneut Tobias Bensch bauten die Führung auf 5:0 aus. Kurz vor Schluss verhinderte der wieder genesene Torhüter Simon Stein mit einer starken Aktion den möglichen Ehrentreffer der Gäste.

Die Tore im Überblick: 1:0 Bensch (29.), 2:0 Ransberger (38.), 3:0 Bensch (44.), 4:0 Bauer (63.), 5:0 Xhelili (75.).
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

LBV ruft zur Igel-Meldung auf: Jede Sichtung zählt

LBV ruft zur Igel-Meldung auf: Jede Sichtung zählt

Bayern – Igel gehören zu den heimlichen Bewohnern vieler Gärten – doch ihr Bestand ist gefährdet. Deshalb ruft der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) im Rahmen eines bundesweiten Projekts dazu auf, Igel zu melden und so einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

Vom 15. bis 25. Mai 2026 können Bürger in ganz Deutschland Igel melden. Hintergrund ist, dass das Tier nicht nur in Bayern, sondern weltweit als „potenziell gefährdet“ gilt und zunehmend unter Lebensraumverlust, Straßenverkehr und Nahrungsmangel leidet.

„Lebendig oder tot – Jeder gemeldete Igel in Bayern zählt, damit wir noch mehr über die Verbreitung und das Verhalten des stachelige Gartenbewohners erfahren und seinen Schutz langfristig verbessern können“, sagt die LBV-Igelexpertin Dr. Angelika Nelson.

Meldungen sind einfach online über das Bürgerforschungsprojekt „Igel in Bayern“ unter www.igel-in-bayern.de
möglich.

Weniger mähen – mehr Lebensraum schaffen

Gerade im Mai sind Igel besonders aktiv, denn es ist Paarungszeit. Auf der Suche nach Weibchen legen die Tiere große Strecken zurück und benötigen viel Energie. Gleichzeitig wird ihr Nahrungsangebot immer knapper.

Gartenbesitzer können laut LBV aktiv helfen: „Wer im Mai Rasen und Wiese bewusst wachsen lässt, fördert direkt vor der Haustür die Artenvielfalt. Denn ungemähte Flächen schaffen Lebensraum für Wildblumen, Kräuter und viele Insekten. Davon profitieren dann Igel, Vögel und Fledermäuse“, erklärt Angelika Nelson.

Der LBV hatte daher bereits zum Aktionsmonat „Mähfreier Mai“ aufgerufen.

Vorsicht bei Mährobotern

Wer dennoch mäht, sollte laut LBV gezielt nur kleinere Flächen oder Wege schneiden und möglichst viele wilde Ecken im Garten erhalten.

Besonders gewarnt wird vor dem Einsatz von Mährobotern in den Abend- und Nachtstunden: „Bei Gefahr rollen sich Igel ein, anstatt zu fliehen und können so schwere Verletzungen durch das Schneidewerk erleiden. In einem igelfreundlichen Garten sind Mähroboter in der Dämmerung und Dunkelheit tabu“, warnt die LBV-Biologin.

Teil eines bundesweiten Projekts

Die gemeldeten Daten werden von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ausgewertet. Ziel ist es, mehr über Verbreitung, Lebensweise und Gefährdungen der Tiere zu erfahren.

Das Projekt „Igel in Bayern“ ist Teil der bundesweiten Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“, die von mehreren Organisationen gemeinsam getragen wird. Ziel ist ein langfristiges Monitoring der Bestände, um gezielte Schutzmaßnahmen entwickeln zu können.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kultur im Park startet in Bad Aibling – Red Oax eröffnet die Saison

Kultur im Park startet in Bad Aibling – Red Oax eröffnet die Saison

Rosenheim – Sommer, Live-Musik und entspannte Abende unter freiem Himmel: In Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) startet die Reihe „Kultur im Park“ in die neue Saison. Zum Auftakt am Freitag, 15. Mai 2026, sorgt die Band Red Oax für musikalische Stimmung im Kurpark.

Die Konzertreihe verspricht auch in diesem Jahr wieder abwechslungsreiche Live-Musik in besonderer Atmosphäre – von bekannten Songs bis hin zu eigenen Kompositionen. Ziel ist es, den Kurpark zum Treffpunkt für entspannte Sommerabende mit Freunden und Familie zu machen.

Zum Saisonauftakt am Freitag (15. Mai 2026) ab 19.30 Uhr bringt Red Oax den Sound des amerikanischen Südens nach Bad Aibling. Die fünf Musiker kombinieren druckvolle Gitarren, satten Bass und ehrliche Grooves zu einem energiegeladenen Live-Erlebnis.
Auf dem Programm stehen Interpretationen von Bands wie Blackberry Smoke, Lynyrd Skynyrd und The Steel Woods. Die Band setzt dabei auf handgemachte Musik und eine authentische Bühnenpräsenz.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch erwünscht.

Musik, Atmosphäre und Verpflegung

Für das leibliche Wohl sorgt das Team des Kurhauses bereits ab 18.30 Uhr mit einem Angebot an Speisen und Getränken. Ein Großteil der Plätze ist überdacht, sodass die Veranstaltung weitgehend wetterunabhängig stattfinden kann.
Weitere Informationen zum Programm des Open-Air-Kultursommers sind online unter www.bad-aibling.de/open-air-kultursommer verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung Aib-Kur GmbH / Beitragsbild. Copyright Aib-Kur GmbH)

Heavy Metal trifft Ehrenamt: Diakonie setzt auf neue Wege für freiwilliges Engagement

Heavy Metal trifft Ehrenamt: Diakonie setzt auf neue Wege für freiwilliges Engagement

Rosenheim / Ebbs – Ehrenamt einmal anders – laut, leidenschaftlich und überraschend: Mit einem ungewöhnlichen Veranstaltungsformat haben die Diakonie Rosenheim und das Freiwilligenzentrum KUUSK in Ebbs (Tirol) gezeigt, wie freiwilliges Engagement auch jenseits klassischer Wege Menschen erreichen kann.

Im Rahmen der Freiwilligenwoche Tirol wurde deutlich: Ehrenamt ist vielfältig, kreativ und kann auch über Musik und Kultur neue Zielgruppen ansprechen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Ebbes Bürgermeister Josef Ritzer, der in seinem Grußwort die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit und die Rolle des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorhob.

Ehrenamt im Wandel – von Festival bis Film

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Filmemachers Daniel Hofmann, der Ausschnitte aus seiner Dokumentation „Ehrenamt – eine Kulturreise im ländlichen Raum“ präsentierte. Darin wird gezeigt, wie aus einem kleinen Musikfestival eine große ehrenamtlich getragene Bewegung entstehen kann.

Im Anschluss diskutierten Daniel Hofmann, Sebastian Kurz von der Diakonie Rosenheim, Carmen Schwinghammer vom Freiwilligenzentrum KUUSK sowie Alexander Neulinger von der Band ROACHCOCKS über die Zukunft und Bedeutung des Ehrenamts.

Dabei wurde deutlich, dass freiwilliges Engagement zunehmend neue Formen annimmt und sich auch durch kulturelle Projekte weiterentwickeln kann. „Der Abend hat gezeigt, Ehrenamt kann verbinden – über Grenzen hinweg“, sagte Sebastian Kurz von der Diakonie Rosenheim. „Und manchmal entstehen gerade dort die stärksten Impulse, wo man sie nicht unbedingt erwartet.“

Moderiert wurde die Veranstaltung von Jeremy „Jele“ Lentner, Musiker und Mitinhaber der Learn to Rock Musicschool Kufstein.

Musik als Brücke zum Engagement

Für die musikalische Gestaltung sorgten die Bands Messmerized vom Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim sowie ROACHCOCKS aus Kufstein. Mit ihren Auftritten unterstrichen sie das Motto des Abends und machten das Zusammenspiel von Musik, Jugendkultur und Ehrenamt sichtbar.
Auch die beteiligten Musiker und der Moderator engagierten sich ehrenamtlich und trugen damit selbst zum Konzept der Veranstaltung bei.

Die Organisatoren zogen ein positives Fazit: Ehrenamt könne dann besonders gut wirken, wenn es offen für neue Wege bleibe und Menschen dort abhole, wo ihre Interessen liegen.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild. Diakonie Rosenheim)