Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 15. März

Namenstag haben: Diedo, Dieter, Klemens, Louise, Lucrezia, Zacharias

3 bekannte Geburtstagskinder:

Alan Bean (1932 – war ein US-amerikanischer Astronaut, der als Mitglied der Apollo-12-Mission am 19. November 1969 als vierter Mensch den Mond betrat.)

–  Emil Adolf von Behring (1854 – war ein deutscher Bakteriologe und Serologe, der mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1901 geehrt wurde.)

–  Zarah Leander (1907 – war eine schwedische Schauspielerin und Sängerin, die mit Leinwanderfolgen wie „Zu neuen Ufern“ zu den großen Ufa-Filmstars im nationalsozialistischen Deutschland zählte und populäre Schlager wie „Nur nicht aus Liebe weinen“ sang.)

(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1892: Jesse Reno erhält in den USA das Patent für sein schräges Förderband, den Vorgänger der Rolltreppe.
  • 1961: Als erste deutsche Großstadt führt Kassel das Parken mit Parkscheiben in der Innenstadt ein.
  • 1952: Auf der Insel Réunion fällt die größte bisher an einem Tag gemessene Niederschlagsmenge: 1870 mm.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Eröffnungskonzert „Eiszeit“ verschoben

Eröffnungskonzert „Eiszeit“ verschoben

Rosenheim – Schlechte Nachricht für die Besucher des Eiszeit-Konzerts mit der Band „Quadro Nuevo“ am morgigen Dienstag, 15. März im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim. Das Konzert muss wegen Corona-Fälle in der Band abgesagt werden. Ein neuer Termin steht bereits fest: Das Konzert findet jetzt am Mittwoch, 6. April, um 20 Uhr statt. die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer an diesem Tag keine Zeit hat, kann seine Eintrittskarte am Ticketverkauf im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim zurückgeben. Alle Informationen rund um die Veranstaltung gibt es tagesaktuell unter www.kuko.de.
(Quelle: Presseinformation Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim / Beitragsbild: re)

 

Auto-Korso gegen Impfpflicht

Auto-Korso gegen Impfpflicht

Rosenheim – Wenige Tage vor Inkrafttreten der einrichtungsbezogenen Impfpflicht veranstaltete die Initiative „Wir sind die rote Linie“ am gestrigen Sonntag einen Autokorso von Bad Aibling über Kolbermoor durch das Stadtgebiet Rosenheim. Das Motto lautete: „Für die Freiheit (-srechte) – Für freie Impfentscheidung – Wir sind die rote Linie“
Laut Veranstalter brachte es der Korso auf gut einem Kilometer. Als besonders erfreulich werteten sie die Teilnahme einer Radlergruppe, die fast auf der gesamten Strecke genug Puste aufbrachte, die Autos zu begleiten. An mehreren Stellen der Strecke seien die Teilnehmer von winkenden und jubelnden Passanten begrüßt worden, berichtet Veranstalter Bernhard Baron Boneberg. Ausdrücklich drückt er auch Dank und Wertschätzung für die Arbeit der Bad Aiblinger Polizei aus.
Man denke nun auch darüber nach, demnächst einen richtigen „Radlerkorso“ mit ähnlichen Motto zu veranstalten.
(Quelle: Presseinformation „Initiative „Wir sind die rote Linie“ / Beitragsbild / You-Tube-Video: „Initiative Wir sind die rote Linie“)

Hier noch ein Video vom Autokorso:

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Weitere Informationen

(Datenschutzhinweis: Obiges Video stammt von Youtube. Ihr könnt die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren.)

Tragischer Bergunfall an der Maiwand

Tragischer Bergunfall an der Maiwand

Flintsbach / Landkreis Rosenheim – Bei einem tragischen Bergunfall an der Maiwand in Flintsbach im Landkreis Rosenheim kamen am vergangenen Samstagnachmittag drei Menschen ums Leben (wir berichteten). Jetzt wurden Einzelheiten bekannt, wie es zu diesem schrecklichen Unglück kommen konnte.

Die „Maiwand“ gilt als anspruchsvoll und gefährlich. In den vergangenen Jahren ereigneten sich dort immer wieder schwere und auch tödliche Bergunfälle.
Erste Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd haben ergeben, dass es sich um eine Wandergruppe, die auch dementsprechend ausgerüstet war. Die Gruppe folgte den Informationen einen App und änderte die ursprüngliche Route. An einer unübersichtlichen Stelle verließen sie aus bisher nicht geklärten Gründen den Weg und rutschten in einer extrem steilen und grasigen Rinne nach unten und stürzten schließlich eine 30 Meter hohe Felswand ab. Eine vierte Wanderin der Gruppe musste den Absturz mit ansehen.
Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht vor.
(Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd / Beitragsbild: re)

Buchtipp: Talgeschichte(n)

Buchtipp: Talgeschichte(n)

Leitzachtal / Bayern – Warum ist das Sudelfeld eines der ältesten Skigebiete in Bayern? Warum war der Wendelstein lange der berühmteste Berg Bayerns? Wie läuft ein Tag in der überregional bekannten Marienwallfahrt Birkenstein ab? Das sind nur einige Fragen, um die sich das neue Buch „Talgeschichte(n)“ von Andreas Estner dreht. 

Andreas Estner wohnt in Fischbachau. Seit 2001 arbeitet er für den Bayerischen Rundfunk als Autor und Moderator zahlreicher Hörfunksendungen und Reportagen.
Immer schon fasziniert hat ihn die Geschichte unserer Region. In seinem Werk „Talgeschichte(n) wird der Leser mitgenommen auf eine spannende Reise in die Vergangenheit. Beim blättern, lesen und schauen merkt man schnell, wie viel Herzblut der Autor in dieses Werk gesteckt hat. Unglaublich viel Recherchearbeit hat er dafür investiert. Fündig wurde Andreas Estner dabei sowohl bei Privatpersonen und auch in Gemeindearchiven und der Staatsbibliothek.

Liebhaber von historischen Fotografien
kommen voll auf ihre Kosten

Insbesondere auch Liebhaber von historischen Fotografien kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Unser Beitragsbild stammt aus dem Jahr 1954 und zeigt die Heuernte im Leitzachtal. Andreas Estner hat dazu folgendes in Erfahrung gebracht: „Die Heuarbeit war die aufwendigste Arbeit im ganzen Jahr auf den Höfen im Leitzachtal. Das lebensnotwendige Heu war das wichtigste Winterfutter für Kühe, Schafe und Rösser und brauchte deshalb die beste Pflege. Viel Erfahrung und größte Sorgfalt waren deshalb bei der Heuernte notwendig – und viele fleißige Hände. Alle mussten anpacken, auch die Kinder. Viele Höfe bekamen erst Anfang der 1960er-Jahre einen Traktor. Heuwagen, die von Rössern gezogen wurden, waren deshalb bis in die späte Nachkriegszeit selbstverständlich zu sehen. Die langen Reihen des frisch gemähten Grases, die „Schlagl“, mussten ausgebreitet und einige Stunden später mit den Holzrechen gewendet werden. Am späten Nachmittag wurden sie wieder zusammengerecht. Je nach Witterung wiederholte sich die Prozedur zwei bis drei Tage. Heutzutage beinahe nicht mehr vorstellbar, wie viele Handgriffe für jedes einzelnen Büschl Gras notwendig waren, damit daraus Heu für das Vieh wurde.“

Von Holzknechten, Bergbauern
Dienstboten und alten Bräuchen

Das ist nur ein Kapitel in dem neuen Buch, das auf 554 Seiten auch viele weitere spannenden Themen aufgreift: die früheren Arbeits- und Lebenswelten von Holzknechten, Bergbauern und Dienstboten, die ältesten Bauernhäuser und Almen, die Kunstwerke von Möbel- und Lüftlmalern, aber auch seltene und vergessene Bräuche wie den Kuchlwagentag, die Haar- und Tuchkasten oder das Haberfeldtreiben, das im Leitzachtal und rundherum beliebt und gefürchtet war.
Auch die Zeit des Nationalsozialismus wird in dem Buch beleuchtet. Etwa die Geschichte des SS-Berghauses am Sudelfeld, wo mehrere Jahre lang ein Außenkommando des KZ-Dachau war und der Bau einer Versuchsanlage der Luftwaffe, von der heute noch Reste im Landkreis Rosenheim zu sehen sind.
Unser Fazit: Eine sowohl informative als auch unterhaltsame Lektüre für alle, die mehr wissen wollen über die Geschichte unserer Region.
(Quelle: Beitragsbild / Cover: Archiv / Foto: Andreas Estner)

Mehr zu Buch und Autor gibt es hier: 

Todesopfer bei Frontalzusammenstoß

Todesopfer bei Frontalzusammenstoß

Freilassing / Landkreis Berchtesgadener Land – Ein 28-jähriger starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls, der sich am gestrigen Sonntagabend auf der Bundesstraße 20 in Höhe von Freilassing ereignete.

Nach den Angaben der Polizei war der 28-jährige Freilassinger mit seinem Audi A4 von Ainring kommend in Richtung Freilassing unterwegs. Zwischen den Abfahrten Freilassing Süd und Mitte überholte er ein Auto und übersah dabei einen ihm entgegenkommenden Audi Q7.
Die Fahrzeuge kollidierten mit hoher Geschwindigkeit und wurden nach rechts geschleudert, wobei der Q7 auf der linken Fahrzeugseite zum Liegen kam. 
Beide Männer wurden mit lebendbedrohlichen Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Audi A4 erlag schließlich im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Der Audi Q7 war mit drei Personen besetzt. der Beifahrer wurde mit einem Rettungswagen und der Mitfahrer mit einem Rettungshelikopter in ein Klinikum transportiert. Für diese Personen konnten sie Kliniken später Entwarnung geben. Eine lebensbedrohliche Situation lag bei ihnen nicht vor.
(Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Vorfahrt übersehen

Vorfahrt übersehen

Schechen / Landkreis Rosenheim – Mehrere Verletzte und einen hohen Sachschaden forderte ein Verkehrsunfall, der sich am gestrigen Sonntagmorgen in Schechen im Landkreis Rosenheim ereignete.

Nach den Angaben der Polizei fuhr eine 78-jährige aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit ihrem VW vom Ortsteil Marienberg in Richtung der Bundesstraße B 15 und wollte dort nach links in Richtung Wasserburg abbiegen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ein 40-jähriger Erdinger mit seinem Mercedes auf der B15 in Richtung ‚Rosenheim. Die 78-jährige übersah den vorfahrtsberechtigten Mercedes. Es kam zum Zusammenstoß. Dadurch wurde die linke Front des VW komplett deformiert. Am Mercedes wurde die komplette Front beschädigt. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen liegt bei rund 55.000 Euro. Die 78-jährige und ihr 82-jähriger Begleiter wurden leicht verletzt. Der 40-jährige kam mit leichten Verletzungen ins Klinikum Bad Aibling. Seine Ehefrau wurde mit Bauch- und Rippenprellungen ins Klinikum Rosenheim gefahren. Die zweijährige Tochter des Paares kam ebenfalls vorsorglich ins Klinikum Rosenheim. Beide Autos wurden abgeschleppt und die Bundesstraße durch die Feuerwehr gereinigt. Gegen die 78-jährige Fahrerin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Kulturstart in Traunstein

Kulturstart in Traunstein

Traunstein – Kulturstart in Traunstein: Vorhang auf für Musik, Comedy, Theater und Show! Bis Anfang Mai dürfen sich die Gäste in Traunstein auf vielfältige Veranstaltungen mit prominent besetzten Highlights freuen.

Das interaktive Comedy-Theater „Bayrisch für Anfänger“ am gestrigen Sonntag, 13. März im Kulturforum Klosterkirche, musste leider krankheitsbedingt abgesagt werden. Aber der „Kulturstart“ in der Stadt Traunstein geht weiter. Am 19. März um 20 Uhr steht mit dem Duo „Briada“ lässig-relaxter Mundart-Pop auf dem Programm. Die beiden gebürtigen Wasserburger Male und Chris Scheitzeneder erzählen in ihren Songs Geschichten von Fernweh und Freiheit, von großem und kleinem Glück und Momenten voller Glück und Zweifel.
„Du sammeln – ich jagen“ heißt es am 25. März ab 20 Uhr im Kultstück „Caveman“. Gleich am 26. März lädt die Band Norisha um die charismatische US-Sängerin Norisha Campbell zu einem Abend mit herzerwärmendem Jazz, Soul und Modern Gospel ein. Norisha Campbell, die Fernsehzuschauern auch durch ihre Teilnahme an der Show „The Voice of Germany“ bekannt sein dürfte, wurde von den stimmgewaltigen Chören afro-amerikanischer Kirchen geprägt.

Michael Fitz
präsentiert Soloprogramm

Das pure Kontrastprogramm dazu bietet am 30. März ab 20 Uhr Michael Fitz. Der Liedermacher, Gitarrist und Poet präsentiert sein neues, abendfüllendes Soloprogramm „Da Mo“ – der Mann. Ein Abend mit Nachwirkung, garantiert der Künstler. Denn es geht um nicht weniger als die Entwicklung des Mannes, seine tradierten Rollenbilder, seine Selbstsicht und seine Emanzipation.
Am Samstag, 2. April wartet das Kulturforum Klosterkirche mit einem visuellen Erlebnis der besondern Art auf – der Multivisionsshow „Wetterstein – Grenzgänge von Alpspitze bis Zugspitze“ von Christian Pfanzelt. Drei Jahre lang hat der Werbefotograf und Bergbotschafter das Wettersteingebirge zu allen Jahreszeiten fotografiert.

Auch Wolfgang Krebs
ist mit dabei

Mit Wolfgang Krebs betritt am 27. April um 20 Uhr ein Kabarettist mit Kult-Status die Bühne. Unter dem Motto „Vergelt’s Gott“ bittet der „Kini“ Ludwig im Himmel bayerische Politiker zum Rapport. Diese informieren die Himmlischen Mächte über die Situation in Bayern. Dabei halten sie die ein oder andere Bewerbungsrede für ihre Parteimitglieder und lassen auch durchaus irdische Interessen mit einfließen. Gewohnt gekonnt schlüpft Wolfgang Krebs in verschiedene Rollen –beste Unterhaltung ist hier garantiert.
Den Abschluss vom „Kulturstart Traunstein“ bildet am 6. Mai um 20 Uhr die Gruppe „D’Bavaresi“. Sebastian Horn, Mathias Kellner und Otto Schellinger haben sich dem „Bavaro-Pop“ verschrieben und einer Sache verpflichtet: Die Lieder von bayrischen Künstlern neu, frisch und schräg zu interpretieren. Mit dabei sind Songs von der Spider Murphy Gang ebenso wie von Relax oder Nicki.
(Quelle: Pressemitteilung Kulturforum Klosterkirche Traunstein / Beitragsbild: Kulturforum Klosterkirche Traunstein)

Diskussion über Verpackungsmüll

Diskussion über Verpackungsmüll

Landkreis RosenheimWie ist der richtige Umgang mit Leichtverpackungen? Darüber diskutierten die Grünen im Rahmen einer Kreisversammlung im Landkreis Rosenheim mit dem Umweltjuristen Christopher Schuhknecht und der Augsburger Abfallexpertin Alexandra Eisenrith. Ausgangspunkt war der erst vor wenigen Wochen umgesetzte Beschluss des Rosenheimer Kreisumweltausschusses, Leichtverpackungen als Teil der Verkaufsverpackungen nicht mehr getrennt zu sammeln.

Seit Anfang des Jahres wurden daher im Landkreis Rosenheim die Sammelcontainer für Weißblech und Getränkekartons von den Wertstoffinseln entfernt. Die Bürger müssen seitdem alle Leichtverpackungen mit ihren Wertstoffbestandteilen, Aluminium genauso wie Weißblech oder verschiedenste Kunststoffe, zu einem der 42 Wertstoffhöfe im Landkreis bringen. Lediglich Papier und Glas werden weiterhin in eigenen Containern an gut 200 Wertstoffinseln gesammelt.

Unmut in der Bevölkerung
ist recht groß

Der Unmut über diesen Schritt ist in der Bevölkerung recht groß. Der Landkreis Rosenheim mache beim Thema Recycling keine gute Figur, so die Meinung der Rosenheimer Grünen. Schon beim Thema Biomüll habe sich gezeigt, dass ein Bringsystem weit geringere Wiederverwertungsquoten mit sich bringe. Kaum etwas mehr als ein Kilogramm Bioabfall bringe jeder Einwohner des Kreises pro Jahr zum Biomüllcontainer beim Wertstoffhof.

Die Stadt Wasserburg
hat ein eigenes Holsystem

Die Stadt Wasserburg, die ein eigenes Holsystem außerhalb der Abfallwirtschaft im Landkreis Rosenheim aufgebaut hat, erreiche damit weit bessere Ergebnisse. Von etwa fünf Kilo Bioabfall pro Einwohner  und Jahr vor Einführung der Biotonne schaffte es die Stadt auf heute knapp 76 Kilo wiederverwertete Bioabfälle. „Ähnliche Ergebnisse können alle Landkreise vorweisen, die denselben Schritt gegangen sind“, so die Rosenheimer Grünen.
Für die Entsorgung der Leichtverpackungen seien nach dem Gesetz zunächst diejenigen verantwortlich, die sie herstellen und unter die Leute bringen. Produzenten und Handel müssten den Bürger unentgeltlich den Verpackungsmüll wieder abnehmen – ob als Hol- oder Bringsystem bleibe dabei allerdings offen.

Bringsystem spart den
Unterhalt von Müllfahrzeugen

Ein Bringsystem sei zunächst günstiger: Es spare den Unterhalt von Müllfahrzeugen und die Pflege der Wertstoffinseln. Außerdem sei es weniger anfällig für falsch sortierten Müll. Denn selbst wenn alle Leichtverpackungen unsortiert in einem Container gesammelt werden, lasse sich in den modernen Sortieranlagen der Müll erstaunlich zuverlässig und günstig in die einzelnen Stoffgruppen trennen.
Und dennoch spricht laut Meinung der grünen Müllexperten Schuhknecht und Eisenrith einiges für ein Holsystem für Leichtverpackungen. „Die Bürger  haben sich in den vergangenen Jahrzehnten auf eine sehr detaillierte Trennung ihrer Wertstoffe eingelassen. Mit der Einführung eines gelben Sacks etwa wäre nicht zu erwarten, dass diese mit einem Mal Restmüllbestände in die Wertstoffsäcke werfen. Außerdem müsste die vermehrten Anfahrten zum Wertstoffhof mit in die Bilanz einberechnet werden“, meinen sie. Nach Meinung der Experten ist es nicht nur mit Blick auf die CO2-Bilanz günstiger, regelmäßig mit einem Müllfahrzeug einen Wertstoffcontainer in einem Wohngebiet zu leeren, als den verstärkten Mülltourismus zu den Wertstoffhöfen durch die viele private PKWs zu verlangen.
Dringend nötig ist es daher aus Sicht der Rosenheimer Grünen, die oft langjährigen Verträge mit den Entsorgungsfirmen neu zu beleuchten und zu ordnen. Ziel muss dabei sein, den Anteil der recycelten Verkaufsverpackungen deutlich zu erhöhen und auch beim Biomüll endlich eine zeitgemäße Wiederverwertungsquote zu erreichen: „Noch wichtiger jedoch wäre, dass endlich die Mengen an Verpackungsmüll, die alljährlich im Landkreis anfallen, deutlich zurückgingen. Eine Aufgabe, bei der jedoch die Bürger  und Unternehmen mehr gefragt wären als die Entsorgungsbetriebe.“
(Quelle: Pressemitteilung der Rosenheimer Grünen / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Saisonfinale am Sudelfeld

Saisonfinale am Sudelfeld

Sudelfeld / Oberaudorf / BayrischzellWenn der Schnee in der warmen Frühjahrssonne glitzert, ist man auch am Sudelfeld bereit fürs Saisonfinale. Am Samstag, 19. März,  von 10 bis 15 Uhr findet dort das „Frühjahrshappening“  mit vielen Attraktionen für große und kleine Pistenfans statt.

Brandheiße Tipps und Tricks rund um aktuelle Skitechniken gibt es beim Skilehrer Guiding durch das gesamte Skigebiet, das die Wintersportexperten von Top On Snow Sudelfeld veranstalten. Abenteuerlustige sollten unbedingt mal in Freestyleund Freecross-Kurse reinschnuppern, die wie das große Shred-Kids-Finale in der Actionwelt bei den Wedelliften stattfinden. Apropos ausprobieren: Durchgehend von 10 bis 15 Uhr steht die Firma Völkl mit den Neuheiten der Skisaison 2021/2022 für einen kostenlosen Skitest zur Verfügung und bietet zusätzlich einen Rennlaufskitest für Kinder und Schüler am Waldkopf an. Die Firma Toko wird mit einem kostenlosen Skiservice vor Ort sein.
Auch an die
Skifahr-Zwergerl  ist gedacht: Der Eintritt ins SNUKI-Kinderland mit „Elternlounge“ beträgt am Eventtag  fünf Euro pro Kind für den ganzen Tag. Gute Laune zum Frühjahrshappening abseits der Piste findet bei unseren Hüttenpartnern im gesamten Skigebiet Sudelfeld statt.
(Quelle: Pressemitteilung Top on Snow / Beitragsbild: Top on Snow)

Kiebitz wird in Bruckmühl wieder heimisch

Kiebitz wird in Bruckmühl wieder heimisch

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim  – Ohne die Hilfe des Menschen wäre der Kiebitz laut Naturschutzbehörde im Landkreis Rosenheim schon ausgestorben. So steht er zwar noch auf der roten Artenliste, aber die ersten Erfolge des Bayern-Projektes „Netzwerke für den Kiebitz“ sind sicht- und zählbar. 2021 gab es im Bereich von Bruckmühl drei Nester auf den Höglinger und Weihenlindener Feldern, sechs Jungtiere gingen – bestätigt – daraus hervor. Denn vom Schlüpfen bis zum Flügge werden lauern zahlreiche Gefahren auf die jungen Vögel.

Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter (Weiter von rechts) und Margit Böhm vom Landratsamt Rosenheim, Abteilung Naturschutz (dritte von links) bei den Ehrungen rund um den Kiebitz. Foto: Mischi

Der Kiebitz bevorzugt offenes, flaches und feuchtes Dauergrünland, Wiesen, Weiden und Überschwemmungsflächen. Sein Lebensraum – das Feuchtgrünland – ist in Deutschland jedoch selten geworden. Wo Grünland umgebrochen wurde, kann man den brutplatztreuen Kiebitz auch auf Äckern antreffen. Meist brütet er dort aber ohne oder nur mit geringerem Erfolg. Zudem lauern dort auch für den Bodenbrüter Gefahren in Gestalt von Dachs, Fuchs und Marder. Überdies können Bussarde und Krähen den Tod für den Kiebitz-Nachwuchs bedeuten.

Besonders für den Schutz des
Kiebitz eingesetzt

Gleich vier Bruckmühler Landwirte – Georg Auer, Richard Fössmeier, Georg Pritzl und Georg Baumann – wurden jetzt vom Landkreis Rosenheim und dem Markt Bruckmühl ausgezeichnet und haben jeweils einen Bonus in Höhe von 50 Euro erhalten. „Sie haben sich für den Kiebitz besonders eingesetzt. Nester auf ihren Feldern entdeckt, gemeldet und sich um das Wohlergehen der gefiederten Gäste gekümmert“, würdigte Bürgermeister Richard Richter. Margit Böhm von der unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Rosenheim schilderte dazu, dass fünf Nester auf einem Areal von 28,46 Hektar markiert worden waren, Landwirte ihre Bewirtschaftung der Felder entsprechend ausrichten würden und Nester per Zaun vor Beutegreifern geschützt würden. „Diese Zäune sind 30 auf 30 Meter groß, da der Kiebitz eine Lande- und Abflugfläche benötigt und dann die restlichen Meter zum Nest laufen will. Zudem hat der Zaun vier Litzen“, so Böhm. Elf erwachsene Kiebitze sind – aktuell in der Gemeinde ansässig beziehungsweise haben hier ihre „Zweitwohnung“, da sie in anderen Gefilden überwintern.

Kiebitze brauchen weichen
Boden für Aufzucht des Nachwuchses

Kiebitze können sich Vielem anpassen, brauchen aber ihre eigene Struktur. Neben der „Start- und Landebahn“ zum Fliegen wird ein weicher Boden zur Aufzucht des Nachwuchses benötigt. Drei Gelege gab es 2021, 16 Küken sind daraus geschlüpft, „überlebt haben sechs Kiebitze“, so Böhm. Dabei habe „dankeswerter Weise“ beispielsweise Georg Auer Wasser ausgefahren, damit die Kleinen mit den Schnäbeln besser nach Insekten picken können.“
Bei hartem Boden haben sie keine Chance und verhungern, schildert Bruckmühls Kiebitzbetreuerin Katharina Schlegl-Kofler. Dafür sowie auch für das Ruhen eines Ackers gebe es staatliche Fördergelder. Beispiel: Wasser für Küken werde mit neun Euro pro Kubikmeter beziehungsweise 25 Euro pro Fahrt bezuschusst.
Die Bruckmühler Landwirte seien hier vorbildlich. So habe beispielsweise Richard Fössmeier seine Wintergetreide später angesät, da Jungtiere noch nicht flügge waren. Zusammen mit Naturschutzwächter Dr. Jochen Seydel ist Schlegl-Kofler auf Anruf zur Stelle, hilft, vermittelt Zaunbauer und steht mit Rat und Tat zur Seite. Denn eines sei den Kiebitzen wichtig: ein guter Überblick, um nahende Feinde rechtzeitig zu sehen. Dann bräuchte es blühende Säume (Böschung/Einfassung), flache Seigen und Feuchtflächen zur Nahrungssuche und Deckung. Dies hatte sich gerade in Weihenlinden mit einer Wiese, die erst später gemäht wurde, „toll ergeben und es war schön zu sehen, wie dieser Schutz von den Küken angenommen wurde“, so Schlegl-Kofler. Auch eine Freie Zone vor Spaziergängern mit und ohne Hunde sowie Wanderern und Radfahrern sei ein wichtiger Indikator.

Auch die gefährdeten Feldlerchen
und Wachteln profitieren vom Netzwerk-Projekt

Überhaupt komme diese Fürsorge nicht nur dem Kiebitz zu Gute. Auch die gefährdeten Feldlerchen und Wachteln profitieren von dem Netzwerk-Projekt. Laut Margit Böhm dient das Artenschutz-Projekt der Förderung des Kiebitzes in der Agrarlandschaft. Projektbeginn war im Landkreis Rosenheim 2009 mit dem Titel „Schutz der Kiebitze im nördlichen Landkreis Rosenheim“. Seit 2019 heißt das Programm BayernNetzNatur-Projekt „Netzwerke für den Kiebitz“ und erstreckt sich über die drei Landkreise Altötting, Rosenheim und Traunstein.

Region um Wasserburg ist
aktuell Kiebitz-Hochburg

Dabei hat sich die Region um Wasserburg aktuell als Kiebitz-Hochburg entwickelt. „Dort gibt es momentan wieder das größte Vorkommen. Doch auch im Mangfalltal wird der Vogel wieder heimisch. Und: Der Kiebitz ist standorttreu. Er kommt wieder dorthin zurück, wo er selbst geboren und aufgezogen worden ist sowie gute Bedingungen vorgefunden hat“, erklärt Böhm. Dass das Netzwerk den kontinuierlichen richtigen Wege gehe, untermauerte die Behördenmitarbeiterin anhand der stetig steigenden Zahlen seit 2019: von 245 auf 271 ausgewachsene Kiebitze. Dabei müsste aber die ehrenamtliche (Betreuerin und Naturschutzwächter), wie die amtliche (Naturschutzbehörde im Landkreis) und die berufliche (Landwirte) Ebene so gut ineinander greifen und sich unterstützen – wie in Bruckmühl der Fall.
Für das aktuelle Jahr arbeiten die Ehrenamtlichen und das Landratsamt daran, Drohnen mit Wärmebildkamera einzusetzen, um Gelege und Jungvögel zu entdecken. Hier werde unter anderem mit dem Landesamt für Umwelt und der Wildtierhilfe Amerang zusammengearbeitet. Zudem soll der Lebensraum des Kiebitzes kontinuierlich weiter verbessert werden. In den kommenden Jahren ist dazu beispielsweise angedacht, eine Bachaufweitung in Bruckmühl sowie das Prüfen von Grundstücken im Eigentum von Gemeinden, Bezirk Oberbayern, Landkreis, Kirchen, anderen Behörden. „Denn auch Ausgleichsflächen könnte man für Kiebitze und Co. attraktiv gestalten. Denn eines ist nachweisbar: Kleingewässer für Lebewesen nehmen mehr und mehr ab.
(Quelle: Öffentlichkeitsarbeit Bruckmühl / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim – zeigt ein markiertes Kiebitznest innerhalb eines Gelegezauns / Foto: Mischi)