Ukraine-Krieg: Aus Sporthallen werden Ankunftszentren

Ukraine-Krieg: Aus Sporthallen werden Ankunftszentren

Rosenheim / Landkreis – Immer mehr Menschen fliehen aus der Ukraine. Stadt Rosenheim und der Landkreis rüsten sich für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Aus Sporthallen werden Ankunftszentren.

Das Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration geht derzeit davon aus, dass eine Unterbringung von 50000 Menschen in Bayern insgesamt erforderlich sein könnte. Für den Landkreis Rosenheim würde das bedeuten, dass er knapp 1000 Menschen aufnehmen müsste. Grundlage für die Bemessung dieser Quote ist die Einwohnerzahl.
Als geeignete Unterkünfte sieht das Innenministerium an erster Stelle Privatwohnungen an. Danach folgen leerstehende Behinderteneinrichtungen, Altenheime, Kurhäuser, Wohnheime, Hotels, Pensionen und Jugendherbergen. Private Zimmer folgen erst danach, weil sie keine geschlossene Wohneinheiten sind, die den Flüchtlingen zur alleinigen Nutzung zur Verfügung stehen. Insgesamt wurden dem Landratsamt bis gestern Wohnunterkünfte für 400 bis 450 Personen angeboten.
Rosenheims Landrat Otto Lederer bedankt sich bei allen Anbietern für die Unterstützung. Der Landkreis werde bei Bedarf auf die Anbieter zugehen.

Sporthallen der Gymnasien in 
Bad Aibling und Prien werden Ankunftszentren

Die Vorbereitungen für die Aufnahme der Kriegs-Flüchtlinge laufen aktuell schon auf vollen Touren: Die Sporthallen der Gymnasien in Bad Aibling und Prien stehen ab sofort nicht mehr für den Unterricht zur Verfügung, meldet das Landratsamt Rosenheim. Die Mitarbeiter der Landkreis-Bauhöfe in Riedering und Wasserburg haben am gestrigen Dienstag damit begonnen, die Hallen für die Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine vorzubereiten. In den Hallen sollen jeweils bis zu 200 Menschen untergebracht werden.
Im Landratsamt Rosenheim hofft man, den Aufbau der Hallen bis Donnerstag abgeschlossen zu haben. Geplant ist, dass die Kriegsflüchtlinge nur vorübergehend in den Hallen bleiben, bis eine anderweitige Unterbringung organisiert ist.

50 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine
kommen heute in Brannenburg an

Die ersten Flüchtlinge, die nicht selbstständig ihren Weg in den Landkreis Rosenheim gefunden haben, sondern von der Regierung von Oberbayern zugewiesen werden, sollen am heutigen Mittwoch ankommen. Nach Information des Landratsamts Rosenheim handelt es sich um 50 Menschen aus der Ukraine, die in der Gemeinde Brannenburg untergebracht werden. Der dortige Helferkreis ist bereits aktiv und Dolmetscher sind organisiert.
In Rosenheim wird die Luitpoldhalle ab kommenden Montag, 14. März, zur Unterkunft umgebaut. Das Innenministerium hat die Stadt aufgefordert, 230 Unterbringungsplätze zu schaffen, bis die Kriegsflüchtlinge dauerhafte Quartiere gefunden haben. Zudem muss eine Erstanlaufstelle für die Registrierung der Menschen eingerichtet werden.

Erneut kein Sport mehr in der 
Rosenheimer Luitpoldhalle

Weil die vorhandenen Gemeinschaftsunterkünfte weitgehend belegt sind, muss die Stadt Rosenheim nach den Jahren 2015 und 2016 erneut auf die Luitpoldhalle zurückgreifen.
Die Schulleiter und Vereine wurden am gestrigen Dienstag darüber informiert, dass die Sporthalle ab dem kommenden Monat nicht mehr für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung steht. Die Stadt suche bereits nach geeigneten Ersatzlösungen.
Parallel zu den Vorbereitungen in der Luitpoldhalle prüft die Stadt weitere Möglichkeiten der Unterbringung und Versorgung.

Bislang wurden nach Information der Stadt Rosenheim 51 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bei Privatpersonen untergebracht und versorgt. „Die Hilfsbereitschaft der Rosenheimer Bevölkerung für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge ist beispielhaft und bewegt mich sehr“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März. Jetzt gehe es darum, das menschliche Leid all derer zu lindern, die angesichts des verbrecherischen Kriegs Russlands gegen die Ukraine gezwungen waren, ihre Heimat und ihre Angehörigen zu verlassen. Rosenheim werde dazu seinen Beitrag leisten.
(Quelle: Pressemitteilungen von Stadt Rosenheim und Landkreis Rosenheim / Beitragsfoto: Landkreis Rosenheim – zeigt: Umwandlung der Sporthalle des Gymnasiums Prien in ein Ankunftszentrum.)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 9. März

Namenstag haben: Anne, Annette, Bruno, Dominik, Franziska 

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Juri Gagarin (1934 – war ein sowjetischer Kosmonaut, der 1961 al erster Mensch in den Weltraum flog und die Erde umkreiste)

–  Peter Scholl-Latour (1942 – war ein deutsch-französischer Journalist und Publizist, der als Korrespondent aus zahlreichen Krisengebieten der Welt berichtete.)

–  Friederike Caroline Neuber (1697 – war eine berühmte deutsche Schauspielerin, die als Pionierin und Erneuerin des deutschen Theaters mit ihrer Theatertruppe große Erfolge feierte)

(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1822: Für Zahnersatz wird das erste Patent bewilligt. Der New Yorker Charles M. Grahamerhält es für den von ihm erfundenen verbesserten Aufbau künstlicher Zähne.
  • 1959: Auf der Spielwarenmesse „American Toy Fair“ in New York stellt das US-Unternehmen Mattel die Barbie-Puppe vor. Vorbild für die Puppe ist die Comic Figur Bild-Lilli.
  • 1964: In Dearborn im US-Bundesstaat Michigan verlassen die ersten Ford Mustangs die Auto-Montagebänder.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Hilfreiches Hobby: Ehrenamt

Hilfreiches Hobby: Ehrenamt

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Die Johanniter laden am 17. März  zu einem Infoabend an der Rettungswache in der Schmerbeckstraße 10 in Wasserburg ein, um das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst als neue und sinnerfüllte Freizeitbeschäftigung kennen zu lernen.

„Ehrenamtliches Engagement klingt für manche kompliziert und aufwändig. Wir wollen zeigen, dass es ein spannendes Hobby ist, bei dem man viel zurückbekommt und viel für sich selbst tut,“ sagt Johanna Erbe, Ehrenamtsbeauftragte der Johanniter in Wasserburg. „Denn zuallererst erhalten unsere Ehrenamtlichen eine fundierte Ausbildung und Vorbereitung für ihren Einsatz.“
Die Sanitäts-Grundausbildung ist für alle gleich. Sie dauert 80 Stunden, in denen man Wissen und Praxis über erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen erhält. Dann kann man sich spezialisieren – für die Schnell-Einsatz-Gruppen und den Bevölkerungsschutz, der alarmiert wird, wenn der reguläre Rettungsdienst an seine Kapazitätsgrenzen kommt oder für den Sanitätsdienst zur medizinischen Absicherung bei Veranstaltungen.
Zusätzlich bieten die Johanniter mit den Bereichen Krisenintervention und Rettungshundestaffel, zwei weitere spannende Gebiete. Auch hier werden die Leitungen vor Ort sein, um ihre Bereich vorzustellen und aufkommende Fragen zu beantworten.

Johanniter Wasserburg bilden
eine starke Gemeinschaft

Etwa 100 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit in allen Bereichen bei den Johannitern in Wasserburg und bilden eine starke Gemeinschaft. „Wenn in diesem Sommer wieder mehr Veranstaltungen stattfinden und mehr Menschen unterwegs sind, dann werden auch wir noch häufiger benötigt. Und so können wir vielen ein wirklich attraktives und sinnstiftendes Hobby bieten. Man braucht bloß ein paar Stunden freie Zeit alle ein bis zwei Wochen mitzubringen. Um den Rest kümmern wir uns. Egal ob Neueinsteiger oder bereits ausgebildeter Sanitäter. Alle, die sich engagieren und sich unserer Bereitschaft anschließen möchten, sind willkommen“, so Johanna Erbe.
Am 17.3. stellen die Johanniter um 19:30 Uhr die unterschiedlichen ehrenamtlichen Betätigungsfelder und die jeweilige Ausbildung vor und bitten um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an ehrenamt.wasserburg@johanniter.de.
(Quelle: Presseinformation der Johanniter / Beitragsbild: Johanniter – zeigt: Johanna Erbe (rechts) sucht neue Ehrenamtliche für den Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst der Johanniter.)

Brannenburg mit Heuberg u. Hochries, 1935

Brannenburg mit Heuberg u. Hochries, 1935

Brannenburg / Landkreis Rosenheim  – Unser fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1935. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Gemeinde Brannenburg im Landkreis Rosenheim. In Hintergrund der Heuberg und die Hochries.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Ukraine: Stadtjugendring Rosenheim organisiert Hilfslieferung

Ukraine: Stadtjugendring Rosenheim organisiert Hilfslieferung

Rosenheim – Angesichts der großen humanitären Not, die sich durch den immer größer werdenden Strom an Geflüchteten an der ukrainischen Grenze ergibt, wird auch der Stadtjugendring Rosenheim aktiv. In Kooperation mit der katholischen Pfarrei St. Michael und der Firma Paperman GmbH organisiert der Stadtjugendring eine Hilfslieferung an die ukrainische Grenze. Besonders Frauen mit Ihren Kindern und alte Menschen sind betroffen und auf Sachspenden für Ihre Weiterreise dringend angewiesen.

Der Stadtjugendring hat einen direkten Kontakt zu einem verlässlichen Partner vor Ort an der ukrainischen Grenze, der auch gewährleistet, dass die Hilfsgüter an der richtigen Stelle ankommen. Rudi Berchtenbreiter, der Geschäftsführer der Paperman GmbH stellt seinen 44-Tonner unentgeltlich zur Verfügung und wird diesen auch zusammen mit seinem Sohn an die ukrainische Grenze fahren. Der Pfarrsaal von St. Michael steht als Sammelstelle für die Hilfsgüter zur Verfügung.

Auf www.stadtjugendring.de gibt es eine Packliste, mit den Dingen, die dringend gebraucht werden. Es wird ausdrücklich darum gebeten, nur Dinge auf der Liste zu spenden, da andere Sachspenden aus logistischen Gründen nicht angenommen werden können.

Sammelstelle:
Pfarrei St. Michael , Westendorfer Straße 43, 83024 Rosenheim

Annahmezeiten:
Mittwoch, 9. März bis Sonntag, 13. März,. von 9 bis 14 Uhr.
Donnerstag, 10. März  und Freitag, 11. März, von 18 bis 20 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten ist einen Annahme leider nicht möglich

Es ist auch möglich Geld zu spenden, mit dem der Transport finanziert und weitere Hilfsgüter gekauft werden können. Unter dem Stichwort „Ukraine“ können Spenden auf das Konto des Stadtjugendring Rosenheim überwiesen werden. SpenderInnen, die eine Spendenqutittung benötigen, schreiben bitte eine Mail an info@stadtjugendring.de

Spendenkonto:
Stadtjugendring Rosenheim KdöR,
IBAN: DE87 7115 0000 0000 0289 02
BIC: BYLADEM1ROS
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Mehr Frauen-Power in der Wirtschaft

Mehr Frauen-Power in der Wirtschaft

München / Bayern – An der Spitze von mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist die Zahl der Chefinnen zuletzt zurückgegangen. Die IHK für München und Oberbayern will sich daher nicht nur am heutigen Weltfrauentag dafür einsetzen, diese Entwicklung umzukehren und die Sichtbarkeit von Frauen in der Wirtschaft zu verstärken. „Ohne Zweifel haben wir in Oberbayern viele erfolgreiche Unternehmerinnen und Gründerinnen“, sagt IHK-Vizepräsidentin Ingrid Obermeier-Osl, die auch dem IHK-Ausschuss Unternehmerinnen vorsteht. „Aber das reicht noch nicht aus. Es braucht mehr Frauen-Power in der Wirtschaft.“

Laut einer aktuellen KfW-Befragung ist der ohnehin schon niedrige Frauenanteil bei kleinen und mittelständischen Unternehmen von 16,8 Prozent im Jahr 2020 auf 16 Prozent im vergangenen Jahr zurückgefallen. „Auch wenn es den positiven Trend gibt, dass an der Spitze von Ministerien, Wissenschaft und Institutionen immer mehr Frauen stehen, ist ein kontinuierlich steigender Frauenanteil im deutschen Mittelstand leider noch immer nicht Realität“, betont Obermeier-Osl.

Frauen leiten überwiegend Unternehmen
im Dienstleistungsbereich

Den Erhebungen zufolge leiten Frauen überwiegend Unternehmen im Dienstleistungsbereich: 89 Prozent aller Unternehmerinnen sind in dieser Branche tätig. Das führt dazu, dass frauengeführte Unternehmen auch kleiner sind als die ihrer männlichen Kollegen. Die Daten zeigen, dass ein Unternehmen mit einer Chefin an der Spitze im Durchschnitt sechs Mitarbeitende hat, bei Unternehmen mit einem Chef sind es im Schnitt neun Mitarbeitende.

Bei Mädchen die Idee der
Selbständigkeit wecken

Obermeier-Osl appelliert: „Wer mehr Chefinnen möchte, braucht mehr Gründerinnen!“ Das sei auch das Ziel des IHK-Ausschusses Unternehmerinnen. „Wir müssen den Frauen Mut machen zur Gründung, Nachfolge und Unternehmensübernahme und nicht nur im Dienstleistungsbereich. Wir müssen bei den Mädchen die Idee der Selbständigkeit wecken und Vorbilder zeigen.“
(Quelle: Pressemitteilung IHK / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Corona: Nach wie Probleme bei den Zahlen

Corona: Nach wie Probleme bei den Zahlen

Rosenheim / Landkreis – Die 7-Tage Inzidenz in der Stadt Rosenheim liegt laut RKI am heutigen Dienstag , 8. März bei 254,8 und im Landkreis Rosenheim bei 225,4. Nach Wochen mit Werten über 2000 hört sich das gut an. Das Problem dabei: Die Zahlen entsprechen nicht dem tatsächlichen Infektionsgeschehen. Seit Tagen gibt es Probleme bei der Übermittlung der Labor-Meldungen. Bisher könnten diese nicht behoben werden. 

Innpuls.me hat die tägliche Meldung der Corona-Zahlen für die Region Rosenheim schon vor gut einer Woche eingestellt, weil uns der doch sehr plötzliche und extreme Fall der Zahlen auffällig und nicht mehr nachvollziehbar vorkam. Am vergangenen Freitag kam dann die Bestätigung des Landratsamtes Rosenheim. In einer Pressemitteilung wurde über technische Probleme informiert (wir berichteten).
Ein aktueller Blick auf die Covid-19-Seite des Landkreises Rosenheim zeigt, die Probleme sind nach wie vor nicht behoben. „Seit Tagen gibt es einen massiven Rückstau der Meldungen“, ist dort zu lesen. Das Gesundheitsamt Rosenheim stehe diesbezüglich in ständigen Kontakt mit dem zuständigen externen Dienstleister. 
An der Aussage, dass mit Hochdruck an der Behebung des Problems gearbeitet werde, habe sich nicht geändert: „Da dies dies ein unzumutbarer Zustand ist, schaltete das Gesundheitsamt Rosenheim inzwischen das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ein und bat um Unterstützung“. Auch das Robert Koch-Institut sei bereits um Hilfe bei der Problemlösung gebeten worden. 
Sicher sei, dass, sobald die Labor-Meldungen wieder abrufbar seien, ein großer Rückstau abzuarbeiten sei. 

Frauenpower braucht kein Datum

Frauenpower braucht kein Datum

Warum ich den Weltfrauentag persönlich genau so wenig mag wie den Muttertag?
Ist doch eigentlich super! Wir bekommen Blumen, Geschenke, Aufmerksamkeit, mehr und minder kluge Reden, Aktionen..
Ehrlich gesagt – es langweilt mich! Frauenpower braucht kein Datum. Gleichberechtigung und Anerkennung müssen gelebt werden und das auch an den übrigen 363 Tagen des Jahres.
In dieser Hinsicht gibt es sicherlich noch viel zu tun. Die Welt tickt in vielen Bereichen des Lebens nach wie vor männlich. Nehmen wir nur mal Autos. Dankt Crashtest-Dummys kann „man“ sich da heutzutage relativ sicher fühlen, liest man in diversen Autotestberichten. Frauen sollten solche Berichte mit Vorsicht genießen. Fakt ist: Das Risiko, sich bei einem Verkehrsunfall zu verletzen, ist bei uns Frauen um 47 Prozent höher. Der Grund: Bei den Crashtests werden Dummys eingesetzt, die von Gewicht, Körperbau und Größe einem durchschnittlichen Mann entsprechen.
Auch die meisten Medikamente sind für Männer konzipiert. Und selbst in Sachen öffentliche Toiletten haben wir Frauen das Nachsehen, weil es auf den Frauenklo meist weit weniger Pinkelmöglichkeiten gibt.
Natürlich könnte ich die Liste der „Ungerechtigkeiten“ jetzt noch lange fortsetzten. Aber es muss auch mal genug sein mit Jammern und Klagen – denn damit macht „Frau“ sind unnötig klein und das haben wir doch gar nicht nötig. Gleichberechtigung und Emanzipation fängt im eigenen Kopf an. Sich immer nur klein zu reden, bringt uns nicht weiter.
Von mir selbst kann ich sagen: Ich bin stolz  „Frau“ zu sein. Ich weiß, was ich kann und mittlerweile habe ich auch verstanden, dass es völlig in Ordnung ist, etwas nicht zu können.
Für was hätten wir sonst unsere Männer?

Interview zum Weltfrauentag

Interview zum Weltfrauentag

Rosenheim – Am heutigen Dienstag, 8. März, ist Weltfrauentag. Seit über 100 Jahren demonstrieren Frauen an diesem Tag weltweit für mehr Rechte und Gleichstellung. Seit damals hat sich vieles verändert. Aber der Kampf gegen Diskriminierung und für Gleichstellung ist noch lange nicht zu Ende, wie ein Gespräch von Innpuls.me mit Christine Mayer, Gleichstellungsbeauftrage von Rosenheim, zeigt.

Frage: Eigentlich könnte „Frau“ meinen, dass Gleichberichtigung in unserer Zeit endlich kein Thema mehr ist. Schließlich dürfen wir doch alles, was die Männer auch dürfen, oder?
Antwort: Eigentlich ja! Natürlich wurde schon viel erreicht in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Es zeigt sich auch ein positiver Trend bei der Erwerbsbeteiligung und bei den Einkommen von Frauen. Dieser Trend muss jetzt weiter fortgesetzt werden.
Bei der Kinderbetreuung stagniert die Geschlechteraufteilung dagegen auf hohem Niveau. Aber es gibt leider noch viele Bereiche, in denen noch deutlich nachgebessert werden muss. Egal ob bei der westlichen Medizin, dem Sicherheitsgurt im Auto und selbst bei der Anzahl der öffentlichen Toiletten – vieles ist nach wie vor auf den Mann ausgerichtet.

Frage: Die Corona-Pandemie stellte Eltern vor besondere Herausforderungen. Schulen und Kitas viele Wochen dicht. Die Kinder daheim. Hat diese Zeit Auswirkungen auf die Gleichstellung gehabt?
Antwort: Frauen tragen nach wie vor deutlich häufiger als Männer die Hauptlast an der Kinderbetreuung. Das galt vor der Pandemie und stieg im Laufe der Pandemie sogar auf ein höheres Niveau als vor der Krise. Laut einer aktuellen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) gaben weit über 60 Prozent der Mütter an, dass sie den Großteil der Betreuung übernehmen.
Die Folgen? Wer weniger bezahlte Arbeit verrichtet, verdient weniger und zahlt weniger in die Rentenkasse ein. Die Gründe? Liegen häufig im traditionellen Rollenbild, das Frauen und Männer gleichermaßen auch heute noch vertreten und leben. Allerdings wäre es völlig unzulässig, diejenigen Frauen, die sich bewusst für die Kindererziehung entscheiden, wegen ihres Rollenverständnisses aus der Perspektive der Geschlechterpolitik zu diskriminieren.
Ich habe mehrere junge Frauen befragt. Gerne zitiere ich eine junge Frau. Sie steht exemplarisch für die Y –Generation. „Meine Mutter ist für uns Kinder zu Hause geblieben. Das möchte ich ebenfalls. Die Frau soll selbst zwischen Eigen- und Fremdbetreuung entscheiden können und für beide Optionen volle Anerkennung erhalten. Von Politik und Gesellschaft erwarte ich, dass Frauen, die sich für Kind und Haus entscheiden, dadurch keine Nachteile haben, weder beim Wiedereinstieg in den Beruf noch bei der Rente.“ Laura, 27 Jahre, Verwaltungsfachwirtin.
Das wäre natürlich schön. Aber die Realität sieht oft anders aus. Die Scheidungsraten sind hoch, danach hat die Frau oft das Nachsehen. Ein Wiedereinstieg in den Beruf ist gerade nach einer längeren Elternpause meistens sehr schwierig, wirtschaftliche Unabhängigkeit in vielen Fällen nicht gegeben. Und mit der Rente sieht es später folglich auch schlecht aus.

Frage: Momentan großes Thema ist das Gendern. Wir haben uns dazu entschlossen auf Innpuls.me nicht zu gendern, weil wir der Meinung sind, Gleichberechtigung auf Papier oder Bildschirm bringt wenig, Sie muss gelebt werden. Wie sehen Sie das?
Antwort: Ich vermute, dass Sie Gendern mit der geschlechtergerechten Sprache verbinden. Das ist nach meiner ganz persönlichen Meinung ein ganz wichtiges und leider oft unterschätztes Thema. Man muss sich bewusst machen, Sprache schafft Wirklichkeit! Denn jeder Gedanke, jedes gesprochene Wort erzeugt ein Bild in unserem Kopf. Wenn ich zu Ihnen sage: Bitte denken Sie jetzt an eine Krankenschwester. Welches Bild haben Sie dann im Kopf? Haben Sie an eine männliche Krankenschwester gedacht? Wohl kaum. Seit auch Männer diesen Beruf ausüben, sprechen wir von Pflegern oder Pflegekräften. Schon an diesem Beispiel sieht man, Sprache verändert sich. Das ist notwendig, braucht aber in erster Linie Akzeptanz und die Bereitschaft, bestehende Formulierungen zu verändern. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein längerer Prozess in kleinen Schritten. Bei der Stadtverwaltung Rosenheim haben wir uns ganz bewusst gegen alle Merkwürdigkeiten der „Gendersprache“ entschieden.  Wir sprechen von Bürgerinnen und Bürgern, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das ist grammatikalisch sauberes Deutsch und gendergerecht. Eine geschlechterbewusste Sprache, also die Einbindung von Männern und Frauen, ist seit vielen Jahren Praxis. Ich weise als Gleichstellungsbeauftragte regelmäßig darauf hin, wie wichtig es ist, unterschiedliche Geschlechter auch sprachlich sichtbar zu machen.

Frage: Kommen wir doch mal speziell auf die Stadt Rosenheim. Wie steht es bei uns mit der Gleichberechtigung von uns Frauen?
Antwort: Die Stadtverwaltung Rosenheim beschäftigt momentan rund 58 Prozent Frauen. Wir bilden auch bedeutend mehr Frauen als Männer gut aus. Mittlerweile haben wir 40 Prozent weibliche Führungskräfte. Gerade in der öffentlichen Verwaltung und damit auch bei der Stadtverwaltung ist der Wiedereinstieg nach der Eltern- und Erziehungszeit problemlos möglich. Wir haben momentan sehr viele verschiedene Teilzeitmodelle im Einsatz und ermöglichen Telearbeit und mobiles Arbeiten. Ich glaube, die Gleichberechtigung von uns Frauen wird vom Arbeitgeber Stadt bestens gelebt.

Frage: Ist bei uns am 8. März auch ein spezielles Programm zum Weltfrauentag geplant?
Antwort: Dieses Jahr holen wir die Wanderausstellung „Alles unter einen Hut!?“ nach Rosenheim. Die Ausstellung ist im Foyer der Technischen Hochschule noch bis zum 12. März zu besichtigen. Am vergangenen Freitag hat das Aktionsbündnis „Internationaler Frauentag Rosenheim“ eine Präsentation mit den Akteurinnen veranstaltet.
Bereits seit 28 Jahren ist das Aktionsbündnis aktiv. Derzeit tragen fast 30 Gruppierungen zum Gelingen der Ausstellungseröffnung bei. Wir haben schon einen riesigen Hut kreiert und stellen uns die Frage: „Wie groß muss ein Hut sein, dass Frau alles darunter bekommt!“. Eröffnet wurde die Ausstellung von der Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin Ursula Winkler aus Kempten. Wir Frauen vom Aktionsbündnis haben die Eröffnung mit unseren Forderungen und Statements begleitet. Getreu dem Motto: Mit Leidenschaft und Fleiß lässt sich viel erreichen – aber eben (noch) nicht alles! Und nicht vergessen – manchmal ist es notwendig und gut, einige Aufgaben den Männern zu überlassen.
(Quelle: Beitragsbild: Copyright: Fineartservice Weiand)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 8. März

Namenstag haben: Gerhard, Gert, Johann, Hans,Michael

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Josephine Cochrane (1839 – war eine US-amerikanische Erfinderin, die das Patent auf die erste praxistaugliche Geschirrspülmaschine erhielt und mit ihrer eigenen Firma produzierte und vertrieb)

– Kenneth Grahame (1859 – war ein britischer Schriftsteller und Kinderbuchautor. Sein bekanntestes Buch: „Der Wind in den Weiden“)

–  Timo Boll (1981 – ist ein deutscher Tischtennisspieler, der zur internationalen Weltspitze zählt)

(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1929: In der deutschen Geschichte des Fernsehens überträgt der Sender Witzleben die ersten Fernsehbilder zu Testzwecken in das Berliner Forschungslabor der Reichspost.
  • 1974: In Paris wird der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle eingeweiht. 
  • 1976: Im Deutschen Fernsehen wird die erste Folge der Sendereihe „Loriot“ des gleichnamigen Humoristen ausgestrahlt. 
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Julia Dinner)
Ukraine-Krieg in einfacher Sprache

Ukraine-Krieg in einfacher Sprache

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Der Krieg in der Ukraine bestimmt aktuell die Nachrichten. Viele Bilder schockieren und machen fassungslos. Besonders schwer einzuordnen ist die Kriegs-Berichterstattung für Menschen mit Handicap, so wie beispielsweise in der Stiftung Attl in Wasserburg. Darum wird dort ab jetzt jede Woche ein Video zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine in einfacher Sprache auf YouTube hochgeladen.
(Quelle: Beitragsbild: Screenshot Youtube /  Stiftung Attl)

Hier das erste Video: