„Junge Arbeit“ weiter Träger der freien Jugendhilfe

„Junge Arbeit“ weiter Träger der freien Jugendhilfe

Rosenheim – Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Rosenheim hat die „junge arbeit rosenheim GmbH & Co. KG“ als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Der Beschluss fiel in der jüngsten Sitzung einstimmig. Er war notwendig geworden, weil die bisherigen Gesellschafter das Unternehmen zum 1. Januar 2022 verkauft hatten.

Wie Rosenheims Landrat Otto Lederer sagte, sei der Träger in Stadt und Landkreis seit mehr als zehn Jahren tätig und habe sich mit seiner Arbeit etabliert. Die „junge arbeit rosenheim“ ist vorrangig eine Einrichtung der berufsbezogenen Jugendhilfe. Mit ihren Angeboten verfolgt sie das Ziel, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu gemeinschaftsfähigen und eigenverantwortlich handelnden Persönlichkeiten zu begleiten. Es wird Unterstützung geleistet, wenn sie zum Ausgleich von Benachteiligung bzw. zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen notwendig ist.

„Junge Arbeit“ darf in
Gremien mitwirken

Die öffentliche Anerkennung bewirkt, dass die „junge arbeit rosenheim“ in Gremien wie den Jugendhilfeausschuss, in Arbeitsgemeinschaften und bei der Jugendhilfeberatung mitwirken kann. Außerdem ist die Anerkennung eine Voraussetzung für eine auf Dauer angelegte Förderung. Die Zuständigkeit für die Anerkennung liegt beim örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, dem Landkreis Rosenheim.
Bereits 2012 war die „junge arbeit rosenheim“ als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt worden. Nach dem Gesellschafterwechsel zum 1. Januar 2022 war eine erneute Anerkennung erforderlich.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Zuschuss für Patenprojekt „Jugend in Arbeit“

Zuschuss für Patenprojekt „Jugend in Arbeit“

Landkreis Rosenheim – Das Patenprojekt „Jugend in Arbeit“ der Rosenheimer Aktion für das Leben wird inzwischen überwiegend durch den Landkreis Rosenheim gefördert. Aus dem Topf der Jugendhilfe wird dem Projekt aktuell ein Zuschuss von 170.000 Euro pro Jahr gewährt. Einem entsprechenden Antrag stimmte der Jugendhilfeausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu. Damit soll gewährleistet bleiben, dass die Arbeit des Patenprojekts fortgesetzt werden kann.

In dem 2006 gegründeten Patenprojekt werden Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in den Beruf von ehrenamtlichen Patinnen und Paten begleitet. Sie ersetzen häufig die fehlende Unterstützung durch die Familien. Zudem gelingt es ihnen, dass die jungen Menschen ihre vorhandenen Ressourcen besser nutzen können.
Die ehrenamtlichen Paten werden wiederum von hauptamtlichen sozialpädagogischen Mitarbeitern der „jungen arbeit rosenheim GmbH & Co KG“ unterstützt. Sie ist bei diesem Projekt Vertragspartner der Rosenheimer Aktion für das Leben.
Seit seiner Gründung 2006 wurde das Patenprojekt zunächst von der Sparkassenstiftung „Zukunft Landkreis Rosenheim“ und seit 2012 durch die Jugendhilfe, die Agentur für Arbeit und das Job-Center Landkreis Rosenheim gefördert. Da diese Mitfinanzierung inzwischen ausgelaufen ist, ist die Jugendhilfe mittlerweile 90-prozentiger Zuschussgeber.
Gemäß dem Beschluss des Jugendhilfeausschusses ist zur Deckung von Personalkosten und Aufwendungen des Trägers „junge arbeit rosenheim“ ein Zuschuss von bis zu 200.000 Euro pro Jahr möglich. Sollte diese Summe überschritten werden, ist der Ausschuss erneut zu beteiligen.
(Quelle: Presseinformation Landkreis Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Innstraße, Rosenheim, 1978

Innstraße, Rosenheim, 1978

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1978. Auf dem alten Foto zu sehen ist die Innstraße in Rosenheim stadteinwärts – Ecke Chiemseesstraße. In dem markanten Gebäude auf linken Seite war damals noch ein Spirituosen-Geschäft. Ein besonderer Hingucker ist das Pepsi-Lieferauto.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Ganz nach dem Geschmack der Feuerwehrler

Ganz nach dem Geschmack der Feuerwehrler

Grabenstätt/  Erlstätt / Landkreis Traunstein –  „Eine Prise Theorie und eine große Portion Praxis, dies ist wohl das Erfolgsrezept für die MFA-Reihe des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein“, so Lehrgangsleiter Florian Scholz. Die Modulare Führungsausbildung ist mit einem Basislehrgang ins neue Jahr gestartet. Rund um das Feuerwehrhaus Erlstätt konnten die Teilnehmer in unzähligen kleinen und großen Übungsszenarien ihre „Feuerwehrhorizont“ erweitern und Erfahrungen sammeln.

Eine Prise Theorie und eine große Portion Praxis – das ist das Erfolgsrezept der Führungskräfteausbildung der Kreisfeuerwehren Traunstein. Foto: Hubert Hobmaier

Neben „alltäglichen“ Einsätzen wie einer ausgelösten Brandmeldeanlage steigert sich der Schwierigkeitsgrad der Übungen bis hin zu einem angenommenen Wohnungsbrand mit Menschenrettung, bei der zwei Löschgruppen „dirigiert werden wollen“. Die Verantwortlichen freut es besonders, dass sich zusehends Frauen unter die Teilnehmer mischen. „Wenn auch Mund-Nase-Schutz dann schon mal die Farbe rosa hat, stehen die angehenden Löschmeisterinnen ihren männlichen Kollegen ansonsten in nichts nach“, betont Kreisbrandinspektor Georg König mit einem Augenzwinkern.

Mit 16 Frauen und Männern
war Lehrgang komplett ausgebucht

Mit 16 Frauen und Männern aus den Feuerwehren Oberwössen, Pittenhart, Kirchheim, Siegsdorf, Kammer, Ising, Waging, Tittmoning, Traunstein, Lampoding, Nirnharting, Traunreut Wonneberg, Bergen und der Kreisbrandinspektion war der Lehrgang erneut komplett ausgebucht. In 18 Unterrichtseinheiten, aufgeteilt auf drei Lehrgangstage, beschäftigten sich die Einsatzkräfte mit dem Führungsvorgang in der Brandbekämpfung, der Technischen Hilfeleistung und Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern.
Der Lehrgang ist nicht nur als Einstieg für die Laufbahn von Führungskräften gedacht, dass Konzept sieht auch vor, dass erfahrene Führungskräfte der Gruppen-, Zug- und Verbandsführerebene ihr Wissen auf aktuellen Stand bringen. Zudem ist es ausdrücklich erwünscht, dass langjährige Kameraden ihr Praxiswissen an die nachwaschsende Führungskräftegeneration weitergeben und ihnen so den Start erleichtern.
Damit wird auch sichergestellt, dass die landkreiseigenen Konzepte zur Einsatz- und Einsatzabschnittsleitung in der Fläche trainiert werden, was insgesamt dazu beiträgt, dass bei größeren Alarmstichworten die sogenannte „Chaosphase“ zu Beginn deutlich verkürzt werden kann und schnell ein geordnetes und strukturiertes Arbeiten aller Beteiligen eintritt.
Mit dem Aufbau und der Durchführung des Angebotes zeigen sich die Teilnehmer jedenfalls voll zufrieden. Das obligatorische schriftliche Feedback im Lehrgangsbetrieb des Kreisfeuerwehrverbandes fiel auch diesmal deutlich überdurchschnittlich gut aus. „Dies ist auch ein Verdienst der Ausbilder, die mit Fachwissen und viel Leidenschaft Inhalte vermitteln und so die Leute begeistern. Darüber hinaus hat sich der Lehrgangsstandort bei der Feuerwehr Erlstätt bewährt“, so Florian Scholz.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein – Hob/ Beitragsbild-Foto: Hubert Hobmaier)

Tickets im KuKo in Osterferien telefonisch

Tickets im KuKo in Osterferien telefonisch

Rosenheim – Da an der Plaza vor dem Kultur+Kongress Zentrum Rosenheim vom 11. bis 21. April 2022 (Osterferien) Bauarbeiten vorgenommen werden, was eine großflächige Absperrung mit sich bringt, kann in dieser Zeit der Ticketverkauf nur telefonisch getätigt werden. Die Servicemitarbeiterinnen vom Ticketschalter sind zu den gewohnten Zeiten (Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr) unter Telefon 08031/365 9 365 erreichbar. Am langen Osterwochenende von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag ist der Ticketverkauf nicht erreichbar. Tickets können auch über den Webshop unter www.kuko.de bestellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung vkr / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Führungswechsel bei Polizeiinspektion Berchtesgaden

Führungswechsel bei Polizeiinspektion Berchtesgaden

Berchtesgaden – Die Polizeiinspektion Berchtesgaden bekommt zum 1. April dieses Jahres einen neuen Dienststellenleiter. Erster Polizeihauptkommissar Wilhelm Handke (rechts im Bild), der die Inspektion über fünfeinhalb Jahre geleitet hat, wurde durch Polizeipräsident Manfred Hauser in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig führte der Polizeipräsident als Nachfolger Polizeihauptkommissar Stefan Scharf in sein neues Amt als Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden ein.

Der Amtswechsel wurde im Rittersaal der Polizeiinspektion, pandemiebedingt im verkleinerten Rahmen, durchgeführt.  Polizeipräsident Manfred Hauser, der pandemiebedingt nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnte, lies es sich aber nicht nehmen, sich per Video zuschalten zu lassen. Dabei würdigte er die Verdienste des 60-jährigen Ersten Polizeihauptkommissars Wilhelm Handke, der über fünfeinhalb Jahre die Funktion des Dienststellenleiters bei der Polizeiinspektion in Berchtesgaden ausgezeichnet ausgeführt habe. Er wünschte Wilhelm Handke nach 43 Dienstjahren für den Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand alles Gute und viel Gesundheit.

Stefan Scharf folgt auf
Wilhelm Handke

Als Nachfolger und neuer Leiter der wohl schönsten Polizeiinspektion im gesamten Polizeipräsidium, wurde zum 1. April 2022 der im Landkreis Berchtesgaden wohnhafte 45-jährige Polizeihauptkommissar Stefan Scharf (links im Bild) bestellt.
Der neue Chef der Berchtesgadener Polizei begann seine Laufbahn im Jahr 1993 mit der Einstellung und der sich anschließenden Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei.
Nach der Ausbildung wurde Herr Scharf für mehrere Jahre bei den Einsatzzügen in Rosenheim und Traunstein eingesetzt, bevor er aufgrund seiner guten Leistungen im Jahr 2004 das Studium an der Hochschule für den öffentlichen Dienst – Fachbereich Polizei – in Fürstenfeldbruck beginnen durfte. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums, wurde er ab 2006 für gut sechs Jahre bei der Polizeiinspektion Freilassing als Dienstgruppenleiter eingesetzt.
Seit dem Jahr 2012 bis zum jetzigen Zeitpunkt verrichtete PHK Scharf seinen Dienst beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd im Präsidialbüro. Hier hatte er die Funktion des Teamleiters des dort ansässigen Webbüros inne. Ende 2019 wurde er für insgesamt sechs Monate als stellvertretender Dienststellenleiter zur Polizeiinspektion Freilassing abgeordnet.
(Quelle: Presseinformation Polizeipräsidium Oberbayern Süd/ Beitragsbild: Copyright: PP Oberbayern Süd)

Mozartwoche in Kloster Seeon

Mozartwoche in Kloster Seeon

Seeon /Traunstein –  Überlieferungen sagen, dass Wolfgang Amadeus Mozart sein Offertorium „Scande coeli limina“ während eines Aufenthalts im Kloster Seeon komponiert habe. Als Erinnerung an diese Verbindung ist die Mozartwoche, alljährlich zu Ostern, vor knapp 30 Jahren ins Leben gerufen worden. Nach den letztjährigen Absagen und Verschiebungen kann die traditionsreiche Konzertreihe nun endlich wieder termingerecht stattfinden. Von 17. bis 24. April erwartet die Besucher der kleinen Halbinsel im Seeoner See (Klosterweg 1, 83370 Seeon-Seebruck) heuer nicht nur die wiedererwachende Natur, sondern auch ein neu belebtes Musikfestival mit sieben Veranstaltungen – mit dabei auch ein Kulturausflug nach Salzburg am Donnerstag, 21. April unter dem Motto „Poser, Player oder Loser? Mozart und die Frauenwelt“.

Auftakt im Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon ist das Ostersonntags-Konzert am 17. April, 17 Uhr. Auf der Festsaal-Bühne gibt sich das Quartett „Passo Avanti“ mit den Musikern Alexander von Hagke (Klarinetten und Flöten), Julia Bassler (Violine), Lucas Campara Diniz (Gitarre) und Eugen Bazijan (Cello) die Ehre. „Vom Suchen und Finden“ heißt ihr Thema, bei dem sie virtuos Kompositionen von Bach, Verdi und Co. in eine erfrischende Klassik-Jazz-Symbiose verwandeln.
Die preisgekrönten Instrumentalisten Aurelius (Klavier) und Nepomuk (Violoncello) Braun stellen sich am Ostermontag, 18. April, 11 Uhr, vor. Ihr Konzert in Kloster Seeon, das bereits zweimal coronabedingt ausgefallen ist, wird nun endlich wahr. Das Brüderpaar präsentiert das Programm „Duo-Rezital“ mit Kompositionen von Mozart, Franck und Schostakowitsch.
Am Mittwoch, 20. April, 19 Uhr, entführen das Mostly Mozart Trio und Hans-Jürgen Stockerl in das Wien des 18. Jahrhunderts. Das Trio mit Astrid Hofmann (Klavier), Bert Liebmann (Bass) und Jonas Hofmann (Drums) und der bekannte BR-Sprecher schildern höchst amüsant, wie die Beziehung zwischen dem angesehenen Hofkapellmeister Joseph Haydn und dem blutjungen, aufmüpfigen Wolfgang Amadeus Mozart eine Feuerwerk an genialen Ideen und Kompositionen auslöste.
Eine musikalische Liebeserklärung an Europa präsentieren Mitglieder des Festival Música Mallorca – Sonja Leutwyler (Sopran), Tohru Iguchi (Bariton), Micael Gelius (Piano) und Wolfgang Bruemmel (Moderation) – am Freitag, 22. April, 19 Uhr, im Festsaal des Kultur- und Bildungszentrums. In ihrem Programm „Mozarts Reisen oder Musik kennt keine Grenzen“ thematisieren sie musikalisch, wie der junge Komponist durch seine vielen Reisen zum Arbeiten angeregt und schöpferisch beeinflusst wurde.
Am Samstag, 23. April, 19 Uhr, spannt das vielfach preisgekrönte Klarinettentrio Schmuck (Oliver Klenk, Sayaka und Yumi Schmuck) im Programm „Zauberhafte Melodien“ einen abwechslungsreichen Bogen von Mozart über Debussy bis zu Dvoràk. Dabei punktet das Ensemble nicht nur mit seiner ungewöhnlichen Besetzung – Klarinette, Bassetthorn, Bassklarinette – sondern auch mit sprudelnder Spielfreude und feinfühligem, homogenen Zusammenspiel.
Die Abschlussveranstaltung der Mozartwoche, am Sonntag, 24. April, 15 Uhr, richtet sich an das junge Publikum und dessen Begleiter. Im Festsaal präsentiert das Marionettentheater Bille eine fantasievolle und kindgerechte Version von Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ (unser Beitragsbild). Hier erwartet die kleinen und großen Zuschauer viel wunderbare Musik, eine märchenhafte Kulisse und eine vergnügliche, aber auch spannende Geschichte, in der es um Liebe, Vertrauen und Verstehen geht.
Eintrittskarten für sämtliche Veranstaltungen sind nur nach Vorbestellung unter Telefon 08624/897201 oder klosterladen@kloster-seeon.de an der Tageskasse erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Kloster Seeon / Mozarttheater Bille)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 29. März

Namenstag haben: Berthold, Claudia, Helmut, Ludolf, Ragnar

3 bekannte Geburtstagskinder:

Terence Hill (1939 – ist ein italienischer Schauspieler, der gemeinsam mit Filmpartner Bud Spencer mit Italowestern bekannt wurde.)

Sam Walton (1918 – war ein US-amerikanischer Kaufmann und Gründer der Supermarktkette „Wal-Mart“.)

–  Hanna Reitsch (1912 – war eine deutsche Fliegerin und Flugpionierin)

(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1970: Fernsehzuschauer können ab nun die Nachrichtensendung Tagesschau der ARD und heute des ZDF in Farbe empfangen.
  • 1910: Die Bauarbeiten für die Wendelsteinbahn in den oberbayerischen Kalkalpen beginnen.
  • 1960: Bei Frankfurt am Main öffnet mit Autokino Gravenbruch Europas erstes Autokino seine Pforten.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Interview mit der „Reimkönigin“

Interview mit der „Reimkönigin“

Eglharting / Rosenheim – Birgit Hufnagel wird gerne als „Reimkönigin“ bezeichnet. Im Gespräch mit Innpuls.me erzählt die 53-jährige aus Eglharting, wie sie zum Reimen gekommen ist, warum sich Reim-Bücher so schwer verkaufen lassen und was die Leser in ihrem neuesten Werk erwartet.

Frage: Hast Du schon als Kind gerne gereimt?
Antwort: Auch, ja! Ich bin mit Pumuckl großgeworden und meine Mutter hat im Wohnzimmer liebevoll sämtliche Wilhelm Busch Werke aufgestellt. Ich sah da immer wieder rein. Und – mein Vater, der in einer Band spielte, hat da ständig die TOP-Schlagertexthefte gesammelt. Da hab ich auch oft und gern reingeschaut.

Frage: Du hast schon eine ganze Reihe von Reim-Büchern herausgegeben, aber auch einige Romane. Was lässt sich einfacher verkaufen?
Antwort
: Es sind 10 Reim-Bücher und ein Katzenbuch. Da es Kleinverlage sind, verkauft sich alles äußerst zäh. Aber irgendwie ist es mit Reimen extrem schwierig. Wer, bitte schön, kauft schon Reime? Und ich kann es verstehen. Ich mag auch nur bisschen Erich Kästner, Ringelnatz. Und lese ansonsten Sachbücher und Krimis.

Frage: Sind Reime überhaupt noch zeitgemäß?
Antwort:
Ich finde, man kann sie in Schulen einsetzen. Für das Sprachgefühl. Und Kinder machen da bereitwillig und gern mit, das sehe ich an unseren „Siedlungskindern“. Man muss die Reime wieder auferstehen  lassen. Darum habe ich auf YouTube 10 Videos unter ‚Hofnärrin Hufnagl‘ (aus meinem ‚Reimkabarett‘) eingestellt. Man kann Reime rappen, singen und lispeln, beispielsweise.

Frage: Kann man Reimen lernen oder ist das einfach Begabung?
Antwort:
ich glaube, dass sich Kinder da leichter tun. Aber, ja, das schafft jeder. Ich hab in Haar in der VHS mal eine Schnupperstunde im Reimen abgehalten. Jeder bekam einen Reim übers Wort „Regen“ zustande. Also, der Regen sollte, wie in meinen Gedichten, besonders oft in den Worten vorkommen. Die Teilnehmer waren, glaub ich, selber ganz überrascht über ihre Werke.

Frage: Fallen Dir die Reime spontan ein?
Antwort:
Ja. Sehr spontan und oft während komischer Sportarten. Wie beim Aquajoggen oder beim Tretrollerfahren. Es gibt Nächte, da träum ich ein Reimthema schon so ein bisschen voraus. Ehm, ganz ohne Witz…

Frage: Der Titel Deines aktuellen Werkes lautet „Sommer und Winter im Dienst“. Es handelt, wie schon eine ganze Reihe Deiner anderen Gedichtbände von dem Arzt Dr. Sommer und seiner Haushaltshilfe Winter. Wie kamst Du gerade auf diese beiden Figuren?
Antwort:
es ergab sich auf einer langen Radrunde auf einer langweiligen Geraden im Wald. Ich ließ die Gedanken an der langen Leine schweifen. Dachte an Doktor Sommer aus der Bravo. Dachte, was wäre, wenn der eine Haushaltshilfe hätte, die Winter hieße. Und dachte weiter, dass man die beiden ja so seitenweise kleine Abenteuer erleben lassen könnte. Mit dem ersten Buch „Haushaltshilfe Winter und Doktor Sommer“ wollte ich es eigentlich gut sein lassen. Schon, weil man die Reime auch bisschen schlecht vortragen kann. Tja – und dann kam der Lockdown. Wegen dem folgten die weiteren Folgen, quasi.

Frage: Von was handeln die Reime in Deinem neuen Werk?
Antwort:
Die Reime sind stets von A-Z geordnet. Zu Themen, die mir täglich kommen.

Frage: Gib uns doch einmal bitte ein kurzes Beispiel für Deine Reimkunst
Antwort:
Das ist ein Reim aus dem Band Nr. 8,an dem ich ‚gerade bin‘.

Haushaltshilfe WINTER und Doktor SOMMER an der TRAVE

„SOMMER und WINTER, am TRAVEwanderweg,
fotografieren TRAVEbrücken, einen morschen Steg,
Ferienwohnungen am TRAVEufer und TRAVEwasser,
wonach SOMMER ein nackter, blasser
TRAVEmünder, der am schmalen TRAVEuferstreifen Freikörperkultur betrieb,
SOMMER zu WINTER hochverfolgt, ‚haltet den Dieb!‘
am TRAVEwanderweg kreischend. WINTER betritt eine TRAVEbrücke.
Stunden zuvor sägten gelangweilte TRAVEmünderinnen eine Lücke
ins Brückengeländer und drapierten’s dann wieder hin.
Ausgerechnet SOMMER und WINTER müssen diesen Unsinn
buchstäblich im salzigen TRAVEwasser des TRAVEabschnitts ausbaden!
Wobei TRAVEmünder Frachtschiffkapitäne winken und beide einladen.

Frage. Eine sehr ungewöhnliche Art des Reimens, oder?
Antwort: ich wollte etwas Neues ausprobieren.

Frage: Sind deine Reime immer lustig oder auch mal nachdenklich und tiefsinnig?Antwort: Fast immer lustig. Ein paar Nachdenkliche und Tiefsinnige sind aber auch dabei. Nachdenklich werde ich oft beim Sporteln im Wald. Ich bin da so gern und ich kann mich da so empören, wenn mit XXL-Forstmaschinen alles so seelenlos ramponiert wird. Bäume. Wege. Es ist unsere Natur, die wir alle achten sollten!

Frage: Planst Du aktuell schon ein neues Werk?
Antwort:
Gerade schaut es so aus, als würde mir noch für mehrere Sommer & Winter Bände was einfallen. Band 8 heißt: „Sommer & Winter im Urlaub“. Ich bin froh, dass der Verlag so willig mitmacht. Ich brauchte fast ein Jahr, um einen Verlag für die Reime zu finden. Dank an den net-Verlag. Maria Weise und ich, wir sind mittlerweile per Du und die Zusammenarbeit läuft spitze. Zwei Bücher erschienen im Berliner periplaneta-Verlag.

Hier geht es zum Facebook-Account von Birgit Hufnagl:

Hier noch eine Kostprobe von Birgit Hufnagl auf YouTube:

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Weitere Informationen
Die Natur erwacht in der Hofau

Die Natur erwacht in der Hofau

Stephanskirchen / Hofau – Auf dem Dammweg zwischen der Hofau in Stephanskirchen und der Abzweigung zum „Boadwirt“ sind unterhalb vom Gillitzerschlössl Innleiten neugeborene Lämmer zu sehen – Zeit zum Einhalten und Freuen an der wiedererwachenden Natur.
(Quelle: Text, Beitragsbild und Fotos: Hendrik Heuser)

Und noch ein Basteltipp für unsere kleinen Leser – Schafe aus Wolle und Pappe, ideal als Osterdeko: 

„Das kalte Herz“ in Galerie Markt Bruckmühl

„Das kalte Herz“ in Galerie Markt Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Am Wochenende eröffnete zum ersten Mal seit über zwei Jahren eine Ausstellung in der Galerie Markt Bruckmühl. Gezeigt werden unter dem Titel „Das kalte Herz“ Arbeiten sechs junger Künstler, Studierende und Absolventen bei Professor Christoph Ruckhäberle an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Unsere Repros zeigen „Monstren auf der Sachsenbrücke“ des Koreaners Serungjoo Lee.Der Zeitungsleser aus Pappmachèe im Freiraum ist eine davon unabhängige Arbeit des Restaurators und Künstlers Ruppert Dorrer, der vor Jahren sein Elternhaus der Marktgemeinde für die Galerienutzung übergeben hat.
(Quelle: Text: Hendrik Heuser / Beitragsbild und Foto: Hendrik Heuser)

Mehr zur Ausstellung und der Galerie Markt Bruckmühl gibt es hier: 

Fahrradkorso gegen Impfpflicht

Fahrradkorso gegen Impfpflicht

Rosenheim – Nach Demos, Autokorsos, Lichtermarsch, der Aktion „Chiemsee leuchtet“ und weiteren Veranstaltungen fand am gestrigen Sonntag nun auch erstmalig ein Fahrradkorso durch Rosenheim statt, der sich gegen die Corona-Maßnahmen richtete. Das Motto lautete: „Für freie Impfentscheidung und gegen Zwang“. Veranstalter war die Initiative „Wir sind die rote Linie“. Rund zwölf Kilometer ging es für die Teilnehmer über die Ostflanke Rosenheims am Mangfallpark und dann durch die südlichen Stadtteile Kaltwies, Kaltmühl und Happing. 
(Quelle: Pressemitteilung und Beitragsbild: Initiative „Wir sind die rote Linie“)