Spende für einkommensschwache Familien

Spende für einkommensschwache Familien

Rosenheim – Das Rosenheimer Verlagshaus stellte zwei Paletten preisaufgehobene Bücher zur Verfügung, die dann im Garten Center Nickl verkauft wurden. Der gesamte Umsatz von Euro 2.340 wurde dem Rotary Club Rosenheim-Innstadt gespendet, der dann einkommensschwache Familien mit Geschenken bedachte. Unser Foto zeigt Klaus G. Förg vom Rosenheimer Verlagshaus (links) bei der Scheckübergabe an Anton Nickl.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheimer Verlagshaus / Beitragsbild: Rosenheimer Verlagshaus)

Online-Beratung für Unternehmer

Online-Beratung für Unternehmer

Rosenheim – Die Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim bietet am Donnerstag, 17. März, wieder eine kostenlose Beratung für Existenzgründer, Unternehmer und Freiberufler an. Die Beratung übernimmt der Verein „Aktivsenioren Bayern.“

Die erfahrenen Führungskräfte im Ruhestand können auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen und unterstützen junge Gründer, um sie mit den vielfältigen Anforderungen auf ihrem Weg ins Unternehmer-Neuland vertraut zu machen und helfen ihnen bei der Businessplanung. Kleinen und mittleren Firmen geben die Berater der Aktivsenioren die richtige Orientierung bei der Bewältigung ihrer Probleme und damit Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem bieten sie Hilfe bei Restrukturierungsmaßnahmen an.

Interessenten können bei Eva Huber von der städtischen Wirtschaftsförderung (Telefon 08031/3651106, E-Mail: eva.huber@rosenheim.de) einen Beratungstermin vereinbaren.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: re)

Online – fertig – los!

Online – fertig – los!

Rosenheim – Online – fertig – los! Die Stadt Rosenheim und das Bayerische Staatsministerium für Digitales unterstützen Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer aus Rosenheim bei Online-Lösungen wie dem Aufbau eines Internet-Shops oder Marketing über Social Media. Interessenten können sich ab sofort für die Teilnahme an einem kostenlosen, eintägigen Digitaltraining bewerben. Die Aktion geht vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales aus und wird von der Stadt Rosenheim unterstützt.

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März erklärt: „Mit dem Programm „Online, fertig los!“ möchten wir all diejenigen veränderungswilligen Unternehmerinnen und Unternehmer dabei unterstützen, den oftmals mit personellen oder finanziellen Hürden verbundenen Schritt in die Digitalisierung zu wagen. Nichts ist dabei wirksamer als ein personalisiertes Training. Wir freuen uns umso mehr, dieses Online-Training in Kooperation mit dem Bayerischen Digitalministerium unseren Rosenheimer Betrieben kostenfrei anbieten zu können.“
Das Angebot richtet sich an Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer aus allen Branchen. Im Rahmen eines Auswahlverfahrens mit einem Online-Erörterungsgespräch wird die tatsächliche Teilnahme geklärt. Bei dem eintägigen Digitaltraining am 12. Mai erarbeiten die Teilnehmer gemeinsam mit Experten der Münchner Digitalberatung elaboratum individuelle, digitale Lösungsansätze für ihren Betrieb. Zudem besteht die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen, sich zu den erarbeiteten Themen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: re)

Interessierte Unternehmer können sich jetzt bis zum 27. April hier anmelden:

 

Frist für Führerschein-Umtausch verlängert

Frist für Führerschein-Umtausch verlängert

Rosenheim – Aufgrund der starken Belastung durch die Corona-Pandemie hat die Innenministerkonferenz die Frist für den Pflichtumtausch der alten Führerscheine für die Geburtsjahrgänge von 1953 bis 1958 um ein halbes Jahr verlängert. Darauf weist die Führerscheinstelle des Landratsamtes Rosenheim jetzt noch einmal hin. Der alte graue und der rosafarbene Papierführerschein können damit für diese Jahrgänge noch bis spätestens 19. Juli 2022 umgetauscht werden.

Derzeit gibt es noch mehrere tausend Bürger, die ihre alten Führerscheine bis Ende Juli dieses Jahres umtauschen müssen. Zusätzlich können ab sofort auch die Führerscheine der Jahrgänge von 1959 bis 1964 in einen EU-Kartenführerschein umgetauscht werden. Die Frist für diese Jahrgänge läuft bis 19. Januar 2023. Dies betrifft ebenfalls mehrere tausend Menschen im Landkreis Rosenheim.

Bereits rund 7400 Anträge für die  Ausstellung
der neuen EU-Kartenführerscheine gestellt

Seit Jahresbeginn wurden bei der Führerscheinstelle im Verkehrszentrum Rosenheim bereits rund 7.400 Anträge für die Ausstellung des neuen EU-Kartenführerscheines gestellt. Etwa 100 Anträge kommen jede Woche neu über das Bürgerserviceportal oder auf dem Postweg hinzu. Aufgrund der großen Menge an Anträgen wird darum gebeten, das Onlineangebot der Führerscheinstelle zu nutzen. Der Antrag zum Pflichtumtausch kann über die Homepage des Landratsamtes im Bürgerserviceportal ausgefüllt, heruntergeladen und ausgedruckt werden. Neben dem Antrag werden der derzeit gültige Führerschein, ein aktuelles biometrisches Passbild, eine Unterschrift sowie der Personalausweis oder Reisepass bei der Antragstellung benötigt. Sollte der bisherige Führerschein nicht bei der nun zuständigen Führerscheinstelle ausgestellt worden sein, wird zusätzlich eine sogenannte Karteikartenabschrift benötigt. Diese muss bei der Führerscheinstelle beantragt werden, die den derzeit gültigen alten Führerschein ausgestellt hatte.
Der Gesetzgeber hat am 15. Februar 2019 beschlossen, dass alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, bis zum 19. Januar 2033 in einen befristeten EU-Kartenführerschein umgetauscht werden müssen. Hintergrund ist, dass jeder EU-Bürger ein einheitliches Führerscheindokument besitzen soll. Die Fahrerlaubnis bleibt davon unberührt. Der Pflichtumtausch erfolgt gestaffelt. Beim grauen und rosafarbenen Papierführerschein richtet er sich nach den Geburtsjahrgängen, beim bisher unbefristeten EU-Führerschein nach dem Ausstellungsjahr.

Alle wichtigen Informationen zum Pflichtumtausch sowie das Antragsformular gibt es auf der Homepage des Landratsamtes.  Da die Hotline des Verkehrszentrums derzeit sehr stark belastet ist, wird darum gebeten, sich bei Fragen per E-Mail unter fahrerlaubnis@lra-rosenheim.de mit den zuständigen Mitarbeitern der Führerscheinstelle in Verbindung zu setzen.
(Quelle: Landratsamt Rosenheim / Beitragsfoto: Symbolfoto: re)

Feuer zerstört Stallung

Feuer zerstört Stallung

Grabenstätt / Landkreis Traunstein – Ein Stallung geriet am heutigen Donnerstagmorgen im Grabenstätter Ortsteil Hirschau in Brand. Das Feuer griff auch auf das Wohnhaus über. Verletzt wurden zum Glück weder Mensch noch Tier. Der Sachschaden beläuft sich, nach Angaben der Polizei, auf mehrere hunderttausend Euro.

Der Notruf über die Integrierte Leitstelle ging um 5 Uhr in der Früh ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Anbau bereits vollkommen in Flammen. Nach den Angaben der Polizei zerstörte das Feuer eine Stallung und ein Garagengebäude komplett und griff auch noch auf das Wohnhaus über. Die genaue Ursache für den Brand ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm die ersten Ermittlungen vor Ort.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Ukraine: RoMed Kliniken übergeben Sachspenden

Ukraine: RoMed Kliniken übergeben Sachspenden

Rosenheim Fassungslos und bestürzt sind die Mitarbeiter der RoMed Kliniken Rosenheim über den Krieg in der Ukraine. „Wir haben von Krankenhäusern aus dem Krisengebiet erfahren, dass vor allem Verbandsmaterial benötigt wird. Hier möchten wir helfen und einen kleinen Betrag leisten“, erzählt RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram. Ein Griff zum Telefonhörer und sofort waren sich der RoMed-Chef, Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer einig, hier schnell und unbürokratisch zu unterstützen. So werden nunmehr Pakete mit Verbandsmaterial und Notfallutensilien im Wert von 10.000 Euro aus den Lagerbeständen der RoMed Kliniken gepackt und in mehreren Tranchen in die Ukraine geliefert.

Nachdem das Grüne Licht für die Sachspenden erteilt war, ging alles ganz schnell. Die Kollegen des Logistikzentrums richteten in Windeseile Verbandsmaterial, Wundauflagen, Einwegbeatmungsbeutel, OP-Abdeckungen, Einwegsets zur Wundversorgung, Skalpelle, Einweg-Nadelhalter, -Scheren, -Pinzetten, wie auch Händedesinfektionsmittel usw. in Paketen zusammen. Am gestrigen Mittwoch übergaben die RoMed Kliniken die erste Tranche an Sachspenden an den Partnerschaftsverein Volovec-Bad Endorf. Ein LKW bringt die Spenden zunächst nach Parsberg, von dort aus geht es in ein Großlager, hier wird umverteilt auf mehrere Transportfahrzeuge, die über Polen weiter nach Lemberg fahren und dann zum Zielort: Kiew.

„Krieg in der Ukraine hat ein 
Gefühl der Hilflosigkeit ausgelöst“

„Der Krieg in der Ukraine hat bei uns allen das Gefühl der Hilflosigkeit und den Impuls etwas tun zu wollen ausgelöst. Dem haben wir versucht als RoMed-Klinikverbund insgesamt nachzukommen“, berichtet RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram bei der Spendenübergabe.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed-Kliniken zeigt von links: Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram und Einkaufsleiter Dr. Rudolf Herzog (Mitte) bei der Übergabe der Sachspenden an den Partnerschaftsverein Volovec-Bad Endorf)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 3. März

Namenstag haben: Camilla, Catherine, Kathrin, Friedrich, Kunigunde, Leif, Tobias

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Alexander Graham Bell (1847 – war ein in Amerika lebender britischer Sprachtherapeut, Taubstummenlehrer und Erfinder, der mit seinem Assistenten Thomas Watson das wohl erste marktreife Telefon entwickelt.  )

– Jessica Biel  (1982 – ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt wurde sie als Jugendliche mit der TV-Serie „Eine himmlische Familie“.)

–  Ronan Keating (1977– ist ein irischer Sänger, der in den 1990ern als Mitglied der Boygroup „Boyzone“ bekannt wurde. 

(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1923: Die Erstausgabe des US-Nachrichtenmagazins Time erscheint in New-York.
  • 1904: Der deutsche Kaiser Wilhelm II. nimmt die Klangaufzeichnung eines politischen Dokuments auf. Dazu werden Tonaufzeichnungszylinder von Thomas Alva Edison verwendet. 
  • 1997: Der Sky Tower, Fernsehturm von Auckland und mit 328 Metern höchstes Gebäude der südlichen Hemisphäre wird eröffnet.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: H. Reiter)
Ukraine: „Spendenbereitschaft ist enorm“

Ukraine: „Spendenbereitschaft ist enorm“

Rosenheim – Die Situation in der Ukraine treibt die Menschen auch in der Region Rosenheim um. „Die Spendenbereitschaft ist enorm“, sagt Direktor Martin Schmidt. Aktuell erreichen die Geschäftsstelle täglich Anfragen, wie geholfen werden kann. Bei internationalen Angelegenheiten greifen die Strukturen des Roten Kreuzes. So ist in diesem Fall das Internationale Rote Kreuz für die Gesamtkoordination der Hilfeleistungen zuständig
„Diese Strukturen haben sich sieht vielen Jahrzenten bewährt und ermöglichen eine gezielte und effiziente Hilfe im Krisengebiet“, so Direktor Martin Schmidt, Kreisgeschäftsführer des BRK Rosenheim. Die regionalen Verbände des Roten Kreuzes werden dann auf Anforderung des Internationalen Roten Kreuzes tätig. Für diesen Fall tagt der Krisenstab des BRK Rosenheim bereits seit letzter Woche regelmäßig: „Es werden mögliche Szenarien vorbereitet, um uns optimal auf alle möglichen Lagebilder vorzubereiten“. Dazu gehören unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen und die Entgegenahme von Sachspenden aus der Bevölkerung. „Ab wann gesammelt wird und welche Güter konkret benötigt werden teilen wir noch gesondert mit“, so Daniela Ludwig, Vorsitzende des BRK Rosenheim.  Aktuell zeige sich wieder, wie wichtig die Arbeit der teilweise ehrenamtlichen Helfer des Krisenstabs sei.

Frisches Trinkwasser für
Orte in der Ukraine

Bereits in der vergangenen Woche koordinierte das Rote Kreuz eine Versorgung diverser Orte in der Ukraine mit frischem Trinkwasser. Anfang dieser Woche startete ein Hilfskonvoi des DRK ins polnische Lublin. Der Konvoi umfasst 3.280 Feldbetten, 4.680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete, die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfigen Haushalts für einen Monat ausgelegt sind. Die insgesamt 88 Tonnen Hilfsgüter wurden am DRK-Logistikzentrum Schönefeld auf fünf LKW verladen
.
Bereits jetzt kann mit Geldspenden geholfen werden:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

(Quelle: BRK Kreisverband Rosenheim /  Beitragsbild: BRK Kreisverband Rosenheim)

Bei Familienstreit ausgerastet

Bei Familienstreit ausgerastet

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Zuerst bedrohte ein 42-jähriger Kampfsportler seine getrennt lebende Familie und Polizeibeamte mit dem Tod. Dann randalierte er in einen Einkaufsmarkt in Kolbermoor.

 

Nach den Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am gestrigen Dienstag. Beamte der Polizeiinspektion Bad Aibling wurden zu einem Familienstreit nach Kolbermoor gerufen. Der 42-jährige Türke befand sich in einen psychischen Ausnahmezustand. Nachdem er von seiner Familie getrennt werden konnte, sollte er zur ärztlichen Behandlung in eine Fachklinik gebracht werden. Er ergriff aber völlig unvermittelt die Flucht. Ihm Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahme wurde er in einen nahegelegenen Einkaufsmarkt in Kolbermoor gefunden. Zeitgleich gingen von dort schon mehrere Hinweise aus der Bevölkerung über den Notruf ein.
Der Mann zeigte sich äußerst aggressiv und gewalttätig. Um seine Festnahme zu verhindern, war er mehrere Getränkepakete gegen die Beamten. Zudem schlug und trat der langjährige Kampfsportler mit Füßen und Händen mehrfach nach den Polizisten. Diese setzten daraufhin Pfefferspray und Einsatzstock ein. Trotz weiterer massiver Gegenwehr konnte der 42-jährige schließlich festgenommen und zur Behandlung in eine Fachklinik gebracht werden.
Zwei Polizisten erlitten durch die Attacken Verletzungen und mussten sich ärztlich behandeln lassen. Wie waren anschließend nicht mehr dienstfähig. Der 42-jährige wurde bei dem Einsatz ebenfalls leicht verletzt. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Widerstand und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Besuch in der Nicklheimer Filze

Besuch in der Nicklheimer Filze

Nicklheim / Raubling / Landkreis Rosenheim – Als „Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung“ hat das Bundesumweltministerium im vergangenen Jahr die „Rosenheimer Stammbeckenmoore“ ausgewiesen. Sie stehen damit in einer Reihe mit der französischen Camargue oder dem Donaudelta in Rumänien. Innpuls.me hat deshalb die Nicklheimer Filze besucht, um zu sehen, was diese Gebiete so einzigartig macht.

Noch vor gut 10000 Jahren bedeckte ein See von der Größe des heutigen Bodensees das Gebiet zwischen Rosenheim, Bad Feilnbach und Raubling. Der riesige See trocknete langsam aus und über dem tonreichen Seeboden entwickelte sich im Laufe von Jahrtausenden eine Sumpflandschaft.
Im 19. Jahrhundert begannen die Menschen diese Gebiete für sich zu nutzen, indem sie sie entwässerten. Torf wurde abgebaut und zunächst als Brennmaterial und später zur Herstellung von Blumenerde genutzt. Erst vor 15 Jahren wurde der Torfabbau endgültig eingestellt.

Renaturierung von 
Feuchtgebieten

Mehre Projekte, zum Teil auch auf europäischer Ebene, bemühen sich seit vielen Jahren um die Renaturierung dieser Feuchtgebiete, denn für Natur und Klima sind sie enorm wichtig: Moore sind Lebensraum für viele besondere Tiere und Pflanzen, speichern Wasser, verbessern die Wasserqualität und schützen vor Naturkatastrophen wie Überschwemmungen. Außerdem leisten sie als langfristige Kohlenstoffsenker einen höheren Beitrag zum Klimaschutz als jedes andere Ökosystem in Deutschland.
Aber 90 Prozent der Moorböden in Deutschland sind heute entwässert und werden land- oder forstwirtschaftlich genutzt. Lebendige Hochmoore wurden mittlerweile auf circa ein Prozent ihrer ursprünglichen Ausdehnung zurückgedrängt. Die renaturierten „Rosenheimer Stammbeckenmoore“ sind damit etwas ganz Besonderes.
Die Nicklheimer Filze ist nicht so bekannt wie die Sterntaler Filzen in Bad Feilnbach. Aber auch sie ist ein Flecken Erde von beeindruckender Schönheit. Schon 1989 wurde mit der Renaturierung des Gebiets begonnen. Die entwässerten Flächen wurden gewässert und nach und nach entwickelte sich dadurch wieder ein artenreiches Torfgebiet mit Wald- und Feuchtflächen sowie einem Moorsee.
Der Ausflug dorthin lohnt. Der etwa eineinhalb Kilometer lange Weg ist gut zu gehen und damit auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Ein Lehrpfad mit Infotafeln und Installationen liefert viele interessante Informationen. Doch eigentlich spricht die Natur für sich. Moormoose, bizarre Geflechte aus Rinden und Ästen, abgestorbene Stämme von bizarrer Schönheit – es gibt unendlich viel zu entdecken.
Immer wieder einmal stößt man auch auf Relikte des Torfabbaus, wie beispielsweise den Schienen der alten Bockerlbahn, auf denen einst der Torf abtransportiert wurde.
Höhepunkt der Wanderung ist der Aussichtsturm. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick über Filze und Moorsee. Ein Stück vom Aussichtsturm entfernt biegt ein unscheinbarer Pfad vom Hauptweg ab. Er führt zu einer Wiese, an deren Ende noch ein kleiner Torfstich zu sehen ist. Am Waldrand sind zwei ehemalige Torfwerkzeuge ausgestellt, die daran erinnern, wie anstrengend der Torfabbau war: Die ersten Siedler und Landwirte stachen Torfsoden mühsam per Hand, um ihre Stuben mit der „Kohle der Armen“ zu heizen. Dann kam die Industrialisierung. Raubling eröffnete ein Torfwerk und gearbeitet wurde im Akkord. Auch wenn die Arbeit im Moor hart war, erinnern sich viele Nicklheimer auch heute noch gern an diese Zeit.

Für unsere jungen Leser hier noch ein Video, das zeigt, wie Moore entstehen: 

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Weitere Informationen
Ungewöhnliches Sonnenbild aus dem Chiemgau

Ungewöhnliches Sonnenbild aus dem Chiemgau

Prien / Landkreis Rosenheim – Die Sonne präsentierte sich am Vormittag des heutigen Aschermittwochs im schönen Chiemgau ungewöhnlich: als leuchtender Mittelpunkt eines großen und dunklen Kreises. Die Aufnahme von Toni Hötzelsperger entstand in Prien-Protdorf im Landkreis Rosenheim. Im Hintergrund zu sehen ist die Kampenwand.
Wer Erklärungen für dieses Phänomen hat, kann sie uns gerne mitteilen per E-Mail an info@innpuls.me. 
(Quelle: Beitragsbild: Anton Hötzelsperger. Weitere Bilder auf: www.samerbergernachrichten.de)