Baumfällungen im Kastenauer Wald sorgen für Wirbel

Baumfällungen im Kastenauer Wald sorgen für Wirbel

Kastenau / Rosenheim – Bereits Ende des Jahres 2017 sorgten massive Baumfällungen im Kastenauer Wald für Aufregung und Ärger bei den Anwohnern. Sogar eine Unterschriftenaktion wurde gestartet. Jetzt – fünf Jahre später – wurden erneut viele Bäume im dem Wäldchen an der  der Umgehungsstraße gefällt. Wieder regte sich Unmut in der Kastenau. Aufgrund von Beschwerden der Anwohner wurde die Arbeiten vorübergehend eingestellt, sollen aber nach Ostern fortgeführt werden.

Der Kastenauer Wald ist im Besitz der Erzdiözese München und Freising und damit aus rechtlicher Sicht in privater Hand. Forstarbeiten, die zur Pflege des Bestands oder zur Holzernte dienen, müssen nicht vorab genehmigt werden, auch wenn sie in einem Gebiet stattfinden, das wie hier unter Landschaftsschutz steht. Auch muss die Öffentlichkeit aus rechtlicher Sicht darüber im Vorfeld nicht informiert werden. Auch wenn dies wünschenswert sei, erklärte das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Rosenheim auf Nachfrage von Innpuls.me.
Ende 2017 geschah das nicht. Die Anwohner wurden vom Lärm der Motorsägen überrascht. Aufgrund ihrer Beschwerden und der Unterschriftensammlung bat die Stadt die Erzdiözese München und Freising um rechtzeitige Information.
Doch auch diesmal geschah das nicht. Wieder wurden die Anwohner von den Baumfällungen überrascht. Wieder hagelte es Beschwerden. Die Arbeiten wurden deshalb vor einigen Tagen eingestellt, teilte Dr. Christoph Kappes, Pressesprecher der Erzdiözese München und Freising Innpuls.me auf Nachfrage mit. Nach Ostern sollen die Fällungen aber wie geplant zu Ende geführt werden.
Nach Darstellung von Dr. Christoph Kappes sind sie unumgänglich, da sie der Verkehrssicherheit dienen. „Die Waldfläche weist erhebliche Schädigungen vor allem der Eschen (Eschentriebsterben) sowie der nicht standortgerechten Fichtenalthölzer auf“, erklärt er. Nachdem dadurch die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben gewesen sei, habe man entschieden einen sogenannten Verkehrssicherungshieb durchzuführen. Zudem wolle man die nicht standortgerechten Fichten entfernen, um zukünftig kein Forstschutzrisiko durch Borkenkäfer oder Sturmschäden aufkommen zu lassen.

Kastenauer Wald langfristig zu einem 
stabilen Laubmischwald weiterentwickeln

„Der Wald soll sich langfristig zu einem stabilen Laubmischwald weiterentwickeln“, so Dr. Christoph Kappes. Mit dieser Aussage widerspricht er den Befürchtungen vieler Kastenauer, dass der Wald in der Zukunft einem Gewerbe- und Wohngebiet weichen soll.
Belgeitet wurden die Arbeiten vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim. Im Gespräch mit Innpuls.me wurde uns dort bestätigt, dass die Arbeiten in dem betreffenden Waldstück tatsächlich notwendig gewesen seien und fachmännisch durchgeführt wurden.
In den Bereichen, in denen vor fünf Jahren zahlreiche Bäume gefällt wurden, habe sich erfreulicherweise von selbst wieder ein Jungwald entwickelt.
Nach Aussage von Dr. Christoph Kappes sollen dort, wo es sinnvoll ist, klimaresistente, wärmeliebende Laubmischbaumarten wie etwa Elsbeere und Mehlbeere eingebracht werden.
(Quelle: Beitragsbild / Foto: Max Breu)

Aschau im Chiemgau, Schloss Hohenaschau, 1911

Aschau im Chiemgau, Schloss Hohenaschau, 1911

Aschau im Chiemgau – Unsere fotografische Zeitreise geht am heutigen Karsamstag zurück in das Jahr 1911. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist Schloss Hohenaschau in Aschau im Chiemgau. Die Wurzeln des Schlosses reichen zurück bis in das letzte Drittel des 12. Jahrhunderts. Konrad und Arnold von Hirnsburg erbauten die Burg als Stützpunkt. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebäude erweitert und auch immer wieder einmal umgebaut. Heute ist das Schloss im Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)
Weitere Infos gibt es hier: 

„Realitäten anerkennen“

„Realitäten anerkennen“

Bayern / Rheinland Pfalz / Saarland – „Durch die hohen Energiepreise stehen Existenzen auf dem Spiel. Jetzt muss die Regierung handeln, sonst sind die Ostereier faul“, so Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland Pfalz & Saarland in einer aktuellen Pressemitteilung des Bund der Selbständigen (BDS).

Die Pressemitteilung wurde vom BDS Bayern, BDS Rheinland-Pfalz und Saarland sowie dem Mittelstand in Bayern (mib) gemeinsam formuliert.
Die Probleme für den Mittelstand würden nicht abreißen. „Die Energiepreise pendeln sich auf zu hohem Niveau ein und sind mit absoluter Planungsunfähigkeit behaftet. Lieferketten drohen nicht nur Aufgrund der Ukraine-Krise, sondern auch wegen der No-Covid-Politik Chinas zusammenzubrechen“, heißt es in Pressemitteilung.  In dieser für den Mittelstand und damit für den Wohlstand des  Landes äußerst bedrohlichen Situation gelte es daher nun, die „Neue Realität“ anzuerkennen und ideologische Barrieren abzubauen: „Die Wirtschaft ist das Standbein unserer Gesellschaft. Es ist daher unnötig, Debatten über ein Tempolimit zu führen, sondern vielmehr darüber, wie man die Realisierung der versprochenen Energiepreissenkungen zeitnah verwirklichen kann und diese auch für die Wirtschaft praktikabel umsetzt. Die Entlastung der Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und bekämpft zudem effektiv die Inflation. Es gibt an dieser Stelle deutlichen Nachholbedarf. „

„Krieg in der Ukraine hat die
Welt, Europa und Deutschland verändert“

„Der Krieg in der Ukraine hat die Welt, Europa und Deutschland verändert. Die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Politik sind gezwungen umzudenken und neue Wege zu gehen. Dafür brauchen wir eine entscheidungsfähige Regierung, die schnell und unbürokratisch handelt.
Leider kommt das Oster-Entlastungspaket nicht wirklich schnell und wirksam an. Sanktionen sind richtig und wichtig. Diese dürfen aber nicht unseren eigenen Mittelstand und die damit verbundene Handlungsfähigkeit unserer Wirtschaft schwächen.
Durch die hohen Energiepreise stehen Existenzen auf dem Spiel. Jetzt muss die Regierung handeln sonst sind die Ostereier faul“, so Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz & Saarland e.V.
„Wohlstand bedeutet mitnichten dicke Autos und große Villen, sondern schlicht den Erhalt der von als selbstverständlich gehaltenen Art zu Leben – mit funktionsfähigen sozialen Systemen, Rentengarantien, Krankenhäusern, Schulen, Sicherheitseinrichtungen wie Polizei und Feuerwehr, einer flächendeckend funktionsfähigen Infrastruktur und nicht zuletzt auch mit der Möglichkeit, bei der Energiewende voranzugehen!“, zeigt sich die Präsidentin des BDS Bayern, Gabriele Sehorz überzeugt.

Harte Kritik für die
Bundesregierung

Der Präsident von Mittelstand in Bayern (mib), Ingolf F. Brauner, adressiert deutliche Worte an die Ampel: „Die aktuellen Herausforderungen sind immens und erfordern eine straffe und klare politische Führung. Leider entspricht die Bundesregierung diesem Bild derzeit in keiner Weise. Während der Koalitionsvertrag noch in vorbildlicher Teamarbeit erstellt wurde, liefert die praktische Umsetzung einen Flop nach dem anderen. Der desaströse Eindruck wird verstärkt durch langwierige Abstimmungsprozesse, faule Kompromisse, offenen Widerspruch zwischen den Koalitionspartnern und einem Führungsvakuum an der Spitze. Das Energiegeld wurde zwischen den Regierungsparteien zerredet und geht vollkommen an den Notwendigkeiten des Mittelstands vorbei, die Impflicht fiel den Ideologieunterschieden der Ampelpartner zum Opfer und die Haltung gegenüber Russland wird durch nicht abgestimmte Statements aufgeweicht. Um Wohlstand und sozialen Frieden nicht endgültig aufs Spiel zu setzen, ist es besonders in schwierigen Zeiten wichtig, einen verbindlichen Zukunftsplan geschlossen und tatkräftig umzusetzen.“
Es gelte jetzt, die echten Probleme der Gesellschaft zu lösen und keine politischen Grabenkämpfe zu führen. Die Situation sei dafür einfach zu ernst.
(Quelle: Pressemitteilung BDS / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Badria senkt Wassertemperatur

Badria senkt Wassertemperatur

Rosenheim / Wasserburg / Bayern Steigende Energiepreise: Erste Schwimmbäder in Bayern senken bereits die Wassertemperatur in den Schwimmbecken. Dazu zählt auch das Badria in Wasserburg, wie die Wasserburger Stimme meldet. Dagegen ändert sich im Rosenheimer Freibad zum Start der Saison nichts.

Die Stadtwerke Wasserburg als Betreiber des Badria Wasserburg und die Stadt Wasserburg folgen damit dem Aufruf der Deutschen Bundesregierung und der Deutschen Gesellschaft üfr das Bäderwesen.
Konkret bedeutet das: Seit Anfang dieser Woche werden die Wassertemperaturen in den Becken des Badria und Badria Spa um jeweils ein bis zwei Grad gesenkt. Bis zu 15 Prozent Energieersparnis soll dadurch möglich sein. Die Badegäste würden diese Absenkung kaum mehren, da mit rund 28 Grad noch eine angenehme Schwimm-Temperatur gegeben sei, so die Stadtwerke.
Beim Blick auf die Kommentare scheinen viele Gäste des Badrias das aber anders zu sehen. „Noch kälter? Es ist ja eh schon immer so kalt“, schreibt eine Eiselfingerin. Eine andere meint: „Es ist ja nicht so, dass es im Badria tropisch warm ist. Das Badria präsentiert sich als Familienbad. Diese Aktion geht absolut an der Zielgruppe vorbei“. Oder: „Es ist mir ein Rätsel…Das Badria hat keine besonders guten Besucherzahlen und warum? Am häufigsten hört man, dass die Raum und Wassertemperatur zu niedrig ist.“
Im Rosenheimer Freibad wird dagegen, zumindest aktuell, noch nicht an den Temperaturen geschraubt. Zum Saisonstart am Samstag, 23. April, bleibt alles beim Alten: Schwimmerbecken 25 Grad, Familienbecken 28 Grad, Kleinkindbecken 30 Grad.
Beheizt wird das Freibad in Rosenheim mit Fernwärme aus dem stadtwerkeeigenen Müllheizkraftwerk. „Umweltschonender lässt sich das Wasser in den Becken nicht beheizen“, erklärt dazu der Bäderleiter (wir berichteten).

Fast 2400 Jahre altes Hühnerei entdeckt

Fast 2400 Jahre altes Hühnerei entdeckt

Nördlingen / München / Bayern / York –  Fast 2400 Jahre alte Schalen aus dem heutigen Bayern sind der erste direkte Beleg für den Verzehr von Eiern und zeugen von einem Wandel der Ernährungsgewohnheiten. So viel steht fest: Gefärbt war es nicht.

Ob das älteste bekannte Hühnerei nördlich der Alpen gekocht war, lässt sich dagegen nicht sagen. Auf jeden Fall stammt es aus dem heutigen Nördlingen in Bayern und seine Schalen landeten im 4. Jahrhundert vor Christus zwischen verbranntem Getreide und Tierknochen im Abfall. Das haben Wissenschaftler des Bayerischen Landesamtes für
Denkmalpflege mit Hilfe ihrer englischen Kollegen an der Universität York nun nachweisen können. Sie haben die nur millimetergroßen Splitter aus einer Müllgrube der späten Eisenzeit untersucht. Die Lage inmitten von Speiseresten spricht dafür, dass das Hühnerei tatsächlich dem Verzehr diente.

Direkter Vorfahre des
heutigen Osterei

Es handelt sich damit um den ersten direkten Beleg für den menschlichen Konsum von Eiern nördlich der Alpen. „Dieser auf den ersten Blick so unscheinbare Fund zeugt von einer kleinen Zeitenwende, was die menschlichen Ernährungsgewohnheiten betrifft. Mit einem Augenzwinkern
gesagt: Was damals begann, führte später zum Osterei“, erklärt Generalkonservator Prof. Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Nach dem aktuellen Forschungsstand hielten die Menschen in Mitteleuropa Hühner bis dato nämlich eher als Haus- denn als Nutztiere. Dass die Hähne in der europäischen Eisenzeit als Statussymbol galten, belegen etwa Darstellungen auf Münzen dieser Zeit.

Haushuhn stammt vom
Bankivahuhn ab

Ursprünglich stammt das heutige Haushuhn vom südostasiatischen Bankivahuhn ab, das noch heute
gezüchtet wird. In Europa sind seit der Eisenzeit vereinzelte Knochen der Tiere nachweisbar, also ab etwa 800 vor Christus. Erst am Ende der Eisenzeit, im 3. bis 2. Jahrhundert vor Christus, scheinen Menschen Hühner zum Eierlegen zu halten. Auch darüber geben die Tierknochen Aufschluss, auf die Archäologinnen und Archäologen immer wieder stoßen. Ab dem 3. Jahrhundert vor Christus finden sich darunter mehr Knochen von Hennen als von Hähnen – beispielsweise im Oppidum von Manching, nahe dem heutigen Ingolstadt. Dies weist auf eine gezielte Nutzung der Hühner zur Eierproduktion hin. Auf die vorzeitliche Müllgrube waren Archäologinnen und Archäologen 2020 bei einer Ausgrabung gestoßen. Das daraus geborgene Sediment wurde durch feine Siebe geschlämmt, um die Makroreste unter dem Mikroskop untersuchen zu können. Dabei traten auch die Schalenstücke zu Tage. „Den Nachweis einer Hühnereierschale verdanken wir der günstigen Kombination aus guten Erhaltungsbedingungen, einer akribischen Analyse der Kleinstfunde im gesiebten Sediment und neuer Technik“, sagt Dr. Johann Friedrich Tolksdorf, der zuständige Archäologe am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Die zu den Eierresten gehörende Vogelart wurde an der Universität York per Massenspektrometrie der Proteinmoleküle bestimmt. Die Methode beruht darauf, dass sich der Aufbau der Proteine einzelner Tierarten voneinander unterscheidet und ermöglicht eine effiziente und zuverlässige Analyse auch kleinster Bruchstücke und Tierreste wie der Eierschalen aus Bayern. Mit Hilfe der C14-Methode, bei der der Anteil des
Kohlenstoffisotops gemessen wird, wurden die vorzeitlichen Speiseabfälle in das 4. Jahrhundert vor Christus datiert.
(Quelle: Pressemitteilung Landesamt für Denkmalpflege / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Backrezept: Osterbrot und Osterkranz

Backrezept: Osterbrot und Osterkranz

Rosenheim – In der Karwoche haben wir ja mit Euch schon einiges gekocht und gebacken. Den Abschluss unserer österlichen Rezeptideen machen Osterbrot und Osterkranz.  Karin und Josef von Innpuls.me wünschen Euch gutes Gelingen. 
Rezept stammt von einer Rosenheimer Bäuerin – es reicht für Osterbrot, Osterkranz und einigen niedlichen Oster-Häschen.

Zutaten:
– 1 kg Mehl
– 50 g Hefe
– 1/2 l lauwarme Milche
– 100 g geschälte, gehackte Mandeln
– 50 g Mandelstifte
-200 g gehacktes Zitronat
– 250 g Butter
– 150 g Zucker und etwas Puderzucker
– 3 Eier
– 1 Prise Salz
– abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
– Backpapier für das Backblech

Zubereitung: 

Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen.
Das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Vertiefung in die Mitte drücken.
Die Hefe hinein bröckeln und mit der Milch und etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren.
200 g Butter zerlassen und mit 100 g Zucker, 2 Eiern, dem Salz, der Zitronenschale, dem Vorteig und dem gesamten Mehl zu einem Hefeteig kneten.
Den Hefeteig 20 Minuten gehen lassen, dann in zwei große Teile und einem kleinem Teil teilen. Einen Teil mit den Mandeln und dem Zitronat mischen und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Danach zu einem Brotlaib formen und auf dem Backblech nochmals 15 Minuten gehen lassen. Den Laib kreuzweise einschneiden und auf der unteren Schiebleiste 50 bis 60 Minuten backen. Das Brot noch warm mit der dem Rest der flüssigen Butter bestreichen und mit etwas Puderzucker bestreuen.
Aus der zweiten großen Hälfte des Teiges einen Hefekranz flechten und dem verquirltem Eigelb bestreichen. Danach mit 50 g Zucker und den Mandelstiften bestreuen und wie das Osterbrot backen.
Aus dem kleinen Rest lassen sich ganz einfach nur ein paar kleine Häschen zubereiten. Zuerst etwas größere Kugeln formen und plattdrücken. Das werden die Bäuche. aus kleineren Kugeln entstehen auf die gleiche Weise die Köpfe Eine längliches Teigstück in der Mitte einschneiden und daraus Ohren formen. An die kleineren Kugeln ansetzen. Wer will, kann noch Augen aus Sultaninen formen.
(Quelle: Beitragsbild: re)

Roßackerkapelle: Ort der Stille

Roßackerkapelle: Ort der Stille

Rosenheim – Viele Kunsthistoriker sehen die Roßackerkapelle (Am Roßacker 5, 83022 Rosenheim) als das wertvollste kirchliche Bauwerk der Stadt an. Das kleine Gotteshaus hat bewegte Zeiten erlebt und die Säkularisation überlebt. Im Inneren gibt es viel zu entdecken. Bein Besuch lohnt, gerade in der Karzeit. 

Im Jahr 1737 stiftete der Rosenheimer Bierbrauer Martin Schmetterer mit seiner Frau Magdalena eine Kapelle über seinem Bierkeller und widmete sie den „Heiligen Sieben Zufluchten“. Abraham Millauer, ein Baumeister aus Hausstatt bei Feilnbach, errichtete das Gebäude mit einem anschließenden Einsiedlerhaus.
Im Inneren gibt es viele interessante Details zu bewundern. Besonders faszinierend die beiden Muschelgrotten. Links ist die Heilige Maria Magdalena als Büßerin dargestellt und rechts der heilige Petrus, der zwischen zwei Hahnenschreien Jesus dreimal verleugnet hat.
Die Muschelgrotten sind heute eine wahre Rarität. Gestaltet wurden sie eins mit unzähligen Muscheln. Bis heute sind sie bis auf wenige Einzelstücke unbeschadet erhalten geblieben.
Ausgestaltet wurde das Kleinod von so berühmten Künstlern wie den Hofmaler Johann Zick und Hofstuckateur Johann Baptist Zimmermann.
Seit ihrer Erbauung hat sich kaum etwas im Inneren verändert. Nach wie vor gibt es kein fließendes Wasser. Im Jahr 2015 wurde die Kapelle aber aufwendig renoviert, weil Holzwürmer damals ihr Unwesen trieben.
(Quelle: Beitragsbild / Fotos: Josefa Staudhammer)

Infoabend der Privatschulen Dr. Kalscheuer

Infoabend der Privatschulen Dr. Kalscheuer

Rosenheim – Die Privatschulen Dr. Kalscheuer Rosenheim  – Wirtschaftsschule und Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten- veranstalten einen Online-Infoabend am 26. April, 19 Uhr über die Plattform Zoom.

Die staatlich anerkannten Privatschulen Dr. Kalscheuer machen fit für die Mittlere Reife an der Wirtschaftsschule und für den Berufsabschluss mit Fachabitur an der Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten. An beiden Schularten wird in kleinen Klassen unterrichtet. Wichtig ist ein gutes Lehrer-Schülerverhältnis, das Vertrauen schafft und ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima ermöglicht. Individuelle Hilfe und gezielte Förderung sind selbstverständlich. Alle Schulzweige sind praxisorientiert.
Die Rosenheimer Wirtschaftsschule der Privatschulen Dr. Kalscheuer führt ab diesem Schuljahr auch eine 5. Klasse ein und nimmt ab sofort Anmeldungen entgegen.
Die Schüler können nach der 5. Klasse bei entsprechenden Leistungen in die Vorklasse 6 der Wirtschaftsschule wechseln. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden schwerpunktmäßig die Fächer Deutschen, Englisch und Mathematik unterrichtet. Ab der 7. Klasse treten die kaufmännischen Schwerpunkte der Wirtschaftsschule, die zur Mittleren Reife führt, in den Vordergrund.
Für eine eingehende Beratung stehen Schulleitung und Beratungslehrer der Wirtschaftsschule gerne zur Verfügung.
Für den Online-Infoabend wird um Voranmeldung gebeten. Dazu eine E-Mail schreiben an: rosenheim@kalscheuer.com – mit Angabe zur jeweiligen Schulform. Die Teilnahme funktioniert über den normalen Browser. Alternativ kann man sich auch die Zoom-App auf den PC laden.
(Quelle: Presseinformation Privatschulen Dr. Kalscheuer / Beitragsbild: Privatschulen Dr. Kalscheuer)
Mehr Infos hier.

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 16. April – Karsamstag

Namenstag haben: Benedikt, Bernadette, Hartmut, Magnus

3 bekannte Geburtstagskinder:

Charlie Chaplin (1889– war ein britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur, Komponist und Produzent der Stummfilm-Ära.)

Benedikt XVI. (1927 – richtiger Name Joseph Aloisius Ratzinger. Ist emeritierter Papst. Rücktritt dieses Amtes war im Jahr 2013)

–  Margrethe II.(1940 – ist Königin Dänemarks (seit 1972). Kommt aus dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1811: Die 23-jährige Wilhelmine Reichard steigt als erste Frau in Deutschland mit einem Ballon auf.
  • 1900: In den USA werden die ersten Briefmarkenheftchen verkauft.
  •  
  • 1996: In Deutschland wird das fast vollständige Verbot des Anbaus von Cannabis Sativa im Betäubungsmittelgesetz aufgehoben. 
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Brücke über Mossbach wieder nutzbar

Brücke über Mossbach wieder nutzbar

Rosenheim – Termingerecht zu Ostern ist die Brücke über den Moosbach zum Naherholungsgebiet Happinger-Au-See in Rosenheim ab sofort für den Fußgänger- und Radverkehr wieder geöffnet, meldet die Stadt Rosenheim aktuell.
Die Brücke aus Bongossiholz aus dem Jahr 1986 hatte am Holzüberbau massive Fäulnisschäden aufgewiesen. Daher wurde sie durch eine Betonkonstruktion ersetzt. In den Osterferien werden noch Restarbeiten durchgeführt. Sobald die Badesaison eröffnet ist, wird auch die Zufahrt für den Autoverkehr freigegeben.
Die Bauzeit betrug rund drei Monate mit Kosten in Höhe von 250.000 Euro. Die Abwicklung der Baumaßnahme erfolgte plangemäß.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Corona-Wochenbericht

Corona-Wochenbericht

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Seit dem letzten Wochenbericht vom 7. April wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 2513 neue Fälle gemeldet. Damit hat sich das Infektionsgeschehen laut Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, noch einmal deutlich abgeschwächt: „Die aktuelle Welle klingt weiter ab“. Aber Hierl gibt auch zu bedenken, dass der Rückgang der Zahlen auch damit zu tun haben könnte, dass es auch weniger PCR-Testungen gibt.

Nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordination, Dr. Michael Städtler, sind die Belegungszahlen mit Covid-19 auf den Normalstationen derzeit tendenziell abnehmend. Die Belastung der Intensivstationen sei aber unverändert sehr hoch. Es müssten Patienten versorgt werden, die wegen einer anderen Diagnose behandlungsbedürftig sind und gleichzeitig einen positiven Corona-Nachweis haben. Abverlegungen seien derzeit aber nicht erforderlich. Zum Teil käme es weiterhin zu nicht unerheblichen Personalausfällen durch positive Corona-Tests.
In den Heimen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist die Zahl an Corona-Infektionen dem aktuellen Wochenbericht zufolge bei Bewohnern und Mitarbeitern hoch. Insgesamt scheine die Infektionstätigkeit aber auch hier weiter abzunehmen.
Der Anteil der positiv getesteten, vollständig geimpften und größtenteils geboosterten Bewohnern und Mitarbeitern bei den betroffenen Personen seit weiterhin sehr hoch. Die Verlaufsformen aber in der Regel milde.
Die konkreten Zahlen: In 27 Heimen kam es zu Corona-Fällen. (Vorwoche 36). Betroffen waren insgesamt 91 Bewohner (Vorwoche 134) und 78 Mitarbeiter (Vorwoche 118). 6 Heimbewohner (entspricht 7 Prozent) mussten hospitalisiert werden.
Die Impfquote liegt aktuell bei den Erstimpfungen bei 64,52 Prozent (Vorwoche: 64,49 Prozent).
(Quelle: Presseinformation Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Den ausführlichen Corona-Wochenbericht gibt es hier:

Warum ist Ostern gerade jetzt?

Warum ist Ostern gerade jetzt?

Rosenheim / Bayern / Deutschland / Welt – Warum ist Ostern gerade jetzt? Hier die Erklärung aus astronomischer Sicht von Professor Dr. Elmar Junker und seinem Team von der Fakultät für Angewandte Natur- und Geisteswissenschaft / Physik-Astronomie der Technischen Hochschule Rosenheim mit Sternwarte.

In der Praxis liegt der Ostersonntag immer zwischen 22. März und 25. April. Und wer bestimmt das? Der Mond! „Die einfache Regel sagt, am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond“, heißt es in dem aktuellen Newsletter der Rosenheimer Sternwarte.
Die genaue Antwort ist aber viel komplizierter, da es eine Verknüpfung zum Jüdischen Passahfest gibt, dass über einen komplexen Sonnen-Mond-Kombinationskalender festgelegt wird.
– laut Kaiser Konstantin (um Jahr 300): ist Ostern immer an einem Sonntag, immer nach dem jüdischen Passahfest und immer nach Frühlingsanfang
– seit dem Jahr 525 (Papst Johannes Paul I): Frühlingsbeginn ist per Definition der 21. März. Der Mond bewege sich auf einer Kreisbahn (nicht variabel). Damit gab es 19 mögliche Ostertermine zwischen 22. März und 25. April.
– seit 1582 (Papst Gregor XIII): Kalenderreform mit neuer Schaltregel und neuer Berechnungsgrundlage für Ostern („14. Tag des „Frühlingsmonats“) – damit Ostern an allen Tagen zwischen 22. März und 25. April möglich (theoretisch auch 26. April – wenn astronomischer Vollmond und kirchliche Osterregel auseinander fallen.)
– die orthodoxen Kirchen verwenden noch den Julianischen Kalender. Also damit gibt es da andere Termine.
Es gibt Jahre, da ist Ostern besonders früh oder besonders spät.
Der frühest mögliche Tag ist der 22. März und das passiert wieder im Jahre 2285 und 2353. Das letzte Mal der Fall war das im Jahr 1818.
Der späteste mögliche Tag ist der 25. April. Das ist wieder 2038 und 2190 der Fall. Das letzte Mal kam das im Jahr 1943 vor.

Und noch interessantes Wissen für alle Sternengucker: im Vollmond kann man gut den Osterhasen erkennen, wenn man genau hinschaut. Ob der Osterhase dann tatsächlich auch astronomischen Ursprungs ist, ist aber dann eher unwahrscheinlich….
(Quelle: Newsletter Professor Dr. Elmar Junker / Beitragsbild: re)